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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#1 von ET 65 , 16.11.2013 11:06

Hallo zusammen,

nach längerer, kompletter Abstinenz - ( ops: tja, Jürgen, bei mir geht das tatsächlich , bin ja auch ein Sturkopp ) - gibt's mal wieder nen neuen Thread von mir.

Hatte hier noch die bisher unbeantwortete Frage stehen,

Zitat von ET 65
... ob der Bahnhof Zell a.E. nichts für die Nebenstrecke von Fallhaun aus wäre?



Die Spezis werden sicher bemerkt haben, dass ich an dem Gedanken hinter den Kulissen ein bisschen weiter gewerkelt habe...


Bevor ich jetzt die Bilder zeige, möchte ich noch einige Bemerkungen zur Entwicklung fallen lassen, oder: Warum sieht das Ganze jetzt so aus?

Es gibt eine ganze Menge toller Sprüche, die für eine Modellbahn zutreffen sollten, wie "Less is more" oder "Reduce to the max" über die ich in der Vergangenheit häufig gelächelt aber immer im Hinterkopf behalten habe.
Letztendlich ist für jeden selbst die Frage zu klären, was will man? Denn der Platz zum Bauen ist endlich, ebenso wie Zeit und Geld für Unterbau, Gleise, Fahrzeuge sowie Verdrahtung, Elektrik und - nicht zu vergessen - Programmierung der Software für den Betrieb (bei softwaregesteuerter Anlage)!

Ja, ich weiß, IHR habt es schon immer gewusst...

Ein Sturkopp MUSS das selbst erkennen


Genug des Palavers, Fakten:
1. Zweigleisig ist vom Tisch!
2. Softwaregesteuertes Fahren ist vom Tisch!
3. Schattenbahnhof wird offen gestaltet mit Anschluss für Wechselkasetten.



Erst wollte ich auf den Fragebogen verzichten. Dann fiel mir mein "Nörgel"-Beitrag wieder ein - und dass ICH dann ja wohl mit gutem Beispiel vorangehen sollte...


1. Wünsche und Anforderungen an deine Anlage:

Zitat
1.1 In welcher Region (Gegend, Landschaft) ist deine Modellbahn angedacht?

Süddeutschland, Alpenvorland

Zitat
1.2 An welche Motive hast du gedacht (Stadt/Land, Industrie, Bw, Landwirtschaft etc.)? Hauptbahn oder Nebenbahn?

Eingleisige elektrifizierte Hauptbahn mit abzweigender elektrifizierter (oder in der Elektrifizierung befindlicher) Nebenstrecke. Der Endbahnhof mit kleinem Betriebswerk, einem Anschließer, etwas Güterverkehr. Strukturierte Landschaft mit Bauernhof und Weinberg im Hintergrund.

Zitat
1.3 Welche Fahrzeuge sollen auf deiner Anlage fahren?

Dampfbetrieb in der Umstellung auf elektrischen Betrieb mit Altbau-Triebwagen oder Altbau-Elloks

Zitat
1.4 In welchem Zeitraum/welcher Epoche soll deine Anlage angesiedelt sein?

Epoche 3a oder frühe 3b

Zitat
1.5 Welche(n) Bahnhofstypen bevorzugst du (Durchgangsbahnhof, Endbahnhof, Spitzkehre, Abzweigebahnhof)?

Endbahnhof und kleiner Durchgangsbahnhof

Zitat
1.6 Gibt es bestimmte Gebäude, Hochbauten, andere Besonderheiten, die auf die Anlage sollen?

Landhandel, Drehscheibe mit Ringlokschuppen, Bauernhof, Felder, Weinberg, Gießerei oder Chemiebetrieb.

Zitat
1.7 Welche von den genannten Wünschen sind ein unbedingtes Muss, welche sind verhandelbar?

Verhandelt wird nur vor Gericht…

Zitat
1.8 Gibt es im Internet publizierte Gleispläne, die dir gefallen haben und die in deine gewünschte Richtung gehen? Gibt es erste Ideenskizzen von dir, die deine Antworten anschaulicher machen können?

Damit die Bilder nicht vom weiteren Text ablenken, folgen diese am Schluss des Beitrages.

2. Konkrete Rahmenbedingungen:

Zitat
2.1 Welche Fläche steht dir zur Verfügung? (Raum? Raumecke? temporäre Aufstellfläche? Bücherregal?)


--> siehe [Anleitung] Erstellen einer Raumskizze mit InkscapeAm Raum hat sich nichts geändert:

Gesamtfläche 9,30 m x 4,40 m, Raumhöhe 2,20 m. Auf einer Längsseite sind zwei Stützmauern mit 70 cm Tiefe und 21 cm Dicke im Abstand von 3,01 m mittig angebracht. Diese können nicht durchbrochen werden (bitte keine weiteren Diskussionen dazu, danke!). Türzugang auf gegenüberliegender Seite mittig.

Zitat
2.2 Gibt es eine bevorzugte Anlagenform (U, L, Zungenform, Rechteck, Rundum-Anlage, An-der-Wand-entlang)?

An der Wand entlang mit breiterer Mittelzunge. Bietet die bestmögliche Zugänglichkeit und ermöglicht das Verfolgen der Züge zu Fuss auf „Augenhöhe“ als Lokführer.

Zitat
2.3 Zu welcher Spurweite tendierst du? (diese Frage hängt naturgemäß eng mit der Frage nach dem verfügbaren Platz zusammen) Bevorzugst du ein bestimmtes Gleissystem ? (steile Weichen oder schlanke Weichen?) Normalspur oder Schmalspur oder eine Mischform?

Spurweiter HO, Peco FineScale Code 75, weil eine Menge Material schon vorhanden ist und die Fahrzeuge teilweise RP 25 Radsätze aufweisen. Im Schattenbahnhof Peco Code 100.

Zitat
2.4 Gibt es bestimmte technische Bedingungen? Mindestradius, maximale Steigung, Eingrifftiefe oder Eingrifflöcher? Sollen Teile oder die ganze Anlage demontierbar sein?

Mindestradius generell 600 mm.
Mindestradius im Industriebereich sichtbar 610 mm in Weichen und 800 mm im Gleis
Mindestradius der sichtbaren Strecken 1000 mm grundsätzlich mit Übergangsbogen und bei Richtungswechsel auch Zwischengerade.

Zitat
2.5 Steuerung: Wie möchtest du die Fahrzeuge betreiben (analog, digital)? Wie sollen Signale, Weichen etc. gesteuert werden (analog, digital, PC)?

Fahrzeuge alle mit DCC Digitaldecoder ausgestattet.
Weichen sind ortsgestellt (mechanisch von der Anlagenkante durch Gestänge).
Signale sind ortgestellt über Kippschalter an der Anlagenkante.
Dieses System wird wohl in der ersten Ausbaustufe am Endbahnhof ausgiebig getestet werden.

3. Weitere Informationen

Zitat
3.1 Was reizt dich besonders an deinem Vorhaben? (Rangieren, realistischer Fahrbetrieb nach Fahrplan, lange Züge fahren sehen, Konstruieren und Bauen, Landschaftsgestaltung ... oder?)

Da gibt es ganz klar eine Zweiteilung:
1. Bauen
2. Fahren nach Fahrplan

Zitat
3.2 andere relevante Informationen (Einzelspieler, mehrere Mitspieler, sonstige Besonderheiten)

Eigentlich Einzelspieler, es sollen aber zwei Mitspieler möglich sein.


Begeben wir uns mal auf die Anlage und starten im Bahnhof Zell i.W.




Bild 1: Zell im Wiesental nach Installation der Fahrleitung


Vom Endbahnhof "Zell i.W." (nicht "Zell a.E.", und darauf lege ich Wert ) mit seinem kleinen Betriebswerk




Bild 2: Betriebswerk des Endbahnhofes Zell i.W.


und der 16 m Drehscheibe mit kleinem Ringlokschuppen, geht es an der Abstellgruppe des Endbahnhofes vorbei leicht ansteigend in eine etwas hügelige Landschaft mit Ackerbau, Felsen, Wein und Wald zu einem Gehöft an der Strecke.




Bild 3: Streckenverlauf zwischen Feldern und Felsen zum Bauernhof

In der langgezogenen Rechtskurve wird hinter dem Bahnübergang der Brechpunkt erreicht. Nach Passieren eines Weinberges




Bild 4: Weinberg vor Hasel


wird der kleine Bahnhof Hasel erreicht.




Bild 5: Bahnhof Hasel mit Holzumschlag


Die weiterhin im Gefälle verlaufende Strecke erreicht nach einer S-Kurve das Industriegebiet von Schopfheim.



Bild 6a: Chemischer Betrieb und Maschinenfabrik




Bild 6b: Chemischer Betrieb und Maschinenfabrik


Die durchgehende Hauptstrecke nach Säckingen taucht aus dem Fahrnau-Tunnel auf und verläuft parallel leicht ansteigend zu der bis zur Bahnhofseinfahrt von Schopfheim fallenden Strecke aus Zell.




Bild 7: Ausfahrt Schopfheim in Richtung Zell und Säckingen


Der Bahnhof Schopfheim hat nur fünf Gleise. Die Züge nach Zell halten am Hausbahnsteig, die Züge nach Säckingen auf Gleis 2 oder nach Bedarf auch Gleis 3. Gleis 4 und 5 sind dem Güterverkehr vorbehalten.
Das außenliegende Industriegebiet ist über Gleis 4 an den Bahnhof Schopfheim angebunden.




Bild 8: Ortsgüteranlage von Schopfheim


Die Ortsgüteranlage bietet Umschlagmöglichkeiten für Stückgut. Über eine Sägefahrt wird das Postgleis erreicht.




Bild 9: Ortsgüteranlage von Schopfheim und Ausfahrt Richtung Basel


Die Strecke Richtung Basel verschwindet kurz nach dem Bahnhof im Hausener Tunnel.


Die Anlage kann durch die Konzeption in mehreren Schritten aufgebaut werden, so dass schon nach drei oder sieben Segmenten ein Betrieb möglich ist.

Das war's dann erstmal wieder...

Gruß, Heinz

Edit 02.03.2016: Alle Bilder auf Abload.de umgestellt


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#2 von Challenger , 16.11.2013 12:49

Hallo Heinz,

das sieht auf den ersten Blick schon ganz gut aus!
Könnten wir noch einen Gleisplan bekommen?

Grüße Hubert


 
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#3 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 16.11.2013 14:32

Sehr schön Heinz!

1. Weil es weiter/wieder los geht.
2. Weil es gut aussieht.

Ich wundere mich nur etwas über das nun weitere "Zurückdrehen der Zeit" - willst Du auf V100 und V160 verzichten?

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#4 von ET 65 , 16.11.2013 20:54

Zitat von Challenger
... Könnten wir noch einen Gleisplan bekommen? ...

Hallo Hubert,

ich wollte Euch den Gleisplan nicht vorenthalten. War mir aber nicht sicher, ob überhaupt noch Interesse besteht. Daher gab es erst mal nur ein paar Bilder in 3D-Ansicht.

Der Gleisplan kommt jetzt in drei Teilen:



Bild 10: Gleisplan sichtbarer Bereich (beim Klicken wird's wieder groß)

Zitat von ET 65
... Die Anlage kann durch die Konzeption in mehreren Schritten aufgebaut werden, so dass schon nach drei oder sieben Segmenten ein Betrieb möglich ist. ...

Um diese Aussage zu deutlich zu machen, anbei der Interimsendbahnhof:



Bild 11: Provisorischer Endbahnhof für den stufenweisen Aufbau der Anlage


Und so könnte (!) der diesmal offene Schattenbahnhof aussehen:




Bild 12: Offener Schattenbahnhof (beim Klicken wird's wieder groß)


Zitat von DB-IV-Proto87
Sehr schön Heinz!

1. Weil es weiter/wieder los geht.
2. Weil es gut aussieht. ...

@Alexander:
Vielen Dank für die Lorbeeren...

Zitat von DB-IV-Proto87
Ich wundere mich nur etwas über das nun weitere "Zurückdrehen der Zeit" - willst Du auf V100 und V160 verzichten?

Ähm, warum sollte ich? Wie Du vielleicht in den 3D-Bildern (besonders Bild 7) gesehen hast (oder auch nicht, sonst würdest Du wahrscheinlich nicht fragen?), wird es auch V 100 geben.

Die Idee hinter dem Konzept (das schon mal vor 20 Jahren reizte...) ist, dass verschiedene Zeitabschnitte in der Epoche 3 dargestellt werden können.
1. Frühe Epoche 3 mit E 71 und E 32
2. Nachfolgend ET 85 (und völlig vorbildwidrig ET 65)
3. Und abschließend E 32 und E 44
Der Güterverkehr wird dann von typischen Baureihen abgewickelt, wie 50, 55, 57, V100 und durchgehende Züge natürlich mit 44, E 91 oder E 94.

Weitere Ideen zum Fahrplankonzept:
- Umbau der Fahrleitung, daher Einsatz von Dampf- oder Dieselloks generell notwendig.
- Umleiterzüge wegen Sperrung der Magistrale mit 01, E 10, V 200 etc.

Also keine Panik, die Baureihen bleiben...

Gruß, Heinz

Edit 02.03.2016: Alle Bilder auf abload.de umgestellt


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#5 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 16.11.2013 22:03

Hallo Heinz,

natürlich gebe ich wieder meinen Senf dazu - sonst würdest Du Dich sicher auch wundern.

Damit die elektrifizierte Stichstrecke für die gewählte Epoche und Gegend glaubwürdig erscheint, würde ich an deren Endpunkt ein (natürlich jenseits der Anlagengrenze befindliches) Bahnstromkraftwerk verorten - Vorbild z. B. Penzberg - Kochel. Eine aus dem Hintergrund "auftauchende" Speiseleitung zum Bahnhof Zell reicht dazu völlig. Die somit unterstellte Errichtung vor dem Krieg erlaubt die Verwendung der in Deinen Bildern zu sehenden Masten und Ausleger vom DRG-Typ 1928.

So, jetzt zur Hauptstrecke/sache! Ich würde eine frühere/geplante (teilweise) zweigleisige Trassierung vorsehen, d. h. Rückbau z. B. als Reparationsleistung oder Auslegung als "Strategische Linie", die nie vollständig umgesetzt worden ist. Das Tunnelportal Richtung Schattenbahnhof sollte dann auch das entsprechende Profil haben. Dabei ist es eher zweitrangig, ob das Stück dann tatsächlich "echt" zweigleisig ist, oder nur Ziehfahrten bis zum Prellbock "im Freien" erfolgen (Vorbild Rottweil/Gäustrecke).

In der anderen Richtung ist hingegen die Oberleitung nach DB-Normalien gerade erst gebaut worden. Dazu sind dann mehrere Betriebsszenarien denkbar:
Nebenbahn im elektrischen Inselbetrieb, weil die Fortsetzung eben noch nicht unter Spannung ist und in Schopfheim der Platz zum Lokwechsel nicht reicht.
Oder genau das
oder vollständiger E-Betrieb mit einzelnen Ausnahmen, weil nicht genügend Tfz vorhanden sind.

Zwei gestalterische Anmerkungen noch: Du solltest die Nebenlinie vielleicht mit einer Brücke über die Hauptstrecke führen, die dahinter dann einfach nicht mehr wieder zum Vorschein kommt. Und wäre ein schöner württembergischer Rechtecklokschuppen in Fachwerkbauweise (nach Art von Calw) nicht die bessere Wahl für Zell?

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#6 von rainerwahnsinn ( gelöscht ) , 16.11.2013 22:26

Ja, da isser wieder, und Großes hat er vollbracht!

Deine 3D Parade gefällt mir schon mal sehr, so erhält man doch gleich einen ungleich besseren Eindruck von deinem Werk, als dies ein bloßer Gleisplan könnte. Beeindruckend zudem, was du so alles aus Wintrack herausholst!

Besonders gefällt mir, das deine Planung so gradwegs meinem 3-Punkte-Ideal entspricht:

1. Originalität: gestalte nicht eine, sondern deine Anlage.
2. Flair: sieht nicht nur aus wie eine echte Eisenbahn, sondern hat auch eine ureigene Stimmung
3. Attraktion: es gibt etwas außergewöhnliches, zu bestaunendes (z.B. dein offener Schattenbahnhof)

Aber auch so ist's schön, dass du wieder mitmischt. Bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Klasse gemacht, Heinz !

Viele Grüße
Rainer...w


rainerwahnsinn

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#7 von ET 65 , 16.11.2013 23:15

Zitat von DB-IV-Proto87
... Damit die elektrifizierte Stichstrecke für die gewählte Epoche und Gegend glaubwürdig erscheint, würde ich an deren Endpunkt ein (natürlich jenseits der Anlagengrenze befindliches) Bahnstromkraftwerk verorten - Vorbild z. B. Penzberg - Kochel. Eine aus dem Hintergrund "auftauchende" Speiseleitung zum Bahnhof Zell reicht dazu völlig. Die somit unterstellte Errichtung vor dem Krieg erlaubt die Verwendung der in Deinen Bildern zu sehenden Masten und Ausleger vom DRG-Typ 1928. ...

Hallo Alexander,

ein toller Senf, den Du dazugibst Gute Idee, ist wohl das, was am Endbahnhof noch fehlt oder gefehlt hat.

Aber: Wie sahen denn 1928 oder 1932 die Freileitungsmasten für die Stromversorgung der Bahn aus?

Zitat von DB-IV-Proto87
... Ich würde eine frühere/geplante (teilweise) zweigleisige Trassierung vorsehen, ... Das Tunnelportal Richtung Schattenbahnhof sollte dann auch das entsprechende Profil haben. ...

Den Vorschlag werde ich mir mal ansehen.

Zitat von DB-IV-Proto87
... In der anderen Richtung ist hingegen die Oberleitung nach DB-Normalien gerade erst gebaut worden.

Dann müsste ich dort die Reichsbahn- gegen Gittermasten austauschen.

Zitat von DB-IV-Proto87
Dazu sind dann mehrere Betriebsszenarien denkbar:
Nebenbahn im elektrischen Inselbetrieb, weil die Fortsetzung eben noch nicht unter Spannung ist und in Schopfheim der Platz zum Lokwechsel nicht reicht.

Abgelehnt. Dafür fehlen die Abstellgleise in Schopfheim.

Zitat von DB-IV-Proto87
Oder genau das

Meinst Du das, was ich oben beschrieben habe?

Zitat von DB-IV-Proto87
oder vollständiger E-Betrieb mit einzelnen Ausnahmen, weil nicht genügend Tfz vorhanden sind.

Auch das wäre eine Möglichkeit. Nur bei meinem Fahrzeugbestand können mir wohl die E-Tfz nicht ausgehen.

Zitat von DB-IV-Proto87
Zwei gestalterische Anmerkungen noch: Du solltest die Nebenlinie vielleicht mit einer Brücke über die Hauptstrecke führen, die dahinter dann einfach nicht mehr wieder zum Vorschein kommt. Und wäre ein schöner württembergischer Rechtecklokschuppen in Fachwerkbauweise (nach Art von Calw) nicht die bessere Wahl für Zell?

Brücke? Hatte ich mir schon angesehen. Fällt weg!
Zum Lokschuppen in Zell: Das Kibri-Ding ist nur ein Platzhalter.

Zitat von rainerwahnsinn
Ja, da isser wieder, und Großes hat er vollbracht!

ops: Danke für die Lorbeeren.

WEITER geht's - mit den letzten Vorbereitungen im Raum.

Gruß, Heinz


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#8 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 16.11.2013 23:42

Hallo Heinz,

jetzt hast Du mich erwischt! ops:

Ich weiß auch nicht, wie die alten Speiseleitungsmaste ausgesehen haben, aber das kann man bestimmt in Erfahrung bringen.

Die großzügige (weil zweigleisige) Trassierung hätte noch einen weiteren Vorteil: Lü-Züge würden über Deine Strecke verkehren.

Beim elektrschen Inselbetrieb habe ich natürlich nur an Triebwagen gedacht, die ohnehin in Zell übernachten (erster Zug morgens nach Schopfheim, letzter abends zurück!).

Die zweite Variante wäre dann das Umspannen auf der Hauptstrecke - zugegeben eigentlich platzmäßig zu knapp, aber für ein paar Wochen des unterstellten Übergangs durchaus vertretbar.

Beim E-Tfz-Mangel habe ich natürlich auch wieder die Vorbildsituation gemeint!

Eine kreuzende Strecke knapp über/hinter einem Tunnelportal finde ich eben optisch sehr unglücklich, womit das Vorhandensein solcher Situationen in 1:1 nicht in Abrede gestellt werden soll. Wie wäre es mit einer Steinbogen- oder Stampfbetonbrücke mit enger Öffnung? Dann wäre der Unterschied zum Tunnelportal marginal...

Hoffe, geholfen zu haben,

Alexander


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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#9 von Shoogar , 17.11.2013 00:50

Ein schöner Gleisplan, der die Weite der verfügbaren Fläche großzügig nutzt.
Meinen Glückwunsch!
Zu Platz und Plan.
Letzterem sieht man an, daß Du Dich intensiv mit den Abläufen befasst hast.

Und er gefällt mir außerordentlich gut, hebt er sich doch so wohlwollend von diesen ewiggleichen "zweigleisigen Paradestrecken mit untergeordneten Bahnhöfen mit Drehscheibe" ab.

Vielleicht aber köntest Du Deinem Bahnhof "Hasel" ein etwas längeres Hausgleis spendieren?
50 cm (= 43,5 m in 1:1) zwischen den Weichen ist doch sehr knapp bemessen.
Der Strecke Richtung Zell a. E. könnte man vielleicht noch ein paar Dezimeter anknappsen, um diesem kleinen Bahnhof etwas mehr Großzügigkeit zu gönnen.

Ansonsten würde ich vielleicht versuchen, diese 3 Abstellgleise parallel zur Ausfahrt von Zell a. E. zu reduzieren (das gefällt mir (rein subjektiv) aktuell nicht so gut), genauso würde ich mir überlegen, die Zufahrt zum GA auf Segment 11 mit der Nebenbahn von Schopfheim ausfahren zu lassen.


Aber das sind wirklich bloß optische subjektive Kriterien, die Du vielleicht (und nicht weniger berechtigt) anders siehst.


viele Grüße

Armin


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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#10 von hitzl , 17.11.2013 02:02

Hallo Heinz,

ein Traum von einer Anlage, den Du hier wieder vorstellst.
Was mich etwas irritiert, sind ortsgestellte Weichen und Signale.
Hab es jetzt nicht gezählt, dürften aber weit über 100 sein.
Da den Überblick zu behalten wird interessant.
So wie Du schreibst, sollte es bis zu "meine Anlage" nicht mehr
weit sein.
Drücke Dir dafür beide Daumen.

Gruß
Dennis

P.S

Übernimmst Du auch Auftragsplanungen?


Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.

Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.


hitzl  
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#11 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 17.11.2013 10:18

Hallo Heinz,

eine Skizze mit ein paar Anregungen:



Deine Anbindung der Post in Schopfheim ist sehr ungünstig - nicht wegen der Sägefahrt sondern wegen der Notwendigkeit, vorher den Verladebereich vor dem Güterschuppen freizuräumen! Deshalb schlage ich eine Kreuzung vor. Güterzuggleise können nie lange genug sein, daher habe ich mich mit der Lage/Verzweigung von 3 bis 5 auf dem linken Kopf noch herumgespielt, weil der Bahnsteig ohnehin erst beim "Knick" beginnt. Die Ziehmöglichkeit auf der verbreiterten Trasse bis zum Tunnelportal habe ich auch gleich eingezeichnet.

Nächstes Problem ist der wegen der Mauervorsprünge nötig konvexe Verlauf der Hintergrundkulisse links und rechts der Station Hasel, die optisch außerdem viel zu nahe am Industriegebiet Schopfheim liegt. Während Richtung Zell wirklich ein Mitdrehen des Betzrachters erforderlich ist (auch wegen der die Sicht nehmenden Mittelzunge ), stößt er auf der anderen Seite quasi mit der Nase auf das nächste Motiv.

Ich schlage daher eine "konkave Teilung" vor, welche zusätzlich den "Totraum" zwischen den Mauervorsprüngen nutzt und Dir einen weiteren früher schon einmal gewünschten Anschließer beschert! Die Nische wird zum Steinbruch (braune Linie), dessen obere Abbruchkante knapp for der Hintergrundkulisse (blau) liegt, die rechts durchfahren wird. Als Tarnung dient dafür eine zum Verladesilo verlaufende Bandbrücke (rot), die vom eigentlichen Werk kommt, welches sich quasi "im Gang" befindet, d. h. Du sparts Dir die Nachbildung der platzraubenden Monster wie Brecheranlage, Drehrohrofen usw. - im Bahnhof Hartmannshof bei Nürnberg hat es früher so ähnlich ausgesehen. Auf die Holzverladung brauchst Du übrigens nicht zu verzichten, denn die bringst Du einfach als Nebenanschließer unter. So ist das bis vor ein paar Jahren in der Nähe meines Heimatortes beim ehemaligen Zementwerk in Rodaun auch gewesen - die Rampe der Österreichischen Bundesforste ist im Perlmoser-Werksgelände gestanden. Von Schopfheim her würde ich die offenbar ohnehin vorgesehene Bewaldung an der Stelle verdichten (grün), um die Kulissendurchfahrt zu tarnen. Links kannst Du hingegen den Hügel hinter dem Weinberg versteilert nach vorne ziehen und mit dem Steinbruch zusammenstoßen lassen - dann noch ein paar ausgewachsene Kiefern und Du brauchst wegen der (unterstellten) hohen Anordnung der Anlage auf der Mauervorderkante überhaupt keinen "richtige" Himmel mehr...

Und den Zoo/Wildpark für Deine Frau bringen wir z. B. im Anschnitt noch auf dem Hügel über dem Tunnel auf der Mittelzunge unter!

Hoffe, geholfen zu haben,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#12 von ET 65 , 17.11.2013 11:43

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Anregungen, Kritiken und Bestätigungen.

Zitat von DB-IV-Proto87
... jetzt hast Du mich erwischt! ops:

Ich weiß auch nicht, wie die alten Speiseleitungsmaste ausgesehen haben, aber das kann man bestimmt in Erfahrung bringen. ...

@ Alexander,
dass mir das noch gelingt, Dich zu erwischen? Eine Bildersuche im Netz hatte bei mir nichts Verwertbares gebracht. In wie weit die Zubehörhersteller etwas haben? Viessmann und Sommerfeldt haben die Umformer, etc. Aber der davor stehende und verbindende Freileitungsmast zur Oberleitung fehlt im Sortiment.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Die großzügige (weil zweigleisige) Trassierung hätte noch einen weiteren Vorteil: Lü-Züge würden über Deine Strecke verkehren ...

Gutes Argument! Also nochmal in die Ausfahrten schauen...

Zitat von DB-IV-Proto87
... Beim elektrschen Inselbetrieb habe ich natürlich nur an Triebwagen gedacht, die ohnehin in Zell übernachten (erster Zug morgens nach Schopfheim, letzter abends zurück!). ...

Hatte ich auch so verstanden. Trossingen lässt grüßen. Der ursprüngliche Ansatz war aber der durchgehende Verkehr bis zum Endbahnhof. Daher fällt auch der Vorschlag des Umspannens dann weg.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Beim E-Tfz-Mangel habe ich natürlich auch wieder die Vorbildsituation gemeint!

Auch klar.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Eine kreuzende Strecke knapp über/hinter einem Tunnelportal finde ich eben optisch sehr unglücklich, womit das Vorhandensein solcher Situationen in 1:1 nicht in Abrede gestellt werden soll. Wie wäre es mit einer Steinbogen- oder Stampfbetonbrücke mit enger Öffnung? ...

Ja ja, die Optik... Diese Situation ist ja erst dadurch entstanden, dass ich die Strecken nach Zell und Säckingen getauscht habe (dass man jetzt vom Hausbahnsteig aus auf die Nebenstrecke nach Zell kommt). Vorher war es anders herum und machte im Bahnhof auf Grund der sich kreuzenden Strecken überhaupt keinen Sinn.

In einer hier niemals veröffentlichten, zweigleisigen Variante hatte ich solch eine Situation mit Brücke vor der Tunneleinfahrt schon mal geplant - und wieder gekippt. O.k. es war damals eine Stahlfachwerk-Kastenbrücke. Was schadet es denn, die Variante mit der Steinbogenbrücke mal durchzuspielen? Erwarte aber die Bilder bitte nicht heute...

Mensch, bist Du fleißig, da kam ja noch ein Beitrag von Dir:

Zitat von DB-IV-Proto87
...Deine Anbindung der Post in Schopfheim ist sehr ungünstig - nicht wegen der Sägefahrt sondern wegen der Notwendigkeit, vorher den Verladebereich vor dem Güterschuppen freizuräumen!

Oha. Etwas falsch gelaufen?
Das ist wohl richtig. Wann kommt die Post und wann die Güter? Ist das betriebstechnisch vereinbar?
Post kommt spätestens mit dem ersten Personenzug. Steht zu diesem Zeitpunkt ein Güterwagen zum Verladen (noch) an der Rampe? Da werde ich wohl die Abläufe noch mal durchspielen müssen.

Zitat von DB-IV-Proto87
Deshalb schlage ich eine Kreuzung vor. Güterzuggleise können nie lange genug sein, ...

Gibt's beim Vorbild an der Stelle nicht, würde mich aber nicht stören. Nur müsste ich dann einen verkürzten "Hosenträger" einbauen.

Zitat von DB-IV-Proto87
...daher habe ich mich mit der Lage/Verzweigung von 3 bis 5 auf dem linken Kopf noch herumgespielt, weil der Bahnsteig ohnehin erst beim "Knick" beginnt. Die Ziehmöglichkeit auf der verbreiterten Trasse bis zum Tunnelportal habe ich auch gleich eingezeichnet.

Unglücklicherweise ist das Ganze auf dem Bild etwas klein geraten. Auch in der 2x Vergrößerung ist für mich nicht ganz deutlich zu sehen, worauf Du hinaus möchtest. Gleis 3 ist so weit wie möglich vorgezogen worden, wobei die Weichenzugen gerade außerhalb des Bahnübergangs liegt. Die Weiche an Gleis 4 und 5 ist ebenfalls so weit wie möglich nach links geschoben, dass sich ein homogenes Bild ergibt. Alle anderen Varianten würden den Durchgang oberhalb verkleinern.

Der Gleisstummel könnte als Ziehgleis bis zum Tunnel verlängert werden (hatte ich schon mal geplant, war aber beim Vorbild nicht der Fall, o.k.). Dazu müsste dann das Stellwerk nach oben versetzt und die Fahrleitungsmasten entsprechen aufgestellt werden.

Zitat von DB-IV-Proto87
Nächstes Problem ist der wegen der Mauervorsprünge nötig konvexe Verlauf der Hintergrundkulisse links und rechts der Station Hasel, die optisch außerdem viel zu nahe am Industriegebiet Schopfheim liegt. Während Richtung Zell wirklich ein Mitdrehen des Betzrachters erforderlich ist (auch wegen der die Sicht nehmenden Mittelzunge ), stößt er auf der anderen Seite quasi mit der Nase auf das nächste Motiv. ...

Das ist leider richtig. Um das Problem zu entschärfen, habe ich den Wald zwischen Hasel und das Industriegebiet gestellt. Dies ist vielleicht nich deutlich genug rübergekommen.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Die Nische wird zum Steinbruch (braune Linie), dessen obere Abbruchkante knapp for der Hintergrundkulisse (blau) liegt, die rechts durchfahren wird. Als Tarnung dient dafür eine zum Verladesilo verlaufende Bandbrücke (rot), die vom eigentlichen Werk kommt, welches sich quasi "im Gang" befindet, d. h. Du sparts Dir die Nachbildung der platzraubenden Monster wie Brecheranlage, Drehrohrofen usw. - im Bahnhof Hartmannshof bei Nürnberg hat es früher so ähnlich ausgesehen.

Danke, dafür. Das muss ich mal sacken lassen.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Auf die Holzverladung brauchst Du übrigens nicht zu verzichten, denn die bringst Du einfach als Nebenanschließer unter. So ist das bis vor ein paar Jahren in der Nähe meines Heimatortes beim ehemaligen Zementwerk in Rodaun auch gewesen - die Rampe der Österreichischen Bundesforste ist im Perlmoser-Werksgelände gestanden. Von Schopfheim her würde ich die offenbar ohnehin vorgesehene Bewaldung an der Stelle verdichten (grün), um die Kulissendurchfahrt zu tarnen. ...

Das sollte dann passen.

Zitat von DB-IV-Proto87
...Und den Zoo/Wildpark für Deine Frau bringen wir z. B. im Anschnitt noch auf dem Hügel über dem Tunnel auf der Mittelzunge unter! ...

Du stimmst mir also zu, wenn ich den Zoo dort unterbringe? Danke!

Zitat von Shoogar
... Vielleicht aber köntest Du Deinem Bahnhof "Hasel" ein etwas längeres Hausgleis spendieren?
50 cm (= 43,5 m in 1:1) zwischen den Weichen ist doch sehr knapp bemessen. Der Strecke Richtung Zell a. E. könnte man vielleicht noch ein paar Dezimeter anknappsen, um diesem kleinen Bahnhof etwas mehr Großzügigkeit zu gönnen

@Armin:
Prinzipiell hast Du Recht

Ich habe recht lange an der Ausführung dieser Betriebsstelle getüftelt:
Zuerst war es ein Steinbruch, dann eine reine Holzverladung. Bei der Durchsicht einiger Bilder und des Heftes ET 85 / ET 90 vom Merker-Verlag stieß ich auf ein Bild eines Bahnhofes, der mich früher schon mal beeindruckt hat.
Ich habe dann versucht, etwas über die betrieblichen Gegebenheiten herauszufinden, warum dieser Bahnhof so aussieht.
Nun ja, in dem Bahnhof halten Personenzüge. Der Güterverkehr wird mit einem "Zubringerdienst" zum nächsten Bahnhof mit einer Rangierlok abgewickelt. D.h. die Ladestraße ist von zwei oder drei Güterwagen belegt. Ein Umsetzen der Lok sollte über das Streckengleis möglich sein. Daraus ist dann diese Variante entstanden, bei der schon vier (!) Güterwagen umfahren werden können.

Zitat von Shoogar
Ansonsten würde ich vielleicht versuchen, diese 3 Abstellgleise parallel zur Ausfahrt von Zell a. E. zu reduzieren ...

Du hast Recht, denn das ganze wirkt recht steif. In der Modellumsetzung sollen die beiden innen liegenden Gleis am Ende von Gestrüpp und Grünzeug überwucht werden. Auf dem mittleren der drei Gleise könnten auch zwei oder drei "Schrottwagen" abgestellt bleiben.

Zitat von Shoogar
... genauso würde ich mir überlegen, die Zufahrt zum GA auf Segment 11 mit der Nebenbahn von Schopfheim ausfahren zu lassen.

Du meinst mit einer Innenbogenweiche mit nachfolgender Schutzweiche raus in den Industrieanschluss?

Damit wäre auch die von Alexander kritisierte Verknüpfung von Tunnel und Strecke etwas entschärft. Mmh, diese ewig lange Zufahrt muss eigentlich auch nicht sein. Ich werde mal schauen, was sich machen lässt.

Zitat von Shoogar
Aber das sind wirklich bloß optische subjektive Kriterien, die Du vielleicht (und nicht weniger berechtigt) anders siehst.

Nichts desto trotz ist es ein guter Hinweis, denn manchmal sieht man einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und verdrängt das Naheliegende.

Zitat von hitzl
... ein Traum von einer Anlage, den Du hier wieder vorstellst.

@Dennis:
ops: Danke!

Zitat von hitzl
Was mich etwas irritiert, sind ortsgestellte Weichen und Signale.

Endlich jemand da, dem das auffällt!

Zitat von hitzl
Hab es jetzt nicht gezählt, dürften aber weit über 100 sein.

Wenn ich den Schattenbahnhof komplett in dieser Ausführung aufbaue, sind es 92 Weichen.

Ich dachte an eine solche oder ähnliche Lösung, wurde auch schon mal in einer namhaften Modellbahnzeitschrift vorgestellt.

Hat den Vorteil, dass der Schalter direkt auf Höhe der Weiche am Anlagenrand sitzt und man den Zug auf der Anlage begleiten kann.
Hat den Nachteil, dass man die Strecke einmal vorab abgehen und die Fahrstraße stellen muss.

Ich denke, dazu werde ich nochmal OOK ansprechen...


Zitat von hitzl
... Übernimmst Du auch Auftragsplanungen?

Tut mir leid, nein. Dazu fehlt mir einfach die Zeit. Außerdem reichen die im "Nörgel-Beitrag"geforderten Angaben dafür bei Weitem nicht aus. Dazu wäre ein richtiges Lasten-Pflichtenheft notwendig. Nur weiß ich aus eigener Erfahrung, dass nichts so stetig und konstant ist, wie die Anforderungen an eine Modellbahn...

Gruß, Heinz


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#13 von Challenger , 17.11.2013 11:44

Zitat von ET 65
Aber: Wie sahen denn 1928 oder 1932 die Freileitungsmasten für die Stromversorgung der Bahn aus?

Bilder gibt es davon in Scharf, Hans-Wolfgang: Die Eisenbahn am Hochrhein, Band 3. Die Strategischen Bahnen in Südbaden ab Seite 204!

Zitat von ET 65
Die durchgehende Hauptstrecke nach Säckingen taucht aus dem Fahrnau-Tunnel auf und verläuft parallel leicht ansteigend zu der bis zur Bahnhofseinfahrt von Schopfheim fallenden Strecke aus Zell.

Das Verschwinden der Hauptstrecke wirkt für mich wenig vorbildgerecht! Historisch gesehen ist die Strecke Schopfheim - Zell die Ältere, im Zuge des Baus der strategischen Bahn nach Säckingen kam der Tunnel dazu! Die Hauptstrecke müsste also nach hinten wandern mit gleicher Steigung wie die Nebenstrecke. Modelltechnisch müsste dann die Tunneleinfahrt etwas früher kommen damit die Kreuzung mit der Nebenstrecke klappt, die aber dann durchaus etwas mehr Steigung dann haben darf! Im dem Zug könnte die lange Zufahrt des Industriegebietes auch gleich entfallen da sie direkt dann von der Nebenstrecke erfolgen kann! (Vorbildsituation siehe obiges Buch, Seite 104 )

Zitat von ET 65
Und so könnte (!) der diesmal offene Schattenbahnhof aussehen:

Zum Schattenbahnhof oder besser Fiddleyard:
Irgendwie ist der Speicherbahnhof im Verhältnis zur Anlagenfläche zu groß und für ein Hauptbahnthema zu klein! Wenn Du eh Zugaufbewahrungskassetten (ZAK) benutzen willst können die ganzen Stumpfgleis entfallen! Beim verwenden von kurzen ZAKs in Lokomotivenlänge wird auch die Drehscheibe nicht benötigt! Wie sieht denn überhaupt die angedachte Belegung und Benutzung (Fahrplan) des Teils aus?

Zitat von DB-IV-Proto87
Nächstes Problem ist der wegen der Mauervorsprünge nötig konvexe Verlauf der Hintergrundkulisse links und rechts der Station Hasel, die optisch außerdem viel zu nahe am Industriegebiet Schopfheim liegt.

Sehe ich total unkritisch! Als Einschnitt, mit Fels und Wald mit viel Dickicht, lassen sich die Mauervorsprünge gut kaschieren!

Grüße Hubert


 
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#14 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 17.11.2013 13:18

Hallo Heinz,

da sind wohl ein paar Klarstellungen nötig. Die Stückgut- und Postladepläne werden sich nicht vernünftig koordinieren lassen, deswegen habe ich dort (!) die Kreuzung vorgeschlagen - ein Hosenträger ist nicht erforderlich!

Du hast den durch den Bahnsteig bedingten vergrößerten Abstand der Gleise 2 und 3 "ums Eck" fortgesetzt, weswegen umgekehrt die Aufspaltung von 4 und 5 dort erfolgt. Mein Vorschlag ist, 3 schon in der Kurve an 2 heranzuführen, damit 4 und 5 erst so weit links wie möglich (also unmittelbar vor der Verzweigung des Ziehstumpfs) zusammenlaufen.

Das Tarnen der Mauervorsprünge geht bestimmt auf; unterstellen wir eine Anlagenhöhe von ca. 130cm und addieren knapp 60cm für den Steinbruch sowie etwa 30cm für die Hochstammkiefern, kratzen deren Wipfel ohnehin schon an der Zimmerdecke. Hubert, ich habe das Problem vielmehr in der Ansicht der nach außen gekrümmten Hintergrundkulisse gesehen (einschl. Schattenwurf!) - deshalb der Vorschlag die unvermeidliche Nische auch topografisch als solche zu gestalten und die Kanten eben "bis oben" nach vorne zu ziehen.

Die Anregung zur geänderten Anbindung des Industriegebiets würde ich planerisch durchspielen, das dann entfallende lange Stammgleis von Schopfheim aus liefert gleich den Platz für den breiteren Bahnkörper der Hauptstrecke.

Noch ein paar Worte zum Steinbruch - solche Betriebe sind häufig Treiber für eine bestimmte Linienführung gewesen. Umgekehrt hat man den Abbau auch oft erst wegen des für den Bahnbau erforderlichen Materials begonnen und eine kleine Station eingerichtet, die dann selbst nach Schließung des Werks verblieben ist. In Deinem Fall wäre ein Wechsel des Hauptstandorts auf die andere Seite der Bahn wegen Platzmangels und absehbarer Erschöpfung der Vorräte im alten Bruch erklärbar, denn die wertvollen Weinberge können ja nicht geopfert werden. Also ist gedacht im Bereich des Ganges ein neues Abbaufeld erschlossen worden. Statt des die Bahn zur Tarnung der Kulissendurchfahrt kreuzenden eingehausten Förderbandes (oder zusätzlich) wäre auch eine werksinterne Brücke für die schweren Fahrzeuge im Binnenverkehr denkbar. Die "Insellage" der Station ist übrigens kein Problem, die Zuwegung (mit Wendeplatz vor dem EG) würde eben von rechts mehr oder weniger parallel zur davor verlaufenden Strecke erfolgen.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#15 von hitzl , 17.11.2013 18:39

Zitat von ET 65


Ich dachte an eine solche oder ähnliche Lösung, wurde auch schon mal in einer namhaften Modellbahnzeitschrift vorgestellt.

Hat den Vorteil, dass der Schalter direkt auf Höhe der Weiche am Anlagenrand sitzt und man den Zug auf der Anlage begleiten kann.
Hat den Nachteil, dass man die Strecke einmal vorab abgehen und die Fahrstraße stellen muss.

Gruß, Heinz



Ich halte mal dagegen:

1. Teuer
2. aufwändig zu konstruieren
3. betriebssicher? (Mechanik oder doch ne Weiche vergessen. )
4. Bei dieser Anlagengröße nicht praktikabel, stell Dir mal die Rennerei vor.
Das machst Du nicht lange.

Dann doch lieber so:

http://www.hobbyking.com/mobile/viewprod...idparentcat=287

http://www.esu.eu/produkte/switchpilot/switchpilot-servo/
Da kannst Du dir auch, einfache Taster an die Anlagenkante bauen, nebst
allen anderen Vorteilen.

Gruß
Dennis


Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.

Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.


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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#16 von h0-m-jk , 17.11.2013 22:00

Hallo Heinz,

die Aussagen von Dir "Fahren nach Fahrplan" und "Steuern mechanisch" sind mir in Deinem ersten Beitrag hier auch schon ins Auge gefallen und das kann später schon in Stress ausarten (denke ich zumindest).
Wäre es nicht sinnvoller, das mechanische Steuern auf Rangierbereiche zu beschränken und den Fahrplan einer Automatik (PC) zu überlassen?
Diese Entscheidung kannst Du natürlich auf den Testbetrieb verschieben...(allerdings vor der Fixierung der Gleise, oder die Verkabelung zumindest so vorbereiten, dass Du ggf GBMs und Automatik nachrüsten könntest).

Deine Wintrack Pläne sind wie immer beeindruckend in ihrer Ausgestaltung.


Viele Grüße
Jörg

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Bau Marienhofen light: viewtopic.php?f=15&t=180786


 
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#17 von Shoogar , 17.11.2013 23:47

Das kommt ganz darauf an, wie man seine Anlage betreiben will.

Auch mir gefällt die Idee, einen Zug auf seiner Fahrt über die Anlage zu begleiten, und die Weichen jeweils manuell zu stellen, sehr.
(Drum hatte ich dies für meine geplante Anlage ebenso vorgesehen)

Man kann ja trotzdem einen "Biermodus" [Zitat: Tom Tofte] integrieren, wo die Züge bloß im Kreis fahren.

Ich finde, das ist ein schönes Konzept für diesen schönen Anlagenentwurf.

Ai laik it.


viele Grüße

Armin


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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#18 von 99651 ( gelöscht ) , 18.11.2013 13:01

Hallo Heinz,

schön mal wieder etwas von dir zu lesen. Du hast dein Konzept ja noch mal ordentlich durcheinander gewirbelt. Ich muss aber sagen, es hat sich mehr als gelohnt. Die Umsetzung des Konzeptes spricht mich wahnsinnig an, so dass ich dir sogar so schon fast ohne Bauchschmerzen die Baufreigabe erteilen würde.

Ein paar Kommentare habe ich aber dennoch:

  • Die Ausfahrt nach Säckingen
    Die Strecke nach Zell ist älter und mäandert durch das Tal bis zum Endbahnhof. Am Gleisplan ist auch noch gut zu erkennen, dass das durchgehende Hauptgleis von Zell am Hausbahnsteig Schopfheim vorbei in Richtung Basel geführt hat.
    Mit dem Bau der Strecke nach Säckingen wurde der Bahnhof in Schopfheim sicherlich erweitert, bzw. dürfte nahezu einem Neubau gleich gekommen sein. Diese Strecke folgt nicht dem Tal, sondern durchbricht mit dem Falhaun Tunnel einen Bergrücken ins benachbarte Tal. Ich würde sie aber wie schon vorgeschlagen nicht im Tunnel verschwinden lassen, sondern unter der Brücke der alten Strecke und einem danach folgenden Einschnitt den Blicken entziehen.
    Ich bin auch ein Fan von optischen Tricks, die eine Strecke scheinbar die Anlagenfläche verlassen lassen und die Lage ist für einen Einschnitt nahezu ideal. Der Winkel der Strecke liegt so, dass man nicht entlang der Gleisachse in den Einschnitt schauen kann. Der Wald verhindert weitere Einblicke und ermöglich es die Strecke unauffällig nach links durch die Böschung verschwinden zu lassen. Die Fabrik wirkt zusätzlich als optische Barriere an der Stelle und auch ein Blick auf den Übergang Hintergrundkulisse / Trasse dürfte für den Betrachter kaum möglich sein.

    Für die Führung der Strecke nach Säckingen hinten an der Wand fände man im Bahnhof sicher eine Lösung, aber es sieht optisch einfach schöner aus, wenn die hintere Strecke ansteigt und nicht die dem Betrachter zugewandte.
  • Gleisanschluss Chemie
    Die Höhenstaffelung in der Ecke oben rechts gefällt mir eigentlich recht gut, so dass die Fabrik tiefer als das Streckengleis nach Zell liegt. Man muss aber überlegen, wie man das mit der Höhendifferenz für die SBF Zufahrt hinbekommt.

    Das lange Stammgleis gefällt mir auch nicht sonderlich. Aber was sind denn die Alternativen? Eine Anbindung von der Nebenbahn von rechts erfordert noch eine zusätzliche Brücke und von links befindet diese sich schon im Bhf Hassel. Zudem konzentrieren sich alle "Spielelemente" dann auf die Nebenbahn. Das kann gewünscht sein, so richtig glücklich macht mich dies allerdings nicht.
    Eine direkte Anbindung an das Gleis nach Säckingen würde mir betrieblich gefallen. Eine Awanst direkt hinter dem ESig ist zwar recht ungewöhnlich, ansonsten würde das ESig aber aus dem sichtbaren Bereich verdrängt werden, wenn man den Anschluss noch im Bereich des Bahnhofes abzweigen lassen will.
    Bei einer angedachten zweigleisen Trassierung könnte auch das Stammgleis auf der nicht genutzten Trasse liegen. Es würde dann im parallel Gleisabstand zum anderen Streckengleis liegen und der Abstand zur Nebenstrecke etwas größer sein. Über die Position der ESig müsse man sich dann nochmal Gedanken machen, da das aus Richtung Säckingen nun nicht mehr rechts vom Gleis stehen kann.
    Eine geplante zweigleisige Ausfahrt könnte folgendermaßen angedacht gewesen sein: Innenbogen Linksweichen zwischen den beiden Gleisen der Hauptstrecke auf Segment 14. Das jetzige Stammgleis ist dann nicht beim Lagerhaus angebunden, sondern endet an Gleis 3, weshalb die Weiche auf dem Bü durch eine DKW ersetzt wird.

    Das klingt eigentlich recht plausibel, ich versuche noch mal einen Blick zurück in die Geschichte der Fabrik. Ursprünglich war der GA an der Nebenstrecke nach Zell. Während das Streckengleis ansteigt, fällt das Gleis des GA, da die Fabrik im Tal an einem Fluss gebaut ist. Mit dem Bau der Strecke nach Säckingen baut man eine Trasse für zwei Gleise und verlegt den GA auf dem noch ungenutzten Teil der Trasse.
    Den Gleisplan von Schopfheim hat man schon für den zweigleisigen Ausbau vorbereitet, so dass man hier durch den Ein- / Umbau von drei Weichen das zweite Streckengleis leicht einbinden kann. Der GA wird dann zur Awanst bzw. Anschlussgleis innerhalb des Bahnhofes. Bleibt nur die Frage nach der Position der Einfahrsignale: links, rechts, Signalbrücke?
  • Schattenbahnhof
    Meiner Meinung nach ist der auch etwas überdimensioniert, gerade was die Abstellmöglichkeiten angeht. Zum Wenden und Umsetzen der Lok ist ein Peco Loklift ideal. Damit sparst du dir dann auch die Drehscheibe, Abstellgleise für Lokomotiven können ja trotzdem vorhanden sein, diese müssen aber nicht zwingend über Weichen verbunden sein, da man mit dem Loklift eine Lok beliebig umsetzen kann.
    Was hältst du von vier beidseitig angebunden Gleisen, bzw. ZAK? Zusätzlich für den Triebwagenverkehr nach Basel ein paar entsprechende Stumpfgleise.
    Die Trennkulisse nach Schopfheim würde ich entsprechend stabil ausführen, so dass man dort ein Regal für die ZAK montieren kann. Dadurch, dass es weniger Gleise sind, braucht der SBF nicht so tief zu werden und man kommt gut an das Regal heran. Auch muss die Kante des SBF ja nicht parallel zu der von Schopfheim liegen. Ich würde sie eher waagrechter verlaufen lassen
    Der angedachte Spielablauf wäre dann folgender: Der Lokführer holt sich die ZAK mit seinem Zug aus dem Regal und stellt sie auf ein freies Gleis, spannt dann die dazu gehörige Lok davor und kann ausfahren. Durch die vier Gleise hat man immer noch ein freies Gleis für einen eventuellen Gegenzug. Bei einem ankommenden Zug das ganze in umgekehrter Reihenfolge: Lok mit Loklift ins "BW" und die ZAK mit Zug ins Regal und dafür eine leere ZAK ins Bahnhofsgleis.

    Bei der Zufahrt zum SBF unter Segment 13 wundert mich die S-Kurve. Warum führst du die Strecke nicht schon bei Segment 12 bis zur Wand und lässt sie dann parallel dazu nach unten verlaufen?
    .
  • Steuerung
    Die Idee mit den Handweichen finde ich prinzipiell gut, allerdings würde ich mir das für Schopfheim noch einmal gut überlegen.
    Du hast davon gesprochen evtl. auch mal mit ein paar gleichgesinnten in deinem Keller spielen zu wollen. Eine Rollenverteilung dabei wäre: Fdl in Schopfheim, Zell und zwei Lokführer oder alternativ Fdl in Schopfheim, Zell und SBF, die sich gegenseitig die Züge "zuschieben". Gerade im ersten Fall würden sich der Fdl in Schopfheim und die Lokführer bei rein ortsgestellten Weichen in die Quere kommen. Ich würde daher, nur die Vorbild Handweichen auch vor Ort stellen und für die ferngestellten Weichen und Signale zwei Stellpulte vorsehen in Höhe der entsprechenden Stellwerke. Für einen Mehrpersonenbetrieb evtl. ein Stellpult sogar mobil, so dass man beide von einem Ort aus bedienen kann.
    Vielleicht ist es gedanklich nicht gerade deine Baustelle, aber erzähl doch mal kurz welche Digitalzentrale bzw. welche Handregler du im Einsatz hast bzw. einsetzen willst. Hätte durchaus Lust darauf aufbauend mal ein kleines Konzept zu der Thematik aufzustellen.

    Was den SBF angeht, die Peco Weichen haben doch diesen Federnantrieb. Da kann man doch die Weichen auch direkt vor Ort stellen, ganz ohne zusätzliche Mechanik, oder?


Freue mich schon, was du uns als nächstes zeigst.

Gruß
Michael


99651

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#19 von Harzroller ( gelöscht ) , 18.11.2013 16:54

Hallo Heinz,

nun hast du eigentlich schon ausreichend Antworten bekommen.
Aber nichtsdestotrotz erlaube ich mir einige Bemerkungen/Anregungen zu geben.
Zuerst möchte ich mich jedoch dem allgemeinem Lob anschließen.
So nun aber zu den Fakten, die mir aufgestoßen sind.
Hier möchte auch ich gleichzeitig um Verständnis bitten, wenn es zu redundanten Aussagen oder Wiederholungen kommt.
Entsprechend deiner ursprünglichen Philosophie lange Züge zu fahren und zu beobachten sehe ich hier aktuell ein kleines Problem.
Du hast eigentlich nur die Strecke auf der Ostseite des Bahnhofes.
Auf der Westseite geht nicht sofort oder doch schon nach wenigen Wagenlängen in den Tunnel.
Im Ostkopf des Bahnhofes Schopfheim hast du eine Weichenverbindung (ABW-IBW) über welche ich noch mal nachdenken würde, ob hier nicht zwei IBW die bessere Option sind.




Im Westkopf des Bahnhofes Schopfheim hast du im OGA-Bereich eine 3W verplant, auch hier würde ich über eine Auflösung nachdenken z.B. DKW + EW
Etwas oberhalb hast du eine Weiche verplant, welche ich nicht identifizieren kann, da hier der Abzweigwinkel kleiner als 12° ist.
Vielleicht einTillig EW5/EW6



Auf die Anbindung des Postgleises ist Alexander bereits eingegangen.
Wenn dies beibehalten wird, dann so anordenen, dass das Gleis am Güterschuppen nicht freigeräumt werden muss.
Eventuell könnte man auf das Postgleis ganz verzichten.
Kenne genügend größere Bahnhöfe, wo ein Gebäude zur Anlieferung/Abholung für Straßenfahrzeuge zur Verfügung stand.
Der Post- und Paketverkehr aber per E-Schlepper und Karren vom Gebäude zu den Bahnsteiegen.



Was die Abstellanlage des Bahnhofes Zell betrifft so ist diese meiner Meinung nach überdimensioniert (Glesilänge und Anzahl).
Hier würde ich über eine Reduzierung nachdenken.



Was die Krezungsstelle Hasel betrifft, so erscheinen mir die Gleislängen in keinem Verhältnis zum Bahnhof Zell zu stehen.
Über die Vergrößerung der Gleislängen würde ich nachdenken.



Zum Anschließerbereich des Bahnhofes Schopfheim wurde ja auch schon einiges geschrieben.
Auch ich halte die Anbindung für nicht vorteilhaft, weil viel zu lang.
Besser wäre die Anbindung über die Nebenstrecke.
In diesem Zusammenhang könnte man auch über eine Verlegung nach hinten in Richtung Wand nachdenken.
Könnte natürlich ein Problem mit der Eingreiftiefe werden, aber dafür hätte man im Vordergrung eine neue Freifläche für eine landschaftliche Ausgestaltung geschaffen.



Was den Schattenbahnhof betrifft, so hätte ich mit diesem so wie du ihn jetzt aufgesetzt hast ein Problem.
Ich kann mir die Notwendigkeit der vielen relative kurzen Stumpfleise nicht erklären.
Drehscheibe könnte ich noch deuten, wenn du die Zuglok von einem Zugende an das andere Zugende umsetzen möchtest.
Was mir vollkommen fehlt ist wo und wie willst die Zugwechselkassetten anbinden.
Hier mal ein Beispiel wie ich es in einer aktuellen Auftragsplaung vorgesehen habe.



Kommen wir nun zur Segmenteinteilung.
Wenn ich es richtig sehe liegen da einige Weichen auf den Trennkanten.
Bei meiner eigenen Planung viewtopic.php?f=24&t=80480&start=150 habe ich diese versucht zu umgehen, indem ich die Segmentgrößen so gewählt habe, dass keine Weichen auf den Trennkanten liegen.
Nachteil ist allerdings, dass ich keine gleichgroßen Segmente habe - dies nehe ich aber in Kauf.

Zu deinem Steuerungskonzept wurde ja auch schon einiges ausgeführt.
Hier habe ich die größeten Bedenken/Bauchschmerzen.
Was die Idee des manuellen Stellens der Weichen betrifft so finde ich diesen Ansatz nicht schlecht.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass das eine Option für die Nebenbahn und die Anschließer ist.
Beim Bahnhof Schopfheim könnte man dies noch bei der OGA gut vorstellen.
Aber wie soll der Fahrbetrieb aussehen.
Ja, digital ist keine Frage, aber mehr wie zwei Züge kannst du manuell nicht händeln.
Für mich ergibt hier noch einiger Klärungsbedarf.
Gut könnte ich mir vorstellen Hauptstrecke automatisiert (Blockstellenbetrieb, Schattenbahnhof freie Gleissuche - wie aber die Stumpfgleise integrieren).
Nebenbahn rein manuell steuern.

Heinz, ich hoffe ich habe dich jetzt nicht zugeschüttet/getextet.
Vielleicht sind doch ein paar Anregungen/Denkanstöße dabei, nochmals über das Eine oder Andere nachzudenken.


Harzroller

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#20 von ET 65 , 18.11.2013 20:15

Hallo zusammen.

Was geht denn hier ab? Ja, Wahnsinn... Es hagelt ja nur so Ratschläge - und dazu noch so vernünftige...

Zitat von Challenger

Zitat von ET 65
Aber: Wie sahen denn 1928 oder 1932 die Freileitungsmasten für die Stromversorgung der Bahn aus?

Bilder gibt es davon in Scharf, Hans-Wolfgang: Die Eisenbahn am Hochrhein, Band 3. Die Strategischen Bahnen in Südbaden ab Seite 204! ...


@Hubert:
Klasse, super Tipp. ops: Hätt' ich auch selbst drauf kommen können. Werd' mal nach dem Buch schauen.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Die Stückgut- und Postladepläne werden sich nicht vernünftig koordinieren lassen, deswegen habe ich dort (!) die Kreuzung vorgeschlagen - ein Hosenträger ist nicht erforderlich! ...

@Alexander:
In beiden Fällen hast Du zweifelsohne Recht.
Daher habe ich die Weichenverbindung marginal (31 m!) in Richtung Bahnhofsgebäude verschoben. Der Bahnsteig bleibt für die "normalen" Züge lang genug und Rangierlok sowie Postwagen haben Platz zum Rangieren bei belegten Stückgutgleis.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Du hast den durch den Bahnsteig bedingten vergrößerten Abstand der Gleise 2 und 3 "ums Eck" fortgesetzt, weswegen umgekehrt die Aufspaltung von 4 und 5 dort erfolgt. Mein Vorschlag ist, 3 schon in der Kurve an 2 heranzuführen, damit 4 und 5 erst so weit links wie möglich (also unmittelbar vor der Verzweigung des Ziehstumpfs) zusammenlaufen. ...

Ich habe hier nur versucht, mich am Vorbild zu orientieren. Der Versuch einer DKW sah dort völlig bescheuert aus. Daher habe ich es bei der Positionierung gelassen.

Hier passt ein Kommentar von Wolfgang zumindest örtlich dazu:

Zitat von Harzroller
... Im Westkopf des Bahnhofes Schopfheim hast du im OGA-Bereich eine 3W verplant, auch hier würde ich über eine Auflösung nachdenken z.B. DKW + EW
Etwas oberhalb hast du eine Weiche verplant, welche ich nicht identifizieren kann, da hier der Abzweigwinkel kleiner als 12° ist. ...

@Wolfgang:
ops: Vor lauten Bäumen usw. Komplett richtig! An Stelle der mittleren EW links war vorher eine ABW drin. D.h. die EW links könnte durch eine DKW und die DW durch eine EW ersetzt werden.
Die nicht identifizierbare Weiche ist auch bei mir nur als Platzhalter vorhanden. Eventuell eine zurechtgebogenen Weinert oder eine andere Weiche mit ca. 8° - 9° Abzweigwinkel.

Zitat von DB-IV-Proto87
... Das Tarnen der Mauervorsprünge geht bestimmt auf; unterstellen wir eine Anlagenhöhe von ca. 130cm und addieren knapp 60cm für den Steinbruch sowie etwa 30cm für die Hochstammkiefern, kratzen deren Wipfel ohnehin schon an der Zimmerdecke. ...

Ein sehr interessanter Ansatz. Das muss ich erstmal setzen lassen!
Die Anlage liegt dort auf "nur" 117 cm (wegen der Zugänglichkeit des Fensters links).

Zitat von DB-IV-Proto87
...Umgekehrt hat man den Abbau auch oft erst wegen des für den Bahnbau erforderlichen Materials begonnen und eine kleine Station eingerichtet, die dann selbst nach Schließung des Werks verblieben ist. In Deinem Fall wäre ein Wechsel des Hauptstandorts auf die andere Seite der Bahn wegen Platzmangels und absehbarer Erschöpfung der Vorräte im alten Bruch erklärbar, denn die wertvollen Weinberge können ja nicht geopfert werden. Also ist gedacht im Bereich des Ganges ein neues Abbaufeld erschlossen worden. Statt des die Bahn zur Tarnung der Kulissendurchfahrt kreuzenden eingehausten Förderbandes (oder zusätzlich) wäre auch eine werksinterne Brücke für die schweren Fahrzeuge im Binnenverkehr denkbar. Die "Insellage" der Station ist übrigens kein Problem, die Zuwegung (mit Wendeplatz vor dem EG) würde eben von rechts mehr oder weniger parallel zur davor verlaufenden Strecke erfolgen. ...

Gute Erklärung!

Nachfolgend fasse ich mal die Reaktionen auf die Hauptstrecke nach Säckingen zusammen. Entschuldigt bitte, wenn ich nicht auf jeden Beitrag einzeln eingehe:

Zitat von Challenger

Zitat von ET 65
Die durchgehende Hauptstrecke nach Säckingen taucht aus dem Fahrnau-Tunnel auf und verläuft parallel leicht ansteigend zu der bis zur Bahnhofseinfahrt von Schopfheim fallenden Strecke aus Zell.

Das Verschwinden der Hauptstrecke wirkt für mich wenig vorbildgerecht! Historisch gesehen ist die Strecke Schopfheim - Zell die Ältere, im Zuge des Baus der strategischen Bahn nach Säckingen kam der Tunnel dazu! Die Hauptstrecke müsste also nach hinten wandern mit gleicher Steigung wie die Nebenstrecke. Modelltechnisch müsste dann die Tunneleinfahrt etwas früher kommen damit die Kreuzung mit der Nebenstrecke klappt, die aber dann durchaus etwas mehr Steigung dann haben darf! Im dem Zug könnte die lange Zufahrt des Industriegebietes auch gleich entfallen da sie direkt dann von der Nebenstrecke erfolgen kann! (Vorbildsituation siehe obiges Buch, Seite 104)



Dies wird von Michael bestätigt:

Zitat von 99651
... Die Strecke nach Zell ist älter und mäandert durch das Tal bis zum Endbahnhof. Am Gleisplan ist auch noch gut zu erkennen, dass das durchgehende Hauptgleis von Zell am Hausbahnsteig Schopfheim vorbei in Richtung Basel geführt hat.
Mit dem Bau der Strecke nach Säckingen wurde der Bahnhof in Schopfheim sicherlich erweitert, bzw. dürfte nahezu einem Neubau gleich gekommen sein. Diese Strecke folgt nicht dem Tal, sondern durchbricht mit dem Falhaun Tunnel einen Bergrücken ins benachbarte Tal. Ich würde sie aber wie schon vorgeschlagen nicht im Tunnel verschwinden lassen, sondern unter der Brücke der alten Strecke und einem danach folgenden Einschnitt den Blicken entziehen.
Ich bin auch ein Fan von optischen Tricks, die eine Strecke scheinbar die Anlagenfläche verlassen lassen und die Lage ist für einen Einschnitt nahezu ideal. Der Winkel der Strecke liegt so, dass man nicht entlang der Gleisachse in den Einschnitt schauen kann. Der Wald verhindert weitere Einblicke und ermöglich es die Strecke unauffällig nach links durch die Böschung verschwinden zu lassen. ...

Erst mal vorab: Ihr habt einfach Recht!
Um den Bahnhofsgleisbereich - ein tolles Wort - einsehen zu können, ist das Empfangsgebäude nach hinter gewandert. Damit liegt das Gleis am Hausbahnsteig hinten und bedingt eine Zufahrt über die außenliegende Strecke um Endbahnhof.
Das Problem ist die verdeckte Schleife mit dem geforderten Mindestradius von 600 mm unter (!) dem Industrieanschluss (sonst würde es diesen in der Form dort nicht geben - ist auch wieder ein Problem der Zugänglichkeit, aber akzeptabel). Ob die Hauptstrecke jetzt vorne oder hinten herum in die Schleife führt, spielt eigentlich keine Rolle. Nur vorne herum klappt das platztechnisch mit Mindestradius 600 mm im verdeckten und 1000 mm im sichtbaren für Streckengleise überhaupt nicht. Also muss ich über die Schleife hinten nach vorne in den Schattenbahnhof. Es sei denn, ich verlege den Tunnel nach vorne. Dann wird aber die sichtbare Hauptstrecke kürzer.

O.k. Hier ist noch eine Menge Potential drin. Die Situation muss näher beleuchtet werden!
Und ja, ich werde mich der Brücke zur Tarnung der Tunneleinfahrt nochmal annehmen.

Dann gehe ich jetzt zum Industrieanschluss. Entschuldigt bitte, wenn ich auch hier nicht auf jeden Beitrag einzeln eingehe:

Zitat von DB-IV-Proto87
... Die Anregung zur geänderten Anbindung des Industriegebiets würde ich planerisch durchspielen, das dann entfallende lange Stammgleis von Schopfheim aus liefert gleich den Platz für den breiteren Bahnkörper der Hauptstrecke. ...


Zitat von 99651
... Das lange Stammgleis gefällt mir auch nicht sonderlich. Aber was sind denn die Alternativen? Eine Anbindung von der Nebenbahn von rechts erfordert noch eine zusätzliche Brücke und von links befindet diese sich schon im Bhf Hassel. Zudem konzentrieren sich alle "Spielelemente" dann auf die Nebenbahn. Das kann gewünscht sein, so richtig glücklich macht mich dies allerdings nicht.
Eine direkte Anbindung an das Gleis nach Säckingen würde mir betrieblich gefallen. Eine Awanst direkt hinter dem ESig ist zwar recht ungewöhnlich, ansonsten würde das ESig aber aus dem sichtbaren Bereich verdrängt werden, wenn man den Anschluss noch im Bereich des Bahnhofes abzweigen lassen will. ...


Zitat von Harzroller
... Auch ich halte die Anbindung für nicht vorteilhaft, weil viel zu lang.
Besser wäre die Anbindung über die Nebenstrecke.
In diesem Zusammenhang könnte man auch über eine Verlegung nach hinten in Richtung Wand nachdenken.
Könnte natürlich ein Problem mit der Eingreiftiefe werden, aber dafür hätte man im Vordergrung eine neue Freifläche für eine landschaftliche Ausgestaltung geschaffen. ...


Stellen sich mir die Fragen:
1. An welches Gleis anschließen?
2. Bleibt ausreichend Platz für die Zufahrt zur Schleife?
3. Bleibt eine harmonische Landschaftstruktur erhalten?
Dazu muss ich mir mal die Alternativen in 3D ansehen...

Bezüglich des offenen Schattenbahnhofs seid ihr auch einheitlicher Meinung, dass dieser überdimentioniert ist. O.k., nehme ich zur Kenntnis. Da ich bisher immer nur "verdeckt" geplant habe, mögt ihr Recht haben. Mit der Verwendung der Kasetten könnte es sein, dass einige Gleise und auch die Drehscheibe überflüssig werden.
Da ich mit vorher mit offenen Abstellbahnhöfen noch nicht beschäftigt habe und das quasi Neuland für mich ist (ja, auch 35 Jahren Modellbahnerei gibt es so etwas - und ich kenne da noch ein "weißes Blatt Papier" ops: ), habe ich mal wie im "Verdeckten" versucht, das Optimum rauszuholen.

Zitat von Harzroller
... Im Ostkopf des Bahnhofes Schopfheim hast du eine Weichenverbindung (ABW-IBW) über welche ich noch mal nachdenken würde, ob hier nicht zwei IBW die bessere Option sind. ...

Wenn ich im inneren Gleis eine Original-Peco-IBW verwende, beträgt der Radius "nur" 762 mm. Daher die Idee mit der ABW mit > 1800 mm Radius.

Zitat von Harzroller
... Was die Abstellanlage des Bahnhofes Zell betrifft so ist diese meiner Meinung nach überdimensioniert (Glesilänge und Anzahl). ...

Dieses Thema hatten wir schon mal bei der Einzelplanung. Da zwei Gleise am Ende von Grünzeug überwuchert dargestellt werden sollen und ein Gleis noch ein paar Schrottwaggons erhält, relativiert sich die Dimensionierung.

Zitat von Harzroller
... Was die Krezungsstelle Hasel betrifft, so erscheinen mir die Gleislängen in keinem Verhältnis zum Bahnhof Zell zu stehen. ...

Das ist mal grundsätzlich richtig. Es geht hier aber nur um den Halt von kurzen Personenzügen (ah, da ist mein Denkfehler, danke!) und ein bisschen Güterverkehr.
Ich werde darüber nochmal nachdenken!

Zitat von h0-m-jk
... Deine Wintrack Pläne sind wie immer beeindruckend in ihrer Ausgestaltung. ...

@Jörg:
Danke für die Lorbeeren.

Zitat von h0-m-jk
... Wäre es nicht sinnvoller, das mechanische Steuern auf Rangierbereiche zu beschränken und den Fahrplan einer Automatik (PC) zu überlassen?
Diese Entscheidung kannst Du natürlich auf den Testbetrieb verschieben...(allerdings vor der Fixierung der Gleise, oder die Verkabelung zumindest so vorbereiten, dass Du ggf GBMs und Automatik nachrüsten könntest). ...

Nachdem ich hier mitbekommen, welche Probleme, welcher Aufwand in der Softwareprogrammierung drinsteckt?
Nee, lass mal. Für den Anfang definitiv manuelles, "begleitetes" Fahren. Warum plane ich sonst eine solche "Rund-Rum"-Anlage? Dass dieses Prinzip an der rechten Einfahrt zum Schattenbahnhof nicht aufgeht? O.k. Eine Stelle gibt es immer.

Zitat von Shoogar
... Auch mir gefällt die Idee, einen Zug auf seiner Fahrt über die Anlage zu begleiten, und die Weichen jeweils manuell zu stellen, sehr.
(Drum hatte ich dies für meine geplante Anlage ebenso vorgesehen)

Man kann ja trotzdem einen "Biermodus" [Zitat: Tom Tofte] integrieren, wo die Züge bloß im Kreis fahren. ...

@Armin:
Yepp, das ginge auch...

Zitat von hitzl

Zitat von ET 65
... Hat den Vorteil, dass der Schalter direkt auf Höhe der Weiche am Anlagenrand sitzt und man den Zug auf der Anlage begleiten kann.
Hat den Nachteil, dass man die Strecke einmal vorab abgehen und die Fahrstraße stellen muss. ...

Ich halte mal dagegen:

1. Teuer
2. aufwändig zu konstruieren
3. betriebssicher? (Mechanik oder doch ne Weiche vergessen. )
4. Bei dieser Anlagengröße nicht praktikabel, stell Dir mal die Rennerei vor.
Das machst Du nicht lange. ...


@Dennis:
Danke! Genau auch solche Antworten habe ich gewartet. Mich wundert nur, dass Du bis auf Michael bisher der Einzige bist, der sich dazu äußert.

Zitat von 99651
... Die Idee mit den Handweichen finde ich prinzipiell gut, allerdings würde ich mir das für Schopfheim noch einmal gut überlegen. ... Gerade im ersten Fall würden sich der Fdl in Schopfheim und die Lokführer bei rein ortsgestellten Weichen in die Quere kommen. ...

@Michael:
Da sieht man mal wieder, was passiert, wenn man sich nicht ausreichend Gedanken zu einem neuen Punkt macht. Hier muss definitiv noch Gehirnschmal rein!

Wolfgang hat hierzu dankenswerter Weise noch einiges ausformuliert:

Zitat von Harzroller
... Was die Idee des manuellen Stellens der Weichen betrifft so finde ich diesen Ansatz nicht schlecht.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass das eine Option für die Nebenbahn und die Anschließer ist.
Beim Bahnhof Schopfheim könnte man dies noch bei der OGA gut vorstellen.
Aber wie soll der Fahrbetrieb aussehen.
Ja, digital ist keine Frage, aber mehr wie zwei Züge kannst du manuell nicht händeln.
Für mich ergibt hier noch einiger Klärungsbedarf.
Gut könnte ich mir vorstellen Hauptstrecke automatisiert (Blockstellenbetrieb, Schattenbahnhof freie Gleissuche - wie aber die Stumpfgleise integrieren).
Nebenbahn rein manuell steuern. ...

Du hast den Knackpunkt getroffen.

Keine Panik, damit bleibt das Anlagenkonzept stehen. Nur die Steuerung muss eben noch in die Optimierungsschleife.

Schopfheim - Zell manuell. Haken dran.
Schopfheim Güterbereich manuell. Haken dran.
Hauptstrecke Basel - Schopfheim - Säckingen: ???
- Bei Softwaresteuerung müssen die Gleise im SBhf bereitstehen (oben skizzierte Lösung)
- Bei manueller Steuerung müssen nur die Kasetten schnell genug getauscht werden.

Habe erstmal fertig.

Danke an Euch alle für Euren fundamentalen Input!

Gruß, Heinz


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Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#21 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 18.11.2013 21:32

Hallo Heinz,

ich fange "von hinten" also mit dem Thema Weichensteuerung an. Um die hier http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64...tart=25#p972868 hinterlegte Bahnhofsfahrordnung zu zweit (!) abwickeln zu können, sind die Weichen des in der Skizze linken Bahnhofskopfs fernbedient worden - und zwar zur Entlastung des Fdl sogar teilweise in Gruppen verschalten. Somit ist mehr Zeit für die Rangiermanöver geblieben. Hingegen ist der mit mehr Zugfahrten belegte zweite Kopf von Passau Richtung Deutschland (rechts abgeschnitten) handgestellt gewesen - dort sind nur OG, Zoll und Bw sowie ein Reisezugwagenabstellgleis gewesen. Vielleicht hilft Dir das weiter...



Zum Schattenbahnhof habe ich auch noch einen Vorschlag mit ZA(C)K! Wie wäre es mit einer (wegen der sonstigen Zugänglichkeit im Notfall abnehmbaren) 180"-Kehre in der Ecke rechts von der Tür? Auf dem verbleibenden Wandstück bis zu dieser könntest Du dann gleich die Wechselmagazine anstecken/aufhängen/stapeln.

So, zurück nach Schopfheim - ich möchte dort keineswegs eine DKW bei 4/5 sondern nur deren Zusammenlauf so weit wie möglich links haben. Um dann nicht Gangbreite zu verlieren, bleibt nur das Näherrücken von 3 an 2 am Ende des Bahnsteigs. Mein Vorschlag geht aber im Wortsinne noch weiter: Du solltest nicht gleich alle Gleise zusammenführen, sondern auf maximale Länge im Güterverkehr abzielen. Dazu würde ich unmittelbar außerhalb des Tunnels die erste Weichenverbindung platzieren. Das so angebundene (ehemalige) zweite Streckengleis mit kurzem Schutzstumpf vor dem Portal dient dann nicht nur Ziehfahrten sondern auch Zügen in/aus 4/5, die jetzt vorgesehene Anknüpfung "weiter innen" entfällt. Natürlich sollen der Bü nicht immer belegt werden, aber in Ausnahmefällen (Umleiter) kannst Du dann auch "Monster" kreuzen bzw. überholen.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander

P. S.: 13cm mehr Höhe für den Steinbruch sind kein Problem!


DB-IV-Proto87

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#22 von pfahl_04 ( gelöscht ) , 19.11.2013 00:29

Zitat von ET 65
Habe erstmal fertig.


Noch nicht ganz:
Schaue mal die Strecke von Bahnhof in den SB (Segment 20), da dürfte die Steigung nicht ganz hinhauen.

Vermutlich muss da ein Wendel rein.
Dann könnte der SB auch noch länger gemacht werden, also rechts die Weichengruppe an die Schmalseite legen. Und dann 2-4 Züge im Gleis vorsehen, geht allerdings nur mit Software.

Bis denne
Manfred


pfahl_04

RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#23 von h0-m-jk , 19.11.2013 07:16

Hallo Heinz,

das mit der Automatik war ja nur ein Vorschlag.
Du als "Betriebsspezialist" wirst Dir schon einen "Wegeplan" überlegt haben, den Du zurücklegen musst, um den Fahrplan einzuhalten.

So unterschiedlich können halt Modellbahner sein, die "Sorgen", die Du Dir um die Software machst, mache ich mir beim Gedanken an das Verlegen von Flexgleisen. Deshalb sieht mein Plan so gerade aus und Dein Plan kommt ohne Automatik daher.

Habe ich kein Problem mit...


Viele Grüße
Jörg

Sammlung Gleispläne aus dem Stummiforum: viewforum.php?f=154

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RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#24 von Hohentengen21 , 19.11.2013 07:34

Hallo Heinz,

ein schöner Plan. Vor allem kommen da viele Orto vor, die ich kenne


Grüßle Oli


 
Hohentengen21
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Registriert am: 29.02.2012


RE: Eingleisige elektr. Hauptstrecke auf 4,5 x 9,5 m² in H0

#25 von pfahl_04 ( gelöscht ) , 19.11.2013 09:10

Zitat von ET 65
Habe erstmal fertig.


Unfertig Teil 2

Auf deiner Rambla (Durchgangsbahnhof) kannst Du ja nur im Kreis fahren????

Das Streckenteil bei Segment 20 könnte doch elegant über den SB un dann auf einer Rampe an den rechten Anlagenrand hinab geführt werden und dort in den SB eingefädelt werden, ausreichend Länge ist ja vorhanden.

Auf der linken Seite müsste dann eine Kehrschleife bis vor die Drehscheibe eingefügt werden. Dazu müsste aber die maximale Zuglänge bekannt sein, da schätzungsweise nur ca 300cm verfügbar.

Bis denne
Manfred


pfahl_04

   


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