BR103 Türkis und andere: Rekordlok?

#12326 von Brumfda , 24.01.2023 23:06

Zitat von bahngarfield im Beitrag #12316
[...]Aber die Frage nach der Bewährung im Großen, wäre sie Wirklichkeit geworden, stellt sich dann doch; wenngleich dies höchst spekulativ und damit eigentlich unseriös ist. Dass eine Dampfmotorlok mit 2000mm messenden Treibrädern eine absolute Schnellläuferin hätte werden können, steht außer Frage. Wir erinnern uns, die 19 1001 erreichte mit 1250mm Treibraddurchmesser bei höchster Laufruhe problemlos 180km/h. Aber sehen wir uns noch einmal die Ingredienzien an: Ewald hatte eine Dampfmotorlok mit Kohlenstaubfeuerung, Kondensation und Abdampfturbine zu Papier gebracht. Das ist sozusagen ein Konzentrat von vier Schwierigkeitsgraden, eine Kompilation an Komplexität, das, ist man böswillig, die betrieblichen Probleme von Kondensern (....) mit denen der 05 003 im Ablieferungszustand, denen der 19 1001 und denen der beiden T18.10 zusammengeführt hätte. Mögen die Fahrensmänner eine solche Furie vielleicht noch gebändigt haben, der Werkstättendienst dürfte, so vermute ich, bei der Lektüre von Ewalds Artikel die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben.



Moin Christian und an alle anderen Dampftechnikfreaks und -fachleute!


Wie bekommt man den SCHNELLFAHRREKORD mit der 61 hin?

Denken wir mal an den aktuellen des TGV´s. Wie wurde er erreicht? Eine Kurve wurde für ein paar Millionen entschärft, Mittelwagen rausgenommen, Beschränkungen für die Motorleistung rausgenommen und der Durchmesser der Antriebsräder vergrößert. Und ein wenig mehr. Zwei Triebköpfe und 3 Waggons. Was könnte man davon übernehmen?

Die 19 lief 180 ohne Probleme mit 250mm. Hier sind 2000mm. Die zulässige Vmax beträgt 175 km/h. Testet man sie vor der Abnahme, wird gerne 10% mehr verlangt. Knapp über 190km/h. Bei den angepeilten 175 soll sie also nicht am Limit sein. Auch nicht mit den zusätzlichen 10%.

Also die Frage an die Techniker: Mit einer Erhöhnung der Übersetzung könnte man mal eben von 11:2,5 auf sagen wir mal :3.0 - 3,3 gehen oder? !:2,5 ist sicherlich so gewählt, dass man auch noch bei Steigung wieder anfahren kann. Einen Rekord fährt man in der Ebene. Die schnelle Beschleunigung spielt keine Rolle. Vielmehr tastet sich der Lokführer langsam an die Spitzengeschwindigkeit heran, horcht in seine Lokomotive, ob alles passt, nichts ins falsche Schwingen gerät, das Maschinchen schnurrt. Auch die Treibräder haben Platz zu wachsen. Jedoch wird das Ganze schwerer auszubalanzieren bei steigendem Radius. Ob also ein Treibradradius von 2,30m wie bei den Schwestermodellen anzustreben ist mit all den notwendigen Veränderungen an der Achslagerlage. Der Betriebsdruch ist mit 20 atü max angegeben. Wie weit kann man für so einen Versuch gehen? 22? 25? Baut man etwas stärker verdichtende Dampfmotoren ein, sprich eine bessere Graugusslegierung? Wird der Hub und die Verdichtung per längerer Kolben oder Pleuel erhöht? Verstärkt man auch die Kurbelwelle? Wieviel Prozent hätte man nach dem damaligen Stand herausgeholt? Der Vorteil dieser Lok liegt klar auf der Hand: Sie ist leichter als eine 05 und es gibt viel weniger zu regulierende unwuchtige Schwungmasse mangels Treibstangen.


Also an die Techniker mit einem Gefühl für das technisch machbare damals die Frage: Welche Maßnahme hätte man versuchen könnenumzusetzen mit welcher Leistungssteigerung und welchem Endergebnis in der Spitzengeschwindigkeit nebst ..... 3 Waggons?
Hätte man die Front angespitzt?
Hätte man sie weiter runtergezogen?

Wäre sie die neunzehnhundertvierziger"Um-An" als Wegbereiter zu den angestrebten 250km/h Reisegeschwindigkeit gewesen, der TGV 00 Turbinendieselzug, sofern "die Fahrensmänner eine solche Furie vielleicht noch gebändigt" bekommen hätten?

Also nehmen wir nun den unbedingtn Willen Krauss Maffeis und der DR um einerseits den Nachweiß, dsas Hochgeschwindigkeit generell möglich ist. Auf der anderen den unbedingten Willen, weiteren Hans Dampf in allen Gassen zu bleiben und Aufträge für Hochleistungsdampflokomotiven zu bekommen. So stelle ich den fiktiven 1944er Rekordversuch Zug vor. Ohne Speisewagen, einem Untergeschoss hinter der Lok voller Messtechnik und Promilenz aus allen Herren Ländern. Die Lokomotive erhielt einen spitz zulaufenden Rammbock, der an den Düsentriebzug der Amtrak zu späterer Zeit erinnert aber auch ebenso an die Front der dmpfelektrischen Heilmann. Die Verkleidung der Laufräder wie bei dem weiterhin nach Dresden laufenden Prototypen 61 002, ebenso wurden Drehgestellblenden an den Waggons erneut getestet.



Im Vergleich sieht man die leichten Anpassungen. Die wirklichen verblieben im Verborgenen und wurden keinem der anwesenden Gäste verraten. Natürlich wurde der Schiebebetrieb im Wendezugbetrieb ohne Fahrgäste bis weit über 200km/h ebenso getestet. Da sich dieses Monster bändigen ließ nach anfänglichen Problemen auch BW seits, kam es zur Kleinserie. Zur Unterstreichung der Symmetrie an den Rädern dank Dampfmotor wurde die 61016 aufgerüstet und als HighSpeedSteamtrain in aller Welt bekannt.


Flauschigfluffige Grüße, Felix



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RE: BR103 Türkis und andere: Rekordlok?

#12327 von d3lirium , 25.01.2023 01:08

Zitat von Brumfda im Beitrag #12326


Moin Christian und an alle anderen Dampftechnikfreaks und -fachleute!


Wie bekommt man den SCHNELLFAHRREKORD mit der 61 hin?

Denken wir mal an den aktuellen des TGV´s. Wie wurde er erreicht? Eine Kurve wurde für ein paar Millionen entschärft, Mittelwagen rausgenommen, Beschränkungen für die Motorleistung rausgenommen und der Durchmesser der Antriebsräder vergrößert. Und ein wenig mehr. Zwei Triebköpfe und 3 Waggons. Was könnte man davon übernehmen?

Die 19 lief 180 ohne Probleme mit 250mm. Hier sind 2000mm. Die zulässige Vmax beträgt 175 km/h. Testet man sie vor der Abnahme, wird gerne 10% mehr verlangt. Knapp über 190km/h. Bei den angepeilten 175 soll sie also nicht am Limit sein. Auch nicht mit den zusätzlichen 10%.

Also die Frage an die Techniker: Mit einer Erhöhnung der Übersetzung könnte man mal eben von 11:2,5 auf sagen wir mal :3.0 - 3,3 gehen oder? !:2,5 ist sicherlich so gewählt, dass man auch noch bei Steigung wieder anfahren kann. Einen Rekord fährt man in der Ebene. Die schnelle Beschleunigung spielt keine Rolle. Vielmehr tastet sich der Lokführer langsam an die Spitzengeschwindigkeit heran, horcht in seine Lokomotive, ob alles passt, nichts ins falsche Schwingen gerät, das Maschinchen schnurrt. Auch die Treibräder haben Platz zu wachsen. Jedoch wird das Ganze schwerer auszubalanzieren bei steigendem Radius. Ob also ein Treibradradius von 2,30m wie bei den Schwestermodellen anzustreben ist mit all den notwendigen Veränderungen an der Achslagerlage. Der Betriebsdruch ist mit 20 atü max angegeben. Wie weit kann man für so einen Versuch gehen? 22? 25? Baut man etwas stärker verdichtende Dampfmotoren ein, sprich eine bessere Graugusslegierung? Wird der Hub und die Verdichtung per längerer Kolben oder Pleuel erhöht? Verstärkt man auch die Kurbelwelle? Wieviel Prozent hätte man nach dem damaligen Stand herausgeholt? Der Vorteil dieser Lok liegt klar auf der Hand: Sie ist leichter als eine 05 und es gibt viel weniger zu regulierende unwuchtige Schwungmasse mangels Treibstangen.


Also an die Techniker mit einem Gefühl für das technisch machbare damals die Frage: Welche Maßnahme hätte man versuchen könnenumzusetzen mit welcher Leistungssteigerung und welchem Endergebnis in der Spitzengeschwindigkeit nebst ..... 3 Waggons?
Hätte man die Front angespitzt?
Hätte man sie weiter runtergezogen?



Moin Felix,

meine 2ct dazu:

- größere Treibräder: wenn du von 2000mm auf 2300mm gehst -sofern wirklich der Platz gewesen wäre, was ich beim Blick auf deine Zeichnungen bezweifle- liegt ohne Anpassungen am Rahmen der angetriebene Teil plötzlich 15cm höher - was machst du mit Vor- und Nachläufern? Unterlegscheibe? andere Räder? oder den Antriebsteil im Rahmen wieder so anpassen, dass die Puffer am Ende wieder auf Ausgangsniveau kommen? IMHO kommt der Plan einer Neukonstruktion des Fahrwerks recht nahe und fällt raus...dann kannste auch gleich ne neue Lok bauen...
Zitat von Brumfda im Beitrag #12326
Jedoch wird das Ganze schwerer auszubalanzieren bei steigendem Radius.
das verstehe ich nicht - wenn du keine Räder einbaust, die wild rumeiern oder nur auf einer Seite größere Räder anschraubst () sollte das ohne Treibstangen eher weniger ein Problem werden...

- Anpassung der Übersetzung: bau ein Schaltgetriebe ein und du kannst munter wechseln... das bisschen Zusatzgewicht verträgt die Lok - ich bin mir aber unsicher, ob die Kombination "Schaltgetriebe und Dampfmotor" jemals irgendwo außerhalb des Dampfautos eingeplant war und wie es bei Lokomotiven gewirkt hätte und auch hier stellt sich die Frage: wohin? Neukonstruktion?

- Anpassung Kolben oder Pleuel: -> auch wieder hart an der Neukonstruktion im Fahrwerk

Zitat von Brumfda im Beitrag #12326
Der Vorteil dieser Lok liegt klar auf der Hand: Sie ist leichter als eine 05 und es gibt viel weniger zu regulierende unwuchtige Schwungmasse mangels Treibstangen.



Exakt - vielleicht verliert sie ein bisschen Reibungsgewicht aber sie sollte ruhig schnurrend laufen...

Ich würde Folgendes vorschlagen:
- Räder verkleiden bis knapp über SO
- alle Ritzen stopfen
- den archaischen Mad-Max Kuhfänger kannste wieder ins Steampunkregal legen ...

und dann einfach mal hochtasten und laufen lassen ... so wie es in den USA auch gemacht wurde...

Ergänzungen eines Ingenieurs sehr gerne...

VG
Sascha


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RE: BR103 Türkis und andere: Rekordlok?

#12328 von Brumfda , 25.01.2023 02:06

Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
meine 2ct dazu: Ergänzungen eines Ingenieurs sehr gerne...


Danke Dir dafür Sascha!


Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
größere Treibräder: wenn du von 2000mm auf 2300mm gehst -sofern wirklich der Platz gewesen wäre, was ich beim Blick auf deine Zeichnungen bezweifle- liegt ohne Anpassungen am Rahmen der angetriebene Teil plötzlich 15cm höher - was machst du mit Vor- und Nachläufern? Unterlegscheibe? andere Räder? oder den Antriebsteil im Rahmen wieder so anpassen, dass die Puffer am Ende wieder auf Ausgangsniveau kommen? IMHO kommt der Plan einer Neukonstruktion des Fahrwerks recht nahe und fällt raus...dann kannste auch gleich ne neue Lok bauen...


Ds dachte ich auch. An die 15 cm htte ich auchgedacht. Achse um 15 höher ansetzen, alles zuviel- Daher nur Verkleidung und im Inneren Veränderung.

Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
Jedoch wird das Ganze schwerer auszubalanzieren bei steigendem Radius.
das verstehe ich nicht - wenn du keine Räder einbaust, die wild rumeiern oder nur auf einer Seite größere Räder anschraubst () sollte das ohne Treibstangen eher weniger ein Problem werden...[/quote]

Ich bezog das auf eine Unwucht. Sie macht mit zunehmendem Radius absolut etwas aus oder? Je größer der Durchmesser des Rades, desto schwieriger ist die Herstellung eines Ausbalanziertem. Bekomme ich also es leichter hin, eine höhere Frequenz auf die Achse zu bringen, muss ich weniger präzise auswuchten.


Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
Anpassung der Übersetzung: bau ein Schaltgetriebe ein und du kannst munter wechseln... das bisschen Zusatzgewicht verträgt die Lok - ich bin mir aber unsicher, ob die Kombination "Schaltgetriebe und Dampfmotor" jemals irgendwo außerhalb des Dampfautos eingeplant war und wie es bei Lokomotiven gewirkt hätte und auch hier stellt sich die Frage: wohin? Neukonstruktion?


Deshalb dachte ich halt darüber nach: Kann man erst ein Rad von der Achse lösen, Zahnrad lösen, neues drauf. fersch. Nach Rekord und Versuchsfahrten wieder der Rückbau.


Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
Anpassung Kolben oder Pleuel: -> auch wieder hart an der Neukonstruktion im Fahrwerk


o.k.. Also wie vieles vorher schon Murks.


Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
- Räder verkleiden bis knapp über SO
- alle Ritzen stopfen
- den archaischen Mad-Max Kuhfänger kannste wieder ins Steampunkregal legen ...


Och menno. Hast mich erwischt. Steampunk find ich cool


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RE: BR103 Türkis und andere: Rekordlok?

#12329 von d3lirium , 25.01.2023 20:26

Zitat von Brumfda im Beitrag #12328
Zitat von d3lirium im Beitrag #12327
meine 2ct dazu: Ergänzungen eines Ingenieurs sehr gerne...

Danke Dir dafür Sascha!



Moin!

Nicht mich hier falsch zitieren ich bin kein Indscheniör - das war der einleitende Hinweis, dass ich meine Gedanken zum Besten gebe und am Ende meine Bitte, dass sich jemand meldet, der wirklich Ahnung hat

Zitat von Brumfda im Beitrag #12328
o.k.. Also wie vieles vorher schon Murks.



ne - Murks nicht...Denkanstöße zum Weiterdenken oder verwerfen...

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RE: BR103 Türkis und andere

#12330 von Fernmeldehandwerker , 26.01.2023 02:01

Einfach 2m (/87) Tteibräder für das Modell nehmen. Das würde ich jetzt nicht so kritisch sehen. Wenn es überhaupt auffiele, ist es eben ein Testlauf mit niedrigeren Geschwindigkeiten für mehr Beschleunigung, wenn viele Bahnhöfe angesteuert werden.

Allerdings könnte man den Unterschied 2000-2300 schon erkennen ist zu befürchten

Und Treibstangen weglassen ist eine super Idee ! Innenliegender (Boxer)Motor hehehe . Innenliegender Motor mit Pleueln auf die Antriebsachse hat den Vorteil, dass Räder (Größen) schnell gewechselt werden können wie Ihr andeutetet . Ggf wie im Kfz Bau das Rad auf eine bleibende Radnabe geschraubt 🙃
Natüüürlich rollengelagerte Wellen.

Bin auch kein Inschenjör und die Frage ist, ob es das damals schon gab

Übrigens, Verzicht auf Treibstangen verbilligt auch das Modell. Man könnte gar bei N Spur die logisch größeren H0 Räder aufpressen...
Leider wäre dann die Übersetzung zu laaaang, das Modell zu schnell, also Antrieb woanders


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RE: BR103 Türkis und andere: BR 62 die dritte. Ein Entwurf Dr. Ewalds mit Dampfmotor, Außenrahmen udn Kondensator

#12331 von Hamsterrad , 26.01.2023 18:22

Zitat von bahngarfield im Beitrag #12309
Zitat von Brumfda im Beitrag #12302








Hallo Felix!

Was für ein Beitrag. Am Ende machst Du noch Enrico auf das Teil aufmerksam...


Grüße!


Christian



Hallo Christian,
ist ein richtig heisses Gerät was Felix dort gezaubert hat. Vor allem auch mit der Lackierung des Henschel Wegmann Zuges.

Leider muss ich zur Zeit passen, wir gehen gerade in eine ganz andere Richtung und entwickeln ein ganzes Portfolio, inkl. preussischer Modelle der "Reitz Edition" mit Neuauflagen von Umbausätzen von Gebhardt Reitz. Das ist ein Teil von dem was dieses Jahr kommt. Wie ich sehe macht Edi aber einen handwerklich einwandfreien Job, die Lok sollte vielleicht bei einem fähigen Airbrusher landen für die HWZ Lackierung. Ist schön hier nach der langen Zeit wieder vorbeizuschauen :) Danke für die tolle Arbeit von euch allen.

Liebe Grüße
Enrico


 
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zuletzt bearbeitet 26.01.2023 | Top

RE: BR103 Türkis und andere: BR 62 die dritte. Ein Entwurf Dr. Ewalds mit Dampfmotor, Außenrahmen udn Kondensator

#12332 von d3lirium , 26.01.2023 21:11

Hallo Enrico!

Zitat von Hamsterrad im Beitrag #12331
Leider muss ich zur Zeit passen, wir gehen gerade in eine ganz andere Richtung und entwickeln ein ganzes Portfolio, inkl. preussischer Modelle der "Reitz Edition" mit Neuauflagen von Umbausätzen von Gebhardt Reitz. Das ist ein Teil von dem was dieses Jahr kommt.


Kurz Off-Topic:
Bleibt es bei einer Neuauflage oder wird das weiterentwickelt? Vielleicht auch in kleinere Spuren? So mit 9mm Spurweite?

Wieder On-Topic:
Zitat von Fernmeldehandwerker im Beitrag #12330
Übrigens, Verzicht auf Treibstangen verbilligt auch das Modell. Man könnte gar bei N Spur die logisch größeren H0 Räder aufpressen...


Weiter geht die muntere Raterunde zum Nachbau der Lok - Edi hat zumindest für H0 die Messlatte sehr sehr SEHR hoch gelegt!

Hab gerade mal geschaut: Räder meines Märklinfuhrparks sind viel zu breit für N Schienen - leider ... für N läuft das auf einen kompletten Eigenbau des Fahrwerks raus - oder man lebt mit dem Kompromiss eines Fahrgestells der 62 mit viel kleineren Rädern ... (wobei ich nie auf die Idee kommen würde, eine 62 von FLM, die teils in Gold aufgewogen werden, dafür zu opfern )

Da muss ich mir mal noch etwas den Kopf zerbrechen, ob dieses Modell auf meine Liste kommt ... auf die "habenwollen" ist es schon mal, auf der "bauen" Liste ist es schon recht eng...

VG
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RE: BR103 Türkis und andere: BR 62 die dritte. Ein Entwurf Dr. Ewalds mit Dampfmotor, Außenrahmen udn Kondensator

#12333 von Brumfda , 26.01.2023 22:14

Zitat von d3lirium im Beitrag #12332
Weiter geht die muntere Raterunde zum Nachbau der Lok - Edi hat zumindest für H0 die Messlatte sehr sehr SEHR hoch gelegt!

Hab gerade mal geschaut: Räder meines Märklinfuhrparks sind viel zu breit für N Schienen - leider ... für N läuft das auf einen kompletten Eigenbau des Fahrwerks raus - oder man lebt mit dem Kompromiss eines Fahrgestells der 62 mit viel kleineren Rädern ... (wobei ich nie auf die Idee kommen würde, eine 62 von FLM, die teils in Gold aufgewogen werden, dafür zu opfern )

Da muss ich mir mal noch etwas den Kopf zerbrechen, ob dieses Modell auf meine Liste kommt ... auf die "habenwollen" ist es schon mal, auf der "bauen" Liste ist es schon recht eng...


Moin Sascha! Und alle anderen 61er Infizierten!

Als erstes gilt: So wie Christian sie gegimpt hat, entspricht es am ehesten der tatsächlichen späteren Machart. Das wären volverkleidete Räder. Man sähe also nur sehr wenig Rad. Also kann nahezu jedes Rad verwendet werden, dass aus einer Spenderlok mit 2m Rädern kommt. Da wären die reihenweise vorhandenen Pacifics. Der Außenrahmen müsste somit nicht nachgestellt werden. Eine Achse müsste nur nach hinten versetzt werden. Reicht dann noch der Rahmen für das hintere dreier Drehgestell zur Aufnahme? Wahrscheinlich. Das dreier Nachlaufgestell kann von einem fünfachsigen Tender stammen. Es braucht entsprechend andere Blenden. Es sollte somit ein bewegliches sein, dessen Achsen nicht nur außen gelagert wird. Da dort nicht selten der Antrieb sitzt, wäre damit dieses Problem auch gelöst. Aber ein dreichsiges TenderDREHgestell mit Antrieb? Gibt es das? Sonst muss zumindest bei 2 Treibachsen ein Zahnrad drauf, über die der Antrieb läuft- 2 Räder mit Haftreifen und das Ding zieht wie Hölle alles jede 5% Wende alles Mögliche hoch.

Ich werfe mal entsprechend die Frage in die Runde: Wären da nicht 01, 03 , 012 und Co die Lösung? Wenn man da etwas erschwingliches weiß ob von Roco, Märklin, Lima oder Rivarrrrrrosi oder Piko, sollte dann einen Vorschlag machen. Man beachte, dass wohl 2 der 3 Treibachsen deutlich freier beweglich sein sollten für die MoBa Radien.

Hat man die kommt das Schwierige NACH der Fertigstellung des Fahrwerks: Man muss wohl am ehesten sich mit einem 3D Programm eine Karosse zimmern. Fenstereinsätze. Wer eine 61 zuhause hat, hat den Vorteil vermessen zu können. Die Aufnahmepunkte der gedruckten Karosserie sollten dann entsprechend passend zum Fahrwerk sein.


Wer nun sich die Kugel geben möchte und den Außenrahmen darstellen will mit Ausschnitten, wie ich sie eingearbeitet habe, hat als erstes..... mein Mitleid. Löten sollte dieser jemand können und mit Schubleeren und Leeren sich auskennen. Da gibt es nichts, dass das GANZE der komplexen Maschinerie dahinter wiedergibt. Die inneliegenden Dampfmotoren, die direkte Kraftübertragung. Eine aerodynamische Karosse und dazu noch eine Lackierung wären wahrscheinlich ein Sakrileg, da sie die Kunstfertigkeit des Erdenkers Dr. Ewald und insbesondere des Modellbauers versteckt. Man sähe entsprechend nur einen Außenrahmen um die Räder. Es bedürfte schon gleich der Erstellung zweier Modelle. Unverkleideter Rahmen, ohne Lack. Einfach so. Und dann ein komplettes Modell.


Oder es kommt ein hohash Andreas daher, holt sein Holz hervor und gibt uns einen linken Haken wie bei der dampfelektrischen Heilmann.


Also nur nochmal zur Darstellung von etwas einfacherem Problem und der schwierigeren Lösung:




Die Lüfter sind wieder gänzlich violett und der Steampunk Bug ist verschwunden. Für eine Produktion lohnt sich dann immer noch die Version ohne Faltenbalk. Sonst muss man noch an den einen Endwagen des Henschel Wegmann Zuges ran, der einen Faltenbalk braucht und einen Endwagen mit veränderter Inneneinrichtung für den Lokführer. Wenn nicht sogar an die Doppelstockwagen aufgrund der oben angeführten Gründe. Last but not least sollten dann die Lüfterreihen für die Kondensatoren runtergezogen werden, da sie sonst über den Knick/ die Sicke des Fensterausschnittes liefen, damit der Lokführer für beide Richtungen freie Sicht hat.


Zitat von Hamsterrad im Beitrag #12331
Leider muss ich zur Zeit passen, wir gehen gerade in eine ganz andere Richtung und entwickeln ein ganzes Portfolio, inkl. preussischer Modelle der "Reitz Edition" mit Neuauflagen von Umbausätzen von Gebhardt Reitz. Das ist ein Teil von dem was dieses Jahr kommt. Wie ich sehe macht Edi aber einen handwerklich einwandfreien Job, die Lok sollte vielleicht bei einem fähigen Airbrusher landen für die HWZ Lackierung. Ist schön hier nach der langen Zeit wieder vorbeizuschauen :) Danke für die tolle Arbeit von euch allen.



Moin Enrico!

Da gibt es kein leider. Ich hänge dermaßen an Deiner 03 154 fest und an Deinen teilentkleideten 05 und 03, dass es schon wehtut. Was auch immer eine preussische Reitz Edition ist -> ich bin unglublich gespannt auf die News Letter. Apropos! Wan wird die Produktion mit Lack und allem fertig? Wann kommen die Fotos, die den Mund so herrlich mit Spucke füllen und diesen seitlich bei einem runterlaufen lassen?





Noch eine GAAAANZ andere Frage: Wäre es nicht sinnvoller beim Dampfmotor, dass man wie bei der E 44 zwei Drehgestelle hat? Bo`Bo´? Statt 1250mm bei der 19 nimmt man 1350 oder 1400mm? Fehlten noch 4 weitere Mitläuferachsen für die Lastenverteilung. Der Dampf kommt über Schläuche. Der Zulauf ist ja felexibel. Oder Co´Co´2? Oder Co´2´Co`? Oder.... Ojehhhhhhhhhhh.


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DR V270, die geplante dieselelektrische Lok, die nie gebaut wurde. Außer hier:
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zuletzt bearbeitet 26.01.2023 | Top

RE: BR103 Türkis und andere: BR 62 die dritte. Ein Entwurf Dr. Ewalds mit Dampfmotor, Außenrahmen udn Kondensator

#12334 von d3lirium , 26.01.2023 23:42

Zitat von Brumfda im Beitrag #12333
Noch eine GAAAANZ andere Frage: Wäre es nicht sinnvoller beim Dampfmotor, dass man wie bei der E 44 zwei Drehgestelle hat? Bo`Bo´? Statt 1250mm bei der 19 nimmt man 1350 oder 1400mm? Fehlten noch 4 weitere Mitläuferachsen für die Lastenverteilung. Der Dampf kommt über Schläuche. Der Zulauf ist ja felexibel. Oder Co´Co´2? Oder Co´2´Co`? Oder.... Ojehhhhhhhhhhh.


Moin Felix,

das Gewicht ist hier gar nicht so sehr das Thema. Schau mal im Stoffels auf den Seiten 87, 123, 127, 137, 157, 262... Zwei Beispiele für alle, die den Stoffels nicht besitzen:

1) Bulleid Leader:


British Rail, Public domain, via Wikimedia Commons

2) Die irische CC1: eine Dampflokomotive mit zwei dreiachsigen Drehgestellen, der Bulleid Leader sehr ähnlich weil selber Konstrukteur...

hier: Informationen zum Vorbild
hier: ein Nachbau eines irischen Modellbauers
hier: ein richtig cooles Legomodell

Also: deine Idee ist gut - so gut, dass sie sogar schon umgesetzt wurde

VG
Sascha


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RE: BR103 Türkis und andere: BR 62 die dritte. Ein Entwurf Dr. Ewalds mit Dampfmotor, Außenrahmen udn Kondensator

#12335 von Hamsterrad , 27.01.2023 13:44

Zitat von d3lirium im Beitrag #12332
Hallo Enrico!

Zitat von Hamsterrad im Beitrag #12331
Leider muss ich zur Zeit passen, wir gehen gerade in eine ganz andere Richtung und entwickeln ein ganzes Portfolio, inkl. preussischer Modelle der "Reitz Edition" mit Neuauflagen von Umbausätzen von Gebhardt Reitz. Das ist ein Teil von dem was dieses Jahr kommt.


Kurz Off-Topic:
Bleibt es bei einer Neuauflage oder wird das weiterentwickelt? Vielleicht auch in kleinere Spuren? So mit 9mm Spurweite?

Wieder On-Topic:
Zitat von Fernmeldehandwerker im Beitrag #12330
Übrigens, Verzicht auf Treibstangen verbilligt auch das Modell. Man könnte gar bei N Spur die logisch größeren H0 Räder aufpressen...


Weiter geht die muntere Raterunde zum Nachbau der Lok - Edi hat zumindest für H0 die Messlatte sehr sehr SEHR hoch gelegt!

Hab gerade mal geschaut: Räder meines Märklinfuhrparks sind viel zu breit für N Schienen - leider ... für N läuft das auf einen kompletten Eigenbau des Fahrwerks raus - oder man lebt mit dem Kompromiss eines Fahrgestells der 62 mit viel kleineren Rädern ... (wobei ich nie auf die Idee kommen würde, eine 62 von FLM, die teils in Gold aufgewogen werden, dafür zu opfern )

Da muss ich mir mal noch etwas den Kopf zerbrechen, ob dieses Modell auf meine Liste kommt ... auf die "habenwollen" ist es schon mal, auf der "bauen" Liste ist es schon recht eng...

VG
Sascha

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Sascha





Hallo Sascha,
das bleibt erstmal alles in den Spurweiten für die es bei Reitz konstruiert worden ist. Alles neu auflegen werden wir auch nicht, einiges ist nicht mehr zeitgemäß, wo es Sinn macht überarbeiten wir die Konstruktionen.

LG
Enrico


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RE: BR103 Türkis und andere: BR 62 die dritte. Ein Entwurf Dr. Ewalds mit Dampfmotor, Außenrahmen udn Kondensator

#12336 von Hamsterrad , 27.01.2023 13:48

Zitat von Brumfda im Beitrag #12333
Zitat von d3lirium im Beitrag #12332
Weiter geht die muntere Raterunde zum Nachbau der Lok - Edi hat zumindest für H0 die Messlatte sehr sehr SEHR hoch gelegt!

Hab gerade mal geschaut: Räder meines Märklinfuhrparks sind viel zu breit für N Schienen - leider ... für N läuft das auf einen kompletten Eigenbau des Fahrwerks raus - oder man lebt mit dem Kompromiss eines Fahrgestells der 62 mit viel kleineren Rädern ... (wobei ich nie auf die Idee kommen würde, eine 62 von FLM, die teils in Gold aufgewogen werden, dafür zu opfern )

Da muss ich mir mal noch etwas den Kopf zerbrechen, ob dieses Modell auf meine Liste kommt ... auf die "habenwollen" ist es schon mal, auf der "bauen" Liste ist es schon recht eng...


Moin Sascha! Und alle anderen 61er Infizierten!

Als erstes gilt: So wie Christian sie gegimpt hat, entspricht es am ehesten der tatsächlichen späteren Machart. Das wären volverkleidete Räder. Man sähe also nur sehr wenig Rad. Also kann nahezu jedes Rad verwendet werden, dass aus einer Spenderlok mit 2m Rädern kommt. Da wären die reihenweise vorhandenen Pacifics. Der Außenrahmen müsste somit nicht nachgestellt werden. Eine Achse müsste nur nach hinten versetzt werden. Reicht dann noch der Rahmen für das hintere dreier Drehgestell zur Aufnahme? Wahrscheinlich. Das dreier Nachlaufgestell kann von einem fünfachsigen Tender stammen. Es braucht entsprechend andere Blenden. Es sollte somit ein bewegliches sein, dessen Achsen nicht nur außen gelagert wird. Da dort nicht selten der Antrieb sitzt, wäre damit dieses Problem auch gelöst. Aber ein dreichsiges TenderDREHgestell mit Antrieb? Gibt es das? Sonst muss zumindest bei 2 Treibachsen ein Zahnrad drauf, über die der Antrieb läuft- 2 Räder mit Haftreifen und das Ding zieht wie Hölle alles jede 5% Wende alles Mögliche hoch.

Ich werfe mal entsprechend die Frage in die Runde: Wären da nicht 01, 03 , 012 und Co die Lösung? Wenn man da etwas erschwingliches weiß ob von Roco, Märklin, Lima oder Rivarrrrrrosi oder Piko, sollte dann einen Vorschlag machen. Man beachte, dass wohl 2 der 3 Treibachsen deutlich freier beweglich sein sollten für die MoBa Radien.

Hat man die kommt das Schwierige NACH der Fertigstellung des Fahrwerks: Man muss wohl am ehesten sich mit einem 3D Programm eine Karosse zimmern. Fenstereinsätze. Wer eine 61 zuhause hat, hat den Vorteil vermessen zu können. Die Aufnahmepunkte der gedruckten Karosserie sollten dann entsprechend passend zum Fahrwerk sein.


Wer nun sich die Kugel geben möchte und den Außenrahmen darstellen will mit Ausschnitten, wie ich sie eingearbeitet habe, hat als erstes..... mein Mitleid. Löten sollte dieser jemand können und mit Schubleeren und Leeren sich auskennen. Da gibt es nichts, dass das GANZE der komplexen Maschinerie dahinter wiedergibt. Die inneliegenden Dampfmotoren, die direkte Kraftübertragung. Eine aerodynamische Karosse und dazu noch eine Lackierung wären wahrscheinlich ein Sakrileg, da sie die Kunstfertigkeit des Erdenkers Dr. Ewald und insbesondere des Modellbauers versteckt. Man sähe entsprechend nur einen Außenrahmen um die Räder. Es bedürfte schon gleich der Erstellung zweier Modelle. Unverkleideter Rahmen, ohne Lack. Einfach so. Und dann ein komplettes Modell.


Oder es kommt ein hohash Andreas daher, holt sein Holz hervor und gibt uns einen linken Haken wie bei der dampfelektrischen Heilmann.


Also nur nochmal zur Darstellung von etwas einfacherem Problem und der schwierigeren Lösung:




Die Lüfter sind wieder gänzlich violett und der Steampunk Bug ist verschwunden. Für eine Produktion lohnt sich dann immer noch die Version ohne Faltenbalk. Sonst muss man noch an den einen Endwagen des Henschel Wegmann Zuges ran, der einen Faltenbalk braucht und einen Endwagen mit veränderter Inneneinrichtung für den Lokführer. Wenn nicht sogar an die Doppelstockwagen aufgrund der oben angeführten Gründe. Last but not least sollten dann die Lüfterreihen für die Kondensatoren runtergezogen werden, da sie sonst über den Knick/ die Sicke des Fensterausschnittes liefen, damit der Lokführer für beide Richtungen freie Sicht hat.


Zitat von Hamsterrad im Beitrag #12331
Leider muss ich zur Zeit passen, wir gehen gerade in eine ganz andere Richtung und entwickeln ein ganzes Portfolio, inkl. preussischer Modelle der "Reitz Edition" mit Neuauflagen von Umbausätzen von Gebhardt Reitz. Das ist ein Teil von dem was dieses Jahr kommt. Wie ich sehe macht Edi aber einen handwerklich einwandfreien Job, die Lok sollte vielleicht bei einem fähigen Airbrusher landen für die HWZ Lackierung. Ist schön hier nach der langen Zeit wieder vorbeizuschauen :) Danke für die tolle Arbeit von euch allen.



Moin Enrico!

Da gibt es kein leider. Ich hänge dermaßen an Deiner 03 154 fest und an Deinen teilentkleideten 05 und 03, dass es schon wehtut. Was auch immer eine preussische Reitz Edition ist -> ich bin unglublich gespannt auf die News Letter. Apropos! Wan wird die Produktion mit Lack und allem fertig? Wann kommen die Fotos, die den Mund so herrlich mit Spucke füllen und diesen seitlich bei einem runterlaufen lassen?





Noch eine GAAAANZ andere Frage: Wäre es nicht sinnvoller beim Dampfmotor, dass man wie bei der E 44 zwei Drehgestelle hat? Bo`Bo´? Statt 1250mm bei der 19 nimmt man 1350 oder 1400mm? Fehlten noch 4 weitere Mitläuferachsen für die Lastenverteilung. Der Dampf kommt über Schläuche. Der Zulauf ist ja felexibel. Oder Co´Co´2? Oder Co´2´Co`? Oder.... Ojehhhhhhhhhhh.




Hallo Felix,
ich sehe schon du kennst Gebhardt Reitz nicht, er war "Reitz Modellbau" und eine Koryphäe wenn es um preussische Loks ging. Unter anderem war er auch Urmodellbauer für Merker und Fischer. Leider vor kurzem verstorben, einer der fähigsten Modellbauer die wir in Deutschland im Bereich Messing jemals hatten. Modelle von ihm kommen bei uns als Neuauflagen.

Es wird bald wieder was neues zu sehen geben bei uns :)

(Verzeihung für Offtopic)


Eure 61 ist wirklich ein heisses Gerät, werde die auch mal ein paar Stromlinienfans zeigen.

LG
Enrico


 
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BR103 Türkis und andere: Doppelte Lottchen in der Epoche 6

#12337 von Brumfda , 28.01.2023 12:09

Zitat von Hamsterrad im Beitrag #12331
Leider muss ich zur Zeit passen, wir gehen gerade in eine ganz andere Richtung und entwickeln ein ganzes Portfolio, inkl. preussischer Modelle der "Reitz Edition" mit Neuauflagen von Umbausätzen von Gebhardt Reitz. [...]
Ich sehe schon du kennst Gebhardt Reitz nicht, er war "Reitz Modellbau" und eine Koryphäe wenn es um preussische Loks ging. Unter anderem war er auch Urmodellbauer für Merker und Fischer. Leider vor kurzem verstorben, einer der fähigsten Modellbauer die wir in Deutschland im Bereich Messing jemals hatten. Modelle von ihm kommen bei uns als Neuauflagen.
Es wird bald wieder was neues zu sehen geben bei uns :)
(Verzeihung für Offtopic)
Eure 61 ist wirklich ein heisses Gerät, werde die auch mal ein paar Stromlinienfans zeigen.


Moin Enrico,

nein, tatsächlich ist das mir kein Begriff. Fantastisch, dass das alte Wissen und die Handwerkskunst mit Eurer weiterlebt, fortgeführt und erweitert wird. Ich finde es nicht off topic sondern großartik! Für meinen Teil bin ich mega gespannt.

Sofern durch das Zeigen der Heißdampfdampfmotorkondesator 61 mehr Interesse entsteht, so kann ich per PN etwas Detailierteres aus Stoffels schicken. Der Dampfmotor der 61 ist dort auch deutlicher gezeigt.
Danke ans Erinnern Sascha! Christian hat allerdings die viel umfangreicheren Infos zur Hand .

____________________________________________________________________________________________________________


Zeit fürs Wochenendschmankerl. Zurück zur Gegenwart. Doppelloks waren schon immer ein Faszinosum. Ob nun die Pläne der E100 oder BR 250. Der Thread "Doppeltraktion" (RE: Doppeltraktion) von MiGi Michael bietet so einiges an Steilvorlagen. Von ihr stammte damals meine Doppeltaurus der "CAT". Die Bilder sind klar, die Winkel perfekt, um innerhalbe von 20 Minuten mit einem Bild fertig zu sein.


Die doppelte 218 hat Christian als erster bereits vor längerer Zeit hier gebracht als Modell. In die Realität der heutigen Zeit wollte ich sie auch mal gimpen neben der TEE farbenen Jakobsdrehgestellbebauten von Tegernseer Matthias. Da ich mir sicher bin, das genau die doppelte 218 - sofern verwirklicht - immer noch bei der DB Dienst schieben würde, habe ich hier mal etwas kombiniert:



Orignalbild aus dem Thread "Doppeltraktion" (RE: Doppeltraktion) von MiGi Michael mit freundlicher Genehmigung zur Veränderung

Normal denkt man bei doppelten Lottchen an Güterzugverkehr. Im Fernverkehr mit entsprechend Anhang ab... 6 oder 7 Waggons (?), war die 218 selten alleine unterwegs. Zwischen Hamburg und Lübeck fuhr sie nicht selten doppelt traktiert vor dem teils nur 5 Waggons zählenden IC gen Kopenhagen und dauerhaft vor den 5 Waggon Eilzugeinheiten. Aufgrund des umfangreichen Gütertransfers zwischen Dänemark und Deutschlands hatten die Güterzüge irgendwas zwischen 30 und 38 Waggons und waren natürlich nahezu immer doppelt bespannt.

An der 193 haben nun etliche einen Narren gefressen. Wie gefiele sie Euch denn so? Werbetechnisch kann man sie für eine zusammenhängende Werbebotschaft nutzen, die bildlich sich unterscheidet. Aufgrund dem leicht unterschiedlichen Waschtag werden diese Hälften hier eher nach einer Kurzinspektion und der großen Durchsicht zusammengefunden haben.


Orignalbild aus dem Thread "Doppeltraktion" (RE: Doppeltraktion) von MiGi Michael mit freundlicher Genehmigung zur Veränderung


Flauschigfluffige Grüße, Felix



BR 103 in türkis (fiktive was wäre wenn Bahn): Die Zusammenfassung der über 430 Seiten und Sortierung nach Themen mit Inhaltsverzeichnis
103 in Türkis Zusammenfassung Inhaltsverzeichnis und Vorwort

Loks und Züge, die es niemals gab, aber teils geplant waren:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=2...844365#p1844365

Mein Modul mit Naturmaterialien:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?p=2024824#p2024824

DR V270, die geplante dieselelektrische Lok, die nie gebaut wurde. Außer hier:
RE: Umbau V200 BR 220 zur sechsachsigen dieselelektrischen nie umgesetzten DR V270


 
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RE: BR103 Türkis und andere: Doppelte Lottchen in der Epoche 6

#12338 von bahngarfield , 28.01.2023 12:59

Felix, Du wirst lachen: Der "Doppel-Vectron" war unter dem Titel "SuperCargoLok West" von der ÖBB RailCargoGroup bei Siemens so gut wie bestellt: *klick* (etwas runterscrollen)

Schade, hat nicht sollen sein...


Grüße!


Christian


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RE: BR103 Türkis und andere: Doppelte Lottchen in der Epoche 6

#12339 von Salzbahn4687 , 28.01.2023 23:32

Guten Abend zusammen!

Ja leider ist so manch interessantes Projekt oder mancher Umbauentwurf nie auf die Schienen gekommen, ich denke dabei etwa an die schmalspurige "ÖBB-2094" mit 420 PS welche die Drehgestelle der 2095 besessen hätte und Mittelführerstands-Aufbau; den doppelstöckigen Dieseltriebwagen oder Triebwagen und E-Lok der SKGLB, zu welchen es auch schon Entwurfszeichnungen gab. Auch eine Doppel-2143 geisterte in den Köpfen des ÖBB Maschinendienstes herum und eine moderinsierte 1670, welche eine Kopfform ähnlich der Umbau-1018 hätte bekommen sollen. Man wollte die Hilfsbetriebe der Vorbauten in den Maschinenraum verlegen und den Führerstand mit sitzender Bedienung bis zur Pufferbohle nach vorne rücken. Der Grund war, dass die senkrecht stehenden Fahrmotoren die Führerstandsrückwand bei schweren Bergfahrten so enorm erhitzten dass man sie nicht mehr angreifen konnte. Die tatsächliche Modernisierung beschränkte sich schließlich nur mehr auf die Elektrik und den Einbau von Rollenlagern in die Fahrmotoren. Entwurfszeichnungen hatten Ing-Rudolf Lepka, der auch für die Modernisierungen von ÖBB 1018, 1020, 1040, 1072, 1099 und 4041 in der HW-Linz zuständig war, bereits gemacht. Bei der 1670-Modernisierung standen sich aber zu erwartende Nutzungsdauer der Maschinen und voraussichtliche Kosten des Umbaues im Weg.

LG Herwig


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RE: BR103 Türkis und andere: Doppelte Lottchen in der Epoche 6

#12340 von Lustbahner , 29.01.2023 14:06

Zitat von Salzbahn4687 im Beitrag #12339
Guten Abend zusammen!
...
, ich denke dabei etwa an die schmalspurige "ÖBB-2094" mit 420 PS welche die Drehgestelle der 2095 besessen hätte und Mittelführerstands-Aufbau; den doppelstöckigen Dieseltriebwagen oder Triebwagen und E-Lok der SKGLB, zu welchen es auch schon Entwurfszeichnungen gab. ...

LG Herwig


Oh!!! Hast Du zu diesen Projekten evtl. Verweise im weltweiten Netz oder andere Quellen!? Ich bin sehr interessiert!


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RE: BR103 Türkis und andere: Doppelte Lottchen in der Epoche 6

#12341 von bahngarfield , 30.01.2023 20:11

Noch'n Dampfer:


Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Gebr. Märklin & Cie. GmbH


Nach dem 2. Weltkrieg bestand bei der DR Ost ein eklatanter Mangel an schweren Güterzugdampflokomotiven. So waren von der Reihe 44 bei der DB etwa viermal so viele Maschinen verblieben wie in der - damals noch so genannten - "SBZ". Nur logisch erschien von daher die Überlegung, in das Neubauprogramm der Reichsbahn - neben einer Ersatz-P 8 und einer 2'C2'-Schnellzugdampflok - auch eine schwere Güterzugtype aufzunehmen, die nach den neuen Bauprinzipien gestaltet sein sollte. Dazu gehörten ein geschweißter Verbrennungskammer-Kessel, Mischvorwärmer und ein Blechrahmen. Letzterer war deswegen zwingend erforderlich, weil die Maschinen, die zur Herstellung von Barrenrahmen erforderlich waren, auch in der Kriegsschiff- und Panzerproduktion hätten eingesetzt werden können und daher als Reparationsleistungen in die Sowjetunion abtransportiert worden waren. Das Projekt trug die Bezeichnung L-Pr 193, ganz offiziell wurde die Baureihenbezeichnung "46" benutzt. Ausgearbeitet wurde der Entwurf vom Institut für Schienfahrzeuge in Berlin-Adlershof, federführend war Johannes Töpelmann. Töpelmann, 1902 geboren, hatte seine Laufbahn bei der Vorkriegsreichsbahn begonnen und war in allen fachlichen Ebenen verschiedener Ausbesserungswerke tätig gewesen. Schnell hatte er sich einen guten Ruf als Konstrukteur und Werkleiter gemacht. 1952 gründete er in Berlin das Institut für Schienenfahrzeuge und stand diesem bis 1954 als Direktor vor. Außer der Umsetzung der neuen Bauprinzipien lag ihm - aufgrund der Rohstofflage der jungen DDR - die Optimierung der Braunkohlefeuerungstechnik am Herzen, was auch im Entwurf der Reihe 46 seinen Niederschlag fand. Töpelmann starb übrigens erst 1981 - auch ein Mensch, mit dem man sich gerne einmal unterhalten hätte.

Sieht man sich Töpelmanns Entwurf - publiziert bei Bernd Seiler und Jürgen U. Ebel in ihrem hervorragenden Werk über die 45, auf das ich mich in meinen Ausführungen stütze - an blickt man auf eine Maschine, die dem Betrachter irgendwie vertraut und teilweise doch fremd vorkommt. Salopp könnte man sagen, von der Pufferbohle bis zur Feuerbüchse ist es eine 44er, danach 45er. Tatsächlich entspricht das Fahrgestell exakt dem der 44, nur eben mit Blechrahmen. Selbst der Kesselträger - der Verwendung des Mittelzylinders als vorderes Kessellager war ein Dauerärgernis bei den Reihen 44 und 45 gewesen- sollte aus Blechen geschweißt werden; der als Bisselgestell ausgeführte Nachläufer musste auf 1100mm Laufkreisdurchmesser (gegenüber 1250mm bei der 45) gestutzt werden, um an dieser Stelle eine Schwächung des Blechrahmens zu vermeiden. Übernommen von der 45 wurde die Möglichkeit der Achslastumstellung, jedoch nicht zwischen - auf die Treibradgruppe bezogen - 18 und 20, sondern zwischen 17,5 und 19,5 Tonnen.

Nichts mehr mit den beiden Vorgängerbauarten hatte der Kessel des Entwurfs gemein. Dieser ist vollständig geschweißt, weist einen konischen hinteren Kesselschuss auf und einen größten Durchmesser von 2060mm. Die drei Dome sitzen, anders als bei den beiden Vorserien-45ern, nicht in Lokmitte auf dem Kesselscheitel, sondern auffällig weit vorne. Der große Kesseldurchmesser und die mit ihm verbundene Vollausschöpfung des Lichtraumprofils erlauben keinen Schornsteinaufsatz, was die wuchtige Erscheinung der Lokomotive in Verbindung mit dem Mischvorwärmer noch verstärkt. Die Frontpartie ist - inklusive der Position der Pumpen - analog der der 01.5 gestaltet, lediglich mit dem Unterschied freistehender Lampen gegenüber in den Frontschürzen integrierte wie bei der Pazifik. Eine beeindruckende Erscheinung wäre der Dampf-Drilling in jedem Fall geworden!

Der Brennraum ist optimiert für die Verwendung von Braunkohlestaub. Dementsprechend großzügig wurde der Feuerraum ausgebildet; der Rost hat eine Länge von über 3 Metern, woran sich noch eine sehr große Verbrennungskammer anschließt.

Der Tender wurde - abgesehen von den für diese Feuerungsart notwendigen Braunkohlenstaubbehältern - von der 45 übernommen; lediglich der hintere Überhang wurde noch etwas vergrößert. Gekoppelt mit ihrem 90 Tonnen schweren Vorratswagen, wäre die Reihe 46 auf eine Gesamtlänge von über 26 Metern gekommen - ein beeindruckendes Dampfkraftwerk!

Natürlich stellt sich die Frage, warum die Umsetzung dieses faszinierenden Entwurfes, wie er von Töppelmann im Dezember 1955 vorgelegt worden war, unterblieb. Sehr schnell kam man zu dem Ergebnis, dass die Maschine keine betrieblichen Vorteile gegenüber der 44er erbracht hätte, zumal sie sogar über weniger Reibungslast als diese verfügte. Wie sich die 85km/h Höchstgeschwindigkeit - bei identischer Triebwerksauslegung und gleichem Kuppelraddurchmesser wie der 44er - erklären, ist nur schwer nachvollziehbar; abgesehen davon war eine Zuglok für Schnellgüterzüge nicht unbedingt das, was man bei der Reichsbahn damals am vordringlichsten brauchte. Und: Der Bedarf an schweren Güterzuglokomotiven ließ sich auch günstiger decken, z.B. durch eine Rekonstruktion der Reihe 44 (hier im Thread bereits bildlich vorgestellt) oder 58.30 - bekanntermaßen entschieden sich die Verantwortlichen für letzteres, was der G 12 in der DDR in modernisierter Form noch ein langes Leben bescheren sollte. Die Bestellung von 80 Maschinen der CSD-Reihe 556.0 "von der Stange" war damals übrigens auch eine ernstzunehmende Option, weswegen auch Testfahrten mit dieser Baureihe in der DDR durchgeführt wurden. Bruderhilfe hin oder her, die Tschechen bestanden auf Bezahlung in Valuta, weswegen sich das Ganze zerschlug. Schade! Ein CSD-Nachkriegs-Neubaudampfer unter deutscher Flagge, das wäre eine höchst interessante Wendung in der Geschichte der Eisenbahn gewesen! Zu guter Letzt zeichnete sich bereits der kommende Traktionswandel am Horizont ab, was der finale Todesstoß für die ungebaute 1'E1' sein dürfte. Sei's drum - ein hochinteressanter Entwurf, der meines Erachtens zumindest in 1:87 eine "Verbildlichung" verdient hat!



Grüße!



Christian


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RE: BR103 Türkis und andere: 2094

#12342 von Salzbahn4687 , 30.01.2023 22:45

Hallo Lustbahner!

Zu Deiner Frage nach der 2094 kann ich Dir nun mal einiges zeigen: Zuvor aber der Hinweis dass die "Kleine SGP-Schmalspurlok" sich in einigen Publikationen wiederfindet - so etwa "Schmalspurig durch Österreich" Verlag Slezak Wien Seite 73 ISBN 3-900134-29-4 oder auch im Typenbuch der 2095 "Die Baureihe 2095" Edition Bahn im Film Seite 4 ISBN-13:978-3-9502250-3-7. In letztem auch mit Skizze.

Ich fand die Kopien des SGP-Entwurfes im Altpapier bei uns in der BBDion Linz ca. 1988. Da die Kopien nicht gerade in gutem Zustand waren und auch die Pufferbohlen der Kopie zum Opfer gefallen waren habe ich die Seiten-und Stirnansicht nochmals sauber gezeichnet. Daher hier die gefundenen Kopien und meine Zeichnung.

Bild entfernt (keine Rechte)

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Bild entfernt (keine Rechte)

Ich möchte dazu bemerken, dass sich die von mir gefundenen Zeichnungen etwas von der Skizze im 2095-Buch unterscheiden. Meine Funde zeigen die Lok mit Vorbauten mit seitlichen Zugangstüren. Die Skizze im 2095-Buch deckt sich großteils mit diesem Entwurf, hat aber Schiebehauben über dem Motor. Ob es sich dabei um eine zweiten Entwurf handelt konnte ich bislang nicht klären. Da aber zur Entstehungszeit dieser Planung SGP auch die 2067 noch an die ÖBB mit Türvorbauten ausgeliefert hat und die Schiebehauben auch bei der 2067 erst später kamen, so muss dieser Entwurf auf jeden Fall der ältere gewesen sein. Wie oben zu sehen ist gab es auch einen Längsquerschnitt, welcher die Verteilung der Maschinenanlage verdeutlicht. Auch zur Leistungsgestaltung gibt es differierende Aussagen welche die Lok mit 350 PS oder 420 PS ausweisen.

Verdeutlicht man sich aber der seinerzeitigen Entwicklung dass die 2095 den 600PS-Motor der 2067 bekam, so wäre es auch schlüssig, dass die "2094" den leistungsschwächeren Motor mit 420 PS erhalten hätte mit dem SGP 2067-ähnliche Maschinen an Industriebahnen (z.B. VÖEST Baureihe 242) ausgeliefert hatte.

LG Herwig


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RE: BR103 Türkis und andere: 2094

#12343 von Lustbahner , 31.01.2023 23:17

Hallo Herwig,
vielen Dank für die erhellende Darstellung!
Sehr schöne Zeichnung.

Hat jemand schon mal ein Modell von der 2094 gebaut?


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RE: BR103 Türkis und andere: 2094

#12344 von Salzbahn4687 , 01.02.2023 10:55

Hallo Lustbahner!

Ja, es gibt schon einige Nachbauten auf Basis von Liliput-Teilen in H0e. In HOe mit gewissen künstlerischen Freiheiten und Kompromissen an Detaillierung. Vielleicht liest einer der Erbauer hier mit und stellt Bilder oder Baubeschreibung ein. Das wohl schönste Stück existiert in LGB-Größe auf der Gartenbahn des Betriebsleiters der Pinzgauer Lokalbahn. Die LGB-Größe erlaubt auch entsprechende Detaillierung und bietet mit den Drehgestellen auch keine Platzprobleme hinsichtlich des Antriebes.

LG Herwig


Lustbahner hat sich bedankt!
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RE: BR103 Türkis und andere: Doppelte Lottchen in der Epoche 6

#12345 von GSB , 01.02.2023 23:33

Hallo Herwig @Salzbahn4687 ,

danke für diese spannenden Infos zur 2094, die für mich als Schmalspurbahner sehr interessant sind!

Hatte bisher von dem Entwurf noch nie was gehört...

Gruß Matthias


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RE: BR103 Türkis und andere - E100

#12346 von d3lirium , 02.02.2023 01:06

Moin!

Nachdem ich die letzten Monate -wenn überhaupt- mal Zeit hatte, hab ich eher mit Säge, Kleber und Farbe gearbeitet. Nun aber nochmal ein kleines digitales Werk von mir. Ich komme nochmal auf die E100 zurück.

1940 entwickelte man bei AEG Pläne für eine zehnachsige Elektrolok, die in der Lage sein sollte, Züge mit 1000t ohne Schub über die Brennerstrecke und die Tauernbahn fahren zu können. Ein Aktenvermerk dazu: "Die zu erwartenden Zugkräfte am Zughaken würden etwa 30.000 kg in der Beharrung und 40.000 kg zum Losreißen in der Steigung betragen. Inwieweit solche Zugkräfte von den Wagen der DR und insbesondere von den ausländischen Wagen ausgehalten werden, und in welchem Umfange ggf die Zugvorrichtung an den Wagen verstärkt oder bezüglich der Zusammensetzung der über die Rampen zu fahrenden 1000-t-Züge besondere Vorschrift gegeben werden müssten, ist besonders zu prüfen." Das lasse ich mal unkommentiert so stehen.

Neben der Bo'Co' + Co'Bo' Version der E100, für die es ebenfalls Pläne gab, haben wir hier ja bereits die daran angelehnte und hervorragend gestaltete Co'Bo' + Bo'Co' Version von Roland @Rollnitz bewundern dürfen. Aber es gab noch eine weitere: Co'Co' + Bo'Bo'. Dafür sollte eine E94 mit einer vierachsigen Version davon vereinigt werden. Die in dem Fall identischen Motoren konnten somit alle von einem Führerstand aus bedient werden. Mit Blick auf die Zukunft war bereits der Einbau einer MIttelpufferkupplung berücksichtigt worden. Darüber hinaus sollten von AEG die bereits existierenden Motoren der E94 weiterentwickelt werden und letztlich über 40% mehr Leistung bringen.


Fotomontage mit freundlicher Genehmigung der Firma Gebr. Märklin GmbH & Cie.

Das wären fast 33m Ungetüm aus Stahl mit einem geschätzten Gewicht von über 200t, Vmax von 90 km/h und einer angestrebten Leistung von 6.650 kW.

Aber dazu kam es bekanntlich nicht und letztlich wurden lediglich die weiterentwickelten Motoren in der E94 161 getestet.

Herzlichen Dank an Thorsten @Lokpfeife für die Hintergrundinfos!

VG
Sascha


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RE: BR103 Türkis und andere - E100

#12347 von Lokpfeife , 02.02.2023 01:55

Moin Sascha,

einfach grandios Dein Werk! Damit habe ich nicht gerechnet, schon heute die eine Variante der E100 hier sehen zu dürfen! Toll,toll, toll ...

Übrigens Mittelpufferkupplung. Meine mal gelesen zu haben, daß die Japaner es an einem Tag schaften, wo alle Züge für ein paar Stunden in den Bahnhöfen angehalten waren, auf Mittelpufferkupplungen umrüsteten. Die Aktion soll präzise vorbereitet gewesen sein und klappte anscheinend vorzüglich. Das wir das bis heute nicht schaften ... Wahrscheinlich zu hoch für uns inzwischen.

VG Thorsten


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RE: BR103 Türkis und andere - E100

#12348 von Rollnitz , 02.02.2023 08:59

Zitat von d3lirium im Beitrag #12346
Moin!


Neben der Bo'Co' + Co'Bo' Version der E100, für die es ebenfalls Pläne gab, haben wir hier ja bereits die daran angelehnte und hervorragend gestaltete Co'Bo' + Bo'Co' Version von Roland @Rollnitz bewundern dürfen. Aber es gab noch eine weitere: Co'Co' + Bo'Bo'. Dafür sollte eine E94 mit einer vierachsigen Version davon vereinigt werden. Die in dem Fall identischen Motoren konnten somit alle von einem Führerstand aus bedient werden. Mit Blick auf die Zukunft war bereits der Einbau einer MIttelpufferkupplung berücksichtigt worden. Darüber hinaus sollten von AEG die bereits existierenden Motoren der E94 weiterentwickelt werden und letztlich über 40% mehr Leistung bringen.


Fotomontage mit freundlicher Genehmigung der Firma Gebr. Märklin GmbH & Cie.

VG
Sascha


Hallo,

das ist eine interessante Variante, aber mal "ernsthaft", ist das eine wahre Geschichte oder gut ausgedacht?
Warum ist die Lok asymmetrisch? den Teil mit sechs Achsen verstehe ich ja, aber wieso hat der andere Teil nur 4 Achsen?
Zum Nachbauen wäre das praktisch, man lässt einfach zwei Achsen weg, aber das sieht etwas komisch aus.

Gruß Roland


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RE: BR103 Türkis und andere - E100

#12349 von Lokpfeife , 02.02.2023 09:39

Moin,

das ist der erste Entwurf der E100 vom Referatsleiter Prof. Dr. Wechmann im Juni 1940. Sozusagen der Startschuß für das Projekt E100. Siehe EisenbahnGeschichte Nr.37 Dez. 2009/Jan. 2010, S. 16 u. 17.

VG Thorsten


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RE: BR103 Türkis und andere - E100

#12350 von d3lirium , 02.02.2023 09:40

Zitat von Rollnitz im Beitrag #12348

eine interessante Variante, aber mal "ernsthaft", ist das eine wahre Geschichte oder gut ausgedacht?
Warum ist die Lok asymmetrisch? den Teil mit sechs Achsen verstehe ich ja, aber wieso hat der andere Teil nur 4 Achsen?



Hallo Roland!

Diesen Plan hat es wirklich gegeben, er ist in der von dir angegebenen Quelle "Eisenbahn Geschichte 37" auf Seite 16 abgebildet und wird im Text auch wieder aufgegriffen. Ob sie dann letztlich mit allen Lüftern und Türen und Fenstern so ausgesehen hätte? Hier kommt meine Kreativität ins Spiel...

Viele Grüße
Sascha

EDIT: Thorsten war ein paar Sekunden schneller


We're all stories in the end. Just make it a good one.


 
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