Hi,
Zitat von creep
Aus dem Trafo kommt ja 16V AC (Wechselstrom). Aus dem Digitalverstärker sind es dann 16V DC Gleichstrom. Soweit für mich noch nachvollziehbar.
aber leider nicht richtig. Aus dem Digitalverstärker kommt kein Gleichstrom. In Gleichstrom läßt sich gar nicht so viel Information unterbringen, wie die digitale elektrische Spielzeugeisenbahn benötigt. Was der Digitalverstärker (um mal Dein Wort zu benutzen, was zwar unüblich, aber durchaus richtig ist) da ans Gleis legt, ist eine Wechselspannung. Bei Märklin hat sie einen (zu sonst nix brauchbaren) Gleichstromanteil. Bei meiner Gartenbahn hat sie einen regelbaren Gleichstromanteil, mit dem ich eine analoge Lok auf der Digitalbahn mitfahren lassen kann. Bei Roco ist der Gleichstromanteil Null. Wie hast Du das gemessen? Ein Meßgerät, auf Gleichstrom eingestellt, dürfte am Gleisausgang der Roco-Zentrale keine Spannung anzeigen.
Zitat von creep
Aber beim "Track out" am Digitalverstärker ist dann nicht ersichtlich, welches + und welches - ist.
Was daran liegt, dass es kein + und - gibt. Deswegen sind beide Kabel schwarz. Bei Fleischmann sind sie beide gelb. Aber, das magst Du zu Recht einwenden, auch beim Wechselstrom unterscheidet man beide Kabel. Ja, richtig, es gibt dort Phase (bei Märklin rot) und Erde (bei Märklin braun). Wenn Du nun an Deiner Anlage mehrere Einspeisungen hast, dann musst Du natürlich die Einspeisungen auch gleichphasig anschließen, also beide Male Phase rechts / Erde links. Oder beide andersrum. In diesem Fall sind die gleichfarbigen Kabel dann tatsächlich unpraktisch. Manche nennen die beiden übrigens J und K, falls Du einen Namen für die beiden brauchst, J und K sind da nicht unüblich.
Zitat von creep
Spielt das denn beim Anschluss einer Weiche keine Rolle, ob ich auf das schwarze Kabel den + oder - hänge, und bei Reails ob der mittlere Anschluss am + oder - hängt?
Du solltest es vermeiden, Verbraucher direkt an den Gleisausgang zu hängen. Wenn Du es doch tun mußt, dann bitte hinter Brückengleichrichter, um ein Verhunzen des Digitalsignals durch den Verbraucher zu vermeiden. Mal einen beleuchteten Prellbock oder eine Weichenlaterne, okay. Aber keine Spulen. Wenn Du Deine Weichen und Signale digital schalten willst, dann schließt Du den Decoder an Gleissignal an. Der Decoder hat dann definierte, beschriftete Ausgänge für die Spulen, Lämpchen oder LEDs. Im Falle von LEDs ist dann auch + und - beschriftet (der Decoder hat dann einen Gleichrichter auf der Platine) Vorwiderstand nicht vergessen.
Willst Du Weichen und Signale herkömmlich analog betreiben (Schaltpult oder so) brauchst Du für en analogen Teil Deiner Installation ein eigenes Netzteil.
Zitat von creep
Und wie ist es beim Lichtsignal mit LED's. Spielt dort +/- eine Rolle?
Allerdings. Plus ist immer das mit dem längeren Bein. Bei LEDs ohne Beine ist Minus die Seite mit der Kerbe (oder anderer Markierung). Auch LEDs mit Beinchen haben normalerweise an der Minus - Seite eine Markierung, i.d.R. ist dort die runde Form der LED etwas abgeflacht. Wenn Du Deine LED-Signale an Signaldecodern betreiben willst, dann liefern diese bereits Gleischspannung. Wenn Du sie an einem besonderen analogen Anlagenteil betreiben willst, dann brauchst Du einen Gleichrichter (oder ein Netzteil, das Gleichstrom liefert, was nichts anderes bedeutet, dass da bereits der Gleichrichter mit eingebaut ist)
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
Noch Fragen?
Gruß
Martin
P.S.: Sorry, ich sehe grad erst, wie das mit den Weichendecodern funktionert, weisst Du schon längst. Entschuldige die Redundanz. Ich lass es trotzdem der Vollständigkeit halber drin.
P.P.S.: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...em=390741890722