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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#1 von H0_WOLF ( gelöscht ) , 03.02.2014 16:48

Hallo da ich vor Jahren mir mal Vorgenommen hatte Märklin Modelle selber zu lackieren aber durch Beruf und Haus nie dazu kam.

Wollte ich mal fragen was es dazu ersten alles Braucht und zweitens vor allem zu beachten ist ?

Unter Verwendung mit Nitrolacken und schon Lackierten Modellen vorzugsweise aus Guss und Blech.

Habe schon hier und auch in anderen Foren nach gesehen, aber was mir aufgefallen ist viele sprechen da nur Einzel punkte zwar Ausführlich an keiner hat mal von Anfang bis Ende das Thema erläutert.

Von Schriet eins bis Schriet Ziel.

Setzt die Sache schon eine Vorkenntnis voraus oder kann man das auch sich aneignen und wie es mit allem ist die Übung macht den Meister ?

Was ich schon alles habe :

Druckluftkompressor( Basemaster bam 200 ) mit Wasserabscheider und Druckminderer.
Revell Airbrushpistole.
Ein Filter Schraubverschluss Atemschutzmaske ,mit mehreren neuen und noch versigelten Filtern und jeweils dem entsprechenden Zertifizierungen also Feinstaub, Rauch, Vieren .
Mehrere neue Nitril Handschuhe nach EN 388 .

Was mir noch fehlt:

Kleinere Druckschlauch und Kupplung. ( Kein Problem )

Universal Verdünner zum Entlacken. ( gibt es da schon was zu beachten ? )

Grundierung ( die eine schwören auf eine dunkle Grundierung bringt später die dunklen Farbtöne kräftiger zu vor schein, die andere schwören auf eine helle Grundierung würde beim lackieren mit hellen Farben das ganze etwas erleichtern.)

Lacke (http://www.ttn-shop.com/farben.php )

Meine Frage habe ich irgend was bei den Aufzählungen vergessen oder einen Schriet übersprungen?

Wär dankbar wenn mir jemand noch den einen oder anderen Tipp geben könnte .

Gruß H0_WOLF


H0_WOLF

RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#2 von Helgasheimkeller , 03.02.2014 19:18

Muß es unbedingt Nitrolack sein? Wo willst Du Spritzen? Hat Dein Kompressor einen Druckausgleichsbehälter. Mit Kunstharzlacken geht es auch recht gut . Ich Spritze meine Modelle neuerdings mit Acryllack. Die Lacke werden mit Wasser verdünnt und dann gespritzt. Muß recht schnell gehen, da Acryllack sehr schnell die Spitze zusetzt. Es gibt zusätze die das verhindern taugen aber nichts Ich nehme als Wasser das von meinem Luftentfeuchter ist Desteliertes Wasser. Als Grundierung Spritze ich fast die Gleiche Farbe, nur etwas dünner. Gereinigt wird mit Wasser. Hilft Dir das


SabrinaMirijam


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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#3 von H0_WOLF ( gelöscht ) , 03.02.2014 21:07

Hallo Zu den Fragen

Muß es unbedingt Nitrolack sein?

Ja weil so wurde ich erzogen entweder mach ich was richtig oder gar nicht .
Weil wenn Märklin den Lack verwendet kommt für mich auch nur der in Frage ,Originalerhaltung am Modell wird das wohl genannt .

Wo willst Du Spritzen?

Es hängt davon ab ob der Lack gewisse Verarbeitungstemperaturen benötigt wenn ja , fällt wohl meine Halle 4m breit 4,5 hoch und 12 m lang momentan flach zum Lackieren , weil die ist unbeheizt in dem Fall würde wohl die Stil gelegte Werkstadt meines Vaters mal wieder herhalten müssen , die wär auch rein von der Luft m³ Zahl um einiges noch mal größer .

Hat Dein Kompressor einen Druckausgleichsbehälter ?

Zum Druckausgleichsbehälter kenn ich das eigentlich nur bis jetzt aus unserem Heizraum da hängen zwei Heizung/Solar , für was braucht das ein Kompressor oder meiner das hat glaube ich nicht aber ich kann noch mal in der Bedienungsanleitung genau nachschauen .

Danke für die Anregungen.

Gruß H0_WOLF


H0_WOLF

RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#4 von Helgasheimkeller , 03.02.2014 22:16

Hinter dem Kompressor der Motor der die Druckluft erzeugt oder bei Kühlschrankkomppessoren die absolut leise sind so das man Sie in Anlagen einsetzt die im Raum sind haben nach dem Erzeuger einen Kessel aus Stahl in dem die Luft gespeichert wird meistens bis 8 bar und über den Druckminderer Modelle mit Airbrusch spritzt man 2,3 bar Bei 5bar fängt der Kompressor wieder anzulaufen bis 8 Bar. Ich habe so einen Kühlschrankkompressor im Keller mit 25 Liter Kessel.


SabrinaMirijam


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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#5 von Lokpaint , 03.02.2014 22:30

Zitat von H0_WOLF

Ein Filter Schraubverschluss Atemschutzmaske ,mit mehreren neuen und noch versigelten Filtern und jeweils dem entsprechenden Zertifizierungen also Feinstaub, Rauch, Vieren .



Hallo

Feinstaub-, Rauch- und Virenfilter sind schön, aber nicht ausreichend. Die Maske soll unbedingt einen Filter für Organische Stoffe haben.
Übrigens ist das bei Wassergetragene Farben sogar noch wichtiger als bei Nitrolacke!
Wassergetragene Lacke sind im Verdacht krebserregend zu sein. Ausserden werden die (weil auf Wasserbasis) leichter in die Blutbahn aufgenommen.
Oh ja, auch Märklin lackiert neuerdings mit Wassergetragene Farbe.

Alte Farben lassen sich auf Metallgehäuse leicht mit Nitroverdünnung abwaschen. Aber unbedingt darauf achten das keine Kunststoffteile mehr verbaut sind. Diese lösen sich auf.

Weiters, nicht zu kleine Düse, am besten saugbecher und nicht allzuviel Luftdruck beim Spritzen.
Üben auf Blechdosen oder Glasflaschen, und du kannst es dir selber lernen.

bart


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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#6 von H0_WOLF ( gelöscht ) , 03.02.2014 22:59

Danke für deine Bedenken habe gerade noch mal nachgeschaut , selbst der Billigste der Filter hat schon die Klassifizierung für organische Gase.

http://www.conrad.de/ce/de/product/83177...t=detview1&rb=1

Aber keine sorge habe auch noch drei andere Filter Typen im Haus ,der oberen Preisklasse die haben auch noch nicht das Verwendungsdatum erreicht .
Da wir bei mir in der Firma den selben Atemschutz verwenden, komme ich natürlich mit Absprache meines Arbeitsgeber immer günstig an Ersatzfilter .

Wenn du dir so große Sorgen machst wegen Giftige Farben , gegen Argument schau mal bitte welche Lacke Märklin so Anfang um das 19 Jahrhundert noch verwendet hat und ich glaub keiner von ihren damaligen Kunden ist deswegen gestorben.

Grüße H0_WOLF


H0_WOLF

RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#7 von Reinerich , 04.02.2014 03:00

Hallo HO_Wolf,
hallo miteinander,

auch ich lackiere gelegentlich ältere Märklin-Modelle.
Kann momentan aber leider keine Fotos einstellen...
also versuche ich mal meine Vorgehensweise zu beschreiben.

Zunächst muss man sich überlegen was und wieviel man vorhat - und ob sich der finanzielle und zeitmäßige Aufwand überhaupt lohnt.
Um Loks oder Wagenkästen ganzflächig zu lackieren benötigt man eine Spritzpistole mit 0,4 - 0,5mm Düse.
Diese sollte Dichtungen haben, die Verdünnung, ggf. auch Aceton aushalten.
Ich benutze seit Jahren eine Fließbecher-Pistole (0,25 l) von Schneider. Gabs früher im Baumarkt für ca. DM 100.
Ist inzwischen aber deutlich teurer. Ein vergleichbares Modell gibts z.Zt. in Baumärkten für €40-50.
Hilfreich ist ein kleiner Wasserabscheider möglichst nah an der Spritzpistole.
Mit preiswerten Airbrush-Sets aus dem Hobby-Bereich wirst Du keine Freude haben.
Das Spritzbild ist mies und die Dinger sind ruck-zuck unbrauchbar, da sich die Dichtungen durch Nitro auflösen.

Als Kompressor werkelt bei mir ein alter Kühlschrankmotor mit ca. 3 Liter Drucktank.
Das ist leise und der Luftdruck und die Luftmenge reichen für diesen Zweck aus.

Eine alte Dunstabzugshaube in einer passend gebauten Holzkiste mit diversen Lampen dient als Spritzkabine.
Der Farbnebel bleibt in der Filterwatte hängen, die Abgase kann man per Abluftschlauch ableiten.
Einfache (Aquarien-) Schläuche reichen bei diesem niedrigen Spritzdruck für die Luftzufuhr aus.
Man sollte daher schon beim Kauf der Druckluft-Kupplungen auf entsrechend kleine Schlauchanschlüsse achten.
Eine gewisse Anzahl an Gläsern mit Schraubverschluss kann man rechtzeitig sammeln.

Zum Auffangen gebrauchter Verdünnung und zum Reinigen der Spritzpistole ist einiges an verschließbaren Behältern erforderlich. Ebenso ein Mülleimer mit möglichst dichtem Deckel.
Putzlappen, Küchentücher, Zeitungspapier in Griffnähe bereithalten.

Mit einer Schraubzwinge oder einem kleinen Schraubstock und stabilem Draht sollte man sich eine sichere Aufhängung für die Spritzpistole basteln. Man muss öfter ablegen als man denkt.
Es ist auch gut, wenn man zum Füllen der Pistole beide Hände frei hat.

Ebenso sind diverse Halter, Klemmen, Drähte und Bindedrähte, Schaschlikspieße, Eispinnchen sehr hilfreich.
Halter braucht man für das Lackierobjekt. Holzpinnchen zum Umrühren.
Es ist sinnvoll sich vorher zu überlegen, wo und wie man sein teilweise frisch lackiertes Teil ablegen oder aufhängen kann.

Die Raumtemperatur sollte ca 20 Grad sein. In einer Spritzbox reichen da ein paar Halogenstrahler.
Gutes Licht ist sehr wichtig beim Lackieren.

In dem Raum, in dem man lackieren möchte sollte man k e i n e s f a l l s mit Silikonspray, Silikonöl, Cockpitspray, Hammerschlagfarbe oder anderen Silikonhaltigen Produkten gesprüht haben.
Das gibt böse Krater im Lack!!!

Nun zur Praxis-
die Lok (oder Waggon) zerlegen
Puffer raus, Scheiben raus, Lichtleiter raus, Griffstangen und Kesselstangen etc. vorsichtig abbauen, bei Elloks den Dachgarten samt Isolatoren entfernen. Bei den Isolatoren u.U. von innen vorsichtig mit Lötspitze anwärmen.

Dann braucht man ein großes Gurken- oder Bockwurstglas wo das ganze Gehäuse reinpasst.
Zum Entlacken nimmt man am Besten auch Nitro-Verdünnung oder Aceton. Auffüllen und Deckel drauf!
Die meisten Märklin-loks verlieren nach kurzer Zeit ihre Farbe. Etwas nachpinseln hilft auch.
Manche aus den späten 60er-Jahren aber auch nicht. Da muss Tante M. wohl mal mit anderen Lacken experimentiert haben. Diese Erfahrung habe nicht nur ich gemacht.
Meistens muss man das Gehäuse noch mit Pinsel oder einer alten Zahnbürste sauberwaschen.
Das ganze ist eine stinkige Sauarbeit und sollte unter freiem Himmel gemacht werden.
Blechwaggons sind Lithographiert. Wenn Verdünnung nicht hilft, muss man zum Entlacken andere Mittel verwenden.

Wenn man nun ein blankes Gehäuse vor sich hat kann man mit der Vorbereitung zum Lackieren beginnen.
Man kann ganz fein Sandstrahlen, ist aber nicht unbedingt nötig.
Nötig aber ist >entfetten<. Mit Waschbenzin, Aceton oder Nitro.
Danach möglichst nicht mehr anfassen. Also vorher irgendwie Halterungen anbringen und für eine Ablage oder Aufhängung sorgen.

Manchmal muss man Macken im Gehäuse ausbessern. Dafür ist 2-Komponenten Feinspachtel geeignet.
Dann muss aber auch fein geschliffen werden. (nass)
Leichte Macken kann man manchmal auch wegschleifen. Schwieriger ist es an Zierleisten, Treppen oder Umläufen zu reparieren. Aber das ist ein ganz anderes Kapitel,
Dann ggf. nochmal entfetten.
Eine Grundierung ist bei der Verwendung von Nitro-Lacken nicht nötig.
Der Lack haftet gut auf Metall, Holz und vielen anderen Materialien.
Kunststoffgehäuse können kritisch sein, wie einige ältere Märklin Modelle zeigen.
Meiner Ansicht nach hat man da versäumt das Trennmittel abzuwaschen oder zu entfetten.
Es gibt ja auch Serien, bei denen dieser Lackfehler nicht auftritt.
Kunststoffgehäuse die ich lackiert habe sind seit 20 Jahren ohne Mängel.

Nun kann man den Lack aufrühren oder schütteln und in ein kleines, sauberes, Gläschen (Marmelade, Kaviar, Oliven) abfüllen und verdünnen. Etwas ausprobieren schadet da nicht.
Die Farbe soll ja gut fließen und keine "Orangenhaut" auf der Fläche bilden.
Ich bevorzuge möglichst gute Nitroverdünnung. Die gibts im Farbengroßhandel.
Universalverdünnung ist eher was zu Pinsel- (Pistole) reinigen.

Inzwischen ist der Kompressor voll und wenn die Spritzpistole nun gefüllt ist kann man auf einem Stück Blech mal probespritzen. Zunächst dreht man die Düsennadel ganz zu oder auf Minimum. Dann gibt man Luft und dreht etwas auf.
Wenn alles stimmt bekommt man einen Punkt auf dem Blech. Dreht man die Düse weiter auf, wird der Punkt größer. Für Modelle reicht ein Punkt zwischen 2 u 4cm. Der erste Spritzgang sollte mehr "nebeln" sein. Lackiert man sofort deckend besteht die Gefahr, dass man Läufer bekommt. Nun kann man versuchen eine Fläche zu spritzen und etwas zu üben.
Wenn das Verhältnis zwischen Luft- und Farbmenge stimmt gelingt das meistens schnell.

Lokgehäuse lackiere ich zuerst von innen.
Die schlecht zugänglichen Stellen wie Rauchkammer, Führerhausfenster und sonstige Ecken zuerst.
Man kann sich Zeit lassen. Etwas antrocknen lassen, nochmal genau nachschauen und in Ruhe weiterspritzen. Die Unterkante oder bei Dampsloks den Umlauf samt Kante spritze ich als nächstes.
Dann lasse ich wiederum antrocknen.
Danach drehe ich das Gehäuse um und beginne wieder mit den kritischen Ecken.
Dampflok:
Fensterrahmen, Dachkante und Führerhaus hinten, Schürze vorne, Treppen etc., Übergang von Umlauf zum Kessel,
Führerhaus Vorderwand und Stauschuten, Kamin und Dome von hinten, Rauchkammertür von vorne usw.
Trockenpause - dann entgegengesetzt wie oben.
Trockenpause - Sichtkontrolle, evtl nachbessern und dann 1-3 Spritzgänge Endlackierung.
Wegen der Trockenpausen ist es natürlich sinnvoll, mehrere Modelle in einer Sitzung zu lackeiren
Es ist immer wichtig zuerst die schwer zugänglichen Stellen zu spritzen!
Wenn man das hinterher macht kommt zuviel Farbe auf die Flächen, die dann ja schon lackiert sind!!!
Die Dicke der Original-Farbschicht sieht man ja an den Macken der alten Modelle.
Modelle aus den 50ern sind ziemlich dick lackiert, bei manchen Dampfloks aus den 60ern ist im Übergang zwischen Umlauf und Kessel kaum Farbe.
Ich bevorzuge einen eher "fetten" Seidenglanz.

Bei mehrfarbigen Loks muss man zunächst die Grundfarbe lackieren. Bei einer V200 ist das bekanntlich rot.
Dann ganz lange trocknen lassen. Am besten mehrere Tage, damit der Lack gut durchhärtet.
Sonst zieht man sich mit dem Abdeckband den frischen Lack wieder ab.
Neben allen anderen Produkten wie Maskierfilm und flüssigem Maskierlack eignet sich fein geripptes Malerkrepp zum Abkleben.
Ich nehme jetzt wieder meine V200 und klebe von den Zierleisten (einschließlich) nach unten ab.
Dann werden Dach mitsamt den V-Ausschnitten und die Schürze dunkelgrau gespritzt.
Nach der nötigen Trockenzeit wird das Klebeband vorsichtig abgezogen und das Gehäuse wieder länger weggelegt.
Sinngemäß wird dann anschließend das Dach in Silber lackiert.
Silber ist sehr mühsam aus der Pistole auszuwaschen.
Ich lackiere Silber nur in einer extra Sitzung. Wenn man die Pistole nicht sorgfältig reinigt, hat man hinterher Metallic-Farben...
Abschließend bringt man mit einem kleinen Pinsel die Zierlinien auf. (Anderes Kapitel)
Etwas mühsam ist es bei Elloks mit den Lüftergittern. Aber Versuch mach kluuch...

Die Vorteile von Nitro-Lackierungen sehe ich in der kurzen Trockenzeit, im gutmütigen Verlauf der Farbe und in der problemlosen Möglichkeit Macken auszubessern.
Und - das Flair alter Märklin-Loks bekommt man meiner Meinung nach nur mit der Originalfarbe hin.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein -
außer:
Pistole in das Glas mit verdünnter Farbe ausleeren-
etwas Verdünnung in die Pistole-
Auspinseln, schütteln und wieder den Rest ins Glas-
Wieder etwas Verdünner in die Pistole und in ein geeignetes Gefäß ausspritzen-
Pistole zerlegen und alle Kleintiele in einem Glas mit Verdünnung mit Pinsel abwaschen-
Dann die Kleinteile in ein weiteres Glas zum trocknen legen-
Alle Behälter gut verschließen!!!

Ich möchte hier jetzt bitte keine Diskussion über Umwelt- und Gesundheitsgefahren lostreten.
Für Modelle verbraucht man nur verschwindend geringe Mengen.
Jeder der seine Autofelgen, Gitarren oder Antikmöbel lackiert verbraucht ein Vielfaches.

Selbstverständlich sind alle Verbrauchsmaterialien einschl. Putzlappen, Abdeckpapier etc. fachgerecht zu entsorgen.
Es bleibt auch gesundheitsschädlich - auch wenn wir keine 8 Stunden täglich lackieren.
Für den entsprechenden Arbeitsschutz hat jeder selbst Sorge zu tragen.

Ich hoffe mein Beitrag kann einige Fragen beantworten.
Wenn interesse besteht schreibe ich gerne weitere Beiträge über Farbtöne, Räder und Kleinteile lackieren usw.

Sobald mein alter Rechner wieder läuft kommen auch Fotos.
Aber mein Tag hat auch nur 24 Stunden...

Gruß

Reiner


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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#8 von H0_WOLF ( gelöscht ) , 04.02.2014 11:08

Hallo Danke für die Ausführliche Beschreibung .

Als Lackierkabine habe ich eigentlich geplant Teile meiner alten Küche zu verwenden .

Als Unterbau den Schrank samt Backofen ( das ich den gegebenen falls auch als Brennofen oder Trockenkabine verwenden kann ) auf dem Backofen also Oberkante Unterschrank keinen E- Herd mehr, sondern an stad des Herdes ein Teil der alten Arbeitsplatte.

Dann in der Höhe ab Oberkante Arbeitsplatte von 40cm – 60cm muss ich noch rausfinden was da das Ideale Arbeitsmaß ist die Abzugshaube des Herdes darüber hängen .

Den Abstand zwischen Abzugshaube und Arbeitsplatte ringsum mit OSB oder Verlegeplatten als U Form auskleiden .
Dann als Dampfschutz und auch zum Versigeln der Kanten und Spalten eine Folie auf die Seitenplatten Befestigen, so wenn der innen Abstand es noch zulässt , ich muss ja jeder Zeit an die Beleuchtung und Filter der Abzugshaube zum wechseln kommen.
Zusätzlich mit Rigipsplatten innen auskleiden weil durch Hausbau sind beide Sorten noch da grau / grün für Trocken- und Feuchträume.

An Stelle eines gewöhnlichen Haushaltsfilters würde ich einen speziellen Filter dafür natürlich nehmen.

Einzige was ein Problem werden könnte den alten Backofen ohne Herdplatten zu betreiben da muss ich mich erst mal bei einem Elektriker erkundigen ob man da noch was machen kann mit um klemmen oder was auch immer.

Gruß H0_WOLF


H0_WOLF

RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#9 von Reinerich , 04.02.2014 13:54

Hallo HO_Wolf,

den Backofen brauchst Du nicht.
Nitrolack ist in 10 min. staubtrocken.
Erhitzen würde ich Gußgehäuse auch nicht. >siehe "Zinkpest" oder "interkristalline Korrosion"<
Kunststoffgehäuse verlieren durch Erhitzen nur den Weichmacher, werden spröde oder verformen sich.

Dein "Spritzkasten" braucht auch nicht unbedingt dicht sein.
Der Lüfter saugt sowieso alles ab. Den Lüfter baut man am Besten an der Rückseite ein. Dann rieselt nichts von oben herunter.
Folien im Innern taugen auch nichts. Da rieseln nur Farbreste ab.
Rundherum weiße Spanplatte ist nach meiner Erfahrung das Beste.
Kann man gut reinigen und reflektiert das Licht gut.
Baue so leicht wie möglich, dann bist Du mit Deiner Kiste nicht ortsgebunden.
Wichtig ist eine vernünftige Arbeitsfläche zum Farbe anrühren und zum Ablegen der neu lackierten Teile.

Gruß

Reiner


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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#10 von Helgasheimkeller , 04.02.2014 14:10

Deine Idee mit einer Abzugshaube bzw. Lüfter bringt mich auf die Idee einen alten Staubsauger in meine Spritzkabine hinten anzuschließen der macht in dem Augenblick Lärm aber er saugt auch die überflüssigen Spritznebel ein Vor die öffnung einen Staubfilter den man anschließend entsorgt.


SabrinaMirijam


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RE: Was gibt es alles zu beachten mit Märklin Nitrolack ?

#11 von H0_WOLF ( gelöscht ) , 04.02.2014 17:10

Hallo das ist richtig was du sagst , aber ich habe ja auch nicht vor die Modelle bei 200 Grad Celsius zu Backen sondern den Backofen wenn es kalt ist wie es im Winter als der Fall ist so auf 50 Grad hoch heizen ausmachen abkühlen lassen bis er sagen wir mal 30 Grad Celsius erreicht hat und dann das Modell in den Ofen reinschieben.

Das ganze kann man mit speziellen Backofenthermometer kontrollieren, so wenn die Temperatur im Ofen unter sagen wir mal 20 Grad fallen würde einfach den Ofen kurz wider einschalten und anheizen und natürlich auch wider aus machen.

Und im Sommer den kalten Ofen nutzen als Staubschutz ,Fliegenschutz was weis ich noch das die Modelle darin in ruhe trocknen können.

Und dein Argument mit dem herunter rieseln:

Ich stell mir das so vor so Lange die Abzugshaube an ist folgen die kleine Teile dem Luftstrom .

Das würde auch mein vorhaben erklären warum ich die Kabine so gut wie möglich Luft dicht machen will vorne wo ich stehe Lufteinlas damit so wenige wie mögliche Partikel nicht wider zu mir zurückkommen sondern nach oben von mir weg gezogen werden Luftauslas .

Und wenn ich fertig bin mit Spritzen Abzugshaube aus und warten bis sich alles gesetzt hat und sauber machen.

Ob es so geht weiß ich noch nicht ist alles nur mal Theoretisch und noch nicht Praxis erprobt


Gruß H0_WOLF


H0_WOLF

   


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