#1 von
wagensammler6172
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gelöscht
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, 12.06.2014 14:01
Hallo,
Ich habe in einem Konvolut diesen zweiteiligen Roco Schienenbus erhalten. Leider ohne jegliche Anleitungen oder ähnliches.
Nach dem Öffnen fand ich dieses "Innenleben" und war erstaunt und ratlos zugleich:
Meine Fragen sind nun, was für ein Modell es ist und besonders, um welchen Decoder es sich handelt (Hersteller, Bezeichnung). Wichtig für mich ist dabei auch, ob der Decoder multiprotokollfähig ist oder nur DCC versteht. Ich bin nämlich AC-Digitalbahner und würde am liebsten einfach einen Schleifer drunter setzen und die Verdrahtung an der Schnittstelle ändern (das habe ich alles schon oft bei diversen Herstellern gemacht und oft auch erheblich kompliziertere Umbauten alter DC-Fahrzeuge-es wäre also kein Problem für mich) und ihn dann fahren lassen können. Denn das Modell ist einfach sehr schön und scheint ja auch noch Sound zu haben.
Falls dies nicht geht, sind die Informationen natürlich auch wichtig um zu entscheiden, ob ich den Schienenbus dann trotzdem umbaue und den Decoder ersetze oder besser das Modell so wie es ist verkaufe, da es so original und zum Verbasteln zu schade ist. Dies wäre aber nur die allerletzte Option für mich. Die Frage hier ist also auch, ob der Zug so ab Werk ausgerüstet verkauft wurde oder ob der Sounddecoder später zugerüstet worden ist.
Wenn ich erst einmal den Hersteller und die Bezeichnung des Decoders kenne, ist es ja auf den Seiten der einschlägigen Hersteller kein Problem, sich eine Anleitung herunterzuladen und sich einzulesen. "Ohne alles" wie hier steht man aber leider sehr schnell "auf dem Schlauch" (wie ich jetzt gerade).
Für Hinweise und Informationen bin ich also sehr dankbar
Das ist eine uralte ESU Loksound. Ich denke er fährt ohne Probleme auf sowohl hermmliches Wechselstrom als Motorola. Der Artikelnummer der Triebwagen war damals 69026.
für 2-Leiter-Gleichstrom hieß der Zug 63026, und hier ist das Ersatzteilblatt, aus dem Du auch ersiehst, welche Teile an der Wechselstromversion anders sind:
Auf jeden Fall wirst Du bei einem Umbau die anderen Bodenteile brauchen, um den Mittelschleifer befestigt zu bekommen. Der Umbau wird also nicht ganz einfach. Die Radsätze gehören dann auf 14,00 mm zusammengedrückt oder auch gegen die für Wechselstrom ausgetauscht.
#6 von
wagensammler6172
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, 12.06.2014 21:52
Hallo,
Danke für die Informationen und Links. Genau da ist, was ich hier brauche. Es freut mich natürlich, dass der Decoder auch meine Märklin 6021 mit dem Motorola-Format versteht.
Für einige von euch mag das Teil "uralt" sein. Für mich ist es eher neu. Sonst befasse ich mich meist mit alter Moba (auch analog mit M-Gleis) und schreibe daher auch schwerpunktmässig im entsprechenden Forum.
Hier bin ich immer dann aktiv, wenn ich weiß, dass mir dort keiner oder kaum jemand helfen kann.
Für meine kleinen Fahrgäste ist das Modell ein großer Fortschritt. Bislang fahren sie mit digitalisierten Märklin 3016 + 4018 VT 95 und uralten umgebauten VT 137 DR aus DDR-Produktion.
Und Robert, so schwer wird der Umbau nicht. Unter dem Beiwagen ist Platz ohne Ende für den Schleifer. Dank Kuppelstange kann ich ihn ohnehin im Betrieb nicht abkuppeln. Außerdem benötige ich wahrscheinlich für den AC Umbau Kabel zum Beiwagen, da ja auch dort das Licht gehen muss und aktuell keinerlei elektrische Verbindung besteht. Den Achstand verändere ich nur, wenn der Zug auf meiner Bahn entgleist. Meist geht es ohne Anpassung, was einen späteren Rückbau und Verkauf im Falle des Falles auch erleichtert.
Wenn ich jetzt mit dem Teile bestellen anfange, lohnt sich das ganze Basteln schnell nicht mehr.
noch etwas zur elektrischen Verbindung der beiden Wagen: falls Du hier keine feste Verkabelung machen möchtest (schließlich fuhren die VT auch alleine), bieten sich solche Miniatur-Steckverbindungen an:
#9 von
wagensammler6172
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, 14.06.2014 14:23
Hallo,
Ich habe mich heute mal mit dem Modell beschäftigt und es umgebaut. Und tatsächlich, der Schienenbus läuft. Und das auch wirklich gut.
Leider habe ich so unter dem Motorwagen keinen Platz für den Schleifer gefunden. Dafür bräuchte ich die AC Bodenplatte mit Roco Flüsterschleifer (Märklin Schleifer bauen höher auf). Bei Gelegenheit werde ich mal nach der Verfügbarkeit der Teile sehen.
Erst einmal sitzt der Schleifer jetzt unter dem Beiwagen (Nein, es ist leider kein Steuerwagen). Dort gibt es keine Probleme und ich konnte so auch gleich die Beleuchtung anschließen.
Die Radsatzinnenmaße sind hier gar kein Problem. Der Zug entgleist nicht und schafft sogar eine in einer Steigung eingebaute Märklin K-Bogenweiche der 1. Generation auf Abzweig zu befahren, und das mit dem Beiwagen vorraus. Das ist nicht selbstverständlich, selbst für heutige AC Fahrzeuge nicht. Der Hinweis auf die CV64 war hier auch nicht erforderlich. Mit der 6021 geht die Adresseinstellung problemlos über CV1. Die bei der AC Version angebrachten Haftreifen dienen hier wohl auch eher der Beruhigung kaufinteressierter AC-Bahner, die das so gewohnt sind als der Betriebsicherheit. Meine Steigung (ca. 10 cm auf 1,5 m Strecke, was ich steil genug finde), schafft der Zug mit Beiwagen und Schleifer jedenfalls ohne Probleme. Würde ich jetzt noch 5 Güterwagen anhängen, ginge es ohne Haftreifen zwar wohl nicht mehr...aber dass möchte ich gar nicht.
Die Anleitung habe ich mir auch heruntergeladen.
Und nun ja, der Sound. Er läuft und hört sich auch toll an, so lange der Schienenbus nicht fährt. Während der Fahrt würde ich eher sagen naja, aber er ist ja auch schon gut 10 Jahre alt.
Im Großen und Ganzen bin ich also sehr zufrieden und bedanke mich nochmal für die sehr hilfreichen Hinweise hier. Wenn ich noch Fragen zum Modell habe, werde ich sie hier in nächster Zeit stellen.
Hallo, gibt es zum Roco 69026 VT98 einen zusätzlichen Beiwagen? Und wenn ja, welche Artikelnummer hat dieser? PS: Im Internet habe ich verschiedene Beiwagen gefunden, aber keinen Hinweis, dass dieser dann für den 69026 passt. Grüße Manne
ich habe einen 3-teiligen Roco VT 98 - der Beiwagen bzw Mittelwagen wurde meiner Erinnerung nach immer als separates Fahrzeug angeboten. Wenn du einen findest, so achte in erster Linie darauf, dass du den mit der gleichen Epoche wie bei deinem VT/VS erwischst. Am einfachsten daran zu erkennen, ob die Betriebnummer 998xxx an der Seite mittig unter dem DB-Logo ist (Epoche IV) oder die Beschriftung noch am linken oberen Ende zwischen den Fenstern ist (Epoche III)