RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#1 von Elokfahrer160 , 22.06.2014 11:04

Hallo,

ich habe aus einem Nachlass 3 HAG Lokomotiven bekommen, alle so ca. 20 Jahre alt und in analog. Wechselstromausführung
ich überlege mir nun , diese nachträglich mit ESU Decodern auszustatten, es sind im einzelnenen folgende Loks:

a) HAG Lok Ae 4/4 II der BLS Betr.Nr. 252, alte Nr. 240 ( neue Hag Nr. ähnlich 18041 ) , Motor Nr. INCA 16.8202.00
b) HAG Lok Re 4/4 II der BLS Betr.Nr. 261, alte Nr. 180 ( neue Hag Nr. ähnlich 18019 ) Motor Nr. INCA 16.8202.00
c) HAG Lok Ae 6/6 der SBB , Modell Winterthur, alte HAG Nr. 094, Motor hat leider keine Nr. mehr

Wie kann ich nun diese alten Loks digitalisieren für das Märklin WS Digitalsystem ( ich fahre C Gleis mit 2 x MS 2 )
und was muss ich dabei beachten ( Motorschild wechseln ? ) und bekommt man bei HAG noch Umbauteile für solch
alte Loks ?

Wer hat hier eine Rat für mich ? Evtl. wäre auch die Angabe einer guten Bezugsquelle für Ersatzteile für mich wichtig ?

Euer ELokfahrer 160


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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#2 von Alfred R ( gelöscht ) , 22.06.2014 11:19

Moin,

für die verschiedenen Motoren und deren Digitalisierung (mit Angaben der benötigten Teile, hier ein Link zu den FAQs von HAG. Schau unter Motorvarienten.
Die alten Ersatzteile (von 1954-198 bekommst Du z.B. hier http://www.buco-hag-maerklin-ersatzteile.ch/ (den Link findet man auf der HAG-HP unter den Links in "Downloads"; dort findest Du auch Links zu weiteren "Servicepartnern" von HAG, die u.a. Ersatzteile anbieten).


Alfred R

RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#3 von Sabello , 22.06.2014 14:00

Hallo Elokfahrer160

Die Digitalisierung älterer HAG-Loks ist kein grosses Problem - im Prinzip kannst du dich fast immer an dieser Anleitung von Rainer Lüssi orientieren:

http://www.stayathome.ch/HAG_Re44se.htm

Im Wesentlichen brauchst du einen Permanentmagneten anstelle des alten Feldmagneten (mit den gewickelten Kupferdrähten) und einen Decoder anstelle des eingebauten Umschaltrelais. In Deutschland bekommst du HAG-Ersatzteile hier: http://www.sms-neviges.de/

Eine Umbauanleitung für deine BLS-Lok Ae 4/4 II Nr. 261 findest du auch hier:

http://home.kpn.nl/grisnigtra/bahnland/hag180.html

Nur ein kleines Detail am Rande: Deine Modelle scheinen wohl in den falschen Schachteln gelandet zu sein, denn irgendwie stimmen die von dir genannten Nummern/Bezeichnungen der beiden zuerst genannten Loks nicht so ganz:

a) Die HAG-Lok der BLS mit der Betr.-Nr. 252 ist eine Ae 4/4 und trug die alte Katalognummer 182 (neue Hag Nr. ist 18 031)
b) Die HAG-Lok der BLS mit der Betr.-Nr. 261 war eine Ae 4/4 II und trug die alte Katalognummer Nr. 180 (neue Hag Nr. ähnlich 18 019 )


Gruss aus der Schweiz, Stefan


 
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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#4 von Elokfahrer160 , 22.06.2014 19:47

Hallo Alfred und hallon Stefan,

danke für die raschen und kompetenten Antworten, ich werde mir nun diese Woche die 3 Magnete bestellen, habe sogar
noch eine NEM Kupplung für diese HAG Loks entdeckt.

Zu Stefan Hinweis, ja diese alten Loks waren in Original HAG Schachteln, die aber mit mehreren Nummern überklebt
waren ( warum ?? ) nach dem Entfernen herrscht nun auch bei mir Klarheit, die Lok a) ist eine Ae 4/4 mit Nr. 252
und sie hat die alte HAG Nr. 182 und die Lok b) is eine BLS Re 4/4 und die hat die alte HAG Nummer 180, die grüne
Ae 6/6 lag wohl noch in der richtigen Schachtel.

Hab zum Schluss noch eine " Fachfrage " an die HAG Experten:

Sind in diesen alten Loks auch bei HAG Motoren über einen sehr langen Zeitraum als 3-Poler verbaut worden ??

Danke nochmals für die schnelle Hilfe

Euer Elokfahrer 160


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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#5 von Alfred R ( gelöscht ) , 22.06.2014 19:59

Moin,

ja, nach meiner Informationslage sind in HAG-Loks immer 3Poler verbaut, aber (zumindest in den Modellen von vor der Insolvenz 2012) sehr gute 3Poler (das ist glaube ich allgemein anerkannt im Gegensatz zum Märklin-3Poler) mit Kugellager.


Alfred R

RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#6 von H0! , 22.06.2014 20:14

Zitat von Elokfahrer160
Sind in diesen alten Loks auch bei HAG Motoren über einen sehr langen Zeitraum als 3-Poler verbaut worden??

Ich verstehe die Frage nicht.

HAG verbaut bis heute m. W. nur Dreipoler.
Schweizer Präzisionsmotoren, die sich nicht hinter einfachen Fünfpolern verstecken müssen.


Viele Grüße
Thomas


 
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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#7 von Sabello , 22.06.2014 20:53

Ich schliesse mich Alfred und Thomas mit Überzeugung an.

Irgendwie scheint "Dreipoler" im Stummi-Forum ein Dauer-Schimpfwort (geworden...?) zu sein. Das finde ich in diesem Zusammenhang irgendwie schade, denn man mag von HAG-Erzeugnissen (insbesondere von den aktuellen ) halten, was man will, aber das Antriebskonzept als Ganzes kann nach wie vor überzeugen. Einen Motor anhand eines einzigen Konstruktionsmerkmals zu beurteilen bzw. sogar zu verdammen, halte ich für etwas beschränkt.

Mit einer mechanischen Präzisionsuhr kann man weder das Garagentor öffnen noch die Mikrowelle einschalten oder Satelliten-TV empfangen - ist sie deswegen "schlecht"? Und eine alte Leica dient ebenfalls nur zum Fotografieren - also gleich fortschmeissen?


Gruss aus der Schweiz, Stefan


 
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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#8 von Elokfahrer160 , 23.06.2014 16:46

Hallo Thomas und hallo Stefan,

bitte bloss keine neue Diskussion genereller Art um den 5 Poler, mir ist auch die Mätrix Diskussion bekannt.
Der Hintergrund meiner HAG 3 Poler Frage ist schnell geklärt:

Ich investiere jetzt in den Digitalumbau der 3 HAG Loks ca. 240.-- Euro (Decoder ESU, Magnete, KuKuppl.)
da lag mir die Frage auf der Zunge " gibt es bei HAG ausser dem 3 Poler auch einen Umbausatz mit einem
5 pol. Anker , ich wusste es einfach nicht. Hätte vielleicht mein " Investbudget" nach oben korrigiert.

Nun weiss ich es ja, es gibt ihn bei HAG nicht, die Magnete und die Kurzkuppl. wurden bestellt. Nach dem
Reinigen der 3 Loks mit Motor, Getriebe und den Rädern laufen diese 3 HAG Loks wunderbar seidenweich
und leise und ich bin gespannt, was mit dem Decoder dann noch " rauszukitzeln " ist. Danke für die vielen
guten Tips.

Euer Elokfahrer160


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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#9 von Martin Lutz , 26.06.2014 15:25

Zitat von Sabello
Ich schliesse mich Alfred und Thomas mit Überzeugung an.

Irgendwie scheint "Dreipoler" im Stummi-Forum ein Dauer-Schimpfwort (geworden...?) zu sein. Das finde ich in diesem Zusammenhang irgendwie schade, denn man mag von HAG-Erzeugnissen (insbesondere von den aktuellen ) halten, was man will, aber das Antriebskonzept als Ganzes kann nach wie vor überzeugen. Einen Motor anhand eines einzigen Konstruktionsmerkmals zu beurteilen bzw. sogar zu verdammen, halte ich für etwas beschränkt.


Würde man einen 5 Pol Motor mit einem 3 Pol Motor mit gleicher Bauqualität und gleichartiger Konstruktion vergleichen käme der 5-Poler als klarer Sieger hervor. Sowohl in Laufruhe als auch in der Effizienz (Drehmoment, Wirkungsgrad). Entscheidend ist aber die Bauqualität. Da mag HAG gegenüber Märklin die Nase (noch) vorne haben. Wobei auch die Bauqualität (Präzision, Toleranzen) des Getriebes einiges zu sagen hat.

Mal sehen, wie sich das entwickelt. Wenn ich die Beiträge im HAG Forum so lese (über die neueste Coop-Re460) kommen bei mir Zweifel auf. Da wird bereits reklamiert, dass die neuen Modelle bereits an Geräuschpegel zunehmen, was eindeutig auf geringer werdende Bauqualität bei HAG hinweist.

Eins ist klar und hoffentlich unbestritten. Ein Märklin 5-Poler läuft um Welten besser als ein Märklin 3-Poler. Das wäre bei HAG sicher auch so, wenn HAG einen eben so guten 5-Poler hätte wie ihr 3-Poler.


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RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#10 von Alfred R ( gelöscht ) , 26.06.2014 15:33

Moin,

wenn aber der HAG-3Poler super läuft, was wäre dann die Steigerung?
Will sagen, möglicherweise würde es auch bei einem genauso qualtitativen 5Poler nicht besser als super werden.
Es kann ja mal jemand einen Erfahrungsbericht zu einer HAG-Lok ins Forum stellen, dann kann man sich über den 3Poler informieren.


Alfred R

RE: nachträgl. Digitalisieren von HAG Lokomotiven

#11 von blacknight , 04.01.2015 14:33

Zitat von Martin Lutz
....Wenn ich die Beiträge im HAG Forum so lese (über die neueste Coop-Re460) kommen bei mir Zweifel auf. Da wird bereits reklamiert, dass die neuen Modelle bereits an Geräuschpegel zunehmen....


Der erhöhte Geräuschpegel bei den Re460ern aus Stanser Auslieferung stammt eindeutig von der - meines Erachtens - überdimensionierten Beleuchtungsplatine. Weil diese a.) eine viel zu hohe Materialdicke aufweist; b.) ohne flexiblen Unterbruch von links nach rechts durch das ganze Gehäuse verläuft.
Folgedessen so eine starre, geräuschübertragende Verbindung zwischen Lokunter- und Gehäuseoberteil bildet. Sich der eingeschlossene Hohlraum deshalb wie ein Resonanzkörper verhält.

Ansonsten wurden bisher keine konstruktiven Änderung vorgenommen.


...Leider viel zuwenig Zeit für das Hobby, deshalb nur "Teppichbahner"...


 
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