Hallo liebe Freunde, nachdem ich schon ein paar wenige Male das Rad neu erfunden habe , stelle ich heute zuerst meine Frage an Euch Tüftler: Ich habe einige HO-Dampfloks (Märkl), mit eingebauten Dampferzeuger. Nun ist es ziemlich lästig, die Loks jeweils nach einer Runde (ca 30m) neu mit Dampföl "aufzutanken". Außerdem gelingt es mir immer wieder, den Tank zu überfüllen; ist ne ziemliche Sauerei dann. Ich möchte deshalb das Befüllen irgendwo bei einem Halt auf der Strecke automatisch erledigen lassen. Hat jemand von Euch so etwas schon erfunden und gebaut? Es grüßt aus dem Odenwald: Jürgen
Bereits in den 1960ern gab es das SEUTHE-Stellwerk, das in mehreren Ausführungen (mechanisch oder elektromagnetisch) angeboten wurde. Fuhr die Lok unter das Stellwerk konnte sie durch manuelle (durch die Lok) oder elektrische Auslösung befüllt werden.
Das manuelle Befüllen der Raucherzeuger geschieht am besten mit einer kleine Spritze, wie sie z.B. Seuthe bei seinen Raucherzeugern mitliefert. Eine Spritze mit Kanüle verhindert auch weitestgehend Luftblasen beim Einfülllen. Es sollte genau die erforderliche Menge (etwa 0,15ml, abhängig von der produktvariante) laut Anleitung eingefüllt werden, siehe: http://www.seuthe-dampf.de/start.htm?pro...-destillate.htm Die Märklin Raucherzeuger sind baugleich.
Ein automatisches Gerät wurde bereits erwähnt - das gibt es nicht mehr ab Werk, auch nichts ähnliches. Angeboten werden diese Stellwerke gelegentlich, eher selten auf Börsen oder Internetauktionen.
Gruß klein.uhu
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
Hallo Dölerich Hirnfiedler! Das ist ja fast schon die Lösung meines Problems. Vielleicht weiß ein anderes Forumsmitglied oder du selbst, wie man an weitere Infos für die Technik im Inneren des Stellwerkes herankommt.??? Gruß Jürgen
Zitat von HobbybastlerHallo Dölerich Hirnfiedler! Das ist ja fast schon die Lösung meines Problems. Vielleicht weiß ein anderes Forumsmitglied oder du selbst, wie man an weitere Infos für die Technik im Inneren des Stellwerkes herankommt.??? Gruß Jürgen
Warum in die Ferne schweifen, wenn die Info liegt vielleicht so nah:
Hallo zusammen! Zunächst herzlichen Dank für Eure Antworten. Fasziniert bin ich von dem "Patentanhang". Diese darin beschriebene Konstruktion und ihre Tücken sowie das neugierige Zerlegen eines defekten Canon IP400 Druckers hat mich auf eine Idee gebracht. Ich will sie erst mal ausprobieren und einen Prototypen herstellen. Vielleicht funktioniert meine Idee; das wäre ein bombastischer Erfolg. Will in etwa einer Woche einen ersten Bericht darüber posten. Bis dahin : Jürgen
sodetla! Hatte ja versprochen mich zu melden. Meine gedachte Problemlösung habe ichim Versuchsaufbau 1 in ein Modell umgesetzt und leider ist es gescheitert. Möglicherweise habe ich falsche Materialien verwendet: Versuchsaufbau 1: ein Stück 15-er Kupferrohr, ca 4 cm lang. An beiden Enden ein Kugellager eingepresst. Im Kupferrohr zwischen den beiden Lagern liegt -wie eine Garnspule gefräst- ein Alukörper. Darauf befinden sich im 120 Grad Abstand drei Wellen (3mm Durchmesser). Auf jede der Wellen ist drehbar gelagert ein Röhrchen aufgebracht. Der Alukörper ist durch eine Achse mit den Kugellagern verbunden. Dreht man an der Achse, so dreht sich der Alukörper, wobei die drei Röhrchen gewissermaßen an der Innenwand des Kupferrohres entlangstreichen (Den Abstand habe ich mit 1,5 mm bemessen). Das Kupferrohr habe ich an einer Stelle mit zwei Öffnungen versehen, in welche ich aus dem Flugmodellbau einen Treibstoffschlauch hineingeführt/herausgeführt habe. Der plattgedrückte Schlauch ist etwas weniger als 1,5mm dick. Mein Gedanke war nun: streichen die drei sich drehenden Röhrchen den Schlauch jeweils glatt, dann müsste eine im Schlauch befindliche Flüssigkeit herausgedrückt werden. Das einzige was sich aber herausgedrückt hat, war nach einiger Zeit der Schlauch selbst. Vermutlich ist der Schlauch zu hart oder der Abstand der Röhrchen zur Kupferrohrinnenwand mit 1,5mm zu knapp bemessen. Es geht nicht. der Frust war groß . Als zweite Lösungsvariante verfolge ich jetzt: Versuchsaufbau 2: Am Kanülenausgang einer Injektionsspritze (1 ml) ist über ein 3cm Schlauchstück ein Dreiwegverteiler angebracht. Von Ausgang 1 dort gehts über ein kurzes Schlauchstück über ein Rückschlagventil (Flugmodellbau) in den Tank, bzw vom Ausgang 2 dort über ein weiteres Rückschlagventil zum Befüllkranen am Bahndamm. Ziehe ich am Kolben der Spritze, so sperrt das Ventil (Richtung Kranen), das andere Ventil jedoch lässt die Ansaugung aus dem Tank zu. Die Spritze füllt sich. Schiebe ich den Kolben in die Spritze hinein, so ändern sich die Ventilzustände: Die Spritze drückt über das jetzt offene Ventil das Dampföl in den Kranen. Das Kolbenziehen und Drücken geht motorisch über eine Excenterscheibe zu machen. Leider spielen momentan die Rückschlagventile noch nicht richtig mit; bei dem geringen Hubvolumen (ich nutze von der Spritze nicht alle 10 Teilstriche des 1ml, sondern nur den Kolbenweg für 0,2 bis 0,3ml) sind die Ventile zu träge. Aber ich denke, dass man das hoffentlich in den Griff kriegen kann. Ich habe dazu nächste Woche ein Telefonat mit dem Techniker beim Hersteller der Ventile. Wenn das alles nicht klappt, habe ich noch eine dritte Idee, damit warte ich aber noch, bis das mit den Ventilen geklärt ist. Bis dahin: Grüße aus dem odenwald! Der Jürgen
Ich befülle die Loks auch mit kleinen Spritzen, die man eigentlich zum Impfen benutzt. Ich kenne jemand der Arzt ist, der hat dann mir ein paar Spritzen gegeben. Mit dieser dünnen Spitzte ist es sehr einfach die Lok zu befüllen.
Das einige immer mit Kanonen nach Spatzen schießen müssen ... :
Sicherlich ist die Idee mit der Befüllstation faszinierend, das meinte ich damit auch nicht! Wenn jemand Lust und Laune hat, so etwas zu bauen, finde ich das toll! Alle Achtung vor diesem Bastelgeschick!
Aber das andere hier so'n Gedöns machen? Bei Seuthe liegt immer eine Spritze bei, eine ganz einfache kleine Plastikspritze. Solche gibt es auch bei Conrad, Reichert, anderen Elektronikhändlern, in jedem Modellbauladen, oder wer will auch in jeder Apotheke. Und man kann auch mal seinen Hausarzt freundlich fragen, ob er dem Patienten 1x im Leben eine kleine Spritze zum basteln schenkt. Die Dinger sind Wegwerfartikel in jeder Praxis für wenige Cent.
Gruß klein.uhu
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Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)