RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#376 von BernhardI ( gelöscht ) , 11.08.2014 17:36

Zitat von Heinzi

Zitat

genau so gehts. Deine Zeichnung ist auch die Antwort auf die Frage, "was ist, wenn ich meine Kehrschleife nicht als ganzes umschalten kann oder will?"

verstehe ich jetzt nicht! Eine Kehrschlaufe muss doch immer als ganzes umgeschaltet werden. Als immer beidseitig isoliert. Die obige Zeichnung von Rolf Uwe ist meiner Meinung nach nicht fertig. denn der Abzweig nach unten geht meistens auch wieder irgendwohin. Also wieder nach rechts oder links oben. Somit ist auch nach unten nochmals eine Trennstelle notwendig. Und diese Trennstelle muss meiner Meinung nach zu den beiden gezeichneten wieder die Bedingung erfüllen dass sie länger ist als ....... . Was eben auf kleinen Anlagen nicht immer zu realisieren ist.




Hallo Heinzi,

Du hast recht, unten kommt noch eine Trennstelle. Dann erst ist der Umschaltabschnitt komplett (ich hatte das jetzt einfach vorausgesetzt). Der Umschaltabschnitt geht dann von den beiden eingezeichneten Trennstellen bis zur nichteingezeichneten unten, im Abstand einer Zuglänge zu den eingezeichneten. Damit ist das Gleisdreieck (oder die Kehrschleife stattdessen) schaltungstechnisch erledigt.

Letztlich muß nur die Weiche gerade noch im Umschaltabschnitt liegen. Damit ist der ganze Rest des Gleisdreiecks (oder der Kehrschleife) außerhalb des Umschaltabschnitts.

Grüße
Bernhard


BernhardI

RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#377 von lokhenry , 11.08.2014 18:24

Zitat von BernhardI

Zitat von Heinzi

Zitat

genau so gehts. Deine Zeichnung ist auch die Antwort auf die Frage, "was ist, wenn ich meine Kehrschleife nicht als ganzes umschalten kann oder will?"

verstehe ich jetzt nicht! Eine Kehrschlaufe muss doch immer als ganzes umgeschaltet werden. Als immer beidseitig isoliert. Die obige Zeichnung von Rolf Uwe ist meiner Meinung nach nicht fertig. denn der Abzweig nach unten geht meistens auch wieder irgendwohin. Also wieder nach rechts oder links oben. Somit ist auch nach unten nochmals eine Trennstelle notwendig. Und diese Trennstelle muss meiner Meinung nach zu den beiden gezeichneten wieder die Bedingung erfüllen dass sie länger ist als ....... . Was eben auf kleinen Anlagen nicht immer zu realisieren ist.





Hallo Heinzi,

Du hast recht, unten kommt noch eine Trennstelle. Dann erst ist der Umschaltabschnitt komplett (ich hatte das jetzt einfach vorausgesetzt). Der Umschaltabschnitt geht dann von den beiden eingezeichneten Trennstellen bis zur nichteingezeichneten unten, im Abstand einer Zuglänge zu den eingezeichneten. Damit ist das Gleisdreieck (oder die Kehrschleife stattdessen) schaltungstechnisch erledigt.

Letztlich muß nur die Weiche gerade noch im Umschaltabschnitt liegen. Damit ist der ganze Rest des Gleisdreiecks (oder der Kehrschleife) außerhalb des Umschaltabschnitts.

Grüße
Bernhard[/quote





hi,
ist die Kehrschleife wirklich der einzige Grund, dass eine oder andere
System zu nehmen?

Ich denke hier werden noch viele zur Tanke laufen.

Gruß

Henry


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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#378 von Rollnitz , 11.08.2014 18:53

Hallo,

ich habe als altgedienter DC-Fahrer zwar gar keine Kehrschleife verbaut (es ergab sich irgendwie nie), aber wieso muß der ganze Zug in den zu schaltenden stromlosen Abschnitt reinpassen?
Nur die Lok ist doch entscheidend, die Wagen haben doch sowieso isolierte Achsen?
Problemfälle wären doch nur Triebzüge, aber so lange bzw. zu lange gibt es doch auch nicht. Und hinten wird doch wohl selten eine Lok den ganzen Zug schieben, schon gar nicht zu lange Züge.

Oder habe ich da grundsätzlich irgendwas völlig falsch verstanden?

Zum eigentlichen Thema ist doch schon alles gesagt, jeder wie er will und kann. Ich stand vor gut dreißig Jahren vor der Frage AC oder DC bzw. Märklin und dem Rest der Welt. Ich mochte diesen Schleifer nicht und die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller.
Trotzdem fahren bei mir einige (umgebaute) Märklinloks und jede Menge Wagen.

Gruß Roland


 
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#379 von Der Ruinenbaumeister , 11.08.2014 19:10

Na dann überleg mal, was passiert, wenn die Lok gerade die eine Trennstelle überbrückt und ein Wagen die andere!


Gruß
Clemens

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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#380 von Peter Müller , 11.08.2014 19:59

Zitat von Rollnitz
... die Wagen haben doch sowieso isolierte Achsen?


Die Räder schließen die Trennstelle kurz, wenn sie genau über dem Spalt stehen und zu beiden Schienenenden Kontakt haben. Wenn Du einen kurzen stromlosen Abschnitt einbaust (0.5 cm reichen) und kein Waggon elektrisch verbundene Radpaare hat, braucht die Strecke tatsächlich nicht so lang wie der längste Zug zu sein.


Grüße, Peter

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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#381 von Peter Müller , 11.08.2014 20:24

Zitat von lokhenry
Ist die Kehrschleife wirklich der einzige Grund, dass eine oder andere System zu nehmen?


"Kehrschleife" ist das Synonym für alle möglichen Strecken, auf denen umgepolt werden muss. Das können auch kurze Verbindungsstrecken sein. Beispiel:

Die rot eingezeichneten Gleisabschnitte müssten umgepolt werden können. Unsere Lösung ist pragmatisch, sie können eben nur von Mittelleiter-Fahrzeugen befahren werden. Die 2-Leiter-Fahrzeuge müssen auf den grauen Gleisen bleiben.


Draufklicken für den kompletten Gleisplan

Ich habe aktuell kein funktionierendes Kehrschleifenmodul, welches 2L/ML analog und digital funktioniert. Ich hatte zwei Stück mit Frog Juicern und Relais, aber die haben irgendwie den Dienst quittiert. Da muss ich noch mal ran.


Grüße, Peter

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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#382 von Rollnitz , 11.08.2014 20:30

Ja danke,

das ist einleuchtend. Die Trennstellen müßten eben etwas länger sein. Und an Metalldrehgestelle habe ich auch noch nicht gedacht, da würde einseitig isoliert auch nicht reichen.
Oder man muß schneller drüber fahren....

Gruß Roland


 
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#383 von steve1964 , 11.08.2014 22:37

Zitat von Andreas Poths

Zitat von steve1964

Zustimmung .
Lieber nur wenige , aber elegante Weichen im sichtbaren Bereich
als eine Sammlung von Hau - Ruck - die - Vorläufer - rum - Weichen .
Kostet halt , wenn man es anfertigen läßt . Aber was kostet nichts ?





moin,
womit wir bei einem Vorteil des Mittelleitersystems und seiner kleinen Radien wären (wobei ich das Gefühl habe, "Mittelleiterfahrer" haben mit R1 weniger bis keine Probleme als die "Ohne Mittelleiterfahrer"):
Es gibt sie von der Stange, zum moderaten Preis (so man sich schlau macht).
Weil....die MoBa-Zimmer der Zukunft kaum noch die Ausmaße von kompletten Dachböden oder Kellern haben werden; das Geld für extra angefertigtes Gleismaterial auch nicht mehr so locker sitzen wird.
Meine Meinung.

Gruß Andreas




-
Möglich . Die engen Radien sollen sowieso in den verdeckten Bereich ,
egal ob R 1 , R 2 oder R 3 , für mich ist das alles nur Betriebskompromiß ,
und optisch zu eng , daher egal welcher R verwendet wird .

Da fällt mir ein alternativer Gleisplan ein ,
der die Weichen alle in den verdeckten Bereich schiebt ,
angenommen , enges Zimmer , nur 2 , 50 m x 1, 20 m Platz .
Bahnhof diagonal , alle Bf Gleise parallel , an den Enden Tunneleinfahrt ,
in den SBH .
4-6 gleisige Tunneleinfahrt z.B. durch breite Straßenüberführung optisch
verbessert ( gab doch mal eine Thread hier in Meine Anlage oder Anlagenbau ??? )

dann wäre es auch egal welche Weiche .

Grüße
Steve
-


Ich baue, also bin ich.


 
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#384 von Andreas Poths , 12.08.2014 07:22

[quote="Heinzi Es geht doch auch nicht um das Anlöten von 4 Drähten. Wem das zuviel ist, der soll aber auch die Finger vom Mittelleiter lassen und sich eine Legobahn anschaffen.


moin,
soweit ich mich erinnere, fragte KHPM sinngemäß, welches System man einem MoBaEINSTEIGER empfehlen kann.
Da werden sich so manche "bedanken" wenn es heißt, du darfst erstmal gescheit löten lernen...
btw...ich kann auch nicht löten, habe aber keine Lego-Bahn und bin trotzdem glücklicher Betreiber einer funktionierenden 12qm-Anlage...

Gruß Andreas


gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!
Guggd ihr meine Anlage gerne auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=hzD2SyMk1KA

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....


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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#385 von Peter Müller , 12.08.2014 07:39

Zitat von Andreas Poths

Zitat von Heinzi
Es geht doch auch nicht um das Anlöten von 4 Drähten. Wem das zuviel ist, der soll aber auch die Finger vom Mittelleiter lassen und sich eine Legobahn anschaffen.

soweit ich mich erinnere, fragte KHPM sinngemäß, welches System man einem MoBaEINSTEIGER empfehlen kann.
Da werden sich so manche "bedanken" wenn es heißt, du darfst erstmal gescheit löten lernen...



Völlig indiskutabel, das Löten als Voraussetzung für das Hobby Modelleisenbahn anzunehmen. Das muss - zumindest bei einem Jedermann-Hersteller - komplett ohne Löten möglich sein. Aber da gehe ich mal davon aus, dass das sowohl für Mittelleiter als auch für 2-Leiter bei allen großen Herstellern gegeben ist.


Grüße, Peter

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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#386 von Heinzi , 12.08.2014 08:50

Zitat
das ist einleuchtend. Die Trennstellen müßten eben etwas länger sein.

Eben nicht. Die Kehrschlaufenmodule erfassen (bei falscher Poolung) den Kurzschluss den die Räder über die Trennstelle herstellen und schalten die Poolung um. Dies muss schneller geschehen als die Zentrale einen Kurzschluss erfassen und abschalten kann.
Ein Kehrschleifenabschnitt muss länger als der längste Zug sein, weil sonst abwechslungsweise, bedingt durch das Überfahreng der Trennstelle vorne und hinten mehrfach hintereinander umschalten würde.
Wie es scheint sind wir uns aber einig. Ein Kehrschleifenabschnitt mit seiner "Längenbedingung" kann insbesondere bei kleinen Anlagen zu Einschränkungen bei der Gleisplanung führen.
Es wäre schön, wenn dieser Nachteil des 2L-Systems (der für unseren angehenden gut situierten Einsteiger ohnehin keine Rolle spielt) von einem 2L-Verfechter zugestanden würde...... aber da warten wir Mittelleiterfahrer vermutlich vergeblich drauf.
(von einer Kehrschleife in einer analogen Bahn sprechen wir lieber gar nicht erst......)


Zitat
soweit ich mich erinnere, fragte KHPM sinngemäß, welches System man einem MoBaEINSTEIGER empfehlen kann.
Da werden sich so manche "bedanken" wenn es heißt, du darfst erstmal gescheit löten lernen...erfechter eingestanden würde........

Nehmt doch nicht immer alles ironisch gemeinte dermassen ernst. Im übrigen bin ich aber schon auch der Meinung, dass einer der eine moba BAUEN will, ein gewisses Handwerkliches geschick mitbringen (oder erlernen sollte), und da ist das Löten an sich vermutlich noch etwas vom einfacheren.......wenn ich so an den Landschaftsbau denke (da jedenfalls fängt bei mir das Grauenan .


Gruss Heinzi
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#387 von Alex Modellbahn , 12.08.2014 09:07

Zitat von Peter Müller
Völlig indiskutabel, das Löten als Voraussetzung für das Hobby Modelleisenbahn anzunehmen. Das muss - zumindest bei einem Jedermann-Hersteller - komplett ohne Löten möglich sein. Aber da gehe ich mal davon aus, dass das sowohl für Mittelleiter als auch für 2-Leiter bei allen großen Herstellern gegeben ist.

Moin Peter,

Ich sehe es genauso. Es kann nicht sein das ich löten muss, um eine kleine Modellbahn aufzubauen. Juniors Anlage ist ca 5x1m groß mit einigen Weichen und ich musste nichts daran löten. So muss es für den Einstieg sein. Was später draus gemacht wird, wird sich ergeben.
Wenn ich löten fordere, dann kann ich auch gleich Holzbau, Programmierung, Häuserbau, pflastern und dergleichen als Einstiegsgrundlage ansetzen.



Zitat von Heinzi
Nehmt doch nicht immer alles ironisch gemeinte dermassen ernst. Im übrigen bin ich aber schon auch der Meinung, dass einer der eine moba BAUEN will, ein gewisses Handwerkliches geschick mitbringen (oder erlernen sollte), und da ist das Löten an sich vermutlich noch etwas vom einfacheren.......wenn ich so an den Landschaftsbau denke (da jedenfalls fängt bei mir das Grauenan .

Moin Heinzi,

Nicht jeder Anfänger fängt mit Mobabauen an und ich sehe es eher wie eine Lehre. Man lernt es ja. Wobei zwei linke Hände mit jeweils 5 Daumen wären dabei nicht wirklich hilfreich. Wenn ich an meine Anfängerzeit zurück denke, dann habe ich einfach irgendwie Gleise zusammengesteckt und Züge fahren lassen. Ich hatte niemanden der mich an die Hand genommen hat. Irgendwann, ungefähr 35 Jahre später, kam ich auf die Idee auch Landschaft zu bauen. In der Zeit habe ich die grundlegenden Fingerfertigkeiten wie Hammer und Schraubenzieher halten erlernt.
Ich glaube das nahezu jede Mobakarriere so anfängt, sofern es niemanden gibt der einem zeigt wie es geht und treibt. Meistens machen es ja die Väter. Deshalb hat Junior auch seine eigene Anlage wo er sich dran austoben darf, so wie er möchte.


nordische Grüße
Alex


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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#388 von Peter Müller , 12.08.2014 10:12

Zitat von Alex Modellbahn
Wenn ich an meine Anfängerzeit zurück denke, dann habe ich einfach irgendwie Gleise zusammengesteckt und Züge fahren lassen.


Das darf auch bis ins hohe Alter so bleiben. Mehr noch: das darf auch ruhig als ausschließliche Beschäftigung mit dem Hobby zunehmen, einfach, um die Zahl derer, die das Hobby betreiben (können), größer werden zu lassen.

Schöne Anlagen muss nicht jeder bauen, geschweige denn besitzen. Es sollte mehr und mehr möglich sein, ohne eigene Anlage dennoch seinem Rollmaterial Auslauf gewähren zu können.

Aber das ist ein anderes Thema.


Grüße, Peter

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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#389 von Peter Müller , 12.08.2014 10:23

Zitat von Heinzi

Zitat
das ist einleuchtend. Die Trennstellen müßten eben etwas länger sein.

Eben nicht. Die Kehrschlaufenmodule erfassen (bei falscher Poolung) den Kurzschluss den die Räder über die Trennstelle herstellen und schalten die Poolung um. Dies muss schneller geschehen als die Zentrale einen Kurzschluss erfassen und abschalten kann.



Es gibt auch Kehrschleifenmodule mit Sensorgleis, die arbeiten ohne Kurzschluss. Solche Module werden sogar zunehmend empfohlen - und haben einen höheren Verkabelungsaufwand. Für fliegende Aufbauten nicht ohne Bedeutung.



Zitat
Wie es scheint sind wir uns aber einig. Ein Kehrschleifenabschnitt mit seiner "Längenbedingung" kann insbesondere bei kleinen Anlagen zu Einschränkungen bei der Gleisplanung führen.
Es wäre schön, wenn dieser Nachteil des 2L-Systems (der für unseren angehenden gut situierten Einsteiger ohnehin keine Rolle spielt) von einem 2L-Verfechter zugestanden würde...... aber da warten wir Mittelleiterfahrer vermutlich vergeblich drauf.


Ich kann gut damit leben, dass dieses Eingeständnis nur schwer und/oder selten über die Lippen eines "2L-Verfechters" kommt.


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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#390 von PhilippJ_YD , 12.08.2014 10:48

Es wurde doch schon mehrfach zugegeben, dass es gewisse Einschränkungen nach sich zieht. Gerne tue ich dies hier auch nochmal. Allerdings sollte man es halt auch nicht über dramatisieren, bzw als KO Kriterium sehen.

Für die meisten Probleme lassen sich Lösungen finden. Die einzigen wirklich problematischen Züge sind dabei welche mit Personenwagen mit Innenbeleuchtung, da dann in der Regel die Achsen leitend verbunden sind und dementsprechend die Trennstelle überbrücken. Solange es nur um Güterwagen geht, tritt der Effekt auf der genannt wurde, nämlich, dass immer nur ganz kurz ein Kurzer entsteht. Dem ließe sich beikommen.

Das man unbedingt löten muss, ist bei den großen Systemherstellern auch nicht so und ich denke, dass wissen auch die meisten von euch, selbst wenn sie es nicht zugestehen wollen.

Bei Fleischmann gibt es keine polarisierten Weichen, bei Roco geht es per Klemmverbindung, wenn man möchte. Ebenso gibt es Kontaktgleise, die verhindern, dass man dort Kabel anlöten muss. Beim C Gleis funktioniert es auch nicht out of the box, sondern ich muss die lustigen Isolierschuhe aufstecken oder das Gleis mechanisch bearbeiten, wenn ich Trennstellen will. Ebenso sind die Kabel dann noch nicht von Zauberhand dran, sondern ich muss wenigstens den Kabelschuh anstecken. Das kommt vom Aufwand also in etwa aufs Selbe raus, wie einen Schienenverbinder mit Kabel dran anzustecken.

Wie gesagt, es ist eine Frage der Sichtweise, was ein Vor- und was ein Nachteil für ein System ist. Ich sehe es als Vorteil, dass man sich damit beschäftigen muss, weil es Grundlagen vermittelt. Ebenso kann mir kein normal intelligenter Mensch erzählen, dass er bis zum Rentenalter nicht in der Lage sei, zu verstehen, dass + und - aneinander einen Kurzschluss gibt. Wenn man sich nicht damit beschäftigen möchte, ok. Es als unheimlich kompliziert und quasi unlösbares Problem darzustellen, nicht ok. Das gilt grade im Zeitalter der Digitaltechnik, in der sowieso vom Fahrpult vorgegeben wird, wie rum eine Lok fährt und nicht von der Polarität am Gleis. Analog mag das noch etwas schwieriger gewesen sein.


Gruß, Philipp


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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#391 von Peter Müller , 12.08.2014 12:00

Zitat von PhilippJ_YD
Allerdings sollte man es halt auch nicht über dramatisieren, bzw als KO Kriterium sehen.


Es geht nicht um KO-Kriterien, sondern um Unterschiede. Bewerten muss dann jeder selber.


Grüße, Peter

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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#392 von kaeselok , 12.08.2014 12:02

Zitat von Heinzi
Es wäre schön, wenn dieser Nachteil des 2L-Systems (der für unseren angehenden gut situierten Einsteiger ohnehin keine Rolle spielt) von einem 2L-Verfechter zugestanden würde...... aber da warten wir Mittelleiterfahrer vermutlich vergeblich drauf.



Hatte ich gemacht. Aber jemand der so "verbissen" auf diesem Thema rumreitet sollte sich auch in die Thematik ein wenig einarbeiten. Meine Kehrschleifenmodule von TAMS arbeiten NICHT mit Kurzschlußerkennung und funktionieren super.

Das Puko-Gleis hat in diesem Punkt einen klaren VORTEIL. Punkt. Pause.

Können wir das Thema jetzt abhaken?

Sonst fange ich noch an mit der Liste der NACHTEILE der K-Gleis und C-Gleis Mittelleitergleise. Obwohl: Wurde eigentlich auch alles schon geschrieben .......

Diese "2L versus 3L"-Threads wiederholen sich nach einer Weile und irgendwann drücken die Admins sowieso in ihrer Console den Knopf: "Move Thread to Tagesthemen"


Viele Grüße,

Kalle


 
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#393 von rolfuwe ( gelöscht ) , 12.08.2014 12:06

Zitat von PhilippJ_YD
...Bei Fleischmann gibt es keine polarisierten Weichen...

Eigentlich sind aber durch das Prinzip "denkende Weichen" mit den eingbauten Kontakte in der Weiche, also unabhängig vom Antrieb, u. durch die leitenden Bleche in den Herzstücken diese Weichen sehr betriebssicher (u. auch als Rückfallweichen einsetzbar). Diese Kontakte sind aber bei den neueren Weichen störanfälliger, als ich das von meinem Altbestand gewöhnt war u. das mit den Herzstücken ist aber von den Spurkränzen abhängig.


rolfuwe

RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#394 von PhilippJ_YD , 12.08.2014 12:12

Zitat von rolfuwe

Zitat von PhilippJ_YD
...Bei Fleischmann gibt es keine polarisierten Weichen...

Eigentlich sind aber durch das Prinzip "denkende Weichen" mit den eingbauten Kontakte in der Weiche, also unabhängig vom Antrieb, u. durch die leitenden Bleche in den Herzstücken diese Weichen sehr betriebssicher (u. auch als Rückfallweichen einsetzbar). Diese Kontakte sind aber bei den neueren Weichen störanfälliger, als ich das von meinem Altbestand gewöhnt war u. das mit den Herzstücken ist aber von den Spurkränzen abhängig.




Das Prinzip der denkenden Weiche, vollkommen richtig. Habe meine Anfänge auch mit GFN Profigleis und bislang praktisch nur dieses benutzt. Es ging mir dabei mehr darum, darauf hinzuweisen, dass man eben nicht zwingend löten muss und auch im Außenleitersystem diverse Fabrikate hat, wo man Weichen auffahren kann, so man denn möchte

Zu der Qualität heute kann ich nichts sagen, da der letzte Zukauf von Profigleisen schon über zehn Jahre her ist. Wie doch die Zeit vergeht

Wird doch Zeit, dass ich mal wieder aktiv in der Materie werde.


Gruß, Philipp


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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#395 von Rollnitz , 12.08.2014 13:20

Hallo,

sicher kann man das Fleischmannprofigleis einfach zusammenstecken und drauflosfahren. Und ich finde die Weichen auch schlicht und ergreifend seit Jahrzehnten i.O., so daß ich mich in die "Materie" polarisierte Weichen gar nicht erst reindenken muß.
Aber irgendwann kommt doch beim Anlagenbau der Punkt, wo irgendwo noch ein Kabel angelötet werden muß oder die Weiche und/oder die Antriebe auseinandergenommen werden müssen, weil irgendwas durchgebruzzelt ist.
Und dieses einfache Löten ist doch kein Hexenwerk! Entweder es hält und leitet Strom oder nicht!
Und wer mal versucht hat, einen fallenden Lötkolben zu fangen, weiß, daß der heiß ist.... Viel komplizierter ist es nicht.
Ich würde nur empfehlen, eine Zeitschaltuhr vor den Lötkolben einzustecken, dann wacht man nachts nicht auf und fragt sich, ob das Ding unter der Anlage auch ausgeschaltet ist....

Gruß Roland


 
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#396 von lokhenry , 12.08.2014 13:33

Zitat von Peter Müller

Zitat von Heinzi

Zitat
das ist einleuchtend. Die Trennstellen müßten eben etwas länger sein.

Eben nicht. Die Kehrschlaufenmodule erfassen (bei falscher Poolung) den Kurzschluss den die Räder über die Trennstelle herstellen und schalten die Poolung um. Dies muss schneller geschehen als die Zentrale einen Kurzschluss erfassen und abschalten kann.



Es gibt auch Kehrschleifenmodule mit Sensorgleis, die arbeiten ohne Kurzschluss. Solche Module werden sogar zunehmend empfohlen - und haben einen höheren Verkabelungsaufwand. Für fliegende Aufbauten nicht ohne Bedeutung.



Zitat
Wie es scheint sind wir uns aber einig. Ein Kehrschleifenabschnitt mit seiner "Längenbedingung" kann insbesondere bei kleinen Anlagen zu Einschränkungen bei der Gleisplanung führen.
Es wäre schön, wenn dieser Nachteil des 2L-Systems (der für unseren angehenden gut situierten Einsteiger ohnehin keine Rolle spielt) von einem 2L-Verfechter zugestanden würde...... aber da warten wir Mittelleiterfahrer vermutlich vergeblich drauf.


Ich kann gut damit leben, dass dieses Eingeständnis nur schwer und/oder selten über die Lippen eines "2L-Verfechters" kommt.





Hi,

ich verstehe die ganze Problematik nicht, ich bin 40 Jahre MoBaner und habe nie eine Kehrschleife gebraucht?

Sollte ich jemals eine brauchen, kaufe ich ein Kehrschleifen Modul von Lenz und die Sache hat sich erledigt was hat das alles mit Systemwahl zu tun oder überhaupt mit dem Thread Thema.

Wie einfach das ist, schaut hier.

http://www.digital-plus.de/pdf/b_12200_def.pdf

Gruß

Henry


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#397 von Peter Müller , 12.08.2014 14:10

Zitat von lokhenry
ich verstehe die ganze Problematik nicht, ich bin 40 Jahre MoBaner und habe nie eine Kehrschleife gebraucht?

Sollte ich jemals eine brauchen, kaufe ich ein Kehrschleifen Modul von Lenz und die Sache hat sich erledigt was hat das alles mit Systemwahl zu tun oder überhaupt mit dem Thread Thema.


Ich bräuchte gleich mehrere Kehrschleifen-Module und baue deshalb lieber nach dem Mittelleiter-System. Deshalb hat das für mich definitiv mit Systemwahl zu tun. Und da ich vermute, dass ich nicht der einzige bin, gehört das aus meiner Sicht sehr wohl in diesen Thread.


Grüße, Peter

Bei campact.de per E-Mail abstimmen: 49-Euro-Ticket retten! ... das haben Stand 25.08.2023 um 20:45 Uhr schon 115.000 Menschen getan.

Und Aktionen bei campact.de wirken, siehe Wikipedia, da wird darüber berichtet.


 
Peter Müller
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#398 von Der Ruinenbaumeister , 12.08.2014 14:54

Das Kehrschleifenmodul ist nicht nur für Kehrschleifen nötig, sondern auch für Gleisdreiecke. Wer einen Kopfbahnhof hat, Schlepptenderloks einsetzt und die Kosten für eine Drehscheibe scheut, für den sind Gleisdreiecke sehr nützlich.


Gruß
Clemens

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Der Ruinenbaumeister
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#399 von Heinzi , 12.08.2014 15:38

Zitat
Hatte ich gemacht. Aber jemand der so "verbissen" auf diesem Thema rumreitet sollte sich auch in die Thematik ein wenig einarbeiten. Meine Kehrschleifenmodule von TAMS arbeiten NICHT mit Kurzschlußerkennung und funktionieren super.

Oh danke.
Mir geht es eigentlich nur noch um die Funktionsweisen dieser kehrschleifen. Diesbezüglich habe auch schon lange nach weiterführenden links gebeten. ich glaube da gibt es erst einen von Lokhenry. Den hab ich in der kurzen zeit aber nicht weiterverfolgt.


Gruss Heinzi
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Heinzi
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RE: Hat das Mittelleitersystem überhaupt noch Vorteile?

#400 von spielbahn ( gelöscht ) , 12.08.2014 16:01

Zitat von Heinzi
......Mir geht es eigentlich nur noch um die Funktionsweisen dieser kehrschleifen......


Hier ab Seite 9


spielbahn

   


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