RE: Bautagebuch eines Dioramas

#1 von railjet364 , 10.08.2014 13:01

Hallo an alle Modellbahnenthusiasten (und natürlich auch an die, die es noch werden wollen)!

Ich bin der Philipp, bin 13 Jahre alt und betreibe das Hobby Modellbahn seit 7 Jahren mit großer Faszination. Doch für meine alte Anlage gibt es in meinem Zimmer derzeit keinen Platz, und so steht der Anlagenbau im Keller vor der Tür. Da ich noch recht unerfahren im Landschaftsbau bin, wollte ich zuallererst ein Versuchs-Diorama bauen, um die verschiedensten Techniken für den Landschaftsbau auszuprobieren können. Dieses Bautagebuch ist vor allem für Anfänger wie mich gedacht, die sich den einen oder anderen Denkanstoß daraus holen wollen.
Gleichzeitig bitte ich euch, dass ihr mir eure Meinung zu dem Diorama schreibt und wenn möglich auch Tipps geben könnt.

Vorbild:

Zum Vorbild fürs Diorama nahm ich mir die Tauernbahn bei Obervellach in Kärnten. Denn wie in meinem Diorama verläuft die Strecke entlang eines Berghanges, darunter (im Dio daneben) liegen Ortschaften und Wiesen und Felder, daneben ein Feldweg und daneben ein Fluss (im Dio ein kleiner Bach).

Die Dimensionen wurden stark verändert, doch in einem Anfänger-Dio spielt das keine große Rolle.

Baubeginn

Gestern wurde das Grundgerüst für den Hang gebaut. Für den Landschaftsbau entschied ich mich für die Methode mit einem Unterbau aus Sperrholzplatten die mit einem Fliegengitter überzogen werden, darüber kommen Gipsbinden und darauf wird die Landschaft modelliert. Die Platten für den Unterbau waren 20x20cm Sperrholzplatten mit 4mm Stärke. Auf diese zeichnete ich die gewünschte Geländeform auf und schnitt sie mit einer Laubsäge aus. Anschließen brachte ich noch Holzreste seitlich an, damit ich diese mit Holzleim auf die Grundplatte, eine 3 cm starke Styrodurplatte (60x50cm), aufkleben konnte.

Dieses Stück ist wie ihr seht nicht sehr gut geworden, da es beschädigt wurde, aber es wurde auch nicht verarbeitet, sondern es wurde ein neues Stück angefertigt

Davor liegen alte Kleinbahn-Gleise von meinem Vater, die nach dem Geländebau eingeschottert werden.

Fortsetzung folgt morgen


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#2 von Harald , 10.08.2014 14:12

Herzlich willkommen im Forum ..........

Klasse, dass Du in Deinem Alter schon so genau planst !


 
Harald
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2.357
Registriert am: 14.05.2005
Gleise K-Gleise MM, DCC Schalten + Melden: Selectrix
Spurweite H0
Steuerung TrainController Gold V10
Stromart AC, Digital


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#3 von railjet364 , 10.08.2014 19:39

Zitat von Harald


Klasse, dass Du in Deinem Alter schon so genau planst !



In der Schule musste ich oft (zu meinem Leidwesen) ausführliche Protokolle, Berichte, usw. schreiben und genaue Zeichnungen und Pläne anfertigen. Da bleibt schon was hängen


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#4 von railjet364 , 11.08.2014 13:31

Gestern wurde das Grundgerüst mit Fliegengitter überzogen. Davor aber wurden runde Holzstreben zur Verstärkung angebracht, um das Gesamtkonstrukt zu stabilisieren.

Festgeklebt wurde das Fliegengitter mit Heißkleber und die Abschlüsse unten wurden mit einem Tacker befestigt. (!!! Vorsicht bei Heißkleber und Tacker !!!)
Im Hintergrund sieht man meine kleine Spur-N Anlage




Als nächstes kommt das Überziehen mit Gipsbinden und dann die Felsgestaltung


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#5 von railjet364 , 11.08.2014 18:36

Die letzten 2 Stunden wurde das Gerüst mit Gipsbinden überzogen, damit das Dio stabil bleibt. Die Gipsbinden werden einfach in die gewünschte Länge zurechtgeschnitten, in Wasser getaucht, abgestreift, auf das Fliegengitter gelegt und glattgestrichen.






TIPP: Wenn man die Gipsbinden um ca. 50 % überlappend aufträgt, verleiht das dem Ganzen noch zusätzliche Stabilität

Heute kommen noch die Felsen drauf. Dabei probiere ich eine nicht so herkömmliche Methode des Felsenbaus. Bin selber gespannt wie da Ergebnis aussieht.


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#6 von railjet364 , 12.08.2014 16:36

Die Methode des Felsenbaus, die ich ausprobierte ging gestern ordentlich in die Hose, denn ich probierte die Felsen mit Alufolie zu formen. So kratzte ich heute den Gips herunter und formte den von der Alufolie verschont gebliebenen Gips zu Felsen.






Das war mein ALLERERSTER VERSUCH mit Felsen gestalten und ich finde sie sind mir dafür eigentlich recht gut gelungen.
Aber nun die Frage: WIE GEFALLEN EUCH DIE FELSEN ??? WÜRDET IHR DIE ALS FELSEN DURCHGEHEN LASSEN ODER EINEN NEUEN VERSUCH STARTEN???

Bin wahnsinnig gespannt auf eure Meinung!


LG Philipp


Brumfda hat sich bedankt!
 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#7 von wysiwyg79 , 13.08.2014 11:17

Hallo Philipp,

deine Felsen sehen richtig gut aus. Die Wirkung wird sich beim Einfärben jedoch noch einmal deutlich verändern. Versuche mal, vor dem Einfärben die Kanten der Felsen noch etwas schärfer zu modellieren, z.B. mit einem Meißel oder zur Not auch einem alten Schraubendreher. Dabei kannst Du auch kleine Stufen erstellen, deren Oberseiten dann mit etwas Grünzeug versehen werden.

Weiter so!


Herzliche Grüße
Alex

Mein aktuelles Projekt: viewtopic.php?f=24&t=105601
Mein Youtube-Channel: https://www.youtube.com/channel/UC0hMSMo5oO0pHrnh9lYyAVQ


wysiwyg79  
wysiwyg79
InterCity (IC)
Beiträge: 788
Registriert am: 02.02.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#8 von railjet364 , 13.08.2014 12:53

Zitat von wysiwyg79
Hallo Philipp,

deine Felsen sehen richtig gut aus. Die Wirkung wird sich beim Einfärben jedoch noch einmal deutlich verändern. Versuche mal, vor dem Einfärben die Kanten der Felsen noch etwas schärfer zu modellieren, z.B. mit einem Meißel oder zur Not auch einem alten Schraubendreher. Dabei kannst Du auch kleine Stufen erstellen, deren Oberseiten dann mit etwas Grünzeug versehen werden.

Weiter so!



Hab gestern Nacht einen Gips angrührt der wird jetzt dann verarbeitet. Dabei hab ich gestern schon schärfere Strukturen eingeschnitzt. Bekommst heute noch Bilder. Noch zum Grünzeug: Was kannst du mir da empfehlen? Welche Grasfasern kannst du mir empfehlen? Sollte ich auch Büsche und Flockage verwenden?


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#9 von wysiwyg79 , 13.08.2014 13:59

Beim Grünzeug muss wohl jeder selbst Erfahrungen sammeln. Schau mal in den anderen Threads hier im Forum, da findest Du bestimmt viele Möglichkeiten. Ansonsten probiere es einfach aus. Wenn es nicht klappt, dann bist Du beim zweiten Versuch schlauer...


Herzliche Grüße
Alex

Mein aktuelles Projekt: viewtopic.php?f=24&t=105601
Mein Youtube-Channel: https://www.youtube.com/channel/UC0hMSMo5oO0pHrnh9lYyAVQ


wysiwyg79  
wysiwyg79
InterCity (IC)
Beiträge: 788
Registriert am: 02.02.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#10 von railjet364 , 13.08.2014 16:04

Hallo Alex!
Ich werde es mit einer Mischung aus Noch Streugras 2,5 mm und Heki Feld- und Wildgras ausprobieren. Bergrasen tue ich mit dem Noch Grasmaster.


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#11 von railjet364 , 13.08.2014 19:39

Heute wurde an den Felsen weitergearbeitet. Diese sind mir aber nicht so gut gelungen.


LG Philipp


Brumfda hat sich bedankt!
 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#12 von Spockie ( gelöscht ) , 13.08.2014 20:48

Servus

Für das erste Mal sieht das gut aus.

Hier gibts ein schönes Video über Felsgestaltung....

https://www.youtube.com/watch?v=SU60qPchd8w

Bei Grasfasern rate ich zu Silhouette MiniNatur oder Polak.
Die haben, meiner Meinung nach, die schönsten Farben und sind sehr gut zu verarbeiten.
Bei mir mittels umgebauter Fliegenklatschen.


Spockie

RE: Bautagebuch eines Dioramas

#13 von railjet364 , 13.08.2014 21:10

Zitat von Spockie
Servus

Für das erste Mal sieht das gut aus.

Hier gibts ein schönes Video über Felsgestaltung....

https://www.youtube.com/watch?v=SU60qPchd8w

Bei Grasfasern rate ich zu Silhouette MiniNatur oder Polak.
Die haben, meiner Meinung nach, die schönsten Farben und sind sehr gut zu verarbeiten.
Bei mir mittels umgebauter Fliegenklatschen.



Danke vielmals für das Video!!! Da habe ich morgen etwas neues zum Ausprobieren

Wie beziehst du die Grasfasern von MiniNatur und Polak?
Und wie geht es dir mit einer Fleigenklatsche zum Begrasen? War der Umbau schwierig? Stehen die Fasern auch schön aufrecht, trotz der zu anderen Begrasungsgeräten vergleichweise niedrigen Spannung?


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#14 von railjet364 , 14.08.2014 18:08

Hilfe, Hilfe!!!
Seit 3 Tagen probiere ich mich im Felsenbau, aber heute reichte es mir vollkommen. Die letzten 2 Tage rührte ich sicher 3-4x Gips an und jedes Mal bröckelte der GANZE GIPS wieder herunter, wirklich JEDESMAL. Und nun hat sich auch die Schicht Gipsbinden abgelöst. Und die Felsen was ich modelliert habe, die wieder heruntergegangen sind schauten auch gräßlich aus. Trotz des Videos von Gerhard, schaffte ich nicht einen ordentlichen Felsen zu gestalten.

Was kann ich dagegen tun?


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#15 von ES44C4 ( gelöscht ) , 14.08.2014 18:59

Hallo Philipp
Ich habe meinen Felsen auf dem Diorama damals mit Fugengips-Spachtelgips gebaut. An stelle mit Normalem Gips, Modellbaugips. Grosser Vorteil ist von Fugengips-Spachtelgips, das man Ihn lange (zwischen 30 - 60 min.) verarbeiten und bearbeiten kann. Jenach Konsistenz die man Anrührt. Nach dem trocknen kann man Ihn dann wie normalen Gips bearbeiten. Man kann Ihn auch beim Anrühren schon mit Farbe oder Pigmentpulver Einfärben.

Da die Foren Software Probleme hat mit der Bildgrösse, Respektive diese nicht ermittle kann/konnte. Gibt es halt nur die Links zu den Bildern!

#166
#167
#240

Hier noch ein paare andere Bilder davon
#303
Vorortszug ist bereit - BNFT BN Fuel Tender - Vorne wo das quer Holz ist wird das Modul vom Kollegen angeschlossen
#314
Vor der Station M.V.Frank von Verladegleis her gesehen - war am 02.10.2012
#315
Vor der Station M.V.Frank von Verladegleis her gesehen - war am 02.10.2012
#316
Vor der Station M.V.Frank von Yards her gesehen - war am 02.10.2012
#319
Vor der Station M.V.Frank von Oben her gesehen - war am 02.10.2012


ES44C4

RE: Bautagebuch eines Dioramas

#16 von railjet364 , 14.08.2014 19:18

Hallo Roman!
Sehr schönes Diorama, das du errichtet hast, Respekt!

Zitat von ES44C4
Hallo Philipp
Ich habe meinen Felsen auf dem Diorama damals mit Fugengips-Spachtelgips gebaut. An stelle mit Normalem Gips, Modellbaugips. Grosser Vorteil ist von Fugengips-Spachtelgips, das man Ihn lange (zwischen 30 - 60 min.) verarbeiten und bearbeiten kann.



Bröselt Fugengips-Spachtelgips auch so stark wie Gips? Und bleibt er gut haften? Ist Styropor, wie du es verwendet hast, besser als andere Unterbauten für Felsen wie Styrodur oder Fliegengitter?


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#17 von railjet364 , 14.08.2014 19:25

Kann das Bröseln meiner Felsen daran liegen, das der Gips schon über 1 Jahr offen herumgetsanden ist, oder bröselt frischer Gips auch so? Soll ich noch die letzen Reste der alten Packung aufbrauchen oder gleich dem frischen Gips aufmachen?


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#18 von ES44C4 ( gelöscht ) , 14.08.2014 20:40

Hallo Philipp
Danke für die Blumen.
Werde bezüglich Unterbau, Styropor später noch mals Schreiben. Wenn ich wieder Zuhause bin. Momentan schreibe ich per Tapatalk und S4...


ES44C4

RE: Bautagebuch eines Dioramas

#19 von ES44C4 ( gelöscht ) , 15.08.2014 10:05

Zitat von railjet364
Hallo Roman!
[...]

Bröselt Fugengips-Spachtelgips auch so stark wie Gips? Und bleibt er gut haften? Ist Styropor, wie du es verwendet hast, besser als andere Unterbauten für Felsen wie Styrodur oder Fliegengitter?


Hallo Philipp
Den Fugengips-Spachtelgips, denn ich damals für das Diorama verwendet habe ist in zwischen alle. Mein aktueller Fugengips-Spachtelgips bröselt bis jetzt nicht. Da er noch kein Jahr alt ist.

Habe eigentlich nur den Styropor verwendet da ich den gerade da hatte und die ungefähre grösse hatte für den Felsen. Normal verwende ich dazu Isolierplatten. Respektive die Abfallstücke. Die man auf den Baustellen bekommen kann. Die Isolierplatten werden normal eigentlich verwendet um das Haus zu Isolieren. Diese Platten haben die Farben Hellblau oder Hellrosa. Diese bekommt man auch im Baumarkt.
Man kann auch die Isolation von den Profilblechen verwenden. Mit denen man normalerweise Lagerhallen baut - Verkleidet und gleichzeitig auch Isoliert. Meine Isolation von den Profilblechen hat da die Farbe Hellgelb. Kann sein das es da auch andere Farben gibt.

Alle drei (3) Isolationen lassen sich sehr gut schneiden und bearbeiten mit einem normalen Messer. Gips, Spachtel, Farben haften ebenfalls gut darauf.


ES44C4

RE: Bautagebuch eines Dioramas

#20 von Spockie ( gelöscht ) , 15.08.2014 12:07

Servus

Polak Bezugsquellen gibts in diesem Thread:
viewtopic.php?f=103&t=100532

Silhouette MiniNatur gibts hier:
http://www.moba-shop.at/index.php?cPath=7

Meine Fliegenklatschen sind von Conrad und ich habe mir nach Tests mit der ersten gleich nochmal 2 Stück gemacht. Gross, Mittel und Klein mit so einem 3er-Set Küchensiebe aus Ganzmetall.
Der Umbau war einfach, der eine Pol wird ans Sieb gelötet und der andere kriegt ein längeres Kabel (1-2m) mit Kroko-Klemme.
Anleitungen zum Umbau gibts im Internet genug.
Die Fasern von allen Herstellern bis 6mm stehen einwandfrei, die Conrad-Klatschen haben genug Kraft für den heimischen Gebrauch. Ich streiche im Abstand von ca. 2-3cm ruhig nochmal etwas länger über die Fläche (1-2 Minuten) damit auch alles was noch liegt sich auch schön aufrichtet. Klappt bis jetzt anstandslos.

Wenn Gips bröselt war er vielleicht schon zu alt oder du hast zu lange gerührt (das nennt man totrühren).
Wasser in Becher/Eimer geben, Gips fein einstreuen bis eine ganz dünne Schicht über dem Wasser liegt, 5 Minuten einsumpfen lassen (Gips saugt sich mit Wasser voll), dann zügig und kurz durchrühren (30-60 Sekunden) und sofort verarbeiten. Er sollte dann wie im Video eine schöne Konsistenz haben (und keine Klumpen).

Ratsam wäre es auch auf einem anderen Brett erstmal alles zu probieren bevor man an das richtige Gelände geht.
Geht etwas schief ist es nicht schlimm, abreissen und nochmal von vorne.
Das gilt für alles: Felsen, Farbgebung, Gräser, Wege, Strassen, Schotterung usw..

Etwas Zeit und Geduld sollte man mitbringen für ein schönes Ergebnis. Die Gipsbinden haben sich warscheindlich gelöst weil sie durch die Versuche immer wieder nass geworden sind (das mag Gips gar nicht). Im Video sieht man das bei Felsen auf Binden verzichtet wird. Sind diese nämlich zu glatt abgezogen kann die nächste Schicht auch nur schlecht darauf halten. Auf rauhem Untergrund, der auch leicht angefeuchtet wird, hält er besser. Wobei ich selbst in 30 Jahren auch noch nie Gipsbinden gebraucht habe. Gips einfach draufgeklatscht und auf der Rückseite auch nochmal mit der angefeuchteten Hand glattgestrichen damit das Gitter komplett verschwindet.

Die Bearbeitung ist am leichtesten wenn der Gips noch nicht durchgetrocknet ist (ca. nach 1-2 Stunden).
Danach muss man ihn aber komplett durchtrocknen lassen, er wird dann ganz hell und rein weiss.
Mit dem Fön kann man nachhelfen, musste ich selber noch nie. Während der Trocknungszeit gibts bei einer MoBa genug andere Sachen die man machen kann. Vorbereiten, Häuser bauen, Flexgleis abschneiden, Mauern aus Gips herstellen usw. usw..
Modellgips ist sehr gut weil man schöne, feine Kanten rausarbeiten kann. Ich hole meinen immer vom Baumax. ist zwar etwas teurer aber bei sichtbaren Stellen sollte man nicht sparen. Wo später Gras drauf kommt kann man ruhig was Billiges nehmen.

Immer die Bedienanleitungen und Verarbeitungshinweise auf der Packung lesen!!!!
Bei Gips erstmal mit kleineren Mengen herumprobieren, durch die praktische Übung wird man mit der Zeit immer besser und auch schneller!!!!
Nicht aufgeben, es wird schon werden!!!

PS: Meine ersten Felsen haben lange nicht so schön ausgesehen wie deine. Na OK, damals gab es auch noch kein Internet, keine Videos etc.. Nur Magazine und so einen Dodel im TV mit Hornbrille und 2 Kinder ("So, und jetzt haben wir die Klebekante schon vorbereitet."). Aua!!!!


Spockie

RE: Bautagebuch eines Dioramas

#21 von railjet364 , 15.08.2014 13:37

Hallo!

Danke für die sehr ausführlichen Antworten, habt mir echt weitergeholfen!

Werde heute gleich einmal ein bisschen Gips anrühren und auf eine alte Styrodurplatte auftragen. Derzeit probiere ich noch mit Bau- und Elektrikergips, hab mir nämlich noch vor Baubeginn einen 1,5 kg Sack gekauft, aber noch nicht geöffnet, den brauch ich noch auf. Heute erfuhr ich, dass der Gips, mit dem ich bisher gearbeitet habe, schon über 2 Jahre offen herumstand und dadurch wahrscheinlich so bröselig wurde. Bin selber gespannt wie es diesmal wird.


LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#22 von Spockie ( gelöscht ) , 15.08.2014 21:19

Servus

Bau- und Elektrikergips haben eine sehr schnelle Anfangsfestigkeit, Verarbeitungszeit etwa 5 Minuten (wenn überhaupt).
Das deswegen damit der Elektriker seine Rohre schnell befestigten und danach gleich weiter arbeiten kann.
Daher eher ungeeignet für die MoBa.

Bei Modellgips oder Spachtelmasse (wie Moltofill) bleiben etwa 20-30 Minuten zum Verarbeiten.
Spachtelmasse ist für eine dickere Schicht (2-5cm) wie bei Felsen aber weniger gut geeignet, da brauche ich den Modellgips.
Für kleinere Arbeiten wie etwa nur eine 2mm Geländehaut auf den Styrodur-Hügel oder Ausbesserungen verwende ich "Fertig-Spachel für innen" aus dem Eimer, die Billig-Sorte.
Kein Anrühren, gewünschte Menge rausnehmen, einige Tropfen Wasser dazu und kurz durchschlagen, verarbeiten, fertig.

Einmal im Jahr muss man nachsehen ob der Gips noch gut ist und neuen kaufen. Auch eine Aufbewahrung im fest verschlossenen Plastiksack bringt nicht sehr viel, die Luftfeuchtigkeit dringt auch dort hinein. Auch die Spachtelmasse im Eimer ist nach einem Jahr hinüber, Plastik hält die Luft nicht wirklich auf. So ist es eben, Baustoffe wie Gips und Zement nehmen sich das Wasser aus der Luft und reagieren damit im Laufe der Monate. In der Wüste ein kleineres Problem, bei uns und dem derzeitigen Sommer mit bis zu 65% Luftfeuchtigkeit ein etwas grösseres Problem.



Spockie

RE: Bautagebuch eines Dioramas

#23 von steve1964 , 16.08.2014 10:35

-
Hallo Philipp ,
Felsformationen gibt es ( fast ) unendlich viele verschiedene .
Und Modellfelsen fast soviel wie es Modellbahner gibt .
Die Deinen finde ich für den ersten Versuch recht gut gelungen .

Guck dir die Fotos von den Felsen an , die bei Obervellach die Bahnlinie umgeben .

Klüftung ( Richtung der Brüche ) , Gesteinsstruktur , Farbe -
von weiß über hellgrau , hellbraun , dunkelbraun , dunkelgrau ,
ocker , siena , hellrötlich , sogar schwarz
gibt es - regional und mineralabhängig - eine Riesenpalette .

Färben :
Tiefenwirkung gelingt immer dann am besten ,
wenn die Fugen dunkel sind ( umbra , schwarz , etc )
die erst mal satt in die Fugen reinlaufen lassen und
dann trocken lassen , nächste Schicht heller obendrauf .

Wandfarbe - Brillux , Alpina und wie sie alle heißen -
läßt sich hervorragend mit simplen Schulwasserfarben abtönen .
Ist billig und effektiv .

Immer lasierend arbeiten , nicht zuklatschen ,
wenig Pigment und fast trocken reiben und bürsten ,
lieber eine Schicht mehr , als feine scharfkantige Risse durch zu viel Farbe
zuspachteln und zurunden .

Werkzeug ist : Schwamm ( Haushaltsschwamm ) ,
steifer Malpinsel .

Begrünung ja ,
aber nicht auf jeden Felsvorsprung Gras und schon gar nicht immer das selbe ..
Auch in die Spalten reingehen , man kann Gräser oder Moospartikel mit der
Pinzette reinsetzen , sieht sehr gut aus .
Wie ein Maler immer wieder vom Bild ( Fels ) weggehen , aus der Entfernung
betrachten , wieder die nächste Schicht ...


PS
Moltofill kannst du je nach Wasseranteil mindestens 30 min verarbeiten ,
mit Messer , Schraubenzieher , Stukkateurwerkzeug etc .

Styrodur als Grund , alle Ritzen und Formen vorschneiden und nur dünn verputzen ,
bringt auch schon viel .

Grüße
Steve
-


Ich baue, also bin ich.


 
steve1964
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3.717
Registriert am: 15.02.2010
Gleise M, K, C, Roco Line, Geo Line, GT, Peco Code 55, Jouef, Fleischmann Messing, Hübner, Märklin 1
Spurweite H0, 1, N
Stromart AC, DC


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#24 von railjet364 , 23.08.2014 16:04

Hallo!

Zitat von steve1964
-
Guck dir die Fotos von den Felsen an , die bei Obervellach die Bahnlinie umgeben .

Klüftung ( Richtung der Brüche ) , Gesteinsstruktur , Farbe -
von weiß über hellgrau , hellbraun , dunkelbraun , dunkelgrau ,
ocker , siena , hellrötlich , sogar schwarz
gibt es - regional und mineralabhängig - eine Riesenpalette .
-



Die letzten Tage hat sich am Dio nicht viel getan, außer dass ich einen kleinen Felsen gegossen habe, weil ich auf Reisen war. Aber gestern führte mich eine davon nach Villach, wo ich mit dem Zug die Tauernbahnstrecke durchfuhr. Dort konnte ich mir ein genaueres Blid von den Felsen und der Bahnstrecke machen.

Hier habe ich ein Bild (leider etwas unscharf, war aber noch das beste Foto) von den Felsen entlang des Streckenabschnitts Mallnitz-Möllbrücke auf der Tauerbahn

Und hier noch der kleine "Fels" (Beachtet die Form nicht so, ich weis das schaut keinen Fels gleich, ist nur zum Bemalen gedacht)


Da muss ich noch wohl Ocker kaufen, sonst habe ich alle Farben dafür.

Wer noch selbstgemachte Bilder von der Tauernbahn braucht/möchte, kann gerne es hier hineinschreiben oder mir eine PN schreiben.


LG Philipp


Brumfda hat sich bedankt!
 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


RE: Bautagebuch eines Dioramas

#25 von railjet364 , 01.03.2015 21:59

Hallo an alle!

Seit Monaten hat sich bei mir nichts getan, doch seit gestern wagte ich wieder einige Versuche Felsen zu gipsen. Schreibt mir bitte eure Meinung zu den ersten Versuchen, wie ihr sie findet.
Zur Info: Die Gipsbinden haben sich alle selbstständig samt den Felsen gelöst, und dadurch startete ich ohne Gipsbinden komplett neu. Ohne Gipsbinden geht alles aber ohnehin weit besser.








LG Philipp


 
railjet364
InterRegio (IR)
Beiträge: 118
Registriert am: 09.08.2014


   


  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz