Hallo Ihr Stummis
Herzlichen Dank für Eure letzten Zuschriften. Olli,Andreas und Christoph…..Danke das Ihr hier wart und danke an alle stillen Mitstummis natürlich auch.
Schon immer hat es in der Welt Leute gegeben,die über den Tellerrand hinausblicken können.Diesen Menschen verdanken wir so manche Initiatiative und Lösung für anstehende Probleme.
In Neustadt ist das nicht anders. Bereits vor dem Kriege gab es in und um Neustadt,das ja bekannterweise irgendwo in der Nähe des Saarlandes und der Grenze zu Frankreich liegt, reichlich Industrie und Gewerbe.
Schon damals setzten sich weitsichtige Männer zusammen und ersannen Lösungen für immer wieder drückende Probleme.
Aus dieser Geisteshaltung heraus ist auch die ESN entstanden.
Die Eisenbahngesellschaft Saartal Neustadt ,kurz ESN, ist eine nicht bundeseigene kleine Bahn die immer dann zum Einsatz kommt,wenn die Staatsbahn nicht will oder kann ,oder wenn sonstige Engpässe drücken.
Heute erleben wir also einen Besuch im bekannten Schotterwerk Klindt & Halfmann,deren Besitzer auch zu der Klique Menschen gehören ,die eingreifen,wenn erforderlich.
Im Schotterwerk arbeiten pro Schicht bis zu 25 Leute.In den 1950ern war es nicht unüblich mit der Bahn zur Arbeit zu gelangen.Manche kommen mit dem Auto oder Motorrad und einige halt immer mit der Bahn.
Hier kommt nun die ESN ins Spiel.Sie bedient mit Ihren Fahrzeugen all die Strecken,die die junge DB nicht mehr für lukrativ hält. Dabei werden auch Industriebetriebe bedient, die im Personenverkehr von der DB nicht frequentiert werden können.
Die ESN hat teils alte Fahrzeuge der Staatsbahn, aber auch Neuankäufe in Betrieb,wie wir noch sehen werden.
Beobachten wir heute den Triebwagen Nr1,einen doppelt motorisierten neuen MAN Triebwagen ,der mit einem alten MCI Behelfspersonenwagen unterwegs ist und diverse Ziele rund um Neustadt und im Saartal zu bedienen.
Es brummt im nördlich gelegenen Schotterwerkstunnel und wir erblicken den T1.


Langsam und mit quietschenden Geräuschen läuft der MAN im Schotterwerksbahnhof ein. Da der Triebwagen reguläre Zug- und Stoßeinrichtungen besitzt, ist es kein Problem Wagen mitzuführen.
Heute eben den MCI als Beiwagen.




Erwin Wiedemann ,der Hausmeister des Schotterwerkes,beobachtet mit Hund "Hasso von der Herbstweide" den einfahrenden Triebwagen.





Als die Fuhre zum Stehen kommt springen auch gleich eine Hand voll Leute aus dem Inneren,Arbeiter des Schotterwerkes. Lauthals schwadroniert man über Sportergebnisse und sonstige Inhalte.
Mit den Arbeitern ist aber auch ein amerikanischer Soldat (Phil Muller )ausgestiegen ,der zunächst etwas verwirrt umher irrt,um dann einen ankommenden Arbeiter des Werkes zu befragen:


„Excuse me Sir, isn´t this Neustadt?“,sagt Muller.
Der gerade noch gedankenlos mit einem Hemmschuh dahinlaufende Egon Dinkel,ist überrascht,nimmt sich aber ein Herz und versucht auf englisch zu antworten,schließlich war man ja mal auf dem Gymnasium,bevor der Krieg alle hochtrabenden Ziele vernichtete.
„ Guden afternoon Mister“ denglischt Egon.“ Diss is not de Neustadt Bahnhof ,you see. You are in the Neustadt Schotterwerk, Schott…..ter ….werk. ……. Gravel Werk……factory.“
„Oh shit,I miss the right station",meint Phil.
„No no „, meint Egon,“ you have et nich gemisst,you must go further .The next Bahnhof will be Neustadt“
„Oh I see“ erwidert Phil Muller, I have to go one stop further.“
„Yes dadd is korrekt,go into the railcar again,the next Bahnhof is Neustadt at wood.“
Ok ,Thank you my friend for your help, sagt Phil Muller und steigt langsam wieder in den MCI Wagen.
Unser Triebwagen hat den MCI stehengelassen und vorgezogen, um via Segmentdrehscheibe Kopf zu machen und den Beiwagen zu umfahren.
Ein Manöver das die beteiligten Männer schon oft durchgeführt haben ,obwohl es immer etwas knapp war mit der Segmentdrehscheibe und dem MAN Triebwagen.

Im Bereich des Lokschuppens, an dem der Triebwagen auch vorbeirollt hört man schon von weitem gut vernehmbares Fluchen.


„Das gibt es doch garnicht. So ein Mist…..elendiger Mist……vermisteter……elendiger ….Obermist
die weiteren Auswürfe habe ich ,um die gute Stimmung nicht zu drücken in der bekannten Bildersprache,wie ihr Sie aus Asterix kennt ,übersetzt.
Hier scheint irgendwas deutlich schief zu laufen oder nicht zu klappen.
Doch dazu später.

Beobachten wir nun das Umfahrmanöver des T1



Wir sahen das weiter Rangiermanöver und schon brummelt der TI an die andere Seite des Wagens.......










An der Tunneleinfahrt wird nun über die Weiche an den MCI gesetzt.....




Der Triebwagen hat nun also Kopf gemacht und setzt kurz darauf seine Fahrt Richtung Neustadt fort. Natürlich wurde nach dem Kuppeln eine Bremsprobe gemacht und nun brummt unser T1 davon……….



Wird fortgesetzt……………….
Bis bald sagt Willi…Euer Dampfer