Hallo Stummis
Heute soll es um eine Beschwerde gehen ,die mir zugetragen wurde.Mehrfach war der Besitzer und Geschäftsführer des Euch sicher bekannten Neustädter Dampfsägewerkes,

Herr Laurenz Brettschneider bei mir und trug mir seine Klagen vor.Es wäre ein unmöglicher Zustand und man könne so nicht durchgehend arbeiten.
Wenn ich eine Modelleisenbahn wollte die auch Profit macht,müsse ich die von ihm benannten Mängel schleunigst beheben.
Doch bevor wir uns den Sorgen von Laurenz Brettschneider zuwenden,möchte ich Euch zunächst danken ,das Ihr wieder hier wart und mir Berichte geschrieben habt.
Felix,Andreas(hohash),Alex,Birk,klaus,Walter,Axel,Zillerkrokodil,René und Carsten, liebe Stummifreunde,Euch und allen die still mitlesen ,ein herzliches Dankeschön für Euer Interesse und Eure Zuschriften.
Das Zillerkrokodil war glaube ich noch nicht unter den Schreibern und darum möchte ich dich herzlich begrüßen in Neustadt am Wald. Gerne lade ich dich ein, jederzeit hier zu gucken und zu schreiben. Ich würde mich freuen.
Birk ,herzlichen Dank für deine interessanten Bemerkungen zur Dampflok und ihrer Leistung.Wohl bei keiner Maschine (außer einem Lebewesen,z. B. Pferd) hängt die Leistung so sehr vom „Bediener“ ab ,wie bei der Dampflok. Was sie wieder eine wenig lebendiger macht als eine E Lok, bei der man nur Knöpfe drücken muß .
Felix,am Schotterwerk werden schon mal leere Wagen so zu sagen auf Vorrat abgestellt. War die letzte Kundenbestellung etwas kleiner, bleiben nicht benötigte Wagen über und werden so wieder leer abgeholt 
Felix und Walter…..Das die heutige Bahn kaum noch leistungsfähig ist ,ist schon eine Tragödie. Wo ist nur das Können und das Wollen von früher geblieben. Dabei müßte heute doch alles besser sein mit fortschreitender Computerisierung und Digitalisierung(die wir doch unbedingt brauchen, wie uns alle immer erzählen.)
Früher haben die doch überhaupt nix hingekriegt ohne Computer. Die waren doch doof……………
Immerhin schaffte es die Bahn früher 300000 Güterwagen täglich zu beordern und zu befördern und das mit Rechenschieber und Papier und Köpfchen und Fleiß ,Willen ,Leistungsbereitschaft.
Daran fehlt es heute. Die Menschen sind bequem und faul geworden und jeder kümmert sich nur noch um seine Schei…e und seinen Urlaub etc.
Ich,ich,ich heißt es heute und wenn sich in einer Gruppe (die die Bahn ja auch ist) keiner mehr um das Gemeinwohl und den Erfolg der Gruppe schert, wird die Gruppe untergehen. 
Jeder guckt doch irgendwie nur noch wie er am besten „durchkommt“!
Das sind Wahrheiten die leider keiner aussprechen will.
Aber bitte ich möchte hier niemand weh tun.


Alex ,wie recht du hast mit Brawa.Gleich nach dem Auspacken sind die dritte Laterne am Tender und einige Kleinteile lose in der Verpackung gelegen ,da muß ich noch ran.
Zillerkrokodil….der Wagen stammt von Exacttrain, dem so weit ich weiß, einzigen Hersteller der H0 O-Wagen mit zu öffnenden Türen anbietet. Das ist es ein Leichtes ,solche Szenen zu gestallten.
René…..da bin ich aber froh zu hören , das es auch in der Schweiz diesen Standesdümpel bei den Lokpersonalen gab und nicht nur in Deutschland. Leider ist dieser Zustand führ eine gute Leistung/Teamleistung völlig hinderlich.
Euch allen nochmals vielen Dank für Euer Lob und Eure guten Worte.
@All
Wollen wir uns nun wieder mit dem ja bekannten Neustädter Sägewerk,……äh ich bitte um Verzeihung,Dampfsägewerk beschäftigen.
„Wir arbeiten schon seit der Jahrhundertwende in Neustadt als Dampfsägewerk und das der Betrieb im Kriege stark beschädigt wurde“, berichtete mir Laurenz Brettschneider.
„Wir mußten das Hauptgebäude mit der Säge neu bauen am Ende der 1940er Jahre und die Dampfmaschine ersetzen“, hieß es weiter.
„Von Anfang an war es schwierig mit der Wasserversorgung ,dort vor den Toren Neustadts.Nur eine kleine Leitung führt dorthin und alle paar Momente sei das Wasser abgesperrt gewesen",klagte Brettschneider.
„Es muß endlich was für die Sicherung der Wasserversorgung getan werden,um "die Dampfmaschine" und damit das ganze Sägewerk in Betrieb zu halten!“
So weit die Klagen des Herrn Brettschneiders.
Zur gleichen Zeit aber war ich bei Menzels Lokschuppen in Düsseldorf zu Besuch und mir viel das Buch
„Grüße aus Ferbach“ von Jacques le Plat in die Hände. Dieses Buch wird im WWW nur noch via des Antiquariats angeboten und bis zu 120,00 Euro werden dafür verlangt.
Ich kaufte es in Düsseldorf für 8,99Euro

Schon lange kenne ich das im Buch beschriebene kleine Schaustück von le Plat und bewunderte die Bilder .Allen voran das Titelbild mit der kleinen SNCF Tenderlok die Wagen von der Schraubenfabrik mit ihrem schönen Schornstein und dem Wasserturm abzog.
Nach Studium des Buches war ich erneut „angefixt“ von dem feinen Wasserturm und dem detaillierten Fabrikschornstein den le Plat schuf.
Also wuchs das Bedürfniss meinen doch ziemlich nackten Sägewerksschornstein etwas aufzupimpen und ggf. das Problem mit der Wasserversorgung durch einrichten eines Wasserturmes als Speicher zu lösen.So sieht das Sägewerk ja bis dato aus..

An einem WE wurde mal die Bastelkiste durchsucht und es fanden sich einigen gut zu verwendende
Teile.Zwei Faller Förderbänder wurden erworben und schon konnte die Bautätigkeit los gehen.Guckst Du hier:




Aus den Standfüßen der Faller Förderbänder entstand der schmale Turm für einen Wasserbehälter.
Im Inneren wurden Zwischendecks und Leitern angebracht. Auch eine Füllleitung zur Befüllung des Tanks aus dem Netz wurde eingebaut.








Der Tank war noch zweifach in der Bastelkiste und stammt vom Bau der „Südmühle“ und den dortigen Silos.Die Verbindung von Tank und Fuß erzeugte ein 18er Dichtungsring mit Gummilippe vom LKW.Wohl dem Bastler der ein MAN Lager sein eigen nennt 






Zunächst wurde auch das Bauwerk mit saphrangelbem Lack ausgestattet.Wollte ich doch die gute Wirkung des Vorbildes erreichen.





Der Bau einer Belüftung erfolgte aus Pappe und mit 6mm Unterlegscheiben……




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Nach einigen Stellproben stellte ich jedoch fest ,das das Gelb so gar nicht zum Umfeld des Sägewerkes passen wollte. Ich meiner Nähe beim Wechsel der Autobahn A57 auf die A42 in Kamp Lintfort am Niederrhein,steht ein grüner Wasserturm einer ehemaligen Kohlewäsche.
Das könnte man doch verwenden,dachte ich und so erhielt der Wasserturm eine Lackierung in RAL 6013 (Maschinengrün) und eine Alterung mit dem Farbkasten.


Das passt schon sehr gut,das auch weitere Maschinenteile des Sägerwerkes bereits diese Farbe besaßen.




Dann wurde eine Wasserleitung gelegt zum Kesselhaus der Sägerei,wie wir gleich bei den Übersichtsbildern noch sehen können
Nun war die Wasserversorgung der Dampfmaschine sichergestellt.
Kommen wir also noch zur Esse ,dem Schornstein.





Mithilfe von 2mm breitem schwarzen Zierlinienband wurden dem Schornstein Spannbänder verpasst,die das Mauerwerk stabilisieren sollen. Aus dünnem Messingdraht erhielt der Schornstein 4 Blitzableiter.
Schließlich wurden dem Kamin noch Aufstiegstritte beschert ,wie sie früher oft üblich waren.
Ach ja „Werbung wird für uns auch kaum gemacht“, klingelte s mir von Laurenz Brettschneider noch in den Ohren.“Die Südmühle kann man von überall aus sehen und auch das in etwas entfernter Nachbarschaft liegende Schotterwerk Klindt & Halfmann wäre mit Werbung gut bestückt“, meinte Brettschneider.
OK,OK beschwichtigte ich ihn und versprach auch für sein Unternehmen was zu tun.
Der Wasserturm wurde mit 5mm großen Klebebuchstaben,die sich die Damen normalerweise auf ihre gemachten Nägel kleben können,beschriftet.












Der Schornstein erhielt eine Montage von großen Metallbuchstaben,die es ermöglichten das Sägewerk schon von weitem zu erkennen.
So ausgerüstet zeigt sich das „aufgepimpte“ Sägewerk dann jetzt dem Betrachter.Laurenz Brettschneider war sehr zufrieden und gleich nach Ende der Umbauarbeiten nahm das Sägewerk,…..äh Verzeihung.das Dampfsägewerk Laurenz Brettschneider seinen Betrieb wieder auf.

















Ich hoffe der kleine Baubericht hat Euch gefallen und zeigt auch das eine Anlage nie fertig ist. Wenn die Inspiration einen Trift ,gibt es immer Möglichkeiten zu verändern und zu verbessern oder zu „pimpen“ wie der Engländer sagt.
In diesem Sinne beste Grüße und gerne bis später liebe Freunde, wenn es mit den nächsten ZUG um ZUG Berichten weitergeht. Darin wird ein Müllwagen eine negative Rolle spielen.

Doch davon später mehr……Euer Dampfer Willi