RE: Neuer Ansatz

#1 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 12.09.2014 13:59

Hallo liebe Stummis,

ich habe mich ja bereits in meinem alten Thread zurück gemeldet. Ich habe mir nun einmal Gedanken für einen kompletten Neuaufbau der U-Form Anlage gemacht. Fest steht, es soll Fleischmann Profigleis mit Bettung im sichtbaren Teil verwendet werden. Da ich mit den unterschiedlichen Planungstools noch nicht versiert bin, habe ich das ganze in Paint skizziert. Dazu muss gesagt werden, ich habe mal ganz bewusst Maßstäbe und Plattenkannten weg gelassen und einfach mal "gemalt". Das U ist erkennbar.
Ziel und Zweck dieser Anlage soll es sein, abwechslungsreich zu spielen, wobei die Züge auch "Strecke" zurücklegen sollen. Das ganze eingebettet in eine Gebirgslandschaft - zumindest auf dem senkrechten Abschnitt und dem kurzen Schenkel.
Da meine Gemale vielleicht nicht für alle verständlich sein wird, erkläre ich die Gedanken kurz.

Ich beginne auf dem Bild auf dem langen Schenkel links:
Hier soll die Stadt entstehen, unter der sich gleichzeitig die Abfahrt der Züge in den unteren Teil der Platte befindet. Hier dargestellt in grüner Linienführung.

Ich fahre fort in der Mitte des langen Schenkels von Oben nach Unten. Im oberen Bereich, diagonal zur späteren Plattenkante soll der 5-gleisige Hauptbahnhof entstehen.
Unterhalb – quasi in der Mitte bis unten soll der Güterbahnhof mit dem sich anschließendem Lokschuppen und BW entstehen.

Auf der rechten unteren Seite ist der Gleiswedel erkennbar, in dem die Züge zweigleisig auf die Ebene 1 hochgeführt werden sollen, um dann die Strecke, kommend vom Bahnhof über eine Brücke zu kreuzen, um dann auf den Querschenkel geführt zu werden. Der Gleiswedel wird über eine Tunneleinfahrt erreicht und eine Ausfahrt verlassen. Der Gleiswedel soll in einem Berg verbaut werden. Gleichzeitig wird die unter der Platte verlaufende Strecke an den Gleiswedel angeschlossen.


Weiter auf dem senkrechten Teil rechts:
Hier sollen die Züge sichtbar, zweigleisig auf einem Bergmassiv lang geführt werden. In der Mitte, am Fuße des Bergmassives soll eine kleine Bergstadt entstehen, die den senkrechten Abschnitt mit dem kurzen Schenkel verbindet. Links daneben sieht man die Rückführung der Hauptstrecke in Richtung Hauptbahnhof.


Es geht weiter auf dem kurzen Schenkel. Dieser wird bestimmt durch das Bergmassiv im Hintergrund, welches durch eine zweigleisige Brücke unterbrochen wird. Auf der linken Seite endet das Bergmassiv in dessen Inneren ein Gleiswedel die Züge zurück auf die Ebene null führt und bei Bedarf auf die Ebene -1, um von hier aus in einen möglichen Schattenbahnhof zu fahren. Ggf. kann die Strecke hier mit dem in Grün eingezeichneten Streckenverlauf verbunden werden.
Im Vordergrund soll ein kleiner Bahnhof / Haltpunkt entstehen. Auf der linken Seite, am Fuße des Berges soll ein Sägewerk oder Ähnliches angeschlossen sein. Von dem kleinen Bahnhof wird die Strecke zurück über den kleinen Fluss zum Hauptbahnhof geführt.

Selbstreded habe ich schon versucht, die Anregungen von letztem Jahr zu berücksichtigen.

Ich hätte gern gewusst, was Ihr von dieser Idee haltet. Ist sie zweckmäßig und praktikabel? Ist das überhaupt „baubar“? Ich freue mich auf Eure Anregungen und die Kritik.


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#2 von Reinhard Heckmann , 13.09.2014 13:25

Hallo E-Lok 103 (Hast keinen richtigen Namen?)

Dein Projekt ist anspruchsvoll. Für die Umsetzung in H0 brauchst Du nach meiner Schätzung ein Anlagengröße von etwa 10x4 Meter. Dass Du preislich bei Kosten bist in der Höhe eines guten Mittelklassewagen und als Berufstätiger und Alleinbauer mit einem Bauaufwand von 5-15 Jahren rechnen solltest, muss dir klar sein.

Du hast mit der Skizze durchaus nachvollziehbare Vorstellungen Deiner Traumanlage präsentiert.
Ich würde aber bei so einem Projekt vorschlagen, sich erst einmal etwas mehr in die Materie einzuarbeiten, die genauen Raumverhältnisse aufzuzeigen und sich ernsthaft mit einem Gleisplanungsprogramm zu beschäftigen.

Wenn Du dich dann noch an bewährte Reihenfolge der Planung hältst wie,


1. Räumlichkeiten
2. Anlagenthema (Epoche)
3. Betriebskonzept und Art der Steuerung
4. Gleisplan
5. Landschaftsplanung

dürfte Dir der Erfolg sicher sein.

Bei der Einhaltung dieser Reihenfolge, wird man erfahrungsgemäß sehr demütig und muss viele Kompromisse eingehen.

Ich weiß, wovon ich rede.

Viel Erfolg bei der weiteren Planung.

Viele Grüße aus Igling

Reinhard


System HO 2-Leiter, Tillig Elite und RocoLine, Weichenantriebe Roco und Flüster(Servo)antriebe, Lenz 3,6 TC Gold V9
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Reinhard Heckmann  
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RE: Neuer Ansatz

#3 von Redundant , 13.09.2014 14:54

Moin,

ich weiß nicht wie alt du heute bist, aber wenn du mit der Anlage fertig bist wird sie für dich wahrscheinlich nicht mehr betreibbar sein, weil du nicht mehr an die Stellen ran kommst, an die du rankommen musst ...

Zu den Kostendimensionen wurde schon etwas gesagt. Die Kosten pro Quadratmeter können natürlich bei einer Großanlage geringer ausfallen als bei einer kleinen Anlage, weil man nicht jeden Nonsens einbauen muss, der eine kleinere Anlage interessant machen soll. Digitaltechnik ist auch nur bedingt notwendig. Ansonsten würde ich auch die Bahnhöfe nur andeuten und nicht komplett entwickeln (spart platz und Kosten).

Bis dann,
Thorsten


Die vorangegangenen Zeilen sind als Denkanstoß zu verstehen – nicht als Belehrung, Provokation oder was auch immer bösartige Menschen da hineininterpretieren könnten.
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RE: Neuer Ansatz

#4 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 13.09.2014 16:11

Hallo liebe Stummis,

die Anlage wird groß, das ist mir und meinem Vater bewusst. Also ich bin kein "Alleinbauer" sondern wir bauen zu zweit. Und die Anlage muss eine gewisse Größe haben, da wir allein über 100 Loks haben und dazu die entsprechende Anzahl an Wagen etc. Es soll nicht alles gleichzeitig laufen, abereine gewisse Stückzahl. Von dem Traum alles auf der Anlage zu haben, davon sind wir schon lange abgerückt.
Ich versuche die Anlage gerade in SCARM umzusetzten und es ist nicht ganz einfach, aber wenn ich einen einigermaßen der Skizze entsprechenden Gleisplan habe, poste ich ihn hier. Derzeit machen mir genau parallel zu legende Kurven Probleme und der Hauptbahnhof ist nicht ganz einfach. Wenn ich an einer Seite die Weichenstraße egal ob Ein- oder Ausfahrt zusammen habe, bekomme ich sie an der anderen Seite nicht mehr zusammen. Zum Irre werden ist das. Genauso bekomme ich den Güterbahnhof daneben noch so gar nicht umgesetzt

Zu der Frage mit den Maßen:

Der untere Schenkel kann 9m lang und 2,50m Breit sein.
Der Obere kann 1,5m breit und circa 4m lang sein.
Das Mittelstück kann 1,90m breit und 3,40m lang sein.

Zur Eopche:

Mein Vater sammelt Epoche II und III und ich IV im Schwerpunkt und ein wenig V. Das heißt, von Dampfloks, über E-Loks bis hin zu Dieselloks ist alles vorhanden. Die Anlage selber soll nach keinem konkreten Vorbild gebaut werden. Dennoch sollten die einzelnen Elemente in Bezug auf den Bahnbetrieb durchaus realistisch sein. Es muss nicht 100% sein, aber so in die Richtung. Defacto kann es ja schon nicht 100% sein, wenn die Epochen so gemischt werden. Vielleicht ist auch das Fleischmann Gleis von seiner Geometrie her nicht das Beste, aber was wir wirklich vermeiden wollen, ist selber schottern.

Vom Prinzip her liegt der Kostenaufwand nur bei dem neu aufzubauenden Unterbau, den Gleisen + Signalanlagen. Alles andere ist vorhanden, Gebäude etc. und zum Großteil bereits sogar gebaut. Was uns noch fehlen würde, wären Bahnsteige in der entsprechenden Länge. Das Hauptgebäude des Bahnhofs soll beispielsweise durch das Gebäude des Bonner Hauptbahnhofes gestellt werden. Der steht schon fertig montiert rum:).

Es ist ja auch nur eine Idee, die modifiziert werden kann. Nur so habt Ihr erstmal einen Eindruck, was so das Konzept ist.

Herzliche Grüße
Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#5 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 13.09.2014 18:08

Hallo Gilbert,

Deine Maßangaben bedeuten zwingend zweiseitige Zugänglichkeit; die Breite von 2,5m des unteren Schenkels würde zwingend Durchstiege erfordern. Der Wendelinnenradius kann mit Rücksicht auf die Steigung nicht unter 60cm liegen, ergibt wegen Zweigleisigkeit und nötiger Abrückung von der Anlagenkante einen Abstand des Mittelpunkts von dieser von 75cm. Mit diesen Zwangsmaßen kann eine maßstäbliche Skizze erstellt werden, um die tatsächlichen Verhältnisse zu überprüfen. Dann wäre dringend ein Betriebskonzept erforderlich, bevor die Weichen sinnvoll eingeplant werden können...

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#6 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 13.09.2014 19:21

Hallo Alexender,

auch auf die Gefahr hin, dass jetzt gelacht wird, muss ich mal ganz naiv fragen, was
genau meinst du mit Betriebskonzept?

Gruß Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#7 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 13.09.2014 19:47

Hallo Gilbert,

Dein Vater und Du können natürlich einen großen Zugspeicher/Schattenbahnhof vorsehen, von dem die Garnituren ggf. per Automatismus an die Oberfläche abgerufen werden, dort ein paar Runden drehen, mal wo halten oder auch nicht, um anschließend wieder in der Unterwelt verschwinden. Dann sind die sichtbaren Weichenverbindungen und Gleiszuordnungen quasi egal - ob so eine Art von Betrieb auf Dauer zu befriedigen vermag, ist Eure Entscheidung. Anderenfalls gilt es, sich zu überlegen, welcher Verkehr bzw. welche Bedienung von Ladestellen mit den damit erforderlichen Rangiermanövern stattfinden sollen. Daraus ergeben sich die erforderlichen Gleise und Weichenverbindungen.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#8 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 13.09.2014 20:10

Hallo Alexander,

also der Hauptbahnhof soll dazu dienen, den Zügen einen repräsentativen Durchfahrtsbahnhof zu geben und gleichzeitig soll mit dem in Verbindung stehenden Güterbahnhof und dem Bw soll ein abwechslungsreicher Rangierbetrieb möglich sein. Das heißt für mich, das Zusammenstellen von Schnellzügen und diese dann im Hauptbahnhof bereit stellen. Hier sollen sie dann von der Zuglok übernommen werden und dann gehts ab auf die Reise. Gleichzeitig kann auch mal ein Schnellzug hier enden und dann halt das ganze umgedreht. Das bw soll gemäß seiner Funktion agieren. Hier soll hauptsächlich den Bedürfnissen von Dampflok Rechnung getragen werden.
Im Güterbahnhof sollen Güterzüge bereit und zusammen gestellt werden. Hier könnte ich mir vorstellen, dass Güterzüge zusammengestellt werden die dann über die Alpen gezogen werden. Würde mit der Thematik der Anlage ganz gut passen. Kniffelig ist der Umstand, dass mein Vater gerne Züge beim fahren bewundert (was ich auch toll finde), und ich auch gern rangiere:).
Wie gesagt es ist ja nur eine Idee und viel kann geändert werden. Ich weiß, dass alleine das Bergmassiv viel platz weg nimmt. Ich finde es nur langweilig, einen Zug die ganze Zeit zu sehen. Egal welche Streckenführung, das hat was von stumpfen im Kreis fahren für mich. Am liebsten hab ich es, wenn ein Zug zu sehen ist und wenn man ihn an einer bestimmten Stelle erwarten, taucht ein anderer Zug da auf. Klingt vielleicht komisch ist aber so:). aber es ist ja alles verhandelbar.
Ich merk ja schon das es nicht ganz einfach ist, zumindest mit Scarm. Obwohl das Programm gar nicht schlecht ist.

Gruß Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#9 von Harzroller ( gelöscht ) , 13.09.2014 20:28

Hallo Gilbert,

Alexander hat dir schon den wichtigsten Hinweis "Betribskonzept" geliefert.
Bei vielen Planungen muss ich immer wieder Feststellen, dass Weichenverbindungen vorgesehen werden, welche keinen Sinn ergeben.
Bevor du weiter planst empfehle ich dir Bahnhofpläne zu studien, damit du ein Gefühl bekommst worauf es ankommt.
Wie man eine Abstellanlage für Reisezugwagen anbindet habe ich hier viewtopic.php?f=24&t=109789&start=250 gezeigt.
In dem gezeigten Beispiel kommt es zu keinerlei störungen beim betrieblichen Ablauf, da die Abstellanlage nur an zwei Bahnsteiggleise angebunden ist und die anderen Gleise auch nicht gekreuzt werden müssen.
Ansonsten schau bei meinen Planungen "Klick in die Bilder unter meiner Signatur" nach, da findest du genügend Anregungen.


Harzroller

RE: Neuer Ansatz

#10 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 13.09.2014 20:49

Hallo Wolfgang,

dein Gleisplan find ich ja sehr interessant. Vom Prinzip her muss ich das ja nur auf meine lange Achse spiegeln und dann daneben den Güterbahnhof integrieren. Nur fällt mir das nicht so leicht. Wenn Ihr wüsstet wie lang ich an der Idee hier gefeilt habe:). Man will ja immer viel, aber man darf ja auch nicht zuviel wollen.
Auf der Anlage müssen halt die Vorstellung von meinem Vater und mir zusammengeführt werden. Das heißt ich muss die Alpen basteln mit der entsprechenden Landschaft. Den großen Bahnhof denke ich mir so in etwa als Voralpenbahnhof, wo Fernzüge ankommen, ggf. Loks getauscht werden müssen und Güterzüge enden bzw. anfangen, was ja viel Rangierbetrieb mit sich bringt.
Ich hab mir schon einige Gleispläne bzw. Bahnhöfe angeschaut, aber mir fehlt in der Beziehung der Blick für das Wesentliche bzw. durchschau das genau Prinzip nicht. Ich bin kein Bahntheoretiker sondern habe mit der Sache an sich nur sehr viel Spaß:).

Die Sache mit dem Schattenbahnhof ist im Übrigen so eine Sache. Mein Vater ist so gar kein Freund davon

Gruß


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#11 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 13.09.2014 20:56

Hallo Gilbert,

ich halte Eure betrieblichen Vorstellungen auf der Fläche grundsätzlich für realisierbar - aber auf keinen Fall so wie skizziert. Das würde schon für Dich alleine nicht funktionieren, weil die aufgezählten Rangieraufgaben bei dem Bahnhofsgleisplan nur sehr umständlich abzuwickeln wären. So fehlen Abstellbereiche sowie jegliche Ziehmöglichkeiten getrennt von den Strecken. Wenn diese dann auch noch von Deinem Vater gleichzeitig dicht belegt werden, geht überhaupt nichts mehr. Vordringlichste Aufgabe ist es also, die Streckengleise geeignet durchzubinden, damit gleichzeitig die Rangiermanöver stattfinden können.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#12 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 13.09.2014 21:00

Guten Abend Alexander,

was bedeutet denn "Strecken durchzubinden"?
Aber wenn du sagst, dass meine Idee so nicht funktioniert muss ich mal darüber nachdenken, wie das funktionieren könnte. Lach, das wird ja ewig dauern:).
Meine Frau amüsiert sich schon.

Gruß Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#13 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 13.09.2014 21:22

Hallo nochmals,

es geht um die (gleichzeitigen) Ein- und Ausfahrmöglichkeiten. Sollte Dein Vater z. B. einen Zug von links kommend durch den Hbf Richtung Haltepunkt schicken wollen, sind alle anderen Verbindungen blockiert. Aus dem Güterbereich kann man das Ziel überhaupt nie erreichen! Schaue z. B. mal hier viewtopic.php?f=24&t=92057#p991356 rein, um zu eine Vorstellung davon zu bekommen, wie betriebliche Anforderungen auf einen Gleisplan abzubilden sind.

Das wird schon,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#14 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 13.09.2014 21:45

Hallo nochmal,

ok das stimmt. Der direkte Weg wäre von da verschlossen. Geht ja nur über den Wedel nach rechts. Na dann werde ich mal versuchen, dass irgendwie anders zu planen. Ich muss mal sehen wie ich das hinbekomme. Also wieder Papier und Bleistift bzw. Füller:).
Die Herausforderung besteht ja auch darin die Züge auf Höhe, in die Alpen zu bringen. Und die Größe der Wedel nimmt viel Platz weg.

Welche Anzahl von Gleisen und Bahnsteigen würdet ihr denn empfehlen, für die Art der Nutzung die ich mir so vorstelle? Da fällt mir gleich auf, mir fehlt ein Durchfahrtsgleis. Die Güterzüge müssen ja nicht alle zwingend halten und da ich ja sehr auf Zugbegegnung im Bahnhof stehe (ich finde einfach das sieht toll aus) werden mindestens zwei Gleise immer belegt sein. Zumindest spiel ich das derzeit auf unserer Anlage auch so:).

Gruß
Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#15 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 13.09.2014 22:18

Hallo Gilbert,

ich sehe schon - die Saat ist aufgegangen, denn Du beginnst, Dir die richtigen Fragen zu stellen.

Die Antworten liegen genau im Betriebskonzept! Also, welche Art Reisezüge verkehren auf welcher Strecke mit welcher Frequenz und welchen Halten? Umsteigen/Anschlüsse? Neubildung oder (W)enden im Hbf? Daraus ergibt sich die Anzahl der notwendigen Bahnsteigkanten sowie deren jeweilige Zuordnung zu den Strecken. Von jeder soll gleichzeitig (also ideal kreuzungsfrei) ein Zug einfahren können, dafür brauchst Du also mindestens drei Gleise.

Der Güterbereich ist gesondert zu betrachten. Die Kapazität und Anbindung orientiert sich hier in erster Linie an den Zugbildeaufgaben für die einzelnen Ziele/Richtungen. Beispiele dazu: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=92841
viewtopic.php?f=24&t=98248

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#16 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 14.09.2014 10:42

Moin Zusammen,

so ich habe schon mal ein wenig modifiziert. Der Hauptbahnhof hat insgesamt 4 Gleise, zwei für jede Fahrtrichtung. Getrennt werden die Fahrtrichtungen durch zwei Durchgangsgleise in rot dargestellt. Den Abzweig nach rechts in den Wedel habe ich weggelassen, da ich ihn eigentlich nicht brauche. Jetzt habe ich natürlich viel Platz für den Rangierbahnhof und das BW.
Wie ich das jedoch sinnigerweise baue ohne zuviele Kreuzungen mit der Hauptstrecke zu haben, ist mir noch nicht klar. Defacto müsste es ja so sein: Im Fall das ein Zug endet, muss er ja aus dem Bahnhof in den Rangierbereich gezogen werden. Das heißt ja es muss erstmal einen Abzweig von der Hauptstrecke her geben oder? Mhhh grübel grübel. Es soll ja auch nicht alles mit Gleisen zugepflastert werden sondern eine interessante Streckenführung muss ja auch noch her, sonst weiß ich schon wer mich lyncht:).

Hier aber erstmal die modifizierte Skizze:


Ok, rot lässt sich nicht erkennen, aber es sind die beiden mittleren Gleise. Ist das sinnig so? Das BW habe ich wie dargestellt erstmal in der Ecke da gelassen.

Ich probiere mich gerade skizzenhaft mit Bleistift und Papier. Da fällt mir gleich auf, die Züge die aus Richtung des kleinen Haltepunktes kommen, die können de facto gar nicht enden, da ich ja sonst auf zwei Seiten einen Rangierbetrieb aufbauen müsste oder ich habe halt das Problem, dass ich die Hauptstrecke inkl. Ader Durchgangsgleise kreuzen muss, was dazu führt, dass die Strecke blockiert ist. Wie löse ich das Problem? Beim Studium der mir gestern noch vorgestellten Pläne fand ich ja die Idee mit dem Stumpfgleis im Bahnhof ganz neckisch, wo Züge reingeschoben und breit gestellt werden können, aber das würde bei insgesamt bereits 6 vorhanden Gleisen ja noch größer werden.


Gruß
Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#17 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 14.09.2014 12:11

Hallo Gilbert,

abgesehen von allen anderen noch zu behandelnden Punkten kannst Du jetzt den zweiten Wendel ganz nach links verschieben und die Unterquerung beim Hbf somit leichter lösen. Bei dem gibt es übrigens auch noch eine Grundsatzfrage zu klären - soll das EG so wie gezeichnet vorne stehen (und die Sicht auf die Züge deutlich beeinträchtigen) - oder besser an der Kante der Güterbereich (Zugriff beim Rangieren!), dahinter ggf. leicht erhöht die Bahnsteiggleise und dann erst das Gebäude?

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#18 von Spockie ( gelöscht ) , 14.09.2014 12:40

Servus

Hab dir mal eine Prinzip-Skizze zusammengestellt, ohne Masstäblichkeit.
Da gibts nur 3 DKWs, bei Bedarf natürlich mehr.

Rechts unter der Strecke ist ein Ausziehgleis, am besten so lang wie das längste Rangiergleis.
Auf den obersten beiden Gleisen des GüterBHFs werden die Wagen von der Streckenlok abgestellt und dann von einer Rangierlok verteilt.
Umgekehrt natürlich von der Rangierlok zusammengestellt und von einer Streckenlok abgeholt.
Dann braucht man Abstellgleise, eventuell Anschlussgleise für Betriebe und noch eine Zufahrt zum BW.





Spockie

RE: Neuer Ansatz

#19 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 14.09.2014 13:32

Hallo Stummis,

erst einmal vielen herzlichen Dank für diese rege Beteiligung an meiner Problemstellung.

Zur ersten Frage: Das Gebäude soll vom Prinzip her nichts verdecken, denn das würde ja viel von der Optik nehmen. Mir ist halt ad hoc nichts anderes eingefallen, als es da zu stellen. Auf der anderen Seite würde es ja total surreal aussehen, wenn dahinter der Rangierbahnhof etc. sein würde.
Zur zweiten Bemerkung: Die Abfahrt ist doch schon ganz links oder versteh ich das grad falsch?!?

Und herzliche Grüße nach Austria und vielen Dank für die Prinzip Skizze. Ich werde sie mir mal zu Gemüte führen. Ich finde es erstaunlich, was hier so manche aus dem Hut zaubern, während ich zu keiner adäquaten Lösung komme:). Liegt mit Sicherheit an der fehlenden Erfahrung und der Herausforderung gleich so ein Projekt umzusetzen.

Aber so ist das Leben; hat ja keine behauptet es soll einfach sein:).

Btw. Ich werde mir dann am 17.09.14 Wintrack 12 bestellen. Erstens scheinen damit hier viele zu arbeiten und zweitens hat es deutlich mehr Funktionen als SCARM. Wie aber in der Demo schon ersichtlich, deutlich komplexer und ein paar Gleise zu verlegen dauert etwas länger .

Btw. Bitte nicht zu sehr wundern, wenn meine Pläne euch etwas krude erscheinen. Ich weiß was ich will, mir fällt das bloß schwer zu visualisieren und meist zeichne bzw. entwerfe ich etwas unter ein wenig Zeitdruck. Das geht aber beruflich bedingt nicht anders.

Herzliche Grüße und ein großes Dankeschön

Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#20 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 20.09.2014 19:21

Ok, ich merke ich komme mit meiner Planung und dem Platz nicht hin und mir fehlt die Eingebung, das Problem zu lösen.
Ich lade mal hier die Maße der Anlage hoch. Vielleicht hat da jmd eine zündende Idee.
Das Konzept des Bahnhofs haben wir ja schon besprochen. Der muss aufgrund der Größe ja auf den langen Schenkel und dann muss das ganze mit schönen Strecken kombiniert werden.
Hat jmd eine Idee, wie sich das auf der Fläche verwirklichen lässt? Klein ist die Fläche ja nicht, wenn ich nicht total falsch liege.




Die Planung die Ihr auf der Skizze seht, war mal die Ursprungsidee.

Herzliche Grüße

Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#21 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 20.09.2014 19:45

Hallo Gilbert,

bevor hier etwas Sinnvolles eingeworfen werden kann, sind ein paar grundsätzliche Fragen zu klären. Wie breit sind die rückseitigen Gänge beim unteren und mittleren Schenkel - hoffentlich mindestens 70cm? Wozu glaubt Ihr diese großen Anlagentiefe zu brauchen? Das erinnert irgendwie an Schau- aber nicht an Heimbetrieb, wobei ersterer dann im Wortsinne ganz andere Zugangsmöglichkeiten für Wartungszwecke hat. Der obere Schenkel (direkt an der Wand stehend?!) ist auf jeden Fall zu tief...

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#22 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 20.09.2014 20:40

Ja, die Gänge sind breiter als 70cm, aber nicht viel.
Die Tatsache mit der Anlagentiefe ist mir durchaus bewusst, aber ich brauch ja Platz um die großen Radien zu platzieren oder?!?
Die Maße sind so, wie die derzeitige Anlage gebaut ist und das Eingreifen stellt momentan nicht die Herausforderung dar, da in der Mitte Stadt und Landschaft verläuft. Wie es jetzt ist, ist aber relativ irrelevant, da wir ja komplett neu aufbauen wollen. Das sind de facto die Maße, die ich zur Verfügung Habe und da möchten mein Vater und ich unsere beider Ideen zusammen führen.
Nur für die Größe meines geplanten Bahnhofes scheint die Raum dann doch zu klein.
Deswegen stelle ich das ganze mal zur Disposition und hoffe von Euren Erfahrungen und Ideen zu profitieren.
Alleine der Gedankenaustausch bringt einen ja schon weiter. So hat mich ja der Mobi Fan aus Österreich auf seine Idee gebraucht, die ich toll finde nur wie ich es in SCARM probiert habe, nicht unter bekomme.


Herzlichst Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#23 von DB-IV-Proto87 ( gelöscht ) , 20.09.2014 21:05

Hallo nochmals,

natürlich brauchst Du bei den Kehren/Wendeln mehr Tiefe - aber eben nur dort! Wenn Du sie wie von mir empfohlen an die jeweiligen Schenkelenden verlegst (Zugang von zwei bzw. unten sogar auf drei Seiten!), benötigst Du dazwischen wesentlich weniger "Dicke". Deine Forderung nach zweigleisiger Paradestrecke in der Landschaft und einem Bahnhof kann auf dem verfügbaren Platz definitiv umgesetzt werden. Es sind sogar deutlich vorbildgerechtere Zuglängen möglich. Allerdings wäre dann das "Abschneiden" eines Kopfs des Bahnhofs bzw. dessen Lage in einem (weiten!) Bogen nötig.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander


DB-IV-Proto87

RE: Neuer Ansatz

#24 von E-Lok103 ( gelöscht ) , 20.09.2014 22:24

Abend Alexander,

also der eine Wedel (der Obere) liegt doch schon ganz links und und der zweite ist doch ganz rechts. Vielleicht steh ich auch auf dem Schlauch (mit Sicherheit), aber ich versteh nicht so ganz wo ich die zweckmäßiger hinlegen soll. Das ist halt das Problem, wenn man Ideen im Kopf hat, aber das mit dem Aufmalen etwas schwerer ist. Dass, was einige hier so in paar Minuten zaubern, dafür brauch ich deutlich länger.
Ich kann halt ganz gut bauen denke ich, aber das planen ist nicht soooo meins, auch wenn es in diesem Fall an mir hängen bleibt, aber dafür lernt man dank Euch auch viel.
Mal noch ein ganz anderes Problem, wenn ich das in SCARM halbwegs umsetze, seh ich nur noch Gleise. Da bleibt kaum Platz für Landschaft. Liegt das an der Darstellung oder baue ich evtl falsch?
Ich zeig Euch das mal als jpeg. Die "Unterführung" unter der Platte hin zum rechten Wedel ist nicht gebaut, da ich bei SCARM darunter keine Ebene Einsetzen kann.
Gleich noch eine Frage: Reicht der Platz zwischen den oberen Gleisen für Bahnsteige?



Von Unten gezählt, das lange Gleis soll das Auszugsgleis werden, wie von Spockie vorgeschlagen. Wo da jetzt aber noch ein Rangierbahnhof und ein BW hinsollen, ist mir schleierhaft. Außerdem ist mir die Streckenführung glaub ich zu langweilig. ,:(
Ich glaube ich verbaue mich total:):

Grüße Gilbert


E-Lok103

RE: Neuer Ansatz

#25 von Spockie ( gelöscht ) , 20.09.2014 23:57

Servus

Als erstes braucht man eine masstäbliche Skizze der vorhandenen Fläche.
Dann kommt nämlich der Knackpunkt, die Seite mit 340cm engt das Ganze doch etwas mehr ein als man denkt.

Die Skizze zeigt nur eine Möglichkeit wie man den vorhandenen Platz nutzen könnte.
Ecken können natürlich abgerundet oder abgeschrägt werden.
Die Enden des U sind für Wendeln vergrössert.
Was oben dazukommt muss unten weggenommen werden, sonst ist im Innenraum kein Platz mehr zum Bedienen/Begehen der Anlage.
Wo beidseitig begehbar etwa 150-160cm Tiefe, länger sind unsere kümmerlichen Ärmchen leider nicht.
Einseitig begehbar maximal 80cm.

Ist eine gute Raumaufteilung gefunden, kann man sich dem Gleisplan widmen.





Spockie

   


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