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RE: Eine Frage an die Spezies

#1 von Stefan7 , 14.10.2014 19:44

Hallo geballtes Wissen hier im Forum,

ich möchte mal versuchen Euch eine Frage zu formulieren, so gut ich es Laienhaft kann.

Ich bin Analogbahner und baue gerade eine recht umfangreiche Analogbahn auf.
Aber da ich dem Digitalbetrieb nicht abgeneigt bin habe ich auch bisher eine Roco Multimaus im Einsatz.
Umschalten von Analog auf Digital ist kein Problem.
Das die ganzen Stromlosen Analogabschnitte dann auch Digitalstrom brauchen ist klar.

Nun die Frage:
Wenn ich zwei Ovale habe, die elektrisch voneinander getrennt sind.
Eines zB wird Analog befahren das Andere Digital, kein Problem.
Wenn ich beide Ovale Digital befahren will, brauche ich sinnigerweise zwei Booster
1. Brauche ich dann sinnigerweise auch zwei Multimäuse :
2. Was geschieht wenn ich von einem Digitalstromkreis in den Anderen wechsel :
Mit der selben Multimaus weiterfahren geht wohl nicht
3. Kann eine Multimaus an zwei Booster angeschlossen werden :

Oder denke ich da in meinem Elektronikerkleinhirn einen totalen Käse zusammen? Sind meine Wünsche zu anspruchsvoll?

Eine Antwort für einen Elektro Tiefflieger würde mich sehr freuen

Vielen Dank und viele Grüße


Stefan7

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RE: Eine Frage an die Spezies

#2 von Boa-Fan , 14.10.2014 19:58

Hoi Stefan,

meiner Meinung nach brauchst Du kein 2 MM. Im Kreis 1 lässt Du Lok 1 fahren, im 2. Kreis eben Lok 2. Mit der MM solltest Du doch zwischen den Fahrzeugen umschalten können? Ich selber nutze die MS 1, da gehts auf jeden Fall

Und nen Booster brauchst Du doch mMn erst, wenn die eine Digitalzentrale nicht mehr genug Strom liefert. Ich selber habe keine(n) Booster im Einsatz, aber bei mir fahren auch nie mehr als 3 Loks gleichzeitig (die bediene ich dann von 2 x Ms1 aus, die an einer gemeinsamen Gleisbox hängen).


Liebe Grüße aus Potsdam, der Jörch :-)


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RE: Eine Frage an die Spezies

#3 von spielbahn ( gelöscht ) , 14.10.2014 20:01

Ein Oval analog, das andere digital - genau das gibt ein Problem, wenn ein Zug die beiden Ovale kurzschließt. Eine Zentrale/Booster gibt meist schnell den Geist auf, wenn sie am Ausgang mit Spannung versorgt wird.
Beide Ovale digital geht einfach, wenn beide Ovale an dieselbe Zentrale/Booster angeschlossen sind. Der "Witz" von digital ist ja, dass in einem Stromkreis mehrere Loks unabhängig voneinander gesteuert werden können.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#4 von hitzl , 14.10.2014 20:06

Hallo Stefan,

ob du 2 Booster brauchst, hängt in erster Linie davon ab, wieviele Loks gleichzeitig fahren sollen. Wenn es zb 3 insgesamt in beiden Ovalen sind, reicht ein Booster locker aus.
Bei einem 2. Booster kommt es auf die Bauart an. Da gibt es teilweise gravierende Unterschiede. Beide Ovale mit je einer Multimaus und eigenem Booster, ist wenn Du
die Ovale betrieblich verbunden hast, ein no go. Die eine Multimaus weiß nicht, was die
andere macht und beide erzeugen dann ein eigenes Gleissignal.

Nun meine Frage:

Welche(n) Booster verwendest Du?
Davon hängt nämlich einiges ab.

Gruß
Dennis


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RE: Eine Frage an die Spezies

#5 von Asslstein , 14.10.2014 20:10

Hallo Stefan.

Du denkst wirklich Käse. Ich versuche mal deine Fragen erklärend zu beantworten.

Zitat von Stefan7

Wenn ich beide Ovale Digital befahren will, brauche ich sinnigerweise zwei Booster


Nein, Booster braucht man nur für mehr Leistung, d.h. wenn es so viele Loks werden, dass der Strom nicht mehr reicht.
Du machst aus Deinen beiden Ovalen einfach einen Stromkreis und den Rest der Mehrzugsteuerung erledigt die Zentrale (Multimaus). Das ist ja auch der Sinn der Digitaltechnik. Man kann ganz viele Loks im gleichen Stromkreis unabhängig voneinander fahren.

Zitat von Stefan7
1. Brauche ich dann sinnigerweise auch zwei Multimäuse :


Wenn Du sie beide gleichzeitig kontrollieren willst, brauchst Du zwei Mäuse, eine Master und die weiteren als Slave, die dann nur Handregler sind. Beide Loks abwechselnd kontrollieren, wobei natürlich beide fahren oder stehen können, geht auch mit einer Maus. Das geht übrigens auch mit beliebig vielen Loks.

Zitat von Stefan7
2. Was geschieht wenn ich von einem Digitalstromkreis in den Anderen wechsel :
Das ist nicht sinnvoll. Es widerspricht der Idee der Digitaltechnik. Wenn Du den Wechsel von Boosterstromkreisen meinst, den merkst Du nicht.
Mit der selben Multimaus weiterfahren geht wohl nicht


Doch genau das geht beim Wechsel von einem Boosterkreis in den anderen. Zwei Zentralen sind wie gesagt nicht sinnvoll.

Zitat von Stefan7
3. Kann eine Multimaus an zwei Booster angeschlossen werden :


Die zwei Booster werden an die Multimaus angeschlossen, nicht umgekehrt. Eine Multimaus (Zentrale) ist der Chef, alles andere sind Untertanen, die nach deren Pfeife tanzen.

Gruß
Knut


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RE: Eine Frage an die Spezies

#6 von Stefan7 , 14.10.2014 20:16

Wow, da kommen schon erste Antworten

Also als Booster habe ich den Kasten der bei der Roco Multimaus dabei war, ( Börsenschnäppchen ) ich dachte da gibt es nur den einen ops:

Nur nochmal zum Verständniss.

Die Anlage ist grundsätzlich Analog
Ein Oval von Analog auf Digital umschalten ohne Schaden ist schon erledigt, kein Problem.
Wenn ich aber das zweite Oval auch mal Digutal fahren will, kann ich ja auch dieses auf Digital umschalten, kein Thema, ich wollte eigentlich wissen wie sich der Zug verhält wenn er die eigentlich unnütze Trennung beim Gleiswechsel überfährt.
Aber wie ich das hier so tippe, merke ich selber, dass ich ja eigentlich nur die Stromtrennung zwischen den beiden Ovalen aufheben muß
Das ich von einem System nicht ins andere wechseln darf ist klar

Danke für die Hilfe, aber ich denke wie ich es mir gerade zusammen gesponnen habe sollte es gehen

Aha der Knut kam auch noch dazu, und hat mir mein Fehldenken nochmal offenbart


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RE: Eine Frage an die Spezies

#7 von raily , 14.10.2014 21:07

Hallo Stefan,

wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sind es zwei Ovalstrecken die gleismäßig miteinander verbunden sind,
aber elektrisch getrennt,
so daß du in beiden Kreisen unabhängig voneinander analog oder digital fahren kannst.

1. Ein Kreis analog und ein Kreis digital,
dann darf die Gleisverbindung nicht benutzt werden, wenn beide Kreise am jeweiligen Strom hängen,
das ergäbe eine tote Digitalzentrale, auch die Multimaus ist eine.

2. Beide Kreise analog,
dann ist es egal ob die Elektrische Trennung besteht oder nicht, denn beide Kreise werden ja von einem Trafo aus gesteuert,
bei 2 Trafos ist beim Überwechsel auf die Polarität zu achten, ansonsten können rein analoge Loks frei wechseln.
Bei Loks, die schon einen Decoder haben muß beim Kreiswechsel der, in den eingefahren wird stromlos sein,
erst wenn die Lok im dann stromlosen steht, kann mit dem anderen Trafo wieder weiter gefahren werden,
denn die gleichzeitige Versorgung von 2 Trafos überleben die wenigsten Decoder.

3. Beide Kreise digital,
wenn sie von einer Zentrale aus versorgt werden, kannst du freizügig untereinander wechseln, auch wenn du an die Gleisbox eine zweite
Muktimaus anschließt, denn die ist dann keine 2. Zentrale, sondern nur ein Fahrregler, die Kommandiererei bleibt bei der 1. Multimaus.
Solltest du die 2. Multimaus mit eigener 2. Gleisbox an den 2. Kreis anschließen, dann fungiert sie auch als Zentrale und der Wechsel
zwischen den Kreisen geht nur, wenn der, in den hineingefahren wird stromlos ist und erst wenn die Lok dann drüben ist,
kann sie von der 2. Zentrale übernommen werden,
ansonsten sind beide Zentralen bei elektrischer Verbindung dahin, der Decoder auch.

Das Kapitel Booster ist ja schon ausreichen erklärt worden.


Viele Grüße,
Dieter.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#8 von Stefan7 , 14.10.2014 21:32

Ich möchte wetten, dass Punkt zwei von Dieter, die wenigsten wissen
Das habe ich überhaupt nicht gewusst oder erwartet

Danke euch für die Hilfe


Stefan7

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RE: Eine Frage an die Spezies

#9 von Peter Müller , 14.10.2014 21:59

Zitat von Stefan7
Ich möchte wetten, dass Punkt zwei von Dieter, die wenigsten wissen


Du meinst das hier:

Zitat
denn die gleichzeitige Versorgung von 2 Trafos überleben die wenigsten Decoder.


Hab' ich glaube ich schon gemacht und nichts ist passiert. Es steigt auch bei Parallelschaltung nicht die Spannung. Warum sollte der Decoder kaputt gehen?


Grüße, Peter


 
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RE: Eine Frage an die Spezies

#10 von Stefan7 , 14.10.2014 22:02

Na eben, das habe ich sicher auch schon gemacht, deswegen hat mich das jetzt auch total kalt getroffen


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RE: Eine Frage an die Spezies

#11 von spielbahn ( gelöscht ) , 14.10.2014 22:18

Zitat von raily
......
2. Beide Kreise analog,
dann ist es egal ob die Elektrische Trennung besteht oder nicht, denn beide Kreise werden ja von einem Trafo aus gesteuert,
bei 2 Trafos ist beim Überwechsel auf die Polarität zu achten, ansonsten können rein analoge Loks frei wechseln.
Bei Loks, die schon einen Decoder haben muß beim Kreiswechsel der, in den eingefahren wird stromlos sein,
erst wenn die Lok im dann stromlosen steht, kann mit dem anderen Trafo wieder weiter gefahren werden,
denn die gleichzeitige Versorgung von 2 Trafos überleben die wenigsten Decoder.
.....


Dekoder gehen in Analogstromkreisen kaputt, wenn die Spannung für sie zu hoch ist - ansonsten ist es ihnen völlig egal, wie viele Trafos an der Bereitstellung dieser Spannung beteiligt sind.
Fährt solch eine Lok von Kreis1 mit z.B. +11V in den Kreis2 mit z.B. +13V, dann macht das dem Dekoder überhaupt nichts aus. Im Übergangsmoment werden zwar beide Analogkreise kurzgeschlossen aber mehr als max. 13V ist nicht drin.
Fährt aber solch eine Lok von Kreis1 mit z.B. +11V in den Kreis2 mit z.B. -13V, dann macht das dem Dekoder u.U. sehr viel aus. Je nachdem wie im Übergangsmoment das Kurzschliessen der beiden Stromkreise geschieht, können sich jetzt die Spannungen addieren und es liegen im Beispiel 24V am Dekoder - was je nach Typ kritisch sein kann.
Fazit: Fährt eine solche Lok von einem in einen anderen Stromkreis, so muss in beiden Stromkreisen die Fahrtrichtung (=Polung) gleich sein. Sind die Fahrtrichtungen unterschiedlich, können sich die Spannungen addieren, was zum Ausfall des Dekoders wegen Überspannung führen kann.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#12 von hitzl , 14.10.2014 23:17

Hallo Uli,

schon selbst probiert und nix passiert.
Kein sein das ich Glück hatte, aber ich denke die meisten H0 Dekoder,
sind doch recht spannungsfest.

Gruß
Dennis


Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.

Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#13 von Martin Lutz , 15.10.2014 07:49

Zitat von hitzl
Hallo Uli,

schon selbst probiert und nix passiert.
Kein sein das ich Glück hatte, aber ich denke die meisten H0 Dekoder,
sind doch recht spannungsfest.

Gruß
Dennis


ESU Lokpiloten (diejenigen, die auch Märklin Analog können, sind auf eine Maximalspannung von 40V spezifiziert. Das ergibt eine maximale Märklin Analog Umschaltspannung von 28V eff.

Diejenigen ESU Decoder, welche kein Märklin Analog können, sind auf 21V spezifiziert. Das sollte für den Analog DC Bereich wirklich ausreichen, oder?


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RE: Eine Frage an die Spezies

#14 von spielbahn ( gelöscht ) , 15.10.2014 10:28

Im schlimmsten Fall sind beide DC Analogkreise auf maximale aber entgegengesetzte Spannung eingestellt, also +15V und -15V. Dann würden 30V als Spannung auftreten können.
Die von Dieter (raily) ausgesprochene Warnung wäre dann ernst zu nehmen.
Praktisch wird sich aber wohl nie der Fall ergeben, dass beim Überfahren der Trennstelle zwischen den beiden Stromkreisen sich die Kontaktsituation so darstellt, dass oben geschilderter Fall auftreten kann. Dazu müssen schon sehr konstruierte Vorbedingungen erfüllt sein. Wer jedoch alles lieber 100%ig absichern möchte, muss auch diesen unwahrscheinlichen Fall berücksichtigen.
Und wenn sogar Martin Lutz sich hier auf das Glück verlässt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Aber wie ich schon in einem sehr frühen Beitrag vermerkte:
Die einzig wirklich kritische Situation ist die, dass zwischen einem analogen und einem digitalen Stromkreis gewechselt wird.


spielbahn

RE: Eine Frage an die Spezies

#15 von Peter Müller , 15.10.2014 12:15

Zitat von spielbahn
Dazu müssen schon sehr konstruierte Vorbedingungen erfüllt sein.


Spielende Kinder kennen volle Kraft voraus, Stop und volle Kraft rückwärts. Eine Weiche wieder in ihre Ausgangsposition zurück zu stellen vergessen sie gerne. Das sind ideale Bedingungen für diesen Fall.


Grüße, Peter


 
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RE: Eine Frage an die Spezies

#16 von Martin Lutz , 15.10.2014 13:15

Zitat von spielbahn
Im schlimmsten Fall sind beide DC Analogkreise auf maximale aber entgegengesetzte Spannung eingestellt, also +15V und -15V. Dann würden 30V als Spannung auftreten können.
Die von Dieter (raily) ausgesprochene Warnung wäre dann ernst zu nehmen.

Wenn, wie Dieter auch geschrieben hat:

Zitat
...bei 2 Trafos ist beim Überwechsel auf die Polarität zu achten,...

, man auf die richtige Polarität der Trafos achtet beim Bau der Elektrik (wie ja überall empfohlen wird), gibt es den 30V Fall gar nicht.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#17 von Stefan7 , 15.10.2014 13:23

Zitat von Peter Müller

Zitat von spielbahn
Dazu müssen schon sehr konstruierte Vorbedingungen erfüllt sein.


Spielende Kinder kennen volle Kraft voraus, Stop und volle Kraft rückwärts. Eine Weiche wieder in ihre Ausgangsposition zurück zu stellen vergessen sie gerne. Das sind ideale Bedingungen für diesen Fall.





Dazu bedarf es nicht nur spielende Kinder, das schafft mancher Stefan7 auch

Also wenn man von einem Analogkreis zum anderen wechselt muß die Polung an den Trafos gleich sein
Das es anders nicht funktioniert ist natürlich klar, aber das da Decoder zersört werden können war mir neu.

Wenn ich Digital fahren will, muß ich einfach alle getrennten Analogstromkreise zu einem Digitalstromkreis schalten können, oder eben die Stromkreise die in dem Moment Analog bleiben sollen nicht dazu schalte.
Ein Wechsel von Einem zum Anderen wäre natürlich fatal.

Das Digital ist ohnehin mal nur zum zwischendurch spielen, mit tut tut und brum brum.....................

So mein Fazit für den Tag


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RE: Eine Frage an die Spezies

#18 von Andi , 15.10.2014 14:18

Moin,

Zitat von Stefan7
Das Digital ist ohnehin mal nur zum zwischendurch spielen, mit tut tut und brum brum.....................

wenn du dich da mal nicht ganz gewaltig täuscht. Hast du erst mal Blut geleckt (und gemerkt wie einfach es geht) wirst du nur noch ab zu analog fahren, wenn du die Loks ohne Decoder bewegen möchtest.


Schöne Grüße
Andreas


 
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RE: Eine Frage an die Spezies

#19 von Hohentengen21 , 15.10.2014 14:20

Servus Stefan,

dann muss der Manu Dich bei seinem nächsten Besuch halt mal einlernen in die tiefen Tiefen der digitalen Technik, dass Du aus Deiner analogen Welt herauskommst


Grüßle Oli


 
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RE: Eine Frage an die Spezies

#20 von Peter Müller , 15.10.2014 14:23

Zitat von Stefan7
Also wenn man von einem Analogkreis zum anderen wechselt muß die Polung an den Trafos gleich sein
Das es anders nicht funktioniert ist natürlich klar, aber das da Decoder zersört werden können war mir neu.


Es kann passieren, dass die Lok an einer Trennstelle festhängt, weil beide analogen Stromkreise auf Fahrtrichtung zur Trennstelle eingestellt sind. Dann gibt es einen recht dauerhaften fetten Kurzschluss. Dabei gehen auch mal Decoder kaputt - und schlichte analoge Loks ebenso. Mit nur 15 Volt.


Grüße, Peter


 
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RE: Eine Frage an die Spezies

#21 von spielbahn ( gelöscht ) , 15.10.2014 16:06

Zitat von Martin Lutz

Zitat von spielbahn
Im schlimmsten Fall sind beide DC Analogkreise auf maximale aber entgegengesetzte Spannung eingestellt, also +15V und -15V. Dann würden 30V als Spannung auftreten können.
Die von Dieter (raily) ausgesprochene Warnung wäre dann ernst zu nehmen.

Wenn, wie Dieter auch geschrieben hat:

Zitat
...bei 2 Trafos ist beim Überwechsel auf die Polarität zu achten,...

, man auf die richtige Polarität der Trafos achtet beim Bau der Elektrik (wie ja überall empfohlen wird), gibt es den 30V Fall gar nicht.



Wenn Martin Lutz spricht, hat sogar die Physik sich nach ihm zu richten.
Es ist vollkommen egal aus wievielen wie gepolten Trafos die Anlage gespeist wird. Wenn wir zwei DC-Kreise haben, die beide mit voller Fahrt (15V) zur Trennstelle hin gepolt sind, haben wir in den beiden Stromkreisen jeweils eine Spannung von 15V - in jedem der beiden Stromkreise jedoch mit unterschiedlicher Polarität.
Fahren wir Dreileitergleis, haben wir sehr wahrscheinlich keine galvanische Trennung der beiden Stromkreise und an der Unterbrechungsstelle des Mittelleiters lässt sich die Potentialdifferenz von 30V messen.
Fahren wir Zweileitergleis und haben zur Trennung der Stromkreise eine Schiene durchtrennt, haben wir ebenfalls keine galvanische Trennung der beiden Stromkreise und an der Unterbrechungsstelle der unterbrochenen Schiene werden wieder 30V Potentialdifferenz zu messen sein.
Fahren wir Zweileitergleis und haben an der Trennstelle beide Schienen unterbrochen und haben auch sonst auf galvanische Trennung der beiden Stromkreise geachtet, wird innerhalb jedes Stromkreises eine Spannung von 15V zu messen sein, über jeder der beiden Unterbrechungsstellen wird jedoch keine Potentialdifferenz zu messen sein. Fährt jetzt eine Lok über die Trennstelle, wird sie zumindest eine der Unterbrechungen überbrücken und die beiden Stromkreise sind nicht mehr galvanisch getrennt. Dann ist über der anderen Unterbrechung wieder eine Potentialdiffrenz von 30V zu messen. Überbrückt die Lok beide Unterbrechungen gleichzeitig, haben wir einen vollen Kurzschluss.


spielbahn

RE: Eine Frage an die Spezies

#22 von Martin Lutz , 15.10.2014 19:54

Zitat von spielbahn

Zitat von Martin Lutz

Zitat von spielbahn
Im schlimmsten Fall sind beide DC Analogkreise auf maximale aber entgegengesetzte Spannung eingestellt, also +15V und -15V. Dann würden 30V als Spannung auftreten können.
Die von Dieter (raily) ausgesprochene Warnung wäre dann ernst zu nehmen.

Wenn, wie Dieter auch geschrieben hat:

Zitat
...bei 2 Trafos ist beim Überwechsel auf die Polarität zu achten,...

, man auf die richtige Polarität der Trafos achtet beim Bau der Elektrik (wie ja überall empfohlen wird), gibt es den 30V Fall gar nicht.



Wenn Martin Lutz spricht, hat sogar die Physik sich nach ihm zu richten.
Es ist vollkommen egal aus wievielen wie gepolten Trafos die Anlage gespeist wird. Wenn wir zwei DC-Kreise haben, die beide mit voller Fahrt (15V) zur Trennstelle hin gepolt sind, haben wir in den beiden Stromkreisen jeweils eine Spannung von 15V - in jedem der beiden Stromkreise jedoch mit unterschiedlicher Polarität.
Fahren wir Dreileitergleis, haben wir sehr wahrscheinlich keine galvanische Trennung der beiden Stromkreise und an der Unterbrechungsstelle des Mittelleiters lässt sich die Potentialdifferenz von 30V messen.
Fahren wir Zweileitergleis und haben zur Trennung der Stromkreise eine Schiene durchtrennt, haben wir ebenfalls keine galvanische Trennung der beiden Stromkreise und an der Unterbrechungsstelle der unterbrochenen Schiene werden wieder 30V Potentialdifferenz zu messen sein.
Fahren wir Zweileitergleis und haben an der Trennstelle beide Schienen unterbrochen und haben auch sonst auf galvanische Trennung der beiden Stromkreise geachtet, wird innerhalb jedes Stromkreises eine Spannung von 15V zu messen sein, über jeder der beiden Unterbrechungsstellen wird jedoch keine Potentialdifferenz zu messen sein. Fährt jetzt eine Lok über die Trennstelle, wird sie zumindest eine der Unterbrechungen überbrücken und die beiden Stromkreise sind nicht mehr galvanisch getrennt. Dann ist über der anderen Unterbrechung wieder eine Potentialdiffrenz von 30V zu messen. Überbrückt die Lok beide Unterbrechungen gleichzeitig, haben wir einen vollen Kurzschluss.




Nun ja, bei AC wird GENAU DESHALB phasenrichtiges Anschliessen der Trafos empfohlen. Nicht nur ich schreibe das!!! Es gibt halt immer wieder Ignoranten, die genau diese Empfehlung in den Wind schlagen und meinen sie wissen es besser.

Bei DC ist klar. Da hast du sicher Recht. Aber was passiert denn, wenn man an dieser Stelle durchfährt?? Ja, richtig. Es gibt einen Kurzschluss!! Und bei richtig dimensionierter Elektrik löst dann die Überlastsicherung aus! Du verstehen??


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RE: Eine Frage an die Spezies

#23 von spielbahn ( gelöscht ) , 15.10.2014 20:50

Zitat von Martin Lutz
........

Nun ja, bei AC wird GENAU DESHALB phasenrichtiges Anschliessen der Trafos empfohlen. Nicht nur ich schreibe das!!! Es gibt halt immer wieder Ignoranten, die genau diese Empfehlung in den Wind schlagen und meinen sie wissen es besser.

Bei DC ist klar. Da hast du sicher Recht. Aber was passiert denn, wenn man an dieser Stelle durchfährt?? Ja, richtig. Es gibt einen Kurzschluss!! Und bei richtig dimensionierter Elektrik löst dann die Überlastsicherung aus! Du verstehen??



Auch wenn Du teilweise Pidgin-Deutsch sprichst, versuche ich korrekt zu antworten:

Bei AC hast Du richtig auf phasenrichtiges Anschliessen der Trafos verwiesen. Nur warum bist Du Dir da so unsicher, dass Du darauf verweisen musst, dass nicht nur Du das schreibst? Und was soll die weitere Polemik?

Bei DC hast Du das noch nicht so ganz durchdrungen. Je nach Situation muss es keinen Kurzschluss geben, bei dem die Überlastsicherung abschaltet. Die dann auftretenden Effekte können (nicht müssen) einen Dekoder - und nicht nur den - schädigen.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#24 von Martin Lutz , 16.10.2014 07:36

Zitat von spielbahn
Bei DC hast Du das noch nicht so ganz durchdrungen. Je nach Situation muss es keinen Kurzschluss geben, bei dem die Überlastsicherung abschaltet. Die dann auftretenden Effekte können (nicht müssen) einen Dekoder - und nicht nur den - schädigen.

Du kannst ja gerne den Versuch machen und ein Fahrzeug über diese Stelle fahren lassen. Schliesse dann ein superschnelles Oszilloskop an die Fahrzeuganschlüsse und misst den Peak, der da entsteht und stelle dieses Messresultat in das Stummi Forum:

Fährt ein Modell mit zwei Drehgestellen, bei denen alle Räder Strom vom Gleis aufnehmen, über die beidpolig isolierte Stelle, so ergibt sich sofort ein Kurzschluss, sobald die ersten Räder mit der gegengepolten Schienen in Berührung kommen. Ist eines dieser Räder just in dem Moment in der Luft sind die Schienen in diesem Moment nur an einem Pol verbunden und es passiert überhaupt nix. Sobald aber beide Seiten sauberen Kontakt haben, gibt es wieder einen Kurzschluss. Kommt die nächste Achse dahergerollt wird der Kontakt um je ein Rad pro Pol nur weiter verbessert, was wiederum Kurzschluss bedeutet.
Nehmen wir mal an, dass die Kurzschlussicherung NICHT ausschaltet. Dann gibt's in der Lok eigentlich eine Polwendung und die Lok fährt rückwärts, was das Spiel von Neuem beginnen lässt. Klar, der Lok wird das nicht gut tun. Sollte man ja generell vermeiden. Was einen allfälligen Decoder bei diesem Spiel zerstören kann ist dann wohl eher, das was vom Motor her kommt beim brüsken Fahrtrichtungswechsel.

Probier's doch mal aus, wenn du mir nicht glaubst.


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RE: Eine Frage an die Spezies

#25 von Martin Lutz , 16.10.2014 07:45

Zitat von spielbahn
Bei AC hast Du richtig auf phasenrichtiges Anschliessen der Trafos verwiesen. Nur warum bist Du Dir da so unsicher, dass Du darauf verweisen musst, dass nicht nur Du das schreibst? Und was soll die weitere Polemik?


Als Antwort auf deine Aussage, die das offensichtlich nicht berücksichtigt:

Zitat
Fahren wir Dreileitergleis, haben wir sehr wahrscheinlich keine galvanische Trennung der beiden Stromkreise und an der Unterbrechungsstelle des Mittelleiters lässt sich die Potentialdifferenz von 30V messen.

Wenn die Trafos in diesem Fall phasenrichtig angeschlossen sind, dann passiert dieser angebliche 30V schlicht und einfach nicht. Da du nicht darauf hinweist, ging ich davon aus, dass dir das nicht klar zu sein scheint. Also deshalb mein Hinweis. Es hat null und nix mit einer möglichen Unsicherheit meinerseits zu tun. Ich weiss um dessen Folgen.


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