RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#1 von Railion ( gelöscht ) , 02.04.2007 21:18

Tach auch...

Bezugnehmend auf den 50/52 fff Tread mal hier eine Frage an die Spezialisten:

Nach welchen Kriterien wird eine Baureihe bei Bauunterschiden unterteilt bzw wann wird eine Neue eingeführt???

Unklar?? (ich beziehe mich jetz mal auf die DEUTSCHE BUNDESBAHN und DBAG)

Br 01

DRG: 01 und 01.10 (wobei die Loks ja bis auf die Achsfolge und Achslast nix gemeinsam hatten)
bei DB dann 001 und 011/012... also 3 Verschiedene Baureihen (bei 011 und 012 wegen der Feuereung)

Br 211/212/213 Nach Leistung und Bremsausrüstung unterschieden

Br 146 146.0 146.1 146.2... Unterbaureihen nach Lok KASTEN (Betriebsrelevant???)

185: Keine Unterteilung bezüglich ihrer E Ausrüstung: 2/4 System F/CH/NL etc... (betriebrelevant???)

Br 111: Keine Unterteilung (ZWS) aber lange Zeit separiert stationiert.

Br 141: ZWS Lok sollten intern zur 142 werden

Br 290 fff... Funk Motor etc....

verständlich worauf ich hinaus will??

Warum werden manchmal lediglich Unterbaureihen kreiert ( xxx.1 xxx.2) obwohl massive Änderungen zur Grundbaureihe bestehen?? und warum manchmal eben auch nicht???

und warum werden manchmal sofort neue Baureihen geschaffen???

Bitte lasst uns ersmal bei der Deutschen Bundesbahn und BahnAG bleiben der Einfachheit?? halber


Railion

RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#2 von Gast , 02.04.2007 22:02

Also bei 50-53 war das ziemlich einfach: Da 1968 noch sehr viele Loks dieser Baureihe im Einsatzstanden, wurden bei diesen Loks die erste Ziffer der Ordnungsnummer in die baureihe überführt. Die Lösung wie bei der 38 war da nicht möglich. Da wurden ja, wenn zwei gleiche Numemrn herausgekommen wären, eine der beiden um eine Ziffer auf- oder abgenummert. So wurden beispielsweise 38772 und 381772 einfach zu 038771 und 38772 genummert. Es fuhren aber zeitweise Loks mit gleichen Numemrn herum, was aber eigentlich nicht sein durfte, weil nicht überall das verstanden worden war (Bw Tübingen). Das ganze wurde hingenommen, weil das Ende ja absehbar war (geplant 1972!)und nur wegen der Hochkonjunktur 1972-75 bleiben viele Dampfloks ja am Leben, sonst wären die Jahre früher auf den Schrott gewandert.

Bei der 146 handelt es sich tatsächlich um Lokkastenvarianten.

Bei der BR111 gab es ja nur eine Bauserie. Innerhalb dieser Serie gab es zwei techische Stände (mit ZWS und ohne ZWS) udn zwei Lackierungen (ozeanblau/beige und kieselgrau/orange). Insgesamt gab es damit 4 Bauarten, die aber wegen der Stationierung in nur 2 Bw nicht kritisch waren.

Bei der 141 waren es ja nur die wenigen Nürnberger Loks mit der ZWS. Das war die umzeichnung wohl nicht nötig.

Bei 290 ist es Motorabhänging udn auch von der Ausrüstung. Ähnlich bei der 291, die ja grundsätzlich gleich ist, lediglich im Getriebe einen anderen Hochtrieb hat, weil der MaK-Motor niedrigere Drehzahlen hat.

Warum das manchmal so und nicht anders ist, kann man wohl nicht so genau sagen. Vermutlich wird das ausgewürfelt.

Wolfgang



RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#3 von Railion ( gelöscht ) , 02.04.2007 22:24

Tach nochmal...

Das mit den 50ern war mir schon klar (es wurden aber Lok wirklich Umgenummert weil es keine 05x 000-x geben durfte)

für die 111 sehe ich das für Damals noch ein aber heute?? die Lok sind doch nu durcheinander gewürfelt.. und es ist doch wichtig ob die Lok ggf ZWS hat oder nich?

und komisch das bei den V90 das Getriebe auf einmal interessant ist und bei der Br 120.1 damals nicht.... (heuer wurden die Getriebe ja schon umgebaut/getauscht)

das die DB damals eine 01.10 zur 011 machte mach ja auch irgentwo Sinn die hat ja mit ner 01 wirklich nicht viel gemeinsam...

ne 50.40 wäre dann evtl zur 054 geworden..

die Würfeln wohl wirklich .. wobei i ch mir das beid er 185 problematisch vorstelle: darf ich mit meiner 185 nu nach Frankreich oder nich??


Railion

RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#4 von K-P ( gelöscht ) , 02.04.2007 22:56

Hallo Railion, (hast Du nicht wenigstens mal einen Vornamen?)

fangen wir doch bei der Deutschen Reichsbahn an, denn damals wurde der Nummernplan schließlich eingeführt. Es gab zunächst eine fast unüberschaubare Vielfalt vor allem an Länderbahn-Dampfloks, die in ein einigermaßen strukturiertes Nummernsystem sortiert wurden. Da musste man sich gezwungenermaßen mit Unterbaureihen behelfen. So wurden beispielsweise in der BR 38 Personenzugdampfloks mit der Achsfolge 2'C zusammengefasst, die unterschiedlich konstruiert, unterschiedlich schnell und unterschiedlich leistungsfähig waren. Zweizylinder-Heißdampf, Vierzylinder-Nass- oder Heißdampf - auch bei vielen anderen Baureihen sah das so unordentlich aus.

Zitat von Railion
das die DB damals eine 01.10 zur 011 machte mach ja auch irgentwo Sinn die hat ja mit ner 01 wirklich nicht viel gemeinsam...


Vermutlich auch aus "Platzmangel" im Nummernplan der DR wurden die 2'C 1'-Dreizylinder-Stromlinien-Loks nicht ganz korrekt den BR 01 und BR 03 zugeordnet. Zwar hatte man mit den BR 02 und 04 gleich zwei vierzylindrige Baureihen vorgesehen, aber für Dreizylinder-Schnellzugloks war dann offenbar keine Nummer mehr frei, und man musste sich mit der "Hoch Zehn" behelfen.

1968 bei der Deutschen Bundesbahn konnte man da schon sehr viel befreiter und logischer vorgehen. Nur bei den tausenfach gebauten schweren Güterzuglokomotiven der BR 44 und 50 wurde es eng, so dass teilweise die Ordnungsnummern nicht nur auf 3 Stellen gekürzt, sondern auch geändert werden mussten, wie Du oben schon geschrieben hast.

Die Deutsche Bahn AG verpasste ihren Triebfahrzeugen offenbar eher willkürlich neue Baureihen- oder Unterbaureihennummern. So wurde aus der BR 215 von DB Regio eine BR 225 von DB Cargo bzw. eine BR 215.9 von DB Autozug. Ähnliches wurde mit der BR 110 vollzogen (BR 115 bei DB Autozug), ohne dass sich die "verschiedenen" Baureihen technisch unterscheiden. Dagegen sorgen Modernisierungsmaßnahmen und neue Motoren dafür, dass es in den letzten Jahrzehnten eine wahre Flut von neuen Baureihen bei den Rangierloks gegeben hat: BR 360 - 365 oder BR 290/291, 294/295 und 296. Dagegen ist an der BR 218 alles Mögliche erneuert worden, sie blieb bisher immer noch eine 218. Wirklich logisch ist das nicht immer, und deshalb werden sich Eisenbahnfreunde noch in 100 Jahren die Köpfe über so ein kompliziertes Thema heißreden können...

Zitat von Railion
und komisch das bei den V90 das Getriebe auf einmal interessant ist und bei der Br 120.1 damals nicht....


Die BR 290/291 bzw. 294/295 unterscheiden sich ja nicht nur vom Getriebe her, sondern zuallererst vom Motor:

    BR 290/294: V 12 schnelllaufend, baugleich mit den Motoren aus den BR 212, 213 und 221.

    BR 291/295: R 8 langsamlaufend, ursprünglich entwickelt als Schnellbootmotor für die Marine.
Freundliche Grüße

K-P


K-P

RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#5 von H0! , 03.04.2007 11:18

Zitat von Klaus-Peter
Die Deutsche Bahn AG verpasste ihren Triebfahrzeugen offenbar eher willkürlich neue Baureihen- oder Unterbaureihennummern. So wurde aus der BR 215 von DB Regio eine BR 225 von DB Cargo bzw. eine BR 215.9 von DB Autozug. Ähnliches wurde mit der BR 110 vollzogen (BR 115 bei DB Autozug), ohne dass sich die "verschiedenen" Baureihen technisch unterscheiden.


M. W. sind die BR 225 ehemalige BR 215 ohne Heizung.
M. W. werden einige Loks der BR 111 im Computer als BR 113 geführt, ohne dass dies außen an der Lok steht.

211/212/213 fingen alle als V 100.x an.
139 und 140 fingen als E 40.x an.

Nicht zuletzt wg. der Verkürzung der Ordnungsnummern wurden '68 viele Unterbaureihen zu Baureihen.
Die DB AG unterscheidet zusätzlich noch nach Verwendungszweck oder "Betreiber" (Autozug) und ordnet neue Baureihennummern zu.


Viele Grüße
Thomas


 
H0!
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RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#6 von Münch ( gelöscht ) , 03.04.2007 12:03

hallo
Bei den Dieselloks der DB sind mir zwei kriterien bekannt,aufgrund derer
Umnummerierungen erfolgt sind:
1. Lok ist "steilstreckentauglich"
2.Lok hat Funkfernsteuerung
mfg


Münch

RE: Baureihen Unterbaureihen etc....

#7 von silz_essen , 03.04.2007 12:52

Hallo Münch,

und gerade bei Diesellokomotiven kommt es immer wieder vor, daß bei Motorwechseln eine neue Unterbaureihe aufgemacht wird. Prominenete Beispiele sind hier die Umnummerierungen
210 ==> 218.9
218 ==> 210
und natürlich die ganze Masse an 360 bis 36x (hier auch Funkfernsteuerung)

Gruß
Martin

PS: Die Umnummerierung von 260/261 nach 360/361 hatte den Grund, daß dann auch Rangierführer diese "Kleinloks der Leistungsklasse IV" bewegen durften und nicht immer ausgebildete Lokführer benötigt wurden.


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