RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#1 von Klütz ( gelöscht ) , 28.12.2014 20:04

Hallo,

hänge mit meinen Überlegungen schon etwas länger fest und dachte, vielleicht bin ich im Forum Gleichgesinnter richtig

Habe vor längerer Zeit beschlossen, mich der Modellbahn zuzuwenden. Nach vielem lesen, gucken, überlegen und ausprobieren (hatte als warm-up u.a. erst einmal alle gängigen H0-Gleise zur Probe eingeschottert...) durchwanderte von H0 über 1, LGB und N manches meinen Keller. Es entstanden zahlreiche Holzrahmen und eine zumindest fahrfertige H0-Anlage – aber nichts wollte richtig fertig werden. Habe dann einige Jahre RC-Modelle gebaut und geflogen und es dann noch einmal versucht. Über die Jahre hatte ich von N die meisten „Reste“, also ein kleines N-Projekt, dass auch realistisch fertig werden konnte und, als es fertig war, verkauft wurde (der Hintergrund war nur provisorisch).

https://www.dropbox.com/sc/rxce9cgdxx844...OlDL_YgJkISxuea

Nun soll es weitergehen, aber womit?

Folgende Erkenntnisse stehen im Raum:
• Eisenbahn bedeutet Tonnen von Stahl auf schmalem Gleis: das Verhältnis Radsatz – Schiene, wenn eine schwere Lok über Weichen umsetzt, läßt sich nur in größeren Spuren abbilden
• Eisenbahn bedeutet Weite. Bahnhöfe, Anlagen etc. , die im Original meist großzügiger dimensioniert sind, als sie tatsächlich genutzt werden, auch die Nutzlängen der Gleisanlagen.
• Modellbahn sollte möglichst authentisch wirken (aber auch Spaß beim Betrieb machen machen)
• Epoche III bietet (auch mir) am meisten
• Ein Zug muss fahren können, also etwas Strecke ist unerläßlich
• Elektrik nicht mehr als nötig (eigentlich müßte ich Mittelleiter fahren). Der Umbau einer Peco- oder Tillig Weiche klappt, ist für mich aber nur „notwendiges Übel“
• Module/Segmente haben viele Vorteile (man sieht schneller Ergebnisse, gutes Handling), sind einzeln aber nur bedingt betriebstauglich

Deshalb ist H0 (sorry) eher ein Kompromiss für mich zwischen fahren in N und rangieren in 0 oder 1. Dennoch tendiere ich derzeit zu einer kleinen Komplettanlage in H0e (Oval, kleiner Bahnhof, Anschlußgleis), dass über einen Abzweig im Tunnel auf weitere Segmente erweitert werden kann, einschließlich Normalspur. Oder warten, bis der Dachboden endlich mal fertig ist und es doch in 0 versuchen?

Wie habt Ihr diese Krux gelöst?

Und: welche Lösungen gibt es neben Schubstangen für H0-Weichen in Handbetrieb (bevorzugt Peco oder Tillig-Elite)?

Beste Grüße aus dem Norden


Klütz

RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#2 von Mo-Ba-Fan ( gelöscht ) , 29.12.2014 11:22

Hallo,

Zitat von Klütz
Hallo, ..... Wie habt Ihr diese Krux gelöst?


das Problem hatte ich nie, ich wurde mit Märklin H0 geboren.
Zwischenzeitlich kam etwas US-Modellbahn dazu, auch in H0.
Für mich persönlich ist H0 die "ideale" Spur. Daran habe ich nie gezweifelt.

Zitat von Klütz
Und: welche Lösungen gibt es neben Schubstangen für H0-Weichen in Handbetrieb (bevorzugt Peco oder Tillig-Elite)?


Kennst du die Blue-Point Sachen?

ERSTENS
ZWEITENS

MFG, Jörn


Mo-Ba-Fan

RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#3 von RB22538 , 31.12.2014 00:09

Hallo Jörn,

Dein "Spruproblem" hatte ich nie, Vater Märklin H0 mit Blechpickelgleis, Ich ab 5 Jahren FLeischmann und Konsorten

Dein Weichenproblem kannst du so lösen:

Handhebel
Weichenantrieb mit Laternenantrieb dazu

Chris


Achtung! Beiträge könn´ Ruhrdeutsch enthalten

Glück Auf! Dein Chris.
Bildquelle: Wikipedia


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RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#4 von teddy4949 , 31.12.2014 12:45

Hallo Unbekannter aus dem Norden!
Das mit der "richtigen" Baugröße ist so eine Frage, auf die es ganz sicher mehr als eine Antwort gibt. Und alle können richtig sein.
Meines Erachtens ist zunächst einmal die Frage nach dem Raum zu stellen, der für die Modellbahn zur Verfügung steht.
Auf einem Meter Länge z.B. kommen wohl nur die kleinen Spuren "N" oder "Z" in Betracht. Und selbst wenn man deutlich mehr Platz frei hat können diese Baugrößen richtig sein. Das hängt dann davon ab, was man darstellen möchte. Wer lange Strecken liebt und noch dazu ein großes BW haben möchte kann das wohl nicht in den großen Spuren "O" oder "1" bauen (es sei dann er hat eine Kegelbahn oder eine Turnhalle oder so etwas in der Art).
Für mich hat sich letztendlich "HO" als bester Kompromiss herausgestellt. Ich habe eine maximale Anlagenlänge von 6,60 m zur Verfügung; die Länge des Anlagenteils für den Bahnhof (Kopfbahnhof) ist leider nur 4,6 m. Auf einem weiteren Schenkel plane ich ein BW mit Drehscheibe und Ringlokschuppen (unabhängig von der "Fahranlage). Die Fahranlage wird eine zweigleisige Strecke sein, die in einem Schattenbahnhof mit Kehrschleife endet. Da ich meinen Zügen bei der Fahrt zusehen möchte habe ich auf möglichst lange sichtbare Strecken Wert gelegt (nach bisheriger Planung sind das, ohne die Bahnhofsgleise ca. 45 Meter! Bilder gibt es davon noch nicht, ich bin noch nicht ganz fertig mit der Detailplanung.
Wenn dein Herz aber irgendwie für die größeren Spuren schlägt und du für die Zukunft den entsprechenden Platz hast, dann fange doch zunächst mit einer kleinen Rangieranlage an und baue dann später aus. Die Fahrzeuge der großen Spuren machen schon was her und haben auch das realistischere Fahrverhalten (meistens jedenfalls) auch der Sound ist deutlich besser.
Aber Alles Das ist nur eine mögliche Alternative; letztendlich kannst nur du selbst entscheiden, was du bauen willst. Schließlich willst du Freude an deiner Anlage haben, auch wenn andere das ganz anders entscheiden würden als du. Mach was dir liegt und freue dich darüber! Lass dir den Spaß durch niemanden verderben, denn:" Modellrailroading is fun!"

Dieter


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RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#5 von Frank 72 , 31.12.2014 22:19

Tja Klütz,

die Frage nach der Baugröße lässt sich schwer von anderen beantworten, da die persönlichen Vorlieben zu unterschiedlich sind. Du hast ja wohl schon einiges probiert, ansonsten empfehlen sich immer Besuche größerer Ausstellungen, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Ich z. B. bin nach Jahrzehnten als H0-Bahner, mit zwischenzeitlichen kurzen Versuchen in N und Z, mittlerweile bei TT gelandet. Für mich die ideale Spur.

Aber wie wäre es, bei deinem Namen, mit dem Bahnhof Klütz als H0- oder 0-Projekt?


Gruß Frank


 
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RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#6 von Elchrich Elch , 31.12.2014 22:39

Ich befürchte du wirst hier keine endgültige Antwort bekommen. Ich selber bin in drei Spurweiten unterwegs: H0, N, T
Das hier ist nur ein subjektiver Eindruck von mir:
N ist schön für Fahren mit ein wenig Rangieren.
H0 ist für mich eine riesige Spur, die eher nach Bahnhöfen mit viel Rangierarbeit schreit, dafür aber eine riesige Vielfalt an Rollmaterial bietet.

Eine eierlegende Wollmilchsau wirst du nicht kriegen.

cu, Rainer


 
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RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#7 von rayman , 01.01.2015 09:05

Hallo!
Auch für mich ist es recht schwierig das Hobby mit meinen wohnlichen Begebenheiten und geistigen Eingebungen in Einklang zu bringen.
Daraus hat sich ergeben das zwar N eine tolle Spurweite ist, jedoch die geringe Größe und die daraus resultierende Einschränkungen bezüglich des Detaillierung mich doch zu sehr stören.
Mein Kompromiss ist, das ich selber nur auf dem Teppich fahre und ansonsten mit Dioramen bzw. mit Modulen arbeite. Das Ganze in H0. Dabei konzentriere ich mich mehr auf die Landschaft. Ein tolles Modell ist dann das Sahnehäubchen auf dem Diorama.

Zitat
welche Lösungen gibt es neben Schubstangen für H0-Weichen in Handbetrieb (bevorzugt Peco oder Tillig-Elite)?


Schon mal mit den handbetriebenen Weichenschaltern von New Rail Models, Tortoise oder Caboose Industries geliebäugelt?


Grüße Ray.
Mein Diorama: Hillbilly Junction


 
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Steuerung Lenz


RE: Hänge fest mit dem nächsten Projekt...

#8 von Klütz ( gelöscht ) , 01.01.2015 13:09

Vielen Dank für Eure Anmerkungen und Anregungen und natürlich

ein frohes neues Jahr!

Märklin hatte schon mein Vater. Elektrisch auch als Kind unproblematisch handelbar. Aber das optische Manko "Mittelleiter" versus Betriebsvorteile; ich tu mich da schwer. Wenngleich die Themen Maßstab + Weiche auf einen Schlag gelöst wären...

TT finde ich von der Größe interessant. Habe ich mir in Dortmund ausgiebig angesehen. Die Auswahl erscheint mir indes noch entwicklungsfähig. Kommt da noch was am Markt oder kommt die Spur gegen H0/N nicht dauerhaft an? Obwohl, dass hatte mancher von 0 auch gedacht, bis Lenz das Thema forcierte.

Für die Tipps zu den Weichen vielen Dank. Werde ich verfolgen. H0fine sieht schon gut aus. Damit könnte ich dann auch Tillig bauen (hatte bislang Peco wg. der Verriegelung favorisiert)

Was den Platz anbelangt: derzeit habe ich einen Keller 2,7 x 2,7m + einen durch einen Wand (ideal für fiddle yard o.Ä.) abgetrennten weiteren Kellerteil. Dort sollte eine an-der-Wand entlang Anlage entstehen. Für 2 Schenkel sind die Regale schon dran. Der Dachboden, so denn mal ganz fertig, wäre ca, 7 x 3,5m, je nach Höhe der Anlage (wegen der Schrägen).

Klütz habe ich mir schon ausgiebig im Original angesehen und fotografiert. Aber in 0? Auch bei 7m müßte ich wohl doch die Nachbarbn fragen, ob die Ihren Dachboden wirklich brauchen ...

@ Dieter: das ist genau das Dilemma. Mal schön rangieren und mal den Zügen einfach nur zusehen, wie sie durch die Landschaft ziehen...das schreit auf Dauer wohl doch nach zwei Baugößen parallel.

Aber schön zu wissen, dass zumindest einige andere das gleiche Baurößenproblem haben und - wie vermutet - eine generelle Lösung eben nicht möglich ist. Werde Freitag loslegen und die beiden fehlenden Regale an die Wand bauen und spontan entscheiden. Ein bißchen Peco und Tillig Gleis in H0 habe ich noch liegen (allerdings auch Peco in N).

Irgendwie toll: neues Jahr, neues Projekt - was will man mehr

Beste Grüße
Ralf


Klütz

   


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