RE: Probleme mit Roco-Weichenantrieb und S-DEC-4-DC

#1 von 1zu87 , 03.01.2015 15:36

Hallo Stummifreunde,

ein neues Problem bei der Digitalisierung ist aufgetaucht:

einige Roco-Weichenantriebe (10 Stück) schalten nur noch, wenn sie über einen einzelnen Schaltdecoder S-DEC-4 direkt an die Schaltzentrale LZV100 angeschlossen sind. Im Gesamtverbund funktionieren sie nicht.
Die restlichen 30 Weichen arbeiten im Verbund tadellos.
Demgemäß ist die Funktion der Decoder einwandfrei (alle 4 Decodereingänge wurden überprüft) und die meisten Weichen schalten auch richtig. Ersetze ich eine defekte Weiche am Decodereingang mit einer funktionierenden, dann schaltet diese wie es sich gehört.

Es gibt also einige Weichen, die nur bei direktem und alleinigem Anschluss an der Zentrale schalten.

Was könnte die Ursache sein?

Beste Grüße

Karl Heinz


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RE: Probleme mit Roco-Weichenantrieb und S-DEC-4-DC

#2 von SpaceRambler , 03.01.2015 23:01

Hallo Karl Heinz,

leider kann ich die Weichen-Antriebe "auf Entfernung" nicht richtig in Augenschein nehmen. Vielleicht helfen aber ein paar Hinweise.

Es ist nicht auszuschließen, dass Roco irgendwann einmal die Antriebe technisch verändert hat, ohne ihnen eine neue Katalognummer zu geben. Ich erinnere mich an die Antriebe der Weichen der 2,5-mm-Gleise. Da hatte es eine Änderung gegeben, die zwar Kosten sparte, aber die Antriebe unzuverlässiger machte. man musste immer wieder mal die Kontakte der Endabschaltung nachstellen, damit die Weichen richtig schalteten. Derlei Ursachen könnten hier auch eine Rolle spielen. Hierzu müsstest Du Dich trauen, zwei Antriebe zwecks Vergleich zu öffnen. Zugegeben nicht jedermanns Sache - ich war da immer schmerzfrei.

Als ich meine Anlage auf Digitaltechnik umstellte, habe ich die Weichendecoder zunächst mit 13,8 V Gleichspannung aus einem Gleichspannungsnetzteil versorgt. Je nach Zustand des Antriebs schalteten die Weichen zuverlässig, oder sie "hingen". Abhilfe schaffte sofort der Einsatz eines 16V~-Netzteils mit 70 VA. Zugegeben etwas überdimensioniert, aber damit hatte der Spuk ein Ende. Grund: die Spitzenspannung eines 16V~-Netzteils (=Amplitude der Wechselspannung) beträgt 16 V * 1,41 = 22,6 V, und das ist Einiges mehr als die 14 V des Gleichspannungs-Trafos.

Leider kann man den S-DEC-4 nicht so programmieren, dass er längere Spannungspulse auf die Weichenantriebe gibt. Das kann bisweilen helfen. Wenn man per PC-Programm das Schalten der Weichen steuert, kann man die Ansteuer-Dauer verlängern. Ich spendiere meinen Weichen 200 ms. Damit schalten auch die Antriebe zuverlässig, die sich im Anfang als etwas störrisch herausstellten.

Mehr als solche Hinweise kann ich leider nicht geben, hier ist Deine Experimentierfreude gefragt. Ich bin aber sicher, dass Du eine Lösung finden wirst.

Grüße, Randolf



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RE: Probleme mit Roco-Weichenantrieb und S-DEC-4-DC

#3 von 1zu87 , 04.01.2015 14:04

Hallo Randolf,

vielen Dank dür deine hilfreichen Tips.

Eine von den "defekten" Weiche hatte ich schon geöffnet, aber nichts auffälliges feststellen können.
Also habe ich mich den Trafos zugewandt.

Die gesamte Elektronik ( 12x S-DEC-4 DC + 6x RS-6-O ) wird einzig uns allein von einem Titan 208 Trafo mit maximal 64 VA versorgt. Die Rückmeldemodule RS-8 (6x) werden auch vom gleichen Trafo versorgt. Die Digitalzentrale LZV 100 und der Booster LV101 werden jeweils von einen eigenen Titan 208 Trafo versogt.

Deinen Verdacht mit dem Spannungsabfall bin ich nachgegangen und habe die entsprechen vier S-DEC-4-DC direkt an den Trafo angeschlossen und die von LDT empfohlene Stromversorgung über eine gemeinsame Masseverbindung getrennt. Oh Wunder, es hat geklappt, warum auch immer . Alle Weiche schalten jetzt tadellos

Nochmals vielen Dank

Beste Grüße

Karl Heinz


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