RE: Die Unendliche Geschichte geht weiter

#1 von lokhenry , 04.01.2015 04:29

Hi,
als stolzer Besitzer von drei Rheingold Züge der EP II (1 X Liliput und 2 X Mätrix), dachte ich mir, ich kaufe mir eine Liliput BR 18 451 dazu und habe ich zu den Loktypen Typen der Serie 18.1, 18.3, 18.5 und der 18.6 noch eine Passende Rheingold Lok in der Lokfamilie, das war im November 2014.

Soweit die Theorie.

Bei meiner Suche, habe ich bei einem Händler in Berlin eine gut aussehende Lok gefunden und gekauft, die Lok sah sehr gut und unberührt aus und auf dem Testgleis klappte das auch alles sehr gut, das vor und zurück fahren, also da es eine solche Lok zurzeit nicht gibt, habe ich mir die Lok leichtsinnig wie ich bin gekauft und mitgenommen.

Meine Intension war ein Lenz Silver oder besser ein Zimo Sound einzubauen und nach einer Reinigung und Abschmier Inspektion die Lok einzufahren und los zu legen.

Und dann kam die Überauschung (housten wir haben ein Problem) ich fass es nicht, nach drei Runden hatten sich die Antriebsräder der Lok auf der Achse verstellt und die Steuerung blockierte, weiter holperten vorab die Räder vom Tender über die Weichen Herzstücke und lösten Kurzschlüsse aus, bis Sie endgültig mit blockierten Räder stehen blieb.

Ok, alles machbar dachte ich, eigentlich hat sich bei mir eine tiefe Historie mit Liliput Technik alt und neu angesammelt, um so mehr ärgert es mich das ich diese Lok, beim Händler ohne auf den Rücken zu legen und die kleinen Test gemacht habe die nötig sind, aber neee habe mich vom äußeren blenden lassen und einfach gekauft, ok, aber die kleine sah Nickel nagel neu aus, aber das Alter von fast 40 Jahren hinterlässt einfach Ihre Spuren, (Bei Röwa oder Mätrix habe ich so was nicht) ich denke viele Ehemänner kennen das Problem, aber lassen wir das besser, bevor ich Staatsfeind NR 1 werde.

Und nun war die gute dran, eine echte Vollrevision war fällig, hatte ich mir doch alles anders vorgestellt.

Habe die Lok in allen Einzelteile zerlegt und die neuen Umbauten der Komponenten vor dem Zusammenbau angebracht.

Diagnose nach dem zerlegen, meine Empfehlung bitte nicht beim Händler machen :

Motor und Getriebe, das Fett war hier so fest wie Gips, das sich das Ding bei der Probefahrt überhaupt gedreht hat ist ein Wunder, vielleicht hat einer rein gespukt oder Stückchen von Bananen rein getan?

Möge der Dealer mich für diese Aussage verzeihen.

Die Alu Kupplung zwischen Schwungmasse und Getriebe war kaputt und lose (dieses Problem ist bei alten Liliput Loks bekannt) wer baut schon auch eine Lok beim Händler auseinander um so was zusehen? flaster:

Die Haftreifen Kristallin wie Glas, ohne Wirkung, beim genauen betrachten zuhause fehlten die Aufstiegsleiter am Tender, die Kolbenschutzrohre, Kupplungshaken und die zwei Haltestangen auf dem
Tender Gehäuse, die Griffstangen der Tender Aufstiege fehlten natürlich auch, das Licht funktionierte, war aber sehr schwach, das war mir klar, wollte ich sowieso ändern, die Spur der Achsen Lok/Tender mit 14,1 – 14,8 mm einfach nur falsch.

Was muss alles gemacht werden:

Bei der Lok waren die Räder verdreht, hier musste die komplette Gestänge Steuerung ab und die Räder müssen mit genau 90° Versatz neu eingestellt werden, ohne Hilfsmittel nicht einfach aber es geht, alle Radachsen müssen neu eingeklebt werden und die Spur auf 14,3 mm justiert werden, das Licht ebenfalls wie früher üblich eine Krankheit, hier musste im Tender neben ein neues drittes Spitzenlicht mit Lichtleiter auch eine neue Lampe eingebaut werden, in der Lok musste ebenfalls das dritte Spitzenlicht angebracht werden, hier allerding mit drei 1,8 mm 12 V Microbirnchen die in Reihe geschaltet, ein sehr schönes gedämpftes warmes Licht abgeben, die Lichtleiter müssen natürlich alle raus um Platz für die Kabel zu bekommen, die Puffer müssen gängig gemacht werden.

Weiter, die sechs Stromabnahmepunkte Lok/Tender waren mir zu wenig, also habe ich im Tender 4 vorgesehen und in der Lok 6 macht zusammen 10 das sollte reichen.

Also kürze ich das hier alles etwas ab:

Nach mehreren Rückschläge und Frust Attacken, die Einzelheiten erspare ich mir, macht die Lok heute am 3. Januar 2015 ihre erste Runden.

Die drei Lämpchen im Tender sehen toll aus, auch das Spitzenlicht in der Lok ist perfekt.

Die Mechanische Verbindung zwischen Getriebe mit einer 2,5 mm Achse und der Motorwelle mit 2 mm habe ich mit einen Kunststoffschlauch (auch geklebt) erledigt, hier rutscht nichts mehr durch, und es gibt kaum Vibrationen.

Die Spur von allen Räder auf 14,3 + 0,1 mm eingestellt, der 90° Versatz der Lokräder ist jetzt ok.

Das Getriebe nach der Reinigung, dreht sich sehr leicht ohne großen Wiederstand, die vier neuen Märklin Haftreifen geben der Lok richtig Kraft, 10 Personenwagen mit Licht ist kein Problem.

Die Tenderleiter und die Tender Stangen so wie die Kolbenschutzrohre + alles andere wurden mit GFN und Weinert Ersatzteile erledigt.

Ausprobiert habe ich einen Lenz Silver, ESU Lopi 4 und ein Zimo MX 623 R, aber Ihr glaub es kaum,
das was der Zimo Decoder mit der alten Dame macht (Sorry ich meine die Lok), hat mich so verblüfft das ich ein Video machen werde, das glaubt sonst keiner.

Die Lok fährt sanft wie eine Feder, hat wirklich eine sehr gute Zugkraft von ca. 200 gr und sieht wirklich gut aus, das die gravurkunst schon damals sehr gut war, ist bekannt und meine Mätrix Rheingold Wagen am Haken, das ist wirklich ein sehr schönes Bild, die 30 Stunden Arbeit haben sich (nur) für mich gelohnt.

Warum ich das alles schreibe?

Mein Resümee, eigentlich darf man Liliput Wien Loks ohne diesen Umbau, der kaum bezahlbar ist nicht kaufen, es sei denn, man traut sich das alles selber zu und ich werde mir das nächste Mal sehr sehr genau überlegen ob ich mir das nochmal antun möchte.

Hier ein paar Bilder aus dem Netz von der Lok, konnte zur späten Stunde keine Bilder machen, mein Video kommt morgen.

http://t1p.de/mumb

Übrigens, die Decoder passen zwischen der Platine und den Motor sehr gut rein.

Zwischen Lok und Tender wurde ein Sechspoliger Ministecker verbaut, da sind noch zwei Pinne für einen evtl. Lautsprecher oder die Kabinen Beleuchtung frei.

MoBa Gruß

Henry


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RE: Die Unendliche Geschichte geht weiter

#2 von Micha1981 , 04.01.2015 08:52

Guten Morgen Henry!

Erstmal herzlichen Glückwunsch zu dieser schönen Lok und dem erfolgreichen Umbau. Ich hätte so etwas nie hingekommen... mein Respekt!

Die Bilder aus dem Netz sehen schon mal spitze aus, auf das Video freu ich mich schon!

Grüße,
Michael


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RE: Die Unendliche Geschichte geht weiter

#3 von lokhenry , 04.01.2015 11:39

Tja Michael,

einen kleinen Haken hat das Ganze, ich habe als min Radius 860 mm, hier ist die Lok kein Problem, Liliput gab vor als min Radius 430 mm aber das ist ohne Kolbenschutzrohre und nur sehr langsam zu befahren, dann auch möglich, ich würde für den Betrieb aber eher 600 mm empfehlen, das ist eigentlich bei fast allen Liliput so.

Was die Lok mit den Wechselstrom Räder auf M, C oder K Gleis macht, kann ich nicht sagen da ich Roco Line und Shinohara 2 L habe, aber hier sind zbs. 14.2 mm in den großen Bogenweichen R9/10 schon sehr kritisch, die Spur muss deutlich min 14,3 mm haben, sonst steigt die Lok auf das Herzstück auf, die Radlenker der Shinohara Bogenweichen sind noch enger, das bedeutet alles unter 14,2 macht nur Ärger.

Diese schönen Loks haben schon Ihre Macken.

So dann die Lok Zerlegen und ein paar Bilder für Euch machen, danach kommt die nächste Roco
Köf III mit Licht, Digi Kupplung und Sound dran (schon wieder)?

Gruß

Henry


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RE: Die Unendliche Geschichte geht weiter

#4 von berndm , 04.01.2015 17:36

So, jetzt hast Du uns den Mund aber sehr wässerig gemacht

Könntest Du uns noch einige mehr Fotos der schönen Hochhaxigen zeigen?


 
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RE: Die Unendliche Geschichte geht weiter

#5 von lokhenry , 05.01.2015 00:11

Hallo Bernd,

schau hier.


Hier die Bilder zum Thread von gestern.


Hier bereits gereinigt und drei zusätzlich Kontakte, die neuen Haftreifen sind schon drauf.



Die Lok hat nicht nur Federpuffer sondern ein Innentriebwerk und das vor 40 Jahren.



Hier die neuen Micro Lämpchen und Pufferbohlen Bestückung.










Hier die Verkabelung und der Decoder unter der Platine, auch gut zu sehen die Kraftübertragung mit dem Schlauch an der Schwungmasse.











Und hier die neuen Radkontakte an den mittleren Rädern, die Kabel habe ich an der Deichsel fixiert, so können die kein Unheil anrichten.





Hier die verdeckten Übergänge mit Lokpersonal, die Räder sind wieder genau mit 90 ° neu justiert und die Achsen wurden neu eingeklebt.





Und das war die kleine Instandsetzung.

Und das die Lok auch gut fährt, hier mein Video dazu wie versprochen.

https://www.youtube.com/watch?v=6DtO4oe4...em-upload_owner


MoBa Gruß

Henry


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RE: Die Unendliche Geschichte geht weiter

#6 von berndm , 05.01.2015 01:32

Danke für die sehr schönen Fotos und das Video


 
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