RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#1 von Rotsch ( gelöscht ) , 24.01.2015 16:54

Hallo zusammen

Ich habe ein Problem mit den verschiedensten Weichen (Einfache und DKW). Ich habe sie alle direkt mit dem Digitaldecoder am Gleis selber angeschlossen.

Es gibt verschiedene Weichen, die kann ich 1,2,3mal per CentralStation bewegen, dann klemmen sie plötzlich. Wenn ich sie von Hand ein paar mal bewege, klappt es wieder über die CS und auf einmal ist wieder Schluss. Zum verrückt werden das.

Kennt jemand das Problem? Oder gibt es ev. Lösungsansätze? Bin für jeden Tipp echt dankbar. Vielleicht habe ich auch zu wenig Infos hier reingeschrieben, dann bitte einfach sagen...

Vielen Dank schon mal.


Rotsch

RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#2 von Torsten Piorr-Marx , 24.01.2015 17:03

Wenn die Schrauben des Antriebs zu sehr angezogen werden, neigen sie zum verkanten... (es könnte aber auch sein, dass Du zu wenig Strom hast und einen Booster oder externe Stromeinspeisung für die Dekoder benötigst).


Gruß
Torsten


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#3 von DeMorpheus , 24.01.2015 17:09

Hallo,

wie alt sind denn die Antriebe? Die neigen leider dazu nach einiger Zeit Aussetzer zu zeigen.

Die ersten Schritte sollten aber wie von Torsten schon genannt die Befestigung und Stromeinspeisung sein. Es kann auch nützlich sein den Antrieb mal ausgebaut, also ohne Last, zu testen.


Viele Grüße,
Moritz

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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#4 von Soulman ( gelöscht ) , 24.01.2015 17:48

Ich habe das Problem auch bei einigen Weichen. Meistens schalten die Weichen besser wenn keine Lok fährt, also die Spannung etwas höher ist.

Ich habe jetzt testweise bei einem Antrieb die Endschalter ausgebaut, weil ich beobachtet habe, dass sie bei leichter Verkantung der Zunge einen recht hohen mechnischen Wiederstand haben.
Ausserdem gibt es bei jedem Schaltvorgang in den Endabschaltern einen Funkenabriss, der auf Dauer dazu führen müsste, dass der Wiederstand der Kontakte wegen Verzunderung und so höher wird und damit die Schaltspannung senkt.

Beides sollte ohne Endabschalter besser werden.

Wenn man mit einer CS2 oder so schaltet, die den Schaltimpuls zuverlässig begrenzt ist das Fehlen der Endabschalter kein Problem.

Diese Weiche schaltet seit dem auch tatsächlich einwandfrei.
Das ist natürlich nicht repräsentativ, mal beobachten.

Mit dem Ausbau der Endabschalter ist man durchaus 20 Minuten beschäftigt, Lötstation/Feinlötkolben und Entlötpumpe/Litze sollte man haben.


Soulman

RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#5 von DeMorpheus , 24.01.2015 17:50

Zitat von Soulman
Wenn man mit einer CS2 oder so schaltet, die den Schaltimpuls zuverlässig begrenzt ist das Fehlen der Endabschalter kein Problem.

Die CS2 kann nur einen Einschalt- und einen Ausschalt-Befehl versenden. Wird der Ausschaltbefehl warum auch immer verschluckt brennt der Antrieb durch.

Aber wir gehen zu weit, wissen wir doch noch nicht mal wo genau das Problem liegt


Viele Grüße,
Moritz

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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#6 von SET800 , 24.01.2015 18:34

Zitat von Soulman

Ausserdem gibt es bei jedem Schaltvorgang in den Endabschaltern einen Funkenabriss, der auf Dauer dazu führen müsste, dass der Wiederstand der Kontakte wegen Verzunderung und so höher wird und damit die Schaltspannung senkt.



Hallo,
wenn du digital die Weichen schaltest, dann eine Diode passend gepolt DIREKT über die Spulenanschlüsse! 1N4001 zu 2 - 3 cent reicht völlig aus.

Das nennt sich "Freilauffdiode".

Nebeneffekt ist daß von den Leitungen zu den Weichen weniger Funkstörungen ausghen!


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#7 von Peter Müller , 24.01.2015 20:47

Zitat von Soulman
Wenn man mit einer CS2 oder so schaltet, die den Schaltimpuls zuverlässig begrenzt ist das Fehlen der Endabschalter kein Problem.


Durchbrennen verhindert man mit Decodern, die den Schaltimpuls begrenzen. Weicheier beenden selbstständig nach 500 Millisekunden, egal ob sie noch ein Abschaltsignal empfangen können oder nicht.


Grüße, Peter


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#8 von King-Lui , 24.01.2015 20:53

Zitat von SET800

Zitat von Soulman

Ausserdem gibt es bei jedem Schaltvorgang in den Endabschaltern einen Funkenabriss, der auf Dauer dazu führen müsste, dass der Wiederstand der Kontakte wegen Verzunderung und so höher wird und damit die Schaltspannung senkt.



Hallo,
wenn du digital die Weichen schaltest, dann eine Diode passend gepolt DIREKT über die Spulenanschlüsse! 1N4001 zu 2 - 3 cent reicht völlig aus.

Das nennt sich "Freilauffdiode".

Nebeneffekt ist daß von den Leitungen zu den Weichen weniger Funkstörungen ausghen!




Hallo set800,

könntest du mal einen kleinen Schaltplan einstellen?


Beste Grüße

Uwe


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#9 von BR 85 , 24.01.2015 21:10

Hallo,

Ich habe ein ähnliches Problem, allerdings ist es bei mir mechanisch. Die Weichenzunge fährt nicht in Endlage. Am Antrieb liegt es definitiv nicht, da ich den Märklin 74991 und einen Viessmann Antrieb getestet habe. Wenn man die Weiche mit der Hand umschaltet spürt man auch einen höheren Widerstand als bei meinen andern C-Gleis Weichen (gleiches Produktionsdatum).


Gruß

Lukas

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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#10 von josefh0 , 24.01.2015 21:17

vielleicht muß man die C-Gleis Weichen jetzt auch einfahren 50X Rechts schalten 50x Links schalten

Das solltet ihr jetzt nicht so ernst nehmen


Viele Grüße von Josef


josefh0  
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#11 von SET800 , 24.01.2015 21:54

Zitat von King-Lui

Hallo set800,
könntest du mal einen kleinen Schaltplan einstellen?



Hallo,
direkt an die Anschlüsse der Magnetspulen je eine Diode. Vorher mit einem Meßgerät ausmessen welcher asnchluß mit plus versorgt wird, vermutlich der mit der Leitung "gelb", daran muß die Kathode der Diode, das ist die Seite die mit dem Ring gekennzeichnet ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzdiode

Gruß


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#12 von V 200 , 24.01.2015 22:10

Hallo Rotsch, das Problem mit den Antrieben ist weitreichend bekannt. Märklin hat sie auch öfters ausgetauscht. Das Problem sind die Microendschalter,welche schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben.

Der Weichenantrieb (74491) passt zu allen Märklinweichen und ist, wie einige andere Rezensenten schon bemerkten, sehr leicht einzubauen und mit dem Decoder zu verbinden. Was mich allerdings enorm stört und die Spielfreude auf meiner Anlage empfindlich herabsetzt, ist die grosse Unzuverlässigkeit der Antriebe. Ich habe ca. 50 Weichen und jeden Tag bevor ich die Anlage in Betrieb nehme lasse ich ein Testprogramm laufen, das die Weichen in beide Richungen schaltet.

Innerhalb eines Jahres ist es noch nie vorgekommen, das alle Weichen anstandslos funktionierten. 2 bis 3 gehen nicht. In vielen Fällen sind diese durch mechanisches Hin- und Herbewegen der Weichenantriebe wieder gangbar zu machen, aber mindestens einen Antrieb muss ich pro Woche ausbauen und ersetzen.
Bis jetzt hat Märklin die Antriebe anstandslos umgetauscht, dennoch sind die Fehlfunktionen sehr ärgerlich und haben schon teure Unfälle verursacht. Der Weichenrückmelder hilft dabei auch nicht wirklich, den er meldet nur, ob ein Schaltsignal gesendet wurde, nicht aber ob die Weiche wirklich geschaltet hat.

Meine Nachfrage bei Märklin wurde wie folgt beschieden: "Wir kennen das Problem und arbeiten an einer Lösung".
Da ich auch von anderen Herstellern keinen Antrieb gefunden habe, der mit den Märklin Decodern funktioniert bin ich wohl gezwungen, zu warten, bis Märklin mit einer Lösung kommt.


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#13 von Peter BR44 , 25.01.2015 08:48

Hallo,

Zitat von V 200
......Da ich auch von anderen Herstellern keinen Antrieb gefunden habe, der mit den Märklin Decodern funktioniert bin ich wohl gezwungen, zu warten, bis Märklin mit einer Lösung kommt.



aus diesem Grund verwende ich keine Märklin und Viessmann Decoder mehr.
Hatte erst zwei Ausfälle zu beklagen in all den Jahren.
Verwende IEK MAD4 Decoder. Funktioniert seit dem alles Problemlos.
Aber noch besser sind die Decoder von LDT, da diese die Weichenantriebe
mit von ihnen benötigten Wechselstrom umschalten.


Viele Grüße Peter


Wenn Du Gott zum lachen bringen willst, schmiede Pläne!


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#14 von Bobbel , 25.01.2015 10:47

@ Forum...

... auf meiner (alten) Anlage sind knapp 100 Weichen mit alten und neueren Magnet-
spulenantrieben verbaut.
Von den C-Gleis-Magnetspulenantrieben der ersten Generation (ca. 50 St. vor 2000)
mußte ich [toi, toi, toi] praktisch noch keinen ersetzen. Jedoch schon zahlreiche
wesentlich jüngere Antriebe.
Erst kürzlich mußte ich einen etwa 6 Monate alten (Kaufdatum) Antrieb ausbauen, weil
er den Geist aufgegeben hat. Besser gesagt, dessen Endschalter den Geist aufgegeben
hat.
(ich tausche die Antriebe meistens gegen neue Antriebe aus. Wenn sich dann einige
defekte Antriebe angesammelt haben, mache ich eine Lötaktion bei der die Endschalter
entfallen / überbrückt werden.
Die überbrückten Antriebe setze ich später in neue Weichen ein.
)

Auch der Versuch die Magnetspulen durch Viessmann-Motorantriebe (4554) zu ersetzen,
blieb erfolglos. Die Antriebe der ersten Serie sind nach und nach komplett ausgefallen,
während die nachgekauften (und nach DCC programmierten) Motorantriebe zuverläßig
ihren Dienst verrichten. Sämtliche defekten Motorantriebe hat Viessmann kostenlos
instandgesetzt, oder durch neue Antriebe ersetzt.
Schlecht an diesen Motorantrieben ist, daß Adapterhebel nur zu den steilen Weichen
(24611, 24612, 24671, 24672 und 24620) beigelegt und erprobt sind.

Die neuen Viessmann-Antriebe (455 habe ich noch nicht probiert. Diese sollen evtl. auf
meiner neuen, derzeit in Bau befindlichen Anlage [derzeit ruht der Bau jedoch] erstmals
versuchsweise zum Einsatz kommen.

Ergo...
... für mich gibt es derzeit noch keinen zuverläßigen Weichenantrieb für die Märklin
C-Gleis Weichen. Schade...!

Grüßle
Klaus


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#15 von Peter Müller , 25.01.2015 11:24

Da ich unsere Weichenantriebe überwiegend gebraucht gekauft habe, fehlt mir die Option, diese reklamieren zu können. Also mache ich es wie Klaus:

Zitat von Bobbel
ich tausche die Antriebe meistens gegen neue Antriebe aus. Wenn sich dann einige defekte Antriebe angesammelt haben, mache ich eine Lötaktion bei der die Endschalter
entfallen / überbrückt werden. Die überbrückten Antriebe setze ich später in neue Weichen ein.


Von 87 Weichen sind mittlerweile 31 mit überbrückten Antrieben ausgestattet. Und seit dem ich auf eine ausreichend hohe Spannung des Bahnstroms achte, kommen kaum noch neue dazu. Die neuen Antriebe 74491 als Lösung des Problems der 74490 waren ein Schuss in den Ofen. Die sind genau so ausgefallen, wenn sie mal etwas weiter weg von der nächsten Einspeisung Dienst tun mussten.

Viessmann-Antriebe hatte ich mir auch überlegt. Aber nachdem die Kollegen darüber geflucht und diese wieder abgeschafft haben, habe ich es erst gar nicht versucht. Servo-Antriebe gehen sowieso nicht, weil sich die Weichen dann nicht von Hand stellen lassen. Außerdem gefällt mir das laute "Klack" als grandios einfache und zuverlässige akkustische Rückmeldung.

Es sind auch schon überbrückte Antriebe durchgebrannt. Maßnahme dagegen sind die Weichei-Decoder, die ich nur noch anstelle der Märklin/Viessmann-Decoder anschaffe. Konnten auch schon vor der neuen Decoder-Generation DCC und kennen auch mehr als 320 MM-Adressen (unsere Tams MasterControl kann 1020 MM-Adressen schalten). Seit dem Stromabschnitte (Blockstrecken, Weichenvorfelder, Bahnhofsgleise) mittels Magnetartikeldecoder um- bzw. ein/aus-geschaltet werden und sogar die Booster darüber gesteuert werden, wird der verfügbare Adressraum bei Modelleisenbahn-Mitbringpartys arg eng.



Traurig finde ich es, dass ein großer Hersteller wie Märklin es nicht schafft, Lösungen zu finden. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn es gibt ja (Bastel)Lösungen. Sieht für mich deshalb so aus, als wenn sie es nicht versuchen würden bzw. nicht die Umstände kennen, unter denen das Material bestehen soll. Der vielbeschworene "bestimmungsgemäße Gebrauch" richtet sich nicht nur nach den Vorstellungen des Anbieters, sondern auch nach den Wünschen der Kunden. Zumindest dann, wenn man sich viele Kunden wünscht. Da sollte man auch mal zuhören und reagieren.


Grüße, Peter


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#16 von Nostromo , 25.01.2015 11:46

Ich habe auf meiner Anlage 32 C-Gleis Weichen, allesamt stammen sie aus den letzten fünf Jahren und ich habe NULL SCHALTPROBLEME. Warum ?

- Grundlegend muss der Unterbau sauber sein, Murks geht auch beim C-Gleis nicht, ansonsten läuft der Antrieb mechanisch nicht sauber.
- Viel wichtiger: Raus mit den Endabschaltern ! Und zwar komplett, nicht nur Überbrücken oder irgendwas reinbasteln. Auslöten und wegschmeissen, die Dinger haben dermassen Toleranzen beim Einlöten, dass sie mechanisch blockieren können gegenüber der Führung. Viel schlimmer aber: Selbst mit den SMD-Varistoren der xxxx1 Antriebe sind die Dinger einfach unterdimensioniert. Hier werden hohe Ströme bei DC geschalten, was pures Gift für solche Endabschalter ist, sie verzundern und funktionieren dann nicht mehr oder nur noch unzuverlässig.
Achtung: Unbedingt sicherstellen, dass die Stellzeit zwischen 150 - 500ms liegt (ich schalte mit 250ms und habe wie geschrieben keinerlei Probleme, zudem begrenzen die ESU Switchpilot die Schaltzeiten selber auch noch einmal, egal was die Zentrale sendet).
- Auch wichtig: Die Weichen mit Decodern versorgen, welche die Stellspannung nicht aus dem Gleis beziehen. Die Spannung am Gleis kann sehr schnell einbrechen, zudem ist der Stellstrom relativ gross (besonders wenn mehrere Antriebe parallel schalten). Daher Decoder verwenden, die eine separate Spannungsversorgung besitzen und am besten gleich ein brauchbares Schaltnetzteil zur Versorgung verwenden (ich schalte mit 20 VDC bei theoretisch 100 VA, wobei da noch Verluste durch den Gleichrichter im Decoder, der in meinem Fall nutzlos ist, sowie den Leistungstransistor auftreten). Die Diskussion ob hier AC oder DC besser ist, ist überflüssig: Beides geht, wobei die meisten Weichendecoder (Viessmann ist da teilweise eine Ausnahme), sowieso Gleichrichter verbaut haben. Kann der Decoder dies nicht, separate Booster für die Weichendecoder verwenden.
Die integrierten Decoder für Direktanschluss am C-Gleis taugen für die Kindertischbahn, für was anderes leider nicht (ausser man zieht die Anschlussdrähte eben nicht aufs Gleis, sondern auf einen separaten Booster).

Bevor man die Endschalter nicht ausgebaut hat und die Weichen sauber mit Spannung versorgt, hilft alles andere nichts. 99% der Probleme sind hier zu suchen.


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#17 von Michael Knop , 25.01.2015 12:10

Hi Nico

Schön, deine Lösungsansätze, aber bei "Kindertischbahnen" nicht umsetzbar!

Und die "Kindertischbahn" , mit der spielen auch Erwachsene - mit Gleislängen im Kilometer-Bereich!

Dort ein extra "Weichendecoder-Stromnetz" aufzubauen ist (uns) zu aufwändig, denn nach Aufbaustart sollen möglichst wenige Stunden vergehen bis wir fahren können.

Aber mit den Tipps die Peter schon genannt hat, haben wir die Sache (einigermaßen) im Griff.



Viele grüße, Michael


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#18 von Bobbel , 25.01.2015 12:15

Zitat von Nostromo

- Auch wichtig:
Die Weichen mit Decodern versorgen, welche die Stellspannung nicht aus dem Gleis beziehen.
Die Spannung am Gleis kann sehr schnell einbrechen, zudem ist der Stellstrom relativ gross
(besonders wenn mehrere Antriebe parallel schalten). Daher Decoder verwenden, die eine
separate Spannungsversorgung besitzen und am besten gleich ein brauchbares Schaltnetzteil
zur Versorgung verwenden (ich schalte mit 20 VDC bei theoretisch 100 VA, wobei da noch
Verluste durch den Gleichrichter im Decoder, der in meinem Fall nutzlos ist, sowie den
Leistungstransistor auftreten).

Die integrierten Decoder für Direktanschluss am C-Gleis taugen für die Kindertischbahn,
für was anderes leider nicht (ausser man zieht die Anschlussdrähte eben nicht aufs Gleis,
sondern auf einen separaten Booster).


Veto...:
Ich verwende bis auf zwei LDT-Selbstbaudekoder ausschließlich Einbaudekoder von
Märklin und Viessmann (Dreiwegweiche) und versorge diese problemlos über die Schienen.
Die Schaltdauer habe ich mittels ECoS auf 250 ms begrenzt... es funktioniert.

Wichtig ist, meinen bisherigen Erfahrungen zufolge, daß es genügend viele Stromein-
speisungen gibt. Dann ist es egal, ob der Schaltstrom über die Zentrale oder den Boostern
kommt.
Bei mir ist die Verteilung der Magnetartikel ist zu ca. 50% auf die Zentrale (max. 3,5 A) und
jeweils zu ca. 25% auf die beiden Booster (ebenfalls 3,5 A max.) verteilt.

Mit dem Gedanken die Magnetantriebe separat zu versorgen habe ich anfänglich ebenfalls
gespielt. Doch nach einigen Vorversuchen habe ich mich dazu entschieden eine ausreichende
Stromversorgung über das C-Gleis zu gewährleisten und siehe da, es geht.

Gruß + schönen Sonntag.
Klaus


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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#19 von Nostromo , 25.01.2015 12:24

Zitat von Michael Knop
Hi Nico

Schön, deine Lösungsansätze, aber bei "Kindertischbahnen" nicht umsetzbar!
Und die "Kindertischbahn" , mit der spielen auch Erwachsene - mit Gleislängen im Kilometer-Bereich!
Dort ein extra "Weichendecoder-Stromnetz" aufzubauen ist (uns) zu aufwändig, denn nach Aufbaustart sollen möglichst wenige Stunden vergehen bis wir fahren können.
Aber mit den Tipps die Peter schon genannt hat, haben wir die Sache (einigermaßen) im Griff.

Viele grüße, Michael



Hallo Michael

ich meinte mit "Kindertischbahn" nicht das Produkt an sich, sondern die Einsatzmöglichkeiten der Märklin Weichenantriebe/-decoder ohne dass daran Anpassungen vorgenommen werden.

Zitat von Bobbel

Veto...:
Ich verwende bis auf zwei LDT-Selbstbaudekoder ausschließlich Einbaudekoder von
Märklin und Viessmann (Dreiwegweiche) und versorge diese problemlos über die Schienen.
Die Schaltdauer habe ich mittels ECoS auf 250 ms begrenzt... es funktioniert...

Klaus



Hallo Klaus

natürlich kann es auch so gehen, nur muss man sich im Klaren sein, dass man damit eine Fehlerquelle mehr ein- bzw. nicht ausbaut:
Soll eine Weiche schalten und im gleichen Moment kommt es irgendwo auf der Anlage zu einem erhöhten Strombedarf (einschalten von Innenbeleuchtungen mit Kondensatoren etc.) kann der Schaltstrom zu hoch werden und die Weichen schalten nicht mehr (ja, ich habe das auch schon erlebt, wenngleich auch nicht auf meiner Anlage).

Ich bin da nunmal gerne auf der sicheren Seite und eliminiere solche Problem wenn möglich gleich von Grund auf, grundlegend stellen sowieso die Endabschalter das grössere Problem dar.


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#20 von DeMorpheus , 25.01.2015 12:27

Zitat von Nostromo
Ich habe auf meiner Anlage 32 C-Gleis Weichen, allesamt stammen sie aus den letzten fünf Jahren und ich habe NULL SCHALTPROBLEME. Warum ?[...]
Viel wichtiger: Raus mit den Endabschaltern ! Und zwar komplett, nicht nur Überbrücken oder irgendwas reinbasteln. Auslöten und wegschmeissen, [...]

Das ist das entscheidende, ja. Mit solchermaßen modifizierten Antrieben ist auch Stromversorgung aus dem Gleis problemlos möglich. Gleichzeitig schaltende Antriebe kommen nur vor wenn sie auf der gleichen Adresse liegen, mehrere Adressen werden immer nacheinander geschaltet (das ist eine Eigenschaft der Digitalprotokolle).

Im Originalzustand sind die Antriebe aber ziemlicher Murks. Gerade für die Kindertischbahn taugt der ganze Kram eben nicht, weil es nicht zuverlässig funktioniert.


Viele Grüße,
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#21 von Nostromo , 25.01.2015 12:29

Danke für die Ergänzung, dass die Antrieb nach einander schalten ist klar, nur wird vielfach z.B. bei Spurwechseln gespart und die Antriebe parallel gschaltet (auch das sollte man nach Möglichkeit vermeiden oder genug Bumms bringen).


 
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#22 von Transalpin , 25.01.2015 12:56

Hallo Rotsch,

das ist ein altbekanntes Problem:
Wie Torsten Pieree geschrieben hat, checke mal, ob die Weichenantriebe richtig engebaut sind.
Als nächstes probiere aus, ob die Weichenantriebe zuverlässig analog schalten. Das war bei mir so der Fall
Ich habe nun die Endabschaltung überbrückt (Anleitungen gibt es im Internet) und im kurzen Test haben die Weichen wieder richtig geschaltet. Mehr dazu kann ich erst beim nächsten Teppichbahnen sagen.
LG,

Bahram


Meine Teppichbahn(en)

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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#23 von Soulman ( gelöscht ) , 26.01.2015 02:12

Zitat von SET800

Zitat von King-Lui

Hallo set800,
könntest du mal einen kleinen Schaltplan einstellen?



Hallo,
direkt an die Anschlüsse der Magnetspulen je eine Diode. Vorher mit einem Meßgerät ausmessen welcher asnchluß mit plus versorgt wird, vermutlich der mit der Leitung "gelb", daran muß die Kathode der Diode, das ist die Seite die mit dem Ring gekennzeichnet ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzdiode

Gruß




Das hängt vom Dekoder ab. Märklin Einabaudekoder = plus ist gelb.
WechEi auch.
Viessman Einbaudekoder hingegen liefern an gelb MINUS und die die blauen sind Plus.

Das ist in sofern schräg, als dass die Märklin Norm eigentlich "Gelb ist Minus" ist und der K83 es auch so liefert.

D.H. die Viessmann Einbau-Dekoder entsprechen der Märklinnorm, die Märklineinbaudekoder nicht.

Und das ist das Problem mit der Freilaufdiode: Man muss nämlich leider wissen mit welchen Dekoder die betrieben werden wird und darf das dann nicht mehr ändern. Wer das quasi garantieren kann, sollte das machen.

Zitat
Viel wichtiger: Raus mit den Endabschaltern ! Und zwar komplett, nicht nur Überbrücken oder irgendwas reinbasteln. Auslöten und wegschmeissen, die Dinger haben dermassen Toleranzen beim Einlöten, dass sie mechanisch blockieren können gegenüber der Führung.



Genau mein Eindruck. Wer Angst davor hat, dass der Abschaltbefehl mal verschluckt wird, nimmt WeichEi, wie Peter anmerkte. Ich setze den bei NeuKauf auch nur noch ein. Wer den nicht selber bauen will: Auf E-Bay gibt es jemand der die Teile fertig aufgebaut für 8 oder 9 Euro verkauft.

Zitat

- Auch wichtig: Die Weichen mit Decodern versorgen, welche die Stellspannung nicht aus dem Gleis beziehen


Die Option hat man als Teppichbahner nicht.


Soulman

RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#24 von Bobbel , 26.01.2015 07:11

Zitat von Nostromo


Hallo Klaus

natürlich kann es auch so gehen, nur muss man sich im Klaren sein, dass man damit eine
Fehlerquelle mehr ein- bzw. nicht ausbaut:
Soll eine Weiche schalten und im gleichen Moment kommt es irgendwo auf der Anlage zu
einem erhöhten Strombedarf (einschalten von Innenbeleuchtungen mit Kondensatoren etc.)
kann der Schaltstrom zu hoch werden und die Weichen schalten nicht mehr (ja, ich habe
das auch schon erlebt, wenngleich auch nicht auf meiner Anlage).

Ich bin da nunmal gerne auf der sicheren Seite und eliminiere solche Problem wenn möglich
gleich von Grund auf, grundlegend stellen sowieso die Endabschalter das grössere Problem
dar.



Da einzelne Magnetartikel (Fahrstraßen) über die ECoS nacheinander und nicht gleichtzeitig
geschaltet werden, ist die Gefahr einer kurzzeitigen Überlastung und den damit verbundenen
Fehlschaltungen praktisch ausgeschlossen. Bisher hatte ich noch keine Probleme damit.
In jedem Abschnitt (CU / Bo1 / Bo2) befinden sich im Regelfall zwei, maximal drei fahrende
Züge, von denen ist - da ich Güterzugfan bin - wiederum nur einer (bei Nacht mit LED) be-
leuchtet. Und dafür reicht die Leistung auf meiner Anlage allemal aus.

Grundsätzlich gebe ich Dir jedoch recht, die größte Betriebssicherheit erreicht man durch die
Trennung von (Digital-) Bahnstrom und (Digital-) Schaltstrom, sprich damit, indem man
die Magnetartikel über einen separaten Booster oder über Dekoder mit separater Schaltstrom-
einspeisung (z.B. Viessmann 5231) schaltet.

Grüßle
Klaus


Spur H0, System Märklin, ECoS 4.2.10, ECoS-Boost, C-Gleis, BraWa-, GFN-, Liliput-, Märklin-, PIKO-, Roco-Loks + Wagen. GFN Profi-Kupplung. Epoche IIIb/IVa. Seit Jahren auf "schlanke" C-Gleis-DKW, EKW, asymmetr. DWW, Gleisstücke 7,5° zu R3-R9, sowie fiktive R8 + R10 wartend...!


 
Bobbel
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Gleise C-Gleis
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Steuerung ESU ECoS
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RE: Meine C-Gleis Weichen machen mich verrückt

#25 von Lok-Paul ( gelöscht ) , 26.01.2015 10:27

Moin,
ich schalte meine Weichen noch analog und das bleibt auch so, demnach sollte immer genug Strom( Zubehör Travo von Märklin) zum schalten anliegen. Verwendet werden Fleischman Drucktaster. Jedoch auch mit genügend Strom fallen schon nach 3-4 Monaten so manche Antriebe aus und das finde ich nicht mehr lustig, zumal selbige fest installiert sind in einer stationären Anlage. Märklin muss das doch nach 6 Monaten spätestens gelöst ( aber das geht ja schon Jahre) haben solch ein Problem, kann doch nun wirklich nicht so schwer sein. Die kosten für Garantie Austausche dürften doch mittlerweile beträchtlich sein.

In Dc von anderen Herstellern kenne ich solche Probleme überhaupt nicht. Die Weichen von GFN Profi Gleis haben nach 10 jahren und länger immer noch gut funktioniert, einen einzigen musste ich nach 9 Jahren Betrieb wechseln und habe da schon geschimpft( und ja auch von GFN Ersatz bekommen, kostenlos) und heute beim C-Gleis...............her je.

Nicht mal im Osten bei Piko und Pilz/ heute Tillig kenne ich solche Ausfälle und das war vor über 40 Jahren, finde das schon mehr wie traurig.


Lok-Paul

   


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