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RE: Gleisbesetztmeldung

#1 von Star ( gelöscht ) , 28.04.2015 12:40

Hallo Zusammen,

nachdem ich jetzt Tage im inet zugebracht habe und gefühlte 1000 Beiträge gelesen habe und auch Vergleiche betrachtet habe, bin ich
noch immer unschlüssig was für eine Methodik ich bei der GBM anwenden soll.
Mir ist bewusst dass es schon xmal behandelt wurde und dass es zu einem Glaubensfrage enden kann. Ich versuchs aber trotzdm an der Stelle nochmal.

Aber der Reihe nach.

ich habe:
- Märklin C-Gleis Anlage mit 85m Gleislänge im Rohbau (Digitalfahrstrom und Schaltstrom (Signale/weichen) bereits angeschlossen.)
- CS2 60215
- Rocrail betrieb mit Laptop in Vorbereitung

Ich suche eine GBM Methodik.

Ich kenne folgende Methodiken

- Hallsensor/Reedkontakt:
> keine GBM ,sondern nur Punktmeldung
> ansich gute Lösung, mir missfällt aber die Beklebung mit Magneten am Rollmaterial (v.a wegen Platzmangel)

- Stromfühler / S88:
> wäre für mich perfekte Technik, ABER
> komplette Anlage müsste in isolierte Gleisabschnitte gewandelt werden inkl Isolierung einer Masseschiene was bekanntlich bei den
C-Gleisen nicht ganz so einfach ist (v.a. in der Menge bei 85m Schiene)

- Lichtschranke:
> zu viel Technik sichtbar (v.a bei Dunkelheit) ggf Lösung mittels IR Lichtschranken?

- Barcodeleser
> mir missfällt die Beklebung mit Schildchen am Rollmaterial (v.a wegen Platzmangel und Haltbarkeit)
> ebenso no go Löcher für Leseeinrichtung im Gleiskörper
> nur Punktmelder

- RFID
> hohe Fehlerquote wegen nicht scharf begrenztem Messraumes (Nebengleise)
> zu teuer

Hab ich noch was vergessen?

Ich hoffe nicht.

Alles in allem irgendwie mehr oder weniger gute Lösungsansätze aber mit z.T. entscheidenden Nachteilen
V.a. die nachträgliche Zerlegung der Anlage zum "Zerstören" der Gleise durch Trennstellen , Löcher widerstrebt mir massiv.

Gibt's denn wirklich keine andere Lösung.

Mir schwebt so was vor wie Induktionsfühler bzw Näherungssensoren (a la Realwelt Ampeln oder Schranken in Parkhäusern),
da hab ich allerdings nichts Modellbahntaugliches gefunden Größe der Sensoren ab M5 Gewinde und größer........
Hat da jemand schon Erfahrung mit?

Auch könnte ich mir eine Oberleitung vorstellen , die einzig und allein zur GBM dient.
In den meisten Fällen hat die ja eh nur eine dekorative Funktion. Das greift dann aber logischerweise nur bei E-Loks.
Eine Abschnittsisolierung wäre hier recht einfach zu realisieren.

So und nun Feuer frei für Eure Meinungen , Anregungen, Kritiken.
Ich freu mich drauf


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#2 von Dreispur , 28.04.2015 16:29

Hallo !

Stelle einen Gleisplan ein .Vergiss aber nicht die verdeckten Strecken . Es kann dann ziemlich Mühsam sein eine Trennung dort zu machen .Du könntest dann auch beidseitige Trennung machen und mit Stromfühler+Rückmelder verwenden . Wie bei 2-Leiter üblich .
_________=_________ _______=________ ______=_____
............=.......................................................
__________________ _______________ ______________


_______________________=________________________
........=.......... ...............=............ ......=.........
_______________________=________________________


Oder komplett durchsägen und entsprechend die Abschnitte einspeisen .

_________ _____=______ _______
............ ........=......... ...........
_________ _____=______ _______

= Einspeispunkt .

Bei diesen Hersteller sind auch in der Anleitung gute gezeichnete Anschlusspläne je Produkt .http://www.digikeijs.de/digital/ruckmeld-decoders.html


mfG ANTON

Roco DigiSet+MMaus Rocomotin, IB 650 2.0 / IB 60500 ESU+CT-Programmer, Schalt/RMGB Dec Viessman , LDT,Roco,Lenz,LISSY,Lopi:Lenz,Tran+Sound/ESU+Sound/ Orig. Lok+Sound.anal.Trafo z.Test.WDP 7.0 u.9.2 / 2012 /RM Digikeijs / IB II /


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RE: Gleisbesetztmeldung

#3 von Hohentengen21 , 28.04.2015 17:18

Hi,

meine Anlage hat über 150 Meter (Okay, davon sind ein paar Meter K-Gleis). Ich mache es mit den S88. So schlimm ist das gar nicht, die Massestege zu durchtrennen. ich habe mir im OBI eine Goldschmiedschere von LUX geholt, mit der ging das eigentlich völlig problemlos. Klar - ist schon ne kleine Fleißarbeit. Wichtig ist aber, wirklich KEIN Gleis zu vergessen (auch nicht die Prellböcke )
Als Isolierung habe ich dann nicht die roten Pariser benutzt, sondern Schrumpfschlauch (funktioniert weinwandfrei) Wo man aber echt aufpassen muss (das habe ich unterschätzt), ist dass die Schienenstränge sich nicht berühren. Ich habe dann nachträglich hier und da noch den Dremel angesetzt.


Grüßle Oli


 
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RE: Gleisbesetztmeldung

#4 von Helgasheimkeller , 28.04.2015 17:41

Ich habe meine Gleisbesetztmeldung aus dem Netz mit Optpkopplern.

Für meine Zwecke habe ich den so gebaut wie auf dieser abbildung

Es sind normale Kleinrelais die ich in meiner Bastelkiste hatte. Der stromlose Abschnitt wenn er befahren bzw. wenn der Zug steht lefert eine Besetztmeldung. Problem, man weiß nicht welcher Zug da steht, wenn man die Anlage einschaltet. Ich habe mir kleine Schilder gemacht und lege die neben die Anzeige. Da ich einige Abstellgleise bis zu 3 Garniturenabstellen kann je nach dem wie lang habe ich die eine Seite die Masseschiene aufgetrennt und erhalte über eine seperate Gleichstromversorgung 12V auch eine besetztmeldung der wagenlänge so habe ich über eine Relaissteuerung es so gemacht das die Gleise gegen unbeabsichtes einfahren gesperrt sind.

Das Bild zeigt mein Stellpult des Schattenbahnhof1 Die roten sind die besetzt der Loks Die grünen leuchten sind für die Masse
Gruß Werner


SabrinaMirijam


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RE: Gleisbesetztmeldung

#5 von royal flush ( gelöscht ) , 29.04.2015 19:16

Hallo,

egal welche Methode du nimmst, arbeit hast du bei einer vorhandenen Anlage so oder so.

Meine Empfehlung wäre die Stromfühler-Methode.

Hier kann man auch sehr gut die S88 CAT-5 Rückmelder ( Fa. IEK ) einsetzen. Diese sind um einiges billiger gegenüber Märklin
Habe davon bis jetzt 14 St. eingesetzt und keine Probleme damit.


Gruß Andreas


royal flush

RE: Gleisbesetztmeldung

#6 von Star ( gelöscht ) , 01.05.2015 18:33

Hallo ,

zunächst vielen lieben Dank für Eure Vorschläge und sorry, das es mit der Rückmeldung (Wortspiel )etwas gedauert hat,
war beruflich ziemlich im Stress.

eine Ergänzung noch.
Inzwischen hab ich mal überschlagen, wieviele überwachte Blöcke ich benötige:
Es werden ca 36 Bereiche werden, heisst bei meinem Fall 46 Trennungen/Isolierungen.
Ich habe 400 Gleise verlegt.

Ich bin aber noch nicht arg viel schlauer geworden.
Nachdem meine Anlage gleistechnisch schon aufgebaut ist , wird es arbeitsaufwendig , das ist mir klar.
Was mir aber absolut nicht gefällt ist, dass ich die Gleise "zerstören" muss (Auftrennung der Leiter).
Vor allem die Auftrennung der Schiene (Masse) gestaltet sich arg aufwendig.

Das mit der Stromfühlermethode muss ich mir nochmal genauer ansehen. Hier würde es ja reichen die Ende der Gleisabsschnitte zu isolieren
und hier müsste ich ja die Gleise nicht auftrennen. Die Messung läuft über Stromstärke Schwankung in diesem Bereich. Richtig?

Oder
Und wenn ich Gleise auftrennen müsste, dann "zerstöre" ich ja die Schiene nicht nur, ich verliere eine weitere Massemöglichkeit. Bei den Masseproblemen, die ich es schon habe, wär das kontraproduktiv, auch wenn es angeblich nicht viel ausmacht.
In diesem Zusammenhang und durch die erste Rückmeldung hier kam ich auf die Möglichkeit der Mittelleiterauftrennung.
Hier müsste ich dann nur 1 Schnitt pro Bereich ansetzen , statt jede bei jeder Schiene 2x (bei der Masselösung) und kann auf Isolierungen verzichten.

Wenn ja die das mal jetzt in Zahlen gieße bei meinen 36 Blöcken = 46 Trennstellen:

Kontaktisolierung Mittelleiter
Auftzutrennende Leitungen: 0
Isolierungen der Mittellleiter am Ende der Blöcke: 2x pro Trennstelle * 46 = 92
Digitalzusatzeinspeisungen: 36
Messfühler: 36

Mittelleiterauftrennung:
Auftzutrennende Leitungen: 46
Isolierungen : 0
Digitalzusatzeinspeisungen: 36
Messfühler: 36

Schienenauftrennung (Masse)
Aufzutrennende Leitungen: 2 pro Schiene *400 = 800
Isolierungen : 0
Digitalzusatzeinspeisungen: 0
Messfühler: 36

Also wenn ich das so sehe, wäre die Mittelleiterauftrennung die effektivste Methode ,
die schonenste die Kontaktisolierung Mittelleiter.
Muss jetzt halt mit mir kämpfen, nun doch ein paar Schienen anzuknipsen.......

Passt meine Analyse oder bin ich auf dem Holzweg?


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#7 von Alex Modellbahn , 01.05.2015 19:33

Moin Matthias,

Warum muss Du die Mittelleiter auftrennen? Isolierstück zwischen den Schienen und es ist getan.

Zur Masse. Wieso hast Du ein Masseproblem? Zu wenig Einspeisepunkte? Wie äüßert sich das Problem?
Ich habe meine Rückmeldung über die Masse gemacht und dabei die S88-Dekoder (insgesamt 12 Stück) von IEK genommen. Die Verbindung der Decoder geht über CAT-5 Kabel, die sind nicht so störanfällig wie die S88-Kabel und vor allem günstiger und in alle Längen erhältlich. Vor jedem Meldeeingang habe ich noch eine Diode gesetzt. Damit nutze ich noch eine Halbwelle für den Fahrstrom. Funktioniert bei mir tadellos.


nordische Grüße
Alex


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RE: Gleisbesetztmeldung

#8 von Lutzer ( gelöscht ) , 01.05.2015 20:02

Hallo,

du hast eine Anlage aufgebaut und nach dem Verlegen der Gleise fällt dir ein, dass du ja noch Rückmelder brauchst?

Mein Rat ist, bevor du jetzt den Weg des geringsten Aufwandes gehst, mach es richtig bevor du immer weiter nachbesserst, um es am Ende dann doch richtig zu machen mit einem vielfachen Aufwand.
Stromfühler haben den Nachteil, dass du liegen gebliebene Wagen nicht erkennst.
Du musst die Schienen sowieso anheben und wenn die nicht gerade schon eingeschottert sind, sollte das auch nicht das große Problem sein.
Macht natürlich keinen Spaß. Schon klar.
Bei den C-Gleisen eine Schiene zu isolieren ist eine Sache von Sekunden. Nicht beim ersten mal, aber ab dem zweiten mal.

Google mal nach Märklin Technik-Tipp Nr. 407.
Oder schau hier: http://www.schnug-modellbahn.de/Tipps/Kogleis-c.htm

Wenn du jetzt schon Masseprobleme hast, solltest du sowieso noch einmal schauen, woher die kommen.

Auf dieser Seite http://www.moba-tipps.de/ findest du unter Steuerung alle Informationen zur Rückmeldung, die du brauchst. Diodentrick usw.

Wenn dir S88 Rückmeldung nicht zusagt mach dich mal mit dem http://www.can-digital-bahn.com/news.php Projekt vertraut.
Ist nochmal eine Klasse besser und weit weniger Fehleranfällig als S88.

Gruß


Lutzer

RE: Gleisbesetztmeldung

#9 von Star ( gelöscht ) , 01.05.2015 21:48

Hallo Alex,

das wäre dann meine zuerst angeführte Methode der Mittelleiterisolierung.
Ja das ist auch die naheliegenste Lösung. Nur ist es aufwendiger 2x isolieren und den Pariser drüberfummeln statt 1x knipsen.
Masseprobleme: Die Loks bleiben immer stehen. Schienenreinigungswagen mit Isopropanol alle 2 Wochen komplett inkl.
Ich glaube nicht ,dass ich zuwenig Einspeisepunkte habe (bei 85m Schiene
sind es genau( 60 plus 18 bei Signalen)und bei 1mm2 Querschnitt.oder?


@Lutzer:
Mit Deinen Links muß ich mich jetzt mal genauer beschäftigen.
Danke vorerst mal -ich melde mich dazu dann nochmal.


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#10 von klein.uhu , 01.05.2015 21:55

Zitat von Star

Masseprobleme: Die Loks bleiben immer stehen. Schienenreinigungswmmagen mit Isopropanol alle 2 Wochen komplett inkl. ...


Moin,

Schienen reinigen alleine genügt nicht. Hast Du denn auch mal die Räder (Laufflächen) Deiner Fahrzeuge gereinigt?

Oder sind die Loks noch neu und die Brünierung ist noch nicht abgefahren. Das führt anfangs immer zu Kontaktproblemen, da hilft vor allem fahren, fahren, fahren, ...

Gruß klein.uhu


| : | ~ analog

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Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates)
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RE: Gleisbesetztmeldung

#11 von Star ( gelöscht ) , 03.05.2015 11:16

Hallo klein.uhu,

klar werden auch die Räder gereinigt und Schleifer auch.
Alles was bei Gleis und Lok leitet wird regelmäßig gereinigt.
Daran kann es eigentlich nicht liegen.
Die Brünierung?Das kann sein , aber nach 1000m Fahrstrecke
sollte die auch weg sein.


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#12 von Star ( gelöscht ) , 05.05.2015 20:17

Hallo Lutzer,

nun wie versprochen noch meine Rückmeldung zu Deinem Beitrag:

Ja, ich hab die GBM einfach unterschätzt.

da ich nach 30 Jahren mit dem Aufbau wieder begonnen habe , hatte ich die GBM absolut unterschätzt und war der Meinung
mit Reedkontakten die GBM realisieren zu können. Erst jetzt ist es mir klar geworden... ops:
Zum Glück hab ich noch nicht so viel verschraubt und noch keine Landschaft oder Tunnel gebaut, OK die Verkabelung muss ich wahrscheinlich teilweise neu machen.

So , aber zu Deinen Links:
Meine größtes Unbehagen ist dass ich alle Schienen trennen muss, einerseits wegen der Menge, aber vor allem weil ich hier Schienen
zerstören muss.
Die Stromfühlermethode hätte den Charme, dass ich nur Gleisabschnitte isolieren muss und keine Schiene auftrenne muss.
Klar, dann erkenne ich keine stromlosen Wagons. Das wär aber der einzige Nachteil, oder?

Dein Link zum CAN digital Projekt ist klasse . Ich glaube da werde ich fündig. Entweder die eine oder andere Methode.
Die Masseprobleme kann ich mit dem Diodentrick ggf auch in Grenzen halten.

Hm, wenn ich meinen inneren Schweinehund überwinde dann könnte ich mich evtl doch dazu entschließen die Gleise aufzutrennen.
Ich muss das wohl noch etwas setzen lassen.

Danke Dir auf jeden Fall mal für den ausführlichen Beitrag.


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#13 von Wolfram1 ( gelöscht ) , 16.05.2015 22:48

Moin,

GBM mit Reedkontakten geht natürlich auch - ich glaube, Randolf in Mühlfeld macht das.
Ich habe diese Woche einige Gleise "zerstört", wie du Schreibstil
Erstens einmal stelle ich da keine Stromabnahmeprobleme fest. Ist ja auch kein Wunder: die erste Achse, die Kontakt hat, stellt die Masse für alle Achsen auf der zweiten Schiene wieder her.
Zweitens wird, wenn ich das Gleis mal nicht als Meldegleis nutzen sollte, einfach die Isolierung entfernt - und über die Nachbargleisstücke ist die Trennung zuverlässig überbrückt.
Ich habe die Schnitte übrigens mit einem ganz einfachen Mini-Seitenschneider gemacht. Manche nehmen den Dremel, aber das könnte leichter schief gehen.
Und für die Isolierung... Nun, irgendwer hatte mal in einem Forum Schlumpf Schlauch vorgeschlagen. Keine gute Idee, wenn man den nämlich mit der Flamme schrumpft, schmilzt das Gleisstück
Und mit dem Lötkolben - u. U. auch, und den Lötkolben verdaut man sich noch dazu. Also hab ich Isolierband genommen, aber gutes - und das klappt.

Den Mittelleiter mußt du übrigens nur trennen, wenn du Stromfühler verwenden willst; die sind aber ungleich teurer und fressen noch dazu Gleisspannung. 1,4V Verlust, hat man mir gesagt. Aus diesen zwei Gründen habe ich letztlich davon abgesehen.


Wolfram1

RE: Gleisbesetztmeldung

#14 von Star ( gelöscht ) , 16.05.2015 23:08

Danke Dir Wolfram.

@all:
Nun bin ich fast soweit, dass ich die Gleise auftrennen werde.....das heisst also GBM via Kontaktstrecken.

Voraussichtlich werde ich wohl ca 5 Module a 16 Anschlüsse benötigen .

Jetzt stellt sich mir die Frage welche Methode und welcher Hersteller.

Nachdem ich jetzt tageweise das gesamte inet durchforstet habe , bin ich genauso schlau wie vorher.

Es gibt jede Menge Hersteller und jede Menge Meinungen, aber ich hege den Verdacht, dass nur jeder SEINE
Geräte verkaufen möchte. Oder für jedes Argument gibt es ein Gegenargument.

Zum einen geht es schon mit dem Bus los .
- S88 Parallelkabel ist anfällig wegen Störungen
- CAT5 Patchkabel heisst es , wären besser - wegen der Abschirmung -, sind aber scheinbar nicht für die Modellbahnströme ausgelegt (zu dünn)
- CAN Bus, ist mein Favorit bin mir aber absolut unschlüssig welche Nachteile das Thema (außer Preis) hat und was ich beachten muss
(kaum etwas im Internet zu finden außer 1 Domain)

Zum anderen Steuerung über CS2 oder PC.
- Einerseits heisst es über die CS2 zu gehen wäre zu langsam,
andererseits heisst es wieder dass es nur bei großen Anlagen geben würde (wie groß ist groß ?)
- Ich möchte am Anfang über die CS2 gehen und mir aber für später den PC offen halten

Und dann welcher Hersteller?
- tams, LDT, JSS, Boll, iek sind so die Firmen bei denen gebuddelt habe
und fürs CAN : CAN-digital-bahn
- Habt Ihr Empfehlungen?


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#15 von Wolfram1 ( gelöscht ) , 17.05.2015 00:22

Hallo noch mal,

die CS2 habe ich nicht. Von daher will ich dazu keinen Unfug verzapfen. Wenn du darüber rückmelden willst, schau in die Anleitung, welche Systeme da gehen: S88 bestimmt, bei den anderen habe ich meine Zweifel.
Ich habe S88 angefangen. Das System ist ausgereift und auch, wenn man moderne Komponenten benutzt, sicher. Modern heißt, S88-N mit den Patchkabeln, und ggfs 12V Betriebsspannung. Wer hat das mit den Strömen erzählt? Geh mal davon aus, daß die Leute, die so etwas gewerblich vertreiben, die geltenden Normen einhalten und darauf achten, daß da kein Kabel in Flammen aufgeht.

Über die Modellbahnzentrale gehen bedeutet natürlich, sie doppelt belasten. Bei der CU 6021 mit ihrem Schneckentempo-Modem war das ein wichtiges Thema, aber mit der CS2 wirklich nur bei großen Anlagen. Sonst gibt es kleine S88-Zentrslen, die nichts tun als Rückmeldungen empfangen und an den Computer weiterleiten, sogar auf mehreren Bussen gleichzeitig (was die Geschwindigkeit erhöht und die Belastung der einzelnen Stromversorgungsader verringert).
Ich kaufe tams, wegen des guten Preises - und der Support hat auf meine Frage sehr zügig geantwortet; das ist in meinen Augen auch ein Argument!


Wolfram1

RE: Gleisbesetztmeldung

#16 von Star ( gelöscht ) , 17.05.2015 00:49

Hallo Wolfram,

danke für Deine schnelle Antwort.

Hier hab ich das mit den zu dünne Kabeln gelesen
(unterhalb der 3 kleine Bilder mit den Leitungsbelegungen)

http://www.bmbtechnik.de/web/?q=node/11

Bei der CS2 geht natürlich S88 (S88n weiss ich gar nicht) und wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, auch CAN Bus.


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#17 von Greiner ( gelöscht ) , 17.05.2015 09:06

Hallo Matthias,

der S88-Bus hat deutliche konzeptionelle Nachteile gegenüber CAN und wenn man neu anfängt und nicht einen Haufen alter Module weiterverwenden möchte gibt es außer ev. dem Preis keinen Grund S88 zu verwenden.
Die CS2 kann beides.
Besonders wenn die Anlage größer wird oder u. U. einmal größer werden soll mit längeren Leitungen kann es zu Problemen kommen, die einen deutlich größerem Aufwand bei der Fehlersuche und -Behebung nach sich ziehen.
Nichts ist nerviger wenn irgend etwas sporadisch nicht funktioniert und man den Fehler nicht reproduzieren kann.

Gruß
Peter


Greiner

RE: Gleisbesetztmeldung

#18 von Greiner ( gelöscht ) , 17.05.2015 09:06

Doppelpost


Greiner

RE: Gleisbesetztmeldung

#19 von Alex Modellbahn , 17.05.2015 09:52

Hallo Matthias,

Ich habe Anfang des Jahres meinen SBH neu aufgebaut und auch mit Rückmeldern versehen. Einsetzen tue ich die S88 von IEK (insgesamt 12 Stück und fast komplett besetzt). Als Leitungen habe ich CAT-5 Kabel, Zentrale ist die ECOS. Ich habe damit absolut keine Probleme.
Einzige Thema was es ht sind die Gleisstöße. So kann es dazu kommen, dass die Gleise an den Trennstellen zusammenstoßen und deshalb ein Besetzsignal entsteht. Nun habe ich entweder die Enden mit Klarlack bestrichen oder ganz dünnen Kunststoffstreifen (Klarsichhüllen) dazwischen gelegt. Es funzt alles und ich würde es wieder so machen. Bilder dazu gibt es bei mir im Thread.


nordische Grüße
Alex


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RE: Gleisbesetztmeldung

#20 von Wolfram1 ( gelöscht ) , 17.05.2015 10:02

Hallo Matthias,

wenn ein Hersteller von was auch immer Aussagen über die Konkurrenz abgibt, dann ist ein gewisses Eigeninteresse vorauszusetzen.Schließlich will er ja sein eigenes Produkt verkaufen.
Das Problemchen, das Alex beschreibt, ist unabhängig vom Typ der RM-Module und kann ebenso bei CAN oder Stromfühler auftreten (da allerdings kaum im ML-System).


Wolfram1

RE: Gleisbesetztmeldung

#21 von Greiner ( gelöscht ) , 17.05.2015 10:29

Hallo,

ich weiß ja nicht, welcher Hersteller was auch immer über andere erzählt.
Die konzeptionellen Unterschiede zwischen den beiden Bussen sind aber Fakten.
Nicht umsonst ist der CAN-Bus ein Industriestandard, der schon länger als bei der Modellbahn im Automobilbau eingesetzt wird.
Dass der S88-Bus viel höher belastet und deshalb auch fehleranfälliger ist allein durch die ständigen Abfragen (auch polling genannt), während im CAN-Bus nur Informationen auflaufen, die relevant sind, ist ja kein unwahres Werbeargument der unterschiedlichen Hersteller.
Wie bereits gesagt, solange die Anlage von der Größe und dem angestrebten Automatiesierungsgrad im Rahmen bleibt, ist es völlig egal was man nimmt. Daraus resultieren ja auch die Aussagen von Leuten, die keine Probleme mit dem S88 haben.
Es gibt aber auch nicht wenige, die S88 sehr kostenaufwendig entsorgen mussten.
Letztendlich soll das jeder für sich entscheiden und seine Erfahrungen machen.

Gruß
Peter


Greiner

RE: Gleisbesetztmeldung

#22 von Peter BR44 , 17.05.2015 10:47

Hallo Matthias,

Zitat von Alex Modellbahn
.....Einsetzen tue ich die S88 von IEK (insgesamt 12 Stück und fast komplett besetzt). Als Leitungen habe ich CAT-5 Kabel, Zentrale ist die ECOS. Ich habe damit absolut keine Probleme.
Einzige Thema was es ht sind die Gleisstöße. So kann es dazu kommen, dass die Gleise an den Trennstellen zusammenstoßen ......


kann mich Alex Ausführungen nur anschließen.
Habe gerade meine neue Testanlage fertig gestellt.
Verwendende im Gegensatz zu Alex die Opto-Module von IEK.
Hier sieht man das Grundkonzept mit Rückmelder- und Blockaufteilung.
Und hier noch ein paar Bilder von der fast fertig verkabelten Anlage incl. aller verbauten Module.

Die CS-2, angesteuert über Windigipet, steuert die ganze Anlage mit bis zu 6 gleichzeitig fahrenden Zügen.
Als Rechner dient ein alter P4 mit XPpro. Was soll ich sagen, der CS-2 und dem PC ist es langweilig.

Haben pauschal alle deine Lokomotiven ein Masseproblem, oder nur bestimmte?


Viele Grüße Peter


Wenn Du Gott zum lachen bringen willst, schmiede Pläne!


 
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RE: Gleisbesetztmeldung

#23 von Star ( gelöscht ) , 17.05.2015 12:40

@all:
Danke Euch für die zahlreichen Anmerkungen.

Mittlerweile glaube, ich dass das Thema S88(n) versus CAN einfach Geschmackssache ist, wie Diesel oder Benziner beim Autofahren

Bei meiner mittelmäßigen Anlage würde wahrscheinlich wohl S88(n) genauso funktionieren wie CAN.
Da ich allerdings recht große Kontakt- wie auch Spannungsprobleme habe (s. meine anderen Beiträge) würde ich mir nur ungern weitere Probleme einfangen, die aufgrund Überstrahleffekte oder andere Störungen entstehen.

Insofern tendiere ich im Moment auf jeden Fall zu CAT5 Kabeln (geht eigentlich auch CAT5e oder CAT6 oder CAT7?)
Ob jetzt S88(n) oder CAN bin ich mir noch immer unschlüssig.
Ihr habt ja für die eine wie auch die andere Methode , recht überzeugende Argumente angeführt.
Tendenziell würde mir die CAN Methode zusagen .
Bevor ich mich aber endgültig entscheide:
Gibt es hier noch ein paar mehr Meinungen dazu?
Hat jemand die CAN Methode im Einsatz?
Neben dem Preis ist m.E. ein recht großer Nachteil , dass es scheinbar kaum Erfahrungen mit der Methode gibt
und im inet nur wenig darüber zu finden ist. Von der Monopolbelieferung der 1 Firma ganz zu schweigen.

@Peter:
Ich habe bei fast allen Loks diese Kontaktprobleme. Komisch ist, dass es nicht immer gleich ausgeprägt ist,
sondern tage-/stundenweise schwankt.
Ich vermute(!) die Problematik aus der Ecke Spannungsschwankung des Haushaltstromnetzes (Spannungen von 220-250 V),
da ich auch bei fast allen Trafos (auch Lampen der Zimmerbeleuchtung) das Brummen habe.


Star

RE: Gleisbesetztmeldung

#24 von Wolfram1 ( gelöscht ) , 17.05.2015 14:16

Hallo Peter (Greiner),

ohne Widerspruch. Wovon ich schrieb, ist: hinter dem Link von Matthias äußert sich ein Hersteller von S88-Komponenten negativ über S88N.
Für Eisenloh reicht S88N vollkommen aus. Wenn ich über 45 Rückmeldepunkte kommen sollte, wäre ich sehr verwundert. Für eine große Anlage würde ich auch über andere Systeme nachdenken. CAN funktioniert in meinem Auto, für die Modellbahn fehlt mit noch eine übersichtliche Dokumentation...

Matthias, die Norm erlaubt Spannungen zwischen 207 und 253 Volt, da sollte eigentlich nichts brummen. Wie kommt es bei euch zu so enormen Schwankungen, ist das Netz so schwach?


Wolfram1

RE: Gleisbesetztmeldung

#25 von Star ( gelöscht ) , 17.05.2015 17:05

Zitat
Matthias, die Norm erlaubt Spannungen zwischen 207 und 253 Volt, da sollte eigentlich nichts brummen. Wie kommt es bei euch zu so enormen Schwankungen, ist das Netz so schwach?



Wenn ich das wüsste.
Ich wohne hier in einem Neubaugebiet am Stadtrand einer 15000 Einwohnerstadt, aber das Industriegebiet
vor der Tür (200m) mit Megakühlschrank (Kühlhaus).

Vllt muss ich auch nochmal mein "LAN via Stromnetz" untersuchen.


Star

   


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