RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#1 von Uwe Post , 13.06.2015 11:13

Guten Morgen.

Aller Anfang ist ... hölzern. Es begannen gestern die Sägespäne produzierenden Arbeiten an meiner 10. Anlage. Die Anlagen 5-9 waren alle in Spur N, jetzt bin ich zu Spur H0 (Zweileiter) zurückgekehrt. Trotz aller Anstrengungen ruckelten in Spur N zu viele Loks holprig über die Gleise, und an eine Digitalisierung der über 100 teils recht alten Loks war keinesfalls zu denken. Daher der Spurwechsel - eine Entscheidung, die ich mir nicht leicht gemacht habe. Die alte Anlage "Ähnlich Wuppertal" abzubrechen, hat weh getan; wobei ich zwei Segmente als Diorama aufbewahren werde; auch von den meisten Fahrzeugen mag ich mich nicht trennen. Aber mit knapp 47 Jahren ist immer noch Zeit für etwas Neues

Die neue Anlage führt (wie schon die letzten zuvor) an drei Wänden entlang bei einer Tiefe von 30 bis 50cm und einer Gesamtlänge von unter 10m. Thema ist ein fiktiver Kleinstadtbahnhof an einer eingleisigen, unelektrifizierten Nebenbahn in Westdeutschland in den 80er Jahren. In die eine Richtung führt die Strecke zu einer größeren Stadt (Fiddle Yard), in die andere Richtung führte die Strecke mal tiefer ins Bergische hinein, aber - typisch für die 80er - die Stilllegungswelle hat schon Spuren hinterlassen: Nur noch ein paar Schienenbusse im Schülerverkehr fahren eine Haltestelle weit in diese Richtung (Mini-Schattenbahnhof), außerdem wird ein Industrieanschluss bedient. Alle anderen Züge enden in "meinem" Bahnhof. Neben regelmäßigen Nahverkehrszügen gibt es ein paarmal am Tag einen Eilzug, der sich gemütlich auf den Weg in eine entfernte Großstadt macht. Die Bedienung des örtlichen Güterschuppens vervollständigt den Verkehrsbedarf.

Naturgemäß gibt es noch nicht viel zu sehen. Ich baue den Bahnhofsbereich klassisch "flach", also mit Spanplatten auf Lattengerüst. Die freie Strecke wird durch Hügellandschaft führen und in offener Rahmenbauweise erstellt.



Zu sehen ist hier der provisorisch aufgebaute Bahnhof mit seinen drei Durchgangsgleisen (kurzer Hausbahnsteig plus ein einfacher Mittelbahnsteig) und dem stumpfen Verladegleis. An den Mittelbahnsteig werden Züge mit vier 30-cm-Wagen passen, typische Züge werden aber maximal mit dreien unterwegs sein (entsprechend der Maße des geplanten Fiddle Yard). Im Vordergrund geht's um die Kurve (R5) Richtung Großstadt. Die beiden Gleise rechts laufen in einer Bogenweiche zusammen, das linke Gleis ist ein Freiladegleis. Im Hintergrund geht's in einer scharfen Kurve ins Nirgendwo, bzw. für die Schüler morgens in die Schule und mittags zurück. Ich habe mir einen Kunstgriff erlaubt und die letztgenannte Ausfahrt mit engen Radien R2/3 verlegt, denn dort fahren nur der 798, eine 260 mit Zweiachsern oder eine umsetzende Lok, aber keine langen Wagen (und lang heißt bei mir: 30,3 cm).

Einen kompletten Gleisplan poste ich in Kürze.

Kurz zum Gleismaterial: Wie ihr seht, handelt es sich um Roco Line mit Bettung. Alles über einen Zeitraum von drei Wochen gebraucht bei ebay erworben. War eigentlich kein großes Problem. Bloß bei den großen Radien musste ich auf ein Schnäppchen warten (für R5/6 werden Apothekenpreise verlangt), und die Weichenantriebe fehlen mir noch. Das Gleissystem ist ein Kompromiss: Die Schienenprofile sind schön niedrig, die Bettung sieht mit matter Farbe und Extra-Schotter für meine Ansprüche ganz okay aus (total echt halt nicht, das ist der Nachteil), Weichenantriebe sind extrem leicht zu montieren, die Herzstücke sind polarisiert, alles fährt sauber und stotterfrei drüber (für einen N-Bahner ein Erlebnis, das einem die Tränen in die Augen treiben kann!). Einschottern konnte ich noch nie besonders Okay, ein bisschen muss ich, oder ich hole mir fertige Bettung, denn die ganz weiten Kurven, Ausgleich- und Abstellgleise und die freien Strecke baue ich natürlich mit Flexgleisen (von GT, die den Roco Line-Gleisen sehr ähneln, bloß ca. 0,2mm höher sind).

Zu meinem Digitalsystem schrieb ich schon an anderer Stelle. Ich verwende einen SRCPd auf einem Raspberry Pi und ein Märklin Delta 6604 plus Trafo als Booster. Steuern kann ich mit Rocrail vom PC aus oder mit meiner eigenen App, mit der man auch schon ganz prima fahren kann (siehe genannter Link).

Verfügbare motorisierte Fahrzeuge sind derzeit von Roco eine 290, eine 260, zwei 211 und eine Piko 218. Alles altrot bis auf eine der beiden 211. Anfang der 80er sah das halt so aus. Bis auf die 260 stecken Tams-Decoder in allen Loks. Sehnlichst erwartet wird das Postpaket mit einem Trix 798 mit Sound

Soweit erstmal für den Anfang. Ich poste dann ab und zu hier zum Baufortschritt und beantworte natürlich gerne Fragen, falls es welche gibt. Ich habe wenig Zeit und baue sehr langsam. Aber ein paar Ideen, die ich umsetzen will, sind sicher recht sehenswert Wobei mir immer schon der originalgetreue Betrieb (ungefähr) nach Fahrplan eine große Rolle gespielt hat, und der würde ja jetzt schon funktionieren - bloß müssen die Fahrgäste einen SEHR großen Sprung wagen, um ein- oder auszusteigen.

Schönes Wochenende allerseits!
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#2 von Uwe Post , 15.06.2015 14:09

So, ich ergänze mal schnell den versprochenen Gleisplan.



Bisherige Fahrversuche auf den grob hingelegten Gleisen verliefen recht zufriedenstellend.

Gaaanz langsam beginnt der Landschaftsbau. Zum Beispiel das Empfangsgebäude. Es handelt sich um den einfachen Piko-Bausatz "Burgstein", aber natürlich nicht ohne ein paar Veränderungen. Typisch für das Bergische Land bei Bahnhofsgebäuden war Schieferverkleidung, jedenfalls im ersten Stock, und, äh, schmutzig-ungepflegter Putz im Erdgeschoss
Was den Schiefer angeht, tritt an dieser Stelle mein Farblaserdrucker in Aktion. Hier eine Momentaufnahme:



Ich zeige dann demnächst, wie's weitergeht...

Schönen Gruß
Uwe


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turboseize hat sich bedankt!
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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#3 von Aedelfith , 15.06.2015 14:30

Moin Uwe, ein interessantes Thema hast du da gestartet. Ich werde es aufjedenfall verfolgen, da ich ja ähnliches baue, wenn auch ne Ecke weiter Nördlich im bergisches, Übergang zum Ruhrgebiet, alles in allem aber geographisch ein und das selbe Bergland (=> Süderbergland mit dem Teilgebiet Niederbergisch-Märkisches Hügelland).

Viel Spaß beim Bauen^^



Beste Grüße
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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#4 von Uwe Post , 16.06.2015 10:38

Hallo Stephan,
offenbar arbeiten wir beide an Anlagen, die grob in unserem geografischen Wohngebiet liegen Wen wundert's.
Ich schaue mir auf jeden Fall mal Deinen Thread in Ruhe an, denn sowohl bei Thema als auch Gestaltung liegen wir tatsächlich recht eng beieinander.
Schönen Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#5 von Uwe Post , 18.06.2015 17:13

Hallo allerseits,

heute haben die Bauarbeiten am Fiddleyard begonnen. Es ist mein erster – frühere Anlagen hatten "normale" Schattenbahnhöfe. Seit ich auf diversen Messen diese großen "Schiebebühnen" gesehen habe, habe ich damit geliebäugelt, ebenfalls eine zu bauen, da sie ohne Weichenstraßen auskommen und somit viel Platz sparen. Die nötige manuelle "Zugauswahl" stört mich nicht. Hier kommen Bilder von meinem ersten Versuch. Ich bin gespannt auf Meinungen von Experten dazu.

Bild 1 zeigt den Unterbau mit einer Leiste und einer Schubladenschiene (links der Rohbau des Anlagenschenkels):


Bild 2 zeigt die fertig verschraubte Konstruktion, ein Gleis weit herausgezogen (links die ankommende Strecke):


Inzwischen habe ich den verschiebbaren Teil mit den Gleisen etwa 2 Zentimeter abgesenkt, weil er sonst nicht an den Übergang zur eigentlichen Anlage gepasst hätte, bzw. die Steigung wäre zu stark gewesen, die nötig ist, um die Übergangsstelle zu erreichen. Die Konstruktion ist soweit stabil, und ich werde als nächstes den Gleisübergang vorbereiten. Spannend wird hierbei die elektrische Verbindung, denn "sicherheitshalber" soll nur das "richtige" Fiddleyard-Gleis mit Strom versorgt werden. Das ist aber noch Zukunftsmusik, denn der Streckenunterbau auf dem vorgesehenen Rahmen ist noch längst nicht abgeschlossen. Da dort auch eine Brücke involviert ist, wird vieles zunächst Provisorium bleiben.

Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#6 von Uwe Post , 02.07.2015 16:58

Moin,

Ich habe geringfügige Baufortschritte zu vermelden.
Die Gleise wurden bemalt und der Gleisplan ist möglicherweise "fertig". Allerdings hat mein hübscher Trix 798 Probleme mit den R2/3-Bogenweichen in der Westausfahrt. Wenn ich das nicht anderweitig lösen kann, muss ich dort wohl doch R4/5-Weichen verbauen.
Die Hälfte der Fassade des Empfangsgebäudes habe ich mal probeweise hingestellt. Dazu gibt es Details in einem späteren Posting. Die sichtbaren Autos sind Fundstücke aus meinem alten Kinderzimmer. Dort haben sie die Jahrzehnte seit meiner letzten H0-Anlage (Mitte der 80er) überdauert und dürfen jetzt wieder ans Tageslicht. Der Panzer ist ein Andenken an meine Bundeswehrzeit und nimmt gleich zwei Boxen des ohnehin viel zu kleinen Parkplatzes ein. Aber das P+R-Aufkommen war an einer stilllegungsgefährdeten Nebenbahn in den 80ern - mein Vorbild - ohnehin nie besonders...



Probeweise aufgebaut ist außerdem die Trasse am östlichen Schenkel, wo die freie Strecke Richtung Fiddleyard führt. Die Gleise liegen dort nur locker auf halbwegs passenden Holzstücken. Hauptsächlich wollte ich herausfinden, ob die (für die Zufahrt zum Fiddeyard erforderliche) Steigung von knapp 3% Probleme verursacht. Tut sie aber (bislang) nicht, zumal meine Züge ohnehin kurz sind (max. 1,20m). Im vorderen Bereich plane ich ein kleines Brückenbauwerk, das über einen schmalen Fluss führen soll. Alles noch sehr vage... aber inzwischen habe ich für die Landschaftsgestaltung ein paar Ideen.



Soweit für den Moment.

Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#7 von Aedelfith , 02.07.2015 17:22

Moin Uwe, der Fiddle Yard schaut doch solide aus, da macht das einfahren in den Bahnhof sicherlich Spaß^^
Bei mir isses derzeit ja alles bissel auf Sparflamme, bei den Temperaturen mag ich einfach nicht in die höhere Etage, wo meine Anlage steht. Man läuft ja draußen schon nur im Schatten rum und selbst das ist noch zu warm.
Insofern: Wenn eine Anlage drei entsteht (was sicherlich irgendwann in einer fernen Zukunft der Fall ist) wird sie im Keller sein, eben für solche Temperaturen wie derzeit wenn man nicht freiwillig nach draußen will.

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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#8 von Uwe Post , 02.07.2015 19:55

Hallo Stephan,
meine Anlage und mein Arbeitszimmer befinden sich im Erdgeschoss - hier sind gerade nur 26 Grad
Da fällt mir ein, hatte ich Dich schon nach Deinen verschieferten Häusern gefragt? Wie Du die gebaut hast?

Der Fiddleyard ist noch nicht betriebsfähig, im Moment ist ein Gleis fest mit der Hauptstrecke zusammengesteckt. Aber sobald ich die Trasse fixiert habe, kümmere mich mich um den Gleisübergang. Ich habe da bisher nur eine vage Idee, wie ich das hinkriege, ich werde berichten! (Denn den Fiddleyard brauche ich dringend, weil ich nicht dauernd die Fahrzeuge mit schweißnassen Händen von den Schienen runter und andere wieder drauf setzen will...)

Schönen Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#9 von Aedelfith , 02.07.2015 23:54

Dann gutes Gelingen beim ANschluss des Fiddle Yards, das sah nu aber so vollständig aus, oder ich hab nicht richtig gelesen, das möge man mir aber bitte nachsehen, denn bis kurz vor dem Post war ich in der Sonne gießen^^

Zu meinen gebäuden, schau mal hier rein http://www.joswood.de da stammen meine Gebäude her

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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#10 von Uwe Post , 03.07.2015 09:23

Moin,

ja, also, das verschiebbare Brett, das ist fertig. Der mechanische und elektrisch sichere Übergang zwischen den Gleisen fehlt noch. Ich denke, das ist in den nächsten Tagen an der Reihe. Ich poste Fotos.

Gruß


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#11 von Uwe Post , 15.07.2015 17:17

Tag auch,

bei mir hat jetzt das Zeitalter des 3D-Drucks begonnen. Natürlich ist das alles nicht so leicht, wie man sich das vielleicht vorstellt: Modell auswählen, starten, warten, fertig. Schon gar nicht bei eigenen Entwürfen.

Mein erster bescheidener Versuch ist ein Prellbock:



Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um die für die Verhältnisse meines Druckers recht filigranen Objekte so hinzubekommen. Das angeklebte Holz gefällt mir noch nicht so recht, da muss ich in der Bastelkiste noch etwas anderes finden. Anmalen muss ich natürlich auch noch alles. Aber ich dachte mir, ich zeige mal den Zwischstand. Am Ende werde ich aber vermutlich hierfür zur klassichen Methode zurückkehren: Schienenprofile und Messingbleche löten. Aber mit irgendwas muss man ja anfangen.

Nächstes Projekt ist dann ein Fachwerkhaus. Man wächst mit den Ansprüchen...

Schönen Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#12 von schmiedi , 15.07.2015 17:40

Hallo Uwe,

die Idee mit der Schiebebühne gefällt mir - ich behalte das mal als "Upgrade" für meinen Fiddle Yard im Hinterkopf. Momentan gibt's da nur eine Gleisharfe mit Stumpfgleisen.

Läuft die Sache mechanisch einigermaßen robust? Bei einer breiten verschiebbaren Bühne habe ich so meine Befürchtungen, wegen möglicher Verwindungen. Zudem steht meine Anlage auf dem Dachboden, im Winter kühl und im Sommer mollig warm. Probleme mit Verziehen mußt Du wohl nicht befürchten, ich schon eher. Jedenfalls bin ich auf Erfahrungsberichte gespannt...

Viele Grüße,
Dieter


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#13 von Dreispur , 15.07.2015 18:16

Hallo !

Wie geht es dir mit der Bogenweiche ?

Wirst wohl tauschen müßen , später ist dann zuviel umbau notwendig . Die R2/ R3 sind wirklich zu eng. Kenne ich von einigen Versuche ,daher bleiben Diese nur für Vitrinen-Zwecke .
Werde DEINE Anlage öfter besuchen .


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#14 von Uwe Post , 16.07.2015 11:23

Hallo Dieter,

ich habe den Fiddleyard nochmal "tiefergelegt", um die Steigung der Trasse zu verringern (auf unter 3%). Sicher ist sicher, und ich hatte noch "Luft".
Die elektrische und mechanische Verbindung ist noch in der Experimentalphase. Ich habe es mit zurechtgebogenen Messingblechen verschiedener Dicke versucht, aber der Einrastwiderstand war zu groß. Ich denke, ich werde mechanische und elektrische Verbindung getrennt herstellen. Im Moment habe ich bloß keine Zeit, weil ich dauernd mit meinem 3D-Drucker rumspiele ops: Außerdem fährt die Hälfte der Loks nicht mehr, was an irgendeinem Problem in meinem selbstgebauten Digitalsystem liegt.

Hallo Dreispur,

es ist tatsächlich nur der Trix 798, der am Herzstück der R2/3-Bogenweiche "stolpert". Ich habe mich bei ebay bereits auf die Suche nach zwei weiteren R4/5-Weichen begeben, brauche aber dummerweise dann auch noch die passenden gebogenen Gleise. Selbst schuld, wenn man sich auf ein Gleissystem verlässt, das nur noch auf dem Sekundärmarkt zu haben ist. Immerhin kann ich die R2/3-Weichen wieder verkaufen, und selbst im braun bemalten Zustand werden sie noch einige Euros einbringen...

Im Moment arbeitet mein 3D-Drucker übrigens an einer Wand eines Fachwerkhauses. Nach zwei Fehldrucken habe ich langsam begriffen, worauf man beim Erstellen des Modells in der 3D-Software achten muss. Beispielsweise dürfen sich keine zwei Einzuelobjekte überlappen, diesen Bereich druckt der Drucker sonst leer. Aus welchem Grund auch immer.

Ich halte euch zu allen Themen auf dem Laufenden.

Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#15 von Markus-in-Lummerland , 16.07.2015 11:30

Hallo Uwe,

spannende Sachen, die du da machst! Vor allem das 3D Printing finde ich superinteressant!

Zitat von Uwe Post
Die elektrische und mechanische Verbindung ist noch in der Experimentalphase. Ich habe es mit zurechtgebogenen Messingblechen verschiedener Dicke versucht, aber der Einrastwiderstand war zu groß. Ich denke, ich werde mechanische und elektrische Verbindung getrennt herstellen.



Ich hab zwar noch nie so ein Teil gebaut, aber ich würde den Strom per Schleppkabel auf die Bühne zuführen. Da du digital steuerst, macht es ja nichts, wenn auf allen Gleisen Strom ist. Ggfs. könnte man an der Bühne eine Art Schalter anbringen, der durch die Mechanik betätigt wird, um nur das eingerastete Gleis "freizuschalten".

Bin gespannt, wie's weiter geht!

Viele Grüße
Markus


Gute Fahrt!
Markus

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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#16 von Uwe Post , 17.07.2015 09:35

Hallo Markus,

die "feste" elektrische Verbindung hatte ich nach den ersten weniger erfolgreichen Versuchen auch bereits ins Auge gefasst, und jetzt auch erstmal umgesetzt. Sie hat einen Nachteil: Man muss verhindern, dass Züge aus dem Fiddleyard die "Abzweigung" in den Abgrund nehmen. Wenn die Schublade ganz ausgezogen ist (also das hinterste Gleis mit der Anlage verbunden), gähnt an den vorderen das Nichts. Andersherum ist es kein Problem, da würden wildgewordene Loks gegen die Landschaft fahren. Die kann man polstern, den Abgrund nicht. Daher ist das jetzt erstmal eine Übergangslösung. Da ich sie gestern soweit fertiggestellt habe, dass ich in einen Praxistest übergehen kann, kann ich jetzt Bilder zeigen:



Das große Bild zeigt den Übergangsbereich von oben. Links ist die Wand, das Brett wird nach vorn (rechts) ausgezogen. Ganz links sieht man ein Stück vom verwendeten Schubladenauszug.

Unten seht ihr Großaufnahmen der einfachen Mechanik, die dafür sorgt, dass die Schublade an der richtigen Stelle "einrastet": Mittig unter den Fiddleyard-Gleisen sind simple Polsternägel ins Holz gedrückt. Auf Seiten der Anlage habe ich ein dünnes Messingblech in "Popo-Form" gebogen und festgeschraubt. Wenn ein Gleis "einrastet", dann nicht auf den Millimeter genau, darauf muss das Bedienpersonal schon noch achten. Aber ist die Schublade einmal an der richtigen Stelle, verrutscht sie nicht mehr. Ich werde trotzdem noch Führungsschienen anbringen, um ähnlich wie auf Brücken bei Entgleisungen zu verhindern, dass ein Zug komplett vom Gleis fällt.

Dass unter der ersten Schwelle auf dem Fiddleyard Holzleisten liegen, liegt daran, dass ich die Trasse einen Millimeter zu hoch gebaut habe. Nebenbei verhindert es auch ein bisschen, dass Züge in diese Richtung wegrollen, weil dadurch eine ganz leichte Steigung entsteht

Auf das Thema "Brücke" kommt ich im Zusammenhang mit dem 3D-Drucker zurück, sobald ich mit dem Ding vertrauter bin und nicht mehr so viel Ausschuss produziere ops: Ich starte heute einen neuen Versuch, mein erstes Haus zu drucken. Ich musste allerdings zunächst einmal ein bis zwei Testmodelle einschieben, um zu verstehen, warum der Drucker dies oder jenes nicht so druckt, wie ich es entworfen habe.

Gruß
Uwe


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#17 von schmiedi , 17.07.2015 13:25

Hallo Uwe,

wegen der Stromversorgung eine spontane Idee: Auf beiden Seiten des Übergangs befindet sich - wenn ich das richtig verstanden habe - Metall, also warum dann nicht die Verbindung über Nagel und Blech herstellen, sagen wir für obere Schiene. Damit hat nur das "gewählte" Gleis Strom. Die andere Schiene in allen Gleisen kann ja permanent an den anderen Pol angeschlossen sein. Könnte das klappen?

Viele Grüße,
Dieter


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#18 von Uwe Post , 17.07.2015 16:42

Hallo Dieter, ja, das könnte klappen.
Auf die Idee, dass ja ein Pol genügt, um nur das richtige Gleis anzuschalten, bin ich noch nicht gekommen. Ich muss nur schauen, wie ich an den "Polsternägeln" vernünftig ein Kabel anbringe. Ich bin nicht sicher, ob das Material (gebeiztes) Messing ist, das wäre ja lötbar. Ich werde es ausprobieren.

Heute habe ich erstmal mein "Schaltpult" gebaut bzw. angefangen. Na ja, viel zu schalten gibt es da nicht - hauptsächlich sind LEDs angebracht, die mir auf einen Blick zeigen, dass der Trafo an ist, dass ein DCC-Signal vom Raspberry Pi kommt und dass aus dem Delta Control eins rauskommt. Außerdem kann ich den Strom zwischen Anlage und Programmiergleis umschalten (mit Mittelstellung Aus).

Mehr später...


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#19 von schmiedi , 17.07.2015 17:58

Hallo Uwe,

falls das Material nicht lötbar ist: ich würde einige cm Litze abisolieren, den Nagel etwas herausziehen (falls das noch geht), die Litze einmal rumwickeln und dann verzwirbeln. Dann kann man ja immer noch die Litze löten. Anschließend den Nagel wieder ganz einschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das nicht funktioniert, allein durch das Einschlagen des Nagels dürfte die Verbindung ausreichend fest werden.

Tja, als Analogbahner kommt man zwangsläufig auf "Einpollösungen" Mit dem Digitalkram will ich nichts zu tun haben, da reicht mir der Beruf...

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Dieter


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#20 von Uwe Post , 19.07.2015 17:11

Hallo allerseits,

nachdem ich die erste Hälfte des Wochenendes (jedenfalls, was nach Abzug der Familienzeit noch übrig blieb - also sehr wenig) damit verbracht habe, habe ich gestern erstmal die vier mit Tams-Decoder ausgestatteten Loks resettet und neu programmiert, weil sie alle (ungefähr nach der gleichen Betriebsdauer) nicht mehr reagierten mit Ausnahme der Beleuchtung. Wie ich inzwischen gelernt habe, ist das wohl eine "normale" Eigenschaft von Tams-Decodern, die ich künftig sicher nicht mehr kaufen werde. Aber DCC war für mich halt neu...

Nebenbei habe ich meinem 3D-Drucker endlich mal ein einigermaßen brauchbares Teil entlockt, nämlich einen Streckenfernsprecher. Ich stelle alles, was ich damit produziere, unter creative commons-Lizenz und online bei thingiverse.com:

http://www.thingiverse.com/thing:931778

Das erste Häuschen ist nach wie vor in Arbeit - nachdem mir ein brauchbarer Ausdruck einer Fachwerkhausmauer gelungen ist, habe ich das Teil gleich mal beim Anmalen total verschmiert, also nochmal von vorn. Ich zeige es, wenn es vorzeigbar ist.

Faustregel - jedenfalls bei meinem einfachen Gerät - scheint zu sein: Je größer ein Objekt, desto besser, und texturierte Oberflächen gehen nicht ganz so gut. Glatte Oberflächen gehen gut. Treppen zum Beispiel oder "glatte" Hauswände. Schieferwand kriegt das Ding nicht hin. Da muss ich wieder zum Farbdrucker greifen. Für die Dächer werde ich wohl zu herkömmlichen Dachplatten greifen. Grobe Steinmauern habe ich noch nicht probiert. Mal sehen.

Schönen Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#21 von Uwe Post , 20.07.2015 23:28

Hallo Dieter,

hab nochmal Dank für Deine Idee mit der einseitigen Verbindung. Ich habe mal alles umgelötet und es funktioniert ganz gut. So sieht es jetzt aus:



Die aus Sicht des Fahrdienstleiters vordere Schiene (blaue Litze) wird jetzt über die Messing-Polsternägel (sehr gut lötbar!) geschaltet, die hintere Schiene ist fest verdrahtet. Zur besseren Übersicht habe ich mir noch Mini-Leuchtdioden zwischen die Schienen gelötet. So sehe ich sofort, ob ein Gleis unter Strom steht. Gewinnt keinen Schönheitspreis, aber funktioniert erstmal. Wie gut es auf Dauer geht, wird der Praxistest zeigen. Jedenfalls kann ich das Thema Fiddleyard jetzt erstmal abhaken und andere Baustellen in Angriff nehmen, wie z.B. die Trasse, die bis auf die letzten 20cm (am Fiddleyard-Übergang) nur provisorisch verlegt ist.

Gruß
Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#22 von Uwe Post , 29.07.2015 18:19

Moin zusammen,

hier mal wieder ein kleiner Statusbericht.

Inzwischen sind alle Weichenantriebe installiert (zwei nur noch nicht verdrahtet), so dass ich jetzt sowohl Gleise als auch Züge über meine App und SRCPd auf dem Raspberry Pi steuere.

Was die Landschaft angeht, habe ich in den letzten Tagen die eingleisige Trasse im Bereich der offenen Rahmenbauweise fixiert.

Im Bereich 3D-Druck habe ich erste brauchbare Ergebnisse erzielt. Dazu mal zwei Bilder:



Das ist der aktuelle Stand meines Fachwerkhauses. Diese Variante besitzt ein erhabenes Fachwerk. Das habe ich zunächst schwarz gestrichen, nach mit Gips die Zwischenräume verfüllt. Dabei geriet natürlich auch Gips auf das schwarze Fachwerk, so dass ich mit dem feinen Pinsel nacharbeiten musste. Mit Weiß muss ich auch nochmal an ein paar Stellen dran. Perfekt sieht es nicht aus, aber warten wir mal ab, wie das Häuschen in der Komplettansicht wirkt. Abreißen und neu bauen kann man ja immer noch...

In den gähnenden Löchern fehlen natürlich noch die Fensterrahmen. Nachdem es mir nicht gelungen war, die als Teil der Wand auszudrucken, habe ich mir jetzt einen Satz Rahmen separat hergestellt:



Hierzu ein paar technische Daten:

Aufwand zum Erstellen des 3D-Modells: einige Minuten
Druckzeit: ca. 2,5 Stunden
Materialverbrauch: ca. 20 Gramm inklusive "Unterbau", der weggeschnitten wird und nur der Stabilität während des Druckes dient. Die eigentlichen Fensterrahmen sind 2mm stark und mit einem Füllfaktor von 50% gedruckt (die Mittelstrebe ist knapp unter 1mm breit). Weniger geht sicher auch, aber viel weniger als 1mm Dicke führt bei meinem einfachen Gerät leider oft zu "Verschmierungen".
Materialkosten: etwas unter 50 Cent (ebenfalls inklusive Unterbau).
Materialkosten pro Fenster (25 Stück) also: weniger als 2 Cent

Die Fensterrahmen werden als nächstes mit dem Bastelmesser sauber von dem Unterbau abgelöst, als Ganzes mit mattem Weiß besprüht und danach vereinzelt, um von innen hinter die Mauer geklebt zu werden.

Gleichzeitig habe ich mit einem wahren Mammutprojekt begonnen: Bahnsteigbegrenzungsmauern mit Silikonform zu gießen. Um die 480cm brauche ich, 29 mal heißt es also: Gips anmischen, ausgießen, warten, warten, immer noch warten, zur Sicherheit noch länger warten, seeeehr vorsichtig rauslösen, und wieder von vorn. Wenn mal was bricht (die Endergebnisse sind nur 2-3mm stark, man muss zur Sicherheit einen "Hügel" gießen), ist das nicht so wild, Hauptsache, man weiß noch, wie die Teile hinterher zusammengehören.
Jede Einzelteil verbraucht etwa 11g Gipspulver, das durchgetrocknete Endprodukt bringt 7g auf die Waage.

Das nächste Großprojekt wird dann die ganz spezielle Brücke, die ich ebenfalls 3Ddrucken werde. Da sie insgesamt länger wird als der Drucker an einem Stück produzieren kann, ist hierbei eine ausführliche Planung erforderlich, mit der ich noch nicht beginnen konnte. Zwecks besserer Stabilität werde ich außerdem Messingprofile als "tragende Basis" verwenden. Den Clou an der Brücke verrate ich erst, wenn ich mir einigermaßen sicher bin, dass ich es auch hinkriege Ich werde dann berichten.

Schönen Gruß

Uwe


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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#23 von wurzel ( gelöscht ) , 29.07.2015 19:40

Servus Uwe, was Du baust. Mit dem Roco Gleis bist schon gut dabei. Nur nachschottern würd ich es auf alle Fälle. Zwischen und neben den Gleisen. Noch ein feineres Holz und Farbe, dann ist Dein Prellbock schon gut. Mit dem 3 D Drucker kannst Dir ja alles selber machen. Tolle Möglichkeit.
VG
Alex


wurzel

RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#24 von schmiedi , 29.07.2015 21:57

Hallo Uwe,

das sind doch schon mal sehr sehenswerte Ergebnisse! Die 3-D-Drucktechnik scheint ja tatsächlich praktikabel zu sein.

Wenn ich eines meiner Bauprojekte nicht gestoppt hätte, würde jetzt Dein erster Kunde mit Auftrag drohen - ich hätte Industriefenster gebraucht. Aber dieses Projekt hat sich vor einigen Tagen erledigt.

Auf die angkündigte Brücke bin ich jetzt schon gespannt, klingt ja sehr rätselhaft

Viele Grüße,
Dieter


Der Zug zur Besichtigungstour "Rund um Steinen":


 
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RE: Baubericht aus dem Bergischen: Neues Fahrvideo mit 798, 221 und ner Pulle Bier

#25 von Uwe Post , 30.07.2015 10:08

Moin Leute,

Alex: Ich weiß nicht... mein Prellbock gefällt mir nicht. Ich werde es vielleicht nochmal mit erhöhter Materialstärke versuchen. Das Problem liegt in der Geometrie: Der Drucker druckt ja von unten nach oben, und muss Zwischenräume mit "Stützen" ausfüllen, die man hinterher wieder wegschneiden muss. Solche Zwischenräume vermeidet man also am besten. So ein Prellbock besteht dummerweise hauptsächlich aus "Luft", wenn man mal den gesamten Rauminhalt betrachtet, den er beansprucht. So betrachtet ist er kein sonderlich geeignetes Vorbild für 3D-Druck, anders eben als Wände oder Treppen (die gesamte Bahnsteigunterführung von Bahnsteig 1 nach 2 werde ich mir auch noch ausdrucken, aber erst muss ich sie "entwerfen"...). Mit Messingblech und Schienenprofilen (oder notfalls sogar einem Industriebausatz ) ist man vermutlich besser bedient. Ob das auch für eine Brücke gilt, die naturgemäß ebenfalls aus viel "Luft" besteht, wird sich demnächst zeigen...

Dieter: Es ist tatsächlich eine naheliegende Idee, einen vorhandenen 3D-Drucker zu "teilen". Sind die Modelle einmal vorhanden, kostet das Ausdrucken hauptsächlich Zeit. Gerade in Modellbahnclubs könnte ich mir vorstellen, dass sich eine Anschaffung lohnt. Die Materialkosten sind gering. Auch wenn man beim Kaufpreis einer Spule von ca. 20-30 Euro erstmal einen Schreck kriegt: Das sind normalerweise ca. 750 Gramm, damit kommt man sehr sehr weit. So können mehrere Modellbauer mit der neuen Technik experimentieren, ohne den vergleichsweise hohen Anschaffungspreis berappen zu müssen. Die Druckdienstleister im Internet sind nur bedingt eine Alternative: Die Qualität ist zwar sehr gut, die Materialauswahl groß, aber die Preise hoch - vor allem, wenn man das Risiko von Fehldrucken einrechnet, die man noch dazu erst nach ein paar Tagen (Lieferzeit) bemerkt.

Gruß

Uwe


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