RE: Hilfe zum Thema Stellpult

#1 von [Ben] ( gelöscht ) , 22.07.2015 00:12

Hallo Modellbahnfreunde,

ich bin neu hier im Forum und hab gleich ein (für mich) größeres Problem.
Ich bin mir dabei aber nicht sicher, ob ich in der richtigen Rubrik bin. Aber ein bissel Digital ist es ja schon.

Mein Vater baut sich derzeit seine Gartenbahn wieder auf und wir sind jetzt bei der Planung des Stellpults angekommen. Alle digitalen Lösungen, die ich mir bisher angesehen habe, sind doch recht teuer (da streikt der Finanzminister) und/oder sind kompliziert/unübersichtlich (da streikt der Vater).

Wie schauts derzeit aus:
Gefahren wird teilweise mit Lenz Digital plus, aber auch analog. Weichen, Entkuppler, etc. wurden bei der alten Anlage noch komplett analog verdrahtet. Und deshalb graust es mich schon vor dem Kabelbaum, den ich jetzt legen müsste.
Die neue Anlage wird in 5 Abschnitte unterteilt sein und kann von einem zentralen Punkt in der Mitte der Anlage gut überblickt werden. Von diesem Punkt gehen Leerrohre (max. 10 Meter) zu den einzelnen Abschnitten.

Was hätte mein Vater gerne:
Wenn er alleine fährt muss alles vom zentralen Punkt aus zu steuern sein. Gäste sollen aber auch die Möglichkeit bekommen, mitzumachen. Deshalb sollen die Abschnitte nicht in einem großen Stellpult vereint werden, sondern in 5 separate Elemente aufgeteilt bleiben. Bei Bedarf sollen sie vom Hauptpult getrennt und bei den jeweiligen Bahnhöfen wieder eingestöpselt werden.
* Ein WLAN-basiertes System wäre natürlich die ideale Lösung. Aber Tablett, Smartphone oder Ähnliches müsste dafür erst noch gekauft werden.
* Weichendekoder für das Lenz-System ist auch keine Option. Über die Handregler die Weichen zu schalten ist zu unübersichtlich.

Sollten wir beim Analogen bleiben, dann rechne ich am Ende mit kleinen Schaltpulten, die keinen Ständer brauchen, sondern alleine durch den Kabelbaum stehen werden. Ich möchte deshalb möglichst wenige dünne Adern verwenden. Also keine großen Stromflüsse durch das Pult.

Seit ich das Prinzip der Diodenmatrix für Schattenbahnhöfen kenne, schwirrt mir der folgende Lösungsansatz im Kopf herum. Mit meinen spärlichen Kenntnissen der E-Technik habe ich das Prinzip nun mal skizziert. Rein von der Logik her müsste es funktionieren (wenn ich nicht irgendwas übersehen habe).
Die Frage ist aber: Ist es in der Praxis umsetzbar : Ich habe leider nicht die Ahnung bzw. Möglichkeiten, um solche Schaltungen zu entwickeln. Deshalb bräuchte ich hierbei Hilfe. Oder gibt es bereits fertige Lösungen :
Falls jemand günstige Alternativen kennt, bin ich auch für andere Vorschläge offen.

Ich habe versucht, die Skizze übersichtlich zu halten. Deshalb habe ich nicht bei jedem Bauelement die Spannungsversorgung mit eingezeichnet. Und das die Elemente nicht direkt einen Schalter betätigen ist mir auch klar, es soll nur das Prinzip verdeutlichen.



Das Stellpult besteht aus zwei Teilen:
A. Taster und Diodenmatrix:
Jeder Taster gibt, durch die Matrix, einen eindeutigen binären Code auf die Datenleitung
B. Das Kontrollelement:
Es ist nur notwendig, wenn mehr als ein Schaltpult an der Datenleitung sitzt.
Bei einer Diodenmatrix darf immer nur ein Taster nach dem Anderen geschaltet werden. Deshalb wird in jedem Pult überprüft, ob die Leitungen frei sind. Liegt ein Signal an (unteres OR) und kommt dieses nicht aus der eigenen Pultmatrix (oberes OR), dann wird die Stromzufuhr des Pultes unterbrochen.

C. Stromversorgung & Datenleitung:
Mit einem 8-polige Datenkabel kann man bis zu 127 Weichen, etc. schalten. (8 Bit => 256 Taster; 2 Taster pro EPL-Antrieb => 128 Weichen; In diesem Fall nur 127 Weichen, weil eine Null nicht schaltbar ist)
Von den 8 Leitungen im Datenkabel ist eine Leitung nur dafür da, um die Polung der Weichenspannung richtig zu setzten (ich habe sie orange gezeichnet). Das passiert direkt beim Trafo und nicht bei jeder einzelnen Platine.
Die Stromversorgung läuft in einem anderen Kabel mit größerem Durchschnitt, um die Leitungsverluste zu verringern.

D. Platine
Mit vier Jumpern ist die Platine codiert (0-15). Stimmt dieser Wert mit dem Platinen-Code aus dem Datenkabel überein, wird sie aktiv.
Mit Hilfe der letzten 3 Bits bestimmt der CMOS 4028, welche der 8 Weichen geschaltet wird.

Bei 8 Datenleitungen + Stromversorgung dachte ich an die Verwendung eines 15-poligen Sub-D Kabel. Auf den ungenutzten Leitungen hat dann auch noch der Lenz-Datenbus platz. Somit kann an jedem Pult, nach Bedarf, noch ein Handregler gesteckt werden.


Ufff.... das war viel Text.
Ich hoffe aber, ich konnte mich soweit vertändlich machen

Vielen Dank
Ben


[Ben]

   


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