grundsätzlich sehe ich kein Problem darin ein passendes Seuthe-Dampfrohr im Schornstein unterzubringen, abgesehen davon, dass beim Aufbohren vielleicht von diesem nichts mehr übrigbleibt. Die Schwierigkeiten liegen im Gehäuseinneren. Direkt unterm Bohrloch sitzt der Lichtleitkörper für die Stirnbeleuchtung. Der muss deshalb weg, ebenso die Glühbirne. Die Lampenfassung dient nur noch als Zuleitung für den Raucheinsatz. Da natürlich auf das Dreilicht-Spitzensignal nicht verzichtet werden soll, die Frage: gibt es für die Bohrungen, wo der Lichtleitkörper eingesetzt war, in der Grösse passende LED? Wenn ja, habe ich noch eine Nachrüstidee. Da die BR 38 gleichermassen für Vor- und Rückwärtsfahrt ausgelegt ist, dachte ich daran dem (Wannen-)Tender ebenfalls ein 3-Licht-Spitzensignal zu verpassen. Um das Ganze zu vervollständigen: Lichtwechsel bei Fahrtrichtungsänderung. Im Tender sollte genug Platz für ein Mikrorelais für den Lichtwechsel sein. Warum dies? Weil die Lok klassisch analog betrieben wird. Es gibt zwar den passenden Umschalter von Uhlenbrock mit zwei Schaltkontakten, aber die beiden anderen damit ausgerüsteten Loks(3011 und 3035) wechseln nur selten tatsächlich die Fahrtrichtung, aus unbekanntem Grund. Zu niedrige Spannung ist es nicht, die anderen Loks mit dem alten Märklin-Relais schalten problemlos um. Mit dem zusätzlichen Relais auch deswegen weil bei der klassischen Parallelschaltung mit dem Motor für die Birnen zu wenig abfällt(leuchten zu dunkel). Zusatzfrage: in der mir vorliegenden Übersicht zum Nachrüsten auf Hochleistungsantrieb ist die 3098 nicht aufgeführt. Ich weiss dass die Bauform der Lok vom Standard abweicht. Gibt es dennoch einen?
was auf jeden Fall funktionieren sollte ist, wenn du von den Lichtleitern den Teil der durch das Loch gesteckt wird, beibehälst und daran von hinten kleine SMD-LEDs anklebst. Solche LEDs bekommst du bereits mit Lackdrähten dran zu kaufen, z. B. beim LED-Barn in der Bucht. Kleben kannst LEDs am besten mit transparentem UV-härtendem Kleber aus dem Baumarkt - er bleibt im Gegensatz zu den meisten Sekundenklebern nämlich transparent. Wenn du die 3 Leds dann in Reihe schaltest und einen passenden Widerstand und eine Schutzdiode spendierst, kannst du diese Gruppe wie eine normale Glühlampe anschließen - Die Schutzdiode ist nötig, da LEDs es nicht mögen mit einer falsch herum gepolten Spannung belastet zu werden und die Problematik hast du bei einer Wechselspannung ja 50 mal je Sekunde...
dann bleibt immer noch die Möglichkeit jede LED mit eigenem Vorwiderstand zu betreiben. Bei Märklin liegen im Anlaogbetrieb bei kleinster Trafostellung bereits 4-5V an - das sollte dann reichen.
dann frage ich mich, warum meine analogen Märklin-Loks mit solch einfachen Schaltungen problemlos funktionieren. Ich betrachte mich auch als Elektroniker - das habe ich mal beruflich gelernt und arbeite in der Zwischenzeit als Dipl-Ing E-Technik - also wohl kaum ein Laie...
Zitat von Roberto ... Ja, als E-Techniker hat man aber meistens ein anderes Eisatzgebiet.
Ausserdem, es bleibt dir frei, wenn du mir nicht glaubst, mal eine so beschalten testen und opfern.
Moin Roberto
Was ist dein Eisatzgebiet bzw. Einsatzgebiet :
Fragt sich der Uwe aus Oege
Modell/Spielbahner u. Sammler. Testanlage mit M-,K- u. C-Gleis.Modulanlage mit K- u. C-Gleis. Fahre in H0 mit IB (DCC/MM2) oder analog mit AC oder DC. H0 Strab.-, H0m/ H0e Klein- u. Feldbahn mit DC u. DCC Schalten analog m. GBS.
zu meiner Überraschung ist das doch ein Thema. Ich bekomme keine Benachrichtigung auf Antworten(Einstellung vergessen), so nahm ich an dass es niemand interessiert. Elektronik hatte ich auch mal gelernt, nach der Ausbildung bin ich aber im Schaltanlagenbau gelandet und seit über 30 Jahren darin tätig. Elektronik ist daher so gut wie kein Thema, ist zu lange her. Was ich trotzdem weiss, ist, dass eine LED grundsätzlich nur eine Diode ist, wenn auch mit der besonderen Eigenschaft, Licht auszustrahlen. Und dass in der Regel eine konstante Spannung nötig ist. Im klassischen Analogbetrieb geht das natürlich nicht. Abhilfe schafft ein Bauteil dass unabhängig von der Eingangsspannung eine konstante Ausgangsspannung liefert. So was nennt man eine Regeleinheit(welcher Typ weiss ich längst nicht mehr. Auch Regeltechnik-Grundlagen hatte ich damals). Die Frage ist ob sich für ein paar LED dieser Aufwand bzw. Preis für so etwas lohnt. Der ganze Fortschritt durch die Digitalisierung hat leider die Analogfahrer weitgehend aussen vor gelassen. Das betrifft in erster Linie einen Jugendfreund. Ich habe ihm deshalb schon empfohlen auf Digital umzustellen, ab er was kann ein schwerbehinderter Frührentner mit kleiner Rente da schon machen. Die Standardtechnik der grossen Hersteller kommt aus v.a. aus Kostengründen nicht in Frage, ausserdem sind alle seine(wie auch meine) Fahrzeuge bis auf den Märklin IC-Experimental und den Brawa-Talent BR 643 nicht jünger als 30 bis 40 Jahre. Ich selbst habe noch Märklin-Decoder der ersten und zweiten Generation(!) drin, aus beruflichen Gründen musste dass Hobby jahrzehntelang zurückbleiben - was im wahrsten Sinn des Wortes heute aus technischer Sicht wörtlich zu nehmen ist. Es gibt noch einen anderen technischen Grund, aber das führt hier zu weit. Nichtsdestoweniger danke für eure Tipps.