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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#1 von EnWilPu , 08.08.2015 09:20

Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Problem, wo ich mal eure Hilfe bräuchte (hatte das so noch nie gehabt/ gesehen).
zur betrieblichen Situation: ich will eine Abzweigstelle bauen, welche gleichzeitig die Funktion einer Awanst (=Ausweichanschlußstelle) hat. diese wird eher in der aktuellen Zeit sein (auf jeden Fall nach 1990). habe mal mit Paint schnell die Situation stark vereinfacht dargestellt gezeichnet:



die auf dem Bild dargestellten Signale sind nur zur Vereinfachung Formsignale. tatsächlich kommen da Lichtsignale und fernbediente Weichen (incl die zur Awanst) hin, die nicht vor Ort bedient werden. und das Stumpfgleis vor der Weiche ist real auch kürzer (passt nicht mal eine Lok zwischen Weiche und Prellbock).

alles, was die Funktion als Abzweigstelle betrifft, ist klar. nur wie kommt man signaltechnisch in und aus der Awanst? Problem dabei ist, dass Fahrten zur Awanst ja Sperrfahrten sind und Sperrfahrten sind Zugfahrten. soweit alles klar. aber die Sperrfahrten müssen ja am Signal A im Beispiel vorbei und auch aus der Awanst (das soll die sein, wo kein Signal im Moment steht) hinaus auf die Strecke. Zs1 zur Vorbeifahrt am Signal A kann ich mir schwer vorstellen und Ausfahrt aus der Awanst mit Sh1 passt irgendwie auch nicht so ganz.

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#2 von Remo Suriani , 08.08.2015 13:22

Hallo Enrico,

bei einer Awanst unter Deckung eines Hauptsignals, bei der die Weichen unter Stellwerksabhängigkeit stehen, wird häufig auf Hauptsignal ein- und ausgefahren (Hp2). Die Awanst sieht dann für den Laien aus, wie ein halber Bahnhof. Es gibt in dem Gleis also auch ein Ausfahrsignal, für die Einfahrt gibt es gerne ein hoch stehendes Sperrsignal als Haltbegriff am Ende des Gleises.
Damit in der Awanst ohne Aufsicht des Stellwerkes rangiert werden darf, werden die Signale nach Rückstellen der Weichen (und somit Einschluss der Sperrfahrt) auf Kennlicht gestellt (also ein weißes Licht). Damit kann man sich dort nun frei bewegen. Wenn die Fahrt wieder ausfahren will, meldet man sich beim Fdl, der nimmt den Rangierbereich zurückt (Die Signale wechseln wieder auf Hp0/Sh0) und er kann die Ausfahrt stellen.

Beispiele dafür wären in NRW (da ich mi dort am besten auskenne) Sindorf (auf der Strecke Köln - Aachen), Rodenhaus (ein großes Kalkwerk im südlichen Ruhrgebiet) und das Kraftwerk Möllen (am rechten Niederrhein nördlich Duisburg).
Ich weiß aber nicht, wie die technische Umsetzung bei Oststellwerken ist (da Du aus Halle kommst), im ESTW mit KS-Signalen wäre es dann wieder allgemeingültig.

Übrigens: Bei einmündenden Strecken an Abzweigstellen wird außer auf Schnellfahrstrecken üblicherweise auf Flankenschutzweichen verzichtet, das Signal muss nur einen ausreichenden Abstand vor der Weiche haben für den Gefahrenpunktabstand. Somit könntest Du die Weiche 2 sparen.

Ich hoffe ich konnte helfen


Viele Grüße
Dirk

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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#3 von EnWilPu , 08.08.2015 13:58

hallo Dirk,

danke erst einmal fürs Antworten
dann erst mal zur Vermeidung von Missverständnissen: zum einen bin ich glücklicherweise noch in der Planungphase (bzw wieder wegen mehrere Fehlplanungen)
dann es ist eine moderne (fiktive) Schmalspurbahn im Bereich Bayern. also nix mit ehemaliger DR. eher mit DrS60
und die Weiche bei Signal C muss sein, da das Signal direkt an der Weiche 2 stehen muss und es keinen Flankenschutz sonst gibt und kurz danach beginnt ein Tunnel, weshalb ich das Signal nicht versetzen kann (maximal weglassen und so darstellen, dass das Signal vorm Tunnel steht).

aber zum Thema zurück: wenn ich das richtig verstehe, dann kommt ans Ende des Awanstgleises ein (Licht)Sperrsignal? oder wie ist das gemeint mit "... für die Einfahrt gibt es gerne ein hoch stehendes Sperrsignal als Haltbegriff am Ende des Gleises. ..."? wäre aber unpraktisch, weil es eben mal kurze (nur Lok) und mal lange (Lok + Wagen) Sperfahrten gibt
dann wäre eine Sh2 am Ende schon mal die sichere Lösung und eindeutig, da so alle langen Sperrfahrten einen Haltebegriff am Ende haben. aber was ist bei den kurzen (Loks, die ins besetzte Gleis fahren)?
Rangiertätigkeiten wird es nur geben, wenn die Lok die abgestellten Wagen wieder abholt = ankuppeln (wird ein an der Strecke liegendes Ladegleis). ansonsten nicht.
und auf dem Gleis der Awanst kommt zur Ausfahrt Richtung Signal A (der Weg, den die Sperrfahrt nehmen soll) ein Signal hin, was Hp0 und Hp2 zeigt? oder reicht Hp0 und Sh1? oder noch besser Hp0 und Kennlicht?

Problem ist echt, dass ich zwar das Verfahren bei einer Anschlussstelle und einer Ausweichanschlußstelle aus eigenen Erfahrungen noch halbwegs kenne (am leichtesten ist da aus Modellbahnersicht der Befehl "...fährt bis km ... und zurück"), aber eben nicht bei einer Kombination mit Hauptsignal am Beginn der selbigen

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#4 von Remo Suriani , 08.08.2015 14:51

Hallo Enrico,

ok, ich hätte mal Deine Spurangaben lesen sollen Da ist das vielleicht etwas überdimensioniert.
Tatsächlich kenne ich den Fall eben nur mit kompletter Hauptsignalabsicherung:
Das Blocksignal der Abzweigstelle ist gleichzeitig das Einfahrsignal der Awanst. Die mir bekannten Awansten sind dann aber größer mit weiteren Weichen innerhalb der Awanst mit je mindestens einem freien Einfahrgleis, so dass sich das Problem mit dem besetzten Einfahrgleis nicht stellt. Das Sperrsignal steht dann jeweils am Ende des Einfahrgleises. Die Ausfahrt erfolgt dann auf Hp 2, das quasi Ausfahrsignal kann dann Hp0, Hp2 und Kennlicht zeigen.

Bei dir würde das dann nicht passen, wegen der Einfahrt ins besetzte Gleis. Da kann ich Dir nicht so richtig weiterhelfen, da ich den Fall unter Signaldeckung eben nur in der oben beschriebenen Form kenne - Tut mir Leid. Meine Vermutung wäre, dass im Befehl für die Sperrfahrt das Signal als ungültig erklärt wird oder der Vorbeifahrt zugestimmt wird. Ersatzsignal kann ich mir nicht vorstellen, Sh1 an einem Blocksignal wäre zumindest sehr ungewöhnlich, aber bei sowas kann man nie wissen.

Der Vorteil der oberen Variante ist übrigens, dass man für solche Awanst Bedienung unter ständiger Signalabdeckung gar keine Befehle mehr braucht, da sich die Awanst wie ein Bahnhof "verhält" und die sich Bedienfahrt immer auf Zugfahrstraßenniveau befindet, bis sie sich einschließt


Viele Grüße
Dirk

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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#5 von EnWilPu , 08.08.2015 16:19

hallo,

Dirk: nicht schlimm. könnte meinen Thread ja auch mal in die Signatur einfügen (mach ich aber im Moment aus 2 Gründen nicht: ich weiß noch nicht wie und das zu sehende lohnt noch nicht anzusehen ops:
aber genau die von dir beschriebenen Systeme, nur ohne Abzweigstelle, kenne ich auch noch etwa aus früheren Zeiten (Ende der 90er). oder eben die Befehlsversion.

aber mir kam (hoffentlich) eben eine Lösung : im Geschwindigkeitsheft ist ja immer eine Geschwindigkeit und Zusatzangaben angegeben, wenn ich das noch richtig weiß. also sollte eine Einfahrt mit Hp2 nicht schwer sein. und dazu der Hinweis (auf Regelspur bezogen) "30km/h" oder "Stumpfgleis" / "besetztes Gleis" / "verkürtzer D-Weg" (also wie auch immer, ich meine jedenfalls das auf der Seite liegende "T") im Fahrplan der Sperrfahrt(en). sollte eigentlich passen.
und Ausfahrt eben mit Hp2 oder Hp1 mit Zs3 oder als letzte Version Zs1.
da das nur eine Idee ist: was spricht denn betrieblich dagegen?

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#6 von Woditom , 28.08.2015 01:09

Moin,

hier vermischen sich einige Dinge, wie ich das bisher sehe.

a) eine Ausweichanschlussstelle hat keine fernbedienten Weichen, denn dann wäre sie ein Abzweig. Die Handweichen der Awanst sind aber natürlich verschlossen, der Schlüssel kann fernbedient freigegeben werden.

Wenn die Bedienungsfahrt die Awanst bedienen soll, muss der Fahrweg auf die durchgehende Strecke eingestellt sein, die Bedienungsfahrt hält an, meldet sich beim Fdl und der gibt den Schlüssel frei. Damit wird zunächst eine der Weichen aufgeschlossen, dabei bekommt man einen weiteren Schlüssel frei, mit dem man die zweite Weiche aufschliesst. Dann fährt die Bedienungsfahrt in die Awanst - und wenn beide Weichen wieder in Grundstellung verschlossen sind, kann man die Strecke wieder freigeben.

Wenn der Anschluss sehr oft bedient werden sol, lohnt es sich ggf., den ganzen Komplex zum Bahnhof zu erklären und auf Hauptsignal in das "Anschlussgleis" zu fahren, dort muss dann eine H-Tafel füür das Ende der Zugfahrt stehen und eine Gleisfreimeldung vorhanden sein.
Für die Ausffahrt gibt es dann ein normales Hauptsignal.

Aber sowas auf eine modernen Schmalspurbahn in Westdeutschland? Würde ich für arg fiktiv halten...

mfg

Thomas


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#7 von Remo Suriani , 28.08.2015 22:23

Hallo Thomas

Zitat
a) eine Ausweichanschlussstelle hat keine fernbedienten Weichen, denn dann wäre sie ein Abzweig.



Zeig mir mal, wo das steht...
Ich habe im zweiten Beitrag bereits drei Awansten mit ferngestellten Weichen genannt.


Viele Grüße
Dirk

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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#8 von Woditom , 29.08.2015 04:40

Hallo Dirk,

Zitat von Remo Suriani

Zitat
a) eine Ausweichanschlussstelle hat keine fernbedienten Weichen, denn dann wäre sie ein Abzweig.


Zeig mir mal, wo das steht...




Ok, das war etwas zu eng gefasst. Worauf ich hinaus wollte: Wenn die Weichen von einem Stellwerk fernbedient werden und die Fahrten auf Hauptsignal stattfinden, ist es ein Bahnhof oder eine Abzweigstelle, aber keine Awanst mehr. Zumindest dachte ich das. Ich habe nun bei einer weiteren Recherche festgestellt, das das von dir genannte Möllen und auch Marl-CWH mitllerweile "Bk Awanst" sind.

Marl-CWH hat diesen Status aber auch erst seit 2003, vorher war es ein Abzweig:
http://nrwbahnarchiv.bplaced.net/esn/ECWH.htm

Zitat von Remo Suriani

Ich habe im zweiten Beitrag bereits drei Awansten mit ferngestellten Weichen genannt.



Sindorf ist aktuell ein Bahnhof, ferngestellt von Horrem: http://nrwbahnarchiv.bplaced.net/kln/KSID.htm

Alles nicht wirklich einfacher geworden...

mfg

Thomas


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#9 von EnWilPu , 29.08.2015 13:19

hallo zusammen,

@ Thomas: wie Dirk schon schrieb, gibt es nicht wenige fernbediente Awanst. und betrieblich ist es ein riesiger Unterschied zwischen Awanst und Abzweigstelle. deswegen kann ich nur zustimmen, dass es keine Abzweigstelle wird, nur weil es fernbediente Weichen gibt.
aber wenn es nur eine Awanst wäre, würde ich auch nicht fragen (da kenne ich die aktuellen Regelungen mittlerweile nur zu gut). aber hier ist die Kombination Awanst auf der einen Seite und Abzweigstelle auf der anderen Seite. die macht(e) mir halt so ein bissl Kopfzerbrechen noch. aber die Lösungsdiee hatte ich ja am 8.8. schon geschrieben. und die scheint mir zumindest sonnvoll.
aber ich hab da evtl einen Ansprechpartner gefunden, der mir weiterhelfen kann. muss ich mal sehen, wann der mal Zeit hat

ach und da die Awanst zu weit vom Bahnhof weg ist, scheidet deine Idee, den Bahnhof bis zur Awanst zu verlängern aus.

zur Erklärung noch mal, weshalb Hauptsignale NICHT so weit hergeholt sind: die Bedienung von Awanst erfolgt als Sperrfahrt. und Sperrfahrten sind IMMER Zugfahrten. und Züge fahren (im Regelfall) auf Hauptsignale. also spricht zumindest aus diesen Regeln (zumindest bei der DB AG) nichts gegen eine Einfahrt auf Hauptsignal (wenn ich so drüber nachdenke eigentlich auch nicht bei einer Ausfahrt)...

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#10 von Remo Suriani , 31.08.2015 18:13

Hallo Thomas,

Zitat
Alles nicht wirklich einfacher geworden...



Da hast Du allerdings recht

Zitat
Sindorf ist aktuell ein Bahnhof, ferngestellt von Horrem: http://nrwbahnarchiv.bplaced.net/kln/KSID.htm


Jein, das ist bedingt richtig, hier ist die Darstellung auf der HP nicht präzise genug.

Früher war Sinndorf ein Bahnhof, dann wurde es mit Inbetriebnahme des ESTW und/oder der S-Bahn in zwei Betriebsstellen geteilt, wie dort auch steht: Awanst und Hp, die Awanst ist bis heute die Awanst, aber der Hp wurde später zum Bahnhof. Das Hp -> Bf bezieht sich nur auf das Hp aus der Zeile dadrüber und nicht auf die Awanst. Jetzt wäre also richtig Awanst + Hp. Der Fehler der Seite liegt dabei, dass dort nur die Strecke 2600 genannt ist, der Bahnhof liegt aber auf der S-Bahn (in Form von genau einer Weiche). Da es zwischen den zwei Strecken keine Verbindung gibt, werden sie unabhängig behandelt, daher haben die Betriebsstellen nichts miteinander zu tun, somit ist die Awanst weiter eine Awanst (hat auch eine andere Ds100, habe ich nur gerade nicht im Kopf).

aber nun zu Enrico:

Zitat
zur Erklärung noch mal, weshalb Hauptsignale NICHT so weit hergeholt sind: die Bedienung von Awanst erfolgt als Sperrfahrt. und Sperrfahrten sind IMMER Zugfahrten. und Züge fahren (im Regelfall) auf Hauptsignale. also spricht zumindest aus diesen Regeln (zumindest bei der DB AG) nichts gegen eine Einfahrt auf Hauptsignal (wenn ich so drüber nachdenke eigentlich auch nicht bei einer Ausfahrt)...


Die Ausfahrt ist das Einfache, das geht problemlos auf Hauptsignal, aber bei der Einfahrt bekommst Du ein Problem: Für eine Einfahrt auf Hauptsignal brauchst Du ein freies Gleis... Wenn aber die Awanst nur ein Gleis hat, da aber Wagen drin stehen, das klappt das nicht. Alle mir bekannten Beispiele einer Awanst mit Einfahrt auf Hauptsignal haben mehr als ein Gleis, damit man in ein freies Gleis einfahren kann.
Spontan weiß ich auch nicht, wie man das mit nur einem Gleis realisieren soll. Zs1 halte ich zumindest für nicht koscher (Ersatzhandlung für Regelbedienungen, das ist nicht in Ordnung).


Viele Grüße
Dirk

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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#11 von Zimmerle ( gelöscht ) , 01.09.2015 10:58

Die Einfahrt geht, wenn danach ein Ls folgt. Bis zum Ls muss das Gleis freigehalten werden.
Dahinter geht die Rangierfahrt los.

Gruß,

Zimmerle


Zimmerle

RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#12 von EnWilPu , 01.09.2015 17:25

Hallo zusammen,

Zitat von Zimmerle
Die Einfahrt geht, wenn danach ein Ls folgt. Bis zum Ls muss das Gleis freigehalten werden.
Dahinter geht die Rangierfahrt los.

Gruß,

Zimmerle



die Idee klingt genial und logisch...

wobei ich immer noch der Meinung bin, ein Zs3 mit 30 oder weniger und dem Hinweis im Fahrplan "Einfahrt in ein besetztes Gleis" könnte auch passen. aber der Ansprechpartner, den ich habe, ist leider im Moment im Urlaub.

und die Version mit Zs1 habe ich für mich schon lange als unlogisch abgetan. wie von Reno Surami bereits geschrieben ist das nur eine Ersatzhandlung.

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#13 von EnWilPu , 12.09.2015 09:48

hallo zusammen,

nachdem ich vor einigen Tagen die Möglichkeit hatte, mich mit jemandem zu unterhalten, der davon weit aus mehr Ahnung hat als ich, komm ich zu dem Entschluß, dass es so auf keinen Fall funktionieren würde!

zur Erklärung: eine Awanst liegt IMMER an der freien Strecke. das ist bei mir nicht gegeben und würde blocktechnisch dadurch Probleme geben (jede Bedienung der Awanst würde eine Blockstörung verursachen).

also gibt es 3 Möglichkeiten zur Realisierung (für die, die es interessiert):
- man macht aus der Awanst einen Bahnhof mit Umsetzgleis, der zwischen Weiche 2 und 4 beginnt (Ra10) und dann auch mit Ausfahrsignalen versehen (kein Platz fürs Umsetzgleis),
- man verlegt die Weiche zur Awanst (2) vor das Signal A (kein Platz vor dem Signal, da kurz davor der Tunnel ist),
- oder man macht daraus vereinfachten Nebenbahnbetrieb, wo es keinen Streckenblock gibt und statt der Licht-/ Formsignale Trapeztafeln stehen. das würde auch eher zu einer deutschen Schmalspurbahn passen. Problem ist dabei, dass mir ausgerechnet das am wenigsten gefällt da ich genau das nicht darstellen will

in allen Fällen ist aber außerdem zu beachten, dass die geschobenen Züge immer an der Spitze zu besetzen sind UND dass es an der Spitze auch ein Spitzensignal geben muss. das ist im Model so leider nur bedingt umsetzbar (im Original bei einer regelmäßigen Bedienung der Awanst wohl kein Problem). zumindest habe ich noch keine flexibel anbaubare Spitzensignale im Modell gesehen

Resultat: ich bedanke mich bei ALLEN, die mir hier versucht haben zu helfen, aber ich muss wohl weiter meinen Kopf zermartern, wie ich eine andere Lösung finde. so klappt es jedenfalls nicht.

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#14 von Remo Suriani , 12.09.2015 12:48

Hallo Enrico,

so ganz stimmt die Aussage nicht: Eine Awanst die an einem Abzweig liegt, ist trotzdem auf der freie Strecke, weil ein Abzweig eine Betriebsstelle der freien Strecke ist.
Der erste beschriebene Anstrich kann man Bahnhof nennen, muss man aber nicht, die Fälle, die ich beschrieben hatte, fußten alle auf dem gleichen Prinzip mit einem Umsetzgleis, sind aber Awansten. Wie man das definiert, ist aber auch egal, das signaltechnische Ergebnis ist das gleiche, genau wie das Problem, dass Du kein Platz für ein Umsetzgleis hast.

Insofern bringt Dich das jetzt wohl auch nicht weiter, ich wollte nur mal darauf hinweisen, dass Dein Anschluss sehr wohl auf der freien Strecke ist. Kannst du nicht irgendwie Platz für ein Umsetzgleis freischaufeln?


Viele Grüße
Dirk

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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#15 von EnWilPu , 13.09.2015 11:26

hallo zusammen,

@ Remo Surani: diese Aussage habe ich so inhaltlich von einem Betriebsbezirksleiter der DB bekommen. also geh ich davon aus, dass der weiß, was er mir sagt^^ vielleicht hab ich mich auch blöd ausgedrückt, als ich seine Worte versucht habe wiederzugeben.
aber zu deiner Frage: das Ladegleis würde direkt an der Anlagenkante sein. davor sind nur noch etwa 2cm Platz. und mit ein paar cm Abstand (etwas mehr als der Standard-Gleisabstand) folgt dann schon das Streckengleis. also gibt es keine Chance für ein weiteres Gleis.

aber da ich ja noch/wieder in der Planungsphase bin, ist das nicht so ein großes Problem. hätte nur vieles viel einfacher gemacht. aber ich bin grad am Tüfteln, ob ich bei dem wenigen Platz, den ich habe, evtl im sichtbaren (Bahnhofs-)Bereich eine Containerverladung mit hinbekomme oder eine Spedition. nur wenn die Containerverladung kommt, dann wäre mir ein Anschluß zur Regelspur ganz lieb (deswegen bevorzuge ich auch den Gedanken). die Rangiermöglichkeiten für Güterzüge will ich schon irgendwie mit einbringen... aber da muss ich die Gleise testweise aufbauen, um zu sehen, wie es dann auch optisch wirkt. Papier ist da immer sehr geduldig (und mit scarm komm ich eh nicht klar)...

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#16 von WiTo , 18.09.2015 09:28

Hallo Enrico,

ich will noch mal die Frage aufwerfen, wie eine Lok in die Awanst kommt, wenn das Gleis besetzt ist?

Wäre es nicht denkbar auf dem Streckengleis zwischen Signal A und C einen Halteplatz für die Lok zu definieren (H-Tafel), wo die Zugfahrt der Lok endet. Dann könnte die Lok zurück setzten bis zu Einfahrweiche der Awanst und als Rangierfahrt dort einrücken?

Warum nun diese. Situation zur Blockstörung führen soll, verstehe ich nicht ganz. Zwar verschwindet dann ein Zug einfach aus einem Block, was für die Systematik der Blocksicherung nicht passt, aber das ist doch auch auf der freien Strecke ohne Abzweigstelle der Fall, wenn eine Awanst in einem Blockabschnitt der freien Strecke liegt.

Da muss doch der Fdl den Blockabschnitte auch wieder frei geben können, wenn sich die Rangierabteilung in der Awanst abgemeldet hat?

Herzliche Grüße

Thomas (WiTo)


Meine Anlage:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=121964

Computer hat man, um Probleme zu lösen, die man ohne Computer nicht hätte (für Modellbahnanlagen gilt sinngemäß das Gleiche).


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#17 von EnWilPu , 18.09.2015 15:37

hallo Thomas,

auch wenn sich das Thema durch Umplanungen eigentlich erledigt hat (auch wenn ich noch beim Planen bin), so will ich doch mal versuchen zu antworten (soweit ich es aus eigenen Erfahrungen noch weiß).

wenn der Halteplatz der Lok wie von dir beschrieben zwischen den Signalen wäre, würde die Blockstörung trotzdem auftreten, da die Lok einen Streckenblock nicht vollständig befährt, sondern nur einen Teil des Streckenblocks. und sie muss trotz allem am Signal vorbei kommen, wofür es immer noch keine technische Möglichkeiten gibt (und auch nicht geben wird).

und dazu kommt noch, dass ein Zurücksetzen der Lok in betrieblicher Sicht (also nach FV) nicht so leicht zu regeln ist und für den Regelbetrieb (der ja hier trotz allem vorliegt) nicht vorgesehen ist.

für die Bedienung einer Awanst ohne Abzweigstrecke gibt es verschiedene Möglichkeiten, die hier alle nicht zutreffen würden. spätestens das Signal der Abzweigstelle verhindert alles denkbare.

ach und die Fahrt ins besetzte Gleis ist dabei das gleiche Problem wie beim unbesetzten Gleis.

es gibt im großen und ganzen mit der Bauform nur eine Lösung: aus dem Gleis der Awanst einen Bahnhof machen (und dafür fehlt mir der Platz).

also auf gut deutsch: es geht nicht so umzusetzen, weil es einfach 2 verschiedene Betriebsstellen sind, die, soweit ich verstanden habe, nicht miteinander vereinbar sind. man muss es also immer voneinander trennen (deswegen wird man bei der DB AG wohl auch kein Beispiel finden können)

Enrico


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#18 von Remo Suriani , 18.09.2015 20:21

Hallo Enrico,

auch Betriebsbezirksleiter müssen nicht immer recht haben.

Eine Awanst kann in einem Abzweig sein. Das ist Blocktechnisch überhaupt kein Problem, die Awanst verhält sich im Block, wie eine weitere abgehende Strecke.

Es stimmt allerdings, dass das Ziel der Fahrt in der Awanst sein muss, es muss dort also eine Signaltechnische Einfahr in ein freies Gleis geben.
Hier mal ein Beispiel:


Tatsächlich kann man das Konstrukt auch einen Bahnhof nennen, das gibt es auch. Es ist also eher eine Frage, wie man das nun nennt. Es hilft Dir auch nicht weiter, weil Du eben die zwei Gleise brauchst. Aber sagen, dass das nicht geht kann man nicht. Dein Bekannter meinst sicher diese Konstruktion, da stimme ich ihm vollkommen zu. Das kann dann aber durchaus noch Awanst heißen.

Wie gesagt, es hilft Dir nicht, aber es klärt vielleicht etwas die Ungereimtheiten.


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RE: Fahrten zur Awanst am Abzweig

#19 von EnWilPu , 21.09.2015 12:32

hallo,

deine "Awanst Vockenhof" ist meiner Meinung nach ein Bahnhof. die Signalisierung spricht zumindest dafür. auch wenn ich da das Ra10 zwischen W547 und W548 vermisse. aber vielleicht sind die auch einfach nur nicht dargestellt.

nee, ein Signal muss es NICHT in der Awanst geben. ich kenne ehrlich gesagt keine Awanst an der freien Strecke mit Signalen. das einzige Beispiel einer Awanst (abgesehen von einem an einer NE-Strecke), dass mir spontan einfällt ist eine Awanst der Westfrankenbahn zwischen Lauda und Miltenberg (wo genau weiß ich leider nicht mehr). so gesehen passen dann Awanst und Abzweigstelle nicht zusammen.
die Awanst mit Signalen, die ich kenne, sind betrieblich alles Bahnhöfe

zum Bekannten noch was: seine Infos beruhen auf NE-Strecken und sind deswegen nicht hilfreich, weshalb ich die nicht veröffentlicht habe. so gesehen war der Betriebsbezirksleiter der DB schon die bessere Alternative

lG Enrico


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