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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#1 von Burkhard Eins ( gelöscht ) , 08.09.2005 09:13

Hallo,

eines vorweg, es wurde schon einiges über das neue 123-Leiter-Magazin (unter Allgemein) hier im Forum geschrieben.

Ich habe mich als potentieller Käufer und Märklinist über den Vergleichsbericht der BR 50 schon etwas geärgert.
Gerade wenn man sich, mit diesem Magazin Märklinisten "an Land ziehen" will.

Meine Kommentare zu dem Bericht über die BR 50:

Aus dem Bericht / (Kommentar von mir):


Die Kabinen-50 aus Göppingen wirkt ebenso wie das Roco-Pendant sehr stimmig.
(Eigendlich gut, ...ebenso wie das Roco-Pendant... hätte hier auch weggelassen dürfen)
Das Fahrwerk einschließlich der komplett metallenen Treib- und Kuppelstangen sowie Steuerung machen einen leicht betriebsverschmutzten Eindruck.
(Kein Wort davon, dass die Räder aus Metall sind und die "Betriebsverschmutzung" auf die Brünierung zurück zu führen sind)Der Kunststoffglanz des Kessels und Tenders hält sich in erträglichen Grenzen.
(Wie knädig, nur gut, dass der Kessel soviel aus Kunststoff ist)
Die Mehrzahl der Kesselarmaturren und Leitungen ist freistehend montiert.
(O.k. so)
Der Lok-Tender-Abstand ist angenehm klein.
(Eigendlich gut geschrieben, aber kein Wort davon, dass es zwischen Lok und Tender eine verstellbare Kurzkupplung gibt)
Negativ fällt an dieser Stelle neben der fehlenden Nietennachbildung auf dem Dach (seis drum) nur die Stehkesselrückwand auf. Sie ist zur Tarnung des im Führerstand befinlichen Motors an der Führerhaushausrückwand besetigt - vorbildwidriger geht es kaum.
(Abweisender hätte man dies kaum schreiben können. Man hätte dies auch so formulieren können: Konstruktionsbedingt wurde die Stehkesselrückwand, nicht ganz vorbildentsprechend, bedingt durch den im Füherhaus eingebaute Motor nach hinten an die Führerhausrückwand versetzt.)
Besser wäre es gewesen, Märklin hätte den Antrieb mit einem vorbildgerechten Vorhang kaschiert.
(Ansichtssache)
Die antriebsbedingte deutliche Ausbeulungen am Stehkessel sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß, resultiueren aber aus dem bereits erheblichen Alter der ursprünglichen Konstruktion.
(Kritik o.k. so)
Warum der Abstand zwischen den am Fahrwerk befestigten Zylindern und Einströmrohren fast einen Millimeter beträgt, erschließt sich ebenfalls nicht.
(Kritik auch o.k. so)
Die Nachbildung der Stromleitungen auf der vorderen auf der vorderen Pufferbohle (???) trägt einersets zur Belebung des Modells bei, fordert aber andererseits um so deutlicher das weitere Zurüsten der Pufferbohle. (... verstehs nicht!?!?)
Bremsschläuche und Kolbenstangenschutzrohre liegen dem Modell bei.
(Gut, dass dies geschrieben wurde)
Durch die Wahl einer schürzenlosen Lok fällt zudem auf, dass der vordere Kesselträger erheblich zu lang ist.
(Mir bisher eigenlich noch nicht aufgefallen, wenns so ist, dann ist die Kritik darüber natürlich o.k. so)
Ferner stören einige farbige Kabel unterhalb des Achkastens sowie die großen sichtbaren Zahnräder den ansonsten guten Eindruck des Fahrwerkes.´
(Krítik ist o.k. so)
Die Kohlenachbildung des Tenders fällt etwas grob aus (naja) , die Haltegriffe oberhalb der Aufstiegsleiter fehlen leider. (...somit können diese auch nicht bei jedem Verpacken verbiegen oder gar abbrechen)
Positiv anzumerken ist dan dieser Stelle jedoch, dass durch die Fenster der Tenderkabine keine Kabel wie beim Roco-Modell er scheinen.
(Das Roco-Modell soll sowieso so präsentiert werden, dass es das Maß aller Dinge ist)

Im Bericht aber kein Wort darüber, dass das Märklin Modell über ein aufwändig konstruiertes Knickfahrwerk verfügt und somit ab Radius 360 mm eingesetzt werden kann. Auch kein Wort darüber dass alle fünf Achsen der Lok durch den Motor (in der Lok) angetrieben wird.

Wie ist Euere Meinug zum Bericht?

Gruß

Burkhard[/i]



Burkhard Eins

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#2 von Muenchner Kindl , 08.09.2005 09:26

Hallo,

meine ganz persoenliche Meinung ist, dass sichtbare Kabel im Fenster des Kabinentenders ebensowenig zeitgemaess sind wie eine zurueckversetzte Stehkesselrueckwand.
Alleine diese Tatsache wuerde die Roco aus meiner Sicht auf den letzten Platz befoerdern. Die Beulen der Maerklin und eben die Rueckwand und meinetwegen ein paar fehlende Nieten werden dem unwissenden Betrachter nicht weiter auffallen, sehr wohl aber die Kabel, die zum Fenster rausschauen. Da mag die Roco noch so perfekt detailiert sein, aber so was sollte vermieden werden und ich haette keine Lust, an einem teueren Modell noch selbst Hand anzulegen.

Generell halte ich von solchen Tests eh nichts, ist vieles auch sehr subjektiv (siehe "Kunststoffglanz ect.).

Achja, ob der Sieger des Tests auch irgendwie mit der Hochglanzwerbung auf der letzten Seite zu tun hat... ?



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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#3 von Spandauer ( gelöscht ) , 08.09.2005 09:32

Hallo,

ich kennen den Originalbericht nicht, da ich das 1-2-3 Blatt nicht kaufe, aber ich kenne die steinalte Märklin 50 und das phantastische Roco-Modell und so sehe ich das auch; die Märklin-Lok reicht bei weitem nicht an das Roco-Modell heran.
Das unmßstäbliche GFN-Produkt reicht allerdings auch nicht an Märklin



Spandauer

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#4 von Frank Breyer ( gelöscht ) , 08.09.2005 11:36

Hallo Burkhard ,

ich kenne das 1-2-3 Magazin gar nicht .
Wo kann ich es denn erwerben .
Und lohnt sich Deiner Meinung nach der Kauf dieses Heftes .
Enthält er nur Testberichte von Märklin - Loks oder sind auch andere dabei ???
Und was kostet das Heft ???

Gruß
Frank



Frank Breyer

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#5 von Holger H. , 08.09.2005 11:56

Hallo,

ich war in Berlin und habe im Bahnhof Friedrichsstrasse das Heft erstmalig entdeckt.
Mit gefällt es sehr gut, der Preis ist zwar happig, aber was ist schon heute billig. Aufgrund der einen Ausgabe im Vergleich zum letzten MM find ich 123 besser.

Ich überlege das Heft regelmäßig zu erwerben. ABO eventuell nicht. Jedoch habe ich noch keinen Laden im Raum Darmstadt gefunden der das Heft regelmäßig hat.

Gruss
Holger



 
Holger H.
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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#6 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 08.09.2005 13:41

Hallo MoBa-Freunde

schaut doch einfach mal in die Suchfunktion - dann findet ihr diesen "Riesen"-Thread in dem ihr viele Infos zum Thema finden könnt.

htopic,642,123+leiter.html



Harry Lorenz

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#7 von Burkhard Eins ( gelöscht ) , 08.09.2005 13:44

Hallo Frank,

bisher konnte ich das Heft in Saarbrücken noch nicht finden, auch gestern am Hbf noch nicht!
Vielleicht gibt es ja demnächst beim Onkel Birringer.

Der Testbericht zur BR 50 (Roco, Märkin, Fleischmann) kann man im Internet runterladen. Schaue mal hier im Allgemein-Forum unter 123-Magazin nach.

Punktsieger ist mit 135 P. die FM-Lok, 2. die Roco-Lok mit 119 P. und letzter die Märklin-Lok mit 104 von 150 möglichen Punkten.

P.S. Ziel sollte es sein bei der Einführung eines solchen neuen Magazins gerde Märkinisten an Land zu ziehen. Märklin-hassende-Magazine gibt es schon genug! Aber mit einem solchen Testberichen haben die 1-2-3-Magaziner schon einen Kunden weniger!


Gruß

Burkhard



Burkhard Eins

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#8 von silz_essen , 08.09.2005 14:34

Augenblick,

die Punktverteilung ist (zumindest in der Leseprobe im Internet) etwas anders:
Roco 119, Märklin 104 und Fleischmann 93
von 135 möglichen(!) Punkten.
Es hätte mich doch sehr gewundert, wenn die überdimensionierte Fleischmann Lok (1:85 Maßstab) als beste abgeschnitten hätte. In Schulnoten würde ich das mal so ausdrücken:
Roco 2, Märklin gute 2- bis schwache 3+ und Fleischmann irgendwo im 3er Bereich.
Leider ist im Internet nur die Optikwertung zu lesen. Wie sieht es denn mit der technischen Wertung aus?


Laut Leseprobe im Internet finde ich die Beurteilung ziemlich objektiv. In der dort abgebildeten Tabelle werden auch die Gründe pro und kontra sehr exakt dargelegt. Von Märklin-Hass kann MBMN keine Rede sein.
Auch bei der Roco Lok werden etliche Ungereimtheiten aufgezählt. Nebenbei bemerkt: Hatten die BR50er eigentlich Vorhänge hinter dem Führerstand? Ich dachte die Tendervorderwand machte die Gardinen überflüssig. Da muß ich doch direkt mal zu Hause nachschlagen.
Die optische Bewertung der Fleischmann Lok ist nur in wenigen Sätzen zu lesen, sodaß ich hier kein Urteil geben will.

Aus meiner eigen Betrachtung muß ich sagen, im Großen und Ganzen kann ich die Bewertung nachvollziehen. Die "Blutblasen" vor dem Führerhaus und der heute (ebenfalls MBMN) nicht mehr aktuelle Knickrahmen, werten die Märklinlok für mich ganz klar ab. Insbesondere zeigen sowohl Fleischmann wie auch Roco mit diversesten Lokomotiven (BR50, BR44, BR58), daß man auch mit einem starren Rahmen durch einen 360mm Radius fahren und dabei die Optik wesentlich besser als bei Märklin gestalten kann.

Gruß
Martin



silz_essen  
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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#9 von ergsterbaer ( gelöscht ) , 08.09.2005 15:16

Hallo zusammen,
also für mich ist ganz klar, dass die Kabel im Tender des R* Modell´s, dieses für mich auf Platz zwei bringen.
Peter



ergsterbaer

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#10 von Karlheinz Hornung ( gelöscht ) , 08.09.2005 15:30

Hallo,

dies ist der Auszug aus dem Artikel :

http://www.dreileiter-magazin.de/tools/0..._50_im_test.pdf

Dieser umfaßt aber, wie bereits gesagt, nur die optische Wertung und daß da die Roco vor der Märklin und diese vor der Fleischmann rangiert ist wohl unbestreitbar.

Unsereins setzt die Schwerpunkte ohnehin auf

Antrieb in der Lok,
Telexkupplung,
eingebauter Digitaldecoder mit Lastregelung

und ignoriert ansonsten schon aus Prinzip rollfähige Standmodelle mit angehängten Geisterwägelchen mit Kohleaufsatz. Und wenn die noch so schön geschminkt sind



Karlheinz Hornung

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#11 von silz_essen , 08.09.2005 15:42

Rollfähiges Standmodell bei der Roco Lok kann ich aus eigener Anschauung nicht nachvolziehen. Immerhin sind 5 Achsen der Lok angetrieben (aus dem Geisterwagen mit Kohleaufsatz heraus).

Wie war das eigentlich mit der Telex-Kupplung? War da nicht eine Firma aus Österreich, die zuerst eine solche für NEM Schächte in einer Köf und einer V60 anbot und letztlich eine Firma in Deutschland dazu bewog sein uraltes, bei Trix abgegucktes System zeitgemäß zu verändern?

Und sorry, ich bin Analoger. Ich kaufe schon deshalb immer die Trix Version einer MäTrix Lok, da ich mir den Decoder sparen und den Schleifer auch selber drunter bauen kann. Es lebe DC auf Dreileitergleis .

Gruß
Martin



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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#12 von HO-Senior , 08.09.2005 16:48

Hallo,

ich finde den Test und die Beschreibung der drei 50er-Modelle ebenfalls sehr ausgewogen und objektiv. Es wäre doch unnatürlich, wenn das neueste Modell (R)nicht die Chance haben sollte, gegenüber den älteren Modellen am besten abzuschneiden.

Die Hervorhebung aller Details stört mich nicht, kann ich aber auch nicht sonderlich beindrucken ; diesbezüglich habe ich meine eigenen Wert-und Bewertungsmaßstäbe. Entscheidend ist der Gesamteindruck und die betriebliche Zuverlässigkeit.

Noch ein Wort zum 1,2,3-Leiter-Magazin: Erstes Anliegen der Zeitschrift ist doch wohl die Information über alles 3-Leiter-Relevante neben Märklin. Dabei habe ich nicht den Eindruck, daß Märklin schlecht gemacht werden soll. Im übrigen sollte das erste Jahr abgewartet werden, bevor ein endgültiges Urteil gebildet wird. Doch auch dabei kann es nur um eine subjektive Sicht gehen.

Freundliche Grüße aus Obb.



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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#13 von Karlheinz Hornung ( gelöscht ) , 08.09.2005 18:04

Zitat von silz_essen
Immerhin sind 5 Achsen der (Roco) Lok angetrieben (aus dem Geisterwagen mit Kohleaufsatz heraus).



Hallo Martin,

ist richtig aber meines Erachtens dient der Roco Frontantrieb weniger der Zugkraft als dazu das Zwängen und Klemmen des Fahrwerks zu vermeiden.

Ein altes Problem, das Roco erstmals bei der BR 57 durch Verwendung von Haftreifen für zwei Räder des nicht angetriebenen Triebwerks zu kompensieren suchte.

Problematisch auch die AC Version der BR 23 wo das Triebwerk durch den Schleifer nach oben gedrückt wird.

Aber das sind halt zwei verschiedene Welten und jeder kann in seiner mit gutem Recht glücklich sein.



Karlheinz Hornung

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#14 von Altblechbahner ( gelöscht ) , 08.09.2005 18:22

Schubtenderloks fallen bei mir (obwohl "hauptamtlich" 2L=Bahner) grundsätzlich hinten runter. Die Lok soll ziehen, nicht der Tender. Den Stuss hat Fleischmann einst aufgebracht, weil der Rundmotor nicht in die Lok passt, später haben andere nachgezogen. Bis auf Hornby allerdings nur deutsch(sprachig)e Hersteller. Und Hornby ist davon längst wieder abgekommen. Aber selbst Weinert kann von dem Murks nicht lassen. Nur fällt das wohl in der Vitrine oder ungebaut im Karton nicht so auf (wie ist bei Weinert etc. eigentlich das Verhältnis von gekauften zu tatsächlich gebauten Bausätzen? ). Schon aus diesem Grund ist für mich die Märklin-50 die einzige, die ich mir kaufen würde, wenn, ja wenn es sie denn als Trix-Version gäbe.

Grüße vom Altblechbahner



Altblechbahner

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#15 von Rirarunkel ( gelöscht ) , 08.09.2005 19:46

Hallo,
mir ist aufgefallen, dass bei solchen Tests Märklin immer im mittelfeld liegt. Warum ist Märklin dennoch Marktführer??
Ich denke, das die test Kriterien und vorallem deren Gewichtung nicht denen der Käufer entsprechen.
Also wird am Modellbahner vorbei getestet.....oder ???

Grüße
Caren



Rirarunkel

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#16 von Fischer-RO ( gelöscht ) , 08.09.2005 21:17

Hallo Leute,

man sollte das Wort "Schubtenderlok" als Moba-Wort des Jahres auszeichnen.
Eine Moba HO-Dampflok welche diesem Ausdruck gerecht wird sollte bei irgendwelchen Vergleichstests schon mal 100 Minuspunkte von vornherein auf dem Konto haben!



Fischer-RO

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#17 von Spandauer ( gelöscht ) , 08.09.2005 22:23

Zitat von Fischer-RO
Hallo Leute,

man sollte das Wort "Schubtenderlok" als Moba-Wort des Jahres auszeichnen.
Eine Moba HO-Dampflok welche diesem Ausdruck gerecht wird sollte bei irgendwelchen Vergleichstests schon mal 100 Minuspunkte von vornherein auf dem Konto haben!




Sorry, aber das ist doch albern! Da wird auf der einen Seite der völlig unnütze Märklin-Knickrahmen als Innovation "gefeiert", aber der Tenderantrieb verteufelt.
Mir ist es wichtig, daß eine Lok in erster Linie anständig fährt (Zugkraft&Laufruhe) und dem Vorbild möglichst Nahe kommt, unter Berücksichtigung notwendiger Kompromisse.
Dabei ist es meiner Meinung völlig egal ob der Motor in der Lok oder im Tender sitzt.
Eine Weinert BR44 habe ich schon live im harten Anlageneinsatz gesehen. Schade, daß man als AC-Bahner auf sowas verzichten muß, denn das ausgewogene Fahrverhalten war einfach nur T R A U M H A F T !!!
Leute, die Märklin 50 stammt aus dem Jahre 1974 und die Knickrahmenkonstruktion aus den frühen Fünfzigern. Ich habe keine Lust mehr für solche veralteten Konstruktionen horrende Preise zu zahlen, da helfen auch keine dunkel vernickelten Radreifen und Stangen oder veralteter MM-Digital Schnickschnack.

Gute Nacht



Spandauer

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#18 von Karlheinz Hornung ( gelöscht ) , 08.09.2005 22:42

Hallo Caren,

wohl eher die Quintessenz aus Träumen, Finanzierbarkeit und Praxistauglichkeit. Deswegen gibt es auch so viele VW Golf oder Opel Astra.



Karlheinz Hornung

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#19 von Bernd Michaelsen ( gelöscht ) , 08.09.2005 23:31

Guten Abend Caren !

Zitat von Rirarunkel
.....mir ist aufgefallen, dass bei solchen Tests Märklin immer im mittelfeld liegt. Warum ist Märklin dennoch Marktführer??
Ich denke, das die test Kriterien und vorallem deren Gewichtung nicht denen der Käufer entsprechen.
Also wird am Modellbahner vorbei getestet.....oder ???



Diese Frage kann man sich manchmal schon stellen. So ganz unabhängig sind die Magazine ja nie. Die wollen durchaus auch Seiten mit Werbung an die getesten Firmen verkaufen.

Auf der anderen Seite gibt es den normativen Modellbahner auch garnicht. Also den Otto Normalbahner.... Gott sei Dank, findet jeder an diesem Hobby seine eigene Nische, in der sich einrichten kann.

Ich z.B. bin ein richtiger Betriebsbahner. Mir kommt es eher auf "unkaputtbare" Modelle an, als darauf , dass noch die letzte Niete da sitzt, wo sie sein sollte. So ist z.B. der oben gescholtene Knickrahmen der E-gekoppelten Maschinen von Märklin "schuld" daran, daß die wirklich klaglos über alle möglichen Strecken geschickt werden können. Darum liebe ich diese Maschinchen auch, weil sie umproblematisch sind.
Ich finde sie sogar schön, was immer auch die Akzeptanz von Kompromissen bei der Umsetzung bedeutet. Wer damit nicht leben kann, ist ohnehin besser bedient, wenn er sich ein Original von Benders Hof holt und das im Garten aufstellt.....



Bernd Michaelsen

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#20 von Altblechbahner ( gelöscht ) , 08.09.2005 23:37

Zitat von Karlheinz Hornung
Hallo Caren,

wohl eher die Quintessenz aus Träumen, Finanzierbarkeit und Praxistauglichkeit. Deswegen gibt es auch so viele VW Golf oder Opel Astra.



Naja, die billigste ist die Märklin-50 ja nicht, daran wird es nicht liegen. Nur sind "Durchschnittskäufer" nicht unbedingt Zielgruppe der Moba-Zeitschriften. Und über den vielgeschmähten Knickrahmen lässt sich zumindest eins sagen: Die Loks sehen damit bei kurvenfahrt nicht ganz so verboten aus. Gerade die 50 mit ihrem langen Überhang am Führerhaus profitiert davon, nicht nur im 360er-Radius, selbst bei Radien von 600 - 1000mm sieht man den Unterschied. Praxistauglichkeit ist ein anderes Thema, bei Fleischmann ist die genauso gegeben wie bei Märklin, Roco ist eben eher für die Vitrine gedacht. Deshalb machen die auch kein N mehr, dort ist die Zahl der Betriebsbahner, und damit auch die Zahl der Reklamationen größer.

Grüße vom Altblechbahner


P.S. Womit ich nichts gegen Rocos Drehgestelloks gesagt haben will, aber die Dampfer sind zum abgewöhnen, zumindest, wenn man damit FAHREN will



Altblechbahner

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#21 von Muenchner Kindl , 09.09.2005 07:53

Hallo Caren, hallo Freunde,

Zitat
mir ist aufgefallen, dass bei solchen Tests Märklin immer im mittelfeld liegt. Warum ist Märklin dennoch Marktführer??



Erstens gibt es nicht viele, die diese Zeitschrift(en) lesen, zweitens gibt es eine Menge "Modelleisenbahner", die ihre Modelle nicht mit dem Messschieber pruefen und mit irgendwelchen Vorbildkonstruktionsplaenen vergleichen.

Vielen ist es schlichtweg egal, ob da alle Details dran sind oder ob die Lok zu gross oder zu klein ist.

Stelle Dir doch mal vor, jemand kauft eine Roco-Lok (kann auch ein anderer Hersteller sein) und stellt zuhause fest, dass die nicht durch den Radius der Startpackung passt... der kauft sich keine Roco mehr, weil in seinen Augen R* Glump baut.

Ausserdem ist Maerklin enfach fuer viele das Synonym fuer "Modellbahn". Jemand sagte mal zu mir "Ich hatte als Kind auch eine Maerklinbahn, die war von Fleischmann" .

Das Antriebskonzept der Roco50er ist sicher nicht schlecht aber wie im Magazin schon beschrieben, die Wartung (Zerlegen und Zusammenbauen) ist nicht so das Wahre. Sicher moeglich aber umstaendlicher als z.B. die M*-Lok mit dem alten aber bewaehrten Antrieb.

OK, ob man fuer die alte Konstruktion einen solchen Preis verlangen kann, bleibt jedem selbst ueberlassen, aber die Kabel im Kabinentender der Roco, sowie dar aufwaendige und wartungsunfreundliche Antriebskonzept wuerde mich von diesem Modell abhalten.

Was mir beim 123-Magazin uebrigends in diesem Bezug noch negativ auffaellt:
Bei der Ausgabe 1 wurden die Maerklin und die Piko 185 verglichen und getestet. Beide belegen den selben Platz und ich frage mich warum? Alleine schon von den Bildern her kann die Piko nicht mit Maerklin mithalten, seien es die farblich abgesetzten Tuergriffe oder die Dekoder .

Ich denke mal, ich werde die naechste Ausgabe des 123... vor dem Kauf genau ansehen, ein Abo kommt fuer mich erstmal nicht in Frage, auch wenn mir die redaktionellen Seiten, z.B. der Artikel ueber die E19 (Vorbild und Modell) recht gut gefallen.



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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#22 von Bubikopf , 09.09.2005 07:59

Zitat von Burkhard Eins
Hallo Frank,

bisher konnte ich das Heft in Saarbrücken noch nicht finden, auch gestern am Hbf noch nicht!
Vielleicht gibt es ja demnächst beim Onkel Birringer.




Hallo Burkhard,
die Ausgabe 2 gabs sowohl am Bahnhof in SB, als auch bei Onkel B. in M. Ich habs mir testhalber mal zugelegt, gefällt mir persönlich nicht so gut. Lieber das MM (ja, mir gefällt das neue Design) und ab und zu die Miba.

meint
Uwe Jung



 
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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#23 von Torsten R. ( gelöscht ) , 09.09.2005 08:39

Hallo!

Zitat
mir ist aufgefallen, dass bei solchen Tests Märklin immer im mittelfeld liegt. Warum ist Märklin dennoch Marktführer??



1) Tradition

2) Image / Bekannheit des Markennamens

3) Sentimentalität (Kindheitserinnerung)

4) Präsenz (in vielen Läden kann man jeweils Märklin, Fleischmann und Roco kaufen?)

5) Werterhalt (der Wertverlust ist bei Roco- und Fleischmannmodellen wesentlich größer, alte Märklin-Modelle sind hingegen sogar ein vielfaches ihres Kaufpreises wert)

6) Wertigkeitseindruck (Metall statt Kunststoff)

7) Robustheit

"Plug and play" (kein Zurüsten, einfacher Gleisaufbau im Vergleich zu Gleichstromsystemen)

9) R1-Kompatiblität (Spur H0 ist die optimale Größe für Züge, Häuser und Automobile hinsichtlich der Detaillierung - allerdings haben die wenigsten Platz für große Radien! Und der Spielbahner möchte nicht auf sein Baureihe 01 auf dem Noch-2qm-Fertiggelände verzichten - ob es den H0-pur-Fanatikern passt oder nicht.)

10) Alleinstellungsmerkmal als einziger Wechselstromkomplettanbieter


Grüße
Torsten


P.S. Wenn man Smilies in diesem Beitrag nicht deaktiviert, kann man nicht schreiben.



Torsten R.

RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#24 von HB-Mann , 09.09.2005 09:32

Hallo,

ich finde es sehr gut das es endlich mal Vergleichstests zu "allen" Wechselstrommodellen gibt. Nicht mir der Vergleich mit einer Gleichstromlok und die Abqualifizierung des Wechselstrommodells aufgrund des Schleifers, der Schleifergeräusche oder der fehlenden Schwungmasse. Die optischen Vergleich sind m.E. nach immer mit "Vorsicht" zu geniessen, sie unterliegen immer einem Geschmack. Und dass ist auch gut so.
Die technischen Vergleiche sollten dann objektiver sein. Diese lese ich sehr gerne und bin froh das es nun ein Magazin gibt dass sich diese Themas angenommen hat. Es werden hier also die Modelle zum gleichen Vorbild in der Umsetzung auf das gleiche Modellbahnsystem (3L Wechselstrom) in der Ausführung verschiedener Hersteller verglichen - Hervorragend , dass habe ich lange vermisst!
Ich bin ein Freund offener und geradliniger Kritik, ich möchte aber zu bedenken geben dass es erst 2 Hefte des 3 Leiter Magazins gibt, somit werden auch die Redakteuere noch ein wenig mehr Freiraum zur Definition des Stils benötigen. Bevor es hier nun Kritik hagelt, ich weiss das ein guter Redakteur eigendlich einen guten Stil hat und diesen nicht entwickeln muss, aber wenn man z.B. nicht ausreichend Zeit bekommt, die Loks zu spät eintreffen oder sonst was passiert wird man für das zweite, dritte und vierte Hefte nicht die Gelassenheit haben die notwendig ist um die Feinheiten für alle akzeptablen zu vormulieren (sofern das überhaupt möglich ist).



HB-Mann  
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RE: 123-Leiter-Magazin und dem Bericht der über die BR 50

#25 von Karlheinz Hornung ( gelöscht ) , 09.09.2005 12:02

Zitat von Spandauer
Sorry, aber das ist doch albern! Da wird auf der einen Seite der völlig unnütze Märklin-Knickrahmen als Innovation "gefeiert", aber der Tenderantrieb verteufelt.



Hallo Spandauer,

ich sehe das ganz anders. Der Knickrahmen ist eine funktionelle und technisch aufwendige Lösung, die die Laufeigenschaften auf kleinen Radien drastisch verbessert.

Der Tenderantrieb ist eine technische Mißgeburt die Kosten spart. Wer einmal in Natura gesehen hat wie die Räder einer Dampflok beim Anfahren schleudern und dann allmählich greifen, kann doch nur noch hämisch grinsen wenn im Modell so mancher Triebtender ins Vibrieren kommt, losbrummt, mit einem lauten Klacken die Lok in Bewegung stößt und u. U. auch noch mit gelegentlichem Triebwerkszwängen vor sich herschiebt. Beim ersten Signalhalt bremst dann der Tender mit blockierenden Gummireifen, die Lok rollt noch 2 mm weiter und federt dann wie ein Jojo wieder zurück. Erbärmlich.

Schon mal ein Kleinserienmodell mit Tenderantrieb gesehen ? Da dreht sich diesem Käuferkreis der Magen um. Warum scheuen Firmen Lösungen die bei Fulgurex als Optimum gelten ?

So ein Tenderantrieb ist eine konstruktive Bankrotterklärung, eine Verhöhnung der Dampfloktechnik. Aber vielleicht sind die mausklickenden Konstrukteure dieser Firmen mit technisch anspruchsvolleren Lösungen schlicht überfordert.



Karlheinz Hornung

   


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