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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#1 von Reinhard Heckmann , 25.10.2015 19:13

Hallo Militärspezialisten und Modellbahner,

ich möchte einen glaubwürdigen Militär-Transportzug der Bundeswehr um 1970 zusammenstellen und habe als ehemaliger Luftwaffenangehöriger keine Ahnung über die Fahrzeuge und Panzer des Heeres.

Für den Zug (HO) habe ich eine Gesamtlänge von 2,5m vorgesehen. Wenn man Lok (V200 oder V160) und einen 4-achsigen Personenwagen von der Zuglänge abzieht, bleiben noch etwa 2 m für die Roco-Minitank Wagen. Je nach Auswahl wären das 12-15 Roco-Minitank Wagen.

Hier habe ich mal meinen Bestand mit Bezeichnung und Länge über Puffer gelistet.

12 x Roco 802 Leopard 2, 13cm
3 x Roco 804 2 Kettenfahrzeuge (MTW113 und M577) 16cm
4 x Roco 809 LKW MAN 10t 16cm
2 x Roco 812 Container 16cm
3 x Roco 813 Leopard 1A3 13cm
3 x Roco 818 Marder 13cm
1 x Roco 820 Brückenlegepanzer 36cm
1 x Roco 826 Raketenwerfer MLRS/MARS 16cm
1 x Roco 827 LKW MAN 5t 16cm
1 x Roco 835 Leopard 2A5

Wie kann ich aus diesen Bestand einen realistischen Zug bilden?

Über Vorschläge würde ich mich freuen.

Viele Grüße aus Igling

Reinhard


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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#2 von PaSchu ( gelöscht ) , 25.10.2015 21:58

Hallo,

Leopard 2 fällt schonmal aus. Ging erst ab 1979 in Serie. Raketenwerfer MLRS/MARS 16cm genauso.


PaSchu

RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#3 von 1044 , 25.10.2015 22:54

Abend Reinhard,

schau mal hier: http://www.panzerbaer.de/units/default.htm


MfG Winfried

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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#4 von Rebuilt Claughton , 26.10.2015 00:08

Hallo "Flieger" ,

das Wesentliche wurde schon genannt.
Leo 2 erst ab '79, ebenso der MAN 10t (und auch MAN 5t Kat1; also der eckige Frontlenker). Leo 2A5 ab '95.
Leo 1A3 kam schon '73, aber die Panzerkompanien hatten wohl i.d.R. nur einen Typ und keine Mischung (also Leo 2 oder Leo 1).

Bei der Luftwaffe (Fernmelder) hatten '86 wir auch eine Überführung in die Übung mit dem Zug.
Unimog 2t mit Pritsche und Koffer. Unimog 1,5 t mit Koffer. MAN 5t 630 L2A mit Koffer. Teilmilitarisierte MB 5t mit Pritsche. VW Iltis.
Übertragen auf 1970: Unimog 1,5t mit Pritsche und Koffer, MAN 5t 630 L2A mit Koffer und L2A(E?) mit Pritsche, DKW Munga.
1 t Einachshänger an den Pritschen-LKW machen sich auch noch gut.

Verladung an der Kopframpe im Güterbahnhof sowie an der Verladung des Autoreisezug in Durlach. Normale Rungenwagen, trotz der Koffer auf den Unimog 2t und der MB 5t mit Plane.

Grüße
Manfred


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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#5 von Reinhard Heckmann , 26.10.2015 12:26

Hallo Stummies,

vielen Dank für die Antworten. Jetzt blick als ehemalige Luftwaffenangehöriger besser durch.
Hätte ich schon früher gewusst, welches Gerät wann beim Heer im Einsatz war, hätte ich natürlich anders gesammelt.

Da ich aber meine 10 Leopard 2 gerne einsetzen möchte, werde ich wohl einen Zug um 1980 nachbilden.

Deshalb habe ich folgenden Vorschlag für den Transport der Kettenfahrzeuge einer Panzerkompanie.

13 Leopord 2
1 Bergepanzer 3 (Büffel)
1 Personenwagen

Ich gehe davon aus, dass die restlichen Radfahrzeuge der Kompanie nicht mit der Bahn transportiert wurden.


Damit komme ich auf die gewünschte eine Zuglänge von ca. 250cm .

Was haltet ihr davon?

Viele Grüße aus Igling

Reinhard


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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#6 von feinstaubimchemiedreieck , 26.10.2015 13:53

Hallo Reinhard,

Zitat
Da ich aber meine 10 Leopard 2 gerne einsetzen möchte, werde ich wohl einen Zug um 1980 nachbilden.

Deshalb habe ich folgenden Vorschlag für den Transport der Kettenfahrzeuge einer Panzerkompanie.

13 Leopord 2
1 Bergepanzer 3 (Büffel)
1 Personenwagen



Der Büffel kam erst Anfang bis Mitte der 90er-Jahre. Da solltest Du auf ein älteres Modell ausweichen.

Mein Zug ist recht ähnlich. Ich habe die 13 Leo 2, einen Bergepanzer 2, einen LKW 0,5t (Wolf), eine LKW 2t (Unimog) [auf einen Wagen] und einen LKW 5t (MB 1017) verladen. Dazu kommen noch zwei Liegewagen. Das sind in Summe dann knapp 3,5m.

Viele Grüße

Michael


Für mich fängt eine Lok erst bei sechs Zylindern an ...


 
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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#7 von St. Goar , 26.10.2015 19:34

Hallo Michael,

das Eisenbahn-Journal hat ein Heft über "Militärtransport auf der Schiene 2008 heraus gebracht. Vielleicht kannst Du das noch bekommen. Da steht auch etwas zu den Verladevorschriften drin.

Es gab verschiedene Varianten solcher Züge. So konnten nur Panzer zu sehen sein oder aber auch Waggons mit Radfahrzeugen, die zu einer Kompanie immer dazu gehören. Denn nicht immer fuhren die Radfahrzeuge auf der Straße zur Übung.
Ein Mannschaftstransportwagen (MTW) ist auch immer ein gute Ergänzung.

Auch ein oder zwei VW 181 können mitgeführt werden:



Er wurde bis 1979 gebaut.

Und ein Mercedes-Benz Unimog S404 Bundeswehr kann auch in verschiedenen Varianten auf den Zug verladen werden.



Oder ein MAN 630 L2A Bundeswehr

Der Fünftonner von MAN war für 6 Tonnen Nutzlast ausgelegt. Bei der Bundeswehr durfte er nur bis 5 Tonnen beladen werden. Das zulässige Gesamtgewicht lag bei 13 000 kg. Es gab verschiedene Typen bei der Bundeswehr, die je nach Nutzung besondere Aufbauten hatten. Vom "630" wurden ab 1958 rund 20 000 Stück alleine für die Bundeswehr gebaut. Der Verbrauch lag bei 30 Liter, wobei der Vielstoff-Motor mit 8.275 ccm Hubraum verschiedene Kraftstoffe schluckte. Die Leistung von 100 kW (130 PS) ist für heutige Verhältnisse eher gering. Schnell war der MAN nicht. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 68 km/h. Der Spitzname für den unverwüstlichen Transporter lautete "Emma". In den 80er und 90er Jahren wurde der MAN 630 ausgemustert.

Die Bezeichnung L2A steht für L = Lkw, 2 = Baumuster und A = Allradantrieb. Wenn ein "E" angehängt war, bedeutete es einfachbereift. Ohne "E" war der Lkw zwillingsbereift.

Modell Roco



Wenn die Fahrzeuge von der Einsatzzeit zusammen passen, kannst Du nicht viel falsch machen.


Gruß aus Bielefeld

Gerhard




 
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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#8 von ThKaS , 26.10.2015 22:12

moin moin,

vllt hilft die site http://www.panzerbaer.de weiter

vor allem: http://panzerbaer.de/units/bw_hstr_5_pzbtl-a.htm fuer das leo2-thema


lieben Gruss von südlich des Weisswurst-Äquators
Thomas

guckst: runderneuerte https://www.thkas-moba.de ‹(•¿•)› www.mucis.de

‹(•¿•)›

Mä-K-Gleis, Tams MC, Multi-Kulti Decoder, WDP


 
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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#9 von Reinhard Heckmann , 27.10.2015 09:25

Hallo Thomas,

vielen Dank für den link. Dann werde ich wohl einen Kampfkompanie mit Leo 2 um 1990 nachbilden. Damit erübrigt sich auch der Bergepanzer und ich könnte neben den 13 Leo 2 noch die 3 Radfahrzeuge eingliedern.(sh. STAN) Es scheint sich um einen Jeep, Unimog und einen LKW zu handeln. Kennst Du die genauen Bezeichnungen der Radfahrzeuge?

Vielen Dank in meine Hauptstadt

Reinhard


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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#10 von Laenderbahner ( gelöscht ) , 27.10.2015 12:58

Hallo,
so wie Du das zusammenstellst, bildest Du eine 2., 3. oder 4. Kompanie eines Panzerbatallions nach.
So eine Kompanie bestand AFAIR aus der Kompanie-Führungsgruppe mit 1 Leo 2, einem 5t LKW, einem 2t LKW mit Anhänger und einem Iltis.
Dazu drei Züge mit je 4x Leo 2.

Wenn ich mich da noch richtig erinnere war der 2t ein Unimog U 1200L mit Plane und der 5t ein MAN N 4510.
mfg
Thomas
PS.: Wenn Dein Zug dann noch Fahrzeuge mitnimmt, die an sich nicht zur Kompanie passen, aber zeitlich stimmen, dann hat halt die Inst die "Übung" begleitet, auch Sanis vom Batallion waren in Grafenwöhr z.B. regelmäßig mit dabei (Iltis).


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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#11 von Sgns 691 , 27.10.2015 23:39

Hallo Reinhard,

dein Ansatz mit dem Bergepanzer und ohne die Radfahrzeuge ist nach meinen Beobachtungen richtig.

Wenn eine Panzerkompanie zum Scharfschießen verlegt wird, dann stellt der Inst-Zug der 1. Kompanie einen Bergepanzer zur Begleitung ab. Dieser wird ebenfalls auf einem Panzertransportwagen mit verladen. Bei den Leopard 2A4-Kompanien war es ein Bergepanzer 2A2. Leider gibt es davon kein Großserienmodell. Arsenal M hat ein aktuell lieferbares Resin-Modell. Von Roco gibt es nur den Bergepanzer 2. Wichtigster äußerlich sichtbarer Unterschied ist die zusätzliche hydraulische Stütze (für den Kranbetrieb) hinten rechts am Bergepanzer 2A2. Hier ist ggf. ein wenig eigene Bastelei angesagt. Den Bergepanzer 2 mit 3-Farb-Flecktarn gab es bei Roco ca. 2000 mit der Nummer 845 (verladen auf einen DB Rlmmps 651).

Zusätzlich zum Bergepanzer stellt die 1. Kompanie aus ihren San-Zug einen M113 Krkw ab. Der M113 wird beim Bahntransport auf einen Kls/Kbs 442/443 verladen und läuft ganz am Ende oder Anfang des Zuges. Von Roco gab es diese Kombination mit der Nummer 66492:
http://www.modellbahn-fokus.de/product/H...-0-0/index.html

Beim von dir geplanten Panzertransportzug stellen sich leider zwei große Probleme:
- bei den Leopard 2A4 müssen beim Bahntransport die vorderen Kettenschürzen hochgeklappt werden, um die Lademaßüberschreitung in Grenzen zu halten. Das läßt sich leider nur mit einer Teilzerstörung der Modelle darstellen.
- die Bundeswehr hatte je 200 der Panzertransportwagen mit Fischbauch-Außenlangträgern und mit geraden Außenlangträgern. Die Wagen sind generell gemischt im Einsatz, d.h. es gibt keine sortenreinen Panzertransportzüge. Von den Wagen mit Fischbauch-Außenlangträgern gibt es Modelle von Roco, Märklin 4MFOR und Artitec. Von den Wagen mit geraden Langträgern gibt es bisher nur eine Ankündigung eines Kleinserien-Bausatzes bei Krüger.

Viele Grüße
Peter


 
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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#12 von migru , 31.10.2015 14:42

Hallo,

Detail am Rande: der Bergepanzer fuhr nach den übrigen Fahrzeugen auf und vor ihnen wieder ab. Falls beim Verladen was passiert, ist er dann nämlich nicht im Zug gefangen.

Ich habe zwar selbst keine Bahnverladung selbst mitgemacht. Aber KpFü hat meist ihr eigenes Süppchen gekocht. Stichworte sind Vorkommando und Nachkommando. Wenn der Chef dann auf den BtlGefStd musste, war er nicht unbedingt im Zug unterwegs.

Viele Grüße

Michael
der auch gerade wieder für Militärleistungen im Rahmen eines Fremo-Treffens plant


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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#13 von gatzi , 02.11.2015 01:37

Hallo,

zur zeitlichen Einordnung ist ja schon genug geschrieben worden. Daher noch etwas zum "Thema".

Ich war 1984/85 in einer Panzerkompanie bei Bremen stationiert. Als Kampfeinheit, die im Alarmfall heraus musste, waren wir mit Leo 1 ausgestattet. Einen Leopard 2 hatten wir zu der Zeit bestenfalls einmal als "Besuch" in der Kaserne.

Je nach Notwendigkeit wurden die Militärzüge zusammengestellt.

Zur Schießübung sind wir mit allen Kampfpanzern per Bahn verbracht worden. Das geschah aber nur einmal in den ersten 3 Monaten der Grundausbildung. Damals kam auch ein amerikanischer M1-Abrams der befreundeten amerikanischen Einheit hinzu. Das Übungsschießen war in Schleswig-Holstein. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass weitere Fahrzeuge dabei waren.

Zu einer Tiefwatübung rückten wir ebenfalls komplett aus, hatten da aber einen Berge-Leo unserer Instandsetzung dabei.
Ab und an wurden auch Fahrzeuge nebst Besatzungen zu Demonstrationszwecken verliehen, z.B. bei einer Gefechtsvorführung, die von Pionieren vorbereitet wurde und zu der wir mit zwei Panzern ebenalls per Bahn anreisten. Dazu gesellten sich auf dem Weg dorthin auch Fuchs-Transportpanzer der Pioniere. Da war auch ein Biber dabei, der aber erst vor Ort hinzustieß, also nicht per Bahn kam.

Weiterhin gab es doch immer wieder die Panzer als Transportgut, wenn sie regelmäßig zur Aufarbeitung ins Depot gingen, dann zwar eher einzeln, wobei die Fahrzeugearten und -typen gemischt waren.

Die Anzahl der Personenwagen richtete sich nach der benötigten Platzzahl. Vier Mann je Panzer, zwei je LKW oder PKW, (Unter-)Offiziere (1 je Panzer) von den Mannschaften getrennt.

Typischer Geländewagen war bis Ende der 90er er VW Iltis. Der Mercedes Wolf stand zwar schon ab Mitte der 90er im Depot, aber ersetzte den Iltis erst nach und nach. Auch verwendet wurde im Standort auch noch ein oliver VW Käfer, mit dem Standortfeldwebel unterwegs war.

Bei unserem Panzerbataillon keine Pioniereinheit dabei. Unsere Pioniereinheit bzw. die der Division war 120 km weiter bei Hannover stationiert. Im Falle der Tiefwatübung kamen Pioniere hinzu, weil sie Schlauchboote zur Sicherung und vor allem die Tiefwatschächte stellten. Die Panzerkompanien verfügten nur über Schwallschächte, die lediglich ein Durchfahren bis zum Turm erlaubten. Die Tiewatschächte wurden - auch im Kriegsfall - erst auf Anforderung von den Pionieren an den Einsatzort gebracht. Von daher hatten wir zu den Pionieren keinen Kontakt, begleiteten sie uns auch nicht.

-----

Soweit wie möglich hat man auf Panzertransporte verzichtet und entsprechende Übungen auf dem nahen Truppenübungsplatz gemacht (mit Einsteckläufen, so dass auf der nahen Übungsbahn geschossen werden konnte), da der Transport immer eine sehr aufwändige und teure Sache war, ganz zu schweigen von den Munitionskosten. Mitgenommen wurde nur das, was tatsächlich nötig war und vor Ort nicht beschafft werden konnte. In der Regel waren aber auch entsprechende Militäreinrichtungen in der Nähe, da wir selbst ja auch nicht im Gelände schliefen. Dort wurden dann z.B. Sanitäts-, Instandsetzungs- und andere Einheiten vorgehalten, so dass deren Verladung in der Regel nicht notwendig war.

Die Vorstellung also, dass alles, was so eine Panzerkompanie benötigen könnte, möglichst mitgeführt wurde, ist daher eher eine romantische. Man beschränkte sich auf das Notwendigste (Kampfpanzer nebst Besatzung), insbesondere, weil die Panzerkompanien zur Alarmtruppe gehörten und rund um die Uhr einsatzfähig sein mussten. Eine Verladung der kompletten Kompanie und zusätzlichem Material - zu welchen Zweck auch immer - störte eher diesen "Auftrag" und wurde - zumindest bei uns - vermieden.


Viele Grüße
Holger

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RE: Tipps zur Bildung eines Miltärzuges mit Roco minitank um 1970

#14 von Reinhard Heckmann , 02.11.2015 15:32

Hallo Gatzi,

vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ist doch immer wieder gut, Stummies mit Praxiserfahrung zu treffen.
Deinen Bericht eröffnet mir ein gewisse kreative Zusammenstellung meines Militärzuges. Da gilt wie so oft die Regel beim Modellbahnbau, dass es viele Ausnahmen gibt und eine gewisse Kreativität bei der Zugbildung nicht vorbildwidrig ist.

Viele Grüße aus Igling

Reinhard


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