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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#1 von Aphyosemion , 09.11.2015 18:59

Hallo zusammen,

ich habe gleich mehrere Fragen, die aber alle mit einem Problem bzw. aufgetretenen Phänomen zu tun haben, das bei mir kürzlich zum ersten Mal , aber dann gleich zwei Mal vorgekommen ist!

Da ich nun schon zwei Mal das Vergnügen von „losrasenden Loks“ durch einen eventuellen Kurzschluss mit einer fahrenden Lok beim Testen im SBF hatte, möchte ich auf jeden Fall gerne die automatische Analogerkennung bei den Loks abschalten, da ich gelesen habe, das dadurch wohl das Phänomen „losrasender Loks“ nicht mehr vorkommen soll!?

Wenn ich es richtig gelesen habe, lässt sich dies mit der CV29 einstellen!?

1.Ist dies bei allen Decodern z.B. Piko/Uhlenbrock, ADE/Zimo oder Esu gleich oder gibt es hier unterschiede?

2.Wenn ich das richtig gelesen habe muss man z.B. bei Märklin CV29 den Bit2 auf 0 stellen, kann ich das mit der MS2 machen bzw. wie komme ich bei der MS2 zum Bit2?

3.Ich habe auch einen ESU-Programmer, hier sehe ich ja bei den CV´s die Binär-Werte, das hieße, wenn ich hier die zweite Zahl der Binärzahlen bei CV29 auf 0 stelle, wäre das der Bit2 !?

Unabhängig davon hätte ich noch die Frage, ob der Auslöser des "losrase Phänomens“ auch ein defekter Decoder einer Lok sein könnte, oder ob z.B. auch zu wenig Strom beim Betrieb eine Ursache sein könnte, weshalb die Lok dann Probleme macht?

Kurze Erläuterung hierzu:

Da ich momentan noch mit dem Bau meines Schattenbahnhofs bzw. mit der Neuaufteilung der isolierten Abschnitte beschäftigt bin, lasse ich im Anschluss immer 1-3 Lok´s zur Probe langsam über das/die neu aufgeteilten Gleise fahren. Neben zwei Piko Loks ist dies auch die E-Lok E40-072 aus der Starpackung 29855. Diese lasse ich immer mit 6 Wagen Vorwärts und Rückwärts über die neuen Abschnitte fahren. Es kam aber schon Öfters vor, das sie bei der „Langsamfahrt“ auch mal kurz stehen geblieben ist oder ab und an mal etwas "stotternd“ gefahren ist, bzw. zu Beginn noch nicht ganz "Rund lief“ ,was ich darauf zurückgeführt habe, das sie noch kalt war!?

Beim letzten Mal kam es aber schon mehrmals vor, das sie plötzlich an Stellen stehen blieb, an denen sie zuvor auch im "Schleichgang“ immer ohne Probleme drüber gefahren war! Und hier kam es dann auch zu einem Geräusch als ob ein Kurzschluss am Gleis (zwischen Lok und Gleis) vorläge und die beiden Piko Loks sind wie von Geisterhand selbständig losgerast!? Als ich dann zur Gegenprobe die beiden Piko Loks fahren lies, fuhren sie ohne jede Probleme mehrmals auch im Schleichgang über dieselbe Strecke und die Stelle an der die E40 stehen blieb!?

Da ich im SBF einen Servodecoder von DC Car zum Testen für die Servos einsetze und diesen mit DCC steuere, habe ich hier meine MS2 von Märklin angeschlossen. Zuhause an meinem Testkreis habe ich die CS1 angeschlossen.

Im Schattenbahnhof liegen jetzt ca. 105m Gleise, Stromeinspeisung ca. alle 180cm. Es stehen meist 3 Loks inkl. 2 Steuerwagen sowie ein Märklin ICE (37701) auf den Gleisen.

Könnte es auch sein, das die MS2 hier schon zu wenig "Dampf“ hat und die E40 (die ja auch Sound hat , wenn auch nur ein klägliches Hupen,lach… zu wenig Strom bekommt, weshalb das schon erwähnte Phänomen auftritt, oder kann das nicht sein?

Ich habe die E40 danach jedenfalls mit nach hause genommen und auf dem Testkreis mit der CS1 fahren lassen, wo sie bisher keinerlei Probleme zeigte bzw. das Phänomen, das sie stehen bleibt oder bei langsamer Fahrt zu Beginn etwas stottert, bisher noch nicht aufgetreten ist!?

Als Gegenprobe müsste ich mal, die CS1 an die Gleise im SBF anschließen und mal Testen ob es dann auch zu Problemen mit der E40 kommt!

Bin auf jeden Fall für jeden Tipp und Hilfe diesbezüglich dankbar!


Schöne Grüße, Stephan

P.S. Sollte das Thema hier falsch sein, dann bitte verschieben!


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#2 von Lohengrin_Wien , 10.11.2015 00:04

Zum Losrasen kann ich leider nichts sagen.

Die „Bits“ bei den CV:

Die Bits entsprechen jeweils Potenzen der Zahl 2. Je nachdem ob es ein- oder ausgeschaltet sein soll, wird dieser Wert mit den anderen Werten addiert.
Von RECHTS (also quasi wie von der Einerstelle im Dezimalsystem):
Bit 1 ist 2^0 = 1. Wird Bit 1 gesetzt, wird der Wert 1 in die Summe gerechnet. Wenn nicht, dann 0.
Bit 2 ist 2^1 = 2. Wird Bit 2 gesetzt, wird der Wert 2................................Wenn nicht, dann 0.
Bit 3 ist 2^2 = 4. .........................................4.......................................................0.
usw.
Bit 8 ist 2^7 = 128.........

Durch die Addition dieser Werte ergibt sich eine eindeutige Zahl für die gesetzten Bits. Wenn alle Bits gesetzt sind, beträgt der Wert 255.

Wenn Du also Bit 2 im Binärcode wegnehmen willst, ist die 2. Zahl von RECHTS gemeint, diese wäre dann 0.

Ich hoffe daß dies eine (Teil-)Antwort auf Deine Fragen war, und daß es verständlich war.

LG

Martin.


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#3 von DipsyTeletubby , 10.11.2015 02:17

Die Erklärung von "Lohengrin_Wien" ist im Ansatz richtig,
es gibt wohl einen einzigen Decoderhersteller, der die Bits wirklich von 1-8 durchnummeriert hat,
aber der Standard in der Digitaltechnik ist die Nummerierung der 8 Bits von Bit 0 bis Bit7.
An diesen Standard haben sich auch die Decoderhersteller ESU und Märklin gehalten.

Somit man kann man die Bitnummer normalerweise direkt in die Zweierpotenz erheben.
Also hat ein gesetztes Bit 2 bei einem Märklin- oder ESU-Decoder
nicht den dezimalen Wert 2, wie "Lohengrin_Wien" beschrieben hat,
sondern den dezimalen Wert 4. (2^2=2*2=4)

Losrasende Loks im Digitalbetrieb können dann vorkommen,
wenn der Decoder im Digitalbetrieb vom Digitalmodus in den analogen Gleichstrommodus umschaltet,
was z.B. durch ein gestörtes Digitalsignal (u.a. zu kleine Amplitude des Digitalsignals,
bei einem kleinen Kurzschluß des Digitalsignals am Gleis, der nicht zum Abschalten der Digitalzentrale führt,
z.B. wenn der Schleifers kurzzeitig über einer Weiche einen Kurzschluß verursacht
oder bei Verwendung einer Märklin Bremsstrecke, in der die Lok einfährt) ausgelöst werden kann.

Eigentlich würde die Deaktivierung nur des analogen DC-Modus in CV50 Bit 1 ausreichen um das Problem zu beheben.
Allerdings bietet nicht jeder Decoder diese Einstellmöglichkeit.

Lese also immer vorher die Bedienungsanleitung des entsprechenden Decocder, und schaue in der CV-Tabelle nach,
welche Einstellmöglichkeiten der Decoder hat und ob der Decoderhersteller die Bits von 0-7 oder 1-8 durchnummeriert hat
und berechne dann den dezimalen Wert, den Du in die ensprechende CV schreiben möchtest.


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#4 von Aphyosemion , 10.11.2015 08:51

Hallo Martin, hallo Dipsy Teletubby,

erst einmal vielen Dank, für eure Antworten, die sehr hilfreich sind!

Habe aktuell nochmals nachgeschaut, bei Märklin steht sogar (wenn man es nicht überlesen hat, wie ich…lach… bei CV29 Bit 2 für 1 der Wert 4 in Klammer bzw. zum Ausschalten für 0 der Wert 0!

Was ist genau der Unterschied zwischen CV50 und CV29 und müsste ich bei CV50 nur den analogen DC Modus deaktivieren oder auch den analogen AC Modus?

@Dipsy Teletubby,
wen ich das so richtig verstanden habe, was du geschrieben hast, dann könnte ja tatsächlich der Betrieb mit der MS2 die Ursache sein, da sie vielleicht zu wenig Strom liefert, sprich ein zu schwaches digital Signal liefert!? Denn deine Beschreibung entspricht eigentlich exakt dem aufgetretenen Phänomen!

Unabhängig davon, werde ich aber nun versuchen über die Abschaltung der Analogerkennung diesem "Phänomen“ vorzubeugen, damit es gar nicht mehr dazu kommen kann!

Ich hoffe ich bekomme das hin und es klappt bzw. mit der MS2 lässt sich nicht nur der komplette CV Wert verändern, sondern ich komme auch an die jeweiligen Bit-Einstellungen? Bisher habe ich nur Lokadressen und Geschwindigkeitseinstellungen im MM Modus geändert bzw. mit dem ESU Lokprogrammer selbiges verändert! DCC habe ich bisher nur für den Servodecoder eingestellt und genutzt!

Schöne Grüße, Stephan


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#5 von drum58 , 10.11.2015 10:56

Hallo Stephan,

für die Einträge in CV 29 gibt es Rechenhilfen, z.B. hier: http://www.digital-plus.de/lenzxikon.php#faq135 ("Rechenknecht", weit runterscrollen). Da klickst Du einfach die Bits an, die du setzen willst und bekommst direkt den Wert für CV 29 angezeigt.

Gruß
Werner


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#6 von DipsyTeletubby , 10.11.2015 11:37

Man könnte aber auch lernen das Binärsystem zu verstehen und damit zu rechnen.

Zitat von Aphyosemion
Was ist genau der Unterschied zwischen CV50 und CV29 und müsste ich bei CV50 nur den analogen DC Modus deaktivieren oder auch den analogen AC Modus?


Es gibt bei der Modellbahn den analogen Gleichspannungsmodus und den analogen Wechselstrommodus.
Mit CV 29 kann man unter anderem den Analogmodus komplett, also Gleich- sowie Wechselstrom zusammen deaktivieren.
In der CV50 können manche Decoder unter anderem wahlweise nur den Gleichstrom oder nur den Wechselstommodus oder beide zusammen deaktivieren.

Zitat von Aphyosemion

Ich hoffe ich bekomme das hin und es klappt bzw. mit der MS2 lässt sich nicht nur der komplette CV Wert verändern, sondern ich komme auch an die jeweiligen Bit-Einstellungen?


Ich habe noch keine MS2 in der Hand gehabt, befürchte aber, daß diese nur die kompletten 8 Bits im Dezimalmodus
in die jeweiligen CV-Register schreiben kann. Somit mußt Du vorab ein bißchen rechnen.

Lade Dir mal bitte zum besseren Verständnis
die Betriebsanleitung aus dem Downloadbereich von ESU vom Lokpilot 4.0 herunter
und schaue Dir dann auf Seite 70 der Anleitung die CV29-Einstellmöglichkeiten genau an.

Du wirst festellen, daß ESU für die CV29 zur Zeit nur die Bits 0 - 5 mit Funktionen belegt hat.
Mit der CV 29 kannst Du also bei diesem ESU-Decoder derzeit 6 Funktionseinstellungen gleichzeitig verändern.
Suche Dir die Funktionen heraus die Du haben möchtest und schreibe dann den entsprechenden dezimalen Wert in das CV29

Ab Werk liefert ESU die Decoder mit einem dezimalen Wert 12 im CV29 aus, vgl. ganz rechte Spalte.

Welche Funktionen sind bei einem Dezimalwert von 12 gesetzt?
Dezimal 12 bedeutet daß nur Bit 3 (2^3= und Bit 2 (2^2=4) gesetzt sind. (8+4=12)
Alle anderen Bits sind nicht gesetzt.

Somit hat ein Lopi4 mit einem Wert 12 im CV 29 folgende Funktionen
Bit 0 = 0 - normales Fahrtrichtungsverhalten
Bit 1 = 0 - 14 Fahrstufen DCC
Bit 2 = 1 - Analogmodus erlauben
Bit 3 = 1 - Railcom erlauben
Bit 4 = 0 - 3 Punkt Motorkennlinie
Bit 5 = 0 - Kurze Adresse über CV1

Möchtest Du normales Richtungsverhalten des Decoders, 28 Fahrstufen im DCC Modus
den Analogmodus und Railcom ausschalten, eine 3 Punkt Motorkennlinie und mit einer kurzen Adresse fahren,
mußt Du in das CV Register 29 den dezimalen Wert 2 schreiben, da in diesem Fall nur noch Bit 1 gesetzt sein soll.
Entsprechend verfährst Du bei einer anderen gewünschten Konfiguration.

Also immer zuerst Anleitung zur betreffenden CV des Decoders durchlesen,
sich überlegen welche Bits gesetzt werden müssen um bestimmte Funktionen zu aktivieren oder deaktivieren.
Dann den Dezimalwert aller gesetzten 8 Bits zusammenaddieren
und diesen Wert dann mit der Digitalzentrale in die entsprechende CV schreiben.

Zitat von Aphyosemion

wen ich das so richtig verstanden habe, was du geschrieben hast, dann könnte ja tatsächlich der Betrieb mit der MS2 die Ursache sein, da sie vielleicht zu wenig Strom liefert, sprich ein zu schwaches digital Signal liefert!? Denn deine Beschreibung entspricht eigentlich exakt dem aufgetretenen Phänomen!


Halte ich für Unwahrscheinlich wenn Du die MS2 mit einem passenden Netzteil versorgst,
da die MS2 bei erreichen ihrer Leistungsgrenze dann in den STOP-Modus wechselt und Dir damit eine Überlast / Kurzschluß anzeigt.

Wer hingegen eine CS2 60215 mit einem 5 A Boosterausgang dann nur mit einem 30 VA Wechselspannungstrafo betreiben sollte,
und mehr als 2 A Strom aus der CS2 zu ziehen versucht, wird die CS2 nicht zum Überlast abschalten bringen,
aber die Ausgangsspannung des Trafo in Knie zwingen, was zu kuriosen Verhalten einiger Decoder führen könnte.

Bei der Verwendung einer Lok ausschließlich an einer Märklin-Zentrale würde ich bei allen Decodern,
die RAILCOM unterstützen, dieses deaktivieren, da auch ausgesendete Railcomsignale des Decoders,
von alten Decodern, die kein RAILCOM unterstützen fehlinterpretiert werden könnten.

So, nun viel Erfolg beim Bits setzen und löschen -


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#7 von Aphyosemion , 10.11.2015 12:43

Hallo Werner,

danke für den Link, der ist sehr nützlich!

@DipsyTeletubby,

auch dir wieder vielen Danke für die sehr gute und ausführliche Antwort!

Setzen und löschen ist meine Spezialität, ……

Für die ESU Decoder habe ich ja wie erwähnt den ESU-Lokprogrammer (und auch eine vergrößerte Anleitung der CV Parameter.. für die müden Augen )bei dem ich sogar die Binärwerte sehe bzw. wohl dann auch verändern kann!

Interessanter wird es da wohl bei den Piko-Loks mit den Uhlenbrock-Decodern werden, aber vielleicht lassen diese sich im DCC-Modus besser programmieren, als im MM-Modus!? Ebenso bin ich gespannt wie es mit dem Zimo-Decoder in meiner ADE-Lok klappt?

Bezüglich des aufgetretenen Phänomens, werde ich wie gesagt mal den Gegenvergleich mit der E40 Lok im SBF und dann angeschlossener CS1 machen! Heute Abend werde ich sie nochmals auf meinem Testkreis fahren lassen und wenn es klappt, morgen dann mal im Schattenbahnhof testen und sehen ob das Verhalten wieder auftritt oder nicht!?
Zuerst lasse ich sie aber nochmals mit der MS2 fahren um auch hier zu sehen, ob es zu denselben Problemen kommt?

Soweit ich mehr weiß, werde ich hier berichten!!

Schöne Grüße, Stephan


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#8 von Lohengrin_Wien , 10.11.2015 13:25

Zitat von DipsyTeletubby
Die Erklärung von "Lohengrin_Wien" ist im Ansatz richtig,
es gibt wohl einen einzigen Decoderhersteller, der die Bits wirklich von 1-8 durchnummeriert hat,
aber der Standard in der Digitaltechnik ist die Nummerierung der 8 Bits von Bit 0 bis Bit7.
An diesen Standard haben sich auch die Decoderhersteller ESU und Märklin gehalten.



Ui, da war ich schlampig. Natürlich ist es von Bit 0 bis Bit 7 nummeriert.

Bitte um Entschuldigung.


LG

Martin.


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RE: Frage Ursache "losrasende Loks" und CV29 Einstellungen?

#9 von Aphyosemion , 11.11.2015 22:21

Hallo zusammen,

wie versprochen, hier nun meine ersten Erfahrungen nachdem ich nochmals mit der E40 Lok getestet habe!

Egal ob mit der MS2 oder später mit der CS1 hat die E40 Lok im SBF nach kurzem Lauf ohne Probleme, wieder "gezickt“ und ist auch wieder an Stellen stehen geblieben, die zuvor ohne Probleme durchfahren wurden!

Zuhause habe ich sie nun nochmals, diesmal auf den C-Gleisen unseres Jüngsten, Probe fahren lassen und auch hier ist sie immer wieder mal stehen geblieben, obwohl sie auch ab und an mal 2-3 Runden, ohne stehen zu bleiben gefahren ist!?

Somit denke ich, das hier auf jeden Fall etwas nicht stimmt, eventuell ein Decoderproblem!?
Da hier trotz Sound noch ein "Mäuseklavier“ verbaut ist, werde ich den Decoder eh tauschen lassen!

Beim anschließenden Gegentest mit einer Piko-Lok (BR185.2) musste ich dann aber feststellen, das auch diese nach mehreren Runden, durch das zuletzt neu isolierte SBF Gleis 7, plötzlich ebenfalls stehen blieb, und zwar an einer Stelle an der auch die E40 Lok Tage zuvor schon mehrfach stehen geblieben ist und die MS2 ist auf Stop- Modus gegangen! Nachdem ich die Lok ab-gekuppelt hatte, habe ich die 5 angehängten Wagen von Hand über die Gleise geschoben und konnte so den Abschnitt herausfinden (an dem die Lok stehen blieb) bis zu der Stelle an dem es nicht mehr funkte bzw. (die MS2 nicht mehr in Störung ging) es keine Probleme mehr gab!

Ich habe dann die Gleise des Abschnitts komplett im zusammengebauten Zustand entfernt und von Unten nachgeschaut, konnte aber nicht direkt etwas entdecken! Anschließend habe ich die Gleise einzeln wieder nacheinander zusammengesteckt und gleich wieder mit den Wagen abgefahren um eventuelle Störungen/Überbrückung festzustellen, was aber nun nicht mehr der Fall war.

Offensichtlich war hier irgendwo eine Stelle, an der es, durch was auch immer (hochgebogene Kontaktlasche z.B.) nachdem Festschrauben der Gleise wohl ab und an beim Überfahren zu einem "Kurzen“ kam!? Normalerweise habe ich so etwas meist gleich festgestellt, da meist die Zentrale gleich Geräusche macht und in Störung geht, was hier aber offensichtlich nicht der Fall war?

Durch diese gemachte Erfahrung, werde ich nun nochmals die zuvor schon isolierten und schon mehrfach durchfahrenen Gleise, erneut einem genaueren Test mit mehreren Loks + Wagen unterziehen, um eventuell solche Störungen festzustellen.

Meine erste Lok (ADE mit Zimo-Decoder) habe ich aber jetzt schon einmal umprogrammiert und die automatische Analogerkennung abgeschaltet, was relativ einfach ging, da hier eine sehr gute Doku nebst Anleitung mit Beispielen vorhanden ist und sich dies mit der MS2 im DCC-Modus einfach machen ließ!

Nun hoffe ich mal, dass dies die einzige Stelle dieser Art war!?

Die gemachte Erfahrung war aber auf jeden Fall für etwas gut, da ich wohl sonst erst einmal alle Loks mit der automatischen Analogkennung weiter betrieben hätte, was im Zweifelsfall irgendwann später zu einer bösen Überraschung hätte führen können!
Nun werde ich nach und nach bei allen Loks, diese Funktion ausschalten!

Schöne Grüße, Stephan


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