RE: NEM 310 oder rp25 auf weinert mein Gleis/tillig elite und selbstbau-weichen?

#1 von amsok95 , 04.12.2015 00:32

Hi Leute,
Da ich nun von 3-Leiter auf 2-Leiter umsteige möchte ich jetzt meine Wagen umrüsten (radsätze tauschen). Auf der Anlage wird später neben dem Code 100 Gleis von GT wahrscheinlich noch tillig Elite oder weinert mein Gleis verbaut und die weichen werde ich alle selber bauen. Mindestradius ist 490mm. Jetzt möchte ich euch fragen welche radsätze ich in die Wagen einbauen soll. Meines Wissens nach sind in den meisten 2-Leiter loks NEM 310 radsätze drin. Daran werde ich nichts ändern. Aber welche soll ich in die Wagen einbauen? wie habt ihr es gemacht und was sollte ich machen?

Schon mal danke im voraus für antworten.

MfG Max


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RE: NEM 310 oder rp25 auf weinert mein Gleis/tillig elite und selbstbau-weichen?

#2 von TheK , 04.12.2015 00:36

Für die normalen Gleise ist das völlig egal, nur bei den Weichen muss man sich halt entscheiden, ob "NEM und besser" (Weinert) oder "NEM und schlechter" (die meisten Großseriengleise).


Gruß Kai

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RE: NEM 310 oder rp25 auf weinert mein Gleis/tillig elite und selbstbau-weichen?

#3 von Bügeleisenmann , 04.12.2015 10:06

Zitat von amsok95
Auf der Anlage wird später neben dem Code 100 Gleis von GT wahrscheinlich noch tillig Elite oder weinert mein Gleis verbaut und die weichen werde ich alle selber bauen.



Was schwebt dir da vor?


Zitat von amsok95
Mindestradius ist 490mm.



Das ist aus den Augen eines Industriekreisbenutzers sicher groß, aber nach meinen Erfahrungen kann das tückisch sein. Generell bestehen Zusammenhänge zwischen Entgleisungsfreudigkeit, Radien, Spurkranzhöhe, Schienenstößen im Bogen und der Gleislage insgesamt. Ein gepfuschter Schienestoß im 2000er Radius, wie man ihn auf Fremotreffen mit RP25-Rflicht oft sieht, wird dir im 500er Radius keine Freude machen.
Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, aber Elitegleis sauber zu verlegen ist keine triviale Angelegenheit. Kommen dann enger Gleisbogen, Plattenstöße, schlecht verklebte Korkunterlage und Flexgleis zusammen, kommt schnell Frust auf.

Nicht das ich jetzt falsch verstanden werde: Ich finde RP25 und FineScale-Radsätze toll und fahre das auch (fast) ausschließlich. Aber ich finde es oft naiv von den Befürwortern niedriger Spurkränze, diese als Standard zu verlangen und wirklich jedem zu empfehlen! Da geschätzte 90% der Modellbahner schon Schwierigkeiten haben, vorkonfektioniertes Gleis sauber zusammenzustecken, kann das nur schief gehen.
Wie oft liest man hier im Forum, daß irgendwelche Fahrzeuge ständig entgleisen und die Schlußfolgerungen, Hersteller XY baut nur Mist, der auf Märklingleisen nicht läuft. Für mich ist das unverständlich, daß bei den Toleranzen und Spurkranzhöhen überhaupt etwas entgleisen kann. Aber die Praxis zeigt uns eben, daß Wunsch und Wirklichkeit nicht immer Freunde sind.

Bei mir hat das auch eine Weile gedauert, bis ich bei der letzten Anlage nun die Gleise direkt aufs Holz gelegt habe, als Mindestradien 1250 definiert habe und auch an Masse und Kupplung der Wagen gearbeitet habe. Mein Bahnhof ist in der Fremo-Konfiguration 10 m lang, verfügt über 10 Weichen, 4 Durchgangsgleise und nur Einfachweichen, keine DKW o.ä. Tillig-Schwellenband, Wellers Weichenroste, Peco-Schienenprofil als Eckdaten.
Ic hwar schon mehrmals auf Treffen damit und es gab im Betriebsablauf in 4 Jahren nur eine Entgleisung im Bahnhof (Vernachlässigt man die falsch gestellten Weichen). Und die verursachte eine G 5.4 von Brawa mit fehlerhaftem Innenspurmaß.

Folgend ein Video aus der Bauphase, hier fährt ein Güterzug mit 46 Güterwagen über die Anlage. Alle Wagen haben RP25, die Triebfahrzeuge ebenfalls:



Wer den Bahnhof 2012 sehen mag, hier im Video ein paar Mal zu sehen. Und wieder der Nachweis, das hinreichend große Radien der Betreibssicherheit auch mit niedrigeren Spurkränzen nicht schaden:




Zitat von amsok95
Meines Wissens nach sind in den meisten 2-Leiter loks NEM 310 radsätze drin. Daran werde ich nichts ändern.



Brawa verwendet seit einiger Zeit Spurkränze mit 1 mm Höhe, das sieht schon gut aus. Einzig bei HAMO-, älteren Lima- und Trix-Modellen aus den 90ern gibt es Trödel mit den Kleineisen.


Zitat von amsok95
Aber welche soll ich in die Wagen einbauen?



Luck ist gut, Thomschke ist auch ok. Als ich von knapp 10 Jahren vor der Umrüstung stand, habe ich mal durchgerechnet, was mich die Radsätze kosten würden. Bei knapp 150 Güterwagen und mehr als 70 Reisezugwagen (darunter zahlreiche Vierachser) hätte ich fast 1000 Euro zahlen müssen. Da war die Drehbank günstiger...


Zitat von amsok95
wie habt ihr es gemacht und was sollte ich machen?



Bau erst die Anlage und dann rüste um. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man die Anlage fertig hat und dann rollen die vorhandenen Fahrzeuge nicht. Rüste ein paar Probewagen um, vor allem die Diva unter den langen Wagen.

Ich habe auch den "Fehler" gemacht, mit der Fahrzeugumrüstung zu beginnen, dann zu enge Radien und eine miese Gleislage zu haben. So lief der O Schwerin von Fleischmann mit RP25 in 600er Radien und in längeren Güterzügen überhaupt nicht. 26 g hat der Winzling, dazu die Kurzkupplungskulissen. Was passiert wohl, wenn der Zug daran zerrt und das Leichtgewicht wegen der niedrigen Spurkränze nicht im Gleis gehalten werden kann?
Meine Antwort war dann der Umbau aller Fahrzeuge. Bleiböden für alle O-Wagen (Fast 100), alle Güterwagen auf 80 g gebracht, Abbau aller Kurzkupplungen. Das war dann das Ergebnis:



Aber ich will dir nicht den Mut nehmen, bedenke nur, daß es unerwartete Konsequenzen geben kann und jede kleine Änderung eventuell umfangreiche Umbauten zur Folge haben ka..

Gruß
Andreas


turboseize hat sich bedankt!
 
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RE: NEM 310 oder rp25 auf weinert mein Gleis/tillig elite und selbstbau-weichen?

#4 von amsok95 , 04.12.2015 16:33

Hi Andreas,
um Probleme zu verhindern möchte ich ja jetzt ein paar umrüsten (7 2-achser). Entweder rp25 oder NEM 310 mit spurkranzhöhe 1mm. Also sollte ich seiner die 2. nehmen oder?

MfG Max


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#5 von Bügeleisenmann , 04.12.2015 20:19

Moin!

Zitat von amsok95

um Probleme zu verhindern möchte ich ja jetzt ein paar umrüsten (7 2-achser). Entweder rp25 oder NEM 310 mit spurkranzhöhe 1mm. Also sollte ich seiner die 2. nehmen oder?



Aus der Ferne schwer zu sagen. Hängt wieder von deinen Gleisbaufähigkeiten ab. Gegenüber dem typischen Märklinradsatz mit 1,35 mm Spurkranzhöhe sind 1 mm schon eine Revolution. Richtig gut sieht RP25 bei ungebremsten Güterwagen aus, bei Reisezugwagen mit zugebauten Drehgestellen fallen die Unterschiede zwischen den beiden Kandidaten nicht so sehr auf.

Dann gebe ich zu bedenken, daß bei sehr langen Zweiachsern niedrige Spurkränze gefährlicher sind als bei Verbandswagen was die verbogenen Gleise angeht.
Bestelle einfach mal eine kleine Auswahl an Radsätzen und vergleiche. Mache ein paar hochauflösende Fotos und entscheide dann.

Andreas


 
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RE: NEM 310 oder rp25 auf weinert mein Gleis/tillig elite und selbstbau-weichen?

#6 von amsok95 , 04.12.2015 21:02

Hi Andreas,
kann ich denn auch die mit 1mm spurkranzhöhe auf weinert mein gleis benutzen? wenn ja nehme ich die.

MfG Max


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#7 von Bügeleisenmann , 05.12.2015 18:45

Zitat von amsok95
kann ich denn auch die mit 1mm spurkranzhöhe auf weinert mein gleis benutzen? wenn ja nehme ich die.



Ja. WIMRE ist Das Weinerrgleis für RP25- und NEM-Mischbetrieb ausgelegt. Da machen die 1 mm hohen Spurkränze keine Probleme.

Andreas


 
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RE: NEM 310 oder rp25 auf weinert mein Gleis/tillig elite und selbstbau-weichen?

#8 von amsok95 , 05.12.2015 19:41

Hi,
ok gut danke

MfG Max


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