Hallo, ich heiße Michael, und ich möchte mal vorstellen, mit welchem Equipment meine zwei Enkel bei mir fahren. Und dann möchte ich noch einige Fragen stellen.
Die digitale Modellbahn fing für mich an mit einer Startpackung 29266 von Aldi. Ich war überrascht, wie schön langsam die digitale Modellbahn fahren kann - analog geht das, soweit ich mich aus meiner Jugend erinnere, nicht so. Was mich an der Lok stört: sie hat nur einen Haftreifen, und wenn man langsam auf eine Weiche fährt und das Rad mit dem Haftreifen auf das Herzstück der Weiche kommt, bleibt die Lok stehen und die Antriebsachse dreht sich weiter, denn auf dem Herzstück steht das Rad nicht auf der Lauffläche, sondern auf dem Spurkranz. Die Kinder stört es nicht sehr; sie schieben sie eben kurz an. Habe ich eine Chance, einen zweiten Haftreifen anzubringen? Da müßte ich wohl eine Nut in eine Lauffläche fräsen ...
Dann hab ich eine grüne Diesellok DHG 500 und ein paar Schienen und Weichen dazu gekauft und alles auf eine kleine Platte montiert. Und weil mit dem Kabel-Fahrgerät aus der Startpackung immer nur ein Kind fahren kann, hab ich zwei Infrarot-Fahrgeräte samt Anschlußgleisen und Steckernetzteilen gekauft, eines der Anschlußgleise an die Anlage gebaut und das andere beiseite gelegt, und damit war alles gut. Auch das Programmieren der Loks, auf welchen Kanal sie hören sollen, funktioniert mit dem Infrarot-Fahrgerät. (Warum übrigens nennt Märklin das Netzteil „Schaltnetzteil“? Da ist doch kein Schalter dran?)
Dann sollte der eine Enkel zum Geburtstag eine eigene Lokomotive bekommen. Weil ich ein Dampflokfreak bin, sollte es eine Dampflok sein und die komplette Heusinger-Steuerung zeigen. Märklin 30000 und 36321 kamen deshalb nicht in Betracht. Die alte Märklin 3095 wäre eigentlich (mit Blick auf das Alter des Kindes) richtig, aber weil es die neu nicht mehr gibt und ich sicher gehen wollte, daß sie auf der digitalen Anlage fährt, wurde es eine Märklin 36740. (Es scheint, Märklin ist in den letzten Jahren von einem Spielwaren- zu einem Modelle-Hersteller geworden. Ich bräuchte eher Spielwaren als Modelle ...) Der Knabe hütet seine Lok wie seinen Augapfel, die Steuerung ist noch heil. Es stellte sich heraus, daß eines der Infrarot-Fahrgeräte auf Kanal 3 spricht, auch wenn Kanal 1 eingestellt ist. Ist nicht schlimm, fährt eben die Kanal-1-Lok mit dem anderen Fahrgerät. Wenn man nur eine Lok hätte, würde man es gar nicht merken.
Und dann sollte der andere Enkel auch eine eigene Lok bekommen, und ich hab im Internet eine Märklin 36243 (Steppenpferd) gekauft. Auf die Anlage gesetzt – fuhr nicht; nur ein leises klingelndes Geräusch vom Tender (wo, nehme ich an, der Decoder sitzt). Zurückgeschickt; der Händler sagt, bei ihm funktioniert sie; Geld hat er zurück überwiesen. Mit dem beiseite gelegten Anschlußgleis in einen Laden gegangen, die gleiche Lok ausprobiert, funktionierte, gekauft. Auf die Anlage gesetzt, Kinder spielen eine Stunde, Lok fährt nicht mehr; dasselbe Symptom. Anschlußgleis getauscht – seitdem keine Probleme.
Mit dem Infrarot-Fahrgerät kann man zwar die vielen Geräuschfunktionen der 36243 nicht ansteuern; nur Lokpfiff und Fahrgeräusch geht, und das ist den Kindern auch das wichtigste. Andere Geräusche, wie Kohleschaufeln, Dampfablassen, Luftpumpe, Schüttelrost, Injektor macht sie ab und zu spontan – das gefällt mir ganz gut.
Dann hab ich, weil ich auch mal mitspielen will, noch ein Fahrgerät samt Anschlußgleis und Netzteil gekauft und festgestellt: mit dem dritten Anschlußgleis fuhr das Steppenpferd eine Stunde, und dann war dasselbe Problem wieder da. Also wieder das zweite Anschlußgleis eingebaut und alles wieder gut. Frage: ist das normal, daß Sound-Decoder und Infrarot-Anschlußgleis sich nicht vertragen? Oder hab ich schlechte Ware gekauft und sollte sie zurückgehen lassen? Mobile Stations wären vielleicht die richtige Lösung; ich hab aber durchaus keine Lust, für die Kinder zwei Mobile Stations zu kaufen:
- sie sind mir für den Zweck zu teuer,
- ich kann (wenn ich richtig verstehe) höchstens 2 Stück anschließen,
- sie sind Kabel-gebunden, und wir sind Infrarot gewöhnt.
Ich gebe zu:
- ein Drehknopf für die Geschwindigkeit wäre angenehmer als die Plus-Minus-Tasten der Infrarot-Gerätes,
- ein Gefahren-Halt-Knopf (den, wenn ich richtig verstehe, die Mobile Station hat) wäre sehr nützlich.
Und dann gibt es noch eine uralte V200, die ja eine gute Basis zum Digitalisieren sein soll. Standardmäßig würde man da wohl Motorumbausatz Märklin 60944 und Decoder 60924 oder Sound-Decoder 60946 brauchen (wenn auch im Internet viele Autoren behaupten, Motorumbau sei nicht nötig oder Decoder anderer Hersteller seien besser oder billiger). Das Programmieren des Decoders, auf welchen Kanal er hören soll, geht, nehme ich an, wie bei den vorhandenen Loks; Frage ist aber: muß ich sonst noch etwas programmieren, zB Höchstgeschwindigkeit, Bremsverzögerung oder was weiß ich – denn das werde ich ja mit meinem Equipment nicht können, und das wäre ein Grund, von der Digitalisierung gänzlich Abstand zu nehmen. Außerdem: muß ich befürchten, daß sich auch der Sound-Decoder 60946 nicht mit den Infrarot-Anschlußgleisen verträgt, und sollte ich lieber auf Sound verzichten?

,
)auch schon ab 80 Euro zu haben (schrieb glaub ich schonmal jemand hier).