Erst mal allen ein frohes neues Jahr! Ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Stefan und komme aus dem nördlichen Bayern. Ich habe außerdem das Alter um zwei Kinder zu haben
Da wären wir auch schon beim meinem Anliegen. Meine Kinder haben eine Modellbahn vererbt bekommen. Jetzt steh ich natürlich vor einem riesigen Problem, da ich absolut keine Ahnung von Modellbahnen habe. Ich habe zwar schon einige Diorama gebaut und kenn mich auch etwas mit Strom aus aber mit Eisenbahnen hab ich mich noch nie beschäftigt. Da die Bahn schon recht alt ist, wollte ich die Anlage komplett neu aufbauen. Die letzten Tage hab ich mich mal etwas eingelesen und herausgefunden das es sich beim Gleissystem um Märklin M-Gleise (H0) handelt. Ich habe gelesen das diese Gleise nicht mehr hergestellt werden obwohl man sie noch in Online Shops findet. Die K-Gleise scheinen die neusten zu sein. Nur kann man die vorhandenen Loks auf das K-Gleissystem umbauen oder benötige ich dann neue Züge wenn ich neue Gleise anschaffe? Die K-Gleise haben ja in der Mitte keinen Schleifkontakt mehr. Wenn der Umbau möglich ist, muss noch etwas getauscht/beachtet werden?
#2 von
Mario Nette
(
gelöscht
)
, 01.01.2016 16:56
Hallo Stefan,
bei den MoBa-Verrückten
Aus meiner H0-Zeit mit dem M-Gleis kann ich Dir durchaus die Bedenken nehmen. Du kannst das K-Gleis natürlich bedenkenlos mit dem Rollmaterial nutzen. Kombinieren kann man beide Systeme indem man sich ein Übergangsgleis kauft, oder selber bastelt. Das K-Gleis ist auch schon ewig auf dem Markt und nicht mehr soooo neu...
Hört sich schon mal gut an Und woher bekommt die Lok dann ihren Strom wenn der mittlere Schleifkontakt fehlt bei dem K-Gleis? Gibt´s da evtl. ne schöne Seite wo sich Anfänger gut einlesen können?
Du kannst für Deine Loks jedes Märklin- Gleis benutzen, ohne irgendwelche Umbauten vornehmen zu müssen. Nur die 3 Gleissysteme von Märklin brauchen entsprechende Übergangsstücke, wenn man sie miteinander kombinieren will. Es gibt das M- Gleis, das K- Gleis und das C- Gleis. Alle haben Punktkontakte in der Mitte. Bei den K- Gleisen sind sie vielleicht nicht sooo auffällig.
Natürlich haben die Märklin-K-Gleise auch Punktkontakte (Pukos) für den Mittelschleifer. Man sieht das bloß nicht auf Anhieb (Vorteil ), da die Pukos bei den Gleisen nur wenig über die Schwellen herausragen. Bei Weichen ist es auffälliger. Für einen fliegenden Aufbau auf dem Teppich und für Kinder sind sie etwas weniger geeignet, da die Steckkontakte etwas empfindlich sind. Für eine feste Montage auf einer Anlage spielt das weniger eine Rolle.
Das neueste Gleissystem von Märklin ist das C-Gleis, optisch ähnlich dem M-Gleis, aber aus Kunststoff statt Metallblech. Auch das kannst Du verwenden. Auch ältere Fahrzeuge ab etwa den 1960er Jahren haben damit keine Probleme. Auch dafür gibt es Übergangsgleise zum M-Gleis und zum K-Gleis. Für den losen Aufbau auch durch Kinder ist das C-Gleis am besten geeignet.
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
Zitat von -Stefan-Die K-Gleise scheinen die neusten zu sein.
Die entwicklungsgeschichtlich gesehen neuesten Gleise sind die Märklin C-Gleise. Sie haben die alten M-Gleise ersetzt, handelt es sich doch in beiden Fällen im sogenannte Bettungsgleise. Man schottert diese Gleise üblicher Weise nicht ein, sondern verlegt sie so wie sie sind auf dem Fußboden, einem Tisch oder einer "Eisenbahnplatte".
An den K-Gleisen befindet sich kein Bettungskörper, sie bestehen nur aus Schienen und Schwellen. K-Gleise werden üblicher Weise eingeschottert. K-Gleise eignen sich nicht für sogenannte fliegende Aufbauten wie Teppich- oder Tischbahnen, weil man sie bessser an ihrem jeweiligen Untergrund befestigt - also dauerhaft verlegt.
Ausnahmen bestätigen die Regeln: es gibt Modelleisenbahner, die schottern ihre Bettungsgleise ein. Doppelt gemoppelt, aber außer dem zusätzlichen Aufwand keine Nachteile. Und es gibt Modelleisenbahner, die verwenden Schwellengleise für fliegende Aufbauten. Die Gleisfiguren haben dann keine Stabilität und nach mehrmaligen Zugdurchfahrten sind die ersten Schienenstöße derart verrutscht, dass Züge entgleisen.
Grüße, Peter
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