#1 von
Mario Nette
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, 02.01.2016 19:55
Hallo Stummis,
heute war Lokreinigungs & Wartungstag... alles lief perfekt und es gab keine unvorhergesehene Vorkommnisse bis die besagte Lok an der Reihe war.
Der Probelauf vor dem Zerlegen verlief im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Der gewohnte rauhe Lauf der Lok war unverändert und sie wurde zerlegt, grereinigt, geölt und wieder zusammengesetzt. Bis hierhin alles bestens...
Nachdem sie wieder auf den Gleisen stand und langsam ihre Runden drehte, wurde sie plötzlich zum Stillstand gebracht. Außer der Beleuchtung funktioniert nichts mehr und selbst das erneute Zerlegen mit Überprüfung des Motors/Kohlen/Kontakte/Kabel brachte mich nicht weiter.
Alles scheint ok zu sein aber dennoch dreht der Motor nicht mehr.
Hat jemand einen Tipp oder eine Bezugsquelle für einen solchen Motor für's Bubiköpfchen? Würde sie ungern nur als Dekolok abstellen... Im Netz habe ich bis jetzt keinen passenden Motor finden können.
#2 von
Michael Peters
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, 02.01.2016 20:44
Hallo Mario,
ist das eine ältere oder neuere Ausführung des Modells? Wenn letzteres, dann schau doch mal nach, ob auf der Lokplatine ein kleines, quadratisches Bauteil (grün, Beschriftung 3X3 oder 5X5) verbaut ist. Das ist eine Halbleitersicherung, die nach einmaligen Ansprechen immer empfindlicher wird.
Wenn ja, dann lötet einen dünnen Draht darüber. Ein Photo der Lokplatine wäre auch hilfreich.
#4 von
Mario Nette
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, 03.01.2016 01:43
Keine Chance...
Lok und Motor wurden noch einmal zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Fahrstrom am Gleis und am Motor gemessen -> gleiches Messergebnis
Wenn ich den Anker bei anliegender Spannung anschubse, quitscht das Motörchen und der Anker dreht sich 1/3 Umdrehung weiter. Werde am Montag zu meinem MoBa-Dealer fahren und hoffe, dass er mich mit Ersatzteilen versorgen kann. Ansonsten wird es wohl doch eine Dekolok...
Zitat von Mario Nette Wenn ich den Anker bei anliegender Spannung anschubse, quitscht das Motörchen und der Anker dreht sich 1/3 Umdrehung weiter.
Quietschen deutet auf die Kohlen. Hast die draußen gehabt? Und/oder beim reinigen ein Fussel dort reingekommen? Respektive Kohlen verkantet oder verdreht wieder eingebaut? Oder Kohlen feucht(ölig) geworden beim putzen der Lok? So fix würde ich da nich aufgeben, klar ein neuer Motor is fix gekauft... Bei so gutem Zustand würde ich weiter forschen, ja das is fummlig. Aber das Erfolgserlebnis ist umso befriedigender wenn man es selbst hinbekommt.
#6 von
Mario Nette
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, 03.01.2016 11:43
Hi Stefan,
Zitat von WheelyUnd/oder beim reinigen ein Fussel dort reingekommen? Respektive Kohlen verkantet oder verdreht wieder eingebaut? Oder Kohlen feucht(ölig) geworden beim putzen der Lok?
Das kann ich (leider) alles ausschließen. Die Kohlen waren zwar draußen, wurden aber nach dem Reinigen fusselfrei und in richtiger Position wieder eingebaut.
Ich habe gerade den Motor erneut zerlegt und mir die Laufflächen der Kohlen angeguckt. Sie sind gleichmäßig dem Kollektor angepasst und der Federdruck ist auch nicht zu stark. Der Motor dreht (mit der Hand) absolut frei und es hakt nirgends. : Wenn ich ihn direkt mit Strom versorge und ihn "andrehe" braucht es zwar einige Versuche und er läuft dann kurz, aber nur widerwillig und nicht mit voller Leistung.
ABER: Am Kollektor/an den Kohlen funkt es heftig und ich habe am Kollektor eine "verbrannte" Stelle gefunden, welche sich nicht entfernen lässt. Die restlichen Felder sind schön sauber...
Zitat von Mario Nette.ABER: Am Kollektor/an den Kohlen funkt es heftig und ich habe am Kollektor eine "verbrannte" Stelle gefunden, welche sich nicht entfernen lässt. Die restlichen Felder sind schön sauber...
Das ist freilich blöd. Manchmal hat man Glück und kann den Kollektor etwas schmirgeln, soo viel Material kann man ja leider nicht abtragen da sind fix die Bleche ganz durch. Hats da erstmal richtig gebrutzelt wars das oft final, auch wenn man die wieder grob ans Laufen bekommt, das Bürstenfeuer führt in aller Regel wieder relativ schnell zum Problem. In die Vitrine verbannen würde ich sie trotzdem nicht, klar kommt sie optisch nicht an aktuelle Konstruktionen ran. Aber sie steht doch in gutem Zustand da, der würde ich einen neuen Motor gönnen. Vielleicht hast beim fischen in der Bucht Glück, ich drück die Daumen. Alternativ halt einen nagelneuen, preiswerter als ne neue Loks ists allemal.
#8 von
Mario Nette
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, 03.01.2016 13:44
Zitat von Wheely...ich drück die Daumen...
Merci! Jetzt kommt sie erstmal in die Verpackung und im Zweifelsfall als Dekolok an den Wassterturm oder so. (wenn der Bau mal in die Gestaltungsphase kommt)
Werde meinen Moba-Dealer trotzdem nach einem Ersatzmotor fragen.
#9 von
Michael Peters
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, 03.01.2016 14:14
Hallo Mario,
wenn Du den Motor "anstubsen" mußt, daß es sich dreht, und dann nur 1/3 Umdrehung macht. deutet das auf eine defekte Wichlung hin. Miß doch mal mit einem Ohmmeter bei ausgebauten Kohlebürsten ob Du von Kollektorblech zu Kollektorblech einen Widerstand von ca 20Ohm mißt. Wenn ja, dann kratz nochmals die Kollektorspalten mit einem Zahnstocher aus, und auch die Kohlen ausglühen nicht vergessen.
Wenn nicht, kannst Du ja mal alle Drahtanschlüsse an die Kollektorbleche mit einem spitzen Lötkolben versuchen nachzulöten. Dazu muß der Lötkolben sehr heiß sein uns nur ganz kurz löten, damit der Kollektorträger nicht wegschmilzt. Und bevor Du einen mtx-Ersatzmotor kaufst, überlege mal ob nicht ein Ersatzmotor von sb-modellbau die bessere Wahl wäre: Du erkennst dann hinterher die Lok nicht wieder.
#10 von
Mario Nette
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, 03.01.2016 15:37
Hallo Michael,
Widerstand liegt bei 31 Ohm und die Kollektorbleche habe ich jetzt ganz leicht "abgeschliffen", was jedoch keinen durchschlagenden Erfolg gebracht hat.
Wenn der Motor läuft dreht er nur stufenweise hoch. Alles unter ca. 5 Volt lässt ihn kalt. Selbst mit anschubsen wird das nichts.
Ein Maxon kostet 84 Euronen + Versand und ob der mit meinem "alten" Analogkram läuft? Muss mal etwas Zeit ins Land gehen lassen und überlegen, ob es sich für die alte Lok wirklich noch lohnt :
#11 von
Michael Peters
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, 03.01.2016 16:03
<< Alles unter ca. 5 Volt lässt ihn kalt>>
Hallo Mario,
die alten mtx-3-Poler laufen seltenst unter 5V an, das ist so. Wenn er aber bei 10V rund läuft, ist der Motor o.k. Wenn Du dann langsam runterregelst, sollte er auch noch mit 3V laufen. Nur eben halt zum loslaufen braucht der einen Tritt in den Hintern.
Die Maxon Motoren laufen auch gut analog, nur PWM mit niedriger Frequenz ist nicht so gut.
#12 von
Mario Nette
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)
, 03.01.2016 16:36
Da könnte es schon zu Problemen kommen denn, an meinem Fahrpult wird die Fahrspannung nach dem Prinzip der Impulsweitenmodulation geregelt.
Da ich aber nur über ein gesundes elektronisches "Grundwissen" verfüge müsste das über Versuch und Irrtum getestet werden. flaster:
Ich lasse es mir mal durch den Kopf gehen... ist ja keine Unsumme und wenn es zum Erfolg führt stehen natürlich alle anderen Loks neidisch neben der 64 und wollen bestimmt auch umgerüstet werden.
#14 von
Mario Nette
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, 04.01.2016 19:23
Hallo Peter,
Danke für den Hinweis... war ja zu erwarten
Mein MoBa-Dealer hat eiskalt gesagt, dass das Bubiköpfchen für die Tonne ist. Geht's noch??? Ich hoffe, dass er nur einen schlechten Tag hatte. Er ist eigentlich sehr hilfsbereit und äußert sonst solch einen Quatsch eigentlich nicht. Naja... es ist nicht jeder Tag gleich...
Jetzt bleibt mir nur noch die Bucht zu beobachten, sie als Dummy abzustellen, oder einen Geisterwagen zu basteln.
Habe ja noch genug zu tun und 64er werden ja nicht selten zum Erwerb angeboten.
Bei 84€ für einen neuen Motor hat er auch Recht, dafür kriegt man mit etwas Glück sogar schon die viel bessere 64 von Fleischmann und eine intakte von Minitrix sowieso.
Gruß Kai
Güterwagen in H0 aus allen Epochen zum Angucken. Ep.3-Anlage in N zum Fahren.
#16 von
Mario Nette
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, 07.01.2016 07:48
Hallo Kai,
sachlich ist das vielleicht auch richtig. Ich fand jedoch die Geschwindigkeit in der die Aussage kam sehr verwundelich. Denn erst kam der Hinweis die 64 in die Tonne zu werfen und erst danach hat er sich nach dem Zustand erkundigt. Das alles vor dem Hintergrund, dass er kurz vorher 2 alte H0-Loks zur Reparatur angenommen hat. :
Sei es drum... ich finde hier eine für mich akzeptable Lösung und wie Du schon sagtest... 64er gibt es für relativ schmale Kasse.
Bei den alten Trix-Loks (mit 51 2xxx 00) denke ich aber auch generell erstmal "hau weg", wenn die Probleme machen – die Antriebstechnik war damals schon nicht die dollste und inzwischen sind die total veraltet. Ich bin verwundert, dass die Modelle immer noch so teuer gehandelt werden.
Gruß Kai
Güterwagen in H0 aus allen Epochen zum Angucken. Ep.3-Anlage in N zum Fahren.
#19 von
Mario Nette
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, 08.01.2016 15:49
Hallo Kai, generell ist das richtig... ich trenne mich nur nicht von der alten Lok, weil sie wirklich noch im guten Zustand ist. Ich habe 2 dieser alten "64er Rumpelböcke" und in Sachen Gebrauchtpreise muss ich Dir beipflichten. Ein gebrauchter Minitrix-Motor wird immernoch mit ca. 20 Euro gehandelt.
Auf manchen Bildern kann man schon den beginnenden Verschleiß am Anker erkennen aber sie werden trotzdem gekauft... ist mir unbegreiflich
Da mache ich nix mit... dann suche ich lieber eine "modernere" Alternative.
Hallo Peter, wie eben schon geschrieben suche ich nach Alternativen. Wenn diese "Closed-Can"-Motoren eine echte Alternative darstelllen bin ich dabei. Muss mich aber zunächst über dies Bauart/form informieren. Der Begriff sagt mir "noch" nichts.
Da ich aber gerne bastele findet sich bestimme ein Weg ein Fremdfabrikat einzubauen. Wenn es mit Erfolg gekrönt wir freuen sich alle anderen "Rumpelloks" bestimmt auch darüber.
Ist eher eine leicht sarkastische Betitelung. Damit gemeint sind die vollgekapselten wartungsfreien Dosen an denen man nichtmal die Kohlen tauschen kann. (Teils haben sie nichtmal welche, sondern Edelstahlbürsten) Findet man auch bisweilen in Modellen des Herstellers der mit *Gipfel der Modelltechnik* wirbt. Werden da für 30 Euronen aufwärts angeboten. Ein pfiffiger Zeitgenosse hatte mal solch eine Motornummer gegoogelt, und kam auf ein Werk in Fernost wo es die für wenige Cent gibt... Mashima, Mabuchi, (Sushi ) und wie sie alle heißen... Solch ein Motor kann durchaus eine Alternative sein, so man einen findet der passt. Ist man bereit zu basteln... Problem ist weniger die Baugröße, eher die Aufhängung und Bestückung mit der richtigen Schnecke. Trotz Unkenrufen sollte ein solcher immernoch besser als der Originale sein, schon gar wenn Fabrikneu...
die Begründung "der Motor hält solange wie die Kohlen" ist ja auch göttlich... die bekam ich mal als ich nach der E-Teilnummer im damaligen "Werk" Nürnberg nachgefragt habe...
Wenns gute Nippon-Mabuchis wären, meist sinds billige Nachbauten aus Kina.
Peter
Spur N Digital Selectrix/DCC Spur 1 Teppichbahning Selectrix/MM
#22 von
Mario Nette
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, 08.01.2016 19:31
Hi Stefan,
Zitat von WheelyIst eher eine leicht sarkastische Betitelung.
Und wieder dazugelernt... Merci
Hi Peter, die Aussage ist wirklich zum schmunzeln. Zu dem Thema mit den Chinesen sage ich jetzt besser nichts. Da habe ich durchaus Ehrfahrung und die sind nicht für dieses Forum, weil OT.
Zitat von Mario Nette Zu dem Thema mit den Chinesen sage ich jetzt besser nichts.
Natürlich will ich hier keinerlei Chinabashing betreiben, dort kann man auch Gutes kaufen! Ordert man billig bekommt man aber auch billig...
Respektive ist die Qualitätsstreung dann über die Anzahl Mitarbeiter verteilt. Siehe die zum Teil (göttlich geschriebenen und bebilderten ) Berichte im 1zu160 Forum.
Aber willst du sie retten (die Lok) bleiben dir nicht viele Optionen, ne alte gebrauchte Raspel wieder reinhängen? Überteuerter Komplettumbau? Ich würde vielleicht den Mittelweg wählen. Sprich basteln und einen neuen Motor im Preissegment nutzen wo man für sich sagt - damit kann ich leben. Rechnen tut sich die Sache sowieso nicht. Aber aus sentimentalen Gründen und der Bastelfreude wegen, warum nicht.
#24 von
Mario Nette
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, 08.01.2016 20:13
Zitat von WheelyRechnen tut sich die Sache sowieso nicht.
Richtig... jeder Cent ist für das alte Rumpelding zu viel aber wenn ich danach gehen würde, dann wären einige Loks für die Tonne. Leider habe ich mehrere MTX-Loks rumstehen.
Der direkte Vergleich mit Material von Arnold, Roco und Fleischmann ist enorm!!! Selbst die alten Dinger laufen wesentlich kultivierter als MTX.
Anbei ein Foto von dem Rollmaterial welches hier (irgendwann) seine Runden drehen soll. Da steht nicht nur altes Material rum... einiges ist neu und nur wenig bis garnicht gefahren. Die scharren schon mit den Spurkänzen
Hallo Mario, einen schönen Fuhrpark hast du da... Schade wenn deine Lok da nicht zu den "Aktiven" zählen könnte! Ich habe auch einige dieser kleinen Krachmacher da ist es egal von welchem Hersteller, die Laufkultur ist nicht mit der einer "großen" Lok zu vergleichen... Ich habe auch,seit ein paar Jahren schon, eine MTX Rangierlok (12066) mit defektem Motor auf dem Abstellgleis stehen und bin mir nicht sicher, ob es sich lohnt sie wieder fit zu machen... Mal abwarten. Wünsche noch einen netten Sonntag.