Ich hatte ja das Glück, beide Zentralen auf herz und nieren zu testen, da ich für ein jahr die CS 2 hatte, dann aber diese verkauft habe, und auf die ECoS gewechselt habe. Daher denke ich mal, kann ich mir schon ein Urteil darüber bilden, wie weit man mit den Zentralen arbeiten kann oder nicht. Und letztendlich kann ich den vorheringen Posts soweit zustimmen, dass die Zentralen relativ ähnlich sind, aber auch ihre Nuancen haben die sie voneinander unterscheiden.
Ich z.B. hatte mich Anfangs für die CS 2 entschieden, weil ich damit meine eigenen Soundprojekte usw aufspielen konnte, und generell die mSD Decoder bequem einrichten konnte. Nur irgendwie machten die Decoder mich nicht wirklich glücklich, die Sound Datenbank von Märklin ist verglichen mit der Esu Datenbank relativ klein, und die Sounds haben ein relativ einfaches Abspielschema. Wenn man sich die einzelnen Sound Steuerungen ansieht, wird man klötze staunen, wie komplex so ein ESU Sound aufgebaut ist. Aber diese Diskussion will ich hier nicht weiterführen. Durch den Modellbahnclub hatte ich dann relativ bequem die Chance, den Lokprogrammer zu nutzen, und somit sind Esu Decoder bei mir wieder öfters verbaut worden, inzwischen will ich eigentlich keine anderen mehr haben.
Was brachte mich aber nun zur Ecos, bzw weg von der CS 2? Hier ist zum einen der Support von Railcom+, was meiner Erfahrung nach deutlich deutlich schneller als MFX arbeitet, und die Menge an Funktionen. Die neuen mSD haben nun wohl aufgerüstet und haben einen ähnlichen Funktionsumfang wenn ich mich richtig erinnere. Ein weiterer Punkt war aber auch noch die Möglichkeit im Loconet zu kommunizieren. Hat man nirgens ein Loconet installiert, macht das keinen Sinn, will man aber mit Loconet Komponenten mal arbeiten, ist es gut zu wissen, dass die Zentrale dies kann. (ECoS zwar nicht 100%ig, aber besser als 0% bei der CS 2).
Ein anderer Vorteil, der für die einen ein Nachteil ist, für mich und viele andere aber ein Vorteil ist, sind die zwei Motorbetriebenen Drehregler. Ich kann daran, ohne auf die Zentrale zu schauen, erkennen, wie mein Drehregler steht und kann dementsprechend handeln. Ich muss nicht dauernd herunter schauen, sondern kann den sehr feinfühligen Regler so einstellen, dass die Lok perfekt fährt. Die Schalter haben keine Rasterung wie die Drehregler der CS 2, was die einen gut finden, die anderen schlecht. Hier ist der eigene Geschmack wieder gefragt.
Nun muss ich aber auch ehrlich sein, und Dinge ansprechen, die ich an der CS 2 geschätzt habe, und bei der Ecos vermisse. So hatte die CS 2 ein deutlich einfacheres Gleisbild in der Erstellung. Man konnte einfach seinen Plan "zeichnen" und von alleine entstanden Weichen und Co. Wenn man nun die Weichen funktionell haben wollte, so markierte man diese, und gab betreffender Weiche eine Adresse. Bei der Ecos muss man leider, bevor man eine Weiche nutzen möchte, diese vorher erst einmal anlegen, und dann kann man diese verwenden. Hier kann ich nur sagen: Für einen Teppichbahner, der oft seinen Gleisplan ändert punktet die CS 2, wenn man eine feste Anlage hat, und diese auch nicht dauernd verändert, dann fällt das Problem der Ecos weniger auf, denn mal ehrlich: wie oft ändert man seinen Gleisplan wenn man eine feste Anlage hat.
Und zuletzt MFX+: Wer das toll findet, hat hier ein merkmal, dass die ECoS nicht hat, und auch sehr wahrscheinlich nicht bieten wird. Ich vermute mal, das hat nicht nur mit den Patenten zu tun, sondern dürfte auch ein wenig gegen die Firmen Philosophie von Esu gehen. Bisher merkte ich bei Esu doch mehr das Professionelle, und weniger die Spielbahn. Daher ist auch das gesamte GUI in der ECoS nicht so spielerisch aufgebaut, sondern Farblich Inhaltlich relativ nüchtern.
Von daher kurz zusammengefasst:
Vorwiegend MFX Decoder, MFX+ gewünscht, Öfters auf und Abbau der Anlage und somit neue Gleispläne --> Märklin CS 2
Vorwiegend Esu Decoder, Nutzung von Railcom und Loconet gewünscht, Motorische Handregler mit Anschlag --> ECoS
So viel von mir ... aber das ist nur eine Meinung ...
Grüße Phil