Beim Aufbau meiner Anlage stosse ich auf zwei Sonderfälle.
Beim beleuchteten Märklin C-Gleis Prellbock geht nur das Stromkabel ab, das Massekabel ist mit der Schiene verbunden. Das Stromkabel (gelb) muss aber an den Lichttrafo (16V Viessmann Wechselstrom), da der Fahrstromtrafo (Digital betrieben) nur Braun und Rot hat. Das sind dann aber zwei verschiedene Stromkreise.
Ein ähnliches Problem gibt es bei den Schaltgleisen - auch hier ist die Masse mit der Schiene verbunden, während der Schaltstrom (blau, führt dann zu gelb) an den Lichttrafo geht.
Das kann natürlich nicht funktionieren, da es zwei unterschiedliche Stromkreise sind. Eine mögliche Lösung besteht darin, das Massekabel jeweils vom Prellbock oder den Schaltgleisen abzulöten und auch mit dem Lichttrafo zu verbinden. Das ist recht viel Aufwand und ich frage mich, was sich Märklin dabei gedacht hat (früher, als der Fahrtrafo noch einen gelben Ausgang hatte, war das ja kein Problem).
Die andere, einfache Lösung wäre einfach die beiden Massen der Trafos zu verbinden. Laut meinem Fachhandelsverkäufer könnte ich das ruhig tun, aber ich habe irgendwie leise Zweifel, bin aber elektrotechnisch Laie und kann die Zweifel nicht begründen.
Ich bin sicher, viele Andere haben schon eine ähnliche Frage gehabt, konnte aber nichts im Forum finden. Wie machen das die anderen C-Gleis Modellbahner? Kann man die Massen bedenkenlos verbinden?
Wenn Du nur die Massen der Trafos verbindest, dann geht es.
Hier ein Zitat aus Stayathome.ch (ich bin zu faul, alles selber so zu schreiben, dass es aussehen würde, ich habe es erfunden )
"Auf gar keinen Fall dürfen zwei oder mehrere Trafos sekundärseitig, also am Ausgang, zusammengeschlossen, also parallel geschaltet werden (das heisst gelb und braun verbunden) ! Lebensgefahr! Hier entsteht eine absolut lebensgefährliche Situation! Das kommt daher, das ein Trafo in beiden Richtungen funktioniert: Wird also ein Trafo am Stromnetz angeschlossen und dessen Ausgang mit dem eines zweiten Trafos verbunden, so transformiert dieser zweite Trafo die niedrige Spannung wieder auf Netzspannung hoch. Am (Netz- bzw. SchuKo-) Stecker des zweiten Trafos wäre also immer die volle Netzspannung, AUCH BEI GEZOGENEM STECKER!!!
Aus diesem Grund dürfen keinesfalls BEIDE Ausgangsbuchen der Trafos miteinander verbunden werden. Man verbindet NUR DIE MASSE aller Trafos (braune Anschlüsse bei Märklin). Die gelben Anschlüsse werden jeweils für getrennte Stromkreise verwendet (mehrere Booster, Beleuchtung etc.)."
Gruss Bruno
Mä K- und C-Gleis, im sichtbaren Bereich Weinert "mein Gleis" mit Pukos von Weichen Walter, Lenz DCC (Fahren und Schalten getrennt), Blücher GBM16XN mit Loconet für die Rückmeldung, Itrain prof. Qdecoder für Weichen und Signale. Meine private Anlage Eichenstadt
Hallo Tobias, auf gar keinen Fall die Masse des Trafos der Digitalzentrale und einen Pol des Wechselspannungstrafos verbinden. Damit zerstörst du die Digitalzentrale. Du kannst aber ohne Probleme einen Ausgang der Digitalzentrale (braun zur Schiene gehen) mit einem Anschluß des Wechselspannungstrafos verbinden. Trafo (Netzteil) und zugehörige Digitalzentrale muss man als Einheit betrachten. Volker
VolkerS - ich nehme an, mit "Pol" meinst Du das rote oder gelbe Kabel des Lichttrafos. Das zu verbinden hatte ich auch nicht vor, nur im Endeffekt die Masse des Lichttrafos mit der Masse des Fahrstroms.
Hallo Tobisa, ich habe beim Wechselspannungstrafo bewusst "Pol" geschrieben, da es vollkommen egal ist welchen Anschluß des Trafos du nimmst. Wechselspannung ist es egal, wie du sie kontaktierst, Wechselspannung hat keine Masse. Wenn der Vissmann-Trafo also eine braune und gelbe Klemme hat, dann am besten die braune Klemme mit der braunen Klemme am Ausgang der Digitalzentrale verbinden. Volker
Viele elektrische Schaltungen stammen evtl. noch aus der Analog-Zeit, wo der Modelleisenbahner noch nur einen großen Trafo hatte. Auf diesen kleinen Kinderzimmer-Anlagen konnte man natürlich so etwas machen. Gerade das analoge Mittelleitersystem war für Kinder natürlich ideal. In den letzten Jahrzehnten geht der Trend aber zu getrennten Systemen mit separaten 220/230 V Einspeisungen. Da kann man dann für jedes System mit einer Einspeisung auch einen Sammelrückleiter nehmen. Aber auf keinem Fall darf man solche System irgendwo mit einander Verbinden. Abgesehen von der möglichen Lebensgefahr sind dann auch Verdrahtungsfehler bzw. Kurzschlüsse nicht mehr problemlos zu finden u. das Risiko von Fehlfunktionen groß. Im Fall des Prellbockes kann man evtl. eine stromsparende LED einbauen u. die direkt mit dem Digital-Fahrstrom versorgen, dann hat man gleich eine Fahrstrom-Kontrolleuchte.
dein Problem wird normalerweise unter dem Suchbegriff "gemeinsame Masse" diskutiert. Je nachdem, welches Digitalsystem du verwendest, geht es oder nicht.
Die neuen Märklin CS 2 und Booster erlauben die gemeinsame Masse, siehe
Vielen Dank für die zusätzlichen Infos, Lindi. Ich fahre eine MS2 und habe letzte Woche die Masse mit dem Viessmann Lichttrafo verbunden - soweit scheint alles zu funktionieren. Weichen und Signale schalten, Licht ist da wo es sein soll.
Zitat von northstarVielen Dank für die zusätzlichen Infos, Lindi. Ich fahre eine MS2 und habe letzte Woche die Masse mit dem Viessmann Lichttrafo verbunden - soweit scheint alles zu funktionieren. Weichen und Signale schalten, Licht ist da wo es sein soll.
Hallo Wie fährt sie sich denn so ? Wie sind die Langsamfahreigenschaften und wie beschleunigt sie, kommt sie auf ihre Endgeschwindigkeit ?
Dort wird es dezidiert verboten, eine gemeinsame Masse anzuschließen.
Hallo Dabei geht es aber um die durchgehende Masseverbindung zw. Zentrale/Booster bzw. Booster/Booster, wie bei Märklin mit der CS2 60173 und teilweise noch 60174. Die wurden kostenlos umgetauscht als es Märklin eingefallen ist, daß M- Gleise und Blechwagen gibt und somit eine wirksame Trennung nicht möglich ist. Das hat aber mit der Frage des gemeinsamen Rückleiters mit einem zus. Trafos wie bei der Beleuchrung eines Prellbocks nichts zu tun. Das kann jederzeit so gemacht werden.