RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#1 von rennegade , 15.05.2016 22:18

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit eine ROCO 50er Nr. 68247 zugelegt, das ist die 50er mit zwei Domen und Normaltender in WS-Ausführung. Aus Zeitgründen konnte ich sie länger nicht testen. In der Lok ist ein Seuthe Nr. 11 (!) eingebaut. Heute fiel mir dann auf, dass der Schlot irgendwie schief saß. Bei näherer Betrachtung stellte sich dann leider heraus, dass dieser wohl infolge thermischer Einwirkung z. T. geschmolzen und verzogen war. Er ist eigentlich zweiteilig ausgeführt, beide Teile lassen sich jedoch nicht mehr trennen. Auch die im Kessel befindliche Halterung des Rauchsatzes scheint etwas abbekommen zu haben.. Wenn ich mir nun die entsprechenden Ersatzteile besorge, fürchte ich, dass ähnliches wieder passiert.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Mir fällt im übrigen auf, dass bei der genannten Lok im Gegensatz zu frühreren Modellen für die Rauchpatrone keine Metallhalterung existiert - ein Konstruktionsfehler? Bei früheren ROCO-Dampfloks gab es wenigstens eine Metallhülse!

Was mich zudem ärgert, ist der viel zu leise Sound des Zimo-Decoders. Bei Lautstärkeerhöhung durch CV-Änderung kommt es zu Verzerrungen.
Wer weiß Rat? Liegt der Fehler vielleicht in der Ansteuerung der Rauchpatrone durch den Decoder?

Gruß
ralph


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#2 von katzenjogi , 15.05.2016 23:47

Hallo Ralph,

hier ist eindeutig der falsche Rauchsatz montiert. Den Seuthe 11 darf man nur mit Zinkdruckgussschloten verwenden, da dieser nicht isoliert ist. Für die BR 50 von Roco müsste es eigentlich der Seuthe 12 sein, wenn ich nicht komplett falsch liege...

Liebe Grüße

Jürgen


 
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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#3 von FCrostifan , 16.05.2016 01:29

Hi,
ich hatte das Gleiche mit der Roco S3/6, mit "Werkseinstellungen". Ich gehe mal davon aus, das der Rauchsatz der 50er auch ganz im Kessel versenkt ist und der Schlot frei. Der entstehende heiße Qualm, sofort nach Austritt aus dem Rauchgenerator erhitzt den Kunststoffschornstein. So war es jedenfalls bei meiner S3/6.
Ich habe den Rauchsatz wieder ausgebaut.
mfG
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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#4 von maier ( gelöscht ) , 16.05.2016 03:55

Hallo!
Rauchgeneratoren sind "schwarze Kunst". Nur durch Einsatz des richtigen Dampferzeugers
(analog bzw. digital / Stromverbrauch). können Schäden am Plastgehäuse verhindert werden.
Seuthe bietet einen mit Schrumpfschlauch überzogenen Dampfgenerator an um solche Thermo-
schäden wie schmelzen zu verhindern.
MfG


maier

RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#5 von rennegade , 16.05.2016 12:04

Erstmal Danke für Eure Antworten.

Zitat
hier ist eindeutig der falsche Rauchsatz montiert. Den Seuthe 11 darf man nur mit Zinkdruckgussschloten verwenden, da dieser nicht isoliert ist. Für die BR 50 von Roco müsste es eigentlich der Seuthe 12 sein, wenn ich nicht komplett falsch liege...


Nein, Seuthe Nr. 11 entspricht genau der Herstellervorgabe von ROCO lt. BdA für Digitalbetrieb. Nr. 12 hat 2 Kabel und ist auch nicht isoliert.

Zitat
ich hatte das Gleiche mit der Roco S3/6, mit "Werkseinstellungen". Ich gehe mal davon aus, das der Rauchsatz der 50er auch ganz im Kessel versenkt ist und der Schlot frei. Der entstehende heiße Qualm, sofort nach Austritt aus dem Rauchgenerator erhitzt den Kunststoffschornstein. So war es jedenfalls bei meiner S3/6.
Ich habe den Rauchsatz wieder ausgebaut.


Dann liegt seitens ROCO eindeutig ein Konstruktionsfehler bzw. falsche Materialauswahl vor. Wie hast Du das Rauchprooblem dann gelöst? Einfach nur Verzicht ist bei dem Modellpreis für mich inakzeptabel, zumal der Einbau ja vorgesehen ist!

ralph


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#6 von WiTo , 16.05.2016 12:25

Hallo Ralph,

ich weiß jetzt nicht, in wie fern deine 50-er von der Grundkonstruktion baugleich mit meiner 053 ist, aber ich gehe mal davon aus, dass die ähnlich aufgebaut sind.

Ein Problem ist sicherlich der faktische Dauerbetrieb des Rauchgenerators, weil er sich, anders als bei anderen Herstellern, nicht separat schalten lässt, sondern nur in Verbindung mit dem Licht oder dem Sound.

Als erste Maßnahme habe ich den Brückenstecker für die Wahl der Kombination (gemeinsam mit Licht oder Sound) umgesetzt, so dass bei mir der Rauch nur zusammen mit dem Sound an ist. Mit Licht wird die Lok auch schon mal abgestellt, aber nicht mit Sound. Und dann muss da ja nicht ständig der Rauchsatz mitglimmen.

Dann habe ich, zunächst irrtümlich, eine Seuthe Nr 10 verbaut, der eigentlich garnicht für den Dauerbetrieb gedacht ist. Damit der aber nicht zu heiß wird, habe ich die Möglichkeit genutzt, die Spannung für den Rauchsatz individuell anzupassen. Bei dem Zimo Dekoder kann man für drei Betriebszustände (Stand, Beschleunigung, Fährt) individuelle Spannungen für den Rauchsatz definieren. Ich habe nur leider im Moment die CV nicht parat, müsste ich nachsehen. Ich glaube, dass CV 137 für den Stillstand vorgesehen war. Hier kann man einen Wert von etwa 90 (von 255) eingeben. Für Fährt steht CV 138, da kann man 190 eingeben und bei Beschleunigung gilt der Wert 139, wo man z. B. 230 als Wert eingeben kann. Näheres siehe Seite 29 der Betriebsanleitung des Decoders. Ggf. musst du noch die Betriebsart Rauch für Dampflok (Wert 72) in die CV für den gewählten Funktionsausgang schreiben. Nun weiß ich aber nicht, ob das auch in Kombination mit dem Licht (F0) geht, denn diese Funktionsweise wird nur aktiviert, wenn in den CV127 und folgende der Wert 72 eingetragen ist. CV127 steht hier jedoch für F1, so dass es sein kann, dass dieses Verfahren nur funktioniert, wenn der beschriebene Brückenstecker in der Lok umgesteckt wurde und der Rauchsatz nun mit dem Sound parallel funktioniert.

Für den Stillstand habe ich also den Wert so runter gedreht, dass nur eine leichte Rauchfahne aus dem Schlot kommt. Den größten Wert habe ich für die Beschleunigungsphase gewählt und etwas niedriger dann für das Fahren mit konstanter Fahrstufe. Das hat den schönen Effekt, dass der Rauch entsprechend der Betiebsphase der Lok erzeugt wird und als Nebeneffekt, dass eben der Rauchsatz nicht zu heiß wird.

Evtl. kannst du mit dieser Methode dein Problem - das ich so nicht kenne - gut in den Griff bekommen. Das sollte auch mit einem Seuthe Nr 11 funktionieren.

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)


Meine Anlage:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=121964

Computer hat man, um Probleme zu lösen, die man ohne Computer nicht hätte (für Modellbahnanlagen gilt sinngemäß das Gleiche).


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#7 von katzenjogi , 16.05.2016 14:34

Zitat von rennegade
Nr. 12 hat 2 Kabel und ist auch nicht isoliert.




Allerdings hat der Seuthe Nr 12 einen Konushülse aus Metall, welcher in den Kunststoffschlot eingeschoben wird bzw. diesen ersetzt. Wenn tatsächlich der Seuthe 11 von Roco empfohlen wird, haben die Roco-Konstrukteure wohl in letzter Zeit die Metallhülse für den Schlot eingespart. Denn der Seuthe 11 ist nicht für Kunststoffschlote geeignet, da er ja von oben eingeschoben wird und somit über die gesamte Länge des Schlotes Wärme abgibt.

Bei der BR 18.4 ist der Schlot ja schlanker, dadurch ist dort eigentlich auch ein Einbau von Unten vorgesehen.

Liebe Grüße

Jürgen


 
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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#8 von UP4001 , 16.05.2016 15:05

Hallo Ralph,

bei meiner 50 (Kab) besteht der Schornstein aus 2 Teilen, die beide abgenommen werden müssen um den Dampgenerator komplett im Metall des Kessels zu versenken. Damit hat der Generator keinen Kontakt zum Kunststoff. Bei mir war das Problem, dass der Generator nach Einsatz in das untere Teil des Schlots zwar hinein passte, aber das obere Teil nicht mehr einzustecken war.

Ein Bild findest Du hier:


LG

Horst

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MISSION IMPOSSIBLE – Vorstellung (meines Schattenbahnhofs)


 
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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#9 von FCrostifan , 16.05.2016 15:52

Zitat
ich hatte das Gleiche mit der Roco S3/6, mit "Werkseinstellungen". Ich gehe mal davon aus, das der Rauchsatz der 50er auch ganz im Kessel versenkt ist und der Schlot frei. Der entstehende heiße Qualm, sofort nach Austritt aus dem Rauchgenerator erhitzt den Kunststoffschornstein. So war es jedenfalls bei meiner S3/6.
Ich habe den Rauchsatz wieder ausgebaut.

Dann liegt seitens ROCO eindeutig ein Konstruktionsfehler bzw. falsche Materialauswahl vor. Wie hast Du das Rauchprooblem dann gelöst? Einfach nur Verzicht ist bei dem Modellpreis für mich inakzeptabel, zumal der Einbau ja vorgesehen ist!



Hi,
Ich habe die S 3/6 dann ohne Raucheinsatz belassen. Das Ganze ist schon einige Jahre her. Die Lok hatte noch einen ESU Decoder. Einstellungen (CV) konnte ich damals auch nicht ändern, hatte nur die Lokmaus 2. Seitdem habe ich keine meiner Dampfer mit Kunststoffkessel mit Dampf nachgerüstet.
mfG
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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#10 von rennegade , 03.07.2016 21:38

Hallo,

mittlerweile habe ich meine 50er repariert und mit einem neuen Schlot versehen. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass es die beiden Kunststoffteile des Schlotes nur in einer rel. teuren Packung mit weiteren Kesselteilen gibt...

Den Ausgang für den Rauchentwickler (F1) habe ich nun Dank FCrostifan gedimmt und hoffe, der Schlot schmilzt nicht wieder! Eine Frage habe ich allerdings noch:

Gibt es eine Möglichkeit den Grundsound des Zimodecoders von F1 auf eine andere Funktionstaste (z. B. F2) zu verlegen? Welche CV müssten dann geädert werden?

Gruß
ralph


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#11 von 40er-Fan , 05.07.2016 11:46

Hallo Ralph,

das ist die CV 310. Dort einfach die Funktionstaste als Zahlenwert (F1 = 1, F2 = 2) eingeben.
Weiteres findest du in der Originalanleitung von Zimo: http://www.zimo.at/web2010/documents/handbuch.htm

Der Decoder sollte ein MX645? sein, jedenfalls müssten die CV alle gleich sein. Die Anleitung ist allerdings nix zum schnellen überfliegen, die Einstellungen bei Zimo sind sehr komplex...

Viele Grüße,
Steven


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#12 von maier ( gelöscht ) , 06.07.2016 07:46

Hallo!
Die verschiedenen Raucheinsätze sind gewissermaßen volkstümlich ausgedrückt "Stromfresser".
Deshalb ist ein Dimmen Unsinn. Viel besser ist es einen Seuthe mit Schrumpfschlauch einzusetzen,
um ein schmelzen des Schlotes zu verhindern.
Da die Kontakttierung mit der verschiedenen Kontaktplättchen ohnehin immer ein Glücksspiel ist,
rate ich zu Seuthegeneratoren mit Lötanschluß.
Außerdem ist ein Schaltrelais für den Anschluß ein gutes Mittel um immer und beständig zu rauchen.
MfG


maier

RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#13 von rolfuwe ( gelöscht ) , 06.07.2016 09:49

Das ist für mich kein Thema mehr. Schon vor ~30 Jahren wurde der Schornstein meiner BR58 weich.
Einige Modelle u. die Anlage wurde durch das Rauchzeugs verdreckt. Die Reinigung nahm mehr Zeit in Anspruch als der Spaß an der Qualmwolke. Aber so etwas tut man sich doch nur einmal an :
Oder fahrt Ihr auf Ausstellungsanlagen u. wollt das Publikum begeistern? Das wäre ein akzeptabler Grund.


rolfuwe

RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#14 von maier ( gelöscht ) , 06.07.2016 10:06

Hallo!
Bin zwar kein Poet; will aber mal lyrisch antworten:
Gedicht von Bert Brecht
"Der Rauch


Das kleine Haus unter den Bäumen am See.
Vom Dach steigt Rauch.
Fehlt er
Wie trostlos dann wären
Haus, Bäume und See."

Und so ist es auch mit der Modelldampflok bzw. den "rauchenden Ungeheuern"
MfG (Diesel) von ESU.


maier

RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#15 von Erich Müller , 06.07.2016 12:34

Hallo,

Zitat von Maier

Die verschiedenen Raucheinsätze sind gewissermaßen volkstümlich ausgedrückt "Stromfresser".
Deshalb ist ein Dimmen Unsinn.



Auch wenn ich der Eingangsfeststellung zustimme: die Folgerung erschließt sich für mich nicht.
Wir haben doch auch Halogenlampen und Glühlampen gedimmt, und die sind auch Stromfresser.

Rolf-Uwe pflichte ich, was mich angeht, bei. Rauch gibt es höchstens mal, um die Kinder zu erfreuen. Wenn es schon drin ist... Aber das darf doch jeder halten wie der alte Nolte - und der hielt es, wie er wollte.


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#16 von maier ( gelöscht ) , 06.07.2016 14:44

Hallo!
Halogenlampen zu dimmen ist technischer Unsinn.
Der digitale (Spannung) Rauchgenerator raucht nur richtig mit voller Spannung.
Man könnte die "Heizung" im Dampfgenerator mit einer früheren Kochplatte vergleichen.
Da gab es auch beispielsweise halbe und volle Leistung. Das heißt der Topf kochte dem-
zufolge schneller oder langsamer; bzw konnte man ihn am köcheln halten.
Manche Modellbahner haben sogar analoge (geringere Spannung als digitale) Rauchgeneratoren
in ihre digitalen Loks eingebaut um mehr Rauch zu erzeugen; also das Gegenteil von Dimmen!
MfG


maier

RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#17 von Erich Müller , 06.07.2016 16:34

Hallo,

"technischer Unsinn" - das mag ja sein. Ohne Erklärung ist es eine Glaubenssache, in technischen Fragen ziehe ich Wissen und Verstehen vor - also mit Erklärung.

Die Ausführungen zur Kochplatte dagegen bestätigen eher das Dimmen, denn was tut der Stufenschalter an Omas Herd anderes? Und das Ergebnis ist ja auch vergleichbar: den Kocher so einstellen, dass nicht zu viel und nicht zu wenig gekocht wird. Auf der Lok eben: viel beim Anfahren, mittel in Beharrungsfahrt und wenig im Stand.
Ob ||-Digitalfahrer Raucherzeuger für analogen Einsatz in ihre Loks einbauen, entzieht sich meiner Kenntnis: für Märklin wird das empfohlen, wenn der Raucherzeuger über den Decoder geschaltet wird, aber nicht am gemeinsamen Rückleiter, sondern über das Metallgehäuse am Lokrahmen als Masse seinen Rückleiter hat. Da fehlt ihm nämlich quasi eine Phase des Stroms, ob nun die positive oder negative, habe ich vergessen. Und entsprechend ist der Strom geringer. Ist der Raucherzeuger direkt aus der Schiene gespeist oder vom Gehäuse isoliert am Decoder-Rückleiter angeschlossen, muss das Modell für Digitalbetrieb verwendet werden - das für analogen Betrieb würde überhitzen und wahrscheinlich durchbrennen.

edit: dummen in Dimmen korrigiert. Blöde automatische Korrektur.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#18 von maier ( gelöscht ) , 06.07.2016 17:15

Hallo!
Technischer Diskurs ist immer Vorteilhaft; aber ich denke hier reden wir von einem "Plastedampfer" (Roco Lok).
Was das viel beim Anfahren, mittel in Beharrungsfahrt und wenig im Stand kann mit anderen technischen Lösungen
wie Hallgeber am Gestänge der Lok realisiert werden.
Ich will hier nicht den "Klugscheißer" herausstellen; ich denke wir beenden hier den Diskurs.
Alle müssen nicht immer einer Meinung sein.
MfG


maier

RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#19 von rennegade , 06.07.2016 20:16

Hallo,

Zitat
Viel besser ist es einen Seuthe mit Schrumpfschlauch einzusetzen,
um ein schmelzen des Schlotes zu verhindern.
Da die Kontakttierung mit der verschiedenen Kontaktplättchen ohnehin immer ein Glücksspiel ist,
rate ich zu Seuthegeneratoren mit Lötanschluß.
Außerdem ist ein Schaltrelais für den Anschluß ein gutes Mittel um immer und beständig zu rauchen.



Schlechter Witz, da im vorliegenden Fall nicht zielführend! Versuch das mal bei einer ROCO 50er

Ich habe bei Zimo die Problematik geschildert und folgende Antwort bekommen:

"Sie sollten folgende CVs setzen, wenn Sie einen Rauchgenerator an einen ZIMO Decoder anschließen:

- Die entsprechende Effekt-CV des Funktionsausganges (siehe Seite 28, CV#125 bis CV#132) an dem Rauchgenerator dranhängt, auf Rauchgenerator (Wert 72 im Falle von einer Dampflok) setzen, z.B.: FA3 hängt der Rauchgenerator -> CV#129=72 setzen.

- Dann CV#137 bis CV#139 auf sinnvolle Werte (nicht 0!) setzen, um die Stärke der Rauchentwicklung einzustellen. Der Decoder nutzt hier eine PWM (https://de.wikipedia.org/wiki/Pulsweitenmodulation), damit nicht immer die volle Leistung (volle Schienenspannung) am Heizelement anliegt. Dies schont das Heizelement und verhindert auch das abbrennt.

- Die CV#353 ist dann als zusätzliche Sicherheit gedacht, falls man mal vergißt (z.B. Handy klingelt…), die Funktionstaste des Rauchgenerators wieder zu deaktivieren, wenn das Heizöl verbraucht ist. Daher z.B. CV#353=105.



Die genauen Werte für CV#137 bis CV#139 und CV#353 sind natürlich Geschmacksache, wichtig ist, dass keine eine Wert von 0 hat (weil 0 bedeutet in diesem Fall deaktiviert/nicht aktiv)."


Ich hoffe, diese Info hilft etwas weiter!

ralph


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RE: ROCO BR 50: Kunststoffschlot schmilzt bei Betrieb mit Raucheinsatz!

#20 von maier ( gelöscht ) , 07.07.2016 02:26

Hallo!
Was ist ein schlechter Scherz? Der Seuthe Raucherzeuger mit Schrumpfschlauch!
Wer sagt denn, daß ich einen Zimo Decoder verwende.
Viele Decoder gehen für viele Zwecke; und nicht immer sind "Effekte" zeilführend .
MfG


maier

   


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