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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#1 von Frogger84 , 23.06.2016 21:05

Hallo zusammen,

nach langem grübeln habe ich mich nun doch durchgerungen meine Bemo H0m Loks digital umzurüsten.
Bei ersten Tests hat sich herausgestellt, dass der Motor bei Vmax=255 immer noch sehr langsam unterwegs ist und die Stromaufnahme macht mich auch etwas stutzig.

zum Aufbau....
Lokdecoder: ESU LokPilot Micro V4.0 DCC und TAMS LD-G-32.2
Zentrale: DCC++ Arduino Mega mit Motor Shield Rev3 (https://github.com/DccPlusPlus)
Netzteil: Regelbar, eingestellt auf 15VDC und 1,5A Strombegrenzung
Steuerungssoftware: Rocrail

Die 15VDC werden in ein DCC Signal gewandelt und lassen sich am Gleis auch sauber messen (14V Eff). Die Lok kommt nur nicht viel über Rangiergeschwindigkeit wenn ich den Regler voll aufdrehe und die Stromaufnahme geht komischerweise auch nicht über 70mA.

Hat eventuell einer von euch noch eine Idee?

Gruß
Michael


 
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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#2 von Marky ( gelöscht ) , 23.06.2016 22:05

Hallo Michael,

kann sein, daß es beim ESU was bringt die CV 53 mal auf 255 zu stellen, oder es mal an einer anderen Zentrale (bei einem Modellbahnkollegen) zu testen.

Gruß Markus


Marky

RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#3 von SAH , 23.06.2016 22:21

Guten Abend Michael,


Zitat von Frogger84

nach langem grübeln habe ich mich nun doch durchgerungen meine Bemo H0m Loks digital umzurüsten.
Bei ersten Tests hat sich herausgestellt, dass der Motor bei Vmax=255 immer noch sehr langsam unterwegs ist und die Stromaufnahme macht mich auch etwas stutzig.
[...]
Die 15VDC werden in ein DCC Signal gewandelt und lassen sich am Gleis auch sauber messen (14V Eff). Die Lok kommt nur nicht viel über Rangiergeschwindigkeit wenn ich den Regler voll aufdrehe und die Stromaufnahme geht komischerweise auch nicht über 70mA.
Hat eventuell einer von euch noch eine Idee?



Zur Gleisspannung: die 14Veff deuten auf ein für DCC (Digitalsignal!) nicht geeignetes Messgerät hin; welches hast Du benutzt?

Zum Tempo: Markus (Marky) hat Dir eine mögliche Lösung genannt, vielleicht ist auch "nur" die Rangiergeschwindigkeit aktiviert (siehe Lopi4-Anleitung)?

Zur Stromaufnahme: welche Stromaufnahme hat das Modell im Analogbetrieb und wie hast Du die Stromaufnahme gemessen?

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#4 von Frogger84 , 24.06.2016 08:00

Guten Morgen,

danke erst einmal für die schnellen Antworten.

@Markus: Die CV 53 habe ich schrittweise mal auf 230 erhöht, die Veränderung hat aber leider nicht so viel gebracht. Hab mir zumindest gedacht, dass bei Werkseinstellung schon einigermaßen die Werte für die Motoren passen müssten.
Leider kenne ich keinen DCC Modellbahner in meiner Umgebung(Oberhausen/NRW), wenn aber nichts mehr hilft, dann werde ich wohl mal zu meinem MoBa-Händler fahren müssen

@Stephan-Alexander: Das DCC Signal habe ich gemessen mit einem Tektronix TDS 1002B (Digitalspeicheroszilloskop).
Auf die Idee mit der Rangierfunktion bin ich auch schon gekommen. Wenn Ich sie mit F3 aktiviere wird die Lok entsprechend noch langsamer, zudem hat der TAMS Decoder das gleiche Problem.
Zum Thema Stromaufnahme: Das Motorshield wird mit einem regelbaren Netzteil mit einstellbarer Strombegrenzung betrieben. Die Regelung habe ich auf 15VDC eingestellt und die Strombegrenzung auf 1,2A. Auf dem Netzteil kann ich am Display die Spannung und den Strom ablesen. Im DCC Betrieb zeigt mir das Display des Netzteils einen Strom von um die 70mA an. Das kommt auch hin, weil das Motorshield eine Rückmeldung an den Arduino gibt die ich seriell auslesen kann. Die Rückmeldung vom Motorshield erfolgt in V und laut Hersteller entsprechen 1,65V 1A Strom. Über die Serielle Schnittstelle lese ich einen Strom von 75mA aus. Bei Messung mit dem Oska an dem Rückmeldeanschluss vom Shield liegen 120mV an, was 72,3mA entsprechen würde.
Im Analogbetrieb ist der Motorlauf bei beiden Motoren tadellos und beim ESU Dekoder mit der Bemo-Lok sind bei 12V 250mA Stromaufnahme(ohne zusätzliche Verbraucher)

Um DCC besser zu verstehen habe ich den TAMS-Decoder direkt auf ein Steckbrett gesetzt und mit einem 12VDC Motor verbunden, den ich noch hatte. Dieser Motor hat aber einen sehr unruhigen Lauf.

Bin langsam echt ratlos was das angeht


 
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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#5 von Marky ( gelöscht ) , 24.06.2016 08:24

Zitat von Frogger84


....@Markus: Die CV 53 habe ich schrittweise mal auf 230 erhöht, die Veränderung hat aber leider nicht so viel gebracht. Hab mir zumindest gedacht, dass bei Werkseinstellung schon einigermaßen die Werte für die Motoren passen müssten.



Bin langsam echt ratlos was das angeht.......



Hallo Michael,

daß die Werte mit Werkseinstellung einigermaßen passen müssten, kann man halt nicht verallgemeinern. Ich kann hier fast nur für Märklin-Loks der Jahre vor 2005 sprechen und da sieht es so aus, daß (fast) alle Los mit diesen Werkseinstellungen viiiiieel zu schnell sind und ich Loks habe wo ich die CV 53 bis auf 40 runterschrauben mußte, damit eine vorbildgemäße Höchstgeschwindigleit daraus resultiert.

Jetzt nur eine Vermutung, da ich keine Bemo-Loks habe.Hier könnte es genau in die andere Richtung gehen---> die sind vom Getriebe her schon optimal abgestimmt, so wie es eigentlich wünschenswert/richtig ist. Märklin hat das m.M. nach (früher) nie interessiert. Schade eigentlich. Hier kann(fast) jede Lok 300 km/h und mehr

Kannst Du nicht mal zumindest versuchsweise mit 18 Volt probieren. Für den micro ist das noch passend und den Lokmotoren macht es sicher auch nix.

Edit: Von wie langsam reden wir eigentlich? Welche Lok /Vorbildgeschwindigkeit und wie schnell läuft sie momentan umgerechnet maßstabmäßig ?


Gruß Markus


Marky

RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#6 von moppe , 24.06.2016 10:57

Warum dieser niedriger Spannung?

14 Volt an Gleis, meinst 12,5 Volt in Decoder und 11 Volt an Motor. Aber der Lastreglung sollte auch "Spannungslos zeit" haben zum messen. Dieser zeit meint niedriger Spannung zum Motor.

Was passiert ob sie der Lastreglung abschalten?


Klaus


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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#7 von Frogger84 , 25.06.2016 08:15

Guten Morgen zusammen.

@ Markus: Das kenne ich auch noch von meiner Märklin Eisenbahn. Das erhöhen der Spannung auf 18V hat keinen effekt gehabt. Welche Geschwindigkeit in Km/h ist eine gute Frage, da ich das nicht gemessen habe. Die Lok war aber so langsam, das man es als Rangiergeschwindigkeit sehen konnte und umgesetzt auf Realgröße hätte man zu Fuß gut mit der Lok mithalten können.

@Klaus: Die Spannung von 15VDC habe ich gewählt um nicht gleich an die Grenze meiner Schaltung zu kommen. Mit dieser Digitalzentrale+Booster kann ich auf maximal 18V und 2A gehen, wobei Softwareseitig die Stromrückmeldung schon bei 3V (1,8A) abschaltet zur Kurzschlusserkennung. Die lasregelung abzuschalten wäre meine nächste Überlegung gewesen.

Ich am Freitag noch viel probiert und habe am Ende den Fehler gefunden. ops: Ich dachte die Anzahl der Faahrstufen gibt nur an, wie grob oder fein die zur Verfügung stehenden Fahrstufen zwischen 0 und Vmax aufgelöst sind. Nachdem ich in Rocrail die Anzahl der Fahrstufen von 14 mal auf 28 gesetzt habe wurde die Lok bei Reglereinstellung 100% bedeutend schneller. Und nachdem ich auf 128 Fahrstufen gegangen bin erreichte sie auch die aus dem Analogbetrieb bekannte Endgeschwindigkeit.
Den Grund dafür habe ich zwar noch nicht so recht verstanden, aber zumindest funktioniert meine Zentrale + Booster für 35€ damit vollständig

Gruß und einen guten Start in das Wochenende.
Michael


 
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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#8 von Marky ( gelöscht ) , 25.06.2016 09:16

Zitat von Frogger84
....Ich dachte die Anzahl der Faahrstufen gibt nur an, wie grob oder fein die zur Verfügung stehenden Fahrstufen zwischen 0 und Vmax aufgelöst sind. Nachdem ich in Rocrail die Anzahl der Fahrstufen von 14 mal auf 28 gesetzt habe wurde die Lok bei Reglereinstellung 100% bedeutend schneller. Und nachdem ich auf 128 Fahrstufen gegangen bin erreichte sie auch die aus dem Analogbetrieb bekannte Endgeschwindigkeit.
Den Grund dafür habe ich zwar noch nicht so recht verstanden, aber zumindest funktioniert meine Zentrale + Booster für 35€ damit vollständig




Moin Michael,


das ist auch normalerweise so. Selbst wenn die CV 29 im Decoder auf 2 steht und somit für 28 FS/128 FS passend ist und die Lok von der Zentrale mit 14 FS angesteuert wird so ist sie dennoch bei FS 14 genauso schnell wie sie es bei FS 28 wäre. Hier liegt wohl das Problem bei Rocrail, dazu kann ich aber nix sagen,da ich die SW nicht kenne.

Gruß Markus


Marky

RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#9 von Karl53 ( gelöscht ) , 26.06.2016 17:37

Hallo zusammen, Hallo Michael,

DCC++ unterstützt nur 128 Fahrstufen, das Problem liegt also in der Firmware der Zentrale, nicht an
Rocrail oder einer beliebigen Software. Werden nur max 24 bzw 28 Fahrstufen gesendet setzt DCC++ diese
nicht in 128 Stufen um.

Schönen Restsonntag wünscht

Karl


Karl53

RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#10 von SAH , 26.06.2016 20:08

Guten Abend Michael,

Zitat von Frogger84

Ich am Freitag noch viel probiert und habe am Ende den Fehler gefunden. ops: Ich dachte die Anzahl der Faahrstufen gibt nur an, wie grob oder fein die zur Verfügung stehenden Fahrstufen zwischen 0 und Vmax aufgelöst sind. Nachdem ich in Rocrail die Anzahl der Fahrstufen von 14 mal auf 28 gesetzt habe wurde die Lok bei Reglereinstellung 100% bedeutend schneller. Und nachdem ich auf 128 Fahrstufen gegangen bin erreichte sie auch die aus dem Analogbetrieb bekannte Endgeschwindigkeit.
Den Grund dafür habe ich zwar noch nicht so recht verstanden, aber zumindest funktioniert meine Zentrale + Booster für 35€ damit vollständig



Glückwunsch zu Deiner Lösung; das mit den Fahrstufen wusste ich auch nicht.
Eine Frage noch (aus reinem Interesse): ist nun die Stromaufnahme bei "normaler" Geschwindigkeit eher dem Analogbetrieb entsprechend?

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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SAH  
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RE: DCC++ Probleme mit Lokgeschwindigkeit

#11 von Frogger84 , 27.06.2016 18:37

Danke für die Erklärung Karl. O ist auch vollkommen plausibel, wenn man sich den Quellcode der Zentrale noch mal genauer angesehen hätte vor dem Einstellen der Fahrstufenzahl in Rocrail. ops:

@Stephan-Alexander: Ja, jetzt ist die Stromaufnahme ansatzweise identisch zum Analogbetrieb.

Habe grade mal einen Geschwindigkeitstest gemacht, und war sehr verwundert dass die Lok bei V_max=255 auf einem Testkreis bei 100% Fahrreglereinstellung die Geschwindigkeit vom Original so gut trifft


 
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