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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#1 von JeanLuc7 , 17.07.2016 14:21

Salut,
ich bin neu hier und wollte daher als erstes einmal meine Anlage vorstellen. Es ist eine Kleinanlage der Größe 3m x 1,60m, das Gleismaterial stammt weitgehend von Fleischmann (Standardgleis). Das rollende Material ist zweileitergeeignet und durchweg digitalisiert von Fleischmann, Roco, Liliput, Lenz, Piko...

Die Anlage ist 1986 (also vor 30 Jahren) auf einer Größe von 2m x 1,20m auf Basis eines Bauvorschlags von Vollmer entstanden. Diese Bauvorschläge waren in den 80ern in jedem Vollmer-Katalog zu finden und wurden auch als Sonderdrucke herausgegeben - und in einen davon habe ich damals mich auf den ersten Blick verliebt. Diese Bauvorschläge sind - herstellerbedingt - sehr gebäudelastig, aber das gefiel mir sehr gut, so dass ich versucht habe, den Geländebau und den (automatisierten) Modellbahnbetrieb möglichst gut zu verbinden. Die Anlage ist dann in mehreren Schritten auf die heutige Größe gewachsen.

Inzwischen fahren dort auf zwei "Kreisen" elf Züge, drei auf dem inneren, der über zwei Ebenen geht und insgesamt sieben auf dem äußeren, der zwei- bis dreigleisig ist über einen sechsgleisigen Schattenbahnhof verfügt. Die Steuerung erfolgt über eine Intellibox V1 und einen angeschlossenen PC mit der Software iTrain (über einen 17"-Touchscreen). Die Steuerung ist automatisiert, nach dem Starten kann ich mich vergnügt zurücklehnen und das Geschehen genießen - oder auch mal den einen oder anderen Zug austauschen, indem ich in die Steuerung eingreife. Es gibt dabei Gleise, die in beide Richtungen befahren werden, Güterzüge mit Kurzhalt und Personenzüge mit längeren Aufenthaltszeiten. Die dargestellte Epoche lässt sich nicht bestimmen. Es fahren viele Dampfloks (derzeit Baureihen 13, 18, 23, 24, 39, 41, 55, 78 und 86) und ein paar alte Dieselloks (alternativ V200 und ein Schienenbus). Die Dampfloks stammen bunt gemischt aus Reichsbahn- und DB-Zeit. Für die Wagen gilt ähnliches, da fahren ein paar alte Preußen, Reichsbahn und Bundesbahn gemischt - dann aber weitgehend passend zur Lok. Man erkennt, der vorbildgetreue Fahrbetrieb hat bei mir nicht die höchste Priorität, aber es soll gut aussehen.

Dafür habe ich eine Menge Arbeit in den Landschaftsbau gesteckt. Es gibt auf der Anlage kaum Freiflächen, dafür aber eine lange Häuserstraße, ein Fachwerkdorf und zwei größere Bahnhöfe. Die Häuser sind größtenteils mit Farbanstrichen gealtert und stammen hauptsächlich von Faller und Vollmer. Eine Industrieecke gibt es auch, sie teilt sich dem Platz mit einem Mini-BW mit Lokschuppen und Bekohlungsgleis.

Beim Design war mir wichtig, dass viele der engen Radien (R1/R2, wie üblich auf Anlagen dieser Größe) möglichst nicht sichtbar sind, so dass ein großer Teil des äußeren und auch ein Teil des inneren Kreises in Tunneln verschwinden. Dadurch sieht man wenige Kurvenfahrten und hat optisch den Eindruck, die Züge würden schon viel länger geradeaus fahren, als sie es wirklich tun. Ansonsten nutze ich das Blockstellenprinzip mit je einer freien Blockstelle zwischen den Zügen, so dass Auffahrunfälle de facto nicht mehr vorkommen.

Die Geschwindigkeiten der Züge sind angepasst an den Maßstab, sie rollen also eher gemächlich durch die Gegend. Dank lastgeregelter Decoder ist das ja auch auf Auf- und Abfahrten kein Problem mehr. Die Automatik ist eher konventionell, sie arbeitet mit Stoppstellen, an denen die Loks stromlos werden. Das ist vielleicht nicht die hübscheste Methode, aber sie harmoniert gut mit der digitalen Steuerung.

Und nun noch ein paar Bilder von der Anlage.

Es grüßt herzlich
JL7









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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#2 von Winterbahn ( gelöscht ) , 19.07.2016 08:49

Hallo Jean-Luc (?)

schöne Details hast Du auf Deiner Anlage. Zeig uns doch bitte noch ein paar mehr Bilder von Deinem Schaffen.
Ein Frage habe ich: bei 1,6 m Tiefe nehme ich an, Du hast die Anlage auf Rollen gebaut? Auf dem ersten Bild habe ich den Eindruck dass hinter der Rückwand und der Anlage noch Platz für einen Durchgang ist, auf dem vierten Bild steht die Anlage aber vor der "weiten" Stadtlandschaft der Hintergrundkulisse.
Hast Du da noch genügend Platz, um bei evtl. Betriebsstörungen überall heran zu kommen?

[s]Hast Du auch einen Gleisplan der Anlage?[/s]
Äh, sorry, vergiss die Frage, habe gerade das Bild von der Steuerungssoftware "entdeckt".

Ansonsten: gefällt mir, erinnert mich (im positiven SInne) an die Anlagen aus Katalogen oder die unter Glaskästen in Kaufhäusern und Bahnhöfen, aber mit sehr feinen Details ausgestattet.

Ich schätze, Du arbeitest seit 30 Jahren an dem Projekt und verfeinerst das Ganze nach wie vor?

Viele Grüße
Torsten


Winterbahn

RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#3 von Mornsgrans , 22.07.2016 23:33

Hallo <hier könnte Dein Name stehen>,
eine vollgestopfte Anlage und dennoch als Industriestadt im Rheinischen oder Schwäbischen durchaus plausibel.
Diese Anlagen-Bauweise war ja damals Gang und Gäbe. Die Anlagenpläne der Modellbaufirmen waren nicht so prickelnd, aber mit der Ausgestaltung konnte man punkten.

Der Übergang zum Hintergrund ist Dir sehr gut gelungen. Gerade bei der Beleuchtung wie auf dem vierten Foto ganz toll, weil er sich nicht "aufdrängt".

Bild 5 (Kohleverladung(?)) wirkt trotz der schwebenden Stütze und vorderen Gebäude-Ecke betriebsam - selbst bei nur zwei Preiserleins in "Action". Mir scheint, als hättest Du hier ein wenig die Gebäude und Träger gealtert.
(Der Plattenweg scheint wohl neu verlegt worden zu sein, damit der Arbeitssicherheit gedient ist )

Bei der Feuerwehr-Einsatz-Szene hast Du ja richtig in die Vollen gegriffen. Bei der Menge an Schaulustigen verwundert es nicht mehr, dass andere Bereiche fast menschenleer wirken Diese Szene ist richtig gut geworden, genauso wie die mit der Blaskapelle.

Bitte noch mehr Bilder, wenn möglich, vielleicht mit ein paar Erläuterungen.
Eine Frage noch: Beabsichtigst Du noch an der Ausgestaltung etwas zu ändern (Schotterung der Gleise etc.)?

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich


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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#4 von Morzi , 23.07.2016 08:48

Hallo!

Dicht bebaut.....aber mir gefällts sehr gut. Stell bitte noch mehrere Detailbilder ein.

Gruß
Martin


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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#5 von JeanLuc7 , 28.07.2016 14:07

Salut,

freut mich, dass die Anlage gefällt. Ich bin übrigens der Frank aus Berlin, nutze aber im Web überall den Namen JeanLuc7.

Zur Entstehung: Die Anlage hat 1986 klein angefangen, aber genau genommen sind ein paar teile noch älter: sie besteht insgesamt aus 6 Bauplatten, von denen die älteste (im Format 80x120cm) schon zu meiner allerersten Modellbahn gehörte, die damals noch mein Vater aufgebaut hat. Ich (damals 1968 ganze 4 Jahre alt) bekam sie nur rund um Weihnachten zu sehen. Ich begann mich erst mit etwa zehn dafür zu interessieren, als ich begriff, wie elektrischer Strom funktioniert. Die damalige Anlage (inzwischen auf 200x120cm gewachsen) hatte auch noch mein Vater entworfen, und ich habe sie dann weiter gepflegt, bis mir 1986 dieser Vollmer-Modellbahnvorschlag unterkam, den ich dann mit knappen Mitteln nachgebaut habe. Das schmale, leicht unscharfe Bild zeigt die Anlage in ihren ersten Wochen nach der Inbetriebnahme.

Seit dieser Zeit bin ich zweimal umgezogen, und die Anlage kam natürlich jedesmal mit. Die Fotos, die noch einen Hintergrund zeigen, stammen aus meiner vorherigen Wohnung; derzeit ist die Anlage hintergrundlos und liegt frei auf einem 1,15m hohen stabilen Holzrahmen. Der ist zwar nicht mit Rollen ausgestattet, aber mit Teppich beschuht, so dass die Anlage als ganzes auf dem Parkett herumgeschoben werden kann. So komme ich dann auch an den hinteren Bereich heran. Von den drei vorderen Seiten aus ist die Anlage weitgehend frei zugänglich, wobei inzwischen ein sehr stabiles Fahren möglich ist, wenn auch hin und wieder mal Kupplungen sich lösen oder eine Weiche hängen bleibt. Aber da kannte ich früher ganz andere Probleme.

Ich habe die Anlage in mehreren Bauphasen erweitert. Nach meinem ersten Umzug kam zunächst die lange Stadtstraße im Hintergrund hinzu, dafür fielen die einfachen Einfamilienhäuser weg; die Anlage wuchs dabei auf 200x145cm. Dann wurde links und rechts angebaut, und das nahm ich zum Anlass, die ANlage noch einmal komplett zu überholen. Bis 2003 waren noch alte Fleischmann-Weichen im Einsatz - und ich meine damit sdie wirklich alten mit den dicken, unübersehbaren Antrieben. Diese Weicehn wurden komplett ersetzt, ferner alles Schienenmaterial, das sein Lebensende erreicht hatte. Auffahrten wurden verlängert, damit auch kleinere Loks den Berg hinauf und hinunter kamen. So ziemlich alle Häuser aus 1986 und früher fielen der Renovierung zum Opfer. Inzwischen war Geld nicht mehr der bestimmende Faktor, so dass auch bessere Materialien zum Einsatz kommen konnten. Die Anlage war nun 300x145cm groß - und sie fuhr erstmals digital. Ich habe dazu alle alten Loks umgebaut und auch begonnen, neue zu kaufen oder zu ersteigern, so dass ich jetzt neben der Anlage auch noch ein paar Vitrinen voller rollendem Material habe.

Die letzte große Änderung stammt aus 2011, da kamen im Vordergrund drei zusätzliche Gleise hinzu, die die Anlage auf 300x160cm brachten und eigentlich kaum auffielen - den Spielspaß aber erheblich steigerten. Seitdem kann ich einfach zusätzliche Züge manuell fahren lassen und auch Züge im Automatikbetrieb austauschen. Das hat sich wirklich noch einmal gelohnt.

Ansonsten ist so eine Anlage ja nie fertig. In diesem Jahr kamen drei Signale hinzu, außerdem durften erstmals seit vielen Jahren wieder Dieselloks fahren (V200, BR641 und der Schienenbus). Derzeit investiere ich in elektrische Fleischmann-Profikupplungen, um die wenigen noch flackernden Wagenbeleuchtungen zu beruhigen. In den Jahren davor habe ich die meisten Beleuchtungen auf LED umgebaut.

Zur Beschotterung: Ich habe seinerzeit vor 30 Jahren erstmals geschottert und damals ein sehr einfaches Verfahren benutzt: Die Gleisstrecke schwarz gestrichen (wie alles, bevor es mit Gelände versehen wird), mit doppelseitigem Klebeband beklebt und die Schiene darauf gelegt und befestigt. Danach werden zunächst größere Steinchen (irgendeine BUSCH-Mischung ist das) draufgestreut und festgedrückt, danach kommt feines grau-schwarzes Streumaterial drauf, das ebenfalls festgedrückt wird. Zum Drücken nehme ich Styropor - da bleibt nichts hängen, und die Steine und das Streu sind sofort fest. Damit nicht genug: dieses doppelseitige Klebeband wird so fest, dass man die Schienen später nur mit Mühe lösen kann. Da wackelt dann gar nichts mehr. Der offensichtliche Nachteil: die Schotterschicht ist nicht allzu dick, das ganze wirkt sehr flach. Da es aber gut aussah, bin ich bei dieser Methode geblieben.

Die Gleise entstammen größtenteils dem Fleischmann-Standard-Programm. und da es das inzwischen nicht mehr gibt, habe ich den letzten Umbau mit PIKO-Weichen bewerkstelligt. Das passt nicht zu 100%, weil diese Gleise etwas schmäler sind, aber man bekommt es hin. Und an den messingfarbenen Goldton der Fleischmann-Gleise habe ich mich in den vielen Jahren gewöhnt. Ob ich da nochmal mit Farbe nachhelfe? Bin mir nicht sicher.

Die Häuser sind inzwischen komplett mit Farbe gealtert, meistens schon vor dem Zusammenbau. Ich nehme meistens eine dunkle Farbe und streiche Wände und Dächer. Dann wird sie noch vor dem Trocknen wieder heruntergerieben - und verbleibt natürlich in den Ecken und Kanten. Wenn alles trocken ist, gehe ich mit einem hellen Sandton nochmal drüber und wische über die Kanten. Damit entsteht ein sehr schöner Lichteffekt, der Ziegelwänden oder Mauervorsprüngen eine größere Tiefe gibt, als sie eigentlich haben. Leider kam ich erst in den letzten zehn Jahren darauf, und so gibt es noch ein paar Häuser, die aussehen wie aus der Schachtel. Aber es muss ja auch noch Potenzia für Verbesserungen geben.

So, jetzt gibt's noch ein paar Bilder. Bei einigen fehlen erkennbar vorne die drei neuen Gleise; die sind dann aus der Zeit zuvor.

Es grüßt herzlich
JL7/Frank


Inbetriebnahme 1986


Hinten rechts ein Blick aufs Hotel. Die Idee mit dem Kaschieren der Häusernähte durch Grünzeug habe ich im MiWuLa abgeschaut.


Nochmal rechte Ecke, altes POLA-Stadthaus


Ein Blick über die Dächer der Altstadt


Ohne Zäune fehlt ja was


Aufgang zum Rathaus


Der Biergarten hat inzwischen sogar eine Lichterkette


Blick vom vorderen Bahnhof in die Fabrikecke


Der Bahnsteig des oberen Bahnhofs


Eine der beiden Ecken am vorderen Rand mit Schloss


Der Finanzamt-Brand noch einmal von vorn


Der untere Bahnsteig, damals noch mit nur drei Gleisen


Der Gasthof, der den Biergarten betreibt


Eine kleine Reisegruppe


Und zuletzt ein par Teenager beim Frühabendbier. Damit es keiner sieht, haben sie sich unter einer Eisenbahnbrücke eingefunden.


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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#6 von Mornsgrans , 28.07.2016 22:13

Hallo Frank,
danke, dass Du die Entwicklung Deiner Anlage beschrieben hast. So oder ähnlich ging es wohl den meisten von uns.

Du hast sehr schöne Details auf Deiner Anlage eingebaut. Das eine oder andere könnte man sicher noch optimieren, aber die Eindrücke sind wirklich gelungen.

Besonders gut gefallen mir das Haus mit der bröckelnden Fassade (Bild 3), die Fabrik (Bild und das brennende Fianzamt.
Auch den in die Mauerecke pieselnden Zeitgenossen finde ich putzig. - Sogar an die alten Fernsehantennen auf den Dächern hast Du gedacht.

Die Lichtmaste am Bahnsteig finde ich persönlich etwas hoch geraten und an einigen Haus- und Mauerecken sieht man noch die Klebenähte/-spalten. Aber das sind nur Kleinigkeiten.

Der A-Klasse solltest Du aber noch den Stein aus der Fahrbahn rollen, sonst braucht er eine neue Radaufhängung (vorletztes Bild).

Wenn ich den Kfz-Fuhrpark (Iveco Feuerwehrauto und A-Klasse vs. Pferdefuhrwerk und alter VW-Krankenwagen) so sehe, gewinne ich den Eindruck, dass Dir die epochentreue unwichtig zu sein scheint - Hauptsache, es gefällt.

Grüße von der Ostsee

Erich


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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#7 von ACID , 28.07.2016 23:57

Hallo Frank!

Super schöne Bilder zeigst du

Dieses hier finde ich den Oberhammer.... Wenn da noch ein schöner schlichter Himmel als Hintergrund wäre, könnt ich es kaum von der Realität unterscheiden:



Wirklich mega!

Grüße,

Christian


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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#8 von Winfried Frey , 29.07.2016 07:25

Hallo Frank,

tolle Anlage!
Gerade die dichte Bebauung mit dem vielen Grün wirkt sehr stimmig und die Bahn fügt sich prima in die Umgebung ein.

Frage: Wie hältst Du die Anlage sauber? Wie staubst Du das ab, bei den vielen Details?

Gruß
Winfried Frey


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https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=89596


 
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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#9 von Miraculus , 29.07.2016 09:17

Morgen Frank,
bin grad über deine Anlage gestolpert. Auch von mir ein
Schöne Detailszenen und die glorreichen 80er herübergrettet

Gruß


Peter

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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#10 von JeanLuc7 , 29.07.2016 16:40

Salut und vielen Dank für die "Likes" Es freut mich, dass meine 80er-Anlage Euch gefällt.

Erich, was die Klebenähte und Spalten betrifft, gebe ich Dir völlig recht - das ist nach dem jetzigen Fertigungsstand vielleicht wirlich einmal der nächste Punkt, den ich mir vornehmen sollte. Denn gerade auf den Detailaufnahmen zerstört so etwas den schönen Eindruck - oder beschädigt ihn zumindest ein bisschen. Dazu gehören dann auch schiefe (weil wackelnde) Lampenmasten, Bäume und der Stolperstein am Mercedes.

Das Reinigen ist tatsächlich ein nicht unerhebliches Problem. Die Gleise halte ich durch regelmäßiges Fahren sauber; einige Wagen haben kleine Putzschilder (von Noch), die die Schienen polieren. Und der ganze Rest des Staubs muss dann halt von Zeit zu Zeit von den Lok- und Wagenrädern entfernt werden. Die Landschaft reinige ich mit einem Pinsel, wobei die Häuser vorher abgeräumt werden, soweit das geht. Elektrische Anschlüsse sind an den Häusern gewöhnlich gesteckt, so dass man so ein Haus mit nur drei Händen ganz prima entfernen und wieder aufstellen kann. Mit zwei Händen wird es schon schwieriger Der vom Pinsel zusammengekehrte Staub kann dann mit dem Staubsauger auf schwächster Stufe entsorgt werden. Und am Schluss muss natürlich der Staubsaugerbeutel noch durchsucht werden nach halbtoten Preiserleins oder anderen Kleinteilen. Manche Stellen sind schwieriger - ich habe beispielsweise die BUSCH-Straßenfolie genutzt, die sich selbstklebend gut verlegen lässt. Leider altert sie, und nach etwa zehn Jahren löst sich die Folie komplett auf, wenn man darüber streicht, und das sieht dann wirklich nicht mehr schön aus. Das wird ein Spaß, wenn ich demnächst mal irgendwann die Folie erneuern muss und die gesamte Szene am Finanzamt neu anordnen darf...

Generell finde ich, eine Anlage darf ruhig ein wenig Staub ansetzen und dadurch farblich etwas altern. Ich meine damit vor allem Gras und Bäume, die bei der Aufbringung oft unnatürlich kräftig leuchten. Wer von Euch schon mal Ballon gefahren ist, der kennt das: Ab einer gewissen Höhe sieht alles ein wenig heller aus, und genau dieser Effekt stellt sich bei der Modellbahn nach etwa 2-3 Jahren ein - den gesamten Staub bekommt man ja nie weg (ich jedenfalls nicht).

Die Epochentreue: Da bin ich tatsächlich sehr "flexibel". Es fahren Dampfloks aus Länderbahn-, Reichsbahn- und Bundesbahnzeit, dazu ein paar ältere Dieselfahrzeuge. Gleiches gilt für die Wagen. Ich achte darauf, dass Wagen und Lok zusammen passen, mehr aber nicht. Die Loks stammen aber alle aus (West-)Deutschland bis zur späten Epoche III. Elektroloks sind tabu, weil es keine Oberleitung gibt. Und wenn ich ganz ehrlich bin, gefällt mir das Farbschema der Deutschan Bahn auch nicht mehr - früher war alles viel bunter und individueller. Eine V200 mit ihrem einzigartigen Design wäre doch heute nicht mehr denkbar, ganz abgesehen davon, dass wohl keine dieselhydraulischen Loks mehr gebaut werden.

Und da andererseits auf der Anlage auch ein Audi TT und ein smart stehen (habe beide mal gefahren), kann ich notfalls immer den weißen hasen aus dem Zylinder ziehen und rufen: "Museumsbahntag"! Ich habe tatsächlich mal darüber nachgedacht, so etwas als hängende Banderole am Bahnhof zu befestigen als Werbung. Das scheitert bisher daran, dass Banderolen im Mini-Format sich einfach nicht so verhalten wie ihre großen Schwestern - schöne hängende Kettenlinien bekomme ich nicht hin. Aber vielleicht finde ich hier im Forum dazu einen Tipp - bin ja immer noch am Einlesen.

Anbei noch ein paar Fotos, die ich gerade eben gemacht habe (Tageslicht, Anlage aus). Auf einigen sieht man, dass der Staub schon wieder zuschlägt...

Es grüßt herzlich

JL7/Frank


Wie man defekte Signale weiterverwenden kann...

Der alte Wasserturm neben dem Bahnhof einmal in voller Größe

Smart und Audi TT einträchtig nebeneinander - und beide müssen dringend in die Waschanlage!

Leider schwer zu fotografieren - die Szene mit dem Toten im Gras

So sieht es hinter der Lokgarage für die Köf aus.

Die Fahrbahn der Auffahrt zum Dorf zeigt deutliche Abnutzungsspuren.

Verengte Straße. Die Baken blinken, aber die Bauarbeiter tun nie etwas.

Hinter dem Dorf war noch Platz für eine Wiese.


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RE: Meine Anlage - 30 Jahre alt und nach wie vor aktuell

#11 von Mornsgrans , 29.07.2016 18:03

Hallo Frank,
ja, so waren die alten Anlagen eben. Da kam drauf, was einem gerade gefallen hat. Schön, dass es noch welche gibt, denen epochentreue nicht so wichtig ist. - Hauptsache, man ist dabei konsequent!

Deine neuen Bilder gefallen mir wieder. Am besten ist das mit den umgelegten Vorsignal geworden.

Zitat von JeanLuc7
Leider schwer zu fotografieren - die Szene mit dem Toten im Gras

Makaber, makaber - aber das Bild ist gut geworden. Die Herren müssen nur mal etwas gegen ihre Schuppen unternehmen

Der arme Bahnarbeiter hat noch einiges an Steinen zu beseitigen, bis der Hubwagen wieder freigeschaufelt ist und die Baustelle ist auch gelungen: Absperrungen und niemand ist am arbeiten. Eine Frage zu den Warnbaken: Besitzen diese eine LED-Beleuchtung oder handelt es sich um Leuchtenatrappen?
Hast Du auch ein Bild vom Bus? Der scheint ja recht betagt zu sein und "riecht" nach einem Mercedes Bus aus den 50er - 60er Jahren.

Grüße von der Ostsee

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