RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#1 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 05.10.2016 12:53

Hallo,

Ich bin momentan dabei eine Roco H0 BR 140 in die Bundesbahn 140 162-9 umzugestallten.

Weil ich es lustig finde den Umbau Euch hier zu zeigen und gleichzeitig für mich selbst ein Bisschen festzuhalten habe ich jetzt diesen Thread eröffnet.

Ich werde so ab und wann ein Bisschen vom Fortschritt dieses Umbaus erzählen und dazu ein paar Bilder dazu einstellen.
Falls Ihr fragen oder Kommentar oder Ergänzungen dazu habt sind diese selbstverständlich herzlichst willkommen.
Ich bin sowohl kein Umbau- als auch kein Fotografierprofi. Ich mache diesen Umbau hier mit ziemlich einfachen Mitteln und eben auch nur aus Spass am Hobby. Wenn nachher dabei dann herauskommt dass ich eine- jedenfalls für mich- akzeptabele 140 162-9 auf die entstehende Epoche IV Anlage einsetzen kann wäre das wunderbar.


Zur Lok. Weshalb gerade die 140 162-9 ?

Als ich neulich bei einem Beschriftungshersteller einen Beschriftungssatz für eine BR 140 in ozeanblau/beige (Restposten) orderte hatte ich keine Ahnung was ich da genau bestellt hatte. Ich sah das Set und dachte mir das es irgendwann mal brauchbar sein könnte und für Euro 4,- im Angebot war ja auch okay.Dass es sich bei dieser Loknummer 140 162-9 um eine etwas besondere 140 handelte fand ich später erst im Internet heraus.

Auf Karsten Bornhöfft's Internetseite gibt es Info mit Bilder zu dieser Lok:
http://www.tur-tur.de/Eisenbahn/Guterzug...40%20162-9.html

Diese 140 162-9 möchte ich jetzt gerne (Zustand halbwegs 80iger Jahre) nachbauen. Die grosse Gummiregenrinnen an den Seitenwänden und die Tatsache dass die Lok auf der einen Seite 3- und auf der anderen 5-Äugig ist stellen die Herausforderung dar.

Bislang sind die Lokfronten und die Regenrinnen an- bzw umgebaut worden. Hier im Bild wurden diese mal kurz mit Grundierung angenebelt um unvollkommenheiten an den verspachtelten und geschliffenen Stellen zu verdeutlichen. Das gibt es noch einiges zu tun, aber der Anfang ist schon mal da.

Führerstand 1 mit den 4 separaten Lampen unten für Front-/Zugschlussbeleuchtung



Führerstand 2 mit unten den sogenannten Einfachlampen mit intergrierte Zugschlussleuchten. Inspiriert von User Mario (Cyberrailer) "BR140 mit zwei Gesichtern" klick==> viewtopic.php?f=27&t=141241 <== klick habe ich auch diese Nasen-OP an meiner 140 ausgeführt. Die umlaufenden Rangiertritte und -Handläufe müssen Platz machen für die modernen UIC-Griffe und -Tritte. Die alten Tritte wurden im Modell festgeklebt, die übersteheneden Reste abgetrennt. Dann wurden die Lokfronten samt Löcher der alten umlaufenden Handgriffen verspachtelt. Dann wurden für die neuen Griffe und Tritte/Aufstiege neue Löcher gebohrt.





Die grosse seitliche Gummiregenrinne wurde aus 0.3mm Messeningdraht geformt und mit Nitroverdünner an die Lokseitenwand befestigt.
Die umgebogenen Enden der Regenleiste wurden zur Sicherheit mit Sekundenkleber befestigt.





Bin dabei die Lok jetzt weiter zu lackieren. Wird demnächst fortgesetzt.



Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#2 von Der Krümel , 05.10.2016 13:51

Hallo Sven,

da hast Du Dir ja einen schönen Sonderling ausgesucht.
Und Deine Arbeiten sehen sehr vielversprechend aus.
Kompliment!


Viele Grüße
Hendrik


 
Der Krümel
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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#3 von Lokpaint , 05.10.2016 16:31

Hallo

Ja, die wird gut.

Ich werde die auch mal fertigen wenn die Zeit es wieder zulässt.
Dann werde ich aber loks mit Umlaufender Rinne nehmen. (weil hier noch vorhanden).
Das Vorbild ist noch sehr lange mit vorderen Griffstange und trittroste unterwegs gewesen. Diese reizt mir dann doch etwas mehr.
Das gegenstück werde ich dann zur Systemtechnik 110 umwandeln.

Gutes gelingen wünscht:

Bart


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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#4 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 05.10.2016 20:49

Hallo,

Vielen Dank für das Vertrauen

Hier wurde die Basisfarbe für die Lok angebracht:
3x eine dünne Schicht 61014 RAL 1014 Elfenbein seidenmatt 15ml 50/50 angereichert mit dem Elita Spezialverdünner.

Airbrush: Triplex von Gabbert mittlere Düse 0.35 mm


Führerstand 1



Führerstand 2






Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#5 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 05.10.2016 22:52

Hallo,


Da die 140 162-9 elfenbeinfarbigen Griffstangen an den Türen besass mussten die unbehandelten Metallteile der Roco 140 199-0 in dieser Farbe lackiert werden.

Weil ich sowieso schon mit der Farbe Elfenbein am arbeiten war habe ich gleich die beiden oberen UIC Frontgriffe (Kunststoff) der Lokfronten und die acht Roco Türgriffe aus Metall im gleichen Arbeitsgang mitgespritzt.
De Metallgriffe wurden vorher mit 2000 Nassschleifpapier bearbeitet und anschliessend noch mal gut entfettet.

Zum Brushen wurden die acht Handgriffe auf etwas dickerem doppelseitiges Klebeband fixiert. Das hält prima (keiner der Griffe ist während des Brushens umgefallen) und alle Stellen und Ecken der Griffstangen können so gut, ohne zwischendurch berühren zu müssen, vom Farbnebel erreicht werden.


Griffstangen für den Lackiervorgang vorbereitet und aufgestellt:


Griffstangen lackiert:





Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#6 von Lokpaint , 05.10.2016 22:59

Hallo

Das mit den griffstangen geht auch leichter.

Einfach "platt" auf Klebeband fixieren, und schräg von beiden Seiten spritzen.
Noch dem trocknen neues stück Klebeband, und die andere Seite auf derselben Weise lackieren.

Die Kunststoffteile mit Glasfaserradierer anrauhen. und erst nach dem anbau mit Pinsel lackieren.
Deine werden mit sicherheit Farbabplatzer bekommen bei der montage. Farbe haftet auf diese roco-Teile nicht wirklich.
Beige müsste ich noch genügend da haben. Packe ich den Fenster bei.

Bart


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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#7 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 05.10.2016 23:18

Hi, Du schon wieder flaster: ?

Da denkt man sich das Ei des Kolumbus gefunden zu haben...
Tja, Du bist ja halt auch ein Profi.
A propos Profi:
Bart, machts Du die silberfarbenen Akzente wie Lampenringe und Türgriffe mit Pinsel und Farbe oder auch, wie neulich bei den Regenrinnen erwähnt, mit einem DVD-Marker?

Danke und bis später,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#8 von Lokpaint , 05.10.2016 23:31

Hallo

Der Trick mit der Pinselrückseite. Drauf klicken



Türgriffe, Trittstufen etc. pinsele ich.

Bart


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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#9 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 06.10.2016 00:41

Hallo,

Die Lok hat Ihre zweite Farbe, das ozeanblau (oder heisst es türkis) untenherum, abbekommen.

Dafür wurde das elfenbein (oder heisst es beige) unten vorsichtig mit 2000er Nassschleifpapier ein Wenig aufgerauht.
Dann habe ich die Lok in Wasser mit Spühlmittel gereinigt und gut trocknen lassen. Danach wurde die Lok Abgeklebt und der Rahmen mit 0,4mm schmales Linierband versehen. Nach drei Sprühgängen war das blau für mein gefühl gut aufgetragen und konnte das Abklebeband wieder entfernt werden.
Optimal ist die Trennkannte nicht geworden aber für mich ist es okay so. Ist halt erst meine zweite Lok die ich in dieser Farbgebung lackiere und im Vergleich zu meinem BR 150 Umbau von vor 17 Jahren sieht man (zumindest sehe ich es) schon eine Verbesserung.
Leider besitze ich diese 150 nicht mehr. Sie ist in einem kurzen Augenblick von Unachtsamkeit von der Anlage heruntergestürzt und das war es dann auch. Da gab es nichts mehr zu repapieren.
Ich finde das bis heute immer noch schade. Ein selbstgetüffteltes Modell (wie schlecht gebaut auch immer) hat irgendwie halt einen viel grösseren (emotionellen) Wert als die teuerste Lok von der Stange.

Die BR150 ist vor vielen Jahren mal entstanden aus Unzufriedenheit mit der grünen 150 100 mit Regenrinne und Silberdach. Anlass für den Umbau damals waren die viel zu grossen Doppellampen, die zu grossen Frontfenstern und halt die Tatsache das es damals noch keine 150 in ozeanblau/beige gab:





Und das was mal die 140 162-9 werden soll:




Als nächstes ist der Umbragraue Dachspiegel dran. Bis dann.

Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#10 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 06.10.2016 08:49

Hallo,

Der Dachspiegel in umbragrau ist inzwischen auch fertig. Die Ränder wurden mit 5mm schmalen Streifen Abklebeband abgeklebt. Die Seitenwände inklusive seitlichen Regenrinnen wurden mit Papier abgedeckt und nicht mit Klebeband. Dies um auszuschliessen dass die Regenrinnen sich beim abziehen des Klebebandes sich versehentlich mit lösen. Das schmale Klebeband auf dem Dach und das Papier an den Seitenwänden wurden dann mit einfachen Tesafilm verbunden.
Die Ecken des Dachspiegels verlaufen nicht scharfkantig eckig sondern ein Wenig abgerundet. Dies wurde am Modell erreicht durch ganz kleine Stückchen Abklebeband im 90 Grad Winkel in den Ecken zu kleben.

Die von mir benutzte Basislok 140 199-0 (Roco 62346) war ab Werk falschlicherweise mit einem Dachaufsatz einer BR 110/139 versehen worden.
Bei dieser Variante Dachaufsatz sind links und rechts Lüftergitter in de grossen Haube angebracht. Der Dachaufsatz einer BR 140 besitzt diese Lüftergitter nicht.
Leider sind diese BR140 Dachaufsätze ohne Lüftergitter über Roco nicht mehr einzeln zu bekommen was mich dazu entschlossen hat die Lüftergitter vom 110er Aufbau mit Feile und Schmirgelpapier zu entfernen. Danach wurde der Dachaufsatz, zur einfachen Handhabung während des lackierens, von innen mit ein kleines Stückchen doppelseitiges Klebeband versehen und auf einem Bleistift gesetzt.


Die 140 162-9 hat jetzt ihren umbragrauen Dachspiegel:


Der nächste Schritt ist die Lok mit mehreren Schichten Hochglanzklarlack zu versehen. Hochglanz deshalb weil das für eine bessere Haftung der noch anzubringenden Decals sorgen soll.

Bei Klarlack hatte ich früher so meine Probleme. Machmal gab es so komische weisse Schlieren nach dem auftragen oder er hat sich nach einiger Zeit gelblich verfärbt.

Von Elita habe ich sowohl Seidenmatt- als auch Hochglanzklarlack an einem Test-Lokgehäuse ausprobiert und zum Glück sind beide "Symptome" bislang nicht aufgetreten.

Das ist das arme Testgehäuse (150 120-4 nach ein kleines Missgeschick Z-gestellt) dass schon einiges über sich ergehen lassen musste:




Heute also Klarlack-Tag.


@ Bart: Der Tipp mit der Pinselrückseite ist ja super !


Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#11 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 06.10.2016 12:22

Hallo,


So...da ist sie..die glänzende Speckschwarte... :








Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#12 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 07.10.2016 15:45

Hallo,

Leider läuft nicht immer alles so wie man das gerne möchte:

In meiner Begeisterung die seitlichen Lüftergitter der Dachhaube mit Schleifpapier zu entfernen habe ich wohl ein Bisschen zu viel an Material abgetragen.
Gerade jetzt wo die Lokteile in Hochglanz lackiert worden sind erkennt man am Dachaufbau deutliche "Dellen" dort wo einst die Lüftergitter mal waren. Auch ist dabei die kantige grosse Dachhaube an einigen Stellen abgerundet worden.





Anfangs dachte ich dass die kleinen (Verschluss-?) Elemente links unten am Dachaufbau bei dieser Schleif-Aktion auch noch ungewollt von mir gekürzt worden sind.
Dem ist aber nicht so, denn bei dem Dachaufbau der Roco 140 217-1 sieht das Ganze ab Werk genauso aus. :





Nichtdestotrotz stört mich jetzt der Anblick dieser selbstgebrutzelter 140iger-Dachaufbau. Ich werde den auf jeden Fall nicht einsetzten. Da muss leider doch noch ein anderer her.
Zum Glück ist das Teil nur am Lokgehäuse aufgeklipst und kann somit hinterher, nach dem lackieren in dem gleichen Farbton wie der Dachspiegel, der Lok wieder aufgesetzt werden.


Was ab jetzt noch an der Lok gemacht werden muss:

Gehäuse:

- Beschrifttungssatz anbringen (Die im Set enthaltenen blauen Führerstandsnummern werden durch beigefarbenen/weissen Exemplaren ersetzt)
- Silber lackieren: Lampenringe (ausser Einfachlampen) , Türklinken, Akzente an Scheibenwischer und Hauptschalter
- Schwarz lackieren: Regenrinnen
- Graubraun lackieren: Bufferbohlen
- Umbragrau: der neue Dachaufbau
- Farbe noch unbekannt(!) lackieren: die Lüftergitter der Bauart Schweiger
- Klarlack seidenmatt lackieren: Lokgehäuse komplett
- Anbringen: Sonnenrollos in den Führerständen

Fahrwerk:

- Graubraun lackieren: Drehgestelle + Teile zwischen den beiden Drehgestellen
- Radsatz mit beidseitig Haftreifen gegen Exemplar ohne Haftreifen austauschen

Lokrahmen:

- Decoder einlöten (Beleuchtung separat schaltbar; Schnittstelle wird dabei umgangen. Änderung an Hauptplatine)
- Schallkapsel einkleben
- LED der beiden oberen Lampen dimmen; bekommen jeweils einen neuen SMD-Widerstand.
- Beleuchtung Einfachlampen Führerstand 2 ändern (intergrierte Schlussleuchten mini-SMD-LED in Lichtleitern). Änderung an der kleinen Platine.


Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#13 von Lokpaint , 07.10.2016 19:16

Hallo

Ich habe die Lüfteritter nun eindeutig als silberfarbig identifiziert.

Bild findet sich bei Nobbi, und auch hier.
Beachte die UIC Steckdose!

https://c3.staticflickr.com/6/5049/53058...7f8752c4e_b.jpg

Bart


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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#14 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 07.10.2016 20:08

Hi Bart,

Danke für den Link. Dieses schöne Bild hatte ich bislang noch nicht gesehen. Hier kann man tatsächlich die Farbgebung der Lüftergitter gut erkennen. Zum Glück dann doch silber und kein beige. Da fällt mir schon ein Stein vom

Ja. Tatsächlich war die UIC-Steckdose anfangs wohl in ozeanblau statt in beige gehalten.

Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#15 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 11.10.2016 11:13

Hallo,

Habe inzwischen wieder ein Bisschen am Lokgehäuse gearbeitet.
Dieses Mal waren die kleinen Akzente dran:

- die UIC-Steckdosen an de Fronten angebracht nachdem diese vorher gut entfettet und per Airbrush lackiert wurden.
- die Auftritte unter den Führerstandtüren wurden lackiert.
- die Lampenzierringe ebenfalls; 6x silberfarben, 2x beige.
- die Türklinken silberfarben lackiert
- die 4 Regenrinnen schwarz lackiert
- das Lokgehäuse, nach gut trocknen lassen der obigen Arbeiten, noch mal in Hochglanzklarlack lackiert.

Hier das Gehäuse mit den lackierten Details.
Das Hauptmerkmal dieser Lok, die langen seitlichen Gummiregenrinnenleisten über den Lüftern, kommen jetzt nach dem Lackieren erst richtig gut zum Vorschein:





Im Nachhinein bin ich doch sehr froh darüber die Regenrinnen erhaben ausgeführt zu haben statt, wie anfangs geplant, als auflackierte Zierlinie. Jetzt passen die seitlichen Regenrinnen von der Form her prima zu den Regenrinnen über den Frontfenstern. Hier die Regenrinnen bei Führerstand 1....




....und hier bei Führerstand 2:




Die Lok glänzt immer noch wie eine Speckschwarte. De Hochglanzlack soll nachher dafür sorgen dass die Beschriftungen besser auf ihren Untergrund haften. Nachdem alle Decals angebracht sind wird das Gehäuse mit ein paar sehr dünne Schichten seidenmatt Klarlack lackiert damit erstens die Beschriftung nachher grifffest ist und zweitens der Glanzgrad abnimmt und die Lok nachher mehr matt wirkt.

Demnächst geht es weiter mit dem anbringen der Beschriftung.
Fragen/Bemerkungen/Tipps sind immer sehr willkommen.

Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#16 von Dschowy , 12.10.2016 13:28

Interessanter Umbau!

Welches Equipment benutzt Du? Ich habe auch irgendwann vor, die ein oder andere Lok zu restaurieren. Zum Entlacken scheint ja der Air Eraser gut geeignet zu sein. Aber dann gehts weiter. Welche Grundierung, entsprechende Lackierpistole, Farben, verdünnen usw....


_______________________________________________________________________________________________

Peter


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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#17 von Der Krümel , 12.10.2016 15:39

Tolles Projekt und hervorragende Umsetzung, Sven!


Viele Grüße
Hendrik


 
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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#18 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 12.10.2016 20:44

Zitat von Dschowy
Interessanter Umbau!

Welches Equipment benutzt Du? Ich habe auch irgendwann vor, die ein oder andere Lok zu restaurieren. Zum Entlacken scheint ja der Air Eraser gut geeignet zu sein. Aber dann gehts weiter. Welche Grundierung, entsprechende Lackierpistole, Farben, verdünnen usw....




Hi,

Grundierung, Farben und Klarlack: Elita Life Colours
Farben zum Altern: Tamiya Acryl X und XF
Verdünnung: Elita Farben => Elita Spezialverdünner (leider nur den, weil ich halt noch keinen billigen Ersatz gefunden habe)
Verdünnung Tamiya Farben => Isopropylalkohol
Lackierpistole: Triplex von Gabbert (für dieses Modell 0.35mm Düse verwendet).
Kompressor: Sil-Air 20-A

Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#19 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 12.10.2016 20:51

Zitat von Der Krümel
Tolles Projekt und hervorragende Umsetzung, Sven!



Danke Hendrik,

Für mich auch keine alltägliche Arbeit aber ich versuche es halt so gut wie ich kann. Man lernt halt immer wieder dazu. Nächstes Mal würde ich bestimmte Sachen wieder anders machen.
Mit Hilfe von den Mobakollegen hier und anderswo wird das Projekt schon schief gehen.

Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#20 von Lokpaint , 12.10.2016 21:16

Zitat von Sven Kerkvliet


Verdünnung: Elita Farben => Elita Spezialverdünner (leider nur den, weil ich halt noch keinen billigen Ersatz gefunden habe)




Hallo

Elita verdünnung habe ich noch nie probiert.
Entweder nehme ich Nitro-verdünnung oder diese:
http://www.kremer-pigmente.com/en/solven...tate-70330.html
Stinkt süßig, ist also vieleicht dasselbe als elita? Keine ahnung

Ich lackiere ohnehin kaum mit elita. Ich finde die doch recht schwierig im Umgang. Wird wohl der Verdünnung geschuldet sein.

Hast du die Regenrinnen mit dem Japan Stift nachgezogen?

Bart
(Fenster und Griffe sind unterwegs)


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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#21 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 13.10.2016 01:28

Zitat von Lokpaint



Hallo

Hallo

Elita verdünnung habe ich noch nie probiert.
Entweder nehme ich Nitro-verdünnung oder diese:
http://www.kremer-pigmente.com/en/solven...tate-70330.html
Stinkt süßig, ist also vieleicht dasselbe als elita? Keine ahnung

Der Geruch von Elita Verdünnung ist leicht süssig, aber ob das gemisch genau das gleiche ist wie das von Kremer weiss ich jetzt nicht.
Ich habe bislang nur im Internet gelesen dass bislang noch kein guter "Ersatz" für den Elita Verdünner gefunden wurde.


Ich lackiere ohnehin kaum mit elita. Ich finde die doch recht schwierig im Umgang. Wird wohl der Verdünnung geschuldet sein.

Ich vermute mal letzteres. Mir gefällt das Gemisch Elita + Elita Verdünner für den Airbrush sehr gut. Ich habe aber auch ein wenig mit Elita Farben kombiniert mit anderen Verdünnern ausprobiert, aber bislang ist noch nichts Positives dabei heraus gekommen

Hast du die Regenrinnen mit dem Japan Stift nachgezogen?

Ja habe ich, auch das war ein guter Tipp von Dir:

Der "Pilot CD DVD Twin Marker":



Dieser CD/DVD Marker hat eine Spitze von 0.3mm + 1.0mm. Mit dieser 1.0mm Spitze schräg angesetzt lassen sich die Regenrinnen sehr gut bearbeiten. Man sollte aber trotzdem sehr vorsichtig vorgehen. Falls mal was daneben geht lässt sich der Fehler nur noch ganz schlecht, oder gegebenfalls gar nicht mehr (ausser noch mal beige lackieren) beheben.

Gruss,

Sven



Bart
(Fenster und Griffe sind unterwegs)


Super!Danke Dir

[/i] .


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#22 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 14.10.2016 00:58

Hallo,

Heute War die Beschriftung dran:
War, wie bereits erwähnt, noch ein alter Restposten von Kreye.



Blöderweise lief gleich zwei Mal etwas schief beim Anbringen der Loknummer. Beim justizieren auf einem mit Weichmacher benetzen Untergrund wurden die Decals so von mir beschädigt dass sie damit leider unbrauchbar wurden.
Die restlichen Decals des Bogens konnten Problemlos angebracht werden. Jetzt hat die Lok keine Betriebsnummern an den Lokfronten. Schade aber kann wohl mal passieren. Jetzt muss ich mich erst mal um neue Betriebsnummern kümmern denn unglücklicherweiser ist der obige Beschriftungssatz nicht mehr zu haben.

Die ozeanblauen Führerstandsnummern wurden nicht verwendet. Dort sollen weisse/beigefarbene Exemplare hin. Auf die AEG-Fabrikschilder werde ich wohl verzichten müssen. Am Vorbild wurden keine angebracht.

Jetzt steht das Projekt leider erst mal richtig still.

Gruss,

Sven


Sven Kerkvliet

RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#23 von Cyberrailer , 18.10.2016 23:06

Hallo Sven

Toll, das ich dich inspirieren konnte.
Die Lok ist absolut genial.
Regenrinnentechnisch kann ich wieder was bei dir lernen

Das mit den Loknummern ist kacke.
Leider ist Nothaft bei weitem nicht so gut wie Kreye es war.
Und die anderen können auch nur in bunten punkten drucken...
Wohl dem, der was bei Kreyes Restbeständen findet !

Emfehlen kann ich dir trotzdem den Herrn Hartmann (Orginal).
Die beige gedruckten Decals von ihm sind recht brauchbar !

Gruß Mario


Schaut doch mal bei mir vorbei :

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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#24 von steve1964 , 18.10.2016 23:33

Tag Sven,
Chapeau vor deinem Projekt. Schade mit den Decals.
Ob ich diese Geduld - 20, 30 Arbeitsstunden hätte ? Eher nich...
Trozdem gucke ich solche Berichte gerne an. Irgendwie faszinierend .
VG
Steve
-


Ich baue, also bin ich.


 
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RE: Umbaubericht: die 140 162-9 in H0

#25 von Sven Kerkvliet ( gelöscht ) , 19.10.2016 00:11

Zitat von Cyberrailer
Hallo Sven

Toll, das ich dich inspirieren konnte.
Die Lok ist absolut genial.
Regenrinnentechnisch kann ich wieder was bei dir lernen

Das mit den Loknummern ist kacke.
Leider ist Nothaft bei weitem nicht so gut wie Kreye es war.
Und die anderen können auch nur in bunten punkten drucken...
Wohl dem, der was bei Kreyes Restbeständen findet !

Emfehlen kann ich dir trotzdem den Herrn Hartmann (Orginal).
Die beige gedruckten Decals von ihm sind recht brauchbar !

Gruß Mario




Hi Mario,

Danke. Die Idee um Nitroverdünnung zur Befestigung der Regenrinnen zu nehmen stammt, genauso wie die Idee mit der Färbung der Regenrinnen per DVD-Marker, von Bart.

Ja, es ist schon schade dass ich jetzt wegen den albernen Loknummern nicht weiter komme. Da habe ich leider beim anbringen nicht gut aufgepasst. Aber ich bin auf der anderen Seite schon froh dass ich bereits so weit gekommen bin. Es war eher ein Versuch um zu sehen was man so, mit relativ einfachen Mitteln, machen kann.

Danke für den Tipp mit der Firma Hartmann. Ich habe aber bereits Herrn Nothaft angeschrieben ob er noch was für mich erstellen kann. Mal sehen ob da noch was bei herauskommt. Von Vorteil bei Nothaft ist für mich persönlich dass ich ihm nicht alles vorher fotografiert und vermessen anliefern muss. Der Mann weiss Bescheid.

Gruss,

Sven


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