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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#1 von 111 111-1 , 26.12.2016 21:24

Hallo zusammen,

sicherlich sind auch einige von Euch auf der Suche nach preiswerten / günstigen Lösungen zur Digitalisierung ihrer (Wechselstrom-) Loks. Da ich bisher immer nur einzelne Berichte gefunden habe und die meisten Erfahrungsberichte sich eher auf teurere Decoder konzentrieren, wollte ich bewusst einmal die Tauglichkeit günstiger Lösungen testen. Für eine direkte Vergleichbarkeit der Eregbnisse habe ich hierzu drei Märklin-Loks gleicher Bauart verwendet. Vergleichsbasis ist der Märklin-Delta-Decoder (mit seinen bekannten Schwächen). Alternativ dazu sind zwei aktuelle (Jahr 2016) Tams-Decoder im Rennen: Der LD-W 32.2 für ca. 16 EUR erfordert keinen Motorumbau (Verwendung mit der Feldspule). Der LD-G 32.2 benötigt einen HAMO-Magneten anstelle der Feldspule (Gesamtkosten Decoder + HAMO-Magnet ca. 28 EUR). In allen Fällen wird der dreipolige Rotor beibehalten. Es fallen also für den Decoder-Einbau bzw. Umbau keine weiteren Beschaffungen (geändertes Motorschild o.ä.) an.
Der LD-W 32.2 kann den Motor mit 60 Hz und mit 480 Hz ansteuern. Angeblich soll die Ansteuerung mit 480 Hz eine bessere Motorregelung ermöglichen. Schauen wir mal...
Bei den LD-W 32.2 bzw. LD-G 32.2 habe ich jeweils decoderseitig die Höchstgeschwindigkeit auf ca. 175 km/h eingestellt (Vorbild 160 km/h + 10%).

Vorbereitung und "Testumgebung":
- drei Märklin-Loks BR 111, alle mit Trommelkollektor-Motor (DCM; dreipoliger Rotor) und augenscheinlich gleichem Getriebeblock.
- die Motoren aller drei Loks wurden zuvor gründlich gereinigt und auf Kugellager umgebaut, um mechanische Einflüsse weitgehend auszuschließen. Alle drei Getriebe liefen danach gleichmäßig und ohne spürbaren mechanischen Widerstand. Nach Motor-Zusammenbau und Decoder-Einbau wurde die Leichtgängigkeit erneut geprüft, neue Kohlen eingesetzt anschließend jeweils eine halbe Stunde in beide Richtungen eingefahren.
- Die folgend genannten Messwerte entstanden auf einem Rollenprüfstand von KPF Zeller mit ""Speed Cat" zur Geschwindigkeitsbestimmung (wobei dessen Mechanik und Genauigkeit... nun ja).


Ergebnis Märklin Delta-Decoder 670040
- lässt sich naturgemäß nicht einstellen; Licht leuchtet in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
- Ansteuerung nur im Motorola-Format möglich, 14 Fahrstufen
- Beschleunigung: In Fahrstufen 1 und 2 "knört" und brummt die Lok, bewegt sich aber nicht. Losbrechgeschwindigkeit je nach Zustand (warm/kalt und Fahrtrichtung) sehr unterschiedlich; erst ab Fahrstufe 3 oder 4 (teilweise erst 5) mit entsprechendem (bis brutalem) Anfahrruck. Bei Fahrstufe 3 sehr ungleichmäßig mit Tendenz zum wieder Stehenbleiben. Bei Fahrstufe 4 bereits 30 - 40 km/h; bei Fahrstufe 5 gleichmäßige Fahrt mit bereits 60 - 70 km/h.
- Fahrstufen 5 bis 14: Lok läuft jeweils gleichmäßig, aber mit sichtbaren Geschwindigkeitssprüngen zwischen den Fahrstufen. In Fahrstufe 14 beträgt Vmax umgerechnet ca. 190 km/h
- Abbremsen aus mittlerer bis höherer Geschwindigkeit: Lok fährt bis noch mit Fahrstufe 3 gleichmäßig, mit Fahrstufe 2 nur noch ungleichmäßig mit Tendenz zum Stehenbleiben, Fahrstufe 1 ist kaum nutzbar.
- Leistungsaufnahme bei Vmax (auf Rollenprüfstand; mit Licht; Angabe laut CS 2): ca. 0,35 A

Ergebnis Tams LD-W 32.2 mit 60-Hz-Ansteuerung des Motors
- Licht und zwei weitere Funktionen sind schaltbar, Motoransteuerung über verschiedene CVs einstellbar
- Ansteuerung im Motorola- und DCC-Format (28 Fahrstufen) möglich; hier: Ansteuerung im DCC-Format
- Beschleunigung: Losbrechgeschwindigkeit / Vmin je nach Zustand (warm/kalt, Fahrtrichtung, Anfahrkick) umgerechnet ca. 5 km/h, aber ungleichmäßig. Gleichmäßige Fahrt ab ca. 7 - 8 km/h möglich.
- Anfahrbeschleunigung und Bremsverzögerung beliebig und feinfühlig einstellbar, je nach Einstellung sind dadurch Geschwindigkeitssprünge ab Vmin kaum bis gar nicht wahrnehmbar
- verwendete CV-Werte: CV 2 für Vmin = 42, CV 5 für Vmax = 210, CV 9 für Motoransteuerung 60 Hz = 1, CV 65 für Anfahrkick = 48
- Leistungsaufnahme bei Vmax (auf Rollenprüfstand; mit Licht; Angabe laut CS 2): ca. 0,3 A

Ergebnis Tams LD-W 32.2 mit 480-Hz-Ansteuerung des Motors
- Licht und zwei weitere Funktionen sind schaltbar, Motoransteuerung über verschiedene CVs einstellbar
- Ansteuerung im Motorola- und DCC-Format (28 Fahrstufen) möglich; hier: Ansteuerung im DCC-Format
- Beschleunigung: Losbrechgeschwindigkeit / Vmin je nach Zustand (warm/kalt, Fahrtrichtung, Anfahrkick) umgerechnet ca. 5 - 10 km/h. Gleichmäßige Fahrt ab ca. 10 km/h möglich.
- Anfahrbeschleunigung und Bremsverzögerung beliebig und feinfühlig einstellbar, je nach Einstellung sind dadurch Geschwindigkeitssprünge ab Vmin kaum bis gar nicht wahrnehmbar
- verwendete CV-Werte: CV 2 für Vmin = 65, CV 5 für Vmax = 210, CV 9 für Motoransteuerung 480 Hz = 0, CV 65 für Anfahrkick = 75
- ... aber: Das Langsamfahrverhalten mit 60-Hz-Ansteuerung ist etwas feinfühliger regelbar
- Leistungsaufnahme bei Vmax (auf Rollenprüfstand; mit Licht; Angabe laut CS 2): ca. 0,3 A

Ergebnis Tams LD-G 32.2 mit HAMO-Magnet
- Licht und zwei weitere Funktionen sind schaltbar, Motoransteuerung über verschiedene CVs einstellbar
- Ansteuerung im Motorola- und DCC-Format (28 Fahrstufen) möglich; hier: Ansteuerung im DCC-Format
- Beschleunigung: Losbrechgeschwindigkeit und gleichmäßige Vmin ab geschätzt 3 km/h (Genauigkeit Speed Cat reicht für Messung nicht aus).
- Anfahrbeschleunigung und Bremsverzögerung beliebig und feinfühlig einstellbar, je nach Einstellung sind dadurch Geschwindigkeitssprünge ab Vmin kaum bis gar nicht wahrnehmbar
- verwendete CV-Werte: CV 2 für Vmin = 2, CV 5 für Vmax = 255, CV 65 für Anfahrkick = 0
- Leistungsaufnahme bei Vmax (auf Rollenprüfstand; mit Licht; Angabe laut CS 2): ca. 0,25 A


Mein Fazit:
Regelungstechnisch ist der Allstrom-Motor dem Gleichstrom-Motor unterlegen. Ein "dreipoliger Allstrom-Motor" in Verbindung mit einem Delta-Decoder kann dabei in keiner Weise überzeugen - er ist bestenfalls eine Notlösung, ältere Modelle weiterhin unverändert einzusetzen. Die Langsamfahreingenschaften sind unberechenbar (mal läuft die Lok mit Fahrstufe 3, mal erst ab Fahrstufe 5 und dann gleich mit umgerechnet 70 km/h); auch die deutlich sichtbaren Fahrstufensprünge und die geschwindigkeitsabhängige Beleuchtung machen einfach keinen Spaß.
Dass es trotz "dreipoligem Allstrommotor" wesentlich besser geht, zeigt der LD-W 32.2: Auch wenn dieser Umbau mit teureren Lösungen (Hochleistungsantrieb und z.B. Märklins mSD-Dekoder oder ESUs LoPi) bei Langsamfahrt nicht mithalten kann, so sind die Fahreigenschaften - auch in Anbetracht des Preises - aus meiner Sicht durchaus gut. Dabei würde ich die 60-Hz-Ansteuerung der eigentlich empfohlenen und voreingestellten 480-Hz-Ansteuerung vorziehen - es vermeidet auch ein eigenartiges Summen bei Fahrstufe 1 und 2. Wer seine Modelle gerne in "Schleichfahrt" beobachtet, für den ist diese Lösung aber sicher noch nicht optimal.
Erstaunlich ist das Fahrverhalten mit dem LD-G 32.2 inkl. HAMO-Magnet: Ein minimaler Anfahrruck ist sichtbar, mit den gewählten Einstellungen ist eine überwiegend gleichmäßige Fahrt bei umgerechnet ca. 3 km/h möglich - trotz des verwendeten dreipoligen Rotors. Für rund 28 EUR Gesamtkosten ist das ein absolut überzeugendes Ergebnis - dabei waren keine nennenswerten Anpassungen der Decoder-Voreinstellungen erforderlich. Dabei kommt der LD-G 32.2 den teuren (Hochleistungs-) Lösungen meiner Meinung nach schon sehr, sehr nahe.
Sofern es eine günstige Digitalisierung sein soll: Meine bevorzugte Lösung wäre bei gut erhaltenen Modellen der Umbau mit LD-G 32.2. Für Modelle mit deutlichen Gebrauchsspuren reicht aber auch sicher der Umbau mit dem LD-W 32.2.

Im Betrieb mit der Uhlenbrock-Zentrale war übrigens bei allen drei Varianten das "Decoder-Flackern" der Lampen kaum sichtbar. Im Betrieb mit der CS 2 wurde dagegen das Flackern leider sehr deutlich sichtbar. Zum Decoder-Umbau ist deshalb ggf. auch ein Lampenumbau (von der Fahrzeugmasse getrennte Rückführung des Stroms) zu empfehlen.

Viele Grüße
Wolfgang



Nachtrag (2.1.2017): Hier die von Stephan-Alexander gewünschten Messwerte





27.12.2016: Edith hat noch ein wenig Rechtschreibung korrigiert
02.01.2017: Messwerte eingefügt


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#2 von Dschowy , 26.12.2016 21:41

Danke für diesen ausführlichen Test. Bis jetzt hab ich ausschließlich LD-W32(.2) oder Motorumbau mit Lopi 4 verwendet, je nach Lok. Aber den LD-G32 werde ich auch mal in Verbindung mit dem Magneten verbauen.

Was mir generell bei den Tams LD-W auffällt, ist das Aussetzen und wieder anfahren. Das passiert auch auf dem Rollenprüfstand, kann also kein Kontaktproblem sein. Vor kurzem hatte ich den Fall, daß bei Vollgas die MS2 auf Stopp ging, weil da kurzfristig der Strom anstieg (Tams LD-W32.2). Nach Decodertausch (gleiches Modell) war das weg.
Ist das bei Dir auch vorgekommen?


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Peter


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#3 von 111 111-1 , 26.12.2016 22:04

Moin Peter,

Deine Beobachtungen habe ich hier nicht gemacht - aber schon mal anderweitig. Der Effekt ist auch mehrfach hier im Forum beschrieben worden.
Schuld daran war ein nicht gereinigter Rotor: Die Kollektor-Spalten hatten sich mit Kohle-Öl-Gemisch zugesetzt. Das ergibt einen Kurzschluss.
Prüfe doch mal den Motor und kratze die Kollektorspalten vorsichtig aus (Zahnstocher).
Ansonsten bitte auch mal prüfen, ob ggf. kurzzeitig andere Kurzschlüsse auftreten können (eingeklemmte oder frei liegende Kabel?).

Gruß
Wolfgang


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#4 von Dschowy , 27.12.2016 00:30

Hallo Wolfgang,

an die Kollektorspalten habe ich auch gedacht, aber den Antrieb hatte ich komplett gereinigt. Ich hatte sogar die Feldspule getauscht, weil ich dachte, daß da vielleicht ein Windungsschluß ist. Leider finde ich über die Suche nichts zu diesem speziellen Verhalten. Gabs da mal brauchbare Tipps, wie man da auf Fehlersuche gehen kann?


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Peter


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#5 von Erich Müller , 27.12.2016 10:11

Hallo,

da der Uhlenbrock 76200 preislich ungefähr im Bereich von LD-G32.2+"Hamo"-Magnet liegt (den echten Hamo-Magneten gibts aber nicht mehr ab Werk), wäre es interessant, ihn in diese Betrachtung mit einzubeziehen. Und falls du deine drei Loks mal SAH zum Testen überlassen wolltest... ?


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#6 von 111 111-1 , 27.12.2016 10:18

Hallo Peter,

Du schreibst zurerst, dass das Decoder-Problem generell beim LD-W (32.2?) auftritt - aber nach Decodertausch (gleiches Modell?) beseitigt ist.
Ist nur ein Decoder betroffen, oder sind es tatsächlich ("generell") mehrere? Bei einem Einzelexemplar kann es sich auch um einen defekten Decoder handeln.
Hast Du den betreffenden Decoder schon mal in einer anderen Lok getestet - zeigt er dort das gleiche Fehlerbild?
Wird der Decoder heiß?

Weitere Fragen:
- Wie verbaust Du Deine Decoder? Befestigst Du sie (wenn ja, wie?), liegen sie frei und/oder wie schützt Du sie gegen Kurschluss?
- Verwendest Du einen Stütz-Elko (tritt der Fehler auch ohne Elko auf?)?
- Ist die Kabelführung einwandfrei (keine blanken / scheuernden / eingeklemmten Stellen)?
- Tritt der Fehler auch auf, wenn das Gehäuse abgenommen ist?

Und in Bezug auf das "stotternde" Fahrverhalten: Wie steuerst Du den Decoder an (ich meine mich zu erinnern, dass ältere LD-W ein Problem damit hatten, wenn im DCC-Format nicht die richtige Fahrstufenanzahl ausgewählt wurde - dass erklärt aber nicht die Abschaltung durch Stromanstieg)?

Mehr fällt mir momentan nicht ein...

Gruß
Wolfgang


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#7 von 111 111-1 , 27.12.2016 10:32

Hallo Erich,

den Uhlenbrock-Decoder 76200 habe ich in einer nigelnagelneuen Lok von HAG verbaut (ebenfalls dreipoliger Allstrommotor). Denen sagt man ja eigentlich sehr gute mechanische Eigenschaften nach. Leider sind meine Erfahrungen mit dem Uhlenbrock-Decoder eher mäßig, weshalb er vorerst nicht in den Vergleich einbezogen wurde. Da der Uhlenbrock 76200 etwa so viel wie Tams LD-G 32.2 mit Hamo-Magnet kostet, scheint mir diese Lösung gegenüber der Allstrom-Variante auf jeden Fall besser zu sein. Aber ich habe auch schon daran gedacht, ihn in eine weitere Test-111 einzubauen (die 111 mit dem zickigen Delta-Decoder würde sich vermutlich sogar darüber freuen...). - Vielleicht ergänze ich den obigen Beitrag noch; dauert aber sicher ein paar Tage.

Gruß
Wolfgang


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#8 von Erich Müller , 27.12.2016 11:08

Hallo Wolfgang,

darauf bin ich dann mal gespannt.
"OOB" ist der 76200 allerdings nicht unbedingt sehr ruhmreich; ich habe an meinem ziemlich lange herumgedreht und muss da auch unbedingt noch mal ran (aber wahrscheinlich hebe ich mir das noch ein bisschen auf: ich muss noch steuerungsmäßig aufrüsten. ), aber ich finde doch die Qualität um einiges besser als Delta - für den Rest muss man eben vergleichen.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#9 von kurier63 , 27.12.2016 12:09

Hi Wolfgang, auch ich sag mal Danke für den Test.....hab ähnliche Erfahrungen gemacht! Ich verbaue den tams LD-W32 gern in den Modellen mit kleinem SK Motor.....der harmoniert wirklich erstaunlich gut mit dem Decoder! Bei der 111, bzw Loks mit TK Motor bevorzuge ich auch die LD-G32 Lösung mit dem hamo Magnet!


viele MoBa Grüße,
Michael

Sicher is' nix, außer dem Tod und der Steuer!


 
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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#10 von SAH , 27.12.2016 19:54

Guten Abend Wolfgang,

vielen Dank für Deinen Bericht, der eine echte Ergänzung zu anderen Tests ist!

Ein paar Fragen und Anregungen habe ich; zuerst die Fragen:
- Welche Schienenspannung hast Du mit Deiner CS2? (ungeregelte Dekoder sind sehr empfindlich auf die Schienenspannung)
- Die BR 111 hat zwar identisches Getriebe, doch die Originalläufer können sich unterscheiden; das hängt vom Artikel ab. Nennst Du bitte noch die Artikelnummern (DCM1 und DCM2 sind deutlich unterschiedlich im Fahrverhalten!)?
- warum DCC vs MMS?
- der Dekoder 670040 ist der Nachfolger des Typs 640040 und hat die Möglichkeit zu Zwischenfahrstufen (also insgesamt 27). In wieweit diese mit der CS2 explizit ansprechbar sind (wie bei der Tams EC) weiß ich nicht. Daher eine Frage/Bitte: wenn Du ein Modell von 0 beginnend auf mittlere Geschwindigkeit (50%) stellst, wie sehr unterscheidet sich das Tempo von 100% beginnend auf 50% reduziert eingestellt?
- Wie hast Du die CV2/CV65 bei den LD-W32.2 mit 50 bzw. 480 ermittelt?
- waren die Modelle ootB (frisch aus der Schachtel) oder in eingefahrenem Zustand?

Nun die Anregungen :
- ich bitte Dich darum, eine Geschwindigkeittabelle aufzunehmen.
- vorwärts/rückwärts sind identische oder unterschiedliche Geschwindigkeiten?

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#11 von 111 111-1 , 27.12.2016 23:48

Hallo Stephan-Alexander,

ich versuche mal, Deine Fragen soweit wie möglich zu beantworten.
Ein Hinweis vorweg: Die km/h-Angaben wurden - wie beschrieben - auf einem Rollenprüfstand von KPF Zeller und der "Speed Cat" ermittelt. Das Ding arbeitet augenscheinlich bei niedrigen bis mittleren Geschwindigkeiten ordentlich (ca. 10 bis 140 km/h), bei sehr langsamen Geschwindigkeiten und hohen Geschwindigkeiten aber nicht. Insofern sind die km/h-Angaben mit Vorsicht zu betrachten und können Scheingenauigkeit vermitteln. Die "Versuchsanordnung" genügt ganz sicher nicht wissenschaftlichen Ansprüchen - das soll sie auch nicht. Ich wollte lediglich sehen, ob und welche preiswerte(n) Digitalisierungslösungen zu zufriedenstellenden (oder sogar guten) Fahreigenschaften führen.

Nun aber zu Deinen Fragen:
- Schienenspannung laut CS 2: 18,6 V
- Lok 1: 33315 (111 158 mit Delta-Decoder; ohne Rücklicht für die Vergleichbarkeit für die Leistungsaufnahme mit "Licht nur vorne"); Zustand wie neu. Offenbar nur 14 Fahrstufen mit der CS 2 ansprechbar (jeweils deutlich hör- und sichtbare Geschwindigkeitssprünge). Bei Fahrstufe 7 (50%) werden ca. 130 km/h erreicht. Vorwärts/rückwärts in gleichen Fahrstufen unterschiedliche Geschwindigkeiten um bis 20 km/h (aber bitte an die ggf. unzureichende Genauigkeit der Speed Cat denken).
- Lok 2: 3172 (111 068 Farbversuch; mit LD-W 32.2 nachgerüstet); nur wenig gefahren. Vorwärts/rückwärts recht geringe Geschwindigkeitsunterschiede (5 - 10 km/h)
- Lok 3: 2859 (111 069 Farbversuchszug; mit LD-G 32.2 nachgerüstet); Zustand wie neu. Vorwärts/rückwärts nur geringe Geschwindigkeitsunterschiede (schon unterhalb der Messgenauigkeit???).
- alle 3 Loks jeweils beidseitig mit Kugellager, gereinigtem Rotor und Getriebeblock, leicht geölt, neue Kohlen, direkt vor den Tests jeweils 1/2 Stunde je Fahrtrichtung eingefahren.
- keine Unterschiede an den Rotoren sichtbar (wegen der - mir nicht bekannten - Unterscheidung DCM 1 oder DCM 2)
- LDW 32.2, Ermittlung CV 2 (Anfahrspannung/Mindestgeschwindigkeit) und CV 65 (Anfahrkick): Beschleunigung der Lok auf mittlere Geschwindigkeit und Absenkung der Geschwindigkeit auf Fahrstufe 1. Veränderung des Wertes von CV 2 jeweils um -1, bis Lok bei niedrigster Geschwindigkeit zu ruckeln anfängt. Anschließend Ermittlung des Wertes für CV 65, mit dem die Lok unter dem bereits ermittelten Wert für CV 2 anfährt. Vorgehen jeweils für beide Fahrtrichtungen und für 60 Hz / 480 Hz gleich. Für eine Fahrtrichtung braucht es einen etwas stärkeren Anfahrkick - das habe ich dann als Kompromiss so gelassen (es ist und bleibt immer noch Spielzeug...). Und im Vergleich mit dem Zicken-Delta ist das immer noch großartig
- LD-G 32.2: Die Werte für CV 2 und CV 65 führen in beiden Fahrtrichtung zu gleich gutem Fahrverhalten.

Eine Geschwindigkeitstabelle kriege ich frühestens kommendes Wochenende hin. - Aber: Nützt die Dir in Anbetracht der (Un-) Genauigkeit der Speed Cat und meiner eher hemdsärmeligen Vorgehensweise wirklich (oder erzeugen wir hier nicht Scheingenauigkeiten)?

Viele Grüße
Wolfgang


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#12 von Dschowy , 28.12.2016 00:21

Zitat von 111 111-1
Hallo Peter,
Hast Du den betreffenden Decoder schon mal in einer anderen Lok getestet - zeigt er dort das gleiche Fehlerbild?
Wird der Decoder heiß?

Weitere Fragen:
- Wie verbaust Du Deine Decoder? Befestigst Du sie (wenn ja, wie?), liegen sie frei und/oder wie schützt Du sie gegen Kurschluss?
- Verwendest Du einen Stütz-Elko (tritt der Fehler auch ohne Elko auf?)?
- Ist die Kabelführung einwandfrei (keine blanken / scheuernden / eingeklemmten Stellen)?
- Tritt der Fehler auch auf, wenn das Gehäuse abgenommen ist?

Und in Bezug auf das "stotternde" Fahrverhalten: Wie steuerst Du den Decoder an (ich meine mich zu erinnern, dass ältere LD-W ein Problem damit hatten, wenn im DCC-Format nicht die richtige Fahrstufenanzahl ausgewählt wurde - dass erklärt aber nicht die Abschaltung durch Stromanstieg)?

Mehr fällt mir momentan nicht ein...

Gruß
Wolfgang



Hallo Wolfgang,
vorhin hab ich den Decoder in eine DHG500 (Märklin 307 eingebaut, die sehr wenig gefahren ist. Da funktioniert alles wie gewohnt. Allerdings kommt es manchmal zu diesen für mich "Tams-typischen" Stehenbleibern mit Wiederanfahren. Das passiert auch auf dem Prüfstand und an völlig unterschiedlichen Stellen. Ich glaube einfach, daß der Decoder extrem empfindlich ist. Für mich ist das Ergebnis jedenfalls OK.

Den Decoder schütze ich normalerweise beidseitig mit nichtleitendem Material (dünne Pappe oder zugeschnittenes Plastik von Ausweisen, Material wie Kreditkarten). Damit hab ich auch gute Erfahrungen gemacht. Kurzschlüsse kann ich ausschließen. Bei dem Test hing der Decoder auch frei in der Luft.
Heiß wurde er nicht, daß ich wüßte.

- Stützelko hab ich keinen verbaut
- Kabelführung ist auch sicher
- Der Fehler ist ohne Gehäuse aufgetreten, weil ich umgebaute Loks erst mal offen auf den Prüfstand stelle, um Fahrtrichtung usw zu prüfen.

Die Lok lege ich in der MS2 als DCC-Lok an. Fahrstufen stelle ich auf 128.

Demnächst werde ich mal die Variante mit Hamo-Magnet und LD-G32 ausprobieren.


_______________________________________________________________________________________________

Peter


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#13 von 111 111-1 , 28.12.2016 01:12

Hallo Peter,

hast Du irgendwelche Entstör-Elektronik in der Lok (Drosseln)? Wenn ja, wo?
Drücken die Bürstenandruckfedern stark genug auf die Kohlen? - Hast Du die Kohlebürsten schon mal gewechselt?
Hast Du es schon mal mit einem Elko versucht, um eventuell vorhandene kleine Stromunterbrechungen überbrücken zu können (Weichen, Schmutz auf Schienen oder/und auf Rädern, brünierter / schlecht leitender Mittelleiter, brünierte Räder)?
Passiert das Ganze bei jeder Geschwindigkeit, oder z.B. nur bei Langsamfahrt?
Wie kriegst Du nach dem Stehenbleiben die Lok wieder zum Laufen? Fährt sie einfach so wieder los (nach welcher Zeit), oder änderst Du Fahrstufen, schiebst Du sie an o.ä.?

Viele Grüße
Wolfgang


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#14 von Dschowy , 28.12.2016 11:18

Hallo Wolfgang,

danke für Dein Interesse und Deine Mühe

Kohlebürsten sind neu, der Druck ist meiner Meinung nach stark genug. Ich sehe auch kein Bürstenfeuer.
Einen Elko hab ich in der Lok nicht getestet, weil in der Lok auch sehr wenig Platz ist, allerdings hatte ich das mit dem Elko mal bei einer Märklin Stromlinienlok (3089) probiert, weil die auch ein solches Verhalten zeigt. Das hat da aber keine Änderung ergeben. Deshalb schließe ich das Kontaktproblem aus, zumal das auch auf dem Prüfstand passiert.
Das passiert bei jeder Geschwindigkeit.
Die Lok fährt auch von selber wieder los, ohne spürbare Verzögerung.
An Entstörelektronik sind nur die beiden Kondensatoren zwischen den Kollektoranschlüssen sowie zwischen dem linken Kollektoranschluß und Masse. Irgendwo hab ich gelesen, daß die dran bleiben sollen. Wäre natürlich ein Versuch wert und könnte eine Fehlerquelle sein, daß da irgendeine Frequenz entsteht, daß zwischen dem Motoranschluß und Masse eine Art Kurzschluß entsteht. Da hätte ich auch selber draufkommen müssen und sollte das mal testen.


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Peter


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#15 von 111 111-1 , 28.12.2016 20:58

Hallo Peter,

Danke für die zahlreichen Antworten - allerdings bin ich nun selbst ziemlich am Ende mit meinem Latein.
Die Entstörelemente lass einfach da, wo sie sind - das ist schon richtig so.

- Du schreibst, dass Du den Decoder im DCC-Format betreibst - hast Du es schon mal mit Ansteuerung im MM-Format versucht?
- Hast Du schon mal die automatische Analogerkennung ausgeschaltet (CV 29)?
- Hast Du die Lok schon mal analog betrieben - und zeigt sich da der Fehler auch?
- Und hast Du ggf. auch schon mal einen Decoder-Reset durchgeführt?
- Sind die beiden Drahtenden der Feldspule mit dem Motorschild verbunden? (Das ist bei Uhlenbrock ja anders - da dürfen sie nicht angeschlossen sein, sondern müssen nur untereinander verbunden sein).
- Zu guter Letzt: Wie verhält sich die Beleuchtung, wenn die Lok stehenbleibt?

Vielleicht handelt es sich ja tatsächlich um einen Decoderdefekt - wenn es denn nur einen Decoder betrifft. Tams bietet einen Reparaturservice an (schau mal auf die Homepage bzw. die Anleitung auf Seite 45); vielleicht lohnt es sich ja (vor allem auch in Hinblick darauf, festzustellen, ob der Decoder tatsächlich defekt ist).

Viele Grüße
Wolfgang


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#16 von SAH , 29.12.2016 00:04

Guten Abend Wolfgang,

herzlichen Dank für die rasche Beantwortung meiner Fragen!

Nachfolgend ein paar Anregungen:

Zitat von 111 111-1

Nun aber zu Deinen Fragen:
- Schienenspannung laut CS 2: 18,6 V



Das erklärt die recht niedrigen Geschwindigkeiten
Geschwindigkeiten ermittle ich via Streckenlänge pro Runde / gestoppte Zeit. Die Genauigkeit liegt bei ca. 2% des Messwerts, siehe auch Genauigkeiten in der Modellbahn.

Zitat von 111 111-1

- Lok 1: 33315 (111 158 mit Delta-Decoder; ohne Rücklicht für die Vergleichbarkeit für die Leistungsaufnahme mit "Licht nur vorne"); Zustand wie neu. Offenbar nur 14 Fahrstufen mit der CS 2 ansprechbar (jeweils deutlich hör- und sichtbare Geschwindigkeitssprünge). Bei Fahrstufe 7 (50%) werden ca. 130 km/h erreicht. Vorwärts/rückwärts in gleichen Fahrstufen unterschiedliche Geschwindigkeiten um bis 20 km/h (aber bitte an die ggf. unzureichende Genauigkeit der Speed Cat denken).


Genau das ist dieser Zwischenfahrstufennachweis!
Die Stromaufnahme (Leistung = Stromaufnahme * Schienenspannung) ist beim Delta stark abhängig von der Fahrstufe, weil die Beleuchtung am Motorausgang hängt.

Zitat von 111 111-1

- alle 3 Loks jeweils beidseitig mit Kugellager, gereinigtem Rotor und Getriebeblock, leicht geölt, neue Kohlen, direkt vor den Tests jeweils 1/2 Stunde je Fahrtrichtung eingefahren.



dann sind 0,3A evtl. zuviel.
Lt. Dokumentationen sind in allen drei Modellen DCM1/231440 verbaut. Optischer Unterschied DCM1 vs DCM2: der DCM2 hat einen roten Farbfleck auf den Spulen.


Zitat von 111 111-1

Eine Geschwindigkeitstabelle kriege ich frühestens kommendes Wochenende hin. - Aber: Nützt die Dir in Anbetracht der (Un-) Genauigkeit der Speed Cat und meiner eher hemdsärmeligen Vorgehensweise wirklich (oder erzeugen wir hier nicht Scheingenauigkeiten)?



Da Du eine Betrachtung der Fehler bereits begonnen hast, ist das nicht hemdsärmelig; das wäre es nur ohne eine Fehlerbetrachtung.
Zum Delta: in den meisten Fällen habe ich die Modelle bereits mit FS 1 oder 2 zum Fahren gebracht; allerdings bei Schienenspannungen um die 22-23V (CS2) oder 23-24V (6021).
Dennoch: die LD-W32.2 sind die bessere Wahl im Fall der Trommelkollektormaschinen.

Zur Genauigkeit des Speed Cat: welche Angaben macht der Hersteller?

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#17 von Dschowy , 29.12.2016 01:21

Zitat von 111 111-1


- Du schreibst, dass Du den Decoder im DCC-Format betreibst - hast Du es schon mal mit Ansteuerung im MM-Format versucht?
- Hast Du schon mal die automatische Analogerkennung ausgeschaltet (CV 29)?
- Hast Du die Lok schon mal analog betrieben - und zeigt sich da der Fehler auch?
- Und hast Du ggf. auch schon mal einen Decoder-Reset durchgeführt?
- Sind die beiden Drahtenden der Feldspule mit dem Motorschild verbunden? (Das ist bei Uhlenbrock ja anders - da dürfen sie nicht angeschlossen sein, sondern müssen nur untereinander verbunden sein).
- Zu guter Letzt: Wie verhält sich die Beleuchtung, wenn die Lok stehenbleibt?




Hallo Wolfgang,
momentan läuft alles, nachdem ich mit den CVs rumprobiert habe. Das "Problem" tritt oder trat ja bei allen verbauten LD-W32 (.2) auf. Insgesamt habe ich 6 Loks damit umgebaut. Die Decoder sind mit Sicherheit nicht defekt. Ich vermute, daß da mehrere Faktoren mitspielen. Kontaktprobleme, Mechanik usw.
Was ich bei Gelegenheit mal teste, sind Ansteuerung im MM-Format und Analogbetrieb. Da ich den generell ausschalte, bin ich die Loks nie wirklich analog gefahren. Zumal das auch nicht empfohlen wird.
Decoder-Reset hab ich auch probiert.
Verdrahtung ist alles wie es soll.
An der Beleuchtung (LEDs) konnte ich in dem Moment nie ein Flackern sehen.

Was ich auf jeden Fall probieren will, ist der Umbau mit Permanentmagnet. Bis jetzt hab ich in den Loks vorwiegend Lopi 4 mit HLA-Set verbaut. Da es bei manchen Loks Platzprobleme gibt, weil der Magnet beim Umbauset so dick ist (warum auch immer), kam ich auf den Tams-Decoder. Daß der noch so günstig ist, war noch ein positiver Nebeneffekt. Dadurch wäre der Decoder auch super, um die kleinen Loks (KLVM, DHG500 usw.) zu digitalisieren.

Auf jeden Fall hast Du mir schon weitergeholfen.


_______________________________________________________________________________________________

Peter


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#18 von 111 111-1 , 02.01.2017 20:13

Hallo zusammen,

im obigen Beitrag sind nun die Messwerte abgebildet.

@ Peter: Das von Dir beobachtete Verhalten (plötzlicher Stopp und Wiederanfahren) habe ich heute bei meinen Messungen auch kennengelernt - allerdings beim LD-G 32.2. Eine Erklärung habe ich nicht dafür. Es trat bei mir in rund drei Stunden dreimal auf (immer nur in den höheren Fahrstufen).

Allerdings: Ich habe bei dem Tams-Decodern das DCC-Format verwendet. Der Decoder ist werksseitig auf 128 Stufen eingestellt - die CS 2 kennt aber offenbar nur 26 (???) DCC-Fahrstufen. Ob es daran liegen kann?

Gruß
Wolfgang


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RE: Delta, Tams LD-W 32.2 + LD-G 32.2 im direkten Vergleich

#19 von SAH , 04.01.2017 22:46

Guten Abend Wolfgang,

vielen Dank für Deine nun nachvollziehbaren Daten!
Nachfolgend einige Anregungen:

Zitat von 111 111-1





Zur Tabelle: die 14 FS des Delta-Dekoders sind das "Außengerüst", bei 27 FS sind Zwischenfahrstufen hinzugekommen. Daher sind die Daten besser vergleichbar, wenn in der Tabelle beim 670040 die Fahrstufen 1,3,5,7,9,... den DELTA-FS 1-14 zugeordnet werden. Damit stimmen die Geschwindigkeiten wieder deutlich besser.

Zum Delta-Dekoder im Digitalbetrieb: in seiner ursprünglichen Konzeption wird die Vorbildgeschwindigkeit bei mittlerer Fahrstufe (entspricht mittlerer Trafoeinstellung des Analogbetriebs und somit 12V :! genau erreicht. flaster: Diesem Konzept entspricht der Dekoder in vollem Umfang. Dies war auch nicht anders zu erwarten, da keinerlei Einstellungen möglich sind.

Zur Stromaufnahme: da die Beleuchtung des Dekoders an den Motorausgang gekoppelt ist, ist dessen Stromaufnahme fahrstufenabhängig. Es ist eine Abschätzung möglich, allerdings mit entsprechend großen Fehlern. Damit stellt sich die Frage: Abschätzung unter Angabe der Fehler, oder ein erneuter Test ohne Beleuchtung? Die Abschätzung kann ich Dir allerdings erst morgen geben (meine diesbezüglichen Seiten sind noch nicht den neuen Sicherheitseinstellungen angepasst, daher muss ich auf meinen offline-Rechner zurückgreifen).

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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