ich möchte einen modernen Autotransportzug darstellen und habe mir daher in den letzten Jahren sowohl die Wagen als auch das Ladegut (Autos) besorgt.
Da es sich um moderne Fahrzeuge handelt, möchte ich auch den von den Herstellern angebrachten Transportschutz darstellen.
In meinem Fall sind es keine Luxuskarossen, die in geschlossenen Wagen transportiert oder komplett verhüllt werden. Ich möchte lediglich den Transportschutz auf der Motorhaube und dem Fahrzeugdach anbringen.
Jetzt die Frage: Was nehme ich da am besten für?
- Den weißen Transportschutz zu lackieren finde ich eine Spur zu aufwendig, da müsste ich 72 Fahrzeuge demontieren und auf Grund der unterschiedlichen Farben würde es vermutlich nicht einheitlich decken.
- Eine Folie aufbringen halte ich persönlich für sinnvoller. Ist zwar auch viel Arbeit (144 Teile) aber es sind ja nur 2 verschiedene und man müsste die Autos nicht demontieren. Welche Folie könnte man hier nehmen? Müsste sehr dünn aber dennoch deckend sein und sollte sich an den Kanten nicht so schnell lösen.
#2 von
MarcelHarald
(
gelöscht
)
, 04.02.2017 13:12
Hallo Christian,
evtl. hilft Paketklebeband. Ist sehr dünn. Vielleicht lässt es sich fönen faltenfrei auf Haube und Dach aufbringen. Kleben tut es wie Sau. Danach in der gewünschten Farbe lackieren. Habe ich aber auch schon in weiß gesehen.
vielen Dank für eure Rückmeldungen und Ideen zur Umsetzung des Transportschutzes.
Ich denke, dass ich mir das "Oracover" mal genauer anschauen werde, da es viele Eigenschaften zu haben scheint, die ich benötige.
- da es auf betriebsfähigen Flugzeugmodellen haftet, sollte die Klebkraft der Folie mehr als ausreichend sein. - die Rollen lassen sich in beliebiger Größe verarbeiten - alle Einzelteile für Motorhaube und Dach können jeweils "als ein Teil" flächig ausgeführt werden (das klappt mit der TippEx-Maus leider nicht) - die Folie ist auch in weiß matt oder seidenmatt verfügbar, sie sollte nicht glänzen
einfach mal bei einem Flugmodellbauer, Club oder auch Händler nach einem Reststück fragen. Da werden beim Bespannen ganze Bahnen aufgelegt und der Rest abgeschnitten. Sollte zum Testen für h0-Autos reichen.
Also ich würde es erstmal mit stinknormalem weißem Isolierband versuchen. Ob die Stärke wirklich auffällt? Der Vorteil ist halt, das man es (analog der Fahrzeugtransportschutzfolie) wieder problemlos abbekommt. Bei Oracover/Oradecal wäre ich mir da nicht so sicher, das Zeug klebt Hölle...
LG Bernhard
Loks aller Hersteller, vorwiegend selbst digitalisiert ESU Lokprogrammer JMRI mit SPROG IIv4 CS3 + MS2
auch wenn Dir das lackieren zu mühsam wäre aber wie sieht es denn mit diesem Schutzlack für Modellbahnlacke aus. Ich hab jetzt keinen Namen parat, aber ich meine dieses Zeug, womit man beispielsweise beim Modellbau die Fenster von Flugzeugkanzeln anmalt, damit diese nicht vom Lack bedeckt werden, wenn man beispielsweise per Airbrush das Tarnmuster lackiert. Diese spezielle Farbe erzeugt doch auch einen weißen milchigen Film von einer gewissen Dicke, der a) ganz gut haftet und b) sich später problemlos entfernen lässt, ich hatte vor Jahrzehnten mal sowas von Revell, als ich noch Flugzeuge in 1:72 gebaut habe. Vorteil wäre hier, dass man eigentlich nur die unten befindlichen Autos herauspfriemeln müsste und man bei einem Fehler keine bleibenden Spuren hinterlässt....
Das zeug was du meinst heißt ColorStop von Revell! Is nen klasse Zeug! Sollte damit auch klappen!
Was ich testen würde wären schlicht kleine Stücke aus Taschentüchern passend auszuschneiden und sie mit einer Wasser-Weißleim Mischung auf die Autos zu heften! Dann "Fällt" die Folie über die Autos und wirkt nicht so hochglänzend künstlich wie die dicken Klebefolien zb... und du kannst noch hin und her schieben bis der Leim trocken ist! Geht bei Klebefolien jetzt nicht so gut! Verwende diese technik wenn ich komplette Autos einhülle das geht ganz gut eigendlich!
Ich seh die Fahrzeuge mit "Produktschutzmassnahmen" täglich bei mir im Werk.
Gibt ja mehrere Varianten: -Wachsschutz: Dieses müsste sich mit dem Abdecklack darstellen lassen. Wird aber heute immer seltener angewendet, weil das Entwachsen etwas mühsam für die Händler ist. -Partielle Folierung von exponierten Bauteilen (Heckspoiler, Motorhauben, usw.) Diese Folien sind weder faltenfrei supersauber beklebt noch akurat beschnitten. Klebefolie weiß, ungefähr seidenmatt. -Flexipack: Hier wird das Auto in einer Art Pyjama mit Sichtfenster und Reissverschluß für die Fahrertür eingepackt. Meistens nur bei sehr wertvollen Autos und/oder Fahrzeugen welche nach Übersee gehen, wobei hier auch die Empfangsländer ausschlaggebend sein können. Japaner schauen zum Beispiel bei deutschen Autos extremst genau nach Beschädigungen, Vereinigte arabische Emirate ebenso. Auch der Ami ist bei Neufahrzeugen pingelig (um die die Kiste dann binnen weniger Monaten in seinem Besitz versiffen zu lassen).
Wichtiges Detail welches immer zum Einsatz kommt ist ein kleiner aufgeklebter Schaumstoffklotz bzw. Streifen als Türkantenschutz der vorderen Türen, hintere Türen und Heckklappe/Beifahrertüre sind hingegen gerne mit Siegelaufklebern vorm unbefugten Öffnen "geschützt". Dies wird aber in HO etwas schwierig
So keine Alufelgen montiert sind, kommen die Autos auf nackten Stahlfelgen, die Zierkappen liegen dann im Kofferraum (ebenso wie eventuelle Fußmatten, Zigarettenanzünder, Ladeschale usw. gehören zum Zurüstpaket)
LG Bernhard
Loks aller Hersteller, vorwiegend selbst digitalisiert ESU Lokprogrammer JMRI mit SPROG IIv4 CS3 + MS2
um den mittlerweile etwas eingestaubten Beitrag hier mal aus der Versenkung zu holen...
Das Ergebnis der heutigen Feierabendsbastelei.
Das Dach und die Motorhaube wurden mit "Transportschutzfolie" foliert
So sieht das Ganze dann verladen aus
Damit wäre die Beladung des ersten Wagens erledigt. Ich plane den Zug mit insgesamt 6 Wagen.
Nun warten noch weitere 60 Golf VI auf die Beklebung mit 120 Folienstücken - da liegt noch etwas Arbeit vor mir.
Ich habe erst auch die Schutzfolie auf den Felgen nachgebildet. An sich relativ simpel, da ein handelsüblicher Locher ein exakt passendes Teil für die Felgenabdeckung auswirft.
Irgendwie gefiel es mir aber nicht wirklich... weiß auch nicht was mich genau gestört hat, dass Gesamtbild passte für mich dadurch nicht mehr.
Bei den Wagen handelt es sich um TA378 von Roco. Da ist eigentlich fast jedes Jahr eine Variante bei den Neuheiten dabei.
Ich habe mir aber über die Jahre einen "STVA"-Zug zusammengesammelt.
Bei der Folie handelt es sich um eine sehr dünne, seidenmatte, selbstklebende Folie. Da bin ich durch Zufall mal in einem Bastelgeschäft drüber gestolpert und habe sie einfach mal getestet.
Ich habe mir zunächst am Fahrzeug selbst mit einem Skalpell ein Muster angefertigt, das nun immer wieder einzeln auf die Folie übertragen und ausgeschnitten wird.
Ist zwar eine Schweinearbeit aber das Ergebnis entschädigt.
Sehr saubere Arbeit Aber bei so vielen geplanten Fahrzeugen würde ich das nicht von Hand machen wollen.
Es gibt viele Händler, die Folien plotten können, z.B. 1astylesticker oder decalstore. Diese benötigen meist nur ein monochromes Bild und die genaue Größe des zu plottenden Teils. Vielleicht können sie auch mit Technischen Zeichnungen was anfangen.
So kleine und einfache Formen kosten nicht viel und müssen dann nur noch aufgeklebt werden Zum Aufkleben nehme ich immer transparente Übertragungsfolie, damit geht es noch einfacher.