RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#1 von schnuffi02 , 04.03.2017 13:50

Hallo Experten gesucht,

habe meine alte E 41 mit einem 76200 von Uhlenbrock genau nach Anweisung bestückt - also die zwei Drähte von der Spule zum Schild entfernt, zusammengelötet und isoliert - den Kondensator von Masse zum Motorschild entfernt - die beiden weißen Drähte vom Decoder an die Spule des Motors angeschlossen - grün und blau an das Motorschild, wobei ich die Drossel zwischen blau und dem Motorschild darinnen gelassen habe - rot an den Schleifer und braun an Gehäusemasse - gelb und grau jeweils an die Lampen. Habe alles mehrmals kontrolliert !

Der Decoder lies sich dann mit der Intellibox II über die CV-Programmierung eine Loknummer zuweisen - Konnte dann auch alle Lokdaten des Decoders einwandfrei auslesen.

Jetzt zu meinem Problem: Habe dannach die Lok auf die Anlage gestellt , aufgerufen (Lichtfunktion ging einwandfrei an - bis auf ein leichtes flackern des Lichtes) - beim Umschalten der Fahrtrichtung wechselte auch das Licht - nur die Lok fährt nicht mehr sie brummt nur noch sobald ich Gas gebe.

Das ähnliche Verhalten hatte ich gestern als ich meiner kleinen KLVM ebenfalls einen 76200 spendieren wollte.

Die Decoder sind alle nagelneu aus Originalverpackung.

Was mache ich falsch - oder wo könnte das Problem liegen

Greife nach jedem Strohhalm und Danke schon mal


Grüsse aus dem Markgräflerland sendet

Wolfgang


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#2 von stefan59 ( gelöscht ) , 04.03.2017 14:50

Hallo Wolfgang,
ich vermute das Brummen ist mehr ein Summen oder gar Singen. Ich vermute auch, dass diese Lok noch die klassischen Lämpchen hat. Probiere einfach mal ohne Lampen, ob es dann besser geht. Der 76200 geht gut bei Diodenlampen, abrr bei den alten Lampen hat er
Mühe.
Gruß
Stefan


stefan59

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#3 von Erich Müller , 04.03.2017 15:08

Hallo,

wenn Stefans Annahme stimmt, lässt sich das durch Ausschalten der Beleuchtung schnell prüfen.

Sind die Bürsten beide richtig eingesetzt? Und wenn du sie herausnimmst, lässt sich die Lok dann leicht anschieben?

Wenn die Mechanik leichtgängig ist und die Bürsten eingesetzt mit den Federn drauf, und auch bei angehobenem Treibgestell läuft der Motor nicht an, dann ist noch zu prüfen, ob eventuell der Einsatz von Drosseln in den blauen und grünen Leitungen weiterführt, wie er in der Anleitung beschrieben wird.

Als letzte Piste: frühe Generationen des 76200 sind mit dem SFCM (der in der KLVM und frühen Serien der 3034/3037 verbaut ist) reihenweise in Rauch aufgegangen. Dieser Motortyp scheint sehr viel Strom zu verbrauchen. Da hat Uhlenbrock aber nachgebessert, und ich habe einen Freund, der seinen 3016 (Schienenbus) mit diesem Decoder ausgerüstet hat - SFCM und zwei Birnchen gleichzeitig beleuchtet: das funktioniert also. Et hat das wieder ausgebaut, weil der Decoder ihm diesen Motor nicht zufriedenstellend regelte. Ich habe auch schon irgendwo anders gelesen, dass dieser Decoder und der SFCM nicht ohne langwierige und penible Einstellung der PID-Variablen harmonieren.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#4 von stefan59 ( gelöscht ) , 04.03.2017 16:11

Hallo Erich,
einfach nur ausschalten der Lampen mit F0 reicht meiner Erfahrung nach nicht, besser ist rausschrauben, oder abloeten. Dann zeigt sich ob die Lampen zuviel verbrauchen und der Decoder dezwegen die Lok nicht zum Fahren bringt. Wenn es nur daran liegt, kann man Lampen mit Steckfuessen und Sockel nehmen.
Aber ich habe jetzt gelernt, dass es eine Weiterrentwicklung dieses Decoders (mit gleicher Typnummer)gibt.
Gruß
Stefan


stefan59

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#5 von Erich Müller , 04.03.2017 17:34

Hallo Stefan,

das wirkt schon ein bisschen wie Voodoo, findest du nicht?

Die Sache mit dem SFCM wurde in einem anderen Forum beschrieben, der Thread war hier in den letzten Tagen irgendwo verlinkt.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#6 von Schwanck , 04.03.2017 17:43

Moin,

wenn die Lok vor dem Umbau einwandfrei auf AC lief und die Verdrahtung des Decoders genau nach Anleitung erfolgt ist, dann fährt die Lok auch nach dem Umbau. Wenn sie das nicht tut, gibt es nur 2 Möglichkeiten:
1. es wurde etwas falsch gemacht
2. Decoder kaputt.
1. ist wahrscheinlicher!


Tschüss

K.F.


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#7 von henrymaske , 04.03.2017 19:59

Zitat

oder wo könnte das Problem liegen



Ganz einfach - Am 76200 Decoder


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Meistens ESU Decoder


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#8 von Marky ( gelöscht ) , 04.03.2017 20:50

Zitat

Zitat

oder wo könnte das Problem liegen



Ganz einfach - Am 76200 Decoder




dto.


Marky

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#9 von SAH , 04.03.2017 22:03

Guten Abend Wolfgang,

eine Bitte: stelle doch ein paar Fotos vom Aufbau (Dekoder plus Motor und Elektrik) zur Verfügung. So ins "blaue" hinein wird es problematisch.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#10 von rhb651 , 04.03.2017 23:55

Zitat

Hallo Experten gesucht,

habe meine alte E 41 mit einem 76200 von Uhlenbrock genau nach Anweisung bestückt - also die zwei Drähte von der Spule zum Schild entfernt, zusammengelötet und isoliert - den Kondensator von Masse zum Motorschild entfernt - die beiden weißen Drähte vom Decoder an die Spule des Motors angeschlossen - grün und blau an das Motorschild, wobei ich die Drossel zwischen blau und dem Motorschild darinnen gelassen habe - rot an den Schleifer und braun an Gehäusemasse - gelb und grau jeweils an die Lampen. Habe alles mehrmals kontrolliert !




Welche zwei Drähte?

Von der Spule gehen zwei Drähte zum Umschalter und ein Draht an den einen Anschluss des Motorschildes. Der wird abgelötet und isoliert. Genauso wird der andere Anschluss vom Motorschildes angelötet. Und dann kommen grün und blau ans Motorschildes und die beiden wissen Drähte an die schwarzen der Feldspule. So War es zumindest bei dem 76200 welche ich letzte Woche eingebaut habe


Viele Grüße,
Achim
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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#11 von Erich Müller , 05.03.2017 06:26

Zitat


Welche zwei Drähte?

Von der Spule gehen zwei Drähte zum Umschalter und ein Draht an den einen Anschluss des Motorschildes. Der wird abgelötet und isoliert.



Hm. Also in der Anleitung zum Decoder steht, dass das zwei Drähte sind (die unteren Enden der beiden Erregerspulen), und bei der Lok, die ich kürzlich umgebaut habe, waren es auch zwei.

Zitat

Wie auf dem Bild

https://www.google.de/search?q=uhlenbroc...=Yt9CxCZi9NTzrM:



Dein Link führt nicht zu einem Bild, sondern zur Google-Suche (aber er erzählt mir, dass dein Handy von t-mobile ist).
Welches Bild soll es denn sein?


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#12 von rhb651 , 05.03.2017 06:34

Bei mir wäre es das zweite Bild in der Aufstellung - Lokdecoder I


Viele Grüße,
Achim
rhb651


 
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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#13 von stefan59 ( gelöscht ) , 05.03.2017 10:39

Hallo Wolfgang,
mal eine ganz dumme Frage: läuft die Lok denn analog ? Wenn ja, dann handelt es sich um ein Problem
der Stromversorgung im Digitalmodus, was bei älteren Loks nicht selten ist.
Um den ganzen Spekulationen mit der Verdrahtung Einhalt zu bieten, kannst Du nicht einmal ein Foto
einstellen, das den Motor mitsamt Motorschild zeigt ?
Beste Grüsse,
Stefan


stefan59

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#14 von WSK , 05.03.2017 16:13

Hallo,
diese Digitalumbauten sind m.E. nur "halbe Sachen".
Zu einer ordentlichen Digitalisierung gehört ein "Perma-Magnet" !!!
Gruss
Wolfgang


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#15 von schnuffi02 , 05.03.2017 18:22

Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für eure Tips.

habe heute den ganzen Tag nur mit den Decodern (3 Loks sollten umgebaut werden) ein- und ausgebaut - zum Glück sind alle in Ordnung - habe dies an einer sicher funktionieren Lok getestet.

Dannach habe ich bei allen Loks, die ich umbauen wollte die Glühbirnen herausgenommen und auch die Drähte grau und gelb abgelötet - zwei der drei Loks gaben ein Lebenszeichen von sich und sind dann auch gelaufen - bei der dritten Lok bin ich durch Zufall bei einer OHM-Messung darauf gestoßen, dass die Spule am Magnet nur die Hälfte des Wertes anzeigte als bei den anderen Loks.

Dachte natürlich sofort an die beiden Drähte, die zusammen gelötet werden sollten - aber die waren zusammen - habe zufällig von einer anderen Lok einen Magneten nehmen können und dann ist auch diese gelaufen - toll.

Jetzt will ich natürlich auch die Beleuchtung wieder gerne aktivieren - allerdings mit LED und Widerstand 1 K-Ohm - dazu meine Frage: kann ich hier direkt an Gehäusemasse gehen oder gibt es beim 76200 einen speziellen Lötpunkt hierfür.

Dann ist mir beim Herumbasteln mal der Gedanke gekommen ob man statt des E-Magneten auch einen Permanentmagnet einsetzen könnte und die zwei weißen Kabel einfach ablötet - wäre das gegangen. Habe mich nicht getraut es zu versuchen - wollte keinen Decoder opfern.

Will mich bei euch noch mal recht herzlich bedanken - so konnte ich doch noch recht schnell diese Arbeiten durchführen.

Allen noch eine schöne Woche


Grüsse aus dem Markgräflerland sendet

Wolfgang


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#16 von Schwanck , 05.03.2017 18:55

Zitat


Jetzt will ich natürlich auch die Beleuchtung wieder gerne aktivieren - allerdings mit LED und Widerstand 1 K-Ohm - dazu meine Frage: kann ich hier direkt an Gehäusemasse gehen oder gibt es beim 76200 einen speziellen Lötpunkt hierfür.




Moin Wolfgang,

du stellst hier wieder einmal eine Frage, die in der Anleitung zum 76200 eindeutig geklärt ist; ich zitiere:
"Anschluss der Lichtfunktion
Schließen Sie die graue Leitung an die vordere und die gelbe Leitung an die
rückwärtige Beleuchtung an. Für fahrtrichtungsunabhängiges Schalten
müssen die gelbe und die graue Leitung miteinander verbunden werden.
Der zweite Pol der Lampen bleibt mit dem Chassis verbunden.
Probieren Sie aus, ob die Fahrtrichtung stimmt. Sollten die Lämpchen
nicht der Fahrtrichtung entsprechend leuchten, muß die Laufrichtung
des Motors geändert werden, indem die grüne und die blaue Motorleitung
gegeneinander getauscht werden."


Tschüss

K.F.


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#17 von stefan59 ( gelöscht ) , 05.03.2017 19:56

Hallo Wolfgang,
Glückwunsch, jetzt ist es wie Du sagst am besten, die alten Lämpchen gegen moderne Beleuchtung auszutauschen.
Du kannst in Tat anstelle der Gehäuse-Masse den +20V Loetpunkt am Decoder nehmen. Dann hoert vermutlich auch das Flackern der Beleuchtung auf.
Gruß
Stefan


stefan59

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#18 von francis , 05.03.2017 20:20

hello

Weiss jemand wie man die Lok geschwindigkeit auf eine Intellibox 650 regelt?
ich habe sogar der handbuch aber finden nicht wo es sein soll

danke im voraus
mfg
Francis


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#19 von schnuffi02 , 05.03.2017 20:48

hallo KFS,
Das habe ich auch gelesen, dachte nur wenn ich jetzt keine Lampen sondern LED anschliesse, dann gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit. Wollte ja auch das Flackern weg haben. Habe soeben gelesen, dass ich den 20 Volt Anschluss nehmen könnte - werde es Morgen mal versuchen.
Aber danke für die Info - Elektronik ist nicht so meine Stärke, da bin ich für jeden Strohhalm dankbar.

Noch einen schönen Abend


Grüsse aus dem Markgräflerland sendet

Wolfgang


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#20 von stefan59 ( gelöscht ) , 05.03.2017 21:22

Hallo Wolfgang,
Elektronik ist eine Sache, wenn die Decoderhersteller sich an die Logik der Schaltelemente hielten.
Aber wenn wir nicht genau wissen, wie sich ein Decoder verhält, wenn wir Ausgaenge nicht nutzen, sondern es ausprobieren, dann ist das nicht Voodoo (wie Erich mir unterstellte) sondern Experimentalphysik.
Im uebrigen gibt es Forum viele Beiträge ueber den 76200, der besser ist als sein Ruf, vor allem für jüngere Maerklin-Analog oder Delta-Loks.
Gruß
Stefan


stefan59

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#21 von Erich Müller , 05.03.2017 21:48

Hallo Stefan,

ich will bestimmt nicht den alten Zwist zwischen Techniker und Ingenieur aufwärmen (oder zwischen Theorie und Praxis), aber auch Experimentalwissenschaft ist Wissenschaft, und dazu gehört nicht nur die Wiederholbarkeit eines Experiments, sondern auch, dass man sich nicht mit der Beobachtung begnügt, sondern auch das Warum ergründet.
Und da stehe ich bei
wenn ich das Licht am Schalter abschalte, geht der Motor nicht, aber wenn ich die Birne rausdrehe, geht der Motor
vor einem Problem.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#22 von stefan59 ( gelöscht ) , 05.03.2017 22:12

Hallo Erich
sorry für die kleine Provokation in der Nachricht an Wolfgang. Aber logisch gesehen hast Du ja Recht.
Nur scheint es eben ein wiederholbares Experiment zu sein, dass der 76200 bei rausgedrehten oder abgeloeteten Lampen funktioniert, waehrend das Abschalten der Lichtfunktion allein durch F0 nicht reicht.
Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht gut mit elektronischen Elementen aus, um einen plausiblen Schluss daraus zu ziehen. Du wahrscheinlich eher.
Deswegen habe ich einfach meine Erfahrung aus einigen Umbauten weitergegeben, selbst wenn ich nur annähernd verstehe, wie der 76200 funktioniert.
Beste Grüße
Stefan


stefan59

RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#23 von Schwanck , 06.03.2017 08:26

Moin,

ich versuche einmal eine Erklärung für das Verhalten des 76200 zu geben. Dieser Dekoder kann laut Datenblatt maximal 1200 mA verkraften. Das bedeutet folgendes: Alle Verbraucher - Motor, Licht, Rauch und was sonst noch über die Funktionen betrieben wird - dürfen nich mehr als die 1,2 Ampere Strom aufnehmen. Wird der Wert überschritten, schaltet der Decoder ab. Er macht das elektronisch und hat dafür Elektronikbauteile auf der Platine, welche je nach Güte unterschiedlich großen Toleranzen unterliegen. Daraus folgt, dass die Abschaltung des Decoders auch schon unterhalb 1,2 A passieren kann. Dann ist das ein Garantiefall! Zitat:
"Garantieerklärung
Art.-Nr. 76 200
Jeder Baustein wird vor der Auslieferung auf seine vollständige Funktion überprüft. Sollte
innerhalb des Garantiezeitraums von 2 Jahren dennoch ein Fehler auftreten, so setzen wir Ihnen
gegen Vorlage des Kaufbelegs den Baustein kostenlos instand. Der Garantieanspruch entfällt,
wenn der Schaden durch unsachgemäße Behandlung verursacht wurde.
Bitte beachten Sie, daß, laut EMV-Gesetz, der Baustein nur innerhalb von Fahrzeugen betrieben
werden darf, die das CE-Zeichen tragen.
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zusammen mit dem Kaufbeleg und einer kurzen Fehlerbeschreibung
unter Angabe der Decoderadresse zur Reparatur an uns zurück.
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Ihr direkter Weg zum Techniker:
0 20 45 - 85 83 27
Mo - Di - Do - Fr von 14 bis 16 Uhr und Mi von 16 bis 18 Uhr
Die genannten Markennamen sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Firmen."


Tschüss

K.F.


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#24 von schnuffi02 , 06.03.2017 09:10

Guten Morgen KFS,

danke dir, dass du mir das noch mal erläutert hast - bin davon ausgegangen, dass der Motor max. 1,2 A und die Beleuchtung max. 1 A haben darf - dass die Beleuchtung in den 1,2 A mit enthalten ist war mir bisher nicht klar - dann ist es ja wirklich sinnvoll mit LED's zu arbeiten.
Müsste mal testen, was so ein Motor verbraucht - jetzt verstehe ich auch warum es sinnvoller ist einen Permanentmagneten einzubauen, denn dann fällt der Stromverbraucher für den Magneten auch weg und es steht mehr Kapazität für den Motor zur Verfügung - die alten Glühbirnchen waren ja sicher auch wahre Stromfresser - da leuchtet mir so einiges ein.

Dir noch eine schöne Woche


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RE: Nach Einbau von 76200 läuft Lok nicht mehr

#25 von stefan59 ( gelöscht ) , 06.03.2017 10:34

Hallo Wolfgang,
In einige Loks mit grossen Scheibenkollektor-Motoren habe ich Permant-Magnete mit ESU-Lokpiloten oder Uhlenbrock 76425 eingebaut.
Von der Laufruhe ist das besser. Allerdings auch bei dieser Konfiguration ist es sinnvoll die alten Birnchen gegen solche mit Stecksockel auszutauschen.

Hingegen funktionieren die 76200 Decoder (ohne Umbau mit Permanentmagnet) ganz gut zusammen mit Loks mit Trommelkollektormotoren, die schon
Birnen (Märklin Birne 610080) mit Stecksockel von Werk aus eingebaut haben.

Gruss,
Stefan


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