🇨🇭 Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#1 von cougar1234 , 07.04.2017 20:28

Hallo zusammen

Ich bin seit längerer Zeit passiver Nutzer dieses Forums und konnte hier schon zahlreiche Inspirationen holen. Nun möchte ich gerne meine bescheidene Anlage vorstellen.

Dazu müssen wir uns in die Ende 50er / Anfangs 60er Jahre begeben. Zu diesem Zeitpunkt waren in der Schweiz praktisch alle Bahnlinien elektrifiziert. Irgendwo in den Schweizer Voralpen existierte damals aber noch eine schmalspurige Linie, welche noch mit fahrplanmässigen Dampfzügen betrieben wurde.

Die Strecke wurde am Ende des 19. Jahrhundert für den Abtransport der grossen Holzvorkommen in diesem Seitental gebaut. Damals ging man davon aus, dass die Bahn ausschliesslich im Stil einer Feldbahn betrieben wird. Darum baute man - in der Schweiz eher unüblich - Spurweite 750 mm. Die Topografie erforderte zahlreiche Kunstbauten und für den Adhäsionsbetrieb grosse Steigungen, was die Anhängelast stark einschränkte. Anfangs des 20. Jahrhunderts erkannte man, dass die Bahn auch für den Tourismus interessant war und dies machte die Bahngesellschaft rentabel. Aus diesem Grund verlängerte man die Bahnlinie bis nach Lenzkirch. Dieses kleinere Städtchen liegt an einem grösseren See, auf welchem auch Fracht transportiert wurde. Dieser Weiterbau und den Anschluss an den Hafen von Lenzkirch brachte auch einen weiteren Aufschwung im Güterverkehr. Man plante sogar, die Bahnlinie auf Meterspur oder sogar Normalspur auszubauen. Der ausgebrochene Erste Weltkrieg verhinderte aber dieses Vorhaben, da dadurch der Güter- und Personenverkehr praktisch zum Erliegen kam. Davon erholte sich die Bahngesellschaft kaum mehr. Auch der teure Unterhalt machte ihr schwer zu schaffen. Die Einstellung der Strecke stand mehrmals zur Diskussion. Da aber eine wintersicherere Strassenverbindung in dieses abgelegene Seitental fehlte, behielt die Bahnlinie ihre Berechtigung. Wegen des anbahnenden Endes verwarf man auch eine Elektrifizierung. Der in der Schweiz selten gewordene Dampfbetrieb brachte in den 50er Jahren auch wieder bescheidenen Tourismusverkehr. Die beschränkten Mittel der Bahngesellschaft veranlasste diese dazu, das Rollmaterial von Deutschland und Österreich aus zweiter Hand zu übernehmen. Man verzichtete auch darauf, die Züge neu zu beschriften. Im Jahr 1967 wurde in einem Nebental ein Wasserkraftwerk fertig gestellt. Für den Bau und Unterhalt wurde eine Strasse, mit einer Querverbindung nach Hintermoos, gebaut, welche das Todesurteil für die Bahngesellschaft bedeutete.

Zum dargestellten Zeitpunkt dampfte es noch in Hintermoos. Die dreigleisige Station lag am Rand des kleinen Dorfes. In unmittelbarer Umgebung befand sich der romantische Gasthof „Zum Bahnhof“. Ein grosser Teil der Güter wurde noch per Bahn angeliefert resp. abtransportiert. Hierzu gab es einen Güterschuppen und ein Freiladegleis. Von Hintermoos führte auch noch eine kurze Stichbahn zu einer Wohnsiedlung mit einem Heilbad. Somit gab es auch ab und zu Übergaben von der Hauptlinie auf die Stichbahn. Die für die Nebenlinie eingesetzte Dampflokomotive konnte im 1-ständigen Lokschuppen behandelt werden oder darin übernachten. In Hintermoos konnte man noch auf eine Postautolinie umsteigen, welche einen noch weiter in die Berge hinaufführte.

Begeben wir uns nun nach Hintermoos und schauen dem Feierabendverkehr zu, welchen den Bahnhof fast an die Kapazitätsgrenze bringt:


Der von Lenzkirch kommende Güterzug verlässt den Tunnel unterhalb der Burgruine und wird in Kürze in den Bahnhof Hintermoos einfahren.


Nach dem Umfahren des Gasthofes fährt der Zug rumpelnd auf das Gleis 1 vom Bahnhof Hintermoos ein…


… und kommt dort zum Stillstand …


… um den Gegenzug abzuwarten.


Der entgegenkommende Personenzug hört man bereits die Schlucht hinausdampfen.


Die Hänge im Tal sind brüchig. Darum mussten diese immer wieder gesichert werden. Teilweise wurden Abbrüche auch mit provisorisch anmutenden Brücken überquert.


Nachdem der Zug die enge Durchfahrt zwischen dem steilen Hang und der landwirtschaftlichen Werkstatt passiert hat…


… fährt dieser auf das Gleis 2 ein, wo dann die beiden Güterwagen abgekuppelt werden.


In der Gartenwirtschaft lässt man sich durch den Zugverkehr nicht weiter stören.


Der Güterzug macht sich weiter auf den Weg talwärts.


Kurze Zeit später überquert der Kurzzug der Stichbahn den Bach…


… und fährt auf das Gleis 3 ein.


Nur wenige Passagiere wechselten den Zug und der Personenzug …


… und rollt wegen der engen Kurvenradien in langsamer Fahrt aus dem Bahnhof und verlässt Hintermoos in Richtung Lenzkirch.


Jetzt wo sich der Bahnhof geleert hat, setzt die ehemalige Heeresfeldbahnlok zurück, …


… übernimmt die beiden abgestellten Güterwagen …


… und rangiert diese an den Zug der Stichbahn.


In etwas aufwändiger Hin und Her-Fahrt fährt die Lok zum Güterschuppen, wo sie neue Betriebsmittel fassten kann.


Nachdem die Lok wieder bereitgestellt worden ist, verlässt auch die Stichbahn den Bahnhof und es kehrt wieder Ruhe ein. An diesem Abend wird gegen zwanzig Uhr nur noch ein Personenzug Hintermoos anfahren.

Dieser Anlageteil ist zu 80 Prozent fertig gestellt. So fehlen im linken Teil noch zahlreiche Bäume und Begrünung. Auch hat der Bach noch kein Wasser erhalten. Mit der Detaillierung (Personen, Gegenstände, etc) habe ich erst punktuell begonnen. Den Hintergrund hat mir mein Bruder vor wenigen Wochen gemalt. Hier sind die Übergänge noch nicht an die Anlage angepasst worden. Zur Zeit beschäftige ich mich aber eher mit dem zweiten Anlageteil „Hafen Lenzkirch“, welchen ich zuerst vorantreiben will. Hier entsteht eher ein städtisch / industriell geprägter Abschnitt.

Ich freue mich auf Anregungen und natürlich Kritik. Gerne beantworte ich auch allfällige Fragen.

Freundliche Grüsse aus der Schweiz!
Rolf


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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zuletzt bearbeitet 01.07.2021 | Top

RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#2 von BernhardI ( gelöscht ) , 07.04.2017 21:42

Hallo Rolf,

eine sehr schön erfundene Geschichte und eine stimmungsvoll gestaltete Anlage. Viele Anregungen brauchst Du nicht mehr, glaub ich.

Ich bin schon gespannt auf den Hafenteil.

Grüße
Bernhard


BernhardI

RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#3 von steve1964 , 08.04.2017 09:51

Tag Rolf, das sind ganz, ganz herrliche Fotos einer Nebenbahnidylle.
Ein wirklich feiner Bahnhof !
Technische Frage dazu :
Als H0 - und N - Normalspurbahner kenne ich mich mit Schmalspurfahrzeugen
überhaupt nicht aus. Das Einzige mir in Erinnerung Gebliebene ist die Minex.
Wenn ich 750 mm - ganz grob -
als etwas mehr als die Hälfte der 1435 mm Regelspur sehe,
dann wäre das etwas weniger als Spur N - Gleis für eine H0 - Lok.
Welche Baugröße hast du verwendet ?
Das Gleis kommt mir - ich kann mich auch täsuchen - im Verhältnis zur Lok
recht breit vor.
VG aus HH
Steve
-


Ich baue, also bin ich.


 
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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#4 von Expat , 08.04.2017 09:54

Hallo Rolf,

Schöne Bilder deiner Anlage. Sie erinnern mich (zumindest der rechte Teil mit dem Gasthaus) an "Waldwil", eine ebenfalls sehr schöne Anlage eines schweizer Kollegen von ca 1997, für die Luzerner Modellbahntage.

Auch deine Hintergrundgeschichte gefällt mir sehr gut - auch ich denke mir solche hin und wieder aus, da man sich dann ziemliche Freiheiten herausnehmen kann, anders als bei strikter Umsetzung eines bestimmten Vorbilds (nicht dahingehend misszuverstehen dass solche Vorbildumsetzungen nicht auch grandios sein können).

Richtig hellhörig bin ich aber bei diesem Satz geworden:

Zitat
Dieses kleinere Städtchen liegt an einem grösseren See, auf welchem auch Fracht transportiert wurde.

. Was führst du denn hier "im Schilde"? Eine Plätte (wie am Attersee) oder gar eine schmalspurige Variante der Bodenseeschifffahrt? Ich frage, weil ich genau so etwas auch plane. In dem Zusammenhang kann ich empfehlen auch mal die Rjukanbanen oder den Gütertrajektverhr auf dem Iseosee zu googeln. Trajektverkehr auf Seen war gar nicht so einmalig und das ist ein sehr interessantes Thema.

Also ich würde mich über weitere Bilder und auch einen Gleisplan freuen. Und natürlich auch über weitere Entwicklungen...

Beste Grüße

Uli


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#5 von Vorarlberg-Express , 08.04.2017 11:29

Hallo Rolf,
das ist eine tolle Geschichte und eine schöne Anlage, die du baust...
Ich bin gespannt auf weitere Bilder und Berichte.
Viele Grüße

Gerhard


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#6 von volvospeed ( gelöscht ) , 08.04.2017 15:07

Hallo Rolf,

das ist mal eine richtig schöne kleine Anlage. Liebevoll gestaltet, obwohl ich etwas Probleme mit der Überschrift dazu habe. Weder von den Gebäuden, noch von den Fahrzeugen, kann ich es so richtig der Schweiz zuordnen. Ich denke einfach es ist der falsche Titel zu dieser schönen Anlage.


volvospeed

RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#7 von HenrikN , 08.04.2017 17:11

Hallo Rolf,

die Anlage ist wirklich super, schön gestaltet und gut fotografiert !
Was mich aber stört sind die DDR-Fahrzeuge in der Schweiz...

Schönes WE, Henrik


Die Selsinger Kreisbahn damals (Link 1) und heute (Link 2):

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#8 von cougar1234 , 09.04.2017 08:12

Hallo zusammen

Vielen Dank für die bereits zahlreichen und allesamt positiven Rückmeldungen!

@Steve: Die von mir verwendete Spurweite ist H0e. Die Gleise sind alles Roco H0e (9 mm) Schmalspur- oder Feldbahngleise. Nach meinen Recherchen (es soll mich jemand korrigieren, falls ich falsch liege) ist diese Spurweite bei der Modellbahn nicht so genau normiert, wie bei z.B H0 oder H0m. Die Spannweite beim Vorbild für H0e reicht von 600mm bis 800mm. In meiner Geschichte habe ich mich mal für 750mm entschieden, obwohl einige meiner Lokomotiven (Brigadelok oder HF110) eher für 600 mm passen würden. Diesbezüglich habe ich in Foren schon endlose Diskussionen gefunden.

@Uli: Die an detailfülle kaum zu überbietende Anlage "Waldwil" von Peter Creola hat mich endgültig dazu bewogen, meine H0e-Anlage zu bauen. Diese entspricht genau meinen Vorstellungen einer romantischen Nebenbahn! Leider habe ich die Anlage nie live gesehen. In der Modellbahnzeitschrift "Loki" gab es aber mal einen ausführlichen Artikel darüber und im Internet findet man noch einige Bilder davon. Die Szene mit dem Gasthaus hat mir am besten gefallen und zufällig habe ich noch den wahrscheinlich von Peter Creola verwendete Bausatz gefunden. Darum ist es nicht von ungefähr, dass eine gewisse Ähnlichkeit besteht; logischerweise niemals in der Qualität von "Waldwil".
Die Hintergrundgeschichte dient auch dazu die Kompromisse zu rechtfertigen, z.B die in Hintermoos kurzen Bahnhofgleise oder das nicht Schweizer Rollmaterial.
Auf den Hafenteil gehe ich gerne nächste Woche ein und zeige den aktuellen Baufortschritt. So viel vorne weg: Ein Trajektbetrieb (zumindest angedeutet, ist geplant )

@Manuel: Ich gebe ehrlich zu, dass ich mir über den Titel erst Gedanken gemacht habe, als ich den Artikel fertig geschrieben habe und noch einen "Betreff" finden musste. Das verwendete Rollmaterial kann man definitiv nicht der Schweiz zuordnen. Einzig die Schinznacher Baumschulbahn betreibt einen Ausflugsbetrieb mit solchen oder ähnlichen 600mm Dampflokomitiven. Bei den Gebäuden habe ich mich bewusst gegen die für die Schweiz typischen Chalets entschieden. Diese sind mir zu klischeehaft. In der Region, in welcher ich wohne, sind diese z.B. überhaupt nicht üblich. Auch die sonstige Architektur ist hier seit dem 20. Jahrhundert durchmischt. Beim Bahnhofsgebäude handelt es sich um den Kibribausatz "Häusernmoos". Dieser existiert aber tatsächlich im Schweizer Emmental. Ansonsten schaue ich bei den Gebäuden, dass diese zumindest einigermassen zur Schweiz passen könnten. Abgesehen von Kleinserien ist leider das Schweizer Angebot für Gebäude eher mager. Und meine Fähigkeiten für den Selbstbau sind leider noch nicht so ausgeprägt... Ich versuche mit Details (Plakate, Strassenschilder, Postauto, etc.) die Anlage zu "schweizern".

@Henrik: Das "DR" stört mich auch. Mir gefallen einfach die Farbgebung und Form der Tillig-Wagen. Irgendwann werde das Rollmaterial mit der Beschriftung an meine Privatbahn anpassen. Dazu fehlt mir aber noch der Mut resp. habe noch keine einfache Arbeitstechnik dazu gefunden. Schweizer H0e Rollmaterial gibt es halt leider nicht und mit umgespurten Bemo RhB oder FO Fahrzeugen kann ich mich nicht anfreunden.

So viel von mir für den Moment. Gerne stelle ich euch nächste Woche noch meinen zweiten Teil der Anlage vor. Dort stehe ich auch wieder vor den Herausforderungen, wie ich einige Szenen glaubwürdig an die Schweizer Verhältnisse anpassen kann oder anders gefragt: warum kann die Schweiz nicht ans Meer angrenzen...?

Ich wünsche euch einen schönen und sonnigen Sonntag!

Rolf


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#9 von HenrikN , 09.04.2017 11:49

Zitat


@Henrik: Das "DR" stört mich auch. Mir gefallen einfach die Farbgebung und Form der Tillig-Wagen. Irgendwann werde das Rollmaterial mit der Beschriftung an meine Privatbahn anpassen. Dazu fehlt mir aber noch der Mut resp. habe noch keine einfache Arbeitstechnik dazu gefunden. Schweizer H0e Rollmaterial gibt es halt leider nicht und mit umgespurten Bemo RhB oder FO Fahrzeugen kann ich mich nicht anfreunden.



Hallo Rolf,

mir gehts aber auch so, ein Packwagen der einfach gut zu meinem Fahrzeugen passte hatte auch DR-Beschriftung aber ich stelle eben eine (West)-Privatbahn dar, also schnell mal neutralisiert. Nun fehlt nur noch die Beschriftung damit er nicht mehr ganz so an die DR erinnert, dasselbe dann noch mit ein paar Personenwagen...

Gruß, Henrik


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#10 von privatbahner , 09.04.2017 12:37

Hallo Rolf
Deine Anlage gefällt mir. Freelance wie s bei den Angelsächischen Modellbahner weit verbreitet ist. Mich würde mal der Gleisplan noch interessieren. Ich bin an einem ähnlichen Thema, aber eher Feldbahnmässig. Mttlerweile habe ich mir auf Ebay einige Egger Bahn Wagen und einen Dampftriebwagen ergattert. Sonst werde ich Minitrains Loks beschaffen. Für meinen letzten Neuzugang, 3 Decauville Sommerwagen wird der angekündigte Decauville Dreikuppler das passende Zugpferd. Mit den Laufeigenschaften der alten Egger Loks will ich mich nicht rumschlagen müssen...
Die Schinznacher Baumschulbahn hat einen Heeresfeldbahn Vierkuppler ex Muskau im Bestand, zudem aus Südafrika eine NGG Garatt, von denen auch einige in Wales auf den 2 Fuss Bahnen laufen. Siedelt man die Bahn als Touristenbahn in Epoche 6 an ist fast alles erlaubt, inkl. Neubauloks.
Ich freue mich auf weitere Bilder deiner kleinen Bahn.
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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#11 von St. Goar , 09.04.2017 17:16

Hallo Rolf,

gratuliere Dir zu dieser herrlichen Modellbahn-Anlage.
Wenn auch die Waggons DR-Beschriftung haben, so ist doch das Postbussli so ganz nach schweizer Stil.


Gruß aus Bielefeld

Gerhard




 
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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#12 von pollotrain , 09.04.2017 20:44

Moin Rolf

Noch ein "Schmalspurkollege", und dann solch eine tolle Anlage, sehr gut
Nun ja, die DR - Beschriftung ist schon ein wenig verwirrend : , aber vielleicht
irgendwann eine eigene Beschriftung : , dann paßt das wieder.
Auf jeden Fall bleibe ich drann, und würde mich über einen Gleisplan freuen.


Gruß Thomas

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#13 von LagoMaggioreExpress , 09.04.2017 22:50

Hallo Rolf,

bei den Schweizer Schmalspurbahnen

Ich habe den Titel gelesen, auf die Bilder geklickt und war beim allerersten Blick doch verwundert bis enttäuscht: Die Harzer Schmalspurbahn unter Schweizer Flagge???

Beim genauen Lesen der Story und Betrachten der vielen Super-Details merkte ich dann aber doch, das ist ne klasse Anlage .

Besonders gefallen mir die leicht im Bogen verlaufenden Bahnsteiggleise, die fast vollständig in Split liegen - hier wirkt nichts unrealistisch statisch. Sehr realistisch sehen auch der unebene Wald- und Hangboden sowie der gesamte Bewuchs aus.

Man merkt, Du hast Dir nicht nur das Thema sehr gut überlegt sondern auch liebevoll umgesetzt - weiter so!

Ich würde mich noch über ein Übersichtsfoto freuen, auf dem der Streckenverlauf erkennbar ist. Gerne auch mit dem noch nicht ganz fertiggestellten Anlagenteil.

Liebe Grüße
Dominik


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#14 von cougar1234 , 11.04.2017 08:12

Hallo zusammen

Die grosse Resonanz und das Lob freuen mich ausserordentlich und motivieren zum weiterbauen! Ich hätte nicht gedacht, dass meine Anlage auf solches Interesse stösst. Über den Titel der Anlage werde ich mir definitiv noch Gedanken machen. Dieser scheint irreführend zu sein, resp. weckt falsche Erwartungen. Ich habe gehofft, dass die Geschichte der Bahngesellschaft, dass diese aus Kostengründen ihr Rollmaterial im Ausland einkaufen musste und es dann nicht umlackierte, genüge. Mein privates Umfeld begnügte sich auch mit dieser Ausrede, aber bei euch Fachpersonen, fällt so etwas natürlich sofort auf. Eine Neubeschriftung des Rollmaterials drängt sich definitiv auf, hat aber zurzeit für mich nicht oberste Priorität.



Einen Gleisplan von der Anlage existiert zurzeit leider nicht. Auf diesem Bild sieht man einen fast kompletten Überblick vom Anlagenteil „Hintermoos“. Für die Stichbahn gibt es im Tunnel zwei Abstellgleise. Die Hauptlinie führt nach dem Tunnel nach links in eine kleine Fiddle Yard. In die andere Richtung (im Bild unten) führt die Bahn auch in einen Tunnel. Ursprünglich führte sie dort auch in eine Fiddle Yard. So gab es einen Punkt zu Punktbetrieb. Letzten Spätsommer verspürte ich das Verlangen die Anlage noch zu erweitern. Auf meinem ersten Teil fehlte mir Industrie und die Möglichkeit zu Rangieren. Ich überlegte, ob ich die bewaldete und hüglige Landschaft einfach fortsetzen und eine Fabrik oder ähnliches darin einzugliedern soll. Im Internet bin ich dann aber auf die landschaftlich und betrieblich herausragende H0e Anlage „Craigcorrie&Dunalistair Railway“ gestossen. Mich hat vor allem der Bahnhof Dunalistair angesprochen und Häfen haben mich seit jeher fasziniert. Ich entschied ich mich, einen landschaftlich komplett unabhängigen Teil zu bauen. Dies ergab aber das Problem, wie ich den Übergang zwischen den Teilen gestalten soll. Da ich seit Beginn an immer wieder mit der Stromaufnahme und dem Stillstehen der Züge kämpfe, wollte ich keine längeren verdeckten Abschnitte machen. Mir kam dann die Idee, dass die Bahn, wie früher öfters üblich, durch die Gassen des Städtchens führen könnte. So konnte ich die Ausfahrt mittels der Häuserzeilen kaschieren. Die optische Trennung zwischen den zwei Teilen wird durch den noch nicht vorhandenen Hintergrund gebildet. Der Nachteil ist halt, dass die Züge ohne Schattenbahnhof direkt in den neuen Teil wechseln. Damit kann ich aber leben.



Nach dem Verlassen der Altstadt, wird die Bahn eine Strasse überqueren. Danach fährt sie zwischen dem Betriebswerk und einem Park hindurch in den Bahnhof Lenzkirch Hafen ein, wo der Endpunkt der Bahnlinie ist. Das stattliche Empfangsgebäude stammt aus der Zeit, als die Bahngesellschaft noch florierte. Die drei vorhandenen Gleise reichen für den eher bescheidenen Betrieb aus. Gleis 2 und 3 führen auf eine Drehscheibe, wo die Lokomotiven bei Bedarf gewendet werden können. Der Güterschuppen kann beidseitig angefahren werden, so können die beiden Gleise auch zum Abstellen von Wagen benützt werden. Ebenso wäre hier ein direktes Umladen auf ein Schiff möglich. Über ein Ausziehgleis neben dem Betriebswerk können Wagen in Sägefahrt auf eine kleine Fähre geschoben werden (hier warte ich gespannt darauf, dass Artitec die Wittow-Fähre endlich wiederaufgelegt wird, bis dahin kann ich in diesem Bereich nicht weiterarbeiten.) Die Passagiere können in Lenzkirch aber auch selber bequem auf das Schiff umsteigen. Ein entsprechender Steg ist direkt neben dem Bahnhof vorhanden.



Die Verlängerung von Gleis 1 führt in die eigentliche Hafenanlage. Dieser Platz kam erst etwas später hinzu, nachdem ein Schrank den Raum verlassen durfte. Nebst einer Werft, wird eine kleinere Fabrik einen Gleisanschluss erhalten. Für den Schiffs-Güterumschlag sind zwei Ladegleise vorhanden. Zusätzlich können Wagen noch auf einen Holzanlagesteg geschoben werden.

Das ist mal ein grober Überblick über den zweiten Teil meiner Anlage. Noch besteht der aus unzähligen Baustellen. Ich habe vieles erst angefangen, um zu sehen wie er wirken könnte. Zurzeit mache ich immer dort weiter, wo ich gerade Lust dazu habe. Gerne lasse ich hier natürlich die Frage aufkommen, wie weit man die Schweiz wiedererkennen kann. Auf verschiedenen Seen in der Schweiz gab es seinerzeit z.B einen Trajektverkehr und auch Gütertransporte. Meines Wissens aber immer mit Normalspur-Anbindung. Ich eifere mit meiner Anlage nicht einem Vorbild hinterher, sondern versuche etwas zu erschaffen, wo so hätte sein können.

Viele Grüsse aus der Schweiz!
Rolf


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Rolf

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#15 von GSB , 11.04.2017 08:43

Guten Morgen Rolf,

hab grad Deine schön gestaltete Schmalspurbahn-Anlage entdeckt! Freut mich sehr daß Du uns diese Bahn zeigst und noch dazu mit so einer ausführlichen Hintergrundgeschichte - so etwas liebe ich!

Die Landschaft & Ausgestaltung kann man gut in die Schweiz einordnen - die DR-Beschriftung irritiert dann aber doch arg...

Kann gut verstehen daß Dir die Tillig-Fahrzeuge gefallen, ich hab diese ja auch im Einsatz und die Wagen laufen echt toll. Aber ich denke daß zu Deiner Bahn auch gut ein paar der RhB- bzw. FO-Zweiachser von Bemo passen würden (eher FO da dann schon rot), sind von den Größenverhältnissen ähnlich den Tillig-Harzbahnwagen.

Und warum sollen nicht deutsche & österreichische Gebrauchtfahrzeuge in die Schweiz gekommen sein? Bei der Museumsbahn Blonay–Chamby ist das ja tatsächlich der Fall - und umgekehrt sind auch einige ex-RhB-Fahrzeuge mittlerweile beim Öchsle in Württemberg...

Für die Beschriftung gibt es mehrere Varianten:

  • Entweder erstmal nur vorsichtig das DR entfernen, hier hab ich bei Roco oder Liliput gute Erfahrung mit dem Druckentferner von Lux gemacht. Da das Rot ja der Kunststoff ist und nicht lackiert sollte das bei den Tillig-Wagen auch funktionieren.
  • Andere Variante wäre Decals Deiner Bahngesellschaft auf schwarzem Hintergrund und z. B. Schrift & Rahmen in Silber oder Messing, welche groß genug sind um über das DR-Logo geklebt zu werden.
  • Alternativ wäre auch ein roter Hintergrund für das Logo denkbar, dann dürfte es aber kein Decal (zu durchscheinend) sein sondern ein richtiger Aufkleber. Würde auch passen, da bei so Gebrauchtfahrzeugen dann oft das alte Logo einfach mit nem rechteckigen Flicken in ähnlichem Farbton überlackiert wurde...


Oh, und grad noch vor dem Absenden den weiteren Anlagenteil gesehen - der ist ja auch echt klasse!

So ne Strecke zwischen den Häusern hätte ich auch noch gerne! Und daß es keinen Schattenbahnhof gibt finde ich nicht schlimm, ich fahre auch nur Punkt-zu-Punkt-Verkehr ohne Schattenbahnhof/Fiddle yard...

Gruß Matthias


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#16 von Expat , 11.04.2017 10:41

Hallo Rolf,

einfach riesig... Neben dem beschaulichen ländlichen Teil kann man sich im Hafenbereich ja rangiermäßig voll "austoben". Der zweite Part bietet ja unzählige Betriebsstellen. Einen Schweizbezug kann ich auch gut herstellen - die Stadthäuser passen sehr gut in die Nordschweiz und die Bahnhofsanlage mit Hafen hat mich gleich an Romanshorn erinnert.

Ich mag Freelance Anlagen wie deine sehr: Zwar "frei" aber doch mit einer stimmigen Hintergrundgeschichte und mit vorbildlichen Bezügen.

P.S: Meines Wissens gibt es die "Wittow" derzeit (allerdings nicht direkt von Artitec) bei verschiedenen Anbietern (inklusive den "üblichen" größeren Onlineshops). Ich habe sie auch hier liegen, aber noch weitgehend ungebaut. Bei meinen Planungen lasse ich mich gerne von deinen Bildern inspirieren

Über weitere Details und Bilder würde sich nicht nur ich mich sehr freuen.

Beste Grüße

Uli


auf schmaler Spur

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#17 von pollotrain , 11.04.2017 14:26

Moin Rolf

Nah. das wird ja immer besser, und dann noch das Hafenteil,
ganz nach meinem Geschmack, sehr sehr gut
Fast so wie meine Bahn; dieGKB, ich habe auch keinen
Schattenbahnhof, nur einen verschlungenen Kreis und es werden
zwei Strecken von Punkt zu Punkt bedient. Deine Werft
auch sehr gut, hatte auch mal eine geplant, sie dann aber für den
Fischereihafen mit Ausflugsschiff aufgegeben. Freue mich schon
sehr auf weitere Bilder. Gruß aus dem Norden


Gruß Thomas

GKB




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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#18 von cougar1234 , 13.04.2017 20:14

Guten Abend zusammen

Schön, dass der Hafenteil auch Anklang findet. Dieser unterscheidet sich halt thematisch komplett vom anderen Teil. Noch sieht man nicht allzu viel. Darum verzichte ich noch auf Detailaufnahmen. Sonst sieht man noch zu fest, wie ich teilweise gewurstelt habe... Bei vielen Sachen, habe ich bereits im Kopf, was wohin kommen wird. Aber erst der weitere Baufortschritt wird zeigen, ob alles so wirken wird, wie gewünscht. Die für meine Verhältnisse grossen "Grauflächen" habe ich etwas unterschätzt. Den richtigen Farbton zu finden und dann noch farbliche Nuancen hineinzubringen ist eine richtige Herausforderung. Auch die Kopfsteinpflasterteile wollen wir nicht richtig gefallen. Hierzu habe ich entsprechend geprägte Kunststoffplatten von Auhagen gewählt. Leider ergaben sich einige unschöne Übergänge. Ich hoffe, dass ich diese farblich kaschieren kann. Falls das nicht mögliche ist, werde ich die Platten an einigen Stellen mit Gips überziehen. So könnte über die Kopfsteinpflaster teilweise asphaltiert worden sein. Hier hatte ich es im ersten Teil einfacher, wo fast alles nur Split und Gras war... Im Hafenteil war ich die letzten Tage wieder etwas aktiv. So habe ich den Portalkran fertig zusammengebaut und farblich angepasst. Zudem verlegte ich die Gleise für den Kran in den Boden. Anschliessend malte ich den Boden im Bereich des Krans und der Verladung neu. Jetzt dünkt er mich realistischer. Heute habe ich versuchshalber einen Teil des Hafenbeckens gemalt, um zu schauen wie es wirkt. Der Frachtkahn kann nun auch an die Kaimauer angebunden werden. Hier zwei Bilder von meinem Wirken:





@Matthias: Vielen Dank für deine auführlichen Tipps für die Neubeschriftungen. Bevor ich dies an die Hand nehme, muss ich auch noch zuerst einen passenden Namen resp. Abkürzung für meine Bahngesellschaft finden. Noch ist sie namenlos... Vorläufig müsst ihr euch halt noch mit den DR-Fahrzeugen abfinden.

@Uli: Ich denke auch, dass ich zum Rangieren genügend Möglichkeiten habe. Wahrscheinlich wären beim Vorbild einige Gleisanlagen etwas einfacher angelegt worden. Denn um die Wagen zu verteilen, ist teilweise einiges hin und herfahren nötig. Ich habe vor, für jeden Güterwagen eine Laufkarte zu erstellen, wo drauf steht, wohin der Wagen rangiert werden muss. Nach dem Be- oder Entladen, wird auf der Karte dann eine neue Aufgabe eingestellt. Eine Prototyp-Karte davon habe ich mir vor einiger Zeit mal erstellt. Aber bevor ich mit rangieren anfangen kann, muss ich die Gleise gründlich von den Farbresten reinigen. Momentan sind die Fahreigenschaften nicht wirklich berauschend...
Ich habe dieses Frühjahr schon bei einigen Onlineshops angefragt. Bei allen wurde ich auf die Lieferfristen auf der Artitecseite vertröstet. Seit dieser Woche sollte die Wittow gemäss Hersteller wieder lieferbar sein. Ich hoffe, dass der Händler, wo ich sie vorbestellt habe, dies auch schon bemerkt hat.

Ich wünsche euch schöne Ostertage!

Beste Grüsse aus der Schweiz!

Rolf


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#19 von pollotrain , 13.04.2017 21:18

Moin Rolf

Wieder tolle Bilder
Wo hast Du den Frachtkahn her :
Wünsche schöne Ostertage in die Schweiz


Gruß Thomas

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#20 von myfo , 13.04.2017 21:49

Sali Rolf

Wenn iwo eine Schmalspurbahn, und dann auch noch so supi gestaltet, auftaucht, geben wir iwann unseren Senf dazu!

Also als erstes: CHAPEAU!!! Deine Anlage ist wirklich allerfeinst

Kurz zu deinen Erläuterungen bezüglich Modellbahnnormen:

In 1:87 sind

- 1435mm = 16mm (Normalspur)
- 1000mm = 12mm (Meterspur, z.B. Rhb)
- 750mm = 9mm (Schmalspur, in CH gab es Feldbahnen, reguläre Bahn ist als einzige die Liestal-Waldenburgbahn "Waldenburgerli" vertreten)
- 600mm = 6,5mm (Feldbahn, zum Beispiel die weiter oben genannte SchBB (Schinznacher Baumschulbahn) oder die Feldbahn Otelfingen

Für Zwischenweiten wie z.B. 800mm oder 900mm (Bsp: Der Molli) gibt es keine Normung.

Wie du siehst, hast du mit deiner fiktiven Bahn eine zweite Schweizer Schmalspurbahn in 750mm erschaffen (und wirst damit bald alleine sein, da das "Waldenburgerli" ja leider auf Meterspur umgespurt werden wird).

Wir als Deutsche seit mittlerweile vielen Jahren in der Schweiz lebende, erkennen die CH sehr gut wieder. Zu den DR-Fahrzeugen: Ganz ehrlich, jede Bahngesellschaft hier, würde ziemlich schnell umlackieren. Wir denken, zumindest "neutralisieren" wäre nicht schlecht.

Hafen und sogar zukünftiger Trajektverkehr klingt unheimlich spannend.
Uns ist zwar selbiges in CH unbekannt, aber z.B. eine Aare- oder Rhein-Fähre wäre doch spannend.

Insgesamt erinnert uns doch einiges von deinem Konzept an unsere eigene Baustelle. Immer dieses "Was wäre wenn..."

LG
Follet&Mylina


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#21 von HSB , 14.04.2017 00:44

Hallo Rolf,
du hast eine sehr schöne Schmalspurbahn geschaffen.
Der landschaftliche Teil deiner Anlagen gefällt mir sehr gut. Der Hafenteil ist der krasse Gegensatz zum Landschaftsteil, sieht aber auch schon richtig gut aus. Weiter so.
Das Problem das du hast, mit der Fahrzeugbeschriftung, habe ich auch. Eine Eigenbeschriftung der Fahrzeuge ist natürlich sinnvoll. Ebenso eine einheitliche Lackierung.
Aber man kann es ja so begründen: Fahrzeuge wurden vor kurzem von anderen Bahngesellschaften kürzlich eingekauft.
Der "DR" - Zug könnte mir gefallen


Gruß, HSB-Martin.

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#22 von Nomik , 16.04.2017 12:31

Hallo Rolf
Als ebenfalls stiller Mitleser (bis jetzt) kann ich zu deiner Anlage nur gratulieren! Einfach genial, insbesondere Schmalspur und Hafen haben einen besonderen Reiz und deine Umsetzung ist beneidenswert gelungen und höchst inspirierend zugleich. Es ist auch witzig wie du das Thema "schweizerisch" machst, ich finde dies nicht mal störend, ganz im Gegenteil.
Jedenfalls bin ich schon jetzt gespannt wie's weiter geht und freue mich auf Neuigkeiten.
Frohe Ostern und liebi Grüess
Nicolas


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#23 von cougar1234 , 21.04.2017 10:34

Hallo zusammen

Endlich, die Wittow-Fähre ist in Auslieferung und sollte irgendwann nächste Woche bei mir eintreffen. Dann kann ich die Grundform des Hafens abschliessen. Mit dem Bereich der Landungsbrücke habe ich noch zugewartet, weil ich noch nicht genau weiss, wie ich die Fähre positionieren will. Wenn die Angabe von Arcitec, betreffend Höhe der Schienenoberkante über dem Wasser, sollte ich bei einer Wassertiefe von ca. 5 mm ziemlich eben auf die Fähre fahren können. Falls etwas nicht stimmen sollte, benötige ich noch etwas Platz für ein allfälliges Gefälle. Übrigens beide bisherigen Schiffe (Frachtkahn und Passagierschiff) stammen auch von Arcitec. Von beiden Modellen bin ich begeistert. Die Passgenauigkeit der Resin-Teilen war sehr präzise und auch der Zusammenbau der wenigen Teile einfach. Das Problem ist nachher eher die Bemalung, weil man dafür eine sehr ruhige Hand dafür braucht. Ich ziehe es sonst vor, Bausätze noch an den Spritzlingen zu lackieren und erst dann zusammenzubauen. Beim Passagierschiff kam ich dann mit den Ätzzurüstteilen (Resling, Geländer) an die Grenze meiner modellbauerischen Fähigkeiten. Diese sind sehr fein und das Geländer gerade hinzubringen, war kaum möglich. Bin mal auf die Wittow-Fähre gespannt, mit was für Herausforderungen diese auf mich wartet...

Die letzten Tage habe ich mich mit der Werft beschäftigt. Das Gebäude ist ein kompletter Eigenbau ohne Vorbild. Das Boot im Gebäude stammt von einem auf 1/87 verkleierten Bausatz der Universität Duisburg-Essen, welchen ich zufällig im Internet fand. Wahrscheilich wird es im Gebäudeinnern noch ein paar Inneneinrichtungen geben, da man doch ziemlich gut hineinsehen kann. Eine Innenbeleuchtung ist aber nicht vorgesehen. Auf den Schienen rechts vom Gebäude gibt es dann ein etwas grösseres Schiff. Eigentlich war die Artitec Segelyacht vorgesehen, aber diese ist vom Artitec-Shop verschunden. Ich hoffe diese wird wieder produziert. Eine Alternative wäre von der Grösse er noch der Krabbenkutter, ich bin aber nicht so sicher, ob dieser auf einen Binnensee passt. Da es ein Vollrumpfmodell sein muss, ist die Auswahl eher klein. Hat sonst jemand eine Idee?
Die Splitflächen werden dann noch begrünt und mit Details versehen. Hier muss ich mich aber noch inspirieren lassen.

Beim Betriebswerk habe ich noch eine kleine Bekohlung gebastelt. Noch fehlt ein Kran um die Körbe auf die Rampe zu heben. Nebst diesem Wasserkran gibt es noch einen weiteren auf der anderen Seite des Bahnhofs, neben der Drehscheibe.







Momentan sieht halt alles noch etwas steril aus, weil rundum noch Baustellen sind. Am liebsten würde ich jeweils mit dem Posten von Bilder warten, bis die Umgebung einigermassen ansehnlich ist. Diese würde aber noch Wochen oder Monate daueren...

Ich wünsche euch ein schönes Wocheende!

Rolf


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#24 von 1zu87 , 21.04.2017 10:53

Hallo Rolf,

da hast du dir ja eine bezaubernd detaillierte Anlage gebaut, besonders gespannt bin ich auf den weiteren Ausbau des Hafens .

Zitat
Diese sind sehr fein und das Geländer gerade hinzubringen, war kaum möglich



... irgendwie kommt mir das bekannt vor .

Zitat
Da es ein Vollrumpfmodell sein muss



...wieso?

Beste Grüße
Karl Heinz


Ein Städtchen in Niederbayern - Burghofen a. d. Donau


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RE: Eine in Vergessenheit geratene Schweizer Schmalspurbahn

#25 von cougar1234 , 21.04.2017 11:04

Zitat
Da es ein Vollrumpfmodell sein muss

...wieso?

Beste Grüße
Karl Heinz



Hallo Karl Heinz

Das Schiff wurde im Wasser auf einem Wagen verladen und wurde ins "Trockene" gezogen. Somit sollte auch der Teil sichtbar sein, welcher unterhalb der Wasserlinie liegt.

Übrigens, auf deine Anlage bin ich erst jetzt per Zufall gestossen. Aufgrund des Umfangs konnte ich erst ein paar wenige Bilder betrachten. Herzliche Gratulation! Das ist erstklassiger Modellbau, mit grossem Detaillierungsgrad. Gerne schaue ich sie zu einem späteren Zeitpunkt genauer an. Vorallem, weil auch ein Hafen im Bau ist. Wenn ich Anlagen in dieser Qualität sehe, weiss ich, dass ich noch ein blutiger Anfänger bin...

Grüsse

Rolf


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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