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RE: Neue Anlage - "Zweibrücken" in H0 Gleichstrom

#1 von Cätmän1 ( gelöscht ) , 21.05.2017 09:42

Moin miteinander!

Nachdem ich hier viewtopic.php?f=64&t=142463 über meinen Neuanfang in H0 berichtet habe, geht es in diesem Fred um den Bau einer Kompaktanlage in der Größe 250 x 120 cm.

Ich fasse kurz noch einmal meine Rahmenbedingungen zusammen:

1. Kein Platz
2. ich habe in meiner Fahrzeugsammlung hauptsächlich nur Elektroloks verschiedener Baureihen -> Montage einer Oberleitung
3. Geht nicht? Doch. Man darf nur nicht alles so verkniffen sehen. Modelrailroading is fun! Yeah!
4. Die Anlage muss für einen eventuellen Umzug teilbar und mobil bleiben
5. Immer noch kein Platz
6. Kein Point-to-Point-Verkehr! Ich liebe ausgedehnte Fahrten im Kreis!
7. Etwas Platz gefunden
8. Ein wenig Hauptstrecken-Charakter soll schon sein. Trotzdem kein großer Bahnhof.
9. Wie sieht das Hobby-Budget aus? Keins. Es wird alles selbstgebaut. Auch die Bäume! Ich bin Gestalter und kein Techniker.
10. Nun habe ich doch noch eine Ecke gefunden und ausgemessen: 250 x 120 cm, nicht viel - aber ich will meine dicken Züge fahren lassen. Unbedingt!
11. Es werden zwei Bogenbrücken eingesetzt, also muss etwas in Form eines Gewässers her.
12. Ok, ich hab einen Plan und eine Idee!

Im Sommer 2016 bin ich mit der Baugröße H0 neu angefangen und das gleich digital! Vorher war ich überzeugter Analogius gewesen. Allerdings mag ich einfache und bedienungsfreundliche Technik, so ähnlich wie ich Windows-Rechner über alles hasse und seit über 25 Jahren auf meine Apple-Mäcs schwöre. Und so bin ich bei Roco gelandet. Auspacken, zusammenstecken, läuft. So mag ich das. Und die Möglichkeiten der Multimaus reichen für mich absolut aus. Oh, ich kann sogar mit einem Lötkolben umgehen und die Decoder selbst einbauen, wenn keine Schnittstelle vorhanden ist. Eins der ersten Opfer war eine hochbetagte E69, die in den 1970er Jahren im damals jungen Roco-Programm erschien. Mittlerweile bin ich auf diese alten Maschinen regelrecht versessen und habe mir in jüngster Zeit aus Nachlässen usw. diese alten Roco-Loks besorgt. Das Komische - es werden seltsamerweise immer mehr….. Aus meiner Startpackung stammt eine verkehrsrote 218 nebst Güterzug sowie eine grüne 140 im Ep. V-Look - die sind neu. Eine digitale Köf 3 mit digitaler Kupplung hat mich nicht überzeugt und wurde kurzerhand wieder verkauft… dafür gabs wieder zwei schicke alte E-Loks!

Der geneigte Leser dieses Berichtes weiß nun, daß ich auf alte E-Loks stehe. Dummerweise verlangen meine geliebten E-Loks nach großzügigen Anlagen in raumübergreifenden Formaten. So wird es jedenfalls in der Literatur propagiert (ja, ich beschäftige mich auch mit der großen Bahn, aber dazu später mal mehr). Kann man machen - muss man aber nicht. Und außerdem - Lust auf einen Rest-Lebensausfüllenden Anlagenbau habe ich nicht. Ein Bekannter von mir macht das…. er kommt nicht zum Fahren, und er sitzt seit Jahren an der Planung. Er hat aber einen Raum und einen Anlagenrahmen. Seine Loks sind in einer Vitrine eingesperrt.

Die Gretchenfrage ist nun, und das hat mich viel Zeit des Nachdenkens gekostet, wie bekomme ich eine schöne Strecke für meine Loks auf KLEINSTEM RAUM? Mit kleinstem Raum meine ich 1:87 auf 250 x 120 cm, die Größe für eine Spielkreis-Anlage, wie ich sie als Junge mal besaß. Alle sagten mir, das geht nicht, lass es. Ich baute eine Zeitlang einen Spielkreis auf. Das funktionierte ganz gut. Bis mir mein Nachbar zwei Bogenbrücken schenkte und ich beim Aufräumen ein Heft wiederfand. Bogenbrücke auf platter Platte sieht sch… unschön aus. Hmmm…. sollte ich doch mal eine Rauf-und-Runter-Variante in 2 Ebenen testen? Groß kann jeder.

Es muss wohl zum Jahresende 2016 gewesen sein, als ich den Noch-Ratgeber St. Sebastian bekam, ich wollte in meinen Weihnachtsferien mal wieder die ultimative Anlage bauen und der Vorschlag aus diesem Ratgeber gefiel mir ganz gut. Allerdings war der Gleisplan des Bahnhofs nicht so nach meinen Vorstellungen, dass ich das ganze Vorhaben verwarf. Und außerdem nur Diesel und Dampf - pah!
Anfang Mai hatte ich wieder Urlaub. Und bei den neuerlichen Überlegungen, das Ganze kompakt aufzubauen (wir erinnern uns, 250 x 120 cm ist das Maximalste was mir zur Verfügung steht) habe ich die Grundfigur des Gleisplans übernommen, aber auf meine Bedürfnisse abgeändert.

Aus urheberrechtlichen Gründen will ich hier keine Ausschnitte aus dem Heft zeigen. Der Original-Gleisplan ist auf der Noch-Seite zu finden.

… und das ist meine Version, zugeschnitten auf einen Betrieb mit Elektrolokomotiven und Durchgangs-Güterzügen.



Bei der Suche nach Inspirationen für die Anlage stieß ich letztes Jahr auf Fotos der Karwendel- und Außerfernbahn, die von Garmisch aus nach Österreich führen und E-Lok-Einsatz rechtfertigen. Ein wenige Phantasie dazu, und das Rezept für eine Kompakt-Anlage für den Einsatz von Elektrolokomotiven ist fertig.

Hier aktuelle Fotos vom Bauzustand. Es läuft alles rund! Alle meine Fahrzeuge bewältigen die problematischen Steigungen mit entsprechender Anhängelast. So kann dann später der Landschaftsüberbau angefangen werden. Zunächst muss im Untergrund jedoch noch einiges bearbeitet und verstützt werden. Wer es gesehen hat: ich verbaue 4 mm Hartfaserplatten für den Trassenbau. Normalerweise ist es biegsam wie nur sonstwas. Aber mit entsprechender Anzahl von Stützen und Verstrebungen passiert da nichts mehr. Teilweise habe ich unter die Trassen auch Abfallstücke von Lattenresten geklebt, das sollte für ausreichende Stabilität sorgen. Testfahrten mit der schweren 1020 zeigten, dass nichts durchbiegt oder auf Wanderschaft geht. Sowieso ist der komplette Unterbau aus Abfallstücken und Restteilen von früheren Anlagen entstanden. Kostenpunkt: Arbeit und viel Leim.

Zum Schluß noch ein paar Bilder, die ich unkommentiert stehen lasse.








Cätmän1

RE: Neue Anlage - "Zweibrücken" in H0 Gleichstrom

#2 von almetalbahn , 21.05.2017 10:56

Hallo. Wie bei deiner Rundumanlage wieder ein schöner Gleisplan. Schlicht und gut. Da du am Anfang bist, ein paar Ideen.

(1) Die Weichen im Bahnhof im Bogen (oben links) ausführen. Dann kannst du einen Zug im Bahnhof kreuzen, wenn du deine eher kurzen "deutschen" Züge fährst, und muss nicht bereits auf der Strecke ausweichen - die "österreichische" Variante.
(2) Die hintere Auffahrt als zweigleisigen Schattenbahnhof. Wenn der Zug nicht unmittelbar wieder zum Vorschein kommt, bringt das viel.
(3) Dünnes Holz ist ein sehr guter Resonanzkörper.

Gruß Martin


almetalbahn  
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RE: Neue Anlage - "Zweibrücken" in H0 Gleichstrom

#3 von raily , 04.06.2017 23:58

Hallo Markus,

wohl doch noch ein Testkreis, denn von der Quadratmeterzahl sind deine Anlage und die meine gleich groß,
lediglich die Kantenlängen sind sehr unterschiedlich.

Eine Fahranlage aus Hauptbahn und dann den Zügen beim Kreisen zuzuschauen ist auch das Meine, vor allem dann,
wenn sie über eine ansprechende Länge verfügen.
Das geht auch bei kleinen Anlagen, wenn die Strecke, wie auch bei deiner, hauptsächlich in Bögen verlegt ist
und der kleine Unterwegsbahnhof reicht ja völlig aus, um den täglichen Personenzug oder die Übergbe anhalten zu lassen,
die höherwertigen Züge rauschen da eh nur durch:
Fantastische Eindrücke, wenn man das in Augenhöhe betrachten kann ...

Zitat
eine hochbetagte E69, die in den 1970er Jahren im damals jungen Roco-Programm erschien.
Mittlerweile bin ich auf diese alten Maschinen regelrecht versessen und habe mir in jüngster Zeit aus Nachlässen usw.
diese alten Roco-Loks besorgt. Das Komische - es werden seltsamerweise immer mehr…..


Das kann ich gut verstehen, egal ob es jetzt um die Modelle von Altbauvorbildern oder um selbst alte Modelle überhaupt handelt,
da bin ich echt gespannt, was sich da so zusammenträgt ...

Bei mir überschneidet es sich sogar, die meisten meiner alten Rocomodelle, sind Modelle von Altbauvorbildern,
eine 150 und eine 181 gesellen sich von jüngeren Vorbildern noch dazu.


Viele Grüße,
Dieter.


Märklinbahner ab `61 m. Pause, Ep.III-IVa, z.Zt. keine große Anlage, aber etwas DC dazu.

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Die Mini-Moba: Mein Testkreis: Es geht los!.
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RE: Neue Anlage - "Zweibrücken" in H0 Gleichstrom

#4 von Miraculus , 05.06.2017 08:34

Moin Markus,

na dann will ich doch auch hier meine Spuren hinterlassen .
Kurz und knapp. Ein für dein Konzept.

Freu mich auf mehr Bilder.

Grüßekens


Peter

Anlage im Bau: Baubericht! "Klostermühl 1.0 - Neuordnung im Oberstübchen"

Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

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RE: Neue Anlage - "Zweibrücken" in H0 Gleichstrom

#5 von Cätmän1 ( gelöscht ) , 17.06.2017 07:57

Hallo, liebe Mitglieder.

Derzeit steht der Bau der Anlage hinten an, viel ist noch nicht passiert. Ich will kurz zu euren netten Kommentaren kommen.

@Martin: Ich gebe dir in allen Punkten recht. Könnte man so machen. Da ich aber aus meinem vorhandenen Gleisvorrat den Plan umgesetzt habe, wird daher auch nichts mehr geändert. Sicherlich mögen ein weiterer Satz Bogenweichen vor dem Bahnhof Rangierfahrten mit längeren Zügen möglich machen, dass war aber nicht Sinn und Zweck der Übung. In erster Linie geht es mir nur um durchfahrende Züge in einem sagen wir mal, landschaftlich gestalteten Ambiente. Rangieren war und ist nicht mein Ding, allenfalls kommt es mal vor, dass eine E69 mit zwei, drei Wagen eine Zustellfahrt macht, aber das war es auch schon. Hauptsächlich soll meine stetig wachsende Fahrzeugsammlung bewegt werden. Ein Schattenbahnhof kommt erst gar nicht in Frage, weil ich mit Strecken, die nicht eingesehen werden können in der Vergangenheit immer schlechte Erfahrungen gemacht habe.

@Dieter: es ist richtig. Mehr oder weniger als ein Testkreis soll diese Anlage überhaupt nicht sein. Die Züge sollen sich in einem landschaftlich durchgestalteten Ambiente bewegen, zumal die Anlage auch in meinem Studio steht und immer im Blickfeld ist. Leider ist mein Platz wie immer sehr beschränkt. Sicherlich würde das durch eine Anlage in der Baugröße N oder Z besser ausgenutzt werden, aber letztes Jahr bin ich auf H0 umgestiegen, weil mir N wirklich zu klein wurde! Und ich muss nach einem Jahr H0 sagen, diese Baugröße ist einfach griffiger und die Modelle sind irgendwie schöner. Auch das Angebot ist sehr groß! Wie vormals geschrieben, mag ich die alten Roco-Modelle, die damals schon ihrer Zeit voraus waren. Jedenfalls was Detaillierung und Maßstäblichkeit angeht. Die Modelle sind immer noch gut und teilweise recht günstig zu bekommen. Der Einbau eines Digitaldecoders ist wirklich kein Hexenwerk mehr. Zwar fahren die alten Schätzchen nicht unbedingt viel besser damit, aber Unterschiede sind trotzdem zu erkennen. Sie lassen sich jedenfalls besser regeln. Wenn zudem die CVs an jede Lok angepasst werden, ist das schon eine tolle Sache. Mal sehen, was demnächst bei mir im Fahrzeugbeschaffungsprogramm passiert, wenn denn die Anlage soweit aus der Rohbauphase ist.

@Miraculus: Hallo, du hast doch sicherlich auch einen richtigen Namen? Danke für deine Spuren!

In der Zwischenzeit sind ein paar Sachen vom Modellbauladen Müller bei mir eingetroffen. Ich war auf der Suche nach Tunnelportalen und bin mehr oder weniger zufällig an diese Adresse geraten. Dort habe ich mir dann diverse Mauerplatten und zwei schöne Tunnelportale aus Gips bestellt. Als das Paket ankam, lag neben den sorgfältig verpackten Gipsteile ein Beutel mit einer LED-Innenbeleuchtung dabei. Nun ja, ich hatte mich einmal damit auseinandergesetzt, war aber dann erschrocken, wie teuer diese fertig bestückten Streifen sind, die zudem einen Flackerschutz habe. Ich habe das mal zu Testzwecken in einen der Silberlinge von mir eingebaut, der eine alte Glühbirnen-Beleuchtung hatte, die ich aber deaktiviert habe. Nun ja, die Radschleifer waren ja noch dran. Und nach dem Einbau, der wirklich nur einige Minuten dauerte, war ich vollendes überzeugt. Die Bauteile werden nicht warm, d.h. im Digitalbetrieb ist die Beleuchtung ständig an, es sein denn, man spendiert jedem Wagen einen Schaltdecoder. Kann man machen, werde ich aber nicht. Zunächst werde ich sämtliche Personenwagen, die ich habe, damit ausrüsten und jeder Wagen bekommt dann später an der Unterseite einen Micro-Dip-Schalter, mit denen ich die Beleuchtung an- und abschalten kann. Einfach, aber wirkungsvoll! Die Beleuchtung gibts zum absoluten Taschengeldpreis, die schon geordert ist. Da ich hauptsächlich mit Elektrolokomotiven fahre, muss natürlich eine Oberleitung her. Und da habe ich mich für Hobbex entschieden, weil die einen guten Kompromiss zwischen Optik und Stabilität sowie Preis und Verfügbarkeit hat. Okay, die ist vom Aussehen etwa wie die alten Vollmer-Oberleitung, hat aber ein paar Möglichkeiten mehr, die ich gerade im Bahnhofsbereich ausnutzen werde. Sommerfeldt sieht zwar geil aus, Viessmann auch, aber preislich nicht mein Budget. Ich gebe mein Geld lieber für Loks und Wagen aus. Außerdem, wenn ich solche Juwelen einbaue, müsste ich dann auch das Gleis gegen ein optisch schöneres austauschen. Der finanzielle Aufwand ist mir einfach zu hoch. Außerdem muss das nicht. Ich denke, dass diese Entscheidung ein guter Kompromiss ist. Die Landschaftsgestaltung wird später eh alles raushauen, hoffe ich jedenfalls...
In den nächsten Tagen stehen wieder ein paar weitere Baumassnahmen an, dann versorge ich euch mit Stoff in Form von neuen Bildern!

Bis dahin und genießt das Wetter

Grüße Markus


Cätmän1

RE: Neue Anlage - "Zweibrücken" in H0 Gleichstrom

#6 von Cätmän1 ( gelöscht ) , 18.06.2017 22:51

Hallo, liebe Forumskollegen,

ich reiche die versprochenen Bilder nach.



Erstes Grün - an der Stelle unterhalb der Brücke spross es zuerst, da es nach dem Einbau der Brücke nicht mehr möglich ist, daran zu arbeiten.




Ein eher ungewöhnlicher Blick, Durchfahrt der 112 mit D-Zug


Die schönen Portale von Müller, farblich behandelt.


Testfahrten sind immer wichtig. Die schöne 1020 mit Güterzug.


Viele Grüße
Markus


Cätmän1

   


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