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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#1 von cougar1234 , 16.06.2017 21:17

Hallo zusammen

Zur Zeit baue ich an einer H0e-Anlage, welche hauptsächlich zum Rangieren ausgelegt ist. Einige von euch haben vielleicht die Anlage schon in der Anlagevorstellung besucht (Link in der Signatur). Das Bauen daran und der Fortschritt machen Freude, vorallem weil der Hafen auch langsam Formen annimmt. Weniger Freude bereitet mir z. Zt. das H0e Rollmaterial. Ich kämpfe hier nach wie vor mit den Fahreigenschaften. Momentan ist hier eher Frust statt Lust. Ev. muss ich mal die Schienen gründlich reinigen. Aber zusammen mit den Bauarbeiten an der Anlage ist es ein wenig Sisyphus-Arbeit. Lange Rede kurzer Sinn:

In meinem Kopf schwirrt wieder eine H0-Anlage herum. Da die H0e-Anlage aber schon so weit fortgeschritten ist, will ich diese aber nicht abreissen. In unserem Dachgeschoss wäre grundsätzlich noch genügend Platz vorhanden. Da ich aber noch nicht weiss, für was wir diesen noch brauchen werden, will ich diesen nicht mit einer Modellbahn füllen. In der Dachschräge, wo eh nur Kisten abgestellt werden, wäre aber Platz für eine Anlage. Jedoch ist wegen dieser Schräge die Planung nicht ganz einfach.

Ich bin ein Fan von der (alten) Gotthard- und Lötschbergstrecke. Da ich gerne einigermassen vorbildlich lange Züge habe, keine engen Radien will und die Anlage nicht überladen ist, scheiden die beliebten Kehrtunnelabschnitte praktisch aus . Zudem möchte ich das Konzept aus Kosten-, technischen und gestalterischen Gründen möglichst einfach halten. Zudem möchte ich hauptsächlich Fahrbetrieb machen (Rangieren kann ich im Keller mit H0e). So bietet sich ein kleiner Durchgangsbahnhof an einer Gebirgsstrecke an, obwohl natürlich auch die Gleislängen verkürzt sind. Zudem möchte ich möglichst viele verschiedene Züge fahren lassen und diese sollten wieder von da zurückkommen, wohin sie gefahren sind (Kehrschlaufe).

Gestützt auf diese Vorgaben habe ich mal einen Gleisplan gezeichnet. Trotz der kurzen sichtbaren Strecke, häufen sich die Gleise im unsichtbaren Bereich an, was aus meiner Sicht leider nicht vermeidbar ist. Ich habe mich mal für Rampen statt Gleiswendel entschieden. Diese erscheinen mir einfacher zu bauen und Geraden sind betriebsicherer als Kurven. Zudem habe ich keine Probleme mit den Steigungen. In meinem jetzigen Plan sind die Höhenabstände bis auf etwa eine Stelle deutlich höher als 12 cm (20 cm und mehr). Die Zugänglichkeit dürfte so gegeben sein. Auch in der Tiefe sollte ich in den Schattenbahnhöfen hineinlangen können. Etwas problematisch sind die geraden Rampen im Hintergrund, welche >100cm sind. Hinter der Anlage wäre, wenigsten für den Notfall kriechend genügend Platz. Jedoch ist der Zugang mit dem jetzigen Gleisplan nicht möglich. Ev. wäre es möglich die Schattenbahnhöfe in den Bogen zu legen, dass man seitlich an diesen, unter dem sichtbaren Teil, nach hinten hindurchgkriechen könnte.

1. Titel
Imaginärer Bahnhof an der Lötschberg Südrampe

2. Spurweite & Gleissystem
H0, Märklin, K-Gleis

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon

Seitenansicht

Aufsicht; (Schraffierte Fläche: Ungefährer Standort Anlage)

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Rechteck

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
635 x max. 317cm, aber eher weniger

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Modellbahn für Fahrbetrieb. Beschränkter Rangierbetrieb, z.B. Bauzug oder ähnliches

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Hauptbahn

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
sichtbar: > 61cm (Flexgleise) / verdeckt: > 42cm

4.4 Maximale Steigung
2.4 Promille

4.5 Maximale Zugslänge
270 cm (Personenzüge mit 8 EW IV unverkürzt)

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
Oberste Ebene 100 cm (hinterer Teil nur Landschaft)
Untere Ebenen 80 cm

4.7 Eingriffslücken / Servicegang
___

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
+/- 80 cm (wegen Dachfenster)

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
2 Stück, Maximalausbau je 12 Gleise

4.10 Oberleitung ja / nein
Ja

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
Digital

5.2 Steuern analog oder digital
noch nicht entschieden

5.3 PC-Steuerung
noch nicht entschieden

6. Motive
6.1 Epoche
IV bis V

6.2 Bahnhofstyp(en)
Kleiner Durchgangsbahnhof

6.3 Landschaft
Schweizer Alpen, frei interpretierte Lötschberg Südrampe

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Der Bahnhof liegt abseits des Dorfes, vergleichbar Blausee-Mitholz oder Lalden

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
___

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
SBB + BLS

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)

Ansicht mit allenen Ebenen (ausser Gelb alles unsichtbar)


Ebene 0; Schattenbahnhof 1 (Brig) sowie Rampe zu Ebene 1


Ebene 1; Blau: Schattenbahnhof 2 (Bern)+Rampe nach Ebene 2 / Grün: Fortsetzung Rampe Brig von Ebene 0 nach Ebene 2


Ebene 2; Sichtbarer Teil

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Einzelspieler

7.4 Budget
___

7.5 Zeitplan
___

8. Anhänge


Meine Frage ist nun an euch Profiplaner :

Was haltet ihr grundsätzlich vom Anlagenkonzept?
Ist eine solche Anlage für eine Dachschräge geeignet oder was müsste anderes sein?
Was haltet ihr von Rampen statt Gleiswendel im konkreten Fall (Diskussion im Forum deswegen habe ich schon gelesen)?
Sonstige Verbesserungsvorschläge?

Vielen Dank schon im voraus für die Rückmeldungen!


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#2 von E-Lok-Muffel , 18.07.2017 09:09

Hallo Rolf,

Du bist mir irgendwie durchgerutscht!

Nach vier Wochen also endlich ein herzliches im Stummi-Planungsforum!
Das klingt ja spannend was Du da vor hast. Reine Fahranlage mit langen Zügen! das ist genau mein Ding!

Möglicherweise könnte man das ganze noch aufpeppen: Ich kenne mich jetzt nicht genaau mit den schweizer Bergstrecken aus, aber ich fände es interessant, die sichtbare Strecke so lange wie möglich dreigleisig zu gestalten, damit vielleicht auch Zugüberholungen im Fahren stattfinden könnten. Unter dem Aspekt, dass Güterzüge doch langsamer sind als Schnellzüge und dass Anfahren am Berg extrem viel Power benötigt und deshalb Abbremsen bis zum Stillstand eigentlich vermieden werden sollte... Möglicherweise werden auch die Richtungsgleise der Zweigleisigen Strecke mal zum Überholen nur in eine Richtung verwendet (Parallelfahrten im Blockbetrieb) dafür müssten dann Weichenverbindungen innerhalb der Rampen geschaffen werden...

Zum Aufbau der Anlage kann ich sagen, dass der Plan relativ unglücklich ist. Bei so viel Tiefe musst Du unbedingt von hinten dran kommen, dafür musst Du aber zwingend irgendwie seitlich an der Anlage vorbei... wenn Du, verständlicherweise, oben keine Länge verschenken willst, musst Du die Schattenbahnhöfe in der Länge eindampfen, damit Du einen mindestens 60 cm breiten Kriechgang rechts oder links unter der Anlage durch erhältst. Ich als Bauherr würde versuchen, die Anlage auf Rollen zu stellen und in der Länge so planen, dass ich links am Kamin vorbei die Anlage fürs Bauen und zu Reparaturzwecken vorziehen kann...

Wenn die grüne Rampe direkt unter der vorderen Anlagenkante verläuft, könnte man sie mit-ausgestalten: ich denke da an eine Art Galerie/Lawinenverbauung im Fels/Steilhang...

20 cm zwischen den Ebenen sind eigentlich zu wenig. Je nachdem, wie Du Deine Weichen schalten willst (Servos???) geht da ja noch eine Menge an Eingriffshöhe verloren. Wenn Du den unteren Sbf auf 40cm Höhe legen willst, ist das auch ein ziemlich schlechtes Maß: 40 cm reichen eigentlich nicht mehr um drunterzukriechen, d.h. die Verkabelung muss eh von oben erfolgen! Dann wäre zu überlegen, den ersten Sbf gleich ganz nach unten - knapp über den Fußboden - zu legen, damit Du auch ausreichend Eingriffshöhe (~30 cm) erreichst... bedeutet natürlich eine Verdoppelung der Rampenlänge, ist klar, aber erheblichen Komfort-Gewinn... möglicherweise doch über - zumindest eine - Wendel nachdenken, die Rampe des zweiten Sbf könnte entweder in größerem Radius drumherumführen oder als "große Wendel" nicht die ganze Länge, sondern nur 4 m beanspruchen...

Damit wird Dein Projekt viel komplexer als ursprünglich geplant, aber ich glaube, die Beachtung solcher Details bei der Planung entscheiden über Erfolg oder Scheitern...

also viel Erfolg!
Gruß
uLi


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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#3 von BernhardI ( gelöscht ) , 18.07.2017 13:19

Hallo Rolf,

an Deiner Stelle würde ich erstmal auf das Hundeknochen-Monstrum (unterirdisch) verzichten und ein einfaches Oval bauen, mit dem Zugspeicher hinter der (abnehmbaren) Kulisse, was die Zugänglichkeit auch entschärft (von vorne alles zugänglich).

Vorteile: Recht schnell so weit gebaut daß Du fahren kannst, zugänglicher, keine Steigungen und auch sonst betriebssicherer, billiger.

Wendemöglichkeiten kannst Du ja dennoch evtl. integrieren in den SBf.

Nachteil: Geringere Kapazität des Zugspeichers, vielleicht 6 Gleise je Richtung, die dafür aber recht lang sind für je einen langen oder zwei kurze Züge (hintereinander).

Falls Dir das auf Dauer nicht reicht, kannst Du immer noch die Riesen-U-Bahn bauen. Vielleicht merkst Du aber, daß zehn weitere Züge den Spielwert nicht derart erhöhen würden, daß Du Dir das antun willst. Um die Züge mal wechseln zu können, bieten sich Zugkassetten an.

Grüße,
Bernhard


BernhardI

RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#4 von E-Lok-Muffel , 18.07.2017 15:29

Hallo nochmal,
Berhards Idee hat auch was für sich und ist auch viel schneller realisierbar!

Vorbild könnte in etwa diese Anlage (natürlich die aktuelle Planung) sein, obwohl eingleisig, ähnlich vom Aufbau und Thema.

Anlagenform wäre dann so etwas:
Seitlich runde Kanten, damit Du die ganze Anlage drehen kannst, zum Manövrieren etwas an Länge einbüßen, vielleicht noch 6,10 m lang?

Vorteil:
Du könntest die Anlage "tieferlegen" wie damals den Golf GTI, so auf 75-80 cm (Schreibtisch-Höhe), da kein Sbf drunter ist, kannst Du mit dem Stuhl sogar bequem drunterfahren und die Beine ausstrecken...

Wenn Du die Berg-Kulisse abnehmbar gestaltest, könnte die Anlage bei Nicht-Benutzung auch weiter nach hinten unter die Schräge wandern...

Gruß
uLi


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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#5 von cougar1234 , 20.07.2017 10:15

Hallo Uli, Bernhard und alle anderen Mitleser

Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Die Verspätung ist halb so schlimm, denn die letzten Wochen hatte ich ferienbedingt sowieso nicht allzu viel mit der Modelleisenbahn am Hut. Ich bin froh, dass sich nun jemand gemeldet hat Vielen Dank für eure Bemühungen!

Zurück zum Thema: Mit dem von mir gezeichneten Gleisplan bin ich auch überhaupt nicht zufrieden. Ich habe in mal gepostet, dass eine Diskussionsgrundlage besteht und ich nicht wollte, das jemand für mich von Null auf einen Gleisplan zeichnen muss. Der fehlende Durchgang nach hinten finde ich auch den grösste Fehler. Meine Idee wäre noch nur die Gleise im Untergrund zu kürzen, dann müsste ich nur unter dem sichtbaren Teil hindurchkriechen. Ich bin sowieso erschrocken, als ich gesehen habe, wie viele Gleise es dafür benötigt und wie wenig davon später sichtbar ist. Nur schon die Kosten für das Gleismaterial lassen einen die Haare zu Berge stehen. Auch Steuerungstechnisch wäre die Anlage komplexer als eigentlich gewünscht.

Die Anlage auf Rollen zu stellen, hatte ich eigentlich auch vor. Deine Idee Uli mit den abgerundeten Kanten gefällt mir sehr gut. Darauf wäre ich nicht gekommen. Da der "Modellbahnraum" offen zum Wohnteil ist, müsste ich die Anlage sowieso modular aufbauen, sodass ich die Dreckarbeiten im Keller vorerledigen kann und dann nur die "sauberen" Arbeiten im Dachgeschoss erledigen werde. Wird sicher eine spannende logistische Aufgabe.

An deine Idee Bernhard, alles auf eine Ebene zu legen, habe ich auch schon gedacht. Vorallem als ich die Kosten grob durchgerechnet habe... Ich habe es mal grob skizziert, wie ich mir deinen Vorschlag vorstelle:


Der lanschaftlich durchgestaltete Teil wäre nur vorne mit etwa 80 cm Tiefe durchgestaltet. So könnte man unten durch kriechen und in der Mitte vor dem Schattenbahnhof stehen. Ich hab etwas Bedenken, dass es so zu wenig abwechslungsreicher Zugbetrieb geben wird und die Anlage bald langweilig wird. Vorallem mit nur einem solch kleinen Durchgangsbahnhof. Was meint ihr?

Der Vorteil an einem kleinen Durchgangsbahnhof ist halt, dass daneben noch Platz für eine offene Strecke vorhanden ist und man die Bahnanlagen nicht allzufest in der Länge und Breite gegenüber dem Vorbild stauchen muss.

Ich habe noch 2 grundsätzlich andere Betriebskonzepte im Kopf, aber bei beiden habe ich das Problem, dass ich darum herum eine Stadt oder mind. ein Dorf bauen müsste. Bei meiner H0e-Anlage habe ich gemerkt, dass mir dies nicht gleich viel Spass bereitet wie eine Landschaft.

1) Ebenfalls ein Durchgangsbahnhof, aber mit etwa 5-6 Durchfahrtsgleisen und zusätzlich ein Depot (BW) für Vorspann-Lokomotiven, da der Bahnhof imaginär am unteren oder oberen Ende einer Bergstrecke liegen würde.

2) Endbahnhof, vergleichbar mit Locarno.

Vorteile bei beiden Konzepten ist, dass mehr Betrieb möglich ist und mehr Lokomotiven glaubwürdig abgestellt resp. neubestannt werden können. Im Vorgängerheft vom CH-Modellheft LOKI habe ich für beide Ideen schon ansprechende Gleispläne gesehen.

Nachteilig ist, dass wahrscheinlich auch 6-8 Meter Länge schon etwas knapp sind für einen solchen Bahnhof ist und eine offene Strecke kann fast vergessen werden. Zusätzlich sehe ich beim Endbahnhof etwas das Problem, was ich mit den Güterzügen machen würde. Diese fahren ja nur selten bis in einen solchen Bahnhof hinein. Und reiner Fahrbetrieb wäre auch nicht möglich.

Was denkt ihr dazu?


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#6 von BernhardI ( gelöscht ) , 20.07.2017 12:16

Hallo Rolf,

zum Zugbetrieb: Wie abwechslungsreich der wäre mit dem dreigleisigen kleinen Bahnhof, weiß ich nicht. Dafür kenne ich das Vorbild zu wenig und Deine Ansprüche. Meiner Meinung nach hängt das aber vom sichtbaren Teil ab und kaum vom Zugspeicher: Sollte der kleine Bahnhof Dir mit 7 SBf-Gleisen je Richtung zu langweilig sein, wird es nicht viel interessanter, wenn Du noch ein paar mehr Züge abwechselnd fahren kannst.

Ein Kopfbahnhof allein wär mir persönlich auch zu einseitig wegen fehlendem Güterverkehr.

Ein größerer Durchgangsbahnhof bringt bestimmt mehr Betrieb. Ich finde da die Idee reizvoll, nur die eine Hälfte sichtbar zu haben mit einer großzügigen Bahnhofseinfahrt. Die Gleise verschwinden dann unter einer Bahnhofshalle oder einer Straßenbrücke Richtung Schattenbahnhof. Viel Strecke bleibt auf diesem Platz aber auch dann nicht übrig.

Grüße,
Bernhard


BernhardI

RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#7 von E-Lok-Muffel , 20.07.2017 15:02

Hey Rolf,

Du denkst zu zweidimensional! Wenn Du Dich schon gesistig von Deinem Schattenbahnhof-Turmbau-zu-Babel verabschiedet hast und jetzt nur eine Ebene planst, warum nicht doch noch einen draufsetzen?

Ich sach auch immer: Ich will Keks und Schokolade!

das sieht auch hingeschmiert gut aus:

Gruß
uLi

P.S. O.k. Durchkriechen und in der Mitte auftauchen ist dann nicht mehr,
aber da findet sich auch noch eine Lösung!


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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#8 von cougar1234 , 24.07.2017 22:17

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Ideen und Ratschläge!

Ich habe mich mal an einen etwas grösseren Durchgangsbahnhof gezeichnet, von welchem aus die Strecke nach rechts (imaginär) ansteigt. In den ersten Betriebsjahren mussten hier die Züge verstärkt werden. Darum steht hier noch ein kleineres Depot. Den unsichtbaren Teil habe ich bewusst weggelassen. Die Flexgleise habe ich aucg nur auf die Schnelle verlegt.


In der Schweiz herrscht bekanntlich Linksverkehr. Bergfahrende Züge benützen die Gleise 3-5 (Vom Bhf aus gezählt). Vom Depot aus können Lokomotiven diese direkt anfahren. Die kürzeste Gleislänge beträgt ca. 230 cm. Personenenzüge benützen nur Gleis 3; 4+5 haben keinen Bahnsteig. Die rechte Bahnhofsausfahrt hat einen Radius von ca. 60 cm (Innengleis), was noch einigermassen akzeptabel ist. Allenfalls könnte das Tunnelportal etwas mehr in die Kurve vorverlegt werden, um dies zu kaschieren. Talfahrende Züge benützen die Gleise 1+2. Zusätzlich gibt es noch einige Abstellgleise und Wartegleise für Vorspann- resp. Schiebelokomotiven. Auf der linken Anlageseite gäbe es bei diesem Entwurf noch eine kurze offene Strecke.

Wie es dann im unsichtbaren Bereich weiter gehen würde, weiss ich noch nicht. Der normale Kreis mit einem Schattenbahnhof hätte den grossen Vorteil, dass dies relativ einfach modular aufgebaut werden könne.

Noch bin ich recht unschlüssig, was ich genau für eine Anlage will... Aber ich habe hier im Forum gesehen, dass es im Anfangsstadium der Planung vielen so geht. Zum Glück kann ich mich noch an meiner H0e-Anlage weiter austoben, bis hier die Planung konkret wird.


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#9 von BernhardI ( gelöscht ) , 25.07.2017 11:54

Hallo Rolf,

das sieht schon gut aus.

Bei diesem Konzept würde ich die sichtbare Strecke "bergwärts" legen, also den Bahnhof nach links verschieben oder umdrehen. Eventuell kannst du sogar eine beginnende Steigung bauen (ein paar Zentimeter Höhenunterschied kann man im Zugspeicher bzw. dessen Zufahrten leicht wieder ausgleichen).

Somit können sich Güterzüge von den Wartegleisen (mit oder ohne Vorspann/Nachschieben) langsam auf die mühsame Bergfahrt machen, auf der man ihnen dann noch einen Augenblick nachsehen kann. Ein Vorspann- oder Schiebebetrieb wär mit ein bißchen Überlegung sicher auch möglich, mit Rückführung der Zusatzloks aus dem Schattenbahnhof über die Strecke. Durch die Steigung wär der Sinn dieses Betriebs jedem Betrachter sofort klar.

Ein oder zwei Ladegleise oder Anschließer im Bahnhof würden das Betriebsangebot noch erhöhen.

Grüße,
Bernhard


BernhardI

RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#10 von cougar1234 , 26.07.2017 20:28

Hallo Bernhard, Hallo Stummis

Ich werde mal versuchen den Bahnhof noch nach links zu schieben. Ich möchte aber nicht, dass er allzufest in eine Gerade gerät. Er sollte geschwungen bleiben, momentan noch egal in welche Richtung. Umkehren ist eher nicht möglich, weil es sonst immer zu Kreuzungen kommen wird, falls Güterzüge die Gleise 4+5 benützen wollen. Diese Wartegleise dienen ja eher der Bergfahrt. Der Bahnhof Erstfeld ist zwar auch so angeordnet, einfach viel grösser. Das mit der angedeuteten Steigung liesse sich sicher umsetzen.

Die Ladegleise und allfällige Anschliesser sind dann noch Feintuning.

Wegen der Flexgleise will ich zwingend das K-Gleis benützen. Zudem will ich auf den Hauptgleise schlanke Weichen verbauen. Gibt es einen Trick wie man diese einigermassen elegant in eine Kurve (Radius ab 60 cm) legen kann? Die verfügbaren Kurvenweichen sind ja nur für engere Radien bestimmt.


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#11 von BernhardI ( gelöscht ) , 27.07.2017 11:43

Hallo Rolf,

Mit dem Drehen habe ich wirklich komplett gemeint, also der gleiche Bahnhof andersrum, auch die Strecke. Die Steigungsstrecke wär dann links, das Empfangsgebäude hinten und die Güterzug-Wartegleise vorne, also ohne Kreuzung zu erreichen für die (nach links) bergfahrenden Züge.

Der geschwungene Bahnhof ist eher ein Modellbahnklischee, das Vorbild baut gerade Bahnhofsgleise wenn irgendwie möglich. Auch im Modell ist Kurve nicht unbedingt praktisch, wenn man kuppeln will. Aber bei Dir wird wenigstens ein Teil des Bahnhofs immer gebogen sein.

Was Du auch tun könntest, ist nur die bergseitige Hälfte des Bahnhofs im sichtbaren Teil darzustellen. Dann kämen fünf Gleise aus dem Schattenbahnhof aus der Kulisse, vielleicht noch kaschiert durch eine Straßenbrücke. Sichtbar wär ein Teil der Bahnhofsgleise, eine großzügige Bahnhofsausfahrt mit Lokdepot und Nebengleisen, sowie etwas mehr Steigungsstrecke. Die Züge, auch die haltenden, könnten dann beliebig lang sein, die Zuglänge nur begrenzt durch die Abstelllänge im Zugspeicher.

Mangels Märklin-Erfahrung kenne ich mich mit den entsprechenden Weichen nicht aus. Es gibt sanft biegbare Weichen, aber soviel ich weiß nur für 2L. Vermutlich kannst Du mit begrenztem Aufwand nur versuchen, die K-Weichen so einzuplanen, daß sie sich in die geschwungene Weichenstraße einfügen, wie es Dein letzter Plan auch zeigt. Bis auf den rechten Gleiswechsel zwischen den Gleisen 2 und 3 wär keine gebogene Weiche nötig, und den könnte man auch noch umplanen.

Grüße,
Bernhard


BernhardI

RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#12 von cougar1234 , 29.07.2017 08:14

Hallo Bernhard

Einmal mehr vielen Dank für deine Mithilfe!

Zitat
Mit dem Drehen habe ich wirklich komplett gemeint, also der gleiche Bahnhof andersrum, auch die Strecke. Die Steigungsstrecke wär dann links, das Empfangsgebäude hinten und die Güterzug-Wartegleise vorne, also ohne Kreuzung zu erreichen für die (nach links) bergfahrenden Züge.



Ich habe bezüglich der Landschaft schon gewisse Vorstellungen. Ich möchte hinter den Gleisen, dass das Gelände ansteigt. Ahnlich wie bei meiner jetzigen H0e-Anlage. Darum möchte ich das Empfangsgebäude gerne vorne an der Kante haben. Ein Vorteil ist, dass so nicht der ganze Bahnhofplatz dargestellt werden muss, sondern nur angedeutet wird. Spart auch wieder Platz.

Zitat
Der geschwungene Bahnhof ist eher ein Modellbahnklischee, das Vorbild baut gerade Bahnhofsgleise wenn irgendwie möglich. Auch im Modell ist Kurve nicht unbedingt praktisch, wenn man kuppeln will. Aber bei Dir wird wenigstens ein Teil des Bahnhofs immer gebogen sein.



Bezüglich dem Vorbild hast du recht! Aber ein geschwungener Bahnhof sieht halt schon eleganter aus, vorallem im Modell. Beim Vorbild hat es mir der Bahnhof Lalden an der Lötschberg Südrampe sehr angetan. Darum wollte ich anfänglich nur ein Bahnhof in dieser Grösse bauen.

Zitat
Was Du auch tun könntest, ist nur die bergseitige Hälfte des Bahnhofs im sichtbaren Teil darzustellen. Dann kämen fünf Gleise aus dem Schattenbahnhof aus der Kulisse, vielleicht noch kaschiert durch eine Straßenbrücke.



Diese Idee wäre genial. Leider sehe ich noch keine Weg, dies mit meinen Landschaftsvorstellungen zu vereinen. Eine Strassenbrücke habe ich eigentlich nicht vorgesehen. Und einen Teil des Bahnhofes in einen Tunnel zu verlegen, ist auch nicht allzu vorbildlich.

Ich habe nochmals einen neuen Entwurf gezeichnet:



Der Bahnhof ist jetzt so weit links, wie nur möglich. So ergibt sich rechts immerhin eine "Paradestrecke" von gut 240 cm. Der Bahnhof hat jetzt Bahnsteggleise in der Länge von mind. 270 cm. Diese könnten ev. auch noch um 30 cm gekürzt werden, dann wäre einfach die Züge um einen Wagen kürzer. Bei diesem Entwurf können Vorspannlokomotiven einfach nicht direkt aus dem Depot vor die Züge fahren, sondern müssen zuerst auf ein Wartegleis vorgezogen werden. Ich empfinde dies aber nicht als Nachteil. Beim Gleisplan in der LOKI, ist es auch so vorgesehen. Ansonsten habe ich gegenüber dem ersten Plan nicht viel geändert. Bezüglich den Problemen beim Ankuppeln in den Kurven, habe ich gerade gesehen, dass die wahrscheinlich vorgesehenen Stellen am Ende der Bahnhofgleise in einer Gerade zu liegen kommen.


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#13 von arnibe , 29.07.2017 13:01

Hallo Rolf,

sehr schöner Bahnhofsgleisplan ...

eine kleine Änderung möchte ich vorschlagen:

Links die Weiche für die Zufahrt zum Lokschuppen würde ich vor die Linksweiche zur Strecke verlegen.
Damit kann dort eine nicht so steile Weiche bzw. Kurve eingesetzt werden und der Platz zwischen Schuppen und Tunnel kann vergrößert werden.
So wie von dir geplant erscheint mir das viel zu eng.
Nebenbei können die beiden kleinen Abstellgleise dann auch etwas verlängert werden.



Viele Grüße, Arndt

P.S.: mir ist grad noch aufgefallen, dass du rechts zwei Kreuzungsweichen einsetzt und links unten jedoch durch die zwei hintereinander liegenden Weichen eine S-Kurve produzierst.
Wenn du eh schon Kreuzungsweichen einsetzt, dann würde ich auch links eine einbauen, ansonsten einen größeren Abstand (Gerade) zwischen die beiden Weichen, um die S-Kurve zu entschärfen.



 
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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#14 von cougar1234 , 30.07.2017 08:02

Hallo Arndt

Vielen Dank für deine Rückmeldung!

Den Depotbereich habe ich sogleich umgezeichnet. Deine Idee ist viel besser! Bei meinem ersten Entwurf störte mich die Nähe zum Tunnelportal sehr.

Deine P.S.-Notiz habe ich auch berücksichtig. Eine DKW habe ich auf der linken Seite nicht genommen, damit der Gleisplan nicht allzu symetrisch wirkt. Mit einer DKW könnte ich durch verschieben des Bahnhofes nach links noch etwas mehr Strecke rechts gewinnen, aber gleichzeitig verliere ich wieder den oben gewonnen Platz im Depot.



Zusätzlich habe ich mal noch einen Anstösser, in diesem Fall eine Kiesverladung eingezeichnet. Ich weiss aber nicht, ob dies nicht zuviel des Guten ist?


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#15 von cougar1234 , 02.08.2017 21:06

Hallo zusammen

Bei diesem heissen Wetter habe ich mich erneut mit meinem Gleisplan und dem möglichen Standort für die Anlage auseinander gesetzt. Dabei habe ich festgestellt, dass dieser so gar nicht realisierbar ist. Aufgrund der Dachschräge und der Dachfenster muss ich die Anlage auf ca. 80 cm Höhe festlegen; sonst verliere ich viel zu viel Platz. Auch auf dieser Höhe verliere ich schon einiges an Tiefe. Mit dem Depot auf der linken Seite wäre ein Teil im hinteren Bereich gar nicht erreichbar. Aus diesem Grund habe ich den Gleisplan nochmals umgezeichnet, diesmal auch mit Schattenbahnhof. Bergwärtsfahrende Züge verlassen den Bahnhof nach wie vor nach rechts. Aus dem Depot kann nur das Gleis 5 angefahren werden. Damit auch auf dem Gleis 4 vorgespannt werden kann, habe ich ein zusätzliches Wartegleis hinzugefügt. Ansonsten habe ich den Gleisplan nur gespiegelt und die Gleise leicht angepasst. Der Zwischenraum zwischen dem sichtbaren Modul (gelb) und dem Schattenbahnhof (grau) ist mind. 60 cm breit, ausser dem schmalen Stück in der Mitte. Leider kann ich mich noch nicht ganz mit dem Kreisbetrieb anfreunden. Ein Hundeknochen wäre halt schon besser. Ich habe immer das Gefühl, auf dieser Anlagefläche müsste mehr möglich sein. Vorallem wenn man Gleispläne in Modellbahnheften (namentlich von Loisl) studiert. Aber dort wird vielfach auf viel engere Radien und kürzere Bahnsteigleise zurückgegriffen. Das will mir bei einer Hauptlinie auch nicht richtig gefallen. Ich habe mir auch schon überlegt, die Strecke nur 1 gleisig zu betreiben.



Hat jemand eine Super-Idee?


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#16 von BernhardI ( gelöscht ) , 02.08.2017 22:58

Hallo Rolf,

eine Superidee habe ich auch nicht. Eingleisige Bergstrecke ist für den Fahrdienstleiter wahrscheinlich interessanter.

Welche Vorteile hätte ein Hundeknochen? Gerade mit dem Schwerpunkt Güterverkehr ist gerichteter Verkehr von Vorteil.

Und das langweilige Oval hast Du nach ein bis zwei Wochenenden in Betrieb, statt erstmal Jahre und ein paar Tausender in eine U-Bahn zu investieren. Mit dieser Anlagenform kannst Du später immer noch den Zugspeicher hinten zur Tiefgarage aufbohren, ohne vorne umbauen zu müssen.

Wenn andererseits der Betrieb des imaginären Bahnhofs nicht Deinen Erwartungen, merkst Du das ohne zuviel Zeit und Geld investiert zu haben und kannst ein anderes Anlagenkonzept probieren.

Grüße
Bernhard


BernhardI

RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#17 von cougar1234 , 03.08.2017 13:35

Hallo Bernhard

Deinen Argumenten kann ich fast komplett zustimmen. Vorallem die Bauzeit, die Flexibilität und natürlich die Kosten sprechen klar dafür. Obwohl die Kosten auch hier nicht ganz ohne sind...

Zitat
Welche Vorteile hätte ein Hundeknochen?



Der Vorteil sehe ich darin, dass die Züge wieder von dort herkommen, wohin sie vorher gefahren sind. So bräuchte man z.B. nur einen Schnellzug, statt je einer pro Richtung.

Zitat
Gerade mit dem Schwerpunkt Güterverkehr ist gerichteter Verkehr von Vorteil.



Das verstehe ich nicht ganz.

Zitat
Eingleisige Bergstrecke ist für den Fahrdienstleiter wahrscheinlich interessanter.



Werde ich auch mal zeichnen. Das heisse Wetter bietet sich dafür an...

Siehst du sonst irgendwelche gravierende Mängel im Gleisplan? Oder würdest du den Bahnhof auch so bauen?


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

Rolf

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#18 von BernhardI ( gelöscht ) , 03.08.2017 14:40

Hallo Rolf,

der Bahnhof gefällt mir sehr gut so wie er ist.

Zitat

Zitat
Welche Vorteile hätte ein Hundeknochen?



Der Vorteil sehe ich darin, dass die Züge wieder von dort herkommen, wohin sie vorher gefahren sind. So bräuchte man z.B. nur einen Schnellzug, statt je einer pro Richtung.




Das ist schon richtig, außer es sind Triebwagen oder Wendezüge, die können einfach zurückfahren. Ich kenne mich zuwenig aus mit den Reisezügen in der Schweiz. Andererseits kann man auch mit einem großen Schattenbahnhof nicht alle Züge einer Hauptbahn zeigen, also ist es nicht unbedingt nötig, immer den Gegenzug verkehren zu lassen. Wenn man sich über Stunden beim Vorbild an so einen Bahnhof stellt, werden viele Züge nur in einer Richtung zu sehen sein.

Zitat

Zitat
Gerade mit dem Schwerpunkt Güterverkehr ist gerichteter Verkehr von Vorteil.



Das verstehe ich nicht ganz.




Güter werden beim Vorbild nicht hin- und hergefahren. Züge mit sichtbarem Ladegut (Holz, Erz, Kohle, Schotter, Autos...) transportieren diese Ladungen nur in eine Richtung. Auf dem Rückweg sind sie leer oder haben etwas anderes geladen. Das ist der "gerichtete Verkehr".

Den kann man im Modell nur nachbilden, wenn solche Züge nur in eine Richtung jeweils verkehren. Mit einem reinen Hundeknochen kann man sie nur spazierenfahren. Selbst ein unbedarfter Zuschauer fragt sich, warum der Kohlezug sich den Berg hinaufmüht, wenn er später die Kohle wieder zurückfährt. Daher sollte man auch dann die Möglichkeit des Kreisverkehrs für bestimmte Züge vorsehen.

Grüße,
Bernhard


BernhardI

RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#19 von cougar1234 , 03.08.2017 16:14

Hallo Bernhard

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Deine Erklärungen betreffend dem Güterverkehr machen jetzt absolut Sinn. Beim Personenverkehr ab Epoche V spielt es auch keine grosse Rolle. Diese sind ja praktisch auch alles Wendezüge. Bei lokbespannten Personenzügen kann man noch darüber diskutieren. Je nach dem welche Art Linie man darstellen will.

Ich habe heute Nachmittag noch einen Gleisplan für eine nur eingleisige Linie gezeichnet. Eine solche hat auch ihren Reiz. Vorallem weil ich keine langen Strecken habe, muss ich auch nicht immer eine Kreuzung darstellen, sondern kann nur durchfahren. Und der nächste Zug startet dann erst wieder ab dem Schattenbahnhof. Versuchshalber habe ich dennoch zwei Verbindungen eingezeichnet, über welche ich allenfalls Züge wenden könnte. Ich denke, dass dies auch schaltungstechnisch mit nicht riesen Aufwand zu lösen wäre. Vorallem, weil wahrscheinlich eh nicht mehr als zwei Züge gleichzeitig unterwegs sein werden.


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#20 von Münsti , 05.08.2017 14:18

Hallo Rolf,

als großer BLS Fan frage ich mich, warum du nicht den Bahnhof Ausserberg baust. Vielleicht frage ich mich das auch, weil ich den Bahnhof als erstes bauen würde?
Der letzte Plan sieht aber auch toll aus. Weiß jedoch nicht wie sehr du dich am Vorbild orientieren willst, doppelspurig wäre für mich auf jeden Fall realistischer

Gruß Andreas


 
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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#21 von cougar1234 , 06.08.2017 04:13

Hallo Andreas

Ich verbinde die Lötschberg-Südrampe mit vielen Einnerungen aus der Jugendzeit. Ausserberg hätte von den Zwischenbahnhöfen sicher der interessanteste Gleisplan. Aber mir hat es wenn schon der schön in einer Kurve liegende Bahnhof Lalden am meisten angetan. Ich habe einfach das Gefühl, dass ein solcher Bahnhof als einziges Thema bald langweilig werden könnte. Darum habe ich mich etwas von der Südrampe distanziert und tendiere eher für einen Bahnhof an einer Phantasie-Strecke. Diese könnte sowohl ein- oder doppelspurig sein. Landschaftlich könnte sie an der Südrampe angelehnt sein. Aber betrieblich wäre ich flexibler. Vorallem mit dem Depot könnte ich mehr Loks auf der Anlage "verstauen".

Zur Zeit bin ich noch nicht schlüssig was ich genau will. Auch die Bahnhöfe "Schinznach Dorf" und "Effingen" an der Bözberglinie (Gotthard-Zubringer für Güterzüge) haben es mir angetan. Aber das Gleisplanzeichnen macht schon genug Spass! 

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende!


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#22 von Cargolino , 06.08.2017 11:38

Hallo Rolf,

Schinznach Dorf wäre großartig, da auch schmalspuriger Anschluss (Feldbahn) besteht. Gerade jetzt wo dort durch den Tunnelbau eine große Veränderung bevorsteht, wäre es an der Zeit ein kleines Denkmal zu setzen.
Bitte präsentiere uns einen Schinznach Dorf Anlagen Vorschlag.

Gruß Kai-Nils


___________________________________________________________________

Es grüßt Kai-Nils


Cargolino  
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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#23 von cougar1234 , 07.08.2017 13:23

Hallo zusammen

Zitat
Schinznach Dorf wäre großartig, da auch schmalspuriger Anschluss (Feldbahn) besteht. Gerade jetzt wo dort durch den Tunnelbau eine große Veränderung bevorsteht, wäre es an der Zeit ein kleines Denkmal zu setzen.
Bitte präsentiere uns einen Schinznach Dorf Anlagen Vorschlag.



Die Bahnhöfe Effingen und Schinznach Dorf waren vor der Tunnelbau mit ihrer Abgeschiedenheit sehr idylisch gelegen, und eigentlich bestens für den Nachbau geeignet. Ich finde es sehr schade, dass davon in kürze überhaupt nichts mehr übrig ist. Ich befürchte, dass Schinznach Dorf für eine Modellanlage, mit meiner Ausgangslage, etwas wenig Abwechslung (Rangieren) bietet, wie schon bei Lalden. Effingen hätte auch einen interessanten Gleisplan. Ich habe diesen mal versucht nachzuzeichen. Das Problem war, dass er mit der notwenigen Längenstauchung nicht mehr so harmonisch aussah. Mein imaginärer Gleisplan gefällt mir da besser. Ich denke, dass ich auf diesen tendieren werde. Jedoch bin ich immer noch nicht ganz schlüssig ob ein- oder doppelspurig. Links käme eine Kiesverladung hin. Dorthin könnte eine H0e-Feldbahn von rechts dem Gang entlang von irgendwoher kommen. Ähnlich wie in Schinznach Dorf.

Auf das Lokdepot möchte ich auch nicht verzichten. Meine Vorstellung ist, die Epoche so zu wählen, dass der Bahnhof noch in Betrieb ist, aber die besten Tage schon hinter sich hat und schon etwa heruntergekommen ist. Vorspanndienst muss bei vielen Zügen nicht mehr geleistet werden; die meisten Güterzüge halten dort nur noch aus betrieblichen Gründen. Ein Teil des Lok-Depots ist heute an einen Verein mit historischen Loks vermietet.

Noch gefällt mir die Gleisanlage vorne links nicht ganz. Ich habe noch keine sinnvolle Verwendung dafür. Ein Freiladegleis und allenfalls ein kleines Zeughaus der Armee wäre denkbar. Mir fehlen gute Quellen, aber gemäss den wenigen Bilder und Texte im Internet, gab es ofenbar beim Bahnhof Effingen ein Gebäude der Armee mit Gleisanschluss. Heute ist leider dort bereits die Tunnelbaustelle. Praktischerweise müssten die zwei von mir gezeichneten Weichen durch eine DKW ersetzt werden. Aber dann sieht es aus wie aus einem Ergänzungsgleisset von Märklin. Der Erbauer der Anlage "Wolzerdange" hat eine ähnliche Abstellgruppe perfekt harmonisch hingekriegt. Vielleicht hat von euch jemand eine gute Idee?


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#24 von kartusche , 07.08.2017 14:02

auf https://map.geo.admin.ch/?topic=swisstop...talogNodes=1430
kann man sich anschauen, wie CH Bahnhöfe früher mal aussahen. Z.B. war Effingen früher kürzer, zumindest was die Weichenlagen anging.


Gruss, Ralf
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RE: Personenwagen im Bau: Meine Eigenbauten nach Vorbild der DR


 
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RE: Re: Imaginärer Bahnhof an einer Schweizer Bergstrecke

#25 von cougar1234 , 07.08.2017 15:47

Hallo Ralf

Diesen Link kenne ich. Der hat mir auch schon anderweitig wertvolle Dienste geleistet. Effingen habe ich auch schon begutachtet


Herzliche Grüsse aus der Schweiz!

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