Hallo Stummis,
zum Umbau des Trixwagensets 24795 auf Märklin 3 Leiter.
Zuerst mal Grundsätzliches:
Die Innenbeleuchtungen sind mit LEDs bestückte Platinen.
Die Drehgestelle sind mit einem Metallstift am Wagenboden befestigt. An diese Stifte wird auch die Innenbeleuchtung aufgesteckt (ausser Speisewagen)
Das Trixwagenset ist nicht mit stromführenden Kupplungen ausgerüstet. Die Stromversorgung erfolgt über die Drehgestelle, und zwar Pluspol über das eine Drehgestell und Minuspol über das andere Drehgestell.Die Stromversorgung erfolgt über Messingstreifen auf die Befestigungsstifte der Drehgestelle.
Die Märklinwagen haben den gleichen Aufbau mit dem Unterschied dass nur ein Drehgestell für die Masseversorgung benutzt wird (Drehgestell ist mit einem Messingstreifen ausgerüstet). An dem anderen Drehgestell kann ein Kontaktschleifer befestigt werden, und der Befestigungsstift vom Drehgestell ist elektrisch mit den stromführenden Kupplungen verbunden. (hier empfiehlt sich ein Durchgangsprüfer)
Zum Umbau:
Das Öffnen der Wagen ist in der Bedienungsanleitung zu dem Märklinwagenset 42755 beschrieben. Die Anleitung findet man auf der Internetseite von Märklin ( https://medienpdb.maerklin.de/product_fi...755_betrieb.pdf )
Die benötigten Ersatzteile (siehe hierzu auch die Ersatzteilliste zum Märklin-Wagenset 42795) :
E46667286 Kontaktschleifer (Inhalt 1 Stück mit Schraube)
E13280315 Kontaktfeder (Inhalt 2 Stück); für die Kupplungen
Stromführende Kupplungen, RTS oder E115737
Die Gepäckwagen:
Das Gehäuse ist auf den Wagenboden mit je drei Rastnasen pro Längseite aufgesteckt. Dabei hat MärTrix den mittleren Rastnasen einen Tropfen Kleber spendiert. Die gehen wohl davon aus, dass die Wagen nicht geöffnet werden müssen. Ein vorsichtiges aufsprießen des Gehäuses vom Wagenanfang zur Wagenmitte hin quittiert die Klebeverbindung mit einem leichten Knacken. Auf der zweiten Seite wiederholen, anschliessend lässt sich das Gehäuse vom Boden abheben. Die Beleuchtungsplatine kann einfach nach oben abgezogen werden. Dann die Inneneinrichtung vom Boden abklipsen.
Dann habe ich an die Kontaktfeder ein ca 5 cm langes Kabel angelötet und diese dann in den Kupplungshalter eingesteckt (auf beiden Seiten), und eine Stromführende Kupplung einstecken. Anschliessend die Inneneinrichtung wieder auf den Wagenboden aufgeklipst, dabei die Kabel von unter an den Drehgestellstiften entlang mit ins Wageninnere gefädelt. Dann wird die Beleuchtungsplatine aufgesteckt. Die neu eingeführten Kabel (verbunden mit der Kontaktfeder) werden an der Beleuchtungsplatine angelötet (ein Lötpunkt an jedem Wagenende auf der gleichen Wagenseite benutzen, oder Durchgangsprüfer benutzen um die zusammengehörigen Lötpunkte auszumachen. Das Gehäuse kann wieder auf den Wagenboden aufgesteckt werden. Mit dem Durchgangsprüfer überprüfen welches Drehgestell mit den Stromführenden Kupplungen elektrisch verbunden ist. An diesem Drehgestell wird der Messingstreifen weggelassen, ansonsten droht Kurzschluss. Hier wird bei einem Wagen der Kontaktschleifer montiert, falls die Stromversorgung nicht über die Lok erfolgt.
Bei den Sitzwagen:
Zuerst die Faltenbälge und die Haltestangen an den Wagenenden (die schwarzen die am Dach und neben dem Faltenbalg eingesteckt sind) vorsichtig entfernen (mit einer Pinzette vorsichtig abheben)(siehe auch oben genannte Bedienungsanleitung). Dann kann man das Dach abmachen. Anschliessend zieht man die Innenbeleuchtung nach oben ab. Dann wird das Wagengehäuse vom Wagenboden getrennt. Genauso vorgehen wie bei den Packwagen, es sind nur mehr Rastnasen, aber keine davon ist verklebt. Anschliessend für das Einsetzen der Kontaktfeder gleiches Vorgehen wie bei den Packwagen.
Die Wagen werden in umgedrehter Reihenfolge wieder zusammengebaut.
Der Speisewagen:
Dieser ist etwas kniffliger, weil leicht anders aufgebaut. Und mein Umbau ist nicht rückgängig zu machen.
Das Zerlegen des Wagens wird genauso vorgenommen wie die Sitzwagen. Nur die Innenbeleuchtung ist nicht auf den Befestigungsstiften der Drehgestelle aufgesteckt, sondern auf der Inneneinrichtung aufgeschraubt. Also abschrauben, aber nicht abtrennen. Das Wagengehäuse kann problemlos vom Wagenboden getrennt werden. Dann habe ich dieses eine Mal die zwei Kontaktfedern mit einem Kabel verbunden welches zwischen Wagenboden und Wagengehäuse verlegt ist und ein kurzes Kabel angefertigt um ins Wageninnere zu Verlegen.
Das Wagengehäuse besteht aus mehreren Teilen (Gehäuse, Inneneinrichtung von oben ins Gehäuse eingelegt und mit den Fenstern gehalten,...), welche ich nicht zerlegt habe. Zwischen Wagengehäuse und Inneneinrichtung befinden sich dünne Bleche die für die Stromversorgung von den Drehgestellen sorgen. Die Drehgestellbefestigungsstifte greifen im zusammengebauten Zustand durch diese Bleche, an diesen sind die Kabel zur Beleuchtsplatine angelötet.Da ich hier mein Kabel von der Kontaktfeder ins Wageninnere führen wollte, habe ich eines dieser Blech entfernt, mit einer Spitzzange von unten (unwiederbringlich) rausgezogen und das Kabel von der Beleuchtungsplatine ab gelötet. Das alte Kabel habe ich dann provisorisch am neuen Kabel an gelötet, um letztes ins Wageninnere zu ziehen, an schliessend habe ich das alte Kabel angelötet und das neu Kabel an der Platine angelötet.
Anschliessend erfolgt der Zusammenbau.
Vorsicht, nur an einem Drehgestell den Messingstreifen mit den Achsen einbauen für die Mauseverbindung, an dem anderen Drehgestell ist die Drehgestellbefestigung über die Beleuchtungsplatine mit den stromführenden Kupplungen.
Insgesamt habe ich weniger als zwei Stunden für den Umbau von dem 5-teiligen Set gebraucht. Nun warte ich nur noch auf die Wechselstromachsen, dann steht dem Betrieb auf der Anlage nichts im Weg.
Bilder habe ich direkt keine gemacht, und somit ist meine Beschreibung vielleicht auch nicht auf Anhieb verständlich. Ich denke aber, dass mit der notwendigen Ruhe, diese beim Umbau behilflich sein kann.
Mit freundlichen Grüssen,
Philippe