Ich habe drei passende Wagen mit der Innenbeleuchtung 73150 von Märklin ausgestattet. Seit dieser Zug auf der Anlage steht, gibt es Störungen. Gewisse Decoder geben ein komisches Summen von sich, mfx-Decoder stellen kurzfristig ganz ab und reagieren erst wieder wenn man einen Befehl gibt, usw.
Nun bin ich mir sicher, dass der neu beleuchtete Zug das Problem ist, denn wenn ich ihm im Schattenbahnhof den Strom abstelle, also der ganze Zug vom Stromkreis abgehängt ist, treten die Störungen nicht auf.
Nun meine Frage: Liegt es in erster Linie an den Birnen, oder den vielen Federkontakte, über die der Strom durch den ganzen Wagenverband hindruch muss? Denn pro Wagen muss der Strom 4 Federkontakte überspringen, um zum nächsten Wagen zu gelangen. Könnte ich da was verbessern, indem ich diese Kontakte löte? Oder sind es am Ende tatsächlich vor allem die Glühbirnen, welche diese Störung verursachen? Da ich bei anderen Wagen auch Glühbirnen verwende (zweiachsige Hobby-Wagen) kann ich mir das schlecht vorstellen. Aber möglich wäre es ja aufgrund anderer technischer Daten wie Stromaufnahme usw...
Beim beleuchteten Zug handelt es sich um eine Komposition, die mit RTS-Kupplungen verbunden ist, Lok und alle Wagen bilden dabei eine elektrische Einheit. Schleifer hat es zwei, einer unter der Lok, einer unter einem Wagen, insgesamt 1 Lok und 3 Wagen.
Ich habe viele Wagen mit der 73150 Innenbeleuchtung - und keine Probleme damit.
Du schreibst, Lok und Wagen sind elektrisch verbunden, und habe auch jeweils einen Schleifer - wie muss ich mir das vorstellen? An welchem Potential ist die elektrische Kupplung der Lok angeschlossen?
Dann, welche Zentrale und ggf. Booster benutzt du?
Hast du die Möglichkeit zu testen ob das Problem auch auftritt wenn die Wagen nur einzeln am Gleis stehen? Denn so könnte man erstmal herausfinden ob nur ein einzelner Wagen das Problem verursacht und/oder alle 3 zusammen.
Haben die Wagen Metallgehäuse? Wenn ja, vielleicht hat bei einem Wagen die Beleuchtung hier irgendwo ungewollten Kontakt der zwar keinen Kurzschluss verursacht, aber trotzdem stört.
Die RTS-Kupplungen sind alle mit dem Mittelleiter verbunden. Der Strom für die Beleuchtung wird also nicht über einen Decoder genommen, sondern jeweils direkt ab Mittelleiter über Schleifer zu den Beleuchtungen, bzw. zu den Kupplungen.
Die Gehäuse der Wagen sind aus Kunststoff.
Nicht jeder Wagen hat einen Schleifer, sondern nur die Lok und einer der drei Wagen.
Ich fahre mit der Märklin CS2. Für die Versorgung des Mittelleiters auf der ganzen Anlage ist ein Booster Märklin 60174 zuständig. Es gibt alson nicht verschiedene Boosterabschnitte, die durch die beiden Schleifer gebrückt werden könnten.
Soweit alles gut / richtig - überall in den Fahrzeugen Mittelleiter, kein Funktionsausgang - und die Anlage nur ein Stromkreis. Eigentlich alles perfekt, um ungestört zu spielen.
Was das jetzt ist, keine Ahnung - aber teste mal einzelne Wagen, wie oben geschrieben, und ggf. auch mit einer anderen Lok, die keine elektrische Kupplung hat.
Viele Grüße, Michael
PS: und halte uns auf dem laufenden!
PPS: reduziere ggf. auch mal die Anzahl der Glühlampen, einfach rausnehmen aus der Beleuchtung. Übrigens, die Birnchen solltest du gegen 610080 tauschen - die eingebauten 600080 verbrauchen viel Strom, und werden im Digitalbetrieb so heiss, dass häufig der Lichtleiter punktuell anschmilzt.
Grundsätzlich ist hoher Verbrauch nur dann ein Problem wenn er die Ausgangsleistung der Zentrale (oder des Boosters) übersteigt - dann löst aber ohnehin die Kurzschlussüberwachung aus. Ansonst sollten die Komponenten auch bei Höchstbelastung eine sauberes Signal liefern.
Allerdings kann hoher Verbrauch bei schlechter Verkabelung (zu dünne Leitungen über längere Strecken) ein Problem sein. Da können größere Spannungsabfälle bei hohen Strömen auftreten.
Hallo, habe ich das oben richtig verstanden? Die Lok ist auch über die RTS-Kupplung mit den Wagen verbunden? Wenn ja, dann die Kupplung gegen eine nicht leitende Kupplung tauschen. Ist die Versorgung von der Lok über den Lokdecoder schaltbar?
Mit freundlichen Grüßen Marcus
K- & M-Gleise mit R=360mm, DCC (&MM) mit Intellibox - ohne Computersteuerung, ohne mfx und ohne mfx+. Kreuz & Quer durch alle Epochen, bevorzugt IV-VI, mit H0-Material von vielen (auch DC-) Herstellern.
Hallo, für was wird der Mittelschleifer an einem Wagen benutzt?. Wie du schreibst, bekommen doch die Wagen ihren Strom über die RTS-Kupplungen. Oder hab ich da was überlesen? Lb. Gruß und baldigen Fund des Fehlers Werner
Hallo alex, stört der Zug denn auch wenn er mit leuchtenden Birnchen steht? Die Birnchen bedeuten ja schon einen rel. hohen Stromverbrauch, und wenn es beim Fahren flackert, heißt das nichts anderes, als wenn der Verbraucher ständig ein- und ausgeschaltet wird. Wenn ich das richtig verstehe hängen die Birnchen direkt am Digitalsignal, ohne irgendwelche Puffer dazwischen. Das könnte evtl. schon Störungen an den Flanken des Digitalsignals verursachen.
Saubere Verkabelung, saubere Räder sind schon wichtig. Allerdings ist es bei mir noch nie wegen Glühbirnen im Zug zu Störungen gekommen. Man muss, wie schon geschrieben, den Fehler einkreisen. 1. Verkabelung sauber, Räder der Wagen ggf. von Schmutz befreien. Wagen mit sauberen Rädern für die Masse flackern nicht. 2. Wagen für Wagen testen.
Auch bei stehendem Zug und wenn dann alle Lämpchen brennen, gibt es bei mir zwei Loks (Kittel Dampftriebwagen Mätrix neue Generation), die sich immer wieder neu per mfx anmelden. Das passiert nur, wenn der Glühbirnenstrom Saft zieht.
Die Lok habe ich jetzt mal abgehängt, das heisst die Wagen werden jetzt durch den einen Wagenschleifer versorgt, komposition steht im Bahnhof. Ich vernehme ein Geräusch, das wei ein Bruzeln klingt, ähnlich, wie wenn ein Decoder seinen Geist aufgibt... Doch die Wagen haben ja gar keinen Decoder.
Nun, mir fällt noch was ein: Am Anfang haben die Wagen dermassen geflackert, dass ich bei jedem Federkontakt einen Tropfen Kontaktöl von LUX hingetropft habe, war möchlicherweise eine schleche Idee?
@microbahner: Was für Puffer wären denn hier sinnvoll?
Habe jetzt schrittweise die Wagen vom Gleis genommen. Die Störungen hören erst dann auf, wenn der Wagen mit dem Schleifer noch allein auf dem Gleis steht, Lok und die beiden anderen schleiferlosen Wagen sind nicht mehr auf dem Gleis.
Verantwortlich waren tatsächlich die falschen Birnen. Ob es wegen dem Strom ist, den sie ziehen ist mir nicht bekannt. Vielleicht gibt es noch etwas anderes an diesen Birnen, was die Störung verursacht.
Habe 600080 aus- und 610080 eingebaut. Keine Störungen mehr, danke für den Tipp!
Räder poliert, kein Flackern mehr: Danke vielmals für den Tipp!
das freut mich für dich; ich stelle die Frage trotzdem noch: woher kommt der Strom an der Kupplung der Lok: aus dem Decoder oder (eventuell über ein Relais geschaltet) direkt aus dem Schleifer? Denn wenn da am einen Ende der Schleifer direkt von B Strom in die Beleuchtung einspeist, am anderen Ende aber die Lok Strom aus AUX(x), dann kann ich mir schon vorstellen, dass das seltsame Effekte erzeugt.
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Hallo, freue mich, dass du den Fehler gefunden und behoben hast. Und was ich auch noch gut finde: du hast im Forum auch die Lösung mitgeteilt. Das sind nicht zu unterschätzende Tipps. Danke und weiterhin viel Spass bei deiner Moba wünscht Werner
Deine Frage wurde eigentlich weiter oben schon diskutiert. Bei mir gibt es die Regel, dass alle Stromführenden Kupplungen direkt mit Mittelleiter verbunden sind. Das ist das Einfachste miener Meinung nach und führt nicht zu solchen Szenarien, die Du vermutet hast.
Wenn was geschaltet werden soll, würde ich im Wagen selbst einen Funktionsdecoder platzieren.
Ich habe schon bei Loks extra die Wagenbeleuchtung über den Decoder umgehängt auf Direktversorgung durch Bahnstrom.
Aber zur weiteren Verbesserung, denn ich denke nicht, dass das wirklich an den Lämpchen selbst liegt, solltest du die Kontaktgabe innerhalb der Wagen verbessern:
1. die Kontaktbleche an den Achsen etwas "strammer" stellen. Mit einem Hauch von dünnflüssigem Öl schmieren - ggf. mit dem Kontaktöl, was du erwähnt hast. 2. die Kontaktbleche im Wagen, die die Verbindung von den Lichtleitern zum Wagenboden herstellen, an der Platine verlöten. Das vereinfacht auch den Zusammenbau des Wagens. 3. diese Kontaktbleche unten ebenfalls strammer stellen, damit sie unten auf dem Messingblech stärker aufdrücken. 4. die Kontaktbleche in den Kupplungskulissen auch etwas hochbiegen, damit sie von unten am dem Messingblech ebenfalls stärker andrücken. Diese Stelle mit ganz dünnflüssigem Öl ganz leicht schmieren - aber wirklich nur einen Hauch!
Damit sorgst du für eine sichere Kontaktgabe an all diesen Übergangsstellen, die ansonsten auch für Probleme/flackern sorgen könnten.
ZitatHabe 600080 aus- und 610080 eingebaut. Keine Störungen mehr, danke für den Tipp!
Dazu aber gleich noch ein Tipp.
Auch wenn du jetzt die Speziellen "Digitallämpchen" verbaut hast, würde ich mir ernsthaft überlegen die "stromfressenden" Glühlämpchenbeleuchtungen durch Diodenbeleuchtungen zu ersetzen. Ich verwende dazu jene von Hufing.
Zeigt deine Zentrale den Stromverbrauch an? Schau mal, du wirst dich wundern was da bereits so für Strom fliesst. ganz nebenbei kannst du dann vermutlich auf die Stromabschaltung im SBH verzichten, was im digitalbetrieb mit mfx (meiner Meinung nach) ohnehin nicht unbedingt ratsam ist.
Die Innenbeleuchtungen von Hufingtronic kenne ich. Da ich aber noch Märklin Innenbeleuchtungen genau für die Sorte Wagen hatte, habe ich auf die zurückgegriffen und das Licht gefällt mir sehr. Ich möchte nicht auf Glühbirnen verzichten.
Wozu man mich allenfalls überreden könnte, ist, dass ich die Glühbirnen austausche gegen LED, welche eine Steckfassung haben (so wie das bei den E5.5 und MS4-Lampen auch existiert).
gibt es für die 73150 Innenbeleuchtung bei Märklin ein Pendant mit Led's ?
Für die Doppelstockwagen gab es anfänglich die 73140 (bei mir gemessen 200 mA pro Wagen) und später die 73141 mit Led's.
Außerdem: bei der 73140 sind die Glühlampen verlötet. Sind das bereits die "Digital" Glühlampen ? Wenn nicht wäre bei Digitalbetrieb Vorsicht geboten wegen der möglichen Überhitzung. Dachte erst daran, den Funktionsdecoder Ausgang entsprechend zu dimmen. Das geht aber in meinem Fall nicht, da ich die Beleuchtungen über ein Relais direkt an die Gleisspannung gelegt habe.