Moin, zum Thema Gleisreinigung und Kontaktprobleme sind ja schon reichlich Beiträge verfasst worden. Ich denke, eine großen Teil habe ich über die Zeit auch gelesen und einiges umgesetzt.
Trotzdem bin ich weder glücklich noch zufrieden!
Fahre ich einige Wochen nicht, sind die Kontaktprobleme beim C-Gleis immens. Es geht quasi gar nichts. Selbst Loks mit Puffer verweigern nach wenigen Millimetern oder Zentimetern den Dienst. Auch ist es egal, ob es neuere oder alte Gleise im Strang sind. Fahre ich öfter, machen trotzdem immer wieder unzählige Stellen schon zwei Tage später wieder Probleme.
Sichtbare Verschmutzung gibt es nicht. Ich habe mittlerweile einen Entfeuchter laufen, der auf 50-60% eingestellt ist.
Soweit ich es durch Versuche einschränken konnte, ist es der Mittelleiter.
Da es sich ja beim Mittelleiter meiner Meinung nach um einfaches Stahlblech handelt, denke ich, es ist doch irgendwie "Rost".
Geht man mit dem üblichen Reinigungsgummis mechanisch darüber, klappt es auch wieder. Nur ist das erstens wenig praktikabel und ist auch für das Gleis selber eher von Nachteil.
Einen einfachen Güterwagen habe ich mit einem Schleifer versehen und dort ein Läppleinen angebracht. Das ist schonender aber auch nicht wirklich reinigend.
Hat da jemand eine Idee? Gibt es Möglichkeiten rauszufinden, was wirklich das Kontaktproblem ausmacht? Wem könnte man ein Gleis geben, der vielleicht die Oberfläche untersuchen kann?
dort gibts ein paar Tipps, vor allem das mit dem ATV - Öl hat bei mir geholfen ( richtig angewendet!)....ansonsten ist zu dem Thema wirklich alles schon mal gesagt worden.
Grüssle gregor
Herzlich willkommen in C A V E M B O U R G - Eisenbahnperle im Herzen Europas
Hallo Gregor, ich denke oder dachte auch, schreibst du das jetzt...??? Oder ist es ein ausgeleiertes Thema?
Aber mich plagt die Frage, ob es nicht doch an der Feuchtigkeit liegt. Denn mein Fahrbetrieb ist wirklich gering; kann also alles kein Abrieb o.ä. sein.
Kann man das nicht auf irgendeine Art am Gleis "wissenschaftlich" feststellen?
Hallo Rick, deine Beobachtung habe ich auch gemacht. Sowohl beim K-Gleis als auch beim C-Gleis, habe ich das erlebt, was du beschreibst. Ich habe bei meinen Untersuchungen festgestellt, dass es in den meisten Fällen der Schleifer war, der Probleme verursachte. Dabe ware es der Übergang zwischen Federbleche und dem Schleifer selber oder zwischen Schleifer und Mittelleiterkontakten. Ich habe nie den Zustand auf meiner Anlage erreicht, wo jede Lok ohne zu stottern über alle meine Weichen gefahren ist. Da ich meine Anlage mit dem PC steuere, ist das natürlich der super GAU. Das alles hat dazu geführt, dass ich alle Märklin und Märklin Derivate verkauft habe. Ich bin dann auf DC Zweileiter mit Tillig Elite Gleise umgestiegen. Nun kenne ich die oben beschriebenen Effekte nicht mehr. Was nicht bedeutet, dass man auf eine Gleisreinigung komplett verzichten kann. Es schreibt euch ein zufriedener "Umsteiger". Grüße Hans
Die Probleme hatten wir bei uns im Klub auch mit der K-Gleis-Anlage, trotz Entfeuchter. Abhilfe resultierte nur ein mindestens wöchentlicher Betrieb, nachdem wir in einer grossen Reinigungsaktion den Grundzustand der Sauberkeit des Mittelleiters hergestellt hatten, teils durch anschleifen der korrodierten Kontakte.
Generell gilt auch im DC-Betrieb: Regelmässiges Fahren und laufendes Reinigen durch die Filzdinger von Noch, die Sauger von Lux oder mittels ATF, welches gerade im N-Bereich sehr viel bringt, erhöht die Fahrsicherheit.
Herzliche Grüsse Rossi
H0 und N Digital, RocoLine, ECOS, Z21, IB 1, Traincontroller Gold, Tauernbahn
Zitat Ich habe nie den Zustand auf meiner Anlage erreicht, wo jede Lok ohne zu stottern
Bei mir ist es auch so. Ausnahme: in Kindertagen und M-Gleis und täglichem Fahren. Aber das zählt ja jetzt nicht mehr.
Umstieg auf DC-2L; tja, manchmal hatte ich auch schon darüber nachgedacht. Aber es ist doch zumindest finanziell eine Investition; auch mit AC-Verkauf.
Nicht desto trotz will ich eigentlich nicht akzeptieren, dass es keine Lösung für mein derzeitiges Problem gibt, die einfach und nachhaltig sowie ohne Risiko ist. Sicherlich wäre ein vermehrtes Fahren wohl das Beste; geht aber aus diversen Gründen nicht.
Umstieg auf DC-2L; tja, manchmal hatte ich auch schon darüber nachgedacht. Aber es ist doch zumindest finanziell eine Investition; auch mit AC-Verkauf.
Wem sagst du das. Bin eben hier meine letzten beiden Märklin Wagen am Verkaufen.
Mir stellt sich zudem immer wieder die theoretische Frage, ob alles besser wäre, wenn der Mittelleiter auch aus dem Material der Gleise gefertigt werden würde.
Zitat Mir stellt sich zudem immer wieder die theoretische Frage, ob alles besser wäre, wenn der Mittelleiter auch aus dem Material der Gleise gefertigt werden würde.
ich habe all diese Probleme nicht - aber ich habe meine C-Gleise auch nie mit was anderem als Tempotüchern und Noch-Zwergen geputzt. Ob da ein Zusammenhang besteht?
Und arg viele beleuchtete Wagen mit Schleifer habe ich auch nicht, die die Pukos putzen würden...
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Da du ja schon einen Entfeuchter nutzt, denke ich, es ist einfach zu feucht in dem Raum, und der Mittelleiter korrodiert einfach.
Übrigens, die Einstellung 50 bis 60 Prozent ist zu hoch - ab knapp über 50 Prozent kommt es zur Korrosion der Oberfläche, kaum sichtbar - ab knapp unter 60 Prozent auch sichtbar! Optimal ist daher 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit an den kühlsten Stellen des Raumes nicht zu überschreiten, daher sollte der Entfeuchter auf 40 bis 45 Prozent stehen, auch weil die Messung im Gerät vermutlich nicht besonders genau ist - und die Raumtemperatur sollte auch nicht groß schwanken, da es sonst bei Abkühlungen und auch beim Aufheizen (durch ungleichmäßige Wärmeverteilung) zu lokalen relativen Luftfeuchtigkeiterhöhungen, bis zur Taupunktunterschreitung, kommt. Und das bedeutet Korrosion!
Die Probleme scheinen wohl mit der Beschaffenheit des Raums zusammen zu hängen. Meine C-Gleisanlage ist in einem beheizten Zimmer im Dachgeschoss untergebracht. Kontaktprobleme der geschilderten Art kenne ich überhaupt nicht, auch wenn mal über ein paar Wochen nicht auf der Anlage gefahren wird. Ab und zu wird Staub gesaugt oder falls (sehr selten) nötig mit einem weichen Tuch über die Gleise gewischt. Vorsichtige Anwendung von ATF hat das Flackern beleuchteter Züge minimiert.
Hallo! Die Gleispflege sollte mit einem Gleisreinigungszug perfektioniert werden. Das bedeutet vor jeder Inbetriebnahme der Modellbahn einen speziellen Gleis- reinigungszug mit allem was die Branche bietet fahren zu lassen. MfG
ich habe all diese Probleme nicht .......... [/quote]
Das dieser Beitrag vom Erich kommt war zu 100% klar
Erich, aber auch du wirst es noch merken(ich rede vom toten Gaul), spätestens dann wenn die steinalten Strukturen zerbröseln, und das 3L-System fällt, und das ist seit 40 Jahren überfällig.
da ich mich erst letztens erst zu dem Thema ausgelassen habe, hier noch einmal meine Erfahrungen:
Zitat [...] zur Schienenreinigung beim Märklin C-Gleis kann ich noch etwas beitragen: Die Schienen selber sind ja aus Edelstahl, hier es genau richtig, die Schienen mit einem Reinigungsmittel zu reinigen. Ich nehme dazu Ethanol/Spiritus. Reinigungsbenzin ist auch ok und selbst Glasreiniger kann genommen werden. In der Regel ist es aber der Mittelleiter, der für Kontaktprobleme verantwortlich ist. Einige schwören auf Loks mit zwei Schleifern. Die Pukos sind aus Eisen. Diese reinige ich niemals mit einem Reinigungsmittel. Zwar führt das Reinigen mit solchen entfettenden Mitteln kurzfristig zum Erfolg, langfristig fangen die Pukos dann aber an zu rosten. Dieser Rost ist sehr oberflächlich, sorgt aber dafür, dass kein Kontakt mehr vorhanden ist. Daher liefert Märklin die Pukos geölt aus. Dieses Öl verhindert, dass die Pukos rosten, da die Pukos damit leicht benetzt sind. Ich benutze daher zum Reinigen der Pukos ein leitfähiges Öl (Ich habe da "Silisol" von Aldi, silikonölfrei und leitfähig, gab es vor Jahren. Man braucht sehr wenig.). Das Öl trage ich vorsichtig auf den Schleifer eines einfachen Märklin Güterwagen mit Rücklicht und daher mit Schleifer (entspricht 4411 aus dem aktuellen Startup Sortiment) auf. Für großflächiges Reinigen kann der Wagen mit einer Lok über die Anlage gezogen werden. Wenn nur eine Stelle gereinigt werden soll, wird der Wagen einfach ein paar Mal über die Stelle geschoben. Das Öl sollte aber nicht auf die Schienen aufgetragen werden. Es ist zwar leitfähig und daher kommt es kurzfristig zu keinen Kontaktproblemen, es wirkt aber leider auf den Schienen auch Dreck anziehend. Dieser Dreck kann anders als bei den Pukos nicht durch die Schleifer der Züge abgerieben werden. So können wiederum Kontaktprobleme auftreten. Daher: Schienen möglichst sauber halten, Pukos leicht mit leitfähigem Öl benetzt halten.
Mit dieser Methode habe bisher fast alle Stellen mit Kontaktproblemen langfristig beheben können. Das Öl, was auf dem einfachen Wagen daneben getropft ist, hat auch noch nicht den Lack oder Kunststoff angegriffen.
Die Diskussion mit Öl auf Schienen wurde hier im Forum von der Zweileiterfraktion sehr ausführlich geführt. Ich kann das nicht wirklich beurteilen. Es hängt wahrscheinlich auch vom Material der Schienen ab. Wie schon gesagt, bei Edelstahl macht es Sinn, die Schienen möglichst sauber und ölfrei zu halten. Als Wundermittel wurde damals ATF (Öl für Automatikgetriebe) angepriesen. Ich denke, dass sich dieses auch für die Pukos eignen würde.
ZitatNicht desto trotz will ich eigentlich nicht akzeptieren, dass es keine Lösung für mein derzeitiges Problem gibt, die einfach und nachhaltig sowie ohne Risiko ist.
Na ja, was ist schon ohne Risiko und was ist einfach und nachhaltig!
Von Reinigung mit Flüssigkeiten wie Spiritus wurde mir von meinem Händler abgeraten. Dies greift den Kunststoff an. (Stichwort Weichmacher) Leuchtet mir irgendwie ein, weshalb ich Spiritus erst mal von meiner Anlage verbannt habe. Von Öl-ähnlichen Flüssigkeiten halte ich ebenfalls Abstand. Sagt man doch Öl nach es ziehe den Schmutz erst richtig an. Also: Guter Rat ist teuer.
ZitatDie Gleispflege sollte mit einem Gleisreinigungszug perfektioniert werden. Das bedeutet vor jeder Inbetriebnahme der Modellbahn einen speziellen Gleis- reinigungszug mit allem was die Branche bietet fahren zu lassen.
Nun das halte ich dann doch übertrieben. (Ich kann mir den Eindruck nicht verwehren, dass der Tipp sogar eher ironisch gemeint ist) Allein die Kosten und den Aufwand schrecken mich da ab.
Eines meiner Rezepte heisst, wie es meine Vorschreiber bereits mehrfach erwähnt haben: fahren, fahren, fahren. Meine alt bewährte Philosophie ist die Loks so sparsam wie möglich zu ölen oder gar nur Lokfett B42 anzuwenden. Nur mit den neusten „hochkomplexen“ Modellen habe ich da so meine Mühe. (Auseinander nehmen, Ultraschallreinigen, zusammenbauen) Deshalb ist mein neuster Reinigungsansatz: Diverse Züge/Wagen sind mit den Reinigungszwergen von NOCH bestückt. Diese fallen fast gar nicht auf, reinigen aber nur die Geleise, nicht aber den Mittelleiter. Für die Reinigung des Mittelleiters wende ich seit kurzem einen P-Wagen mit zwei Schleifern, welche ich mit Poliertuch beklebt habe und den ich ab und zu von einem Vectron über die Anlage ziehen lasse, an. ( ! Poliertuch, kein Schmirgelpapier ! ). Beabsichtig ist, dass jeder P-Zug einen solchen Schleifer mitführt, so dass ich nur noch wenige Stellen aktiv reinigen müsste.
Schon klar, Öl sehe ich auch als nicht so gut an. Auch wenn manch einer hier angeblich gute Effekte erzielt. Fragt sich, wie das nach Monaten oder Jahren aussieht.
Sicher ist möglichst viel zu fahren, das Beste. Aber zeitlich haut das nicht so hin bei mir und bei einer reinen Rangieranlage mit viel Stumpfgleisen auch etwas schwieriger flächendeckend umzusetzen als bei Durchgangsgleisen.
In der Tat sehe ich wie schon gesagt den Mittelleiter als Hauptproblem an. Ein Wechsel zu DC2L würde zumindest dieses Problem lösen aber neue Probleme aufwerfen und zudem nicht unerhebliche Kosten.
Wahrscheinlich bleibt nichts anderes übrig, als die manuelle Reinigung. Und ich werde den Entfeuchter mal auf unter 50% einstellen. Ein Reinigungsschleifer ist praktisch, nützt nur wenig, wenn ich länger nicht fahre. Denn dann sind ja die Probleme schon da beim nächsten Mal.
Vielleicht fällt ja jemandem noch zukünftig etwas Neues ein.
viel fahren hilft. Ich fahre auch auf C-Gleis und habe keine Probleme, obwohl ich direkt an einem See wohne, im Sommer immer Fenster und Türen offen sind und ich im Winter die Zimmertemperatur kaum über 19° habe (ist mir dann einfach zu warm). Bei mir fährt ab und an der Lux-Gleisstaubsauger mit einem Schleiffilzwagen Systhem Jörger. Ab und an reinige ich mit einem weichen Holz Schienenoberkanten und Pukos. Was ich demnächst mal machen werde ist die Ausstattung eines jeden Zuges mit einem Noch-Gleiszwerg. Bei Forenkollegen habe ich gesehen, dass das eine Menge bringt. Was mir auch aufgefallen ist, ist das nagelneue Lokomotiven mit brünierten Rädern bisweile eine ganz Zeitlang brauchen, bis sie richtig geschmeidig fahren. Liegt wohl daran, dass die Räder erst einmal ein wenig blank gefahren werden müssen um ordentlich Knotakt zu haben.
Das dieser Beitrag vom Erich kommt war zu 100% klar
Erich, aber auch du wirst es noch merken(ich rede vom toten Gaul), spätestens dann wenn die steinalten Strukturen zerbröseln, und das 3L-System fällt, und das ist seit 40 Jahren überfällig. [/quote]
So'n Quatsch! (Würde Henry jetzt zu Jan sagen.)
Christian, sagst du Bescheid, wenn du dich mal zum Thema äußern willst? Dann mach ich dich wieder raus aus der Igno-Liste. Bis dahin - hier geht es um Gleisreinigung und nicht um verschwurbelte Ideologien und Mantras.
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Hallo! Bin so frei und äußere mich mal zur These; Dreileiter wird eingemottet; das wäre der Tot für Märklin. Allerdings sollte der IGT mal was für seinen Ruf tun und anstatt dem System Punktkontakt und Mittelschleifer die sog Induktive Stromübertragung ins Auge fassen. Ich weiß bei H0 ist das ein Platzproblem. MfG
ich habe mir auf der letzten IMA ein Starterset vom "Schienenreiniger" mitgenommen. Ich bin sehr begeistert davon, funktioniert bei mir sehr gut. Auch der Mittelleiter wird damit gereinigt. Ist zwar nicht ganz billig, aber ich möchte ihn nicht mehr missen! Von mir bekommst du eine Kaufempfehlung.
Was ich vergessen habe, die Mittelleiterpads sind nicht im Lieferumfang des Startersets, kosten 3,50€ Aufpreis. Auf der Messe hatte man mir einen Satz kostenfrei dazu gegeben.
OK, danke für die Rückmeldung. Denke mal darüber nach.
Auch die Idee von weiter oben mit dem Holzstück könnte Potential haben.
Ach ja... Auch wenn dieses Thema hier durch mich zum xten Mal aufkommt und offensichtlich der eine oder andere kein Gefallen mehr an Beiträgen dazu hat, würde ich sagen wollen, dass bei einem Beitragsalter von knapp drei Tagen und bisher nur wenig mehr als 20 Antworten die Zugriffe mit deutlich über 1500 doch wohl für ein Allgemeininteresse sprechen.
Ich bin auch der Meinung, dass so viel gefahren (und gespielt) wird, da kann doch morgen schon einer auf die Idee schlechthin kommen. Von daher macht ein wiederkehrendes Nachfragen sicher Sinn.