Hallo in die Runde 
Heute nutze ich mal die vorweihnachtliche Ruhe, um euch auf den neuesten Stand zu bringen.
Da ich meine E-Loks nicht mit abgesenkten Panthographen durch die Landschaft rollen lassen möchte, musste ich nach mittlerweile etlichen Streckenkilometern mit verschiedenen Baureihen feststellen, da es in kleinen Schattenbahnhof an manchen Stellen doch verdammt eng nach oben ist 
Somit habe ich beschlossen, die kleine Unterwelt kommt unter Draht!!!!
Die Bauweise sollte so einfach und günstig wie möglich sein, weshalb ich als Baumaterial mühsam abisolierte 1,5 mm² starre Leitung aus meiner Elektrobastelkiste verwendet habe. Als sog. "Ankerjoche", sowie an besonders belasteten Stellen kamen Masten und Traversen aus 0,5 mm Messingblech zum Einsatz. Verlötet habe ich alles per Flamme.
In Folge gibt es nun hauptsächlich unkommentierte Bilder meines " Jahrhundertbauwerkes ", ich habe tatsächlich zusammengerechnet gut 40 Stunden damit verbraten 

Erste Testfahrt meiner dienstältesten Lok

Ich hatte bis dato tatsächlich noch nie eine E-Lok unter echtem Draht fahren lassen! Das ständige, sanfte auf- und ab des Panthos war schon faszinierend.


Hier hat " Schnappi " eine fehlerhafte Stelle aufgedeckt. Diese liegt natürlich unter dem einzigen Streckenstück, welches permanent überbaut ist 



Hier mal ein Bild der beengten Platzverhältnisse, welchen den Bau der Tunnel-OL zum sicheren Betrieb nötig machte.

Primitive, aber effiziente Lötvorrichtung.



Und ein Letztes dieser Baustelle:

Ein paar AW-Arbeiten gab es aber auch noch.
Ich hatte ja auf der letzten Börse zwei Neuzugänge entführt. Beides wiederum die robusten Arnoldmodelle in Form einer 103 und einer 221.
Von der 103 habe ich ein paar Bilder vom Einbau des Decoders:




EDIT:
Zudem habe ich ihr noch Scherenstromabnehmer verpasst. Die passen zwar nicht mehr in die 80´ger Jahre, gefallen mir aber besser. Ausserdem habe ich die Lok durch Abfeilen der Drehteller am Fahrwerk tiefer gelegt. So fällt die ab Werk viel zu niedrig geratene Drehgestellblende nicht mehr so stark auf.


Die 221 musste sich einer etwas größeren Behandlung unterziehen. Das Digitalisieren der noch flammneuen Lok war kein Thema, aber mich störte etwas:
das silberne Dach ! 


Hier habe ich mich entschlossen, die nicht vorbildgerechte Farbe mittels Pinsel!!!! verschwinden zu lassen. Am liebsten hätte ich die nicht vorbildliche Betriebsnummer ( eine 221 151 gab es nie! ) ebenfalls verschwinden lassen, aber da achtet aus 50 cm Entfernung eh keiner drauf.
Zuerst habe ich die schwarzen Fenstereinsätze ausgebaut. Hier muss ich mir noch etwas einfallen lassen, wie und womit ich diese abforme.

Die Werkzeuge,

zu welchen sich noch ein seeeeehr ruhiges Händchen gesellen musste. Aber mit ausreichend Hopfenkaltschale und reichlich gitarrenlastiger Mucke aus der Kellerröhre solle die Sache machbar sein 


Und hier nun das Ergebnis:


Ich denke, das kann sich soweit sehen lassen ( wenn man die 50 cm-Regel in Betracht zieht )
Im Makro zeigen sich natürlich deutlich die Schwächen der Pinsellackierung, trotz Arbeit unter der Lupe mit Brille 

Bin mal auf eure Meinungen gespannt, und wünsche euch ein frohes und friedliches Weihnachtsfest!
Gruß
Carsten