ich bitte um Hilfe für das hier beschriebene Problem.
Aufbau: Uhlenbrock Intellibox II Uhlenbrock LocoNet Schaltmodul 63410 Fleischmann Profi Gleis H0 und Weichen mit zugehörigem Magnetantrieb Steuerung über PC und Software Rocrail (aktuellste Version)
Nun habe ich folgendes Problem: Ab und zu schalten die Weichen nicht zuverlässig
In der Praxis bedeutet das, dass hin und wieder beim Stellen einer Fahrstraße durch Rocrail eine Weiche der Fahrstraße nur "flattert" aber nicht schaltet. Es betrifft nie die gleiche Weiche, nie das gleiche Schaltmodul - absolut zufällig welche Weiche wann und an welchem Modul sich so verhält.
Schalte ich sie danach einmal manuell (egal ob über Rocrail oder die Zentrale) schaltet sie wieder völlig normal hin und her. Schaltzeit für Weichen sind überall (IB2, 63410 und Rocrail) schon auf 1 Sekunde gestellt. Das Symptom bleibt.
Wer kennt das Verhalten und hat einen Tipp für mich?
Habe ich auch schon mal im Verdacht gehabt ... Aber ist ein separater Titan Trafo mit 60Watt und max. 4A und da hängt außer der LocoNet Modulen nichts anders dran ...
Wie wurde denn die Spannung gemessen? Im Leerlauf? Eine gemessene Spannung von 16V im Leerlauf wird bei Last deutlich geringer werden. Wenn mann dann auch noch die Verluste im Schaltgerät hinzu nimmt (schätzungsweise ca 1,4V durch den im Gerät befindlichen Brückengleichrichter und ca.1V für den Leistungstransistor zum Schalten der Spule) ist man auch schnell bei nur noch vermutlich 12V welche am Antrieb ankommen. So eine Weiche kann im Schaltmoment auch schon mal 1A Strom ziehen. Ein Modellbahntrafo ist ein relativ weicher Trafo, da wird je nach Last die Spannung schnell geringer.
Als Test könnte man folgendes probieren:
Den Titantrafo gegen ein Schaltnetzteil mit 18V= und 4A Ausgangsspannung an die beiden Klemmen für die Eingangswechselspannung anschließen. Da sich vermutlich im Gerät ein Brückengleichrichter befindet ist die Polung eigentlich egal, andernfalls wären am Ausgang für die Weichen keine 100Hz. Bei 16V Wechselspannung ist der Spitzenwert auch nur noch 1,41x16V=22,5V abzüglich 1,4 V für den internen Gleichrichter macht ca. 21V so das die Spannungsfestigkeit der Module gegeben sein sollte. Da ich aber hier in die Glaskugel schaue übernehme aber keine Gewähr für den Test!
Mit freundlichen Grüßen Regionalexpress
Märklin K-Gleis, Digitalsystem ECoS 50210, 3 ESU-Booster 50010, Datenformat: DCC mit ABC-Bremsstrecken Decoder: ESU Lokpilot und, Loksound 4 und 5, Zimo MX6xx, Zimo MS und MN ESUProgrammer
vielen Dank für deine Ausführungen. Jedoch bin ich mir recht sicher, dass der Trafo und die Leistung, die an der Weiche ankommt nicht die Ursache ist. Ich bin selbst Elektrotechniker und weiß um Unterschiede zwischen Leerlauspannung, Lastspannung, Innenwiderständen und all den anderen von dir genannten Faktoren. Das hätte ich eventuell erwähnen sollen, konntest du ja somit auch nicht wissen - aber nochmals danke für die gute Erklärung, die sicher einigen Mitlesern hilfreich ist. Die Einschränkung ist, dass für das Uhlenbrock 63410 Schaltmodul als Eingangsspannung max. 16V~ erlaubt sind. Daher werde ich da von außen auch nix anderes anlegen. In der Zwischenzeit habe ich aber eine andere mögliche Ursache gefunden in der Einstellung von Rocrail was die Schaltzeiten von Magnetartikeln und die Auswirkungen auf Fahrstraßen betrifft. Seit dieser Änderung schalten Weichen und Fahrstraßen einwandfrei.