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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#1 von Viet Bui , 11.12.2017 11:26

Guten Tag Freunde der gepflegten Modelleisenbahn,

heute widme ich mich einem Thema, zu dem sich nur die wenigsten Modelleisenbahner weitreichende Gedanken machen; allerdings, zumindest behaupte ich das, ist das bestimmt dem ein oder anderen aufgefallen, wenn man zum Beispiel zwei verkehrsrote Modelle zweier verschiedener Hersteller gegenüberstellt: Vermutlich sind die beiden Modelle nicht im selben Farbton lackiert. Das ist nicht übermäßig ärgerlich (da man schon sehr genau hinschauen muss), aber selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn alle Modelle im selben Farbton lackiert werden.
Doch: Warum ist das so?

Denkt man an Deutschland, dann denkt man vermutlich an Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, an Bier (bei dieser Gelegenheit möchte ich ausdrücklich betonen, dass Kölsch kein Bier ist!) oder an schöne Autos aus Stuttgart. Aber Deutschland ist auch für seine Normen bekannt, im alltäglichen Sprachgebrauch ist wohl das DIN-A4-Blatt am geläufigsten, doch selbst der Prüfkörper für Toiletten („Normschiss") hat Eingang in eine DIN EN gefunden.


Hier sind drei Rottöne gegenübergestellt: Mit welchem Farbton werden rote Züge lackiert?

Genauso gibt es für Farben eine Norm, sehr bekannt ist wohl RAL (vormals Reichsausschuss für Lieferbedingungen). Hier wurden Farbtöne verbindlich festgelegt mit dem Ziel, dass Kunde und Lieferant nur noch eine RAL-Nummer statt Farbmuster austauschen müssen.
Man könnte meinen, dass Hersteller von Modelleisenbahnen sich doch einfach daran orientieren können; RAL 3020 ist verkehrsrot, prinzipiell könnten also Märklin, Roco und Co. ihre Modelle mit einer genormten Farbe lackieren.


In welcher Farbe werden ICE-Züge lackiert? (Bild: Andreas Hackenjos)


Hier wird Reinweiß (9010) Lichtgrau (7035) gegenübergestellt. Mit Lichtgrau werden die Züge des Fernverkehrs lackiert.

Allerdings gibt es dabei ein Haken: Ein Modell, das in RAL-Farben lackiert wurde, wirkt vielen schlichtweg zu dunkel. Besonders deutlich ist es am ICE zu sehen, kaum einer glaubt, dass Lichtgrau derart dunkel ist, wie das Beispiel zeigt.
Für dieses Phänomen habe ich mir mittlerweile eine Erklärung bereitgelegt: Die wenigsten Modelle werden unter freiem Himmel betrieben wie das Vorbild. Anlagen werden in der Regel durch künstliche Lichtquellen beleuchtet, selten unterstützt durch ein Fenster mit Lichteinfall. Diese Lichtquellen sind sehr punktuell und erreichen bei Weitem nicht die Helligkeit von außen. Aus diesem Grund lackieren Hersteller ihre Modelle zu hell. Hier hat jeder Hersteller seinen eigenen Geschmack.

„Die wenigsten Modelle werden unter freiem Himmel betrieben."

Ein weiteres Problem dürfte auch die Farbtemperatur des Lichtes sein; Farben wirken je nach Farbtemperatur anders. Wir nehmen das überhaupt nicht wahr, denn das menschliche Auge ist durch die chromatische Adaption in der Lage, einen Weißabgleich durchzuführen. Eine Zitrone bleibt bei Kerzenschein, unter Glühlampenlicht, als auch bei direktem Sonnenlicht stets zitronengelb. Die Technik ist nur unzureichend dazu in der Lage (der automatische Weißabgleich von Kameras versagt bei Mischlicht kläglich), so dass wir auch hier eine Diskrepanz zwischen Eindruck und Realität haben.


Bei welcher Farbtemperatur wird das Rot der Lok korrekt dargestellt? Das Problem des Weißabgleichs.

Diese chromatische Adaption arbeitet allerdings frei von Normen, Farben werden subjektiv wahrgenommen. Auch hier liegt wohl einer der Gründe, weshalb die Farbtöne der verschiedenen Hersteller voneinander abweichen, gerade bei Kunst- und Mischlicht. In Foren wird durchaus lebhaft diskutiert, ob einzelne Teile eines Modells richtig lackiert sind.

Und wo soll nun das Problem liegen?

Für mich hat das Problem einen persönlichen Bezug: Für Umbauarbeiten ist es unter Umständen notwendig, einzelne Bereiche eines Bereichs eines Modells neuzulackieren. Möchte man also nicht das ganze Modell neu lackieren, so besteht die Schwierigkeit darin, den richtigen Farbton zu treffen.

Das ewige Leid mit der Lackierung
Ein weiteres Problem bei der vorbildgerechten Umsetzung von Modellen ist wohl die Lackierung eines Modells beziehungsweise dessen Beschaffenheit. Hier verfolgen die Hersteller keine einheitliche Linie, noch nicht einmal bei Modellen aus dem selbem Hause. Zwischen absolut matten Modellen bis zu speckig-glänzenden Modellen ist die Bandbreite groß. Der Plastikglanz, vor allem in Kombination mit der sogenannten "Orangenhaut", ist unter den Modelleisenbahner ebenfalls berühmt-berüchtigt.

Aufgrund meines Alters habe ich die Eisenbahn erst seit 2007, also seit Beginn der Epoche 6, wirklich bewusst erlebt. Seit der Liberalisierung der deutschen Eisenbahn ist der Markt mit über 400 Eisenbahnverkehrsunternehmen enorm heterogen. Doch was auffällt: Es gibt einige Verkehrsbetriebe, die enorm Wert auf gepflegte Eisenbahnfahrzeuge legen, das gilt auch für außen. Außerdem werden gerade Züge des Nahverkehrs mit einem Schutzlack versiegelt: Dieser schützt den darunterliegenden Lack und bietet einen Schutz gegen Graffiti; zum einen haftet die Farbe schlechter, zum anderen lässt sie sich einfacher entfernen. Als angenehmen Nebeneffekt verleiht dieser Schutzlack dem Fahrzeug einen Glanz. Weshalb sich diese Vorgehensweise insbesondere im Nahverkehr durchgesetzt hat, hat einen einfachen Grund: Die Aufgabenträger, die den Nahverkehr planen, finanzieren und kontrollieren, machen Vorgaben, wie schnell Graffiti zu entfernen sind: Bei der S-Bahn Stuttgart beispielsweise muss ein Graffito innerhalb von 24 Stunden entfernt sein, sonst fallen Strafzahlungen an. Im Fern- und Güterverkehr bestehen solche Regelungen nicht.


So präsentieren sich die Züge der Schwarzwaldbahn in der Regel.

Normalerweise wird ein starker Glanz eines Modells als Mangel ausgelegt. Doch gerade in der Epoche 6 gibt es eben Eisenbahnfahrzeuge, die stets wie aus dem Ei gepellt wirken. Tatsächlich störte ich mich zum Beispiel an meinem matten Modell der Baureihe 146.2 von Brawa derart, dass ich es seidenmatt lackieren ließ.

Doch die Frage bleibt: Was hält der gemeine Modelleisenbahner davon?
Das waren meine Gedanken zu diesem Thema. Was meint Ihr dazu?

Dieser Bericht ist Teil meines Umbaufadens. Schaut doch dort vorbei! Hier geht es entlang.

Grüße,
Viet


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#2 von Der Krümel , 11.12.2017 15:53

[quote="Viet Bui" post_id=1761165 time=1512988002 user_id=28555]Denkt man an Deutschland, dann denkt man vermutlich an Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, an Bier (bei dieser Gelegenheit möchte ich ausdrücklich betonen, dass Kölsch kein Bier ist!)
[/quote]
Oha, Viet, wenn das mal keinen Ärger gibt...
Obwohl: Die Düsseldorfer werden das sicher gern bestätigen.
Ich als neutraler Ostwestfale bevorzuge prinzipiel das Pilsener, kenne durch meinen Arbeitgeber im Rheinland aber auch das eine oder andere gute Kölsch (als Flaschenbier bin ich da besonders fürs Reissdorf).
Ansonsten habe ich auf meinen Dienstreisen auch das eine oder andere sehr gute Bayerisch Helle kennen gelernt.

Zum Thema:
Das Modellbahn-Farbproblem ist wohl so alt wie die Modellbahn selbst.
Praktisch alle Hersteller haben ja auch durchaus mit den Jahren das eine oder andere Mal die Helligkeitsstufen ihrer Modelle geändert.
Man stelle z.B. mal eine Märklin E03 aus den 1960ern neben eine aktuelle.


Viele Grüße
Hendrik


 
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#3 von DerDrummer , 11.12.2017 16:54

Moin Viet
Da hast du dir ja mal wieder richtig Mühe gegeben!

Mir ist es vor allem auf meinen Vergleichsbildern meiner neuen Roco/ACME IC-Wagen aufgefallen:
Roco‘s roter Streifen ist ein ganz bisschen breiter und daher höher, außerdem sind die ACME etwas weißer.

Fällt allerdings im Betrieb überhaupt nicht auf!

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass es auch größere Unterschiede bei anderen Modellen gibt!

Grundsätzlich finde ich, dass sich die Hersteller, wenn sie schon zu hell lackieren, sich auf eine Norm einigen sollten! Warum denn nicht? Die NEM besagt so vieles, warum nicht auch das?

lg Justus


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#4 von Erich Müller , 11.12.2017 17:53

Hallo Justus,

fragt sich nur: wie? Viet hat ja schon durchblicken lassen, dass das schlicht unmöglich ist - da spielen Lichtintensität und -Farbe eine Rolle, und je nach verwendeter Farbtextur ist die Wirkung der scheinbar gleichen Aufhellung ganz verschieden.

Fragt sich aber auch: ist es nötig? Nicht nur das Rot der Lokomotiven (und alter VW Golf) bleicht aus. Jeder Autolackierer weiß, wenn ein Auto erst mal ein oder zwei Jahre im Sonnenlicht gestanden hat, kann er den Originallack nicht mehr verwenden, sondern muss selbst mischen. Da machen Bahnfahrzeuge keine Ausnahme.


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#5 von Djian , 11.12.2017 18:44

Moin Viet,

anhand des Graus des ICEs hast du es schon gut dargelegt. Der würde unter Kunstlich einfach zu dunkel wirken. Selbst mit Tageslichtlampen einen Sommertag darstellend erreiche ich nur annähernd die Lichtintensität eines Sommertages real und draußen. Deshalb kann man sich bei der Farbtonwahl wohl auch nur annähern. Da ist dann das menschliche Auge entscheidend. Zum einen wird es daurch zu Z.B. unterschiedlichen Rottönen unterschiedlicher Hersteller kommen und zum Anderen ist die Frage: welches Licht verwenden die bei der Betrachtung?
Ich weiß für diese Gretchenfragen auch keine Lösung, denke aber, dass der korrekte Farbton, gerade (groß)-flächig aufgetragen auf der Anlage und dem dazugehörigen Licht zu duster, also vom subjektiven Eindruck nicht stimmig wirken würde, obwohl er objektiv stimmt. So ist die Farbgebung sicher einer der vielen Kompromisse, die das Hobby Modelleisenbahn auszeichnet.

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#6 von E-Lok-Muffel , 11.12.2017 18:47

Hallo Leute,

Es gibt ggfs. noch einen anderen Grund, warum Hersteller zu helle Farben für Ihre Modelle verwenden.
Gesetzt den Fall, ein Moba-Hersteller hat die Neue Farbe (das Verkehrsrot der Epoche VI) mit einem Lokgehäuse oder Wagenkasten aus durchgefärbtem Kunststoff begonnen. Dieses Modell wird, obwohl streng nach Ral gefärbt, immer heller erscheinen als der Original-Lack, weil die Farbpigmente wegen des Kunstoffanteils nicht so dicht verteilt sein können wie in einer Lackschicht (Kennen wir alle: die Diskrepanz zwischen lackiertem Zinkdruckguss und den angesetzten Plastik-Teilen). und seien wir ehrlich: kein Großserienhersteller macht sich die Mühe Kunststoffteile nochmal zu lackieren...
Wenn dann der erste Metallkörper lackiert werden muss, muss der Lack dem durchgefärbten Kunststoff des vorhergehenden Wagen- oder Lok-Modells angeglichen werden, sonst gibt es einen Aufschrei der Fan-Gemeinde, also besser alle Modelle etwas heller machen, damit sie wenigstens zusammen eine gute Figur abgeben…

Zitat
Fragt sich aber auch: ist es nötig? Nicht nur das Rot der Lokomotiven (und alter VW Golf) bleicht aus. Jeder Autolackierer weiß, wenn ein Auto erst mal ein oder zwei Jahre im Sonnenlicht gestanden hat, kann er den Originallack nicht mehr verwenden, sondern muss selbst mischen. Da machen Bahnfahrzeuge keine Ausnahme.



Ja, bei der großen Bahn schon, aber wie Viet schon bemerkte, tickt die MoBa anders, wir haben das schädliche Sonnenlicht aus unseren MoBa-Kellern oder -Dachböden weitmöglichst verbannt, bei uns bleicht Nix aus (Gartenbahner - wie immer- ausgenommen)!
Insofern kann ich Viets Unmut schon verstehen, allerdings glaube ich, das Smart- oder Spot-repair bei der Moba auch nicht das maß aller Dinge ist, Wenn Du schon die Pistole in der Hand hast, dann kannst Du auch gleich das ganze Gehäuse einnebeln, so viel Mehraufwand ist das dann auch nicht, oder

Gruß
uLi


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#7 von Jandrosch ( gelöscht ) , 11.12.2017 18:51

[quote="Viet Bui" post_id=1761165 time=1512988002 user_id=28555]
............................(bei dieser Gelegenheit möchte ich ausdrücklich betonen, dass Kölsch kein Bier ist!) ..........................
[/quote]

Ich bin weder Kölner noch bekennender Biertrinker, trinke aber hin und wieder gerne mal ein Bier und dabei ist es mir auch egal, aus welchem Teil der Welt dies kommt. Geschmeckt hat es mir immer mal - mal mehr oder auch mal weniger.
Allerdings würde ich nie eine Behauptung aufstellen, die mich gleich als Unwissenden klassifiziert.
Zum Thema Kölsch ........... mach Dich darüber doch einfach mal schlau.
Ach ja, auch wenn es nur spaßig gemeint war, was hat dies dann mit dem eigentlichen Thema zu tun?

Unterschiedliche Farbgebungen stören mich eigentlich nicht so sehr auf der Modellbahn - Einheitsbrei ist nicht meins und Farben verändern sich.
Wenn man z.B. ein Fahrzeug aus einem Ausbesserungswerk kommend in Augenschein nimmt, kann man eben auch diverse Farbunterschiede feststellen.
Was mich viel mehr stört, ist die Tatsache, dass gleiche/ähnliche Modelle von verschiedenen Herstellern schon mal Unterschiede aufweisen, Unterschiede in der Höhe oder auch bei der Bedruckung oder oder oder............
Wenn man dann einen Zugverband zusammenstellt, fällt dies viel mehr ins Auge.


Jandrosch

RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#8 von berndm , 11.12.2017 20:44

Das Problem dürfte wohl auch sehr am Original liegen: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?31,5619146


 
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#9 von Viet Bui , 11.12.2017 21:23

Verehrte Kollegen,

vielen Dank für Eure Meinungen, es scheint, als würde das Thema nicht nur mich beschäftigen.

Zitat von Gast im Beitrag Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

Allerdings würde ich nie eine Behauptung aufstellen, die mich gleich als Unwissenden klassifiziert.
Zum Thema Kölsch ... mach Dich darüber doch einfach mal schlau.
Ach ja, auch wenn es nur spaßig gemeint war, was hat dies dann mit dem eigentlichen Thema zu tun?

Ich habe dem Kölsch die Eigenschaft, ein Bier zu sein, aufgrund seines Geschmacks abgesprochen. Ein Getränk, das schnell schal wirkt und auch jegliche Note vermisst. Da bleibe ich bei süddeutschen Bieren.

Zitat von im Beitrag Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

Da hast du dir ja mal wieder richtig Mühe gegeben!
Mir ist es vor allem auf meinen Vergleichsbildern meiner neuen Roco/ACME IC-Wagen aufgefallen:
Roco‘s roter Streifen ist ein ganz bisschen breiter und daher höher, außerdem sind die ACME etwas weißer.

Grundsätzlich finde ich, dass sich die Hersteller, wenn sie schon zu hell lackieren, sich auf eine Norm einigen sollten! Warum denn nicht? Die NEM besagt so vieles, warum nicht auch das?


Du weißt ja, Justus, wie ich meine Beiträge ausgestalte, vielen Dank für Dein Lob. Ein Freund hat einen Bm 235 lichtgrau mit verkehrsrotem Zierstreifen lackiert (tatsächlich gab es das!) lackiert; tatsächlich ist der Wagen auffallend dunkel, aber vorbildgerecht.
Eine Norm ist durchaus machbar; allerdings entsteht allein durch die Oberflächenbeschaffenheit wieder ein ganz anderer Farbeindruck.

[quote="Erich Müller" post_id=1761329 time=1513011197 user_id=26147]
fragt sich nur: wie? Viet hat ja schon durchblicken lassen, dass das schlicht unmöglich ist - da spielen Lichtintensität und -Farbe eine Rolle, und je nach verwendeter Farbtextur ist die Wirkung der scheinbar gleichen Aufhellung ganz verschieden.
[/quote]
Du triffst den Nagel auf den Kopf.

[quote="Erich Müller" post_id=1761329 time=1513011197 user_id=26147]
Nicht nur das Rot der Lokomotiven (und alter VW Golf) bleicht aus. Jeder Autolackierer weiß, wenn ein Auto erst mal ein oder zwei Jahre im Sonnenlicht gestanden hat, kann er den Originallack nicht mehr verwenden, sondern muss selbst mischen. Da machen Bahnfahrzeuge keine Ausnahme.
[/quote]
Zitat von Gast im Beitrag Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

Wenn man z.B. ein Fahrzeug aus einem Ausbesserungswerk kommend in Augenschein nimmt, kann man eben auch diverse Farbunterschiede feststellen.

Zitat von im Beitrag Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

Das Problem dürfte wohl auch sehr am Original liegen: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?31,5619146


Diesen Vergleich kann man meines Erachtens nicht heranziehen. Hersteller von Modelleisenbahnen stellen in der Regel den fabrikneuen Zustand des Vorbilds dar.

Grüße,
Viet


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#10 von berndm , 11.12.2017 21:57

Naja, fabrikneu ist wohl anders:

151 064-3, DB AG, Roco 79403

Ich bin jetzt kein Verfahrenstechniker, aber nach allem was ich in den Gesprächen mit derartigen Leuten aus der Lackierbranche erfahren haben, sind Farbabweichungen eher die Regel als die Ausnahmen. Und ganz besonders dürfte das sein, wenn die Fahrzeuge in einem BW oder Ausbesserungsbetrieb gespritzt werden.


 
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#11 von klein.uhu , 11.12.2017 22:44

[quote="Viet Bui" post_id=1761462 time=1513023808 user_id=28555]

Zitat von Gast im Beitrag Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

Allerdings würde ich nie eine Behauptung aufstellen, die mich gleich als Unwissenden klassifiziert.
Zum Thema Kölsch ... mach Dich darüber doch einfach mal schlau.
Ach ja, auch wenn es nur spaßig gemeint war, was hat dies dann mit dem eigentlichen Thema zu tun?

Ich habe dem Kölsch die Eigenschaft, ein Bier zu sein, aufgrund seines Geschmacks abgesprochen. Ein Getränk, das schnell schal wirkt und auch jegliche Note vermisst. Da bleibe ich bei süddeutschen Bieren.
[/quote]
Du sollst das ja auch frisch trinken und nicht rumstehen lassen bis es schal ist.
Geschmack ist nun mal Geschmackssache! Bei Bier wie bei Farben.

klein.uhu


| : | ~ analog

Gruß von klein.uhu
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#12 von Thilo , 11.12.2017 23:20

Hallo Viet,

ich muß gestehen, daß ich den Nachteil (oder Vorteil ) habe, daß ich auf deinen Bild mit den vier HzL-Dieselloks keinen Farbunterschied sehe, da ich weitgehend farbenblind bin.

Farb- und Helligkeitsunterschiede hake ich in der Regel bei Modellen auf unterschiedliche Umweltbedingungen ab.

Liebe Grüße

Thilo

PS: Und ja, mir wurden schon einmal eine ganze Reihe Eigenbau-Bäume von der Anlage gepflückt, die eben nicht grün belaubt waren. ops:


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#13 von Lokpaint , 11.12.2017 23:44

Hallo

Mein märklin ICE ist nach RAL lackiert. Wieso du also bei der Annahme kommst das nicht nach RAL lackiert wird entgeht mir irgendwie.
Und zu dunkel wirkt der auch nicht; der ist eben so.

Die RAL ist eben ungenau. Es wird nur ein ähnlicher Farbton vorgeschrieben, nicht aber die Reflektion, Pigmentart oder grösse; u.s.w.

Weiters denken Leute das die RAL Farbkarten die es für ein paar Euro zu kaufen gibt stimmen.
Die sind genauso ungenau wie RAL selber, da meistens gedruckt, zu dunkel und nicht geeicht.

Dann gibt es Modellbahnfirmen die recherchieren schlecht und schmieren irgendwas ähnliches auf den Loks, oder noch schlimmer: passen die Farben je nach gusto an.
Das interessiert jedoch kaum einen.

Und da kommt mann wieder auf die Diskussion ob man Farben aufhellen soll.
Naja, wenn wir 25 Jahre zurückversetzt in der Zeit sein wollen flaster: .... dann bekommen wir wieder hellrotes TEE und türkises Ozeanblau.
Ist das gleiche wie wieder Pizzaschneider.

Wenn du probleme hast mit nachlackierungen liegt es also nicht am RAL, sondern eher daran das deinen Farblieferanten dir eine Farbe nach RAL liefert die eine andere Farbfirma wieder anders zusammensetzt.
Also musst du deinen Farblieferanten wechseln. Ich habe hier auch drei verschiedene Verkehrsrot und mehrere Beige und Hellgrau u.s.w.

Die meisten Leuten sind auch ziemlich Farbenblind. Piko hat es noch nie fertiggebracht den Kontraststreifen oder Lätzchen in der richtigen Farbe zu lackieren. Keiner sieht es.

Bart...der immer nach RAL lackiert.


 
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#14 von Markus_218 , 11.12.2017 23:45

Guten Abend Viet,

herzlichen Dank für deinen spannenden Beitrag. In der Tat habe ich mich selbst auch schon gewundert, warum manche Fahrzeuge auf einmal anders wirken. Vermutlich wird die Lichtquelle dafür verantwortlich gewesen sein. Auch der Grauton wirkt am Bildschirm viel härter und intensiver, als draußen.

Auch den von dir angesprochenen Punkt mit den unterschiedlichen Farbtönen der Hersteller kenne ich nur zu gut. Früher hat mich das echt genervt, da ist eine Lok anders lackiert, als die andere, obwohl bei den gleichen Farbton haben müssten. Inzwischen bin ich da entspannter geworden. Das Vorbild hat mich gelehrt, dass jede Lok eine andere Farbe hat. Mag sein, dass sie alle mit dem gleichen Farbton ausgeliefert wurden. Mit den Betriebstagen nahm der Farbton durch Ausbleichen, Verwittern und Verschmutzen jedoch bei jeder Lok einen anderen, individuellen Farbton an. Inzwischen habe ich auch begonnen, meine Fahrzeuge mit Airbrusch und Pinsel und Pigmenten zu altern. Auch dadurch kommen die einzelnen Farbunterschiede zur Geltung und es stört mich nicht mehr, was der Hersteller damals wie lackiert hat, so lange der Grundton einigermaßen passt. Abgedunkelt oder aufgehellt wird durch die Patinierung so oder so.

Dennoch ist dein Beitrag sehr interessant, vor allem vor dem Hintergrund der Modellfotografie. Herzlichen Dank also für dein Werk!

Beste Grüße
Markus


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#15 von Viet Bui , 12.12.2017 02:20

Guten Morgen Freunde der gepflegten Modelleisenbahn,

natürlich habe ich den Bericht nicht aus Jux und Dollerei geschrieben; Anlass war das Nachlackieren eines Modells, nachdem ein Fenster zugespachtelt wurde. Die Suche nach der passenden Farbe gestaltete sich dabei alles andere als einfach.

Wie ich sehe, erreichen wir einen Konsens, dass die Wahrnehmung des Menschens stets subjektiv ist. Ein schönes Beispiel ist dieses Bild:


(Bild: Akiyoshi Kitaoka)

Für viele Betrachter sind die Erdbeeren mehr oder weniger rot. Doch dieses Bild enthält überhaupt keinen Rotton, das bestätigt mir auch mein Bildbearbeitungsprogramm. Die Erdbeeren sind tatsächlich grau.
Die Gründe liegen in der bereits angesprochenen chromatischen Adaption und in der Farbadaption. Das Beispiel verdeutlicht uns, dass wir Farben individuell anders wahrnehmen.

Wir können also festhalten, dass Diskussionen, ob denn ein Modell mehr oder weniger vorbildgetreu lackiert sind, recht sinnbefreit sind.


Die Frage, ob das Modell denselben Rotton wie das Vorbild hat, wird wohl nie geklärt werden.

Grüße,
Viet


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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#16 von Jandrosch ( gelöscht ) , 12.12.2017 09:03

Hallo Viet,
natürlich ist die Farbwahrnehmung subjektiv - wir Menschen sind nun mal nicht alle gleich.
Zu Deinem Erdbeerbild stellt sich übrigens auch die Frage, ob das Bildbearbeitungsprogramm die additive oder die subtraktive Farbmischung der drei Grundfarben praktiziert. Diese Varianten bringen nämlich unterschiedliche Ergebnisse und regen die Zäpfchen des Auges auch dementsprechend anders an - somit ist die Wahrnehmung einer Farbe auch schon schwierig.
Des Weiteren frage ich mich gerade, ob das Rot wirklich komplett herausgefiltert wird, oder ob noch restliche Anteile verbleiben, die dann den roten Eindruck suggerieren.

Du müsstest Dein Modell mit der real existierenden Lok bzw. deren Farbe gegenüberstellen und hast dann aber den Effekt, dass Einflüße bei der Vorbildlok, die auf der Modellbahn nicht vorkommen, das Ergebnis verfälschen.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn man nacharbeiten will, dass man sich nicht auf die Farbe verlassen kann - ich habe aber in den Modellbahnkatalogen bisher den Hinweis auf die RAL-Farben nicht gesehen und somit denke ich, dass die Modellbahn Hersteller auch diese nicht so streng als Vorbild sehen bzw. nutzen.
Und wie schon von Anderen geschrieben, kann man für einen Kunststoff genau den Farbton nach RAL realisieren?


Jandrosch

RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#17 von Francesco , 12.12.2017 09:15

Hallo,

Folgende Punkte sind zu bedenken:

- Die Farbe kann vom Lieferanten von Charge zu Charge bereits variieren.
- Je nach Untergrund wirkt die Farbe auch heller oder dunkler
- Auch Modellbahnen sind den UV-Strahlen häufig ausgesetzt und verändern so ihren Farbton über die Jahre
- Es kommt beim Vorbild auch auf die Epoche und der Fahrzeugart an, wie mit der Farbgenauigkeit umgegangen wird. Erinnert sei nur an die berühmten Ausbesserugnsflecke.

Die Frage ist daher, wie genau man diese Frage nach der Genauigkeit der Farbtöne als Modellbahner nehmen sollte. Aber auch diese Antwort kann nur jeder für sich selbst finden. Ich persönlich mag z.B. gerade Wagen mit Ausbesserungsflecken sehr. Eine absolut gleicher Farbton bei allen Fahrzeugen ist daher bei mir nicht gewünscht.

Gruß

Francesco


Francesco  
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#18 von Erich Müller , 12.12.2017 11:24

Zitat von im Beitrag Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

Zitat
Fragt sich aber auch: ist es nötig? Nicht nur das Rot der Lokomotiven (und alter VW Golf) bleicht aus. Jeder Autolackierer weiß, wenn ein Auto erst mal ein oder zwei Jahre im Sonnenlicht gestanden hat, kann er den Originallack nicht mehr verwenden, sondern muss selbst mischen. Da machen Bahnfahrzeuge keine Ausnahme.


Ja, bei der großen Bahn schon, aber wie Viet schon bemerkte, tickt die MoBa anders, wir haben das schädliche Sonnenlicht aus unseren MoBa-Kellern oder -Dachböden weitmöglichst verbannt, bei uns bleicht Nix aus (Gartenbahner - wie immer- ausgenommen)!




Hallo Uli,

hoffentlich hast du recht... denn auch Kunstlicht enthält UV-Licht, und Wärme spielt ebenfalls mit. Zweifarbige Vitrinenfahrzeuge (eine Seite ausgebleicht) sind leider kein Forenmythos.

Ich bezog mich übrigens aufs Vorbild, nicht aufs Modell. Ist es nötig, "den exakten Ton des Vorbilds" zu treffen, wenn man weiß, dass dieser nur in der Werkhalle vor der Auslieferung tatsächlich bestanden hat?

[quote="Viet Bui" post_id=1761565 time=1513041651 user_id=28555]
Wir können also festhalten, dass Diskussionen, ob denn ein Modell mehr oder weniger vorbildgetreu lackiert sind, recht sinnbefreit sind.
[/quote]

Hallo Viet,

nein, das nicht. Es ist ein klarer Fall von "wir widersprechen uns, aber keiner hat unrecht." Es ist schon wichtig, sich auszutauschen, ob der Eindruck (!) des Vorbilds getroffen wurde oder nicht. Aber es ist in der Tat unsinnig, ein Modell in Bausch und Bogen zu verdammen, weil dieses oder jenes Farbdetail die vermeintlich falsche Nuance hat.
Zumal wenn Stefan7 oder El Presidente dann heftig altern...


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


Erich Müller  
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#19 von wete , 12.12.2017 12:11

Hallo,
möchte noch anmerken, das auch die Form des Pigmentes (kristalline - hexagonale Form usw.) eine Rolle spielt.
Je nachdem, wie die einzelnen Pigmente im Farbfilm liegen, reflektiert das Licht unterschiedlich = Farbtonabweichung.
Das liegt auch an der Methode, wie der Lack aufgebracht wurde( meistens Spritzen). Ist der Druck, die Viskosität
jedoch falsch eingestellt, hat auch das Einfluss auf den Farbtonreflexion= Farbtonunterschied.
Im weiteren Herstellungsprozess der Lacke spielen Aufbereitungsmethoden - Bindemittel - Schwebstoffe - usw. eine
Rollen zum leicht unterschiedlichen Aussehen des getrockneten Farbtons.
Und zu guter Letzt, auch das Auge des Betrachters spielt eine nicht unterschätzende Rolle.
Lb. Gruß
Werner


 
wete
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RE: Wenn Modelle im falschen Farbton lackiert werden

#20 von berndm , 12.12.2017 13:53

Dann kann man dem Ganzen noch eine Krone aufsetzen, wenn man die Oberflächenstrukur und Beschaffenheit der zu lackierenden Oberhaut betrachtet.
Verbeultes und gespachteltes Blech sieht anders aus als der Kunststoff oder auch der Zinkdruckguss unserer schönen kleinen Modelle.


 
berndm
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