also gestern hat meine selber umgebaute Ae3/6. "plötzlich" begonnen zu stottern. die lok hat einen HLA, einen mfx decoder, kugellager und hatte eigentlich beste fahreigenschaften. kontaktprobleme schloss ich eigentlich aus da empfindlichere loks keine probleme zeigten. das stottern sah und hörte sich auch eher nach etwas "klemmendem" an. etwa zu wenig öl im getriebe
also flugs die lok zerlegt. die innenseite der kohlenhalter, also der raum um den kollektor, war voller kohklenstaub. die zwischenräume der kollektoren waren frei. eine der beiden kohle hatte an den kanten/rändern der aufliegefläche riefen.
alles gereinigt (trockenreinigung mit wattestäbchen und so) und wieder zusammengebaut. alles wieder wie es sein soll.
so, nun frage ich mich eben, ob diese kohlenstaubbildung normal ist? resp rätzle was die ursache sein kann und wie man dem abhilfe schaffen kann?
#2 von
Harry Lorenz
(
gelöscht
)
, 19.09.2007 09:20
Hi Heinzi
Es könnte sein, dass die Kanten der Kollektoren etwas scharf sind und somit die Kohlebürsten regelrecht abgehaspelt werden. Hatte ich auch mal vor längerer Zeit.
Abhilfe: Mit einer feinen flachen Schlüsselfeile diese Kanten minimal abziehen, so dass beim Drehen des Rotors die Kohlebürsten sanft von einem Kollektorblech zum anderen auflaufen können.
Nochwas 1: Es gab mal eine Serie von Kohlebürsten, die vom Material zu weich waren. Vielleicht hast du welche davon erwischt.
Nochwas 2: Prüfe mal den Anpressdruck der Bürstenfedern. Ist der zu stark, dann werden die Bürsten zu stark an den Kollektor gepresst, was auch mehr Abrieb bedeutet. Ist aber eher unwahrscheinlich !
ja das mit den "kanten brechen" habe ich bei dieser gelegenheit verpasst. jedoch habe ich den kolektor vor dem erneuten zusammenbau noch mit ganz feinem schmirgeltuch leicht abgezogen.
zu nochwas 1: wann war die geschichte mit den weichen kohlen dann etwa? bin ja noch nicht allzu lange im club. die kohlen haben jedoch auch deutliche schleifspuren am kollektor hinterlassen. da hätte ich fast eher auf zu harten kohlen gewettet.
zu nochwas 2: wie viele kilonewton anpressdruck dürfen es denn sein
Etwas Kohlenstaub ist ganz normal. Vor allem am Anfang, wenn Rotor und Kohlen neu sind, bis sich die Form angepasst hat.
Was auch zum stottern führen kann sind die Führungen der Kohlen. Wenn die Kohle hier klemmt, kommt es relativ schnell zum stottern, da der Kontakt nicht mehr gewährleistet ist. Hatte ich schon bei zwei neuen Loks nach nur wenigen Stunden Fahrbetrieb. Die Führungen sind relativ billig hergestellt und nicht besonders präzis.
Wenn die Zwischenräume der Kollektorbleche frei waren, sollte das Stottern nicht von weichen Kohlen her rühren.
Gruss Rainer
Neue H0 Anlage im Aufbau mit K- und C-Gleis sowie Weichenumbauten von Zweileiter auf Mittelleiter. CS2 4.2.13(14) MM, mfx und DCC mit eigenen Boostern. MS2, CU 6021 mit Connect6021. PC mit iTrain. CS3 Testbetrieb. Spur Z voll digital mit ESU ECoS (SLX und DCC).
also mehr oder weniger 80% des raumes war voller kohlenstaub ausgefüllt. (fast wie ausgeschäumt) ich denke das ist schon etwas zuviel als "normal" jedenfalls habe ich nur das lagerschild innen gereingt und die radlager neu klitzekleinwenig nachgeölt. an den "eingefressenen" spuren am kollektor tippe ich eher auf zuviel anpressdruck.
ja die kohlenführungen sind nicht gerade präzise, haben relativ viel spiel. das erkennt man auch an der wölbung die der kollektor aussermittig in die kohlen "frässt".
aber jetzt wo du es sagst, eine stotterlok wegen zuwenig anpresdruck hatte ich auch schon......aber das passt dann irgendwie nicht zum kohlenstaub, oder?
haben Deine Kugellager im Motorschild und/oder Motorgehäuse einen festen Sitz, oder können sie sich bewegen (und wandern dann beim Fahren bis an die seitlichen Gewichte, welche innen am Gehäuse kleben)?
Falls dies der Fall ist, kriegt der Rotor ein zu grosses seitliches Spiel, und dies kann zusätzlichen Kohlenabrieb bedeuten. Also ggf. Kugallager so befestigen, dass sie dem Rotor einen sicheren seitlichen Halt bieten.
auch dir danke für den tipp,.... ..... auch wenn ich ihn noch nicht ganz verstanden habe. wo genau gibt es seitlich hingeklepte gewichte? und wohin sollen die kugellager wandern?
also das kugellager im guss(motor)block müsste eigentlich passen. da hab ich nichts gebohrt. und es hat kein seitliches spiel, sonst würde es ja rausfallen. bedenken hatte ich aber schon immer ein wenig wegen des plastiklagerschildes. das loch hatte ich von hand mittels einem normalen bohrer gebohrt. das lager sitzt eigentlich auch stramm im plastik, aber wie zentriert dieses genau ist, muss ich mal überprüfen (von auge?). jedenfalls streift der rotor nirgends. ein seitlicher versatz würde aber u.u erklären, wesshalb die rifenbildung nur an einer kohle zu finden war.
Zitat von Heinzi ja die kohlenführungen sind nicht gerade präzise, haben relativ viel spiel. das erkennt man auch an der wölbung die der kollektor aussermittig in die kohlen "frässt". (...) ...aber das passt dann irgendwie nicht zum kohlenstaub, oder?
Wenn die Führungen zu viel Spiel haben, können sich die Kohlen (beim Fahrtrichtungswechsel) verkanten. Dann ist der Verschleiss natürlich auch sehr hoch. Aber dazu müssten die Führungen quasi verbogen sein. Kann es sein, dass beim Aufboren des Lochs für das Kugellager die recht biegsamen Führungen verbogen/verstellt wurden?
Gruss Rainer
Neue H0 Anlage im Aufbau mit K- und C-Gleis sowie Weichenumbauten von Zweileiter auf Mittelleiter. CS2 4.2.13(14) MM, mfx und DCC mit eigenen Boostern. MS2, CU 6021 mit Connect6021. PC mit iTrain. CS3 Testbetrieb. Spur Z voll digital mit ESU ECoS (SLX und DCC).
Märklin's Ae 3/6'' hat seitlich innen am Kunststoffgehäuse zwei lange Gewichte eingeklebt. Bei neueren Versionen sieht man diese Gewichte teilweise hinter den Seitenfenstern und imitieren so den Maschinenraum. Bei der Ae 3/6 verhindern diese Gewichte, dass die Kugellager sich ganz aus den Bohrungen im Motorblock bzw. Motorschild lösen können (dies kann Dir aber z.B. bei einem Krokodil passieren...). Also, wenn die Kugellager nicht bombenfest in ihrer Bohrung sitzen (auch z.B. wenn der Motor vom Fahren warm ist), erhält der Rotor etwas seitliches Spiel (etwa wie wenn Du den Motorschild nicht richtig festschraubst). Das meinte ich damit. Testen kannst Du das, indem Du die Lok eine längere Zeit ohne Gehäuse fahren lässt und den Sitz der Kugellager beobachtest (aber Lok spätestens dann anhalten, wenn der Motor komisch zu klingen beginnt!).