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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#1 von franz_H0m , 15.01.2018 16:17

Update: In Beitrag #8 gibt es nach und nach die Bauanleitung.

Hallo an alle Stummi,

Michael frug in seinem Neckar-Projekt-Faden vor einiger Zeit danach, ob einer eine Bauanleitung für eine Rottenwarnanlage mit Sound hätte. Das hat mich gestern Nachmittag nicht losgelassen und da ich im Netz nichts fand, habe ich einen Prototyp für die Elektronik gebaut.

Es geht darum, eine Anlage nach zu bauen wie im Video, dass vom Wikipedia-Artikel verlinkt ist (das Spektakel geht bei Sekunde 18 los):

[youtu-be]https://youtu.be/2Johv1QSlF8[/youtu-be]

In meinen Prototypen sieht das so aus (Das ursprüngliche Video und Prototyp aktualisiert nach Anregungen von Ralf in Post #2):



Ich habe Rundumleuchten nachempfunden, man kann das natürlich leicht in Strobos ändern. Eventuell muss man die Frequenz noch etwas anpassen. Noch ist keine Ansteuerung realisiert, sondern der ganze Ablauf dauert eine feste Zeit, aber natürlich sollen die Lampen erst nach Zugdurchfahrt ausgehen.

Die Schaltung besteht aus einem Arduino Nano, einem WTV020 Soundmodul, einer handvoll LEDs (wie man unschwer sieht) und einem einem Lautsprecher aus einem alten PC-Gehäuse, den der WTV020 direkt treibt. Laut genug ist es, nach dem ersten Test waren auf unserem Wohnzimmertisch weit und breit keine Preiserlein mehr zu sehen. Die LEDs und Zeitsteuerung ist natürlich mit den Arduino MobaTools realisiert.

Wenn hier Interesse besteht, erstelle ich eine genaue Baubeschreibung und veröffentliche sie, vor allem das Soundmodul ist etwas tricky.


Grüße, Franz

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zuletzt bearbeitet 05.06.2021 | Top

RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#2 von rmayergfx , 15.01.2018 17:17

Hallo Franz,


Was mir auffällt, ist das Timing, im Original kommt Sound und Lampe gleichzeitig. Sieht man schön bei 0:18.
Bei deinem Aufbau ist zwischen Licht und Ton ca 1sec. frei... Die Baubeschreibung hätte ich sehr gerne,
tolles Projekt. Vielleicht kannst du ja auch noch die anderen Sounds implementieren:

Zitat
Es gibt verschiedene akustische Warnsignale mit unterschiedlicher Bedeutung:

langer durchgezogener Ton (Mischklang, bestehend aus unterschiedlich hohen Tönen): Vorsicht! Im Nachbargleis nähern sich Fahrzeuge.[1]
zwei lange Töne nacheinander in verschiedener Tonlage: Arbeitsgleise räumen!
mindestens fünf Mal jeweils zwei kurze Töne in verschiedenen Tonhöhe kurz nacheinander: Arbeitsgleise schnellstens räumen![2]



Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rottenwarnanlage

mfg

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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#3 von Barbara13 , 15.01.2018 21:04

Hallo Franz,

kurz und knapp: Der absolute Hammer. . Genauso hatte ich mir das vorgestellt und in der kurzen Zeit realisiert, absolute Spitze. Ich denke die Bauanleitung wird viele Mobahner erfreuen (mich auch ). Allerdings werde ich die Lautstärke etwas drosseln, sonst bekommen meine Preiserleins vom Millionenbuckel einen Blutsturz. Nochmals vielen Dank für die tolle Umsetzung. Bin gespannt auf die Bauanleitung.
PS. Ich will das Teil automatisch aktivieren, wenn auf dem Gleis ein Zug kommt (auch im Gleiswechselbetrieb) und es mit einem Kippschalter ausschalten können.


Viele Grüße

Michael

... Pragmatismus ist nicht das Gegenteil von Perfektionismus, sondern der Weg dorthin.

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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#4 von franz_H0m , 15.01.2018 22:11

Hallo Ralf und Michael,

danke für das detaillierte und positive feedback, das spornt an

Zitat

Was mir auffällt, ist das Timing [...]. Vielleicht kannst du ja auch noch die anderen Sounds implementieren.



Ich habe das timing nochmal verbessert und das Video im ersten Post aktualisiert. Jetzt werden in diesem Demonstrationsvideo die zwei verschiedenen Signale Ro 1 und Ro 3 (Wiki: Rottenwarnsignal) nacheinander mit einer kurzen Dunkelpause abgespielt. In der endgültigen Version soll dann nur eine Variante ausgelöst werden, je nachdem auf welchem Gleis die Zugfahrt erfolgt. Es gibt noch ein Signal Ro 2, das konnte ich aber nicht in überzeugender Qualität finden.


Zitat

Allerdings werde ich die Lautstärke etwas drosseln, sonst bekommen meine Preiserleins vom Millionenbuckel einen Blutsturz.
PS. Ich will das Teil automatisch aktivieren, wenn auf dem Gleis ein Zug kommt (auch im Gleiswechselbetrieb) und es mit einem Kippschalter ausschalten können.



Ja, ich bin noch am überlegen, wie man am einfachsten den Pegel anpassen kann. Nach dem Sichten von Dutzenden von Youtube-Videos mit Rottenwarnanlagen für das beste Soundsample bin ich auch etwas taub (Und meine Töchter fragen sich auch, ob ich endgültig plemplem bin ).

Man sollte wohl des Familienfriedens wegen eine Variante vorsehen, wo man nur den Ton ausschalten kann.

Gleiswechselbetrieb ist natürlich gemein. Ich kann mir folgende Steuerungsvarianten vorstellen:

  1. Gleich einen eingebauten Digitaldecoder mit je einer Adressen pro Signal. Das wäre die bevorzugte Variante für Leute mit PC Steuerung, so wie Du. Der TC würde dann in Deinem Fall einfach die ganze Logik übernehmen, d.h. auf welchem Gleis der Zug fährt. Ich muss mal sehen, ob sich die Ansteuerung des Soundmoduls mit den DCC-Decoder-Funktionen verträgt. "Ganz aus" und "Ton aus" könnte man so auch steuern.
  2. Wenn das aus Programmiergründen nicht geht, dann einfach einen Massekontakt pro Signal (ein solange geschaltet) und einen je einen Massekontakt für "ganz aus" und "Ton aus". Ansteuerung dann mit externem Decoder.
  3. Für Analogis je einen Impulskontakt für jede Seite, je nach Fahrtrichtung kommt das eine oder andere Signal. Einen weiteren Kontakt für Gleiswechselbetrieb (vertauscht die Signale) und für "ganz aus" und "Ton aus".


Leider hat man unter der Woche nie so viel Zeit wie am Wochenende, also werde ich wohl erstmal nicht viel weiter kommen.


Grüße, Franz

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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#5 von fl_dutch , 19.01.2018 12:52

Moin Franz,

klasse Sache! Ich hatte die Idee schon bei Michael gesehen und mir die Rottenwarnanlagen angeschaut, es als Projekt aber auf später verschoben (gibt genug anderen Baustellen auf meiner Moba). Um so cooler, dass du es aktuell umsetzt.

Ich würde mich auch über eine Baubeschreibung freuen.


Nette Grüße
Jens

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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#6 von Bodo , 19.01.2018 12:56

Hallo Franz,

dann melde ich auch mal mein Interesse an - ist zwar eigentlich zu modern für mich, aber ich hatte immer mal die Idee, sowas für Tischbahning oder die Modulanlage im Verein zu bauen - dann also eher für die Rotte, die am Ende die Züge annehmen muss und meist gerade dann pennt, wenn einer kommt . Bauteile habe ich alle in der Schublade, nur bisher keine Zeit .

Viele Grüße, Bodo


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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#7 von franz_H0m , 19.01.2018 15:36

Danke Bodo und Jens,

Update kommt am Wochenende (wenn nichts dazwischen kommt).


Grüße, Franz

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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#8 von franz_H0m , 27.01.2018 15:26

Hallo an Alle!

Ich werde die Anleitung hier nach und nach einstellen - mein Ziel ist, alles bis Ende Februar veröffentlicht zu haben.
Es gibt folgende Teile:

  1. Das Soundmodul und wie man es vorbereitet und ohne Arduino verwendet in einem Testaufbau
  2. Dann den Arduinoteil mit verschiedenen Steuervarianten.
  3. Und schließlich einen fertigen Aufbau auf Lochraster mit passender Spannungsversorgung.


Ich habe die Anleitung so geschrieben, dass sie sich hoffentlich für Elektronik-Einsteiger eignet, auch ohne Arduino-Erfahrung. Ein paar Grundkenntnisse braucht man schon. Aber auch denen mit etwas Erfahrung empfehle ich, sich an meine Schritte für das Sound-Modul genau zu halten, ich habe viel probieren müssen. Ich gebe hier eine Übersicht, die genauen Schritte sind auf meinem (neuen) Blog hinterlegt, das würde hier zuviel und unübersichtlich werden. Da kann man sich auch ein PDF zum Ausdrucken erstellen.
Ich würde mich freuen, wenn es dem einen oder anderen nutzt.

Wenn man sich die Teile aus China besorgt, dauert es ja auch immer etwas (Meine Gedanken dazu).

Teil 1: Soundmodul testen und vorbereiten

Zunächst sollte man das Soundmodul in einem Testaufbau vorbereiten und testen. Ich lege allen ans Herz, diesen Schritt zu machen, da ich mich auf diese Soundmodule (zu dem Preis) nicht 100%ig verlassen würde. Ich teste alle auf diese Weise, bevor ich sie irgendwo einlöte.

Dazu muss man sich zunächst die Geräusche besorgen (hier beschreibe ich wie man das von Youtube macht) und ins richtige Format bringen (das erkläre ich hier). Zum Testen reicht es, sich hier eine fertige Datei herunterzuladen, aber leider kann ich aus Lizenzgründen die Rottensignale nicht fertig aufbereitet anbieten, dass muss jeder selber machen.

In weiteren Schritten wird das Soundmodul vorbereitet und ein Testaufbau gemacht (und das erkläre ich hier).



Teil 2: Arduino, Programm, Steuervarianten
(kommt demnächst)

Teil 3: Fertigen Aufbau auf Lochraster mit passender Spannungsversorgung
(kommt demnächst)

Teileliste im Überblick:

1
2
3
4
5
6
7
8
9
 

Anzahl Bezeichnung Quelle
2 Frische 1.5V Batterien Supermarkt
1 Batteriehalter Conrad, Reichelt, China
1 WTV020-SD-16P China
2 Taster Conrad, Reichelt, China
1 Lautsprecher Am besten aus dem Schrott: Alter PC, Handys etc.
Breadboard und Steckbrücken Conrad, Reichelt, China
 
 



Direkte Links zu den exotischeren Teilen:



Wenn Ihr irgendwelche Fehler findet oder Fragen habt - immer her damit!


Grüße, Franz

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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#9 von franz_H0m , 27.01.2018 15:33

Ja, hatte ich mir wieder einfacher vorgestellt und nicht so schnell geschafft, wie auch immer. Ich bleibe jedenfalls dran und freue mich über Kommentare.

Hat jemand noch Ideen dazu:

Zitat

Ich kann mir folgende Steuerungsvarianten vorstellen:
  1. Gleich einen eingebauten Digitaldecoder mit je einer Adressen pro Signal. Das wäre die bevorzugte Variante für Leute mit PC Steuerung, so wie Du. Der TC würde dann in Deinem Fall einfach die ganze Logik übernehmen, d.h. auf welchem Gleis der Zug fährt. Ich muss mal sehen, ob sich die Ansteuerung des Soundmoduls mit den DCC-Decoder-Funktionen verträgt. "Ganz aus" und "Ton aus" könnte man so auch steuern.
  2. Wenn das aus Programmiergründen nicht geht, dann einfach einen Massekontakt pro Signal (ein solange geschaltet) und einen je einen Massekontakt für "ganz aus" und "Ton aus". Ansteuerung dann mit externem Decoder.
  3. Für Analogis je einen Impulskontakt für jede Seite, je nach Fahrtrichtung kommt das eine oder andere Signal. Einen weiteren Kontakt für Gleiswechselbetrieb (vertauscht die Signale) und für "ganz aus" und "Ton aus".



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RE: Rottenwarnanlage mit Sound - Bauanleitung Teil 1

#10 von Erich Müller , 27.01.2018 15:41

Hallo Franz,

ich kann sowas ja nicht, von daher: Hut ab.

Was mir aufgefallen ist: bei deinen Schaltungen gehen die LED nacheinander an und bleiben an, um dann gleichzeitig wieder auszugehen. Das kenne ich von Reklametafeln etc. und auch von manchen Warnanlagen auf nichtdeutschen Autobahnen.
Die Warnlampen auf dem Vorbildvideo blitzen aber nacheinander auf und gehen jeweils sofort wieder aus, nicht alle miteinander.


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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